AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil Juni 2009 Sommersemester Bankräuber-Fall

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 18. Juni 2009 Sommersemester 2009. 9. Bankräuber-Fall"

Transkript

1 Prof. Dr. Klaus Marxen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil Juni 2009 Sommersemester Bankräuber-Fall A und ihr Ehemann B sind hoch verschuldet. Sie beschließen, zur Beschaffung von Geld eine Bank zu überfallen. Zunächst geht A in die ausgewählte Bank und führt mit einem Angestellten ein allgemeines Gespräch über die Eröffnung eines Kontos. Kurze Zeit später betritt B die Bank. Er ist maskiert und führt eine Pistolenattrappe bei sich, die einer echten Pistole täuschend ähnlich sieht. Er legt der A einen Arm um den Hals und hält die Pistole an ihre Schläfe. Dann fordert er die Kassiererin K auf, alles Geld herauszugeben; andernfalls werde er sein Opfer erschießen. Der Arbeitsraum der K ist durch schusssicheres Glas gesichert. Sie fürchtet jedoch um das Leben der A, die sie für eine Kundin hält, und gibt Euro heraus. B steckt das Geld in seine Manteltaschen und verlässt die Bank. Die polizeilichen Ermittlungen führen nach einigen Wochen zur Festnahme von A und B. Prozessuale Zusatzfrage A erkrankt nach der Festnahme schwer. Daher wird das Strafverfahren zunächst allein gegen B geführt, der sich von Rechtsanwalt C verteidigen lässt. Nach rechtskräftiger Verurteilung tritt B seine Freiheitsstrafe an. Nunmehr wird, nachdem A ihre Krankheit überstanden hat, gegen sie Anklage erhoben. A möchte sich gleichfalls von C verteidigen lassen. Bestehen Bedenken dagegen?

2 9. Bankräuber-Fall Seite 2 Zusammenstellung der Prüfungsansätze Handlung: dadurch mglw. erfüllte Straftat: B: Halten einer Pistolenattrappe 239 a I Alt. 1 StGB (1. Teil, A.) an die Schläfe der B und 255, 253 I StGB (1. Teil, B.) Fordern der Herausgabe von Geld 250 I Nr. 1 a, Nr. 1 b StGB (1. Teil, C.) 123 I StGB (1. Teil, D.) A: Gehen in die Bank und 250 I Nr. 1 b, 255, 253 I, 25 II StGB Vortäuschen einer (2. Teil, A.) Situation der Geiselnahme 123 I, 25 II StGB (2. Teil, B.) Hinweis zum Aufbau: A und B waren vorliegend mit unterschiedlichen Handlungen am Geschehen beteiligt, weshalb eine getrennte Prüfung beider Personen vorzunehmen ist. Die Prüfungsreihenfolge bestimmt sich nach der Nähe zur Tat. Im vorliegenden Fall ist also zunächst die Strafbarkeit des B zu prüfen. Prüfungsgliederung und Hinweise zur Lösung 1. Teil: Strafbarkeit des B A. Erpresserischer Menschenraub gem. 239 a Abs. 1 Alt. 1 StGB Der objektive Tatbestand der ersten Hauptalternative setzt das Entführen oder Sichbemächtigen eines Menschen voraus. Ein Entführen ist vorliegend jedoch nicht gegeben, da es an der erforderlichen Ortsveränderung des Opfers fehlt. Sichbemächtigen bedeutet die Begründung eines physischen Herrschaftsverhältnisses über den Körper eines anderen. Die Bewegungsmöglichkeiten des Opfers werden durch die Bedrohung mit einer Schusswaffe wegen ihrer Distanzwirkung praktisch beseitigt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Handlung gegen den Willen des Opfers erfolgt. 1 A war dagegen mit der Handlung des B einverstanden. Eine Strafbarkeit des B wegen erpresserischen Menschenraubs gem. 239 a Abs. 1 Alt. 1 StGB ist deshalb zu verneinen. B. Räuberischer Erpressung gem. 255, 253 Abs. 1 StGB Hinweis zum Aufbau: In systematischer Hinsicht ist die räuberische Erpressung gem. 255 StGB eine Qualifikation der Erpressung gem. 253 StGB. Eine vorgezogene Prüfung des Grundtatbestandes sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Andernfalls müsste im Rahmen dieser Prüfung 253 Abs. 2 StGB angesprochen werden, der jedoch beim Einsatz qualifizierter Nötigungsmittel nach 255 StGB keine Anwendung findet, da der Einsatz solcher Nötigungsmittel stets als verwerflich anzusehen ist. 1 Rengier, Strafrecht BT II, 10. Aufl. 2009, 24 Rn. 8 m. w. N.

3 9. Bankräuber-Fall Seite 3 I. Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver Tatbestand a) Nötigungsmittel: Gewalt gegen eine Person oder Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben (+) In Betracht kommt das Nötigungsmittel der Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben. Drohung bedeutet das Inaussichtstellen eines Nachteils für 255 StGB also das Inaussichtstellen von Gefahr für Leib oder Leben, auf das der Drohende vorgibt, Einfluss zu haben. Daher ist es vorliegend unerheblich, dass B seine Drohung mit der Pistolenattrappe nicht verwirklichen konnte. Es kommt allein darauf an, dass die Person, die zu einem bestimmten Verhalten genötigt werden soll, die Drohung ernst nimmt. Ferner muss sich das Nötigungsmittel grundsätzlich gegen die Person richten, die auch zu einem bestimmten Verhalten genötigt werden soll. B hat die in ihrem Arbeitsraum durch schusssicheres Glas geschützte K jedoch nicht persönlich bedroht. Die Bedrohung eines Dritten (hier der A) genügt aber jedenfalls dann, wenn derjenige, auf dessen Willen eingewirkt werden soll, das dem anderen angedrohte Übel auch für sich selbst als Übel empfindet. Auf ein besonderes Näheverhältnis kommt es insoweit nicht an. 2 Deshalb ist es auch unbeachtlich, dass sich die Drohung für K selbst nicht als Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben darstellt. b) Nötigungserfolg: Handlung, Duldung oder Unterlassung (+) Infolge der Drohung händigte K dem B das Geld aus. 2 Rengier, Strafrecht BT I, 11. Aufl. 2009, 11 Rn. 12 mit Verweis auf 7 Rn. 20.

4 9. Bankräuber-Fall Seite 4 c) Vermögensverfügung, str. (+) Schwerpunkt: Abgrenzung zu 249 Abs. 1 StGB Rechtsprechung: Abgrenzung nach dem äußeren Erscheinungsbild hier: Keine Wegnahme gem. 249 Abs. 1 StGB, sondern Weggabe und damit 255, 253 Abs. 1 StGB (+) h. L.: Abgrenzung nach der inneren Willensrichtung des Opfers hier: Willentlich-freiwillige Gewahrsamsübertragung durch K ohne ihre Mitwirkung hätte B nicht an das Geld gelangen können und damit keine Wegnahme i. S. d. 249 Abs. 1 StGB, sondern Vermögensverfügung i. S. d. 255, 253 Abs. 1 StGB (+) (Ausführlich zu diesem Problem Rengier, Strafrecht BT I, 11. Aufl. 2009, 11 Rn ) d) Vermögensnachteil (+) Schwerpunkt: Dreieckserpressung Problematisch ist weiterhin, dass der durch die Herausgabe des Geldes bewirkte Vermögensschaden nicht beim Genötigten (der K), sondern bei der Bank eintrat. In Konstellationen, in denen die genötigte und die geschädigte Person nicht dieselbe sind, ist die räuberische (Dreiecks-)Erpressung vom Diebstahl in mittelbarer Täterschaft (in Tateinheit mit Nötigung) abzugrenzen. Hierbei ist zu klären, unter welchen Voraussetzungen Handlungen Dritter, die einen Gewahrsamsverlust herbeiführen, dem Gewahrsamsinhaber im Rahmen des Erpressungstatbestandes zugerechnet werden können. Dabei wird darauf abgestellt, ob zwischen dem Genötigten und dem Geschädigten ein Näheverhältnis gegeben ist, das schon vor der Tat bestand und dem Dritten faktisch die Möglichkeit einer Verfügung über das fremde verschafft (sog. Lagertheorie). Ein solches Näheverhältnis ist für die bei der Bank angestellte Kassiererin zu bejahen. (Ausführlich zu diesem Problem Rengier, Strafrecht BT I, 11. Aufl. 2009, 11 Rn ) 2. Subjektiver Tatbestand a) Vorsatz (+) b) Bereicherungsabsicht (+) 3. Rechtswidrigkeit der beabsichtigten Bereicherung und entsprechender Vorsatz (+)

5 9. Bankräuber-Fall Seite 5 II. Rechtswidrigkeit und Schuld (+) III. Ergebnis: 255, 253 Abs. 1 StGB C. Schwere räuberische Erpressung gem. 250 Abs. 1 Nr. 1 a, Nr. 1 b, 255, 253 Abs. 1 StGB I. Grundtatbestand 3, 255, 253 Abs. 1 StGB (+), s. o. II. Qualifikationstatbestand 1. Objektiver Tatbestand a) 250 Abs. 1 Nr. 1 a StGB Die mitgeführte Pistolenattrappe kann in keiner Weise, also weder abstrakt noch konkret, als gefährliches Werkzeug eingestuft werden kann; denn sie war ungeeignet zur Herbeiführung erheblicher Verletzungen. b) 250 Abs. 1 Nr. 1 b StGB B führte bei der Begehung der räuberischen Erpressung ein Mittel bei sich, um den erwarteten Widerstand der K durch Drohung mit Gewalt gegen A zu überwinden. Bei der Pistolenimitation handelte es sich jedoch um ein objektiv ungefährliches Mittel, eine sog. Scheinwaffe. Schwerpunkt: Erstreckt sich der Anwendungsbereich des 250 Abs. 1 Nr. 1 b StGB auch auf Scheinwaffen? Gegen eine Einbeziehung von Scheinwaffen kann eingewendet werden, dass die Strafschärfung unangemessen sei, weil das eingesetzte Mittel ungefährlich gewesen sei und nur den Schein einer Lebensgefahr hervorgerufen habe. Andererseits kann argumentiert werden, dass die Bereitschaft des Täters, als bewaffnet in Erscheinung zu treten, ausreicht und beim Opfer eine gleiche Zwangswirkung eintritt wie bei der Verwendung eines auch objektiv gefährlichen Mittels. Zudem soll sich das Gesetz in seiner jüngst reformierten Fassung als Auffangtatbestand eindeutig auch auf Scheinwaffen erstrecken. Wollte man nämlich eine objektive Gefährlichkeit verlangen, so hätte die Vorschrift neben Die Qualifikation des 250 StGB findet nur Anwendung, wenn die Voraussetzungen des 255 StGB erfüllt sind ( so ist der Täter gleich einem Räuber zu bestrafen ), nicht jedoch, wenn lediglich 253 StGB verwirklicht wurde.

6 9. Bankräuber-Fall Seite 6 Abs. 1 Nr. 1 a StGB keine eigenständige Bedeutung. Zumindest bei Mitteln, die nach dem äußeren Erscheinungsbild für das Tatopfer den Anschein eines gefährlichen Gegenstands haben, ist 250 Abs. 1 Nr. 1 b StGB zu bejahen. Exkurs: Zu beachten ist, dass auch nach der aktuellen Gesetzeslage eine Einbeziehung von solchen Gegenständen abgelehnt wird, die aus Sicht eines objektiven Betrachters nach dem äußeren Erscheinungsbild offensichtlich ungefährlich sind (vgl. Labello-Fall, BGH NStZ 1997, 184 ff., zu 250 StGB a. F.). Zu diesem Problem ausführlich famos, April 2007 ( Metallrohr-Fall ), abrufbar unter 2. Subjektiver Tatbestand: Vorsatz (+) II. Rechtswidrigkeit und Schuld (+) III. Ergebnis: 250 Abs. 1 Nr. 1 b, 255, 253 Abs. 1 StGB (+) D. Hausfriedensbruchs gem. 123 Abs. 1 StGB B verwirklichte 123 Abs. 1 StGB. Das für das Merkmal des Eindringens erforderliche Handeln gegen den Willen des Berechtigten liegt vor, weil die äußere Erscheinung des maskierten B ausschließt, dass sein Verhalten noch von der generellen Zutrittserlaubnis gedeckt war. Nach 123 Abs. 2 StGB ist ein Strafantrag zu stellen. 2. Teil: Strafbarkeit der A A. Schwere räuberische Erpressung gem. 250 Abs. 1 Nr. 1 b, 255, 253 Abs. 1, 25 Abs. 2 StGB (+) A hat die K selbst nicht bedroht und die räuberische Erpressung daher nicht selbst gem. 25 Abs. 1 Alt. 1 StGB begangen. Sie hat jedoch mit B aufgrund eines gemeinsamen Tatplans arbeitsteilig zusammengewirkt. Da die Ausführung des Plans auch maßgeblich von ihrer Mitwirkung am Tatort abhängig war, kam ihr die Stellung einer Mittäterin zu, weshalb ihr die Handlungen des B nach 25 Abs. 2 StGB zuzurechnen sind. B. Hausfriedensbruch gem. 123 Abs. 1, 25 Abs. 2 StGB (+) Auch einen Hausfriedensbruch hat A nicht selbst begangen, da ihre deliktischen Absichten nach außen nicht erkennbar waren. Ihr ist jedoch auch insoweit das Eindringen des B in den Geschäftsraum der Bank gem. 25 Abs. 2 StGB zuzurechnen.

7 9. Bankräuber-Fall Seite 7 3. Teil: Gesamtergebnis A und B haben sich mittäterschaftlich gem. 25 Abs. 2 StGB wegen schwerer räuberischer Erpressung gem. 250 Abs. 1 Nr. 1 b, 255, 253 Abs. 1 StGB und wegen tateinheitlich ( 52 StGB) verwirklichten Hausfriedensbruchs gem. 123 Abs. 1 StGB strafbar gemacht. Prozessuale Zusatzfrage Bedenken ergeben sich aus dem Verbot der gemeinschaftlichen Verteidigung gem. 146 StPO. Nach Satz 1 dieser Vorschrift darf ein Verteidiger nicht gleichzeitig mehrere derselben Tat Beschuldigte verteidigen. Zweifellos besteht Tatidentität. Der Tatvorwurf gegen A betrifft die (prozessuale) Tat, die auch bereits das Verfahren gegen B zum Gegenstand hatte. Allerdings könnte es an der Gleichzeitigkeit fehlen. Die Rechtskraft des Urteils gegen B könnte das Verteidigungsverhältnis beendet haben. Eine sukzessive Verteidigung mehrerer derselben Tat Beschuldigter verbietet 146 StPO nicht. Jedoch reicht der strafprozessrechtliche Verfahrensbegriff zeitlich weiter als nur bis zur Rechtskraft des Urteils. Zum Verfahren gehören auch die Strafvollstreckung und bei der Freiheitsstrafe der Strafvollzug. Sowohl im Bereich der Strafvollstreckung als auch im Bereich des Strafvollzuges sind Aktivitäten eines Verteidigers möglich (z. B. Herbeiführung einer gerichtlichen Entscheidung über die Strafvollstreckung gem. 458 StPO oder Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen eine Maßnahme zur Regelung einzelner Angelegenheiten auf dem Gebiet des Strafvollzugs gem. 109 StVollzG). Ob das Verbot in 146 Satz 1 StPO tatsächlich so weit reicht, kann aber wiederum mit dem Wortlaut bezweifelt werden. Die Vorschrift spricht von einer gleichzeitigen Verteidigung Beschuldigter. Mit der Rechtskraft des Urteils wird der Beschuldigte jedoch zum Verurteilten (vgl. 359 StPO). Es ist weiter nach dem Sinn und Zweck der Vorschrift zu fragen. Sie soll Beschuldigte auch gegen ihren Willen vor Nachteilen schützen, die sich ergeben können, wenn der Verteidiger in einen Interessenwiderstreit gerät. Besteht auch nach der rechtskräftigen Verurteilung ein Verteidigungsverhältnis weiter, so sind durchaus problematische Konstellationen denkbar, wenn der Verteidiger nun auch noch die Verteidigung eines anderen, noch nicht abgeurteilten Tatbeteiligten übernimmt. Die neu übernommene Verteidigung kann erschwert werden, wenn für den bereits Verurteilten eine Aussetzung des Strafrestes möglich erscheint, dafür aber dessen Tatbeitrag als

8 9. Bankräuber-Fall Seite 8 von geringem Gewicht dargestellt werden muss. Auch in derartigen Fällen ist somit in Anwendung des 146 StPO eine gleichzeitige Verteidigung abzulehnen. Daraus folgt, dass C die A nur dann verteidigen kann, wenn er das Verteidigungsverhältnis zu B vorher beendet.

Klausur im Strafrecht für Fortgeschrittene

Klausur im Strafrecht für Fortgeschrittene Seite 1 von 5 Prof. Dr. Hellmann Universität Potsdam Klausur im Strafrecht für Fortgeschrittene Lösungsskizze Erster Handlungsabschnitt: Verhalten des T nach dem Bezahlen A. Niederschlagen des W I. 249,

Mehr

Jura Online - Fall: Gefährliche Pokerrunde - Lösung

Jura Online - Fall: Gefährliche Pokerrunde - Lösung Jura Online - Fall: Gefährliche Pokerrunde - Lösung A. Strafbarkeit des A gem. 242 I StGB durch Einstecken der EC-Karte A könnte sich gem. 242 I StGB wegen Diebstahls strafbar gemacht haben, indem er die

Mehr

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte 3. Fall Lösung: Überraschung am Wochenende Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit A und B (nach 249 Abs. 1, 25 StGB, durch Schlagen, Fesseln und bedrohen des

Mehr

B. Erpressung ( 253 StGB)

B. Erpressung ( 253 StGB) B. Erpressung ( 253 StGB) (1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des

Mehr

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Raub; Räuberischer Diebstahl - Fall 11 Ausgangsfall A und B beschließen ihr karges Einkommen dadurch aufzubessern, dass sie die Grillstube

Mehr

AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 30. April 2009 Sommersemester 2009. 2. Benzin-Fall

AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 30. April 2009 Sommersemester 2009. 2. Benzin-Fall Prof. Dr. Klaus Marxen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie http://marxen.rewi.hu-berlin.de/ AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 30. April 2009 Sommersemester 2009

Mehr

18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit

18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit I. Bedrohung ( 241 StGB) 18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit 241 StGB dient nach h.m. (Rengier BT II 27 Rn. 1; Wessels/Hettinger Rn. 434a) dem Schutz des individuellen Rechtsfriedens. Die

Mehr

Lösungsvorschlag Fall 8

Lösungsvorschlag Fall 8 UE Strafrecht und Strafverfahrensrecht SS 2008 Hinterhofer 1 Lösungsvorschlag Fall 8 1. Schulden und die Folgen I. I. Strafbarkeit des P wegen Unterlassens der Anweisung der Rechtsabteilung Qualifizierte

Mehr

Übung im Strafrecht für Vorgerückte Ferienhausarbeit Lösungshinweise

Übung im Strafrecht für Vorgerückte Ferienhausarbeit Lösungshinweise Prof. Dr. Walter Perron Wintersemester 2014/2015 Prof. Dr. Roland Hefendehl Übung im Strafrecht für Vorgerückte Ferienhausarbeit Lösungshinweise 1 Erster Tatkomplex: Betreiben der Webseite A. Strafbarkeit

Mehr

Konversatorium Strafrecht IV Vermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht IV Vermögensdelikte Konversatorium Strafrecht IV Vermögensdelikte 9. Stunde Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Prüfungsschema Erpressung, 253 StGB I. Tatbestand 1. Objektiver Tatbestand Nötigungsmittel: Gewalt

Mehr

Sommersemester 2006. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 7. Klausur / 23. 6. 2006. Geld und Leben. L ö s u n g

Sommersemester 2006. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 7. Klausur / 23. 6. 2006. Geld und Leben. L ö s u n g Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Sommersemester 2006 Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 7. Klausur / 23. 6. 2006 Geld und Leben Strafbarkeit des B L ö s u n g 1. Tatkomplex

Mehr

Repetitorium Strafrecht (AT II) 1 Täterschaft und Teilnahme

Repetitorium Strafrecht (AT II) 1 Täterschaft und Teilnahme Prof. Dr. Bernd Hecker SS 2010 FB V Straf- und Strafprozessrecht Repetitorium Strafrecht (AT II) 1 Täterschaft und Teilnahme Wichtiger Hinweis: Der in Ihrem Arbeitspapier dargelegte Sachverhalt in Fall

Mehr

253 Abs. 2 tatbestandsergänzende RW-Regelung

253 Abs. 2 tatbestandsergänzende RW-Regelung 88 Tatbild der im Vergleich zum Betrug durch erzwungene Handlung, Duldung oder Unterlassung (Vermögensverfügung, str.) Betrug durch Täuschung erschlichene Vermögensverfügung Vermögensschaden Selbstschädigung

Mehr

10: Erpressung ( 253, 255)

10: Erpressung ( 253, 255) I. Allgemeines Geschützte Rechtsgüter: Die persönliche Freiheit und das Vermögen. 253 ist das Grunddelikt, die Nötigungsmittel entsprechen 240. 255 ist die Qualifikation zu 253, falls die Nötigungsmittel

Mehr

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte Strafrecht Fahrlässigkeit: Fahrlässig handelt ein Täter, der eine objektive Pflichtverletzung begeht, sofern er sie nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte und wenn gerade

Mehr

I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl.

I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl. Fall 3 A. Strafbarkeit des D I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl. a) Objektiver Tatbestand Die Blue-Ray-Disc steht

Mehr

Mittäterschaft ( 25 Abs. 2 StGB)

Mittäterschaft ( 25 Abs. 2 StGB) Mittäterschaft ( 25 Abs. 2 StGB) I. Voraussetzungen 1. Gemeinsamer Tatentschluss 2. Objektiver Tatbeitrag a) Zeitpunkt nach hm genügt Beitrag im Vorbereitungsstadium, nach aa ist der Beitrag im Stadium

Mehr

Übungen im Strafrecht (Klausurenkurs)

Übungen im Strafrecht (Klausurenkurs) Übungen im Strafrecht (Klausurenkurs) Fall 10: Geldbeschaffung Übung vom 7. Dezember 2010 HS 2010 Jonas Weber Institut für Strafrecht und Kriminologie Universität Bern Fall 10: Geldbeschaffung Möglicher

Mehr

Verwenden eines gefährlichen Werkzeugs nur dann, wenn das Opfer es bemerkt; Raub und Raubversuch in Tateinheit

Verwenden eines gefährlichen Werkzeugs nur dann, wenn das Opfer es bemerkt; Raub und Raubversuch in Tateinheit 22, 25, 240, 249, 250 StGB Verwenden eines gefährlichen Werkzeugs nur dann, wenn das Opfer es bemerkt; Raub und Raubversuch in Tateinheit BGH, Beschl. v. 08.11.2011 3 StR 316/11 Leitsätze Das Verwenden

Mehr

Lösungsvorschlag 2. Klausur. Schuldeintreibung

Lösungsvorschlag 2. Klausur. Schuldeintreibung UE Straf- und Strafverfahrensrecht WS 2008/2009 Hinterhofer Lösungsvorschlag 2. Klausur Schuldeintreibung I. Materiellrechtlicher Teil Nichtrückgabe des Geldes Strafbarkeit des X Veruntreuung ( 133 Abs

Mehr

Fall 4. Strafbarkeit des T? Gutachten. I. Strafbarkeit aus 249 Abs. 1, 250 Abs. 1 Nr. 1 lit. a, c, Abs. 2 Nr. 1, Nr. 3 lit. a StGB

Fall 4. Strafbarkeit des T? Gutachten. I. Strafbarkeit aus 249 Abs. 1, 250 Abs. 1 Nr. 1 lit. a, c, Abs. 2 Nr. 1, Nr. 3 lit. a StGB Fall 4 O hält mit seinem Cabrio an einem Samstag im August an einer roten Ampel. Aufgrund des schönen Wetters hat O das Verdeck geöffnet. Er nimmt es mit der Rechtstreue nicht so genau und telefoniert

Mehr

Tat, Handlung, Straftat Axel Bendiek, LL.M.

Tat, Handlung, Straftat Axel Bendiek, LL.M. Tat, Handlung, Straftat Axel Bendiek, LL.M. Erfahrungsgemäß bereitet es oft Schwierigkeiten, im Strafrecht die Tatbegriffe auseinanderzuhalten. Fehler in diesem Bereich wiegen im Assessorexamen besonders

Mehr

Überblick über das materielle Strafrecht

Überblick über das materielle Strafrecht Überblick über das materielle Strafrecht Ausbildung der Justizwachtmeister Silvia Eger Stand: Januar 2016 Unterscheidung materielles - formelles Recht Materielles Strafrecht Formelles Strafrecht Wann liegt

Mehr

40 Probleme aus dem Strafrecht Besonderer Teil

40 Probleme aus dem Strafrecht Besonderer Teil 40 Probleme aus dem Strafrecht Besonderer Teil Bearbeitet von Dr. Dr. h. c. Thomas Hillenkamp Professor an der Universität Heidelberg Neunte, neubearbeitete Auflage LUCHTERHAND Inhalt Abkürzungsverzeichnis

Mehr

Fall 5. Strafbarkeit von T und F? Die Strafbarkeit wegen dem Überfall auf die Tankstelle ist nicht zu prüfen. Gutachten. A. Strafbarkeit der F

Fall 5. Strafbarkeit von T und F? Die Strafbarkeit wegen dem Überfall auf die Tankstelle ist nicht zu prüfen. Gutachten. A. Strafbarkeit der F Fall 5 T hat einen Raubüberfall auf eine Tankstelle begangen. Einige Zeit später kommt es zur Anklage vor dem Landgericht Saarbrücken. Da T nicht eindeutig identifiziert werden konnte, weil er während

Mehr

Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft

Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft Hamburger Examenskurs Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft Juris_18_Degener-Sonnen_end.indd 1 13.10.2008 14:41:37 Juris_18_Degener-Sonnen_end.indd 2 13.10.2008 14:41:37 Hamburger Examenskurs

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 1 S t R 3 8 9 / 1 4 BESCHLUSS vom 4. September 2014 in der Strafsache gegen wegen schweren räuberischen Diebstahls u.a. - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. September

Mehr

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11 Das StGB ist in zwei Teile aufgeteilt, dem allgemeinen Teil und dem besonderen Teil Im allgemeinen Teil sind die Vorschriften geregelt, die für alle Straftaten und Straftäter gelten. Dieser Teil findet

Mehr

Zusammenstellung der Prüfungsansätze

Zusammenstellung der Prüfungsansätze Prof. Dr. Klaus Marxen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie http://marxen.rewi.hu-berlin.de/ AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 2. Juli 2009 Sommersemester 2009

Mehr

Grundkurs Strafrecht IV(5)

Grundkurs Strafrecht IV(5) Grundkurs Strafrecht IV(5) Prof. Dr. Frank Schuster Lehrstuhl für Internationales Strafrecht Besonders schwere Fälle des Diebstahls, 243 243 Allgemeine Gesichtspunkte I. Zur systematischen Einordnung:

Mehr

Erlangung von EC-Karte und PIN für ein ungedecktes Konto; Tateinheit zwischen Raub und räuberischer Erpressung

Erlangung von EC-Karte und PIN für ein ungedecktes Konto; Tateinheit zwischen Raub und räuberischer Erpressung 22, 23, 223, 224, 239, 240, 249, 250, 253, 255 StGB Erlangung von EC-Karte und PIN für ein ungedecktes Konto; Tateinheit zwischen Raub und räuberischer Erpressung BGH, Urt. v. 30.09.2010 3 StR 294/10 und

Mehr

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2 Inhalt Standardfälle Strafrecht Band 2 Fall 1: Mord und Totschlag 7 Versuch Rücktritt vom Versuch Mordmerkmale Gefährliche Körperverletzung Unterlassene Hilfeleistung Fall 2: Mensch ärgere Dich nicht!

Mehr

September 2011 Sporttaschen-Fall

September 2011 Sporttaschen-Fall Humboldt-Universität zu Berlin Juristische Fakultät Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht und Urheberrecht Prof. Dr. Bernd Heinrich sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Professur und Studierende

Mehr

Strafrecht II WS 2010/11 Lösung zur Abschlussklausur A. ERSTER TATKOMPLEX: DER EINBRUCH BEI G STRAFBARKEIT DES A

Strafrecht II WS 2010/11 Lösung zur Abschlussklausur A. ERSTER TATKOMPLEX: DER EINBRUCH BEI G STRAFBARKEIT DES A PD Dr. Helmut Baier Strafrecht II WS 2010/11 Lösung zur Abschlussklausur A. ERSTER TATKOMPLEX: DER EINBRUCH BEI G STRAFBARKEIT DES A I. 242 Abs. 1, 2, 243 Abs. 1 S. 2 Nr. 1, 2, 3, 22 StGB 1. Die Tat ist

Mehr

Die Spritztour. A Strafbarkeit des F wegen Raubes gemäß 249 Abs. 1 StGB

Die Spritztour. A Strafbarkeit des F wegen Raubes gemäß 249 Abs. 1 StGB Dr. Tillmann Bartsch Examensklausurenkurs (Klausur im Strafrecht) Die Spritztour 1. Tatkomplex: Das Geschehen an der Ampel A Strafbarkeit des F wegen Raubes gemäß 249 Abs. 1 StGB a) fremde bewegliche Sache

Mehr

10: Betrug. III. Vermögensverfügung

10: Betrug. III. Vermögensverfügung III. Vermögensverfügung Vorlesung Strafrecht BT II (WS 2005/2006) Anders als bei 253 ist bei 263 die Vermögensverfügung als ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal anerkannt. Es bringt den Charakter des Betrugs

Mehr

Lösung von Fall 1: A. 242, 22 i. V. m. 243 Abs. 1 S. 2 Nr. 1

Lösung von Fall 1: A. 242, 22 i. V. m. 243 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 Lösung von Fall 1: A. 242, 22 i. V. m. 243 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 I. Vorprüfung 1. Nichtvollendung, da Wegnahme fehlt 2. Strafbarkeit des Versuchs, 242 Abs. 2 II. Tatentschluß 1. Vorsatz des T zur Wegnahme

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 1 S t R 11/ 1 5 BESCHLUSS vom 2. September 2015 in der Strafsache gegen wegen gewerbsmäßigen Schmuggels u.a. - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. September 2015 gemäß

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 2 StR 48/ 15 BESCHLUSS vom 16. April 2015 in der Strafsache gegen wegen besonders schweren Raubs u.a. - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts

Mehr

Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht Wintersemester 2009 / 2010. 7. Klausur / 16. 1. 2010. Feuer und Video. Lösung.

Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht Wintersemester 2009 / 2010. 7. Klausur / 16. 1. 2010. Feuer und Video. Lösung. Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht Wintersemester 2009 / 2010 7. Klausur / 16. 1. 2010 Feuer und Video Strafbarkeit des A Lösung Aufgabe I

Mehr

Bewertungsraster für die Liz II Klausur im Strafrecht / Strafprozessrecht vom 26.2.2003

Bewertungsraster für die Liz II Klausur im Strafrecht / Strafprozessrecht vom 26.2.2003 Prof. Dr. W. Wohlers Bewertungsraster für die Liz II Klausur im Strafrecht / Strafprozessrecht vom 6..00 Inhaltliche Probleme des Falles Höchstpunktzahlen bei Erkennen und begründeter Lösung der Probleme

Mehr

Verfassungsrechtliche Grundlagen des Strafrechts Das Bestimmtheitsgebot

Verfassungsrechtliche Grundlagen des Strafrechts Das Bestimmtheitsgebot Verfassungsrechtliche Grundlagen des Strafrechts Das Bestimmtheitsgebot Beispielsfall: Folgende Regelung wird in das StGB aufgenommen: Vermögensstrafe: Verweist das Gesetz auf diese Vorschrift, so kann

Mehr

Klausur im Strafrecht für Examinanden

Klausur im Strafrecht für Examinanden Seite 1 von 8 Prof. Dr. Hellmann Universität Potsdam Klausur im Strafrecht für Examinanden Lösungsskizze 1. Teil: Der Reparaturauftrag Strafbarkeit des R I. 263 I StGB 1. Objektiver Tatbestand a) Täuschung

Mehr

Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person

Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person Prof. Dr. Felix Herzog Sommersemester 2015 Todeserfolgsqualifizierte Delikte / Versuch des EQD Tötungsdelikte und Delikte mit Todesqualifikation

Mehr

Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene WS 2004/05. Tipps zum Besprechungsfall 4. Veranstaltung vom 1. 11. 2004

Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene WS 2004/05. Tipps zum Besprechungsfall 4. Veranstaltung vom 1. 11. 2004 PD Dr. Degener Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene WS 2004/05 Tipps zum Besprechungsfall 4 Veranstaltung vom 1. 11. 2004 1. Tatkomplex: Strafbarkeit des A I. 123 I StGB 1. Tatobjekt: Geschäftsräume

Mehr

Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. Wintersemester 2009/2010 Vorlesungsfreie Zeit. 1. Klausur / 26. 2. 2010. Das vergessene Messer

Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. Wintersemester 2009/2010 Vorlesungsfreie Zeit. 1. Klausur / 26. 2. 2010. Das vergessene Messer Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht Wintersemester 2009/2010 Vorlesungsfreie Zeit 1. Klausur / 26. 2. 2010 Das vergessene Messer I. Anton (A)

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Ein Vorschlag zur Bildung von Tatkomplexen: 1. Tatkomplex: Bis zum Unfall Zu Fall 1 Beleidigung/ üble Nachrede = 185 ff. StGB? Verkehrsdelikte =

Mehr

Az. 3 Ss 165/02 Leitsatz:

Az. 3 Ss 165/02 Leitsatz: Az. 3 Ss 165/02 Leitsatz: Abgrenzung zwischen Diebstahl und Betrug bei deliktischem "Einkauf" im Selbstbedienungsladen 2 Oberlandesgericht Dresden 3. Strafsenat Aktenzeichen: 3 Ss 165/02 7 Ns 801 Js 44357/00

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 4 StR 480/11 BESCHLUSS vom 22. November 2011 in der Strafsache gegen wegen besonders schweren Raubes u.a. - 2 - Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts

Mehr

Fall 7 Kartenspiele. 1. Tatkomplex: Die ec-karte. A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte I. Tatbestand

Fall 7 Kartenspiele. 1. Tatkomplex: Die ec-karte. A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte I. Tatbestand Fall 7 Kartenspiele 1. Tatkomplex: Die ec-karte A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte 1. Objektiver Tatbestand fremde bewegliche Sache (+), die ec-karte des O Wegnahme (+), durch

Mehr

LÖSUNGSVORSCHLÄGE EINSTIEGSFÄLLE

LÖSUNGSVORSCHLÄGE EINSTIEGSFÄLLE UE Straf- und Strafverfahrensrecht WS 2008/09 Hinterhofer 1 LÖSUNGSVORSCHLÄGE EINSTIEGSFÄLLE 1. A will X loswerden. Zu diesem Zweck schüttet er Gift in dessen Vitaminsaft. a) Die vom Vorhaben des A nichts

Mehr

D. Delikte gegen die persönliche Freiheit

D. Delikte gegen die persönliche Freiheit D. Delikte gegen die persönliche Freiheit Literatur: Rengier: 22 27 (insb. 22 + 23); W/H: Rn. 363 462 (insb. bis 434); Kudlich, PdW BT II, Fälle 67-98 I. Überblick Rechtsgut: persönliche Freiheit, teils

Mehr

Wintersemester 2013 / 2014. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 4. Klausur / 22.11. 2013. Die geldgierige Ehefrau

Wintersemester 2013 / 2014. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 4. Klausur / 22.11. 2013. Die geldgierige Ehefrau Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Wintersemester 2013 / 2014 Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 4. Klausur / 22.11. 2013 Die geldgierige Ehefrau Thomas (T) wohnt zusammen mit

Mehr

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS DIE KÖRPERVERLETZUNG IM ENTWURF 1962 ZU EINEM NEUEN DEUTSCHEN STRAFGESETZBUCH Von Reichsgerichtsrat R. Dr. jur. Fritz H a r t u n g, Marburg In der SchsZtg. 1961 S. 169 ff. und S. 182 ff. hatte ich den

Mehr

Strafgesetzbuch (StGB) der USR

Strafgesetzbuch (StGB) der USR Strafgesetzbuch (StGB) der USR 1 Verpflichtung gegenüber dem Staat und dem Gesetz (1) Alle Bürgerinnen und Bürger der USR sowie deren Besucher sind zur Einhaltung der Gesetze des Staates USR verpflichtet.

Mehr

Prof. Dr. Bernd Hecker SS 2010. Repetitorium im Strafrecht BT II Aufbauschemata. Diebstahl ( 242 StGB)

Prof. Dr. Bernd Hecker SS 2010. Repetitorium im Strafrecht BT II Aufbauschemata. Diebstahl ( 242 StGB) Diebstahl ( 242 StGB) a) Tatobjekt: Fremde bewegliche Sache b) Tathandlung: Wegnahme aa) Fremder Gewahrsam bb) Begründung neuen Gewahrsams cc) Bruch (fremden Gewahrsams): tatbestandausschließendes Einverständnis?

Mehr

Untreue, 266 StGB. cc) Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten

Untreue, 266 StGB. cc) Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoS 2008 Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht J. Allmendinger, Dr. C. Corell, D. Kohlmann, T. Müller,

Mehr

c) Objektive Rechtswidrigkeit der erstrebten Zueignung und entsprechender Vorsatz

c) Objektive Rechtswidrigkeit der erstrebten Zueignung und entsprechender Vorsatz SP7: Strafrechtspraxis II Materielles Strafrecht 13.10.2015 1 242 StGB Prüfungsaufbau: Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver Tatbestand a) Tatobjekt: Fremde bewegliche Sache b) Tathandlung: Wegnahme 2. Subjektiver

Mehr

Strafrecht. Rechtsanwältin Annett Lindemann. Fachanwältin für Verkehrsrecht Fachanwältin für Strafrecht

Strafrecht. Rechtsanwältin Annett Lindemann. Fachanwältin für Verkehrsrecht Fachanwältin für Strafrecht Strafrecht Aufbau + Prüfung von Rechtsnormen Rechtsnormen bestehen aus Tatbestand (= Voraussetzungen) alle Studentinnen mit braunen Haaren die eine blaue Jeans anhaben und Rechtsfolge (= Ergebnis) dürfen

Mehr

Strafrecht BT. Straftaten gegen die Freiheit (1. Teil) Straftaten gegen die Freiheit (4. Titel) Übersicht

Strafrecht BT. Straftaten gegen die Freiheit (1. Teil) Straftaten gegen die Freiheit (4. Titel) Übersicht Strafrecht BT Straftaten gegen die Freiheit (1. Teil) Vorlesung vom 16. November 2009 HS 2009 Ass.-Prof. Dr. Jonas Weber Institut für Strafrecht und Kriminologie Universität Bern Straftaten gegen die Freiheit

Mehr

Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 9.7. 2004 / 7. Klausur (Wahlfachgruppe Strafrechtspflege -WFG 2 alt) Smoke on the water.

Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 9.7. 2004 / 7. Klausur (Wahlfachgruppe Strafrechtspflege -WFG 2 alt) Smoke on the water. Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 9.7. 2004 / 7. Klausur (Wahlfachgruppe Strafrechtspflege -WFG 2 alt) Smoke on the water Lösung Frage 1

Mehr

Inhalt. 1. Teil: Einführung 7. I. Allgemeine Hinweise 7. 1. Einführung 7 2. Vortragsstil 9. II. Vorbereitung des Aktenvortrages 10

Inhalt. 1. Teil: Einführung 7. I. Allgemeine Hinweise 7. 1. Einführung 7 2. Vortragsstil 9. II. Vorbereitung des Aktenvortrages 10 Inhalt 1. Teil: Einführung 7 I. Allgemeine Hinweise 7 1. Einführung 7 2. Vortragsstil 9 II. Vorbereitung des Aktenvortrages 10 III. Der Aufbau des Aktenvortrages 11 1. Die Einleitung 12 2. Der Sachbericht

Mehr

42: Erpressung ( 253, 255)

42: Erpressung ( 253, 255) 42: Erpressung ( 253, 255) I. Allgemeines Geschützte Rechtsgüter sind die Willensbetätigungsfreiheit und das Vermögen. 253 ist das Grunddelikt, dessen Nötigungsmittel denen des 240 entsprechen. Demgegenüber

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 4 StR 507/11 BESCHLUSS vom 25. Januar 2012 in der Strafsache gegen 1. 2. 3. 4. 5. wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr u.a. - 2 - Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs

Mehr

Lösungsskizze zu Fall 3 Der verflixte Lappen. I. 315c Abs. 1 Nr. 2b StGB z.n.d. P durch Abdrängen des Streifenwagens beim Überholtwerden

Lösungsskizze zu Fall 3 Der verflixte Lappen. I. 315c Abs. 1 Nr. 2b StGB z.n.d. P durch Abdrängen des Streifenwagens beim Überholtwerden Lösungsskizze zu Fall 3 Der verflixte Lappen Erster Tatkomplex: Das Überholmanöver Strafbarkeit des S I. 315c Abs. 1 Nr. 2b StGB z.n.d. P durch Abdrängen des Streifenwagens beim Überholtwerden 1. Objektiver

Mehr

INHALTSVERZEICHNIS 1. Teil: Begriff und Träger der höchstpersönlichen Rechtsgüter

INHALTSVERZEICHNIS 1. Teil: Begriff und Träger der höchstpersönlichen Rechtsgüter INHALTSVERZEICHNIS 1. Teil: Begriff und Träger der höchstpersönlichen Rechtsgüter 1 Fall 1: Das Tatbestandsmerkmal Mensch" 1 Übersicht: Stadien menschlicher Existenz im strafrechtlichen System 6 2. Teil:

Mehr

Arbeitsgemeinschaft für Anfänger Strafrecht Besonderer Teil SS 2002

Arbeitsgemeinschaft für Anfänger Strafrecht Besonderer Teil SS 2002 Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Wiss. Ang. Silke Knaut Arbeitsgemeinschaft für Anfänger Strafrecht Besonderer Teil SS 2002 Abgrenzung zwischen Betrug und Trickdiebstahl Für die Abgrenzung

Mehr

Lösungen zur Obersatzbildung und Subsumtion

Lösungen zur Obersatzbildung und Subsumtion Propädeutische Übung im Strafrecht AT I begleitend zum Grundkurs I bei Prof. Dr. Kudlich WS 2007/08 Einheit 1: Gutachtenstil Lösungen zur Obersatzbildung und Subsumtion Lösungen Obersatzbildung Fall 1

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES 2 StR 31/03 URTEIL vom 11. Juli 2003 in der Strafsache gegen 1. 2. wegen Vergewaltigung u.a. - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom

Mehr

A n k l a g e s c h r i f t

A n k l a g e s c h r i f t Aufbau Anklageschrift --------------------------------------------------------------- Staatsanwaltschaft Saarbrücken Aktenzeichen ( z.b. 33 Js 1223/05 ) Saarbrücken, den H a f t bzw. Unterbringung (falls

Mehr

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Im nachfolgenden Text finden sich die Informationen zu meinem Vortrag anlässlich der Fachübungsleiterausbildung des Karateverbandes Niedersachsen (KVN) im Juli

Mehr

Die 44 wichtigsten Fälle Strafrecht BT I

Die 44 wichtigsten Fälle Strafrecht BT I Die wichtigsten Fälle - Hemmer Die 44 wichtigsten Fälle Strafrecht BT I Vermögensdelikte Bearbeitet von Dr. Bernd Berberich, Achim Wüst, Karl Edmund Hemmer überarbeitet 2010. Taschenbuch. IV, 191 S. Paperback

Mehr

Grundkurs Strafrecht II Sommersemester 2014

Grundkurs Strafrecht II Sommersemester 2014 Vertreter Professur für Strafrecht und Strafprozessrecht Grundkurs Strafrecht II Sommersemester 2014 Vorbemerkungen zum GK Vorbemerkungen zum Grundkurs 1. Literaturhinweise 2. Lerntechnik Vorbemerkungen

Mehr

Aggression und Gewalt im Arbeitsumfeld öffentlicher Verwaltungen

Aggression und Gewalt im Arbeitsumfeld öffentlicher Verwaltungen Aggression und Gewalt im Arbeitsumfeld öffentlicher Verwaltungen Juristische und administrative Massnahmen Referat von Johann-Christoph Rudin an der Tagung des VZGV vom 19.1.2012 Rudin Rechtsanwälte Mainaustrasse

Mehr

Räuberischer Diebstahl, Raub und räuberische Erpressung mit Abgrenzung

Räuberischer Diebstahl, Raub und räuberische Erpressung mit Abgrenzung Räuberischer Diebstahl, Raub und räuberische Erpressung mit Abgrenzung Fall 25: Paul schlendert durch die City-Galerie und denkt sich mal wieder, wie gern er doch ein Trikot des FC Schalke 04 hätte. Er

Mehr

Strafgesetzbuch. Boschton

Strafgesetzbuch. Boschton Strafgesetzbuch Boschton 1 (Verpflichtungen gegenüber dem Staat) (1) Alle Bürgerinnen und Bürger des Staates Boschton sowie dessen Besucher sind den Gesetzen dieses Staates verpflichtet. (2) Die Gesetze

Mehr

Prof. Dr. Frank Schuster

Prof. Dr. Frank Schuster Prof. Dr. Frank Schuster Lehrstuhl für Internationales Strafrecht schuster@jura.uni-wuerzburg.de Vermögensschaden VI. Schadensgleiche Vermögensgefährdung Risiko einer bestimmten Entwicklung wiegt so schwer,

Mehr

Fall 1: Fußball und Wodka 14

Fall 1: Fußball und Wodka 14 8 1. Abschnitt Diebstahl, Unterschlagung und angrenzende Tatbestände 242 248b StGB Fall 1: Fußball und Wodka 14 Grundfall des Diebstahls nach 242 Abs. 1 StGB; Wegnahme / Gewahrsamsbegriff; Begriff der

Mehr

Lösungsvorschlag Fall 6

Lösungsvorschlag Fall 6 Lösungsvorschlag Fall 6 I. Der Verkauf der DVD-Player Strafbarkeit des A 1) Betrug ( 146) hinsichtlich der ersten Frau I TB 1. Obj. TB Täuschung über Tatsachen: Täuschung = irreführende Einwirkung auf

Mehr

Entscheidung. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Fünfte Sektion

Entscheidung. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Fünfte Sektion Entscheidung Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Fünfte Sektion Anonymisierte nichtamtliche Übersetzung aus dem Englischen Quelle: Bundesministerium der Justiz, Berlin 03/04/07 ENTSCHEIDUNG über

Mehr

2. Hat die in 1 bezeichnete Sache einen bedeutenden Wert, wird der Täter mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

2. Hat die in 1 bezeichnete Sache einen bedeutenden Wert, wird der Täter mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Art. 291-293 Art. 291 1. Wer eine durch eine verbotene Tat erlangte Sache erwirbt, abzusetzen hilft, an sich nimmt oder zu verstecken hilft, wird mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf

Mehr

Liquidator muss bei seiner Anmeldung zum Handelsregister nicht versichern, dass er nicht unter Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt steht

Liquidator muss bei seiner Anmeldung zum Handelsregister nicht versichern, dass er nicht unter Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt steht DNotI Deutsches Notarinstitut Dokumentnummer: 31wx040_09 letzte Aktualisierung: 17.7.2009 OLG München, 22.4.2009-31 Wx 040/09 GmbHG 67 Abs. 3, 67 Abs. 4; BGB 1903 Liquidator muss bei seiner Anmeldung zum

Mehr

Strafrecht Besonderer Teil I: Strafrecht BT I

Strafrecht Besonderer Teil I: Strafrecht BT I Grundrisse des Rechts Strafrecht Besonderer Teil I: Strafrecht BT I Vermögensdelikte von Prof. Dr. Rudolf Rengier 17. Auflage Verlag C.H. Beck München 2015 7. Raub 139 Hierzu BGHSt 41, 123, 124; BGH NStZ-RR

Mehr

Brandenburgisches Oberlandesgericht

Brandenburgisches Oberlandesgericht 1 Ss 4/08 Brandenburgisches Oberlandesgericht 5301 Ss 1/08 Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg 22 Ns 79/07, 22 Ns 32/07 Landgericht Potsdam 3.2 Ls 41/06 Amtsgericht Königs Wusterhausen 4152

Mehr

Die Auswirkungen einer unrichtigen gemeinsamen Steuererklärung im Steuerstrafrecht

Die Auswirkungen einer unrichtigen gemeinsamen Steuererklärung im Steuerstrafrecht Die Auswirkungen einer unrichtigen gemeinsamen Steuererklärung im Steuerstrafrecht von stud. iur. Sebastian Meyer, Bielefeld I. Die Steuerhinterziehung gem. 370 AO Wer in seiner Einkommenssteuererklärung

Mehr

Konkretisierung des CD und des Skripts BT II: Insbesondere Eigentums- und Vermögensdelikte als Verbrechenstatbestände

Konkretisierung des CD und des Skripts BT II: Insbesondere Eigentums- und Vermögensdelikte als Verbrechenstatbestände go-jura BT II: : Nötigung 240/Freiheitsberraubung 239/Raub 249 ff./räuberischer Diebstahl 252/ Räuberische Erpressung 253, 255/Erpresserischer Menschenraub 239 a/geiselnahme 239 b/räuberischer Angriff

Mehr

Strafrecht Fall 10 - Lösung - Seite 1 Lösung Fall 10:

Strafrecht Fall 10 - Lösung - Seite 1 Lösung Fall 10: Strafrecht Fall 10 - Lösung - Seite 1 Lösung Fall 10: TK 1: Überfall auf T A. Strafbarkeit des A ÜBERSICHT FALL 10 I. 249 I, 250 I Nr. 1a 1. Obj. TB Qualifikation des 250 I Nr. 1a (+) 2. Subj. TB: Vorsatz

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom 18. Dezember 2014

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom 18. Dezember 2014 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 4 StR 323/14 4 StR 324/14 vom 18. Dezember 2014 BGHSt: nein BGHR: ja Nachschlagewerk: ja Veröffentlichung: ja - InsO 15a Abs. 4 Der faktische Geschäftsführer einer Gesellschaft

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES 3 StR 56/10 URTEIL vom 19. Mai 2010 in der Strafsache gegen wegen schweren Menschenhandels u. a. - 2 - Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat aufgrund der Verhandlung

Mehr

Insolvenzdelikte. Unternehmenszusammenbruch und Strafrecht. Raimund Weyand. b6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Von

Insolvenzdelikte. Unternehmenszusammenbruch und Strafrecht. Raimund Weyand. b6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Von Insolvenzdelikte Unternehmenszusammenbruch und Strafrecht Von Raimund Weyand Oberstaatsanwalt, Saarbrücken b6., überarbeitete und erweiterte Auflage Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek

Mehr

Examensklausurenkurs * Strafrechtsklausur am 04.02.2005

Examensklausurenkurs * Strafrechtsklausur am 04.02.2005 Prof. Dr. Hans Kudlich WS 2004/2005 Examensklausurenkurs * Strafrechtsklausur am 04.02.2005 1. TEIL: STRAFBARKEIT DES A I. 242, 243 I S. 2 Nr. 1, 244 I Nr. 3 durch Entwenden des Porsche TB: Porsche ist

Mehr

INHALTSVERZEICHNIS XXII

INHALTSVERZEICHNIS XXII INHALTSVERZEICHNIS LITERATUR ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XVII XXII EINFÜHRUNG 1 1. Kapitel: Grundlagen, * 1 A) Übersichten 1 Übersicht 1: Stellung des Strafrechts in der Rechtsordnung / Übersicht 2: Rechtsfolgensystem

Mehr

c) Objektive Rechtswidrigkeit der erstrebten Zueignung und entsprechender Vorsatz II. Rechtswidrigkeit (der tatbestandsmäßigen Handlung)

c) Objektive Rechtswidrigkeit der erstrebten Zueignung und entsprechender Vorsatz II. Rechtswidrigkeit (der tatbestandsmäßigen Handlung) Strafrecht Besonderer Teil: Vermögensdelikte 242 Abs. 1 StGB: Aufbau: 23 I. Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver Tatbestand a) Fremde bewegliche Sache b) Wegnahme 2. Subjektiver Tatbestand a) Vorsatz b)

Mehr

Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen B E S C H L U S S

Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen B E S C H L U S S Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen Geschäftszeichen:1- II AR 117/12 22 (21/24) Ks 110 Js 9972/96 (2/05) B E S C H L U S S In der Strafsache g e g e n u.a. T. [ ] geb. am [ ] in [ ], Verteidiger:

Mehr

INSOLVENZVERSCHLEPPUNG BEI JURISTISCHEN PERSONEN AUS STRAFRECHTLICHER SICHT

INSOLVENZVERSCHLEPPUNG BEI JURISTISCHEN PERSONEN AUS STRAFRECHTLICHER SICHT Abendsymposium des ZIS Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim 6. März 2012 INSOLVENZVERSCHLEPPUNG BEI JURISTISCHEN PERSONEN AUS STRAFRECHTLICHER SICHT Prof. Dr. Roland Schmitz

Mehr

44: Begünstigung ( 257)

44: Begünstigung ( 257) 44: Begünstigung ( 257) I. Allgemeines 257 schützt nach h.m. die staatliche Rechtspflege (Verfolgungsinteresse als Allgemeininteresse) und das Restitutionsinteresse des durch die Vortat Verletzten (als

Mehr

Grundtatbestand 266 StGB. Besonders schwere Fälle (Strafzumessung) 266 Abs. 2 StGB. i.v.m. 263 Abs. 3. StGB. ( 243 Abs. 2 StGB beachten!

Grundtatbestand 266 StGB. Besonders schwere Fälle (Strafzumessung) 266 Abs. 2 StGB. i.v.m. 263 Abs. 3. StGB. ( 243 Abs. 2 StGB beachten! StrafR BT 3: Straftaten gg Vermögenswerte 32 Untreue und ähnliche Straftaten 1 Untreue, 266 StGB - Systematik Privilegierung 266 Abs. 2 StGB i.v.m. 247, 248 a StGB Haus- und Familienuntreue mit geringem

Mehr

10. Münzsammlungs-Fall

10. Münzsammlungs-Fall Prof. Dr. Klaus Marxen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie http://marxen.rewi.hu-berlin.de/ AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 25. Juni 2009 Sommersemester 2009

Mehr

Sommersemester 2016. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. Klausur Nr. 2 / 29.4. 2016. Der falsche Schnee. Lösung

Sommersemester 2016. Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. Klausur Nr. 2 / 29.4. 2016. Der falsche Schnee. Lösung Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Sommersemester 2016 Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht Klausur Nr. 2 / 29.4. 2016 Der falsche Schnee Lösung A. Strafbarkeit des P I. Diebstahl,

Mehr