Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung

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1 Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Dr. Michael Svitak Zentrum für verhaltenstherapeutische Medizin Klinikum Staffelstein

2 Handbuch zum Leitfaden 2005 Schön Kliniken Seite 2

3 Anliegen Eine Standardisierung der Begutachtung mit dem Ziel der Qualitätssteigerung. Gutachter in der Psychosomatik unterstützen ihr klinisches Urteil zu untermauern Schön Kliniken Seite 3

4 Klinikum Staffelstein eine der 15 Schön Kliniken in Deutschland Med. Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt Klinikum Neustadt Klinikum Eilbek Psychosomatische Klinik Bad Arolsen Klinik Große Allee Bad Arolsen Klinikum Staffelstein Neurologisches Krankenhaus München Orthopädische Klinik München-Harlaching Argirov Klinik Starnberger See Neurologische Klinik Bad Aibling Schön Klinik Harthausen Behandlungszentrum Vogtareuth Med. Psychosomatische Klinik Roseneck Klinikum Berchtesgadener Land Schön Klinik Rosenheim 2009 Schön Kliniken Seite 4

5 Klinikum Staffelstein: Über 400 Mitarbeiter behandeln ca Patienten Klinikum Staffelstein Gründungsjahr: 1995 Mitarbeiter: ca. 430 Bettenzahl: 330 Fachrichtungen: 4 Behandelte Patienten pro Jahr: ca Gutachten: etwa 300 pro Jahr Schön Kliniken Seite 5

6 Unser Leistungsspektrum Klinikum Staffelstein Orthopädie Neurologie Psychosomatik Geriatrie Rehabilitation bei Hüft-/Knieprothese Wirbelsäulen Erkrankungen Chronische Schmerzen BG-Patienten Osteoporose Kindern Amputationen Entzündlich-rheumatische Erkrankungen Rehabilitation in den Phasen B, C, D Intensivstation mit Beatmungsplätzen Homecare- Nachversorgung Akutbehandlung u. Reha bei Essstörungen Körperdysmorphe Störung Angststörungen, Phobien Somatoforme Störungen, chronischem Schmerz Depression als Reaktion auf schwere Belastung Geriatrische Rehabilitation mit den Schwerpunkten Orthopädie, Neurologie, Innere Medizin und Demenz Reha-vor-Pflege- Maßnahmen Prävention Prophylaxe-Programme Kinder-Fitness (z. B. Fit für die Schule ) Vital + fit - Angebote 2009 Schön Kliniken Seite 6

7 Projektüberlegung zum MunichRe anliegen Gutachten heute 1. Kaum standardisierte Anamneseerhebung 2. Diagnose bezogen, wenig auf Messung des Funktionsniveau angelegt 3. Subjektive Angaben werden unkritisch übernommen unreliabel und wenig valide Ansatzpunkte für eine Verbesserung 1. Manualisierung und Standardisierung der Vorgehensweise auf der Grundlage der Versicherungsbedingungen 2. Verwendung von strukturierten Erhebungsinstrumenten 3. Mehrdimensionale Erhebung (subj. Angaben, Mikroebene) 4. Glaubwürdhaftigkeitsberurteilung Projektziel Leitfaden zur strukturierten Erhebung der notwendigen Daten Handbuch (CD) mit Zugriff auf wichtigste Informationen (Behandlung, Einschränkung, Prognose) Skala zur Glaubhaftigkeitsbeurteilung 2005 Schön Kliniken Seite 7

8 Häufige Fehler der aktuellen Begutachtungspraxis 1. Eine kausale Beziehung zwischen Krankheit und AU wird angenommen 2. Diagnosen (Kriterien geleitet) werden mit funktioneller Beeinträchtigung gleich gesetzt 3. Fehlender Standard erlaubt keine Vergleichbarkeit der Ergebnisse 4. Grundlage der Einschätzung bilden subjektive Modelle des VN oder des Gutachters (Glaubwürdigkeitsproblem) 5. Intuitive Herangehensweise ist nicht reliabel 2005 Schön Kliniken Seite 8

9 Spannungsfeld psychosomatischer Begutachtung 2005 Schön Kliniken Seite 9

10 Erhöhung der Validität und Reliabilität der Begutachtung durch ein strukturiertes Erhebungsinstrument 1. Eine Begutachtung der funktionellen Einschränkung stellt eine medizinisch-psychologische Messung dar. Mehrdimensionale, strukturierte Messung erhöht die Zuverlässigkeit. 2. Die Zuverlässigkeit (Reliabilität) hängt davon ab, wie normiert die Messinstrumente sind. Erst dadurch entsteht eine Vergleichbarkeit und Objektivität. 3. Die funktionelle Einschränkung erfordert immer eine multidimensionale Erhebung körperlicher, psychologischer und sozialer und beruflicher Faktoren auf mehreren Ebenen dar Schön Kliniken Seite 10

11 Schritt 1: Analyse der Aktenlage 2005 Schön Kliniken Seite 11

12 2005 Schön Kliniken Seite 12

13 2005 Schön Kliniken Seite 13

14 Vorbereitung des Gutachtens 2005 Schön Kliniken Seite 14

15 Schritt 2: Störungsspezifische Diagnostik Überprüfung, ob das Wesen einer psychischen Störung gegeben ist, d.h. ob neben den Kriterien nach ICD 10 die Störung auf folgenden Ebenen konsistent festellbar ist: Kognitive Ebene Emotionale Ebene Verhaltensebene Psychopathologischer Befund Typische an der psychischen Störung ist auch der drängende Charakter (Rumination), die fehlende Kontrolle, der Leidensdruck und die Auswirkungen 2005 Schön Kliniken Seite 15

16 2005 Schön Kliniken Seite 16

17 2005 Schön Kliniken Seite 17

18 2005 Schön Kliniken Seite 18

19 Schritt 3: Psychopathologischer Befund 2005 Schön Kliniken Seite 19

20 Schritt 4: Funktionsniveau ermitteln 2005 Schön Kliniken Seite 20

21 2005 Schön Kliniken Seite 21

22 2005 Schön Kliniken Seite 22

23 Glaubhaftigkeitsprüfung 2005 Schön Kliniken Seite 23

24 2005 Schön Kliniken Seite 24

25 2005 Schön Kliniken Seite 25

26 2005 Schön Kliniken Seite 26

27 Danke 2005 Schön Kliniken Seite 27

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