Staatliche Festkultur in Europa zwischen den Weltkriegen Eine vergleichende Perspektive 1 Christoph Kühberger

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Staatliche Festkultur in Europa zwischen den Weltkriegen Eine vergleichende Perspektive 1 Christoph Kühberger"

Transkript

1 Staatliche Festkultur in Europa zwischen den Weltkriegen Eine vergleichende Perspektive 1 Christoph Kühberger Kulturhistorische Festforschung Die kulturhistorische Festforschung hat in den letzen Jahrzehnten ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Im Zuge des postmodernen Aufblühens der Neuen Kulturgeschichte und ihres Drangs, symbolische Repräsentation sowie subjektive Erlebnisse von ganz normalen Menschen in den Mittelpunkt der geschichtswissenschaftlichen Forschung zu stellen, entstand eine Vielzahl an neu angelegten Forschungsarbeiten zu unterschiedlichen Epochen und Räumen. 2 Einen gewichtigen Beitrag zur Beforschung von politischen Festen lieferten unbestritten Maria Ozouf und Lynn Hunt mit ihren Untersuchungen zur Französischen Revolution. Die Französische Revolution wird dabei als Beginn der einsetzenden Säkularisierung von öffentlichen Festen identifiziert: Die Zurückdrängung des Kultisch- Sakralen, das bis dahin die Domäne der Kirche gewesen war, führte zur Herausbildung neuer Formen von politischen Festen. Ozouf fokussiert in ihrer Arbeit die traditions- und zukunftsbildenden Funktionen der französischen Revolutionsfeste, in denen sich ein kollektives Bedürfnis der revolutionären Gemeinschaft zeige: ein utopisches Ideal, das zwangsläufig nur ein Traum bleiben konnte. Die Unterdrückung von Hierarchien und die modellhafte Egalisierung der Feiernden die Beteiligten waren durch Blumenkränze und gleiche Tracht vereinheitlicht sollte die sozialen Unterschiede überbrücken und neue, eigene Strukturen schaffen. Diese neuen Strukturen waren aber nicht dazu im Stande Ungleichheiten einzuebnen, sondern produzierten selbst wieder (neue) Abgrenzungsmechanismen in der Gesellschaft. 3 Politische Feste als Orte und Inszenierungsräume zu lesen, die politische Visionen und utopische Gesellschaftsmodelle idealtypisch kommunizieren, findet man aber nicht nur im Frankreich des ausgehenden 18. Jahrhunderts, sondern auch in Monarchien, demokratischen und diktatorischen Systemen bis in unsere Gegenwart. Beschäftigt man sich in einer vergleichenden Perspektive mit den politischen Festkulturen im Europa der Zwischenkriegszeit, so kann man nach bestimmenden Strukturmerkmalen von demokratischen und diktatorischen Kulturen und ihrem wechselseitigen, transnationalen Verhältnis fragen. Exemplarisch sollen dazu hier die Staatsfeste der Länder Russland, Deutschland, Italien und Österreich in der Mitte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beleuchtet werden. (Sowjet)Russland Ab dem 1. Mai 1918, an dem der Arbeiterfeiertag verstaatlicht wurde, stabilisierte die neue russische Regierung der Bolschewiki sukzessive einen roten Feiertagskalender 4, der den monarchistischen Selbstinszenierungen in nichts nachstand. Innerhalb von kürzester Zeit 1 Der vorliegende Vortrag beruht auf den Ausführungen des Aufsatzes: Kühberger, Christoph: Aspekte staatlicher Festkultur zwischen Demokratie und Diktatur. Eine europäische Perspektive. In: Reichskunstwart. Kulturpolitik und Staatsinszenierung in der Weimarer Republik Hg. v. Ch. Welzbacher. Weimar S Vgl. Maurer, Michael: Feste und Feiern als historischer Forschungsgegenstand. In: Historische Zeitschrift. 253 (1991). S Vgl. Kühberger, Christoph: Metaphern der Macht. Ein kultureller Vergleich der politischen Feste im faschistischen Italien und im nationalsozialistischen Deutschland. Münster - Wien S. 38. Vgl. Ozouf, Maria: Festivals of the French Revolution. London Hunt, Lynn: Symbole der Macht. Macht der Symbole. Die Franz ösische Revolution und der Entwurf einer politischen Festkultur. Frankfurt/ Main Vgl. Rolf, Malte: Feste des roten Kalenders. Der Große Umbruch und die sowjetische Ordnung der Zeit. In: ZfG 2/2001. S Plaggenborg, Stefan: Revolutionskultur. Menschenbilder und kulturelle Praxis in Sowjetrussland zwischen Oktoberrevolution und Stalinismus. Köln S

2 entstand ein neuer Fest- und Symbolkanon mit Hammer und Sichel, Rotem Stern, der Internationalen und der roten Fahne. Der Jahrestag der Oktoberrevolution wurde zum zentralen Staatsfeiertag erhoben. 5 Doch waren die Bolschewiki auf die tatkräftige Unterstützung von Sympathisanten und Mitgängern aus den Kreisen der avantgardistischen Künstler und Theaterregisseure angewiesen, wollten sie eine festliche Demonstration veranstalten, die mehr war als die Manifestation bewaffneter Macht. Willige Vollstrecker gab es in diesem Milieu der Futuristen und Symbolisten genug, die sich offensichtlich ebenso wenig am Staatsstreich wie an dem Festraub der Bolschewiki störten. 6 Mit der stringenten Entwicklung von politischer Agitation und Propaganda überbrückte das neue Regime einen ungeheuren Traditionsbruch: das Vakuum der eigenen durch die politische Neuordnung wurzellosen Gegenwart und der noch unsichereren, vom roten Überlebenskampf geprägten Zukunft sollten durch Staatsinszenierungen gefüllt werden. 7 Bereits aus der Analyse der politischen Konstitutionsphase bis 1922, wie der Osteuropaexperte Malte Rolf genau beschrieb, lassen sich sechs Mechanismen bolschewistischer bzw. sowjetischer Festkultur ableiten. (a) Zentralisierung: Ausgestattet mit einer repressiven Macht zentralisierten die Bolschewiki nach den ersten Feierlichkeiten, denen noch ein privilegiertes Zentrum fehlte, die Veranstaltungskultur zusehends. Bereits am ersten Jahrestag der Oktoberrevolution (7. November 1918) kann man eine neue Zentrumsfixiertheit ausmachen: Die festliche Choreographie war an die Person Lenin gebunden, auf ihn hin und an ihm vorbei strömten die Massen der Demonstranten. Lenin stellte den Fixpunkt des Festes dar. 8 Moskau wurde damit zum geografischen Zentrum der (bolschewistischen) Welt, der Rote Platz zu ihrem Herz. 9 (b) Parallelisierung: Um einen einheitlichen Festcharakter im gesamten Staatsgebiet zu erreichen, wurden bestimmte Strukturen etwa die festliche Sitzung der Stadtsowjets in Anwesenheit der ranghöchsten Parteiführer in der Provinz durch gleichförmige Veranstaltungen reproduziert. Für eine Parallelisierung nicht zuletzt auch hinsichtlich von Inszenierungsmustern der politischen Feierlichkeiten spielten auch die Medien eine besondere Rolle. (c) Medialisierung: Unabhängig von den konkreten Geschehnissen versuchte man die politischen Feste medial zu multiplizieren und zu prolongieren. Zum sowjetischen Fest als Gesamtereignis gehörte schließlich auch die Berichterstattung nach dem Fest [ ]. Die Zeitungen berichteten noch tagelang von den Demonstrationszügen und Festkundgebungen und transportierten damit auch ein Bild der Moskauer Veranstaltungen als Musterfolie in die Provinz. 10 (d) Didaktisierung: Politische Feierlichkeiten wurden genutzt, um am Zeitpunkt einer erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber dem inszenierten Außeralltäglichen zentrale Botschaften zu kommunizieren. So diente etwa das Errichten und Einweihen von Denkmälern, mit denen die Vorvergangenheit der bolschewistischen Machtergreifung breiten Schichten zugänglich gemacht werden sollte, nicht nur als Versatzstück der Festlichkeit, sondern war dazu angelegt, den öffentlichen Raum auch über das Fest hinaus zu erobern. 5 Rolf, Malte: Feiern im Zeitalter der Kulturrevolution. Das Massenfest in der Sowejtunion ( ). In: Historische Anthropologie 2/2005, 152. [ ] 6 Rolf, Feiern im Zeitalter, Binns, Christopher A.P.: The Changing Face of Power. Revolution ans Accommodation in the Development of Soviet Ceremonial System. (Part I). In: MAN. The Journal of the Royal Anthropological Institute 14/1979. S [ ] 8 Rolf, Feiern im Zeitalter, 153. vgl. auch Stites, Richard: The Origins of Soviet Ritual Style. Symbol and Festival in the Russian Revolution. In: Symbols of Power. Hg. V. C. Arvidson/ L. E. Blomquist. Stockholm S. 33ff. [23-42] 9 Plaggenborg, Revolutionskultur, S Rolf, Feiern im Zeitalter,

3 Der Kanon der denkmalswürdigen Figuren umfasste eine Reihe von russischen, aber vor allem auch antiken und westeuropäischen Helden, Vordenker und Märtyrer der Revolution. 11 Die kommunizierten Botschaften beschränkten sich jedoch nicht alleine auf die an die Denkmäler gebundenen Subtexte, sondern wurden auch am Fest positioniert. Die inszenierte Masse, die Aufbauten und die Platzierung der Macht wurden ebenfalls genutzt, um etwa Hierarchien fühl- und erlebbar zu machen. Um den politischen Festen durch das Überstrapazieren bestimmter Muster nicht die propagandistische Schlagkraft zu nehmen, die im Besonderen, Außeralltäglichen lag was sich ab 1921 abzeichnete schränkte man zunehmend Großversammlungen im Freien ein. 12 (e) Popularisierung: Die Frage nach der Integration des Volkes war für die bolschewistischen Eliten bereits früh von Bedeutung. Eine Lösung sollte, neben Volksbelustigungen am Rande der politischen Feiern 13 die Mobilisierung der Massen bringen, die alle Zweifel an der Repräsentativität des revolutionären Regimes auslöschen und deutlich machen [musste], dass zum Staat der Bolschewiki keine Alternative bestand. 14 Die Truppen der Roten Armee und die Arbeiter und Arbeiterinnen wurden daher in die offiziellen Aufmärsche bei Staatsfesten eingebunden, so dass die Organisation und Eroberung der Massen schließlich eine zentrale Rolle einnahm. 15 Dennoch sollte man nicht verkennen, dass Massenfeste ein urbanes Phänomen darstellen und außerhalb der (klein-)städtischen Zentren auf Missachtung, Unverständnis und Ablehnung stießen. 16 Diese Vermittlungsschwierigkeiten waren auch der Grund für die allmähliche Zurückdrängung des avantgardistischen Einflusses bei der Staatsinszenierung. 17 Weimarer Spuren Die Strukturmerkmale der frühen sowjetischen Festkultur können nicht einfach auf andere politische Kulturen dieser Zeit übertragen werden auch wenn die Vorgänge in der Sowjetunion in den anderen europäischen Ländern genau beobachtet und teilweise im eigenen Land adaptiert wurden. Im Deutschland der Weimarer Republik waren dabei jedoch die politischen Voraussetzungen deutlich andere. Die junge Demokratie hatte beträchtliche Probleme, ihre vom Volk legitimierte Macht auszuüben, ideologische Grabenkämpfe und föderale Strukturen blockierten nicht selten jene Einheitlichkeit in der Selbstdarstellung, die in Russland durch das seit 1918 bestehende Staatsmonopol realisiert werden konnte. Während in der Sowjetunion die Bolschewiki Symbole kreierten, Feste veranstalteten und die Deutungshoheit im öffentlichen Raum inne hatten 18, musste die Staatsführung der demokratisch verfassten Weimarer Republik zwischen verschiedenen Weltsichten ausgleichen und auf fragile Machtstrukturen achten. Aus kleinsten Verfahrensfehlern des Parlamentarismus versuchten die politischen Gegner Kapital zu schlagen, nicht selten auf Kosten der gesamten Staatsordnung. Mit dem demokratischen System kamen die Muster der rituellen Inszenierung abhanden, die die Monarchie für sich genutzt hatte. Dabei vermochte die Weimarer Republik nicht, dem Staat jene repräsentative Würde zu geben, die den noch stark dynastisch geprägten Deutschen soviel bedeutete. Es gab nach Niederlage und Revolution keinen Ersatz für Pomp und 11 Rolf, Malte: Das sowjetische Massenfest. Hamburg S Binns, Christopher A. P.: Sowjetische Feste und Rituale. Teil I. Die Entwicklung der offiziellen Haltung zu Brauchtum und Feiergestaltung. In: Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens 29/1 (1979). S. 14. [12-21] Ähnliches ist im faschistischen Italien zu beobachten vgl. Kühberger, Metaphern der Macht, S. 55ff. 13 Rolf, Feiern im Zeitalter, Rolf, Feiern im Zeitalter, Vgl. Gentile, Emilio: Le religioni della politica. Fra democrazia e totalitarismi. Rom S. 79ff. 16 Rolf, Feiern im Zeitalter, Rolf, Feiern im Zeitalter, Rolf, Feiern im Zeitalter,

4 Gepränge des Kaiserreiches, für die schimmernde Wehr oder die Flottenparade. 19 Die staatstragenden Kräfte der Republik vor allem die Sozialdemokraten bauten auf vernunftmäßige Entscheidungsformen. Historisch-mythische Rechtfertigungen der Gegenwart und eine gefühlsbetonte Symbolik wurden abgelehnt 20, die Weimarer Koalition (SPD, DDP und Zentrum) setze auf das Pathos der Nüchternheit (Lehnert/Megerle). 21 Ein derartig starker kulturpolitischer Bruch, der traditionelle Sinnbildungsmuster und Identitätsangebote nahezu ersatzlos strich, war zwar aus rationalem Politikverständnis erklärbar, hinterließ jedoch eine rituelle und sozialpsychologische Leerstelle. Man kann dem jungen Staat jedoch nicht den Vorwurf machen, dies nicht erkannt zu haben. Der frühe Beginn einer politischen Debatte um die symbolische Repräsentation des Staates (unter anderem die Themen Flagge, Hymne, Feiertage) 22, und die Einrichtung des Reichskunstwarts verweisen auf die diesbezügliche Sensibilität. Betrachtet man jedoch den Arbeitskontext von Edwin Redlobs Tätigkeit als beamteter Organisator dieses Bereiches, so zeigt sich ein bescheidenes Bild seiner Wirkungsmöglichkeiten, zumal die Grundlagen der Staatssymbolik fehlten. Bereits in den politischen Debatten von 1919 offenbarte sich Orientierungslosigkeit bezüglich der Benennung eines Nationalfeiertages nicht zuletzt, weil die Reichsverfassung von 1871 die Feiertagsregelung den Ländern überlassen hatte und die föderale Zuständigkeit auch nach 1918 weiter gültig blieb. 23 Immerhin gelang es für 1919, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag einzuführen, wenngleich dies bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten das einzige Mal blieb, dass er auch offiziell als Feiertag begangen wurde. Der 1920 unternommene Versuch, den 1. Mai als Nationalfeiertag festzuschreiben, scheiterte am Widerstand konservativer Kräfte, denen der Tag als revolutionäre und linke Veranstaltung verdächtig erschien. 24 Weimarer Trauertage und italienische Wege Die gesamte Weimarer Republik hindurch waren die Debatten um die Feiertage von hitzigen politischen Diskussionen begleitet, in denen sich die Befindlichkeiten der Parteien spiegelten, zumal die unterschiedlichen Lager immer wieder versuchten, durch Terminvorschläge für Nationale Feiertage ihre eigenen Vorstellungen innerhalb der Staatssymbolik zu verankern. Aus diesem Grund hatte auch der 1. Mai, der traditionell ein Tag der Arbeiterbewegung war, keine Aussicht darauf, zum Nationalfeiertag erhoben zu werden. Auch die Einführung des Trauertages für die Opfer des Ersten Weltkrieges gestaltete sich schwierig, ein offizieller Volkstrauertag des Reiches den der Reichskunstwart Redslob inszeniert hätte kam nicht zustande, so dass sich die Reichsregierung damit begnügte, dass der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Ausgestaltung in den Ländern und Städten übernahm. 25 Die ersten Feiern des Volkstrauertages durch den Volksbund boten den Nährboden für die Entwicklung eines Gefallenenkultes, in dem die Toten des Weltkrieges als Helden in einem großen Kampf stilisiert wurden. [ ] Während der Reichskunstwart einen geistigen Neuaufbruch forderte, ging es dem Volksbund um das Wachhalten des Geistes der 19 Kettenacker, Lothar: Sozialpsychologische Aspekte der Führer-Herrschaft. In: Der Führerstaat. Mythos und Realität. Studien zur Struktur und Politik des Dritten Reiches. Hg. v. G. Hirschfeld/ L. Kettenacker. Stuttgart 1981, 115. [98-130] 20 Behrenbeck, Sabine: Gefallenengedenken in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. In: Politische Inszenierung im 20. Jahrhundert. Zur Sinnlichkeit der Macht. Hg. v. S. R. Arnold/ Ch. Fuhrmeister/ D. Schiller. Wien 1998, 55. [34-55] 21 Lehnert, Detlef/ Megerle, Klaus: Politische Identität und nationale Gedenktage. In: Politische Identität und nationale Gedenktage. Hg. v. D. Lehnert/ K. Megerle. Opladen 1989, 13. [9-30] 22 Vgl. Ueberhorst, Horst: Feste, Fahnen, Feiern. Die Bedeutung politischer Symbole und Rituale im Nationalsozialismus. In: Symbole der Politik Politik der Symbole. Hg. v. R. Voigt. Opladen S Schellack, Nationalfeiertage in Deutschland von Frankfurt/ Main S Schellack, 141ff. 25 Schellack, 231f. 4

5 Gefallenen [ ]. 26 Statt den Tag als Ankerpunkt für die Erfindung einer eigenständigen staatlichen Festkultur zu nutzen, die sich von den Festformen in den Ländern der Entente deutlich unterschieden hätte, gab der Staat seine Kompetenzen an einen Verband ab. 27 In diesem Zusammenhang verwarf der Reichskunstwart auch die Möglichkeit, die im Ausland übliche Beisetzung eines unbekannten Soldaten auch in Deutschland einzuführen 28 und favorisierte stattdessen den Aufbau einer innerlichen Verbindung mit den Gefallenen über die Kunst (Musik, Dichtung, Malerei, Plastik). Mit seiner Konzeptionen der staatlichen Feiern wollte Redslob zwar erklärtermaßen die Nüchternheit der republikanischen Atmosphäre durch repräsentative Äußerungen fühlbar zu machen. 29 Doch in der Praxis etwa bei der Gefallenengedenkfeier vom 3. August 1924 zeigte sich, daß die von ihm entworfenen Zeremonien die Feiergewohnheiten des Publikums zu sehr vernachlässigten und bei der Masse der Teilnehmer mehr ästhetische Bildung und Aufklärung voraussetzen, als vorhanden war. 30 Die Unklarheit der Entscheidungen und die die Abhängigkeit von unterschiedlichen Akteuren (Volksbund, Länder, Konfessionen etc.) führte schließlich dazu, dass der Trauertag von republikfeindlichen Verbänden diskreditiert und für antirepublikanische Kundgebungen genutzt wurde. 31 Während sich daher der Staat aus verschiedensten Gründen dem Zeitgeist einer erhebenden und emotionsbetonten Feierpolitik immer stärker entzog, avancierten die Gruppierungen der politischen Ränder allmählich zu Leithammeln der symbolischen Politik in Deutschland. Anders war die Situation im liberalen Italien. 32 Nach der einstimmigen parlamentarischen Annahme des Gesetzes zur Beisetzung des Leichnams des Unbekannten Soldaten im August 1921 und der feierlicher Umsetzung noch im November, weitete sich die Idee der Schaffung von Ehrendenkmälern für die Gefallenen und die Beisetzung des unbekannten Soldaten auf ganz Italien aus. Der zentrale Ort wurde jedoch der Vaterlandsaltar (Vittoriano) (Abb.2) im Herzen Roms, in dessen Mitte der unbekannte Soldat auch heute noch ruht. Abb.1: Vittoriano in Rom Schellack, Schellack, Behrenbeck, Gefallenengedenken, Behrenbeck, Gefallenengedenken, Behrenbeck, Gefallenengedenken, Schellack, 240f. 32 Zur Vorgeschichte im 19. Jahrhundert vgl. Porciani, Ilara: La festa della nazione. Rappresentatzione dello stato e spazio sociale nell Italia unita. Bologna ( ) 5

6 Die Inszenierung war nicht unumstritten, vor allem Kommunisten und Sozialisten übten Kritik. Doch die mehrwöchigen Feiern spielten der liberalen Regierung schließlich auch Sympathien des nationalen Lagers zu. Eine Militärkommission hatte seit Anfang Oktober unter Ausschluß der Öffentlichkeit auf den weitverstreuten Militärfriedhöfen in den Alpen nach unkenntlichen Überresten gefallener Soldaten gesucht. Am 27. Oktober trafen elf Särge von den verschiedenen Schachtfeldern in der Basilika von Aquilea ein, wo die feierliche Auswahl stattfinden sollte. Sie wurde am 28. November durch eine Frau aus dem Volk [ ], Mutter eines im Krieg vermißten Soldaten, vorgenommen. Die Gebeine des ausgewählten Unbekannten wurden nach Rom überführt. 34 Diese Eisenbahnfahrt des Leichnams galt als Heimkehr des Soldaten (vgl. Abb.2), die anschließende Einweihungsfeier des Grabes als erste echte patriotische Veranstaltungen seit langem (vgl. Abb.3 und 4). Abb.2: Zeitungsillustration der Zugfahrt nach Rom (1921) Tobia, Bruno: Die Toten der Nation. Gedenkfeiern, Staatsbegräbnisse und Gefallenenkult im liberalen Italien ( ). In: Inszenierungen des Nationalstaates. Politische Feiern in Italien und Deutschland seit 1860/71. Hg. v. S. Behrenbeck/ A. Nützenadel. Köln 2000, 80f. [67-87] 35 Illustrazione Italiana, ( ) 6

7 Abb.3: G. Forti, "Assunzione Trionfale - Il trasporto del Milite Ignoto" 36 Abb.4: Beisetzung des unbekannten Soldaten am Vittoriano (Istituto LUCE) 37 Die Verherrlichung des Unbekannten Soldaten ist die Rückkehr zur Religion des Vaterlandes. 38, hob L'Illustrazione Italiana hervor und nahm damit die kommende faschistische Realität vorweg, die ab der Machtergreifung im Oktober 1922 umgesetzt wurde. Durch den faschistischen Marsch auf Rom konnte die liberale Regierung die Feierlichkeit für den Unbekannten Soldaten kein zweites Mal auf nationaler Ebene begehen. Das Fest wurde von den Faschisten übernommen, im Gedenken um die 36 ( ) 37 ( ) 38 L'apoteosi del Soldato ignoto è il ritorno alla religione della patria. Nobiluomo Viterbo, Il Soldato Ignoto. In: L'Illustrazione Italiana, Zitiert nach: Gentile, Emilio: Il culto del littorio. Bari S

8 Gefallenen der eigenen Bewegung erweitert und in den faschistischen Festkalenders aufgenommen. Von nun an verschwammen die Trennlinien zwischen Kriegs- und Parteihelden der Faschismus beanspruchte beide für sich. 39 Insgesamt vereinnahmte das faschistische Italien die staatlichen Feiertage stark, eine Vielzahl politischer Feiern wurde in den gesetzlich geregelten Kalender aufgenommen. 40 Wie in der Sowjetunion hängt dies mit dem totalitären Charakter des Regimes zusammen, wobei die italienischen Maßnahmen der Staats- und Parteiinszenierungen sogar doppelt so umfassend waren 41 wie im nationalsozialistischen Deutschland, das den Festkalender vergleichsweise marginal modifizierte und dennoch das Gefühl eines Volksfest in Permanenz vermittelte (vgl. Abb.5). Herrschaftsjahr Faschismus NS alle polit.* alle polit.* Abb.5: Quantitative Gegenüberstellung der politischen Feste im faschistischen Italien und im nationalsozialistischen Deutschland (Kühberger 2006, S. 190) Kehren wir aber zu den Feiertagen für den deutschen Staat zurück Neben dem nationalen Trauertag stellte sich für die europäischen Staaten immer wieder die Frage nach einer positiv konnotierten Selbstdarstellung. Die Monarchien nutzten dazu meist den Geburtstag oder das Thronjubiläum des Königs (dies galt auch für die konstitutionelle Monarchie Italiens im Faschismus 42 ) die postmonarchistischen Systeme mussten jedoch geeignete Tage erst identifizieren. In der Weimarer Republik standen vor allem drei Daten zur Verfügung, die je nach politischer Richtung als Identifikations- und Kristallisationspunkte der neuen Staatlichkeit geeignet schienen. Der 9. November hätte in Erinnerung an den Revolutionstag des Jahres 1918 die Mobilisierung der Massenloyalität zugunsten einer demokratisch-republikanischen Neuordnung repräsentiert. Allerdings stand der Tag zeitlich eng mit der militärischen Niederlage vom 11. November 1918 in Verbindung und war daher umstritten. 43 Auch der Reichsgründungstag (18. Januar 1871) hätte identitätsstiftend wirken können, Mitte der 1920er Jahre und zum 60. Jahrestag der Reichsgründung im Jahr 1931 wurde zwar im Reichstag über die Einführung des Gedenktags debattiert, jedoch ohne Ergebnis Guerri, Giordano Bruno: Fascisti. Gli italiani di Mussolini. Il regime degli italiani. Mailand S. 170f. 40 Kühberger, Metaphern der Macht, Kühberger, Metaphern der Macht, Vgl. u.a. Blöchel, Andrea: Die Kaisergedenktage. Die Feste und Feiern zu den Regierungsjubiläen und runden Geburtstagen Kaiser Franz Josephs. In: Kampf um das Gedächtnis. Hg. v. E. Brix/ H. Steckl. Wien S Schellack, Fritz: Sedan- und Kaisergeburtstagsfeste. In: Öffentliche Festkultur. Politische Feste in Deutschland von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg. Hg. v. D. Düding/ P. Friedemann/ P. Münch. Hamburg S zu den Königsgeburtstagen in Italien unter dem faschistischen Regime vgl. Kühberger; Metaphern der Macht, S. 162ff. 43 Lehnert/ Megerle, Schellack, 261ff. 8

9 Der Verfassungstag (11. August 1919) schließlich wurde trotz mehrfacher Beratungen im Parlament ebenfalls nicht als Nationalfeiertag festgelegt, seit 1921 aber dennoch begangen. Mit der Feier des Verfassungstages verband man die Hoffnung, einen Integrationsfaktor für die republikanischen Kräfte im Staat geschaffen zu haben. 45 Allerdings fehlte dem ersten Gedenktag die Emphase. Die Veranstaltungen in Berlin und anderen Städten des Reiches waren zurückhaltend, da die Feinde der Republik nicht provoziert werden sollten 46, die sich jedoch schon bei der vorangegangen Debatte genau diesen Umstand früh genug zu eigen gemacht hatte. Mit zynischen Worten unterbreitete [Joseph Goebbels] den Vorschlag, das jüdische Purimfest zum Nationalfeiertag zu erheben [ ]. Mit Schadensfreude registrierte Goebbels, daß nicht einmal die Regierungskoalition einheitlich und geschlossen für den Verfassungstag eintrete, alle hätten ihre Bedenken und niemand sei mit der Weimarer Verfassung einverstanden. 47 Erst in den Folgejahren änderte sich die Einstellung der Regierung zur Bedeutung des Festtages und spätestens ab 1926 war die Popularisierung des Verfassungstages ein probates Mittel, um die Bevölkerung selbst mit einzubeziehen, etwa durch sportliche Wettkämpfe und eine eigene Plakette für besondere Leistungen. Fritz Schellack interpretiert diesen Schritt als Versuch, auch konservative Kreise für den Gedanken des Verfassungsfeier zu gewinnen, denn eine von Hindenburg verliehene Plakette war sicherlich ein Anreiz, sich an den republikanischen Feiern zu beteiligen. 48 Abb.6: Reichspräsident Friedrich Ebert vor angetretenen Reichswehrsoldaten im Verfassungstag Berlin, 11. August Ähnlich wie in anderen Staaten Demokratien und Diktaturen sollten staatliche Feierlichkeiten auch in Deutschland durch eine Mischung aus Politik, Volkstum und Freizeit positiver besetzt werden. Hinzu kam Parallelisierung und Didaktisierung : 45 Schellack, Schellack, Schellack, Schellack, ( ) 9

10 Der Nationalfeiertag als gemeinsame Veranstaltungen der Regierungen von Reich, Preußen und Stadt, vom Rundfunk in das gesamte Reich übertragen 50, dabei vorbereitet durch nüchterne Broschüren der Reichszentrale für Heimatschutz, die an Schulen, Verbände, Betriebe verteilt worden waren. Österreich Erste Republik Vergleicht man die Konstellationen der Weimarer Republik mit der Ersten Republik in Österreich, so zeigen sich aus kulturhistorischer Sicht einige Parallelen. Die Festchoreographie hatte sich auch in Österreich nach dem Ersten Weltkrieg verändert. Auf die Festzüge der Monarchie und der Kirche folgten die Arbeitermassen, die an den Festtagen der Sozialdemokratie (1. Mai, 12. November) die Prachtstraßen durchfluteten und vor der Parteiführung paradierten die Massen als Hoffnungsträger, als Verkörperung des Traumes vom neuen Menschen. Für die Provinz, für das Besitz- und Bildungsbürgertum in Wien hingegen zog der rote Moloch, ein riesiges Monster durch die Straßen der alten Herrschaft, angstmachend und den drohenden Umsturz der bestehenden Gesellschaft ankündigend. 51 Abb.7: 1.Mai Rote Falken vor Wiener Rathaus 52 Auch in Österreich hatte die junge Republik wenig zu bieten. Der Transfer des Sakralen von der Monarchie auf einen Verfassungspatriotismus mißlang gründlich. 53 Es war kennzeichnend für die politische Haltung von 1919, dass die konstituierende Nationalversammlung den 12. November nicht zum National-, sondern zum Staatsfeiertag im Gedenken an die Ausrufung des Freistaates Deutschösterreich erklärte. Über alle Parteien hinweg fühlten sich große Teile der Bevölkerung noch nicht als eigene Nation, sondern als Teil der deutschen. 54 Rasch zeigte sich zudem, dass beide neu 50 Schellack, Hanisch, Ernst: Politische Symbole und Gedächtnisorte. In: Handbuch des politischen Systems Österreichs. Erste Republik Wien S [ ] 52 ÖNB - H 264 B - ( ) 53 Hanisch. Politische Symbole, S Spann, Gustav: Zur Geschichte des österreichischen Nationalfeiertages. In: Beiträge zur historischen Sozialkunde 1/1996. S. 27. [27-34] 10

11 eingeführten Jubiläen als rote Feiertage der Sozialdemokratie galten, denen das Bürgertum teilweise die Teilnahme verweigerte. 55 Aus diesem Grund entwickelten sich zwei Ebenen der politischen Festkultur. Auf der offiziellen Ebene ein karges, republikanisches Fest mit Reden und einem Empfang beim Bundespräsidenten. Aus der Monarchie überlebte dabei das Pontifikalamt im Wiener Stephansdom. Zwischen 1921 und 1924 wurde auch eine Militärparade abgehalten, die jedoch zunehmend von monarchistisch-konservativen Kräften unterwandert wurde. Schon 1923 ließ man bereits die Generäle des Ersten Weltkrieges offiziell an der Parade teilnehmen was die Sozialdemokratie mit einer demonstrativen Präsenz von Arbeitermassen am Straßenrand konterkarierte erlaubte man den Offizieren, die Weltkriegsorden zu tragen, die ihnen noch im Herbst 1918 mitsamt den militärischen Rangabzeichen abgerissen worden waren. Die Provokation so der Historiker Ernst Hanisch komplettierte sich jedoch durch die Teilnahme einer berittenen Schwadron, die bei den Arbeitern Erinnerungen an die Straßendemonstrationen vor dem Weltkrieg hervorriefen. Die dadurch ausgelösten Tumulte führten dazu, dass die Regierung auf weitere Militärparaden verzichtete. 56 Mit dem Ständestaat und seiner imitationsfaschistischen Gebärde wurde der zuvor mögliche politische Pluralismus christlich-sozial kanalisiert. Der lästige Hauptkonkurrent am politischen Parkett und in der Öffentlichkeit die Sozialdemokratie war, mit samt seiner antiklerikalen Propaganda, beseitigt, Fronleichnamsprozessionen wurden nicht mehr durch Frühlingsfeiern gestört. 57 Abb.8: E. Dollfuß bei Rede im Herbst 1933 am Wiener Trabrennplatz Spann, Zur Geschichte, S Hanisch, Ernst: Das Fest in einer fragmentierten politischen Kultur. Der österreichische Staatsfeiertag während der Ersten Republik. In: Politische Identität und nationale Gedenktage. Hg. v. D. Lehnert/ K. Megerle. Opladen 1989, 49f. [43-60] 57 Pfoser, Alfred/ Renner, Gerhard: Ein Toter führt uns an! Anmerkungen zur kulturellen Situation im Austrofaschismus. In: Austrofaschismus. Politik Ökonomie Kultur Hg. v. E. Tálos/ W. Neigebauer. Wien S [ ] 58 ( ) 11

12 Obwohl die Christlich-Sozialen erhebliche Schwierigkeiten hatten, ihren programmatischen Antikollektivismus durch die Masse legitimieren zu lassen und nicht über die positiven Gefühlswelten der Sozialdemokratie (Jugend, Schönheit) verfügte, konnte man sich auf die Kirche und das dort erzeugte Wir-Gefühl stützen. Der Erfolg des Katholikentages 1933 etwa wurde dazu genutzt, um die kommenden politischen Veränderungen in Richtung Ständestaat anzukündigen. Dieses austrofaschistische Regime vereinnahmte sofort den 1. Mai als Verkündigungstag der neuen Verfassung und codiere ihn zu einem Bekenntnis zur Volksgemeinschaft. 59 Versatzstücke der Vergangenheit verdeutlichten die Kontinuität zwischen Kreuzzügen, Türkenbelagerung, Andreas Hofer, Feldmarschall Radetzky, sodaß die Staatsinszenierung immer stärkere anti-moderne, historische und volkstümliche Züge trug, um das neue Österreich als das ewige Österreich [zu inszenieren], das insbesondere in seiner Verankerung in einer überzeitlichen, christlichen Sendung seine Rechtfertigung findet. 60 Allerdings gelang es dem Austrofaschismus nicht, Feiern zu gestalten, die gerne besucht wurden. 61 Erst Adolf Hitler und seine Propagandisten erweckten in Österreich nach 1938 die Massen in einem Maße, von dem der Ständestaat nur hatte träumen können. 62 Ähnliches ist ja auch für Deutschland zu konstatieren. Abb.9: 1.Mai Berlin Mattl, Siegfried: Der Tag des neuen Österreich Der Ständestaat als Folkloreunternehmen. In: Österreich in Ton und Bild. Die Filmwochenschauen des austrofaschistischen Ständestaates. Hg. v. M. Achenbach/ K. Moser. Wien S [ ] 60 Suppaz, Werner: Österreich, lernt euere Geschichte! Historische Legitimation und Identitätspolitik im Ständestaat. In: Österreich in Bild und Ton. Die Filmwochenschau des austrofaschistischen Ständestaates. Hg. v. M. Achenbach/ K. Moser. Wien S [ ] 61 Pfoser/ Renner, Ein Toter, S. 349ff. 62 Vgl. u.a. Schrage, Dieter: Die totalitäre Inszenierung der Massen. Volksabstimmung vom 10. April In: Wien (Ausstellungskatalog des Historischen Museums der Stadt Wien) Wien S Kühberger, Christoph: NS-Festkultur. Der Versuch der Etablierung eines politischen Brauchtums. In: Bräuche im Salzburger Land, Zeitgeist - Lebenskonzepte - Rituale - Trends - Alternativen. CD-Rom 2: "Vom Frühling bis zum Herbst". Hg. v. L. Luidold/ U. Kammerhofer-Aggermann. Salzburg o.s. Kühberger, Christoph: Grenzen der Inszenierung. Die Störanfälligkeit von NS-Veranstaltungen in Österreich. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins S ( ) 12

13 Schlussbemerkungen In der Entwicklung der europäischen Festkultur zwischen den Kriegen lassen sich deutliche Trends und dominante Innovationsschübe erkennen. Die demokratischen Staaten versuchten zunächst, in ihrer Feiertagskultur durch Zurückhaltung und rationales Politikverständnis den freigewordenen monarchistischen Inszenierungsraum konsensual zu nutzen. Dabei zeigt sich allmählich, dass die Demokratie nur durch Inszenierungsformen, die eine starke öffentliche Begeisterung erzeugen, in breite Bevölkerungsschichten kommuniziert werden konnte. Die auf Reichsebene in Deutschland durch den Reichskunstwart angestrebten Popularisierungsversuche in der Weimarer Republik stehen dafür als Beispiel, wenngleich die staatstragende Festkultur in Deutschland als unterentwickelt zu klassifizieren ist. Allerdings stellt sich ein Aspekt als zentrale Innovation heraus: Die Partizipation am politischen Fest veränderte sich. Man war nicht mehr nur teilnahmsloser Zuschauer, sondern aktiver Zelebrant. Gerade dies war im Kaiserreich die Schwachstelle der Festkultur gewesen, wie George L. Mosse feststellte: Das Fehlen allgemeiner Beteiligung bestimmte nicht nur das unglückliche Schicksal des Sedantages, sondern auch der Feier von Kaisers Geburtstag, der sich in militärischen Pomp und Formalitäten erschöpfte, während das Volk am Straßenrand zuschaute. 64 In der Weimarer Republik machten sich jedoch vor allem die politischen Parteien (besonders KPD und NSDAP) die erhöhte Mobilisierungsbereitschaft der breiten Massen zu Nutze, wenngleich die Anziehungskraft solcher Spektakel auch andere politische Richtungen bewog, die neuen Elemente der politischen Kultur für sich zu aktivieren (vgl. Abb.10). 65 Abb.10: Aufmarsch der KPD im Lustgarten am 1. Mai Mosse, George L.: Die Nationalisierung der Masse. Politische Symbolik und Massenbewegung von den Bauernkriegen bis zum Dritten Reich. Frankfurt/ Main S Penkert, Detlev J. K.: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne. Frankfurt/ Main S. 164; Kühberger, Metaphern, S. 335f ) 13

14 Ab 1933 monopolisierte und perfektionierte der Nationalsozialismus die Erfahrungen nur noch in seinem Sinne, was in den politischen Teilkulturen der Zwischenkriegszeit bereits angelegt und praktiziert worden war: aufpeitschende Rhetorik, Marschieren zu Gesang und Marschmusik, Uniformierung, Symbole, nicht zuletzt die Masse selbst. Die Ästhetisierung parteipolitischer Feste orientierte sich frühzeitig meist am Geschmack der Mehrheit, wodurch sie auch der Mehrheit der Menschen entgegen kam. 67 (vgl. Abb.11) Abb.11: NSDAP- und SA-Aufmarsch am RPT von Ernst Vollbehr (1933) 68 Der Weimarer Demokratie gelang bei Staatsfeiern indes eine solch breite Popularisierung nicht, da eine derartige Organisation und Umsetzung Partei- und föderale Interessen entgegenstanden. Für die europäische Festkultur insgesamt wichtig ist zudem die transkulturelle Verstrickung als wichtiger Faktor zu benennen, der in der Forschung der letzten Jahre deutlich gemacht wurde. Durch gegenseitiges Beobachten, vor allem auch der Blick auf die Modelle von Faschismus und Sowjetunion, zirkulierten zwischen den europäischen Staaten neue Inszenierungsmuster auch unabhängig von den ideologischen Entstehungszusammenhängen. Mussolini ließ sich etwa in den 1930er Jahren Unterlagen über die Moskauer Veranstaltungen zum 1. Mai und zum Jahrestage der Oktoberrevolution zukommen. 69 Die auf diese Weise in den europäischen Inszenierungsdiktaturen (M. Rolf) entstehenden morphologischen Ähnlichkeiten entsprangen der strukturellen Homologie der sozialen Ordnung, in der sich ein Kollektiv dem Willen oder Entschluss eines Führers unterordnet. 70 Unterschiede wie etwa die marginale Rolle des Toten- und Heldengedenkens in der Sowjetunion gegenüber 67 Eichberg, Henning/ Dultz, Michael et al.: Massenspiele. NS-Thingspiel, Arbeiterweihespiele und olympisches Zeremoniell. Stuttgart S. 103ff. 68 ( ) 69 Kühberger, Metaphern, S Rolf, Sowjetisches Massenfest, S

15 dem Nationalsozialismus und Faschismus sollten durch solche Perspektiven jedoch nicht verwischt werden. 71 Der Historiker Marc Bloch merkte wohl nicht zu Unrecht 1940 in einer Abhandlung zum europäischen Zeitgeschehen an: Es ist kein Zufall, daß es unserem ach so demokratischen Regime nie gelungen ist, Feste zu veranstalten, in denen sich tatsächlich die gesamte Nation hätte wiedererkennen können. Wir haben es Hitler überlassen, die alten Festhymnen zu neuem Leben zu erwecken. 72 Wer das Werk des französischen Historikers kennt, muss über den in diesem Satz ausgebreiteten Sarkasmus schmunzeln, denn ob Marc Bloch sein kritisches Geschichtsbewusstsein zugunsten von mythischen Geschichtsbildern abgegeben hätte, ist fraglich. Dennoch identifizierte er bereits damals die zentrale Rolle von politischen Festen, denen es gelingt, das Volk und die Massen anzusprechen. 71 Rolf, Sowjetische Massenfeste, S Bloch, Marc: Die seltsame Niederlage Frankreichs Der Historiker als Zeitzeuge. Frankfurt/ Main S

Inhalt. Von den ersten Menschen bis zum Ende der Karolinger Vorwort

Inhalt. Von den ersten Menschen bis zum Ende der Karolinger Vorwort Inhalt Vorwort Von den ersten Menschen bis zum Ende der Karolinger... 1 1 Menschen in vorgeschichtlicher Zeit... 2 1.1 Von der Alt- zur Jungsteinzeit... 2 1.2 Metallzeit in Europa... 4 2 Ägypten eine frühe

Mehr

Geschichte betrifft uns

Geschichte betrifft uns Geschichte betrifft uns Allgemeine Themen Geschichte des jüdischen Volkes Seuchen in der Geschichte Sterben und Tod Frauenbewegung in Deutschland Polen und Deutsche Japan Mensch und Umwelt in der Geschichte

Mehr

Der 9. November Adolf Hitler und Erich Ludendorff

Der 9. November Adolf Hitler und Erich Ludendorff Der 9. November 1923 Adolf Hitler und Erich Ludendorff Menschenansammlung am Odeonsplatz in München Hintergrund Der Wert der Mark sinkt seit dem Ende des Kriegs Januar 1923: französisch-belgische Truppen

Mehr

Imperialismus und Erster Weltkrieg Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Inhaltsfeld 8: Imperialismus und Erster Weltkrieg

Imperialismus und Erster Weltkrieg Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Inhaltsfeld 8: Imperialismus und Erster Weltkrieg Imperialismus Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Inhaltsfeld 8: Imperialismus Inhaltsfeld 6: Imperialismus Inhaltsfeld 8: Imperialismus 8. Inhaltsfeld: Imperialismus Inhaltliche Schwerpunkte

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Grundkurs Q 1/1 Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 19. und 20. Jahrhundert Ein deutscher Sonderweg?

Grundkurs Q 1/1 Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 19. und 20. Jahrhundert Ein deutscher Sonderweg? Grundkurs Q 1/1 Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 19. und 20. Jahrhundert Ein deutscher Sonderweg? Vorhabenbezogene Konkretisierung: Unterrichtssequenzen Zu entwickelnde Kompetenzen

Mehr

Paul. Was ist Demokratie? Geschichte und Gegenwart. Verlag C.H.Beck

Paul. Was ist Demokratie? Geschichte und Gegenwart. Verlag C.H.Beck Paul Was ist Demokratie? Geschichte und Gegenwart Verlag C.H.Beck INHALT I Einleitung: Fragen an Demokratie 9 II Anfänge Nicht wir: Die Erfindung der Demokratie in Athen 26 2 Herrschaft des Volkes: Funktionsweisen

Mehr

Ausstellung Que reste t il de la Grande Guerre? Was bleibt vom Ersten Weltkrieg?

Ausstellung Que reste t il de la Grande Guerre? Was bleibt vom Ersten Weltkrieg? Ausstellung Que reste t il de la Grande Guerre? Was bleibt vom Ersten Weltkrieg? Der Erste Weltkrieg: Ein Konflikt gekennzeichnet durch massenhafte Gewalt 1. Raum: Die Bilanz: eine zerstörte Generation

Mehr

Paul von Hindenburg ist seit 1917 bis heute Bochums Ehrenbürger

Paul von Hindenburg ist seit 1917 bis heute Bochums Ehrenbürger Paul von Hindenburg ist seit 1917 bis heute Bochums Ehrenbürger Er machte Hitler zum Reichskanzler Bochum gehört zu den Städten, die als erste Paul von Hindenburg zum Ehrenbürgerernannten. Seit 1917, zu

Mehr

Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer anlässlich der Festveranstaltung zum 100. Geburtstag Herbert von Karajans am 5. April 2008 in Salzburg

Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer anlässlich der Festveranstaltung zum 100. Geburtstag Herbert von Karajans am 5. April 2008 in Salzburg Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer anlässlich der Festveranstaltung zum 100. Geburtstag Herbert von Karajans am 5. April 2008 in Salzburg Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau! Sehr geehrte Frau von

Mehr

Unterrichtsentwurf: Die Ideologie des Nationalsozialismus

Unterrichtsentwurf: Die Ideologie des Nationalsozialismus Geschichte Andreas Dick Unterrichtsentwurf: Die Ideologie des Nationalsozialismus Weltanschauung - Grundprinzip und gesellschaftliche Ordnung Unterrichtsentwurf RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT HEIDELBERG Historisches

Mehr

Der Hitlerputsch 1923

Der Hitlerputsch 1923 Geschichte Sabrina Döppl Der Hitlerputsch 1923 Studienarbeit 1 Universität Bayreuth WS 2003/2004 Bayerische Landesgeschichte Hauptseminar: Bayern in der Weimarer Republik Der Hitlerputsch 1923 Sabrina

Mehr

Buchner informiert. Vorläufiger Rahmenlehrplan Gymnasiale Oberstufe Geschichte, Land Brandenburg

Buchner informiert. Vorläufiger Rahmenlehrplan Gymnasiale Oberstufe Geschichte, Land Brandenburg Vorläufiger Rahmenlehrplan Gymnasiale Oberstufe Geschichte, Land Brandenburg Buchners Kolleg Geschichte Ausgabe Brandenburg C. C. BUCHNERS VERLAG 1. Kurshalbjahr: Wandel und Revolutionen in Vormoderne

Mehr

Die Weimarer Republik die erste deutsche Demokratie, S Deutschlands Weg in die Republik, S. 10

Die Weimarer Republik die erste deutsche Demokratie, S Deutschlands Weg in die Republik, S. 10 Stundenvorschlag 8h Stoffverteilungsplan Zeitreise Rheinland-Pfalz Band 3 (3-12-425030-8) Schule: Lehrplan Geschichte (Klassen 7-9/10) Realschule (1998/99) Die Weimarer Republik (Klasse 10, alternative

Mehr

Flugblatt Frankreich Flugblatt Frankreich Hier ruht ganz Frankreich. Robespierre. Verfassungen von 1791 und 1793

Flugblatt Frankreich Flugblatt Frankreich Hier ruht ganz Frankreich. Robespierre. Verfassungen von 1791 und 1793 Flugblatt Frankreich 1789 Flugblatt Frankreich 1794 Hier ruht ganz Frankreich Robespierre Adel (2.Stand) Klerus (1.Stand) Bürger/Bauer (3.Stand) Q: Das Erwachen des Dritten Standes, Anonymes Flugblatt

Mehr

Inhalt. Statt einer Einleitung 1 Lust auf Demokratie? 11 2 Oder Demokratiefrust? 13

Inhalt. Statt einer Einleitung 1 Lust auf Demokratie? 11 2 Oder Demokratiefrust? 13 Inhalt Statt einer Einleitung 1 Lust auf Demokratie? 11 2 Oder Demokratiefrust? 13 I Demokratie macht Staat 3 Was heißt überhaupt Demokratie? 15 4 Was ist der Unterschied zwischen Demokratie und Republik?

Mehr

Königsberg statt Kaliningrad

Königsberg statt Kaliningrad Die Provinz Ostpreußen mit ihrer Hauptstadt Königsberg Königsberg statt Kaliningrad Zurück zu den deutschen Wurzeln der Ostsee-Stadt: Preußisch-Russische Parade in Königsberg Junge Russen bekämpfen sowjetische

Mehr

Soziale Arbeit im europäischen Vergleich

Soziale Arbeit im europäischen Vergleich Vorlesung im Wintersemester 06/07 Einführung in die Geschichte der Sozialen Arbeit Dozentin: Prof. Dr. Sabine Hering Roter Hörsaal: Mo, 16-18 Uhr Leitfragen: 1.) Aus welchen Bedingungen heraus entsteht

Mehr

WERNER DAHLHEIM JULIUS CAESAR DIE EHRE DES KRIEGERS UND DIE NOT DES STAATES 2. AUFLAGE FERDINAND SCHONINGH PADERBORN MÜNCHEN WIEN ZÜRICH

WERNER DAHLHEIM JULIUS CAESAR DIE EHRE DES KRIEGERS UND DIE NOT DES STAATES 2. AUFLAGE FERDINAND SCHONINGH PADERBORN MÜNCHEN WIEN ZÜRICH WERNER DAHLHEIM JULIUS CAESAR DIE EHRE DES KRIEGERS UND DIE NOT DES STAATES 2. AUFLAGE FERDINAND SCHONINGH PADERBORN MÜNCHEN WIEN ZÜRICH INHALT VORWORT 11 EINLEITUNG 13 I. DIE UMSTÄNDE DES LEBENS (1) DIE

Mehr

DIE FOLGEN DES ERSTEN WELTKRIEGES Im Jahr 1918 verlieren die Deutschen den Ersten Weltkrieg und die Siegermächte GROßBRITANNIEN, FRANKREICH und die

DIE FOLGEN DES ERSTEN WELTKRIEGES Im Jahr 1918 verlieren die Deutschen den Ersten Weltkrieg und die Siegermächte GROßBRITANNIEN, FRANKREICH und die DIE FOLGEN DES ERSTEN WELTKRIEGES Im Jahr 1918 verlieren die Deutschen den Ersten Weltkrieg und die Siegermächte GROßBRITANNIEN, FRANKREICH und die USA besetzten Deutschland. Deutschland bekommt im VETRAG

Mehr

Verlauf Material Klausuren Glossar Literatur. Und wir werden Russland aus den Angeln heben! Lenin und die Russische Revolution VORANSICHT

Verlauf Material Klausuren Glossar Literatur. Und wir werden Russland aus den Angeln heben! Lenin und die Russische Revolution VORANSICHT Reihe 7 S 1 Verlauf Material Und wir werden Russland aus den Angeln heben! Lenin und die Russische Revolution Kathrin Stoffregen, Hamburg Gebt uns eine Organisation von Revolutionären und wir werden Russland

Mehr

Schulinternes Curriculum Geschichte, Jahrgang 9

Schulinternes Curriculum Geschichte, Jahrgang 9 Wilhelm-Gymnasium Fachgruppe Geschichte Schulinternes Curriculum Jg. 9 Seite 1 von 5 Schulinternes Curriculum Geschichte, Jahrgang 9 Kaiserreich, Imperialismus und Erster Weltkrieg / Veränderungen in Europa

Mehr

А.А. Тихомиров » [1] [2], » [3]. - -

А.А. Тихомиров » [1] [2], » [3]. - - : А.А. Тихомиров 5 1953. -, - ( ), : «, -,, -,,. - - -,, - -, -...» [1]. -, -, -., - - - - [2],, - - -. - -. -,. - «-»., - -. -? - - -? - «-»? я C, - - c. -, -,,, -. «-». - - -. а а, - «-» [3]. -. - [4].

Mehr

Thomas Meyer. Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN

Thomas Meyer. Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN Thomas Meyer Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN Vorwort 9 Einführung 11 I. Wurzeln und Erfahrungen 1 Zivilisationsleistung Demokratie 14 2 Die Erfindung der

Mehr

Schulinternes Curriculum Sek. II Geschichte des Gymnasium der Stadt Frechen Q2

Schulinternes Curriculum Sek. II Geschichte des Gymnasium der Stadt Frechen Q2 Unterrichtsvorhaben nach KLP Sek II Geschichte 1 Internationale Friedensordnung nach dem Ersten Weltkrieg : SK 3, SK 4 MK 2, MK 7 : UK 2, UK 7 Die Zeit des Nationalsozialismus Voraussetzungen, Herrschaftsstrukturen,

Mehr

Geschichte des jüdischen Volkes

Geschichte des jüdischen Volkes Geschichte des jüdischen Volkes Von den Anfängen bis zur Gegenwart Unter Mitwirkung von Haim Hillel Ben-Sasson, Shmuel Ettinger s Abraham Malamat, Hayim Tadmor, Menahem Stern, Shmuel Safrai herausgegeben

Mehr

Europa für Bürgerinnen und Bürger

Europa für Bürgerinnen und Bürger Nur zum internen Gebrauch Überblick Nachfolger des EU-Programms 2007 2013 Projektzuschüsse und Betriebskostenzuschüsse Eines der kleinsten EU-Förderprogramme Fokussierung auf Bürgerschaft, Partizipation

Mehr

Quelleninterpretation - Bericht eines Beteiligten über den Sturm auf die Bastille

Quelleninterpretation - Bericht eines Beteiligten über den Sturm auf die Bastille Geschichte Jacek Izdebski Quelleninterpretation - Bericht eines Beteiligten über den Sturm auf die Bastille In: Paschold Chris E., Gier Albert (Hrsg.): Die Französische Revolution. Ein Lesebuch mit zeitgenössischen

Mehr

Arbeitsblatt 8 Ende des Ersten Weltkrieges

Arbeitsblatt 8 Ende des Ersten Weltkrieges Arbeitsblätter des in Kooperation gefördert Volksbundes Deutsche mit durch Kriegsgräberfürsorge e.v. Arbeitsblatt 8 Ende des Ersten Weltkrieges Arbeitsaufträge: 1. Überlegt in Kleingruppen, welche Gründe

Mehr

Schlussauftrag: Verbinden Sie all diese Quellen zu einem Gesamtbild der nationalsozialistischen Propaganda und erklären Sie deren Erfolg.

Schlussauftrag: Verbinden Sie all diese Quellen zu einem Gesamtbild der nationalsozialistischen Propaganda und erklären Sie deren Erfolg. Fach: Thema: Geschichte by Dr. Martin Fröhlich Zwischenkriegszeit Aufstieg Hitlers Machtergreifung oder Machterschleichung? zum Ersten Propaganda der Nationalsozialisten Ausschnitt (Genau gesagt: der Schluss

Mehr

Folgen der Französischen Revolution : Nationalismus und Nationalstaatsbildung in Europa

Folgen der Französischen Revolution : Nationalismus und Nationalstaatsbildung in Europa Folgen der Französischen Revolution : Nationalismus und Nationalstaatsbildung in Europa Gliederung Einleitende Worte Definition des Nationalismus Merkmale Französische Revolution Folgen der Revolution

Mehr

Von Marx zur Sowjetideologie

Von Marx zur Sowjetideologie Iring Fetscher Von Marx zur Sowjetideologie Darstellung, Kritik und Dokumentation des sowjetischen, jugoslawischen und chinesischen Marxismus 7363 Verlag Moritz Diesterweg Frankfurt am Main Berlin München

Mehr

Militarismus in Deutschland

Militarismus in Deutschland Wolfram Wette Militarismus in Deutschland Geschichte einer kriegerischen Kultur Einführung 9 I. Wege und Irrwege der Militarismus-Forschung 13 1. Wehrhaft oder militaristisch? 14 2. Militarismus - ein

Mehr

INHALT. (1) DIE NOT DER REPUBLIK Der Zerfall aristokratischer Gleichheit Die Auflösung der Verfassung Der Bürgerkrieg Terror und Reform

INHALT. (1) DIE NOT DER REPUBLIK Der Zerfall aristokratischer Gleichheit Die Auflösung der Verfassung Der Bürgerkrieg Terror und Reform INHALT VORWORT................................................ 11 EINLEITUNG.............................................. 13 I. DIE UMSTÄNDE DES LEBENS (1) DIE NOT DER REPUBLIK...............................

Mehr

Adolf Hitler *

Adolf Hitler * Adolf Hitler *1889-1945 Prägende Ereignisse in Kindheit und Jugend Wie er zum Politiker wurde Die NSDAP Der Hitler-Putsch Hitlers Verurteilung Redeverbot und Staatenlosigkeit Hitlers Weg an die Macht Anfang

Mehr

Thema: Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 20. Jahrhundert

Thema: Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 20. Jahrhundert Qualifikationsphase 2: Unterrichtsvorhaben IV Thema: Nationalismus, Nationalstaat und deutsche Identität im 20. Jahrhundert I Übergeordnete Kompetenzen en ordnen historische Ereignisse, Personen, Prozesse

Mehr

Inhalt. Vorbemerkungen... 11

Inhalt. Vorbemerkungen... 11 Inhalt Vorbemerkungen......................................... 11 1 Ursprünge des Nationalsozialismus.................... 15 Die Anfänge des deutschen Nationalismus................. 16 Vom Vormärz zur

Mehr

Das Staatsverständnis von Nordkorea - Zwischen Selbstdarstellung und Realität

Das Staatsverständnis von Nordkorea - Zwischen Selbstdarstellung und Realität Politik Kai Peschel Das Staatsverständnis von Nordkorea - Zwischen Selbstdarstellung und Realität Vordiplomarbeit Freie Universität Berlin Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften PS 15222 Aktuelle

Mehr

ÖSTERREICH IST FREI!

ÖSTERREICH IST FREI! ÖSTERREICH IST FREI! 70 JAHRE ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGS 60 JAHRE ÖSTERREICHISCHER STAATSVERTRAG Belvedere und 21er Haus 8. 15. Mai 2015 Votava Wien ÖSTERREICH IST FREI! 70 JAHRE ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGS

Mehr

Themenüberblick 11.1: Wie modern wurde die Welt um 1800?... 10

Themenüberblick 11.1: Wie modern wurde die Welt um 1800?... 10 Themenüberblick 11.1: Wie modern wurde die Welt um 1800?.................. 10 Kapitel 1: Die politischen Revolutionen in Amerika und Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts............................ 14

Mehr

Über Juden und Deutsche

Über Juden und Deutsche Julius H. Schoeps Über Juden und Deutsche Historisch-politische Betrachtungen 2., überarbeitete und erweiterte Neuauflage O Georg Olms Verlag Hildesheim Zürich New York 2010 Einleitung 9 i. DER SCHWIERIGE

Mehr

DEUTSCHLAND AUF EINEN BLICK. Landeskunde Deutschlands

DEUTSCHLAND AUF EINEN BLICK. Landeskunde Deutschlands DEUTSCHLAND AUF EINEN BLICK Landeskunde Deutschlands Staat demokratischer parlamentarischer Bundesstaat seit 1949 Geschichte der deutschen Einheit 1871 1914 1918 1919 1933 1933 1945 1949 1990 1990 Geschichte

Mehr

Wie wurde Russland zur Sowjetunion? Welche Erfolge um welchen Preis erzielte das neue Sowjetsystem?

Wie wurde Russland zur Sowjetunion? Welche Erfolge um welchen Preis erzielte das neue Sowjetsystem? Schulinternes Lernzkonzept im Fach Geschichte Jg 9.1 Version Dez. 2012-Nic/Gerwin Hinweise: 1. Fettdruck in der 1. Spalte = obligatorische Themen 2. Fettdruck in der 3. Spalte = dominant angestrebte Kompetenz

Mehr

Schuleigener Lehrplan Geschichte (Klasse 9)

Schuleigener Lehrplan Geschichte (Klasse 9) Schuleigener Lehrplan Geschichte (Klasse 9) Kaiserreich, Imperialismus und Erster Weltkrieg (Lehrbuch Bd. 4, S. 164-237) Fachwissen stellen das Deutsche Reich von 1871 als Verwirklichung des Einheitsgedankens

Mehr

Unterschiedliche Geschichtsbilder und den Umgang mit verschiedenen Quellen kennen lernen Aktualität der Vergangenheit erfassen

Unterschiedliche Geschichtsbilder und den Umgang mit verschiedenen Quellen kennen lernen Aktualität der Vergangenheit erfassen FACHBEREICH GESCHICHTE Inhalte und Kompetenzen Geschichte und Geschichtswissenschaft im Wandel der Zeit Unterschiedliche Geschichtsbilder und den Umgang mit verschiedenen Quellen kennen lernen Aktualität

Mehr

Inhalt. Einführung... 9

Inhalt. Einführung... 9 Inhalt Einführung.................................. 9 1 Demokratische Ursprünge...................... 19 1.1 Athenische Demokratie und Römische Republik............ 19 1.2 Partizipation im europäischen

Mehr

Jahrgangsstufe: 9/10 Klassenstufe: 9 Status: Entwurf: Datum: Bearbeiter: Vor, Hpl. Interesse an historischen Fragestellungen

Jahrgangsstufe: 9/10 Klassenstufe: 9 Status: Entwurf: Datum: Bearbeiter: Vor, Hpl. Interesse an historischen Fragestellungen Jahrgangsstufe: 9/10 Klassenstufe: 9 Ca. 12 15 Stunden Kaiserreich Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Urteils- und Orientierungskompetenz Bezug zum RLP, S. 37 ff.: beschreiben, analysieren u. bewerten ansatzweise

Mehr

Einbürgerungstest Nr. 1

Einbürgerungstest Nr. 1 Einbürgerungstest Nr. 1 Einbürgerungstest: Frage 1/33 In Deutschland dürfen Menschen offen etwas gegen die Regierung sagen, weil... hier Religionsfreiheit gilt. die Menschen Steuern zahlen. die Menschen

Mehr

Schule: Lehrer: Parlament Absolutismus. Intendant. Merkantilismus, merkantilistisch Manufaktur Aufklärung

Schule: Lehrer: Parlament Absolutismus. Intendant. Merkantilismus, merkantilistisch Manufaktur Aufklärung Stoffverteilungsplan Geschichte und Geschehen, Schleswig-Holstein Band 4 Schule: Lehrer: Orientierungshilfe G8 für die Sekundarstufe I Geschichte und Geschehen (Ausgabe G), Band 4 Historische Grundbegriffe

Mehr

Verteilung der Inhalte im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe 1. Jahrgangsstufe 6. Vorund. Frühgeschichte. Herbstferien

Verteilung der Inhalte im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe 1. Jahrgangsstufe 6. Vorund. Frühgeschichte. Herbstferien Verteilung der Inhalte im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe 1 Reihe Themen Methoden / Kompetenzen Jahrgangsstufe 6 Vorund Frühgeschichte Entstehung und Ausbreitung des Menschen Altsteinzeit / Jungsteinzeit

Mehr

Es ist heute modern geworden, in allen Bereichen und auf allen. möglichen und unmöglichen Gebieten rankings zu

Es ist heute modern geworden, in allen Bereichen und auf allen. möglichen und unmöglichen Gebieten rankings zu Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer zur Eröffnung der Ausstellung Gustav Klimt und die Kunstschau 1908 am Dienstag, dem 30. September im Belvedere Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist heute modern

Mehr

mentor Grundwissen: Geschichte bis zur 10. Klasse

mentor Grundwissen: Geschichte bis zur 10. Klasse mentor Grundwissen mentor Grundwissen: Geschichte bis zur 10. Klasse Alle wichtigen Themen von Bettina Marquis, Martina Stoyanoff-Odoy 1. Auflage mentor Grundwissen: Geschichte bis zur 10. Klasse Marquis

Mehr

Geschichte. Hildegard-Wegscheider-Oberschule Profilbereich. Die Grundlegung der modernen Welt in der Antike

Geschichte. Hildegard-Wegscheider-Oberschule Profilbereich. Die Grundlegung der modernen Welt in der Antike Hildegard-Wegscheider-Oberschule Profilbereich Die Grundlegung der modernen Welt in der Antike A. Demokratie und Republik Vergleich zwischen Athen im 5. Jh. v. Chr. und Rom im 2. Jh. v. Chr. Sozialordnung

Mehr

Fürstenstaat oder Bürgernation

Fürstenstaat oder Bürgernation Horst Möller Fürstenstaat oder Bürgernation Deutschland 1763-1815 Siedler Vorwort 9 I. Einleitung: Vom österreichischpreußischen Dualismus zur revolutionären Herausforderung 13 1. Krieg und Frieden: das»mirakel

Mehr

Es erfüllt mich mit Stolz und mit Freude, Ihnen aus Anlass des

Es erfüllt mich mit Stolz und mit Freude, Ihnen aus Anlass des Grußwort des Präsidenten des Sächsischen Landtags, Dr. Matthias Rößler, zum Festakt anlässlich des 10. Jahrestages der Weihe in der Neuen Synagoge Dresden am 13. November 2011 Sehr geehrte Frau Dr. Goldenbogen,

Mehr

Themenkatalog. Geschichte und Sozialkunde / Politische Bildung. Gymnasium Realgymnasium Wirtschaftskundliches Realgymnasium Oberstufenrealgymnasium

Themenkatalog. Geschichte und Sozialkunde / Politische Bildung. Gymnasium Realgymnasium Wirtschaftskundliches Realgymnasium Oberstufenrealgymnasium Themenkatalog Geschichte und Sozialkunde / Politische Bildung Gymnasium Realgymnasium Wirtschaftskundliches Realgymnasium Oberstufenrealgymnasium 5. bis 8. Klasse Erläuterungen: Für die Vorbereitung können

Mehr

Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Inhaltsverzeichnis

Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Inhaltsverzeichnis Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Mit diesem Informationsweb wollen wir im Jubiläumsjahr 2005 einen Beitrag zur Politischen Bildung unserer Schüler leisten. Inhaltsverzeichnis 1. Lehrplanbezug 2 2. Lernziele

Mehr

Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer anlässlich. der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichen mit

Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer anlässlich. der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Rede von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer anlässlich der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern an George Tabori, Freitag, dem 20. Oktober 2006 Sehr geehrte Damen und Herren! Sagen

Mehr

2 Die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Volkshochschulen und Gewerkschaften

2 Die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Volkshochschulen und Gewerkschaften 2 Die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Volkshochschulen und Gewerkschaften In Hannover waren gute Voraussetzungen vorhanden, um eine Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Volkshochschulen

Mehr

ANARCHIE Wenn wir schreiten Seit an Seit

ANARCHIE Wenn wir schreiten Seit an Seit ANARCHIE Wenn wir schreiten Seit an Seit 2015 Franz Wassermann H E L D E N P L A T Z KONZEPT HELDENPLATZ ANARCHIE / Wenn wir schreiten Seit an Seit ist eine politische Kundgebung in Form einer Kunstperformance.

Mehr

Gründungszuschuss und Einstiegsgeld

Gründungszuschuss und Einstiegsgeld jeder-ist-unternehmer.de Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Erfolgreich selbständig mit Geld vom Staat von Andreas Lutz 3., aktualisierte Auflage 2009 Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Lutz schnell

Mehr

Die Auseinandersetzung der Hanse mit König Waldemar IV.Atterdag im Zweiten Waldemarkrieg

Die Auseinandersetzung der Hanse mit König Waldemar IV.Atterdag im Zweiten Waldemarkrieg Geschichte Erik Fischer Die Auseinandersetzung der Hanse mit König Waldemar IV.Atterdag im Zweiten Waldemarkrieg Studienarbeit Die Auseinandersetzung der Hanse mit König Waldemar IV. Atterdag im Zweiten

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Abiturfragen - Grundwissen Geschichte - Teil 3

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Abiturfragen - Grundwissen Geschichte - Teil 3 Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Abiturfragen - Grundwissen Geschichte - Teil 3 Das komplette Material finden Sie hier: Download bei School-Scout.de Thema: Abiturfragen

Mehr

1. politikgeschichtliche Dimension 2. wirtschaftsgeschichtliche Dimension 3. sozialgeschichtliche Dimension 4. kulturgeschichtliche Dimension

1. politikgeschichtliche Dimension 2. wirtschaftsgeschichtliche Dimension 3. sozialgeschichtliche Dimension 4. kulturgeschichtliche Dimension Zentralabitur Jahrgangsstufe 11/I Thema: Die Idee Europa" Lernbereich I: Lernbereich II: Lernbereich III: Zeitfeld: 1. politikgeschichtliche Dimension 2. wirtschaftsgeschichtliche Dimension 3. sozialgeschichtliche

Mehr

Die Schlafwandler wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. 3. Die wahren Motive

Die Schlafwandler wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. 3. Die wahren Motive Die Schlafwandler wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog 3. Die wahren Motive Quellenblatt Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog A1: Die Vossische Zeitung berichtete am 29.06.1914: Einen grauenvollen

Mehr

100 Jahre Erster Weltkrieg. Eine Veranstaltungsreihe der Bergischen VHS Solingen / Wuppertal

100 Jahre Erster Weltkrieg. Eine Veranstaltungsreihe der Bergischen VHS Solingen / Wuppertal 1914 100 Jahre Erster Weltkrieg Eine Veranstaltungsreihe der Bergischen VHS Solingen / Wuppertal 1 100 Jahre Erster Weltkrieg Eine Veranstaltungsreihe der Bergischen VHS Solingen / Wuppertal Der große

Mehr

NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich

NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich Oliver Rathkolb (oliver.rathkolb@univie.ac.at) Martina Zandonella (mz@sora.at) Günther Ogris (go@sora.at) Daten zur Untersuchung Grundgesamtheit:

Mehr

Arbeitsblatt 2 Kriegsbegeisterung am Anfang des Ersten Weltkrieges Trauer und Tote am Ende

Arbeitsblatt 2 Kriegsbegeisterung am Anfang des Ersten Weltkrieges Trauer und Tote am Ende Arbeitsblätter des in Kooperation gefördert Volksbundes Deutsche mit durch Kriegsgräberfürsorge e.v. Arbeitsblatt 2 Kriegsbegeisterung am Anfang des Ersten Weltkrieges Trauer und Tote am Ende Die vor euch

Mehr

Fachcurriculum Geschichte Klasse 6 LPE 1: Einführung in das Fach Geschichte Inhalte Methoden und Schwerpunkte Daten und Begriffe

Fachcurriculum Geschichte Klasse 6 LPE 1: Einführung in das Fach Geschichte Inhalte Methoden und Schwerpunkte Daten und Begriffe LPE 1: Einführung in das Fach Geschichte Spurensuche in der eigenen Lebenswelt kurzer mündlicher Vortrag (s.u.) Vorgehensweise des Historikers: Quellen Archäologie Datierungsmethoden Vergleich Quelle Archäologie

Mehr

Geschichte und Geschehen

Geschichte und Geschehen Geschichte und Geschehen Oberstufe Nord rhei n-westfa len Autorinnen und Autoren: Tobias Arand (Heidelberg) Daniela Bender (Hanau) Michael Brabänder (Groß-Gerau) Christine Dzubiel (Bonn) Michael Epkenhans

Mehr

VORANSICHT. Napoleon und der Wiener Kongress ein Rollenspiel um die Neuordnung Europas nach Napoleon. Das Wichtigste auf einen Blick

VORANSICHT. Napoleon und der Wiener Kongress ein Rollenspiel um die Neuordnung Europas nach Napoleon. Das Wichtigste auf einen Blick V 19. Jahrhundert Beitrag 8 Rollenspiel um die Neuordnung Europas (Klasse 8) 1 von 36 Napoleon und der Wiener Kongress ein Rollenspiel um die Neuordnung Europas nach Napoleon Dirk Friedrichs, Hannover

Mehr

Die 1. Republik. erstellt von Alexandra Stadler für den Wiener Bildungsserver

Die 1. Republik. erstellt von Alexandra Stadler für den Wiener Bildungsserver Die 1. Republik Die Österreicher waren traurig, weil sie den 1. Weltkrieg verloren hatten. Viele glaubten, dass so ein kleiner Staat nicht überleben könnte. Verschiedene Parteien entstanden. Immer wieder

Mehr

AM VORABEND DES ERSTEN WELTKRIEGS: STAATEN UND IHRE INTERESSEN

AM VORABEND DES ERSTEN WELTKRIEGS: STAATEN UND IHRE INTERESSEN AM VORABEND DES ERSTEN WELTKRIEGS: STAATEN UND IHRE INTERESSEN Ziele: Vorherrschaft in Europa, Wettstreit um die Kolonien Deutsches Kaiserreich wirtschaftliche, politische und militärische Großmacht Frankreich

Mehr

Schulinternes Curriculum im Fach Geschichte für die SII

Schulinternes Curriculum im Fach Geschichte für die SII Schulinternes Curriculum im Fach Geschichte für die SII Inhalt Bereiche und Inhalte der Sekundarstufe II... 2 Schulinterner Lehrplan für das Fach Geschichte - Einführungsphase... 3 Inhaltliche Schwerpunkte

Mehr

Die sowjetische Partisanenbewegung im Zweiten Weltkrieg

Die sowjetische Partisanenbewegung im Zweiten Weltkrieg Geschichte Markus Renner Die sowjetische Partisanenbewegung im Zweiten Weltkrieg Studienarbeit Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung S. 1 2. Die Schwierigkeiten beim Neuaufbau der Partisanenbewegung S. 4 2.1.

Mehr

Wir sagen also, dass der Faschismus nicht einfach abstrakt mit dem Kapitalismus

Wir sagen also, dass der Faschismus nicht einfach abstrakt mit dem Kapitalismus Unterdrückung) der Faschismus eigentlich antritt, auf die Spitze getrieben werden: der im Kapitalismus allgegenwärtige antagonistische Klassengegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat, der Widerspruch

Mehr

Klasse 11 3 stündig --

Klasse 11 3 stündig -- GESCHICHTE: Klasse 11 und 12 DEUTSCHE SCHULE THESSALONIKI Stand: 8. Juni 2011 Seite: 1 Vorwort: Die im Kerncurriculum genannten historischen Kompetenzen sind Grundlagen des Geschichtsunterrichts und werden

Mehr

Die Europäische Union. Inhaltsverzeichnis

Die Europäische Union. Inhaltsverzeichnis Die Europäische Union Edda Sterl-Klemm Inhaltsverzeichnis Was ist die EU? Kurzgeschichte der EU Die EU wird immer größer (1-5) Gemeinsame Organe der EU Europäisches Parlament Rat der Europäischen Union

Mehr

Clemens-August-Gymnasium, Cloppenburg Schuleigenes Fachcurriculum Geschichte Klasse 8

Clemens-August-Gymnasium, Cloppenburg Schuleigenes Fachcurriculum Geschichte Klasse 8 Grundlage: Kerncurriculum für das Gymnasium, Schuljahrgänge 5-10, Geschichte, Jgs. 8 Lehrbuch: Geschichte und Geschehen G, Niedersachsen Band 4 Absolutismus und Aufklärung ca. 10 14 erläutern den Begriff

Mehr

III. Die Revolution von 1848 und der Katholizismus

III. Die Revolution von 1848 und der Katholizismus 1 III. Die Revolution von 1848 und der Katholizismus 1. Der allgemeinpolitische Rahmen - Märzrevolution in Deutschland als Kette von Erhebungen in Hauptstädte und Provinzstädte, sowie sozialen Unruhen

Mehr

WIR HABEN EINE MEINUNG!

WIR HABEN EINE MEINUNG! Nr. 949 Donnerstag, 20. Februar 2014 WIR HABEN EINE MEINUNG! HÖRT UNS ZU! Furkan und Michi Wir sind die 2B der KMS Eibengasse aus der Donaustadt, und wir sind heute in der Demokratiewerkstatt. Unser Thema

Mehr

Geschichte Frankreichs

Geschichte Frankreichs Wolfgang Schmale Geschichte Frankreichs 16 Karten Verlag Eugen Ulmer Stuttgart Inhaltsverzeichnis Teil I: Von Vercingetorix bis Clemenceau: Entstehung und Ausformung des Körpers Frankreich" 19 Abschnitt

Mehr

osnovy k ústní maturitní zkoušce (profilová část)

osnovy k ústní maturitní zkoušce (profilová část) Německý jazyk osnovy k ústní maturitní zkoušce (profilová část) 1. Die Tschechische Republik 4. Städte und Gebiete, Universitätsstädte 6. Staatliche Symbole - Flagge, Währung 7. Die wichtigsten Persönlichkeiten

Mehr

Zeitgenössische Kunst verstehen. Wir machen Programm Museumsdienst Köln

Zeitgenössische Kunst verstehen. Wir machen Programm Museumsdienst Köln Zeitgenössische Kunst verstehen Wir machen Programm Museumsdienst Köln Der Begriff Zeitgenössische Kunst beschreibt die Kunst der Gegenwart. In der Regel leben die Künstler noch und sind künstlerisch aktiv.

Mehr

Fachcurriculum Geschichte Klasse 7/8 LPE 7.1: Herrschaft im Mittelalter Inhalte Methoden und Schwerpunkte Daten und Begriffe

Fachcurriculum Geschichte Klasse 7/8 LPE 7.1: Herrschaft im Mittelalter Inhalte Methoden und Schwerpunkte Daten und Begriffe Das Reich der Franken Pippin; Rolle des Papstes Karl der Große Reisekönigtum Lehnswesen Fachcurriculum Geschichte Klasse 7/8 LPE 7.1: Herrschaft im Mittelalter Quellen auf ihre Standortgebundenheit prüfen

Mehr

Liebe Seminargäste, liebe Freundinnen und Freunde der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte,

Liebe Seminargäste, liebe Freundinnen und Freunde der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte, NEWSLETTER 11 I 2013 Liebe Seminargäste, liebe Freundinnen und Freunde der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte, vor wenigen Wochen ist unser Programmheft für das Jahr 2014 erschienen. Wir freuen uns sehr,

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lernwerkstatt: Napoleon Bonaparte - Der Herrscher über Europa

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lernwerkstatt: Napoleon Bonaparte - Der Herrscher über Europa Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Lernwerkstatt: Napoleon Bonaparte - Der Herrscher über Europa Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de 6.-10. Schuljahr

Mehr

Stillen und Säuglingsernährung im Wandel der Zeit

Stillen und Säuglingsernährung im Wandel der Zeit Pädagogik Elena Eschrich Stillen und Säuglingsernährung im Wandel der Zeit Studienarbeit Goethe-Universität Frankfurt am Main Fachbereich 04 Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft (WE I) Wintersemester

Mehr

Die politischen Systeme Österreichs und der USA ein politikwissenschaftlicher Vergleich anhand ausgewählter Themenbereiche

Die politischen Systeme Österreichs und der USA ein politikwissenschaftlicher Vergleich anhand ausgewählter Themenbereiche Die politischen Systeme Österreichs und der USA ein politikwissenschaftlicher Vergleich anhand ausgewählter Themenbereiche ABSTRACT zur DIPLOMARBEIT zur Erlangung des Magistergrades für Militärische Führung

Mehr

Sperrfrist: Uhr. Rede des Präsidenten des Nationalrates im Reichsratssitzungssaal am 14. Jänner 2005 Es gilt das gesprochene Wort

Sperrfrist: Uhr. Rede des Präsidenten des Nationalrates im Reichsratssitzungssaal am 14. Jänner 2005 Es gilt das gesprochene Wort Sperrfrist: 16.00 Uhr Rede des Präsidenten des Nationalrates im Reichsratssitzungssaal am 14. Jänner 2005 Es gilt das gesprochene Wort Meine Damen und Herren! Wir haben Sie zu einer Veranstaltung ins Hohe

Mehr

Der Kanton Solothurn vor 100 Jahren Donnerstag, 27. November 2014, Uhr Museum Blumenstein, Solothurn. Kurzansprache Regierungsrat Dr.

Der Kanton Solothurn vor 100 Jahren Donnerstag, 27. November 2014, Uhr Museum Blumenstein, Solothurn. Kurzansprache Regierungsrat Dr. 1 Es gilt das gesprochene Wort Der Kanton Solothurn vor 100 Jahren Donnerstag, 27. November 2014, 19.00 Uhr Museum Blumenstein, Solothurn Kurzansprache Regierungsrat Dr. Remo Ankli Sehr geehrter Herr Stadtpräsident

Mehr

Inhaltsverzeichnis. die herrschaft des nationalsozialismus. die Weimarer Republik. Geschichte / Politik Arbeiten mit Entdecken und Verstehen 7

Inhaltsverzeichnis. die herrschaft des nationalsozialismus. die Weimarer Republik. Geschichte / Politik Arbeiten mit Entdecken und Verstehen 7 Geschichte / Politik Arbeiten mit Entdecken und Verstehen 7 die Weimarer Republik Schauplatz: Berlin in den Zwanzigerjahren 8 Großstadtleben 10 Amüsement 11 Alltag der kleinen Leute 12 Zeitliche Orientierung

Mehr

Der Erste Weltkrieg Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Kopfüber ins Desaster

Der Erste Weltkrieg Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Kopfüber ins Desaster Der Erste Weltkrieg Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Kopfüber ins Desaster Mit Karl Vocelka, Institut für Österreichische Geschichtsforschung Ö1: Betrifft: Geschichte Teil 1-5 Gestaltung: Gudrun Braunsperger

Mehr

Europäische Öffentlichkeit. EUROPA VERDIENT ÖFFENTLICHKEIT.

Europäische Öffentlichkeit. EUROPA VERDIENT ÖFFENTLICHKEIT. Europäische Öffentlichkeit. EUROPA VERDIENT ÖFFENTLICHKEIT. Thesenpapier zur Interdisziplinären Zukunftskreissitzung Politik und Wirtschaft / Medien und Kommunikation, 30.04.2012 Thesen in Zusammenarbeit

Mehr

3.2.3 Länderverfassungen und Denkmalschutzgesetze der Länder Kommunen/ Gemeindliche Ebene Freie Träger die vierte nationale

3.2.3 Länderverfassungen und Denkmalschutzgesetze der Länder Kommunen/ Gemeindliche Ebene Freie Träger die vierte nationale Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis... 15 1 Einleitung... 17 1.1 Leitgedanken der Arbeit mit Darstellung der Ziele... 18 1.2 Thematische Abgrenzung... 20 1.3 Untersuchungsschritte und Methoden...

Mehr

Darf die DDR als totalitär bezeichnet werden? - Chronik einer kontroversen deutschen Diskussion

Darf die DDR als totalitär bezeichnet werden? - Chronik einer kontroversen deutschen Diskussion Politik Kai Posmik Darf die DDR als totalitär bezeichnet werden? - Chronik einer kontroversen deutschen Diskussion Vordiplomarbeit Freie Universität Berlin Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften

Mehr

Russische Spuren des Ersten Weltkriegs in Tirol

Russische Spuren des Ersten Weltkriegs in Tirol Programmentwurf vom 18. Juni 2014 RUSSISCHES ZENTRUM BORODINA MERAN ROSSOTRUDNICHESTVO «VERGESSENE SEITEN DES ERSTEN WELTKRIEGES: TIROLER ERINNERUNG» ( ZUM 100. JAHRESTAG DES ERSTEN WELTKRIEGES ) REGIONALE

Mehr

Ist Ethik wichtiger als Religion? Di, , Schlatterhaus, Gespräch mit den Humanisten Tübingen Michael Seibt

Ist Ethik wichtiger als Religion? Di, , Schlatterhaus, Gespräch mit den Humanisten Tübingen Michael Seibt Ist Ethik wichtiger als Religion? Di, 22.03.2016, Schlatterhaus, Gespräch mit den Humanisten Tübingen Michael Seibt 1. Frage: Was ist Religion und warum ist sie wichtig? Was ist Ethik und warum ist sie

Mehr

Die vier Prinzipien der Österreichischen Bundesverfassung? Wem steht die gesetzlich geregelte Selbstverwaltung in Österreich insbesondere zu?

Die vier Prinzipien der Österreichischen Bundesverfassung? Wem steht die gesetzlich geregelte Selbstverwaltung in Österreich insbesondere zu? Politische Bildung Die vier Prinzipien der Österreichischen Bundesverfassung? Demokratisches Prinzip Republikanisches Prinzip Bundesstaatliche Prinzip Rechtsstaatliche Prinzip Wem steht die gesetzlich

Mehr

Bevölkerung Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur. Neuchâtel, 2014

Bevölkerung Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur. Neuchâtel, 2014 01 Bevölkerung 1368-1400 Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur Neuchâtel, 2014 Wozu eine Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur? Seit jeher ist die Schweiz durch eine sprachliche und religiöse Vielfalt

Mehr