Antibiotische Peptide Lantibiotika

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Antibiotische Peptide Lantibiotika"

Transkript

1 Übersicht Antibiotische eptide Lantibiotika abriele Bierbaum, Bonn Antibiotische eptide sind im Reich der Lebewesen weit verbreitet. Unter den bakteriellen antibiotischen eptiden gibt es eine ruppe, die sich durch die Anwesenheit der Thioetheraminosäure Lanthionin und anderer nicht-proteinogener Aminosäuren auszeichnet, die so genannten Lantibiotika. an unterscheidet hier zwei größere Unterklassen: Typ-A-Lantibiotika sind längliche stäbchenförmige eptide, die ihre antibakterielle Wirkung durch Depolarisierung der Zytoplasmamembran ausüben. Zu den eher globulären Typ-B-Lantibiotika gehören unter anderem ersacidin und Actagardine, die über einen neuartigen echanismus den Transglykosylierungsschritt innerhalb der eptidoglykan-biosynthese hemmen und sich damit als Leitsubstanzen für die Entwicklung einer neuen Antibiotikaklasse anbieten. Lantibiotika besitzen trukturgene und werden auf ribosomalem Wege synthetisiert. Die seltenen Aminosäuren werden durch posttranslationale odifikationsreaktionen in die eptide eingefügt. Die hierfür benötigten Enzyme und weitere akzessorische roteine sind zusammen mit den trukturgenen in Biosynthesegenclustern organisiert. Diese ribosomale ynthese der Lantibiotika ermöglicht die Veränderung der eptidstruktur durch gezielte utagenese. chlüsselwörter: Lantibiotika, ersacidin, ep5, Nisin, Actagardine Antibiotic peptides are very common in nature. One group of bacterial antibiotic peptides is characterized by the presence of the thioether amino acid lanthionine and other non-proteinogenic amino acids and was therefore called lantibiotics. Two major subclasses of lantibiotics may be distinguished: Type-A-lantibiotics are elongated peptides, which act by depolarizing the cytoplasmic membrane. Among the globular type-b-lantibiotics, mersacidin and actagardine inhibit the transglycosylation step of peptidoglycan biosynthesis via a novel mechanism and therefore represent a lead structure for the development of a new class of antibiotics. Lantibiotics possess structural genes and are synthesized via the ribosomal pathway. The rare amino acids are introduced into the peptides by posttranslational modification reactions. The enzymes that are involved in these modification reactions, the structural gene and further accessory proteins are organized in biosynthetic gene clusters. This ribosomal biosynthesis mechanism enables genetic engineering of lantibiotics. Keywords: Lantibiotics, mersacidin, ep5, nisin, actagardine Antibiotisch wirksame eptide mit relativen olekÿlmassen von bis Da werden in vielen Lebewesen gefunden (Tab. 1) [12]. Die meisten antibiotischen eptide tragen eine positive Nettoladung, bilden amphiphile trukturen aus und sind in der Lage, bakterielle Zellmembranen zu schšdigen. Es gibt aber auch eptide mit anderen Wirkungsmechanismen wie Bacitracin, das die Zellwandbiosynthese hemmt. Die klassischen eptidantibiotika, wie ramicidin und A, Bacitracin oder Valinomycin werden von ikroorganismen (insbesondere Bacillus, treptomyceten) Ÿber ultienzymkomplexe synthetisiert. Diese Antibiotika enthalten oft nicht-proteinogene AminosŠuren. Ribosomal synthetisiert werden dagegen die eukaryontischen Abwehrpeptide wie die Cecropine der Insekten, die againine der Amphibien und die Defensine und rotegrine, die zur unspezifischen Infektabwehr der Šuger beitragen. Die Defensine zum Beispiel bilden ungefšhr 10 % des totalen Zellproteins in polymorphonuklearen Leukozyten und akrophagen. Die Konformation der Defensine wird durch DisulfidbrŸcken, die zwischen hochkonservierten Cystein-Resten ausgebildet werden, vermittelt und ist fÿr die bakterizide Wirkung essentiell. Es gibt auch ribosomal synthetisierte antibakterielle eptide prokaryotischen Ursprungs, die allgemein als Bacteriocine bezeichnet werden. Hier kšnnen unmodifizierte eptide (z. B. die Lactococcine) von modifizierten eptiden unterschieden werden. Zu der letzteren ruppe gehšren neben einem Vertreter der icrocine, die von gramnegativen Bakterien gebildet werden, die von den grampositiven Bakterien ausgeschiedenen Lantibiotika. Die Bezeichnung Lantibiotika leitet sich von Lanthionin-haltige eptidantibiotika ab. Neben den Thioether-AminosŠuren Lanthionin (Lan) und ethyllanthionin (elan), die intramolekulare Ringstrukturen ausbilden, wurde in Lantibiotika eine Reihe anderer seltener AminosŠuren, wie Didehydroalanin (Dha), Didehydrobutyrin (Dhb), -Aminovinylcystein, Erythro-3-hydroxyaspartat, D-Alanin, Dimethylalanin und Lysinoalanin beschrieben. Zum Thema Lantibiotika existieren zahlreiche bersichten [z. B. 8, 12Ð14, 22, 23]. Tabelle 2 gibt einen berblick Ÿber die bis heute identifizierten Lantibiotika; die trukturformeln dreier repršsentativer Vertreter sind in Abbildung 1 dargestellt. Die ruppe der Lantibiotika ist nicht homogen, sondern umfasst eptide mit ganz unterschiedlicher trukturen und Wirkungsmechanismen. Die molekularen assen der beschriebenen Lantibiotika reichen von Da fÿr ersacidin [6] bis Da fÿr Carnocin UI 49 [25]. Der Nomenklatur von Jung [13, 14] folgend, werden die Lantibiotika in zwei ruppen, die Typ-A- und Typ-B-Lanti- Anschrift des Verfassers: riv.-doz. Dr. abriele Bierbaum, Institut für edizinische ikrobiologie und Immunologie der Universität Bonn, igmund-freud-tr. 25, Bonn Jahrgang Heft 6/1999

2 Tab. 1. Überblick über antibiotische eptide [12] Biosynthese roduzent Antibiotische eptide Enzymatisch Bacillus Bacitracin, urfactin, ramicidin, Tyrocidin, olymyxin B treptomyces Trichoderma viride biotika, eingeteilt: Die Typ-A-Lantibiotika besitzen eine lšngliche Konformation, schšdigen die bakterielle embran und kšnnen wiederum in charakteristische Untergruppen unterteilt werden [22]. Die Leitsubstanz der am besten charakterisierten Untergruppe ist Nisin, das am lšngsten bekannte Lantibiotikum, das von Lactococcus lactis produziert und in vielen LŠndern zur Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt wird [11]. Alle Valinomycin, Bialaphos Alamethicin Ribosomal Unmodifizierte eptide Bakterien Unmodifizierte Bacteriocine: z. B. Lactococcine, ediocine Einkeimblättrige flanzen Thionine Insekten Cecropine, Hymenoptaecin, Apidaecin Krebse Tachyplesine Amphibien againine, Brevenine äuger Defensine, rotegrine osttranslational Escherichia coli icrocin B17 modifizierte eptide rampositive Bakterien Lantibiotika Lantibiotika vom Nisin-Typ besitzen eine positive Nettoladung. Die Typ-B-Lantibiotika, wie zum Beispiel Cinnamycin, Duramycin A, B und C oder Ancovenin, besitzen durch eine Kopf-chwanz-VerknŸpfung eine kugelige estalt und tragen keine oder eine negative Nettoladung [13, 14]. Die Vertreter des Cinnamycin-Typs bestehen aus 19 AminosŠuren und sind strukturell eng miteinander verwandt. ersacidin und Actagardine besitzen eine deutlich andere truktur und bilden einen zweiten ubtyp [6, 27]. Die Typ-B-Lantibiotika vom Cinnamycin-Typ zeigen eine membranaktive Wirkung und komplexieren hosphatidylethanolamin, was zum Beispiel zu einer Hemmung der hospholipase A 2 fÿhrt. Actagardine und ersacidin greifen in die Biosynthese der bakteriellen Zellwand ein (s. u.). Im Folgenden soll kurz dargestellt werden, wie Lantibiotika gebildet werden, wie sie wirken und welche Eigenschaften die ersacidin-untergruppe zu attraktiven Leitsubstanzen fÿr eine neue Antibiotika-Klasse machen. Biosynthese der Lantibiotika Im egensatz zu klassischen eptidantibiotika werden Lantibiotika nicht durch ultienzymkomplexe synthetisiert. FŸr jedes Lantibiotikum existiert ein trukturgen, das fÿr ein so genanntes ršpeptid kodiert, welches wiederum aus einer N-terminalen Leadersequenz und einem C-terminalen ropeptid besteht. Die trukturgene sind sowohl auf lasmiden als auch im Chromosom oder auf Transposons lokalisiert. Nach der ribosomalen ynthese des ršpeptides werden die Lan- und elan-reste durch posttranslationale odifikation aus den er-, Thrund Cys-Resten des ropeptides gebildet. Danach wird die ignalsequenz an einer a CH3 CH 2 Lys Val ln ly Lys Lys Asn C CO Ala ly ro Ala Ile Arg Ala Ala Ala ln Lys Dhb Leu Lys Ala Dhb Arg Leu he Abu Ala ly O Val Ala Ala Lys COOH b ly ly ly ro ly Leu Val Ala Abu he Abu Ala Abu Ala Ile Lau lu Abu Dha NH CH c er ly Trp Val Ala Ala Ala Abu lu Leu Ile Abu ly Abu O Val Ala Ile Ala Ala CH Abb. 1. Die trukturen des Typ-A-Lantibiotikums ep5 (A), und der Typ-B-Lantibiotika ersacidin (B) und Actagardine (C). Die seltenen Aminosäuren wurden folgendermaßen abgekürzt: Dha: Dehydroalanin; Dhb: Dehydrobutyrin; Ala--Ala: Lanthionin; Abu--Ala: ethyllanthionin. ChemotherapieJournal 8. Jahrgang Heft 6/

3 Tab. 2. Bisher bekannte Lantibiotika [10, 17, 19, 23, K. onomoto, pers. itteilung] ( = molekulare asse in Dalton, Reste = modifizierte Reste in %) Lantibiotikum roduzentenstamm Reste Typ-A Lantibiotika Nisin A Lactococcus lactis Nisin Z Lactococcus lactis ubtilin Bacillus subtilis Epidermin taphylococcus epidermidis allidermin taphylococcus gallinarum [Val1, Leu6]-Epidermin taphylococcus epidermidis utacin B-Ny266 treptococcus mutans utacin 1140 treptococcus mutans ep5 taphylococcus epidermidis Epicidin 280 taphylococcus epidermidis Epilancin K7 taphylococcus epidermidis Lactocin Lactobacillus sake A-FF22 treptococcus pyogenes Lacticin 481 Lactococcus lactis alivaricin A treptococcus salivarius [Lys2, he7]-alivaricin A treptococcus salivarius Variacin icrococcus varians Nukacin IK-1 taphylococcus sp. 2960? Cypemycin treptomyces sp Typ-B Lantibiotika Cinnamycin treptomyces cinnamoneus Duramycin treptomyces cinnamoneus Duramycin B treptoverticillium ssp Duramycin C treptomyces griseoluteus Ancovenin treptomyces sp ersacidin Bacillus sp Actagardine Actinoplanes sp truktur unvollständig Cytolysin L1 Enterococcus faecalis 4164? Cytolysin L2 Enterococcus faecalis 2631? utacin II (T8) treptococcus mutans 3245? Carnocin UI49 Carnobacterium piscicola 4635? taphylococcin C55a taphylococcus aureus C ? taphylococcin C55b taphylococcus aureus C ? Lacticin 3147 A Lactococcocus lactis DC3147?? Lacticin 3147 B Lactococcocus lactis DC3147?? ublancin 168 Bacillus subtilis 3877? konservierten roteaseschnittstelle abgespalten. Die ene des hierfÿr notwendigen Biosyntheseapparats sind mit dem trukturgen in einem encluster kodiert. In Abbildung 2 ist beispielhaft das Biosynthesegencluster des Lantibiotikums ersacidin dargestellt. mrsa, das trukturgen, kodiert fÿr das ršpeptid rsa. Das modifikatorische Enzym rs katalysiert hšchstwahrscheinlich die Biosynthese der DehydroaminosŠuren sowie der Lan- und elan- Reste. rsd oxidiert und decarboxyliert den C-terminalen Cys-Rest, der nach Ringschluss mit 15 Dhb den -Aminovinylmethylcysteinrest bildet. rst ist ein TypA-ABC-Transporter, der zusštzlich eine N-terminale roteasedomšne besitzt und rozessierung und Export des ropeptides vermittelt. rsr1, rsr2 und rsk2 zeigen Homologien zu Zweikomponenten-Regulationssystemen und werden fÿr die Regulation der ersacidin-biosynthese verantwortlich gemacht. rse/f/ stellen einen TypB-ABC- Transporter dar, der vermutlich den roduzentenselbstschutz gewšhrleistet [K. Altena, A. uder,. Bierbaum, unveršffentlicht]. WŠhrend Derivate herkšmmlicher Antibiotika durch zeitaufwendige ynthesen im Labor hergestellt werden mÿssen, eršffnet sich damit fÿr Lantibiotika die einzigartige šglichkeit, die AminosŠuresequenz Ÿber eine genetische ethode, nšmlich durch zielgerichtete utagenese im trukturgen, zu veršndern und so die antimikrobielle AktivitŠt zu modulieren, oder andere Eigenschaften wie Lšslichkeit, Haltbarkeit oder roteaseresistenz zu optimieren. Wirkungsweise der Lantibiotika Typ-A-Lantibiotika zeigen eine membranaktive Wirkung, wšhrend die Typ-B- Verbindungen Lipide komplexieren und durch diese Interaktion verschiedene Enzyme hemmen. Im Folgenden soll die Wirkungsweise von charakteristischen Vertretern der zwei ruppen dargestellt werden. ep5 (Abb. 1) ist mit Da das grš te der strukturell gut charakterisierten Typ-A-Lantibiotika und besitzt acht positive Ladungen. Zwei Lan- und ein elan-rest bilden drei intramolekulare Ringstrukturen, die vom N-Terminus zum C-Terminus mit A, B und C bezeichnet werden. Der N-terminale A- Ring und das C-terminale Doppelringsystem sind durch eine zentrale lineare Region aus 10 AminosŠuren getrennt. 2D-NR-tudien haben gezeigt, dass ep5 in wšssriger Lšsung keine definierte truktur ausbildet. Im egensatz dazu nimmt das olekÿl in apolaren Lšsungsmitteln eine schraubenfšrmige Konformation ein, bei der die Lys-Reste in osition 11, 15 und 18 auf derselben eite angeordnet sind, sodass sich ep5 als ein amphiphiles stšbchenfšrmiges olekÿl darstellt. Diese Konformation wird auch bei der Interaktion mit einer bakteriellen embran eingenommen [9]. Neuere Untersuchungen an Nisin und Epilancin K7 haben gezeigt, dass die Typ-A-Lantibiotika vermutlich mit ihrer hydrophoben eite in die embran eintauchen, wšhrend die positiv geladenen Reste mit den negativ geladenen Kopfgruppen der hospholipide interagieren [26]. Wenn nun ein embranpotential Jahrgang Heft 6/1999

4 mrsk2 mrsr2 mrsf mrs mrse mrsa mrsr1 mrsd mrs mrst ensorkinase Response- Regulator ABC-Transporter ImmunitŠt trukturgen Regulator odifikation II odifikation I Export, rozessierung Abb. 2. Biosynthese-encluster des Lantibiotikums ersacidin (s. Text). Die Transkriptionsrichtung der ene ist durch die feile angegeben. von mindestens 80 mv an die embran angelegt wird, reorientieren sich die eptid-helices senkrecht zur embranoberflšche. Dabei bleibt die Interaktion der positiven Ladungen mit den Kopfgruppen der Lipide erhalten, sodass die Šu ere und innere chicht der embran verschmelzen und sich fÿr einen kurzen Zeitraum (illisekunden bis ekunden) eine wassergefÿllte ore šffnet (Abb. 3a). Der Durchmesser dieser ore betršgt etwa 0,1 bis 1 nm, sie dient zum Efflux von kleinen etaboliten (AminosŠuren, AT etc.) aus den Zellen [1]. leichzeitig bricht das embranpotential zusammen, was zur sofortigen Einstellung aller Biosynthesen fÿhrt. FŸr Nisin und Epidermin, aber nicht fÿr ep5, konnte inzwischen gezeigt werden, dass die Anwesenheit der extrazellulšren Zellwandvorstufe Lipid II die orenbildung enorm erleichtert. Beide eptide binden auch in vitro an den ZellwandprŠkursor, der hier als AnkermolekŸl fÿr die orenbildung zu dienen scheint (Abb. 3b) [5]. ekundšr lysieren die Zellen. o haben Untersuchungen an taphylococcus simulans 22 gezeigt, dass bei geringer IonenstŠrke kationische eptide an die negativ geladenen olymere der Zellwand, Lipoteichon- und TeichonsŠuren, binden. Dies fÿhrt zur VerdrŠngung zweier autolytischer Enzyme, einer N-Acetylmuramyl- L-Alaninamidase und einer N-Acetylglucosaminidase, die ebenfalls stark positiv geladene roteine sind, von ihren ubstrat-intrinsischen Inhibitoren. Bei gehemmter Neusynthese der Zellwand fÿhrt diese apparente Aktivierung der Autolysine zur Lyse der Zellen im Bereich der epten [2]. ersacidin ist mit Da und 20 AminosŠuren das kleinste bisher bekannte Lantibiotikum, das aus dem Kultur- Ÿberstand eines Bacillus-tammes (HIL- Y 85,54788) isoliert wurde [6]. ersacidin enthšlt insgesamt vier Ringstrukturen, von denen drei durch ethyllanthionin und eine durch 2-Aminovinylmethylcystein gebildet werden. Der erste ethyllanthionin-ring von ersacidin weist zudem eine Besonderheit auf: Bei Typ-A-Lantibiotika ist der er- (oder Thr-) Rest, der die eine HŠlfte des (e-) Lan bildet, immer zwischen dem N-Terminus des olekÿls und dem beteiligten Cysteinrest lokalisiert. Im ersten Ring von ersacidin liegt der Cysteinrest jedoch vor dem Threoninrest. Das olekÿl tršgt keine Nettoladung. Die Konformation von ersacidin wurde erst kÿrzlich aufgeklšrt. 2D-NR Daten zeigen, dass der N-Terminus von ersacidin mit dem zentralen Teil des olekÿls interagiert. Die intramolekularen BrŸcken verleihen ihm eine relativ a b c Dy Lipid II Lipid II polymeres eptidoglycan Lipid I UD U Abb. 3. chematische Darstellung der Wirkungsweise der Typ-A-Lantibiotika ep5 (a), Epidermin oder Nisin (b), bzw. des Typ-B-Lantibiotikums ersacidin (c). Während Nisin oder Epidermin Lipid II als Ankermolekül für die nachfolgende orenbildung benutzen, komplexiert ersacidin lediglich Lipid II und hemmt danach die folgende Transglykosylierungsreaktion der Zellwandbiosynthese. ymbole: : N-Acetylglucosamin; : N-Acetylmuraminsäure; : hosphat; Zickzacklinie: Undekaprenyl-; dunkelblau schattierte Kreise: Aminosäuren der eptidkette; die Lantibiotika sind hellblau schattiert dargestellt. ChemotherapieJournal 8. Jahrgang Heft 6/

5 Jahrgang Heft 6/1999 rigide, globulšre truktur; die einzige flexible DomŠne befindet sich im Bereich der (ly) 4 -equenz des zweiten neungliedrigen Rings. Die Carboxylgruppe des lu-rests in osition 17 befindet sich in der NŠhe von 3 he auf der OberflŠche. Die a e des olekÿls betragen 13 x 24 [20]. ersacidin wirkt Ÿber eine Hemmung der Zellwandbiosynthese; im mikroskopischen Bild fšllt auf, dass in egenwart von ersacidin wesentlich dÿnnere ZellwŠnde ausgebildet werden, die Dicke der epten ist ebenfalls reduziert. Umfangreiche Untersuchungen haben dann gezeigt, dass ersacidin die Zellwandbiosynthese durch Komplexierung des extrazellulšren ZellwandprŠkursors Lipid II hemmt (Abb. 3c); durch diese Interaktion ist der Einbau der Zellwandvorstufe in den wachsenden eptidoglycansacculus, die Transglycosylierung, blockiert [3, 4]. Das lycopeptidantibiotikum Vancomycin hemmt die Zellwandbiosynthese ebenfalls Ÿber eine Interaktion mit Lipid II, die im Bereich der eptidseitenkette stattfindet und sich durch Zugabe von Bisacetyl-Lys-D-Ala-D-Ala antagonisieren lšsst. Die HK von ersacidin dagegen bleibt in egenwart des Bisacetyltripeptides unveršndert, und das Lantibiotikum hemmt auch das Wachstum von Vancomycin-resistenten Enterokokken; eine Antagonisierung der bakteriziden Wirkung von ersacidin lšsst sich dagegen durch Zugabe von Lipid II erreichen. Diese Experimente lassen den chluss zu, dass ersacidin mit einem anderen Teil von Lipid II als Vancomycin interagiert. Hierbei deutet die hšhere AffinitŠt von ersacidin zu Lipid II im egensatz zu Lipid I auf eine Beteiligung der Disaccharidgruppe hin, und die timulation der Bindung durch zweiwertige Kationen kšnnte durch eine gleichzeitige Interaktion mit der yrophosphatgruppe bedingt sein. Actagardine ist der andere Vertreter dieses ubtyps, der ebenfalls in die Zellwandbiosynthese eingreift [24]. Bei Vergleich der rimšrstrukturen beider ubstanzen fšllt auf, dass der zweite Ring in Actagardine und der dritte Ring in ersacidin bis auf einen Dha-Ile-Austausch weitgehend identisch sind. In den Raumstrukturen beider eptide [20, 27] kann der Bereich der konservierten equenz eine palte ausbilden und in Bindungsstudien scheinen die eptide um ihr Target zu konkurrieren. Dies legt die Annahme nahe, dass es sich bei dieser konservierten equenz um die Bindungstasche fÿr Lipid II handelt [4]. ersacidin wirkt auf taphylokokken, treptokokken, Bacilli, Clostridien, Corynebakterien und ikrokokken bakterizid. Es bestehen keinerlei Unterschiede in der Wirksamkeit von ersacidin gegen ethicillin-resistente oder ethicillin-sensitive.-aureus-tšmme [7, 15]. Der empfindlichste Organismus ist icrococcus luteus mit einer minimalen Hemmkonzentration (HK) von 0,1 mg/ml. Obwohl in vitro die HK-Werte von ersacidin gegen. aureus ungefšhr 8- bis 16-mal hšher liegen als jene von Vancomycin, Teicoplanin oder Daptomycin [18], entspricht seine therapeutische Wirksamkeit gegen ethicillin-resistente taphylococcus-aureus-tšmme in infizierten Šusen mindestens der von Vancomycin [7, 15]. Durch ein Šhnlich ungewšhnliches VerhŠltnis der In-vitro- /In-vivo-Wirksamkeit gegen treptococcus pyogenes zeichnet sich Actagardine aus [16]. Zusammenfassend stellen sich ersacidin und Actagardine als Leitsubstanzen einer neuen Antibiotika-Klasse dar, die an eine bisher nicht genÿtzte Zielstruktur innerhalb von Lipid II binden und eine Entwicklungsmšglichkeit fÿr neue Antibiotika aufzeigen, die als Alternative zu Vancomycin eingesetzt werden kšnnten. Anmerkung Der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Land Nordrhein-Westfalen sei fÿr die Fšrderung der experimentellen Arbeiten der Autorin gedankt. Literatur Da der verfÿgbare latz begrenzt ist, wurden, wann immer mšglich, bersichtsartikel zitiert. FŸr vollstšndige Literaturlisten zum Thema Lantibiotika siehe [12, 23]. 1. Benz R, Jung, ahl H. echanism of channel-formation by lantibiotics in black lipid membranes. In: Jung, ahl H, editors. Nisin and novel lantibiotics. Leiden: ECO, 1991: Bierbaum, ahl H. Induction of autolysis in taphylococcus simulans 22 by ep5 and nisin and influence of the cationic peptides on the activity of the autolytic enzymes. In: Jung, ahl H, editors. Nisin and novel lantibiotics. Leiden: ECO, 1991: Brštz H, Bierbaum, Reynolds E, ahl H. The lantibiotic mersacidin inhibits peptidoglycan biosynthesis at the level of transglycosylation. Eur J Biochem 1997;246: Brštz H, Bierbaum, Leopold K, Reynolds E, et al. The lantibiotic mersacidin inhibits peptidoglycan biosynthesis by targeting lipid II. Antimicrob Agents Chemother 1998;42: Brštz H, Josten, Wiedemann I, chneider U, et al. Role of lipid-bound peptidoglycan precursors in the formation of pores by nisin, epidermin and other lantibiotics. ol icrobiol 1998; 30: Chatterjee, Chatterjee DK, Lad J, hansalkar, et al. ersacidin, a new antibiotic from Bacillus: fermentation, isolation, purification and chemical characterization. J Antibiot 1992 a;45: Chatterjee, Chatterjee DK, Jani RH, Blumbach J, et al. ersacidin, a new antibiotic from Bacillus: in vitro and in vivo antibacterial activity. J Antibiot 1992 b;45: De Vos W, Kuipers O, Van der eer JR, iezen RJ. aturation pathway of nisin and other lantibiotics: post-translationally modified antimicrobial peptides exported by ram-positive bacteria. ol icrobiol 1995;17: Freund, Jung, ibbons WA, ahl H. NR and circular dichroism studies on ep5. In: Jung, ahl H, editors. Nisin and novel lantibiotics. Leiden: ECO, 1991: Hillman JD, Novak J, agura E, utierrez JA, et al. enetic and biochemical analysis of mutacin 1140, a lantibiotic from treptococcus mutans. Infect Immun 1998;66: Hurst A. Nisin. Adv Appl icrobiol 1981;27: Jack RW, Bierbaum, ahl H. Lantibiotics and related peptides. New York: pringer-verlag, Jung. Lantibiotics: a survey. In: Jung, ahl H, editors. Nisin and novel lantibiotics. Leiden: ECO, 1991 b: Jung. Lantibiotics Ð ribosomally synthesized biologically active polypeptides containing sulfide bridges and a,b-didehydroamino acids. Angew Chem Int Ed Engl 1991;30: Limbert, Isert D, Klesel N, arkus A, et al. Chemotherapeutic properties of mersacidin in vitro and in vivo. In: Jung, ahl H, editors. Nisin and novel lantibiotics. Leiden: ECO, 1991: alabarba A, allanza R, Berti, Cavalleri B. ynthesis and biological activity of some amide derivatives of the lantibiotic actagardine. J Antibiot 1990;43: Navaratna ADB, ahl H, Tagg JR. Twocomponent anti-taphylococcus aureus lantibiotic activity produced by taphylococcus aureus C55. Appl Environ icrobiol 1998;64: Niu WW, Neu HC. Activity of mersacidin, a novel peptide, compared with that of vancomycin, teicoplanin and daptomycin. Antimicrob Agents Chemother 1991;35: aik H, Chakicherla A, Hansen JN. Identification and characterization of the structural and transporter genes for, and the chemical and biological properties of, sublancin 168, a novel lantibiotic produced by Bacillus subtilis 168. J Biol Chem 1998;273: rasch T, Naumann T, arkert RL, attler, et al. Constitution and solution conformation of the antibiotic mersacidin determined by NR and molecular dynamics. Eur J Biochem 1997; 244: Ryan, Rea C, Hill C, Ross R. An application in cheddar cheese manufacture for a strain of Lactococcus lactis producing a novel broad-spectrum bacteriocin, lacticin Appl Environ icrobiol 1996;62: ahl H, Jack RW, Bierbaum. Biosynthesis and biological activities of lantibiotics with unique post-translational modifications. Eur J Biochem 1995;230:

6 23. ahl H, Bierbaum. Lantibiotics: Biosynthesis and biological activities of uniquely modified peptides from ram-positive bacteria. Ann Rev icrobiol 1998;52: omma, erati W, arenti F. ardimycin, a new antibiotic inhibiting peptidoglycan synthesis. Antimicrob Agents Chemother 1977;11: toffels, Nissen-eyer J, udmundsdottir A, letten K, et al. urification and characterization of a new bacteriocin isolated from Carnobacterium. Appl Environ icrobiol 1992;58: Van den Hooven HW, ponk CA, van de Kamp, Konings RNH, et al. urface location and orientation of the lantibiotic nisin bound to membrane-mimicking micelles of dodecylphosphocholine and of sodium dodecylphosphate. Eur J Biochem 1996;235: Zimmermann N, etzger JW, Jung. The tetracyclic lantibiotic actagardine: 1H-NR and 13C-NR assignments and revised primary structure. Eur J Biochem 1995;228: ChemotherapieJournal 8. Jahrgang Heft 6/

MOL.504 Analyse von DNA- und Proteinsequenzen

MOL.504 Analyse von DNA- und Proteinsequenzen MOL.504 Analyse von DNA- und Proteinsequenzen Kurs 1 Monika Oberer, Karl Gruber MOL.504 Modul-Übersicht Einführung, Datenbanken BLAST-Suche, Sequenzalignment Proteinstrukturen Virtuelles Klonieren Abschlusstest

Mehr

7. Regulation der Genexpression

7. Regulation der Genexpression 7. Regulation der Genexpression 7.1 Regulation der Enzymaktivität Stoffwechselreaktionen können durch Kontrolle der Aktivität der Enzyme, die diese Reaktionen katalysieren, reguliert werden Feedback-Hemmung

Mehr

Michelle Kammel David Speck

Michelle Kammel David Speck Michelle Kammel David Speck 10.07.2013 Was ist bisher bekannt? Zentrum des Signalwegs ist der Ubiquitin Ligase SCF TIR1 Komplex Gray et al. (2001) Abbau der Aux/IAA aktiviert Transkriptionsfaktoren (ARFs)

Mehr

Controlling the Surface Properties of Nanoparticles Bioorganically modified Nanoparticles for Cell Signaling (NANOCYTES)

Controlling the Surface Properties of Nanoparticles Bioorganically modified Nanoparticles for Cell Signaling (NANOCYTES) Surfaces and Interfaces NANCYTES Engineering at the Nanoscale, DECHEMA, 9. März 2005 Controlling the Surface Properties of Nanoparticles Bioorganically modified Nanoparticles for Cell Signaling (NANCYTES)

Mehr

Partielle Sequenzinformation

Partielle Sequenzinformation Analyse der Sequenz Traditionell: Bestimmung einer Teilsequenz, Herstellung einer DNA-Sonde, Klonierung des Gens oder der cdna, Sequenzierung der DNA Keine Information zu PTM Limitiert: Isoformen Heute:

Mehr

Inhalte unseres Vortrages

Inhalte unseres Vortrages Inhalte unseres Vortrages Vorstellung der beiden paper: Germ line transmission of a disrupted ß2 mirkroglobulin gene produced by homologous recombination in embryonic stem cells ß2 Mikroglobulin deficient

Mehr

05_10_Genes_info.jpg

05_10_Genes_info.jpg Übertragung der Information von DNA auf RNA - Transkription von RNA auf Protein - Translation Übertragung der Information vom Gen auf Protein 05_10_Genes_info.jpg 1 Figure 6-2 Molecular Biology of the

Mehr

Praktikum Biochemie Biotechnologie (Molekularbiologie & Biochemie) Bettina Siebers

Praktikum Biochemie Biotechnologie (Molekularbiologie & Biochemie) Bettina Siebers Praktikum Biochemie Biotechnologie (Molekularbiologie & Biochemie) Bettina Siebers Protein Expression Genomische DNA PCR Vektormolekül (Plasmid) Escherichia coli Reinigung Protein (1) Plasmidpräparation

Mehr

Kapitel 5. Aromatische Substitutionsreaktionen. 5.1 Elektrophile Substitutionen

Kapitel 5. Aromatische Substitutionsreaktionen. 5.1 Elektrophile Substitutionen Kapitel 5 Aromatische Substitutionsreaktionen In der organischen Chemie ist der Reaktionstyp der Substitutionsreaktionen sehr zahlreich und weitverbreitet. Dabei ist bekannt, daß die Wahl des Lösungsmittels

Mehr

Design-to-Target: Optimierte Innovationsvorhaben im Oberflächenbereich.! Your specialist for surface modifications and characterization!

Design-to-Target: Optimierte Innovationsvorhaben im Oberflächenbereich.! Your specialist for surface modifications and characterization! Design-to-Target: Optimierte Innovationsvorhaben im Oberflächenbereich.! Your specialist for surface modifications and characterization! Agenda! Vorstellung Referenten! Vorstellung SuSoS und Xirrus! Innovationsvorhaben!

Mehr

Anzahl der Aminosäuren Leu 5 -Enkephalin H-Tyr-Gly-Gly-Phe-Leu-OH 5 Neurotensin [8-13] Cha 13 -Bombesin [7-14] Neuropeptid Y [28-36]

Anzahl der Aminosäuren Leu 5 -Enkephalin H-Tyr-Gly-Gly-Phe-Leu-OH 5 Neurotensin [8-13] Cha 13 -Bombesin [7-14] Neuropeptid Y [28-36] 6 Zusammenfassung Im Rahmen dieser Arbeit wurden 19 Alkinderivate biogener Peptide hergestellt. Dazu wurden Methoden entwickelt, um die Alkingruppe während der Festphasenpeptidsynthese in das Peptid einzuführen.

Mehr

Exercise (Part XI) Anastasia Mochalova, Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt 1

Exercise (Part XI) Anastasia Mochalova, Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt 1 Exercise (Part XI) Notes: The exercise is based on Microsoft Dynamics CRM Online. For all screenshots: Copyright Microsoft Corporation. The sign ## is you personal number to be used in all exercises. All

Mehr

Aufbau, Struktur, Funktion von DNA, RNA und Proteinen

Aufbau, Struktur, Funktion von DNA, RNA und Proteinen Aufbau, Struktur, Funktion von DNA, RNA und Proteinen Mitarbeiterseminar der Medizinischen Fakultät Ruhr-Universität Bochum Andreas Friebe Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie Aufbau, Struktur,

Mehr

Robotino View Kommunikation mit OPC. Communication with OPC DE/EN 04/08

Robotino View Kommunikation mit OPC. Communication with OPC DE/EN 04/08 Robotino View Kommunikation mit OPC Robotino View Communication with OPC 1 DE/EN 04/08 Stand/Status: 04/2008 Autor/Author: Markus Bellenberg Festo Didactic GmbH & Co. KG, 73770 Denkendorf, Germany, 2008

Mehr

Moleküle nach Maß. Evolutive Entwicklung von Wirkstoffen und Biokatalysatoren durch bakterielles Surface Display

Moleküle nach Maß. Evolutive Entwicklung von Wirkstoffen und Biokatalysatoren durch bakterielles Surface Display Moleküle nach Maß Evolutive Entwicklung von Wirkstoffen und Biokatalysatoren durch bakterielles Surface Display Die Arbeiten in der Gruppe von Prof. Dr. Joachim Jose haben 3 Schwerpunkte: 1. Entwicklung

Mehr

Foliensatz; Arbeitsblatt; Internet. Je nach chemischem Wissen können die Proteine noch detaillierter besprochen werden.

Foliensatz; Arbeitsblatt; Internet. Je nach chemischem Wissen können die Proteine noch detaillierter besprochen werden. 03 Arbeitsauftrag Arbeitsauftrag Ziel: Anhand des Foliensatzes soll die Bildung und der Aufbau des Proteinhormons Insulin erklärt werden. Danach soll kurz erklärt werden, wie man künstlich Insulin herstellt.

Mehr

C-H Functionalization in the Synthesis of Amino Acids and Peptides

C-H Functionalization in the Synthesis of Amino Acids and Peptides Mittwochseminar: Literatur Vortrag Marcel Reimann 29.04.15 C-H Functionalization in the Synthesis of Amino Acids and Peptides A. F. M. Noisier, M. A. Brimble, Chemical Reviews 2014, 114, 8775-8806. Überblick

Mehr

H.Schwab Genetik. Überblick

H.Schwab Genetik. Überblick Überblick Einleitung: Historisches Klassische - Mendel DNA, Aufbau, übergeordnete Strukturen, Konfigurationen, zelluläre Organisation Chromatin, Chromosomenaufbau, Genome Extrachromosomale Elemente, mobile

Mehr

Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie

Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie Prof. Mathias Herrmann Universitätskliniken des Saarlandes Homburg/Saar Mikrobielle

Mehr

Modul biol113 Zellbiologie - Nachweis von mitochondrialem Import

Modul biol113 Zellbiologie - Nachweis von mitochondrialem Import Modul biol113 Zellbiologie - Nachweis von mitochondrialem Import Einführung Ein grundlegendes Problem der Zellbiologie ist es, die korrekte zelluläre Lokalisation eines Peptides zu bestimmen. Durch den

Mehr

4. Quantitative Analyse der Ligand-Bindungsstudien

4. Quantitative Analyse der Ligand-Bindungsstudien 4. Quantitative Analyse der Ligand-Bindungsstudien Im folgenden apitel sollen die grundlegenden analytischen Methoden zur Interpretation der experimentell gewonnenen Bindungsdaten vorgestellt werden. ie

Mehr

Bioinformatik I (Einführung)

Bioinformatik I (Einführung) Kay Diederichs, Sommersemester 2015 Bioinformatik I (Einführung) Algorithmen Sequenzen Strukturen PDFs unter http://strucbio.biologie.unikonstanz.de/~dikay/bioinformatik/ Klausur: Fr 17.7. 10:00-11:00

Mehr

Exercise (Part II) Anastasia Mochalova, Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt 1

Exercise (Part II) Anastasia Mochalova, Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt 1 Exercise (Part II) Notes: The exercise is based on Microsoft Dynamics CRM Online. For all screenshots: Copyright Microsoft Corporation. The sign ## is you personal number to be used in all exercises. All

Mehr

Monitoring von Resistenzen in der Humanmedizin. Tim Eckmanns Robert Koch-Institut

Monitoring von Resistenzen in der Humanmedizin. Tim Eckmanns Robert Koch-Institut Monitoring von Resistenzen in der Humanmedizin Tim Eckmanns Robert Koch-Institut Unterschied Monitoring und Surveillance von Antibiotikaresistenzdaten Another task of epidemiology is monitoring or surveillance

Mehr

Grüne Gentechnologie Beispiel: Kartoffel

Grüne Gentechnologie Beispiel: Kartoffel Grüne Gentechnologie Beispiel: Kartoffel Inhalt 1. Gentechnisch veränderte (transgene) Pflanzen und drei Methoden der Herstellung transgener Pflanzen 2. Bedeutung von Antibiotika-Selektionsmarkern bei

Mehr

Diagnostische Verfahren in der Mikrobiologie: Realität oder Science-Fiction?

Diagnostische Verfahren in der Mikrobiologie: Realität oder Science-Fiction? Diagnostische Verfahren in der Mikrobiologie: Realität oder Science-Fiction? Dr. med. vet. Vladimira Hinić Klinische Mikrobiologie Universitätspital Basel 1 1. Automation in der klinischen Mikrobiologie

Mehr

Immunregulatorische Funktionen von T-Lymphozyten

Immunregulatorische Funktionen von T-Lymphozyten Immunregulatorische Funktionen von T-Lymphozyten DISSERTATION zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vorgelegt von

Mehr

Das zentrale Dogma der Molekularbiologie:

Das zentrale Dogma der Molekularbiologie: Das zentrale Dogma der Molekularbiologie: DNA Transkription RNA Translation Protein 1 Begriffserklärungen GENOM: Ist die allgemeine Bezeichnung für die Gesamtheit aller Gene eines Organismus GEN: Ist ein

Mehr

DAS METABOLOM: ERNÄHRUNGSSTATUS, METABOLISMUS, METABOLITEN

DAS METABOLOM: ERNÄHRUNGSSTATUS, METABOLISMUS, METABOLITEN DAS METABOLOM: ERNÄHRUNGSSTATUS, METABOLISMUS, METABOLITEN Das Metabolom Extrinsiche Faktoren Ernährung (Nährstoffe und nicht nutritive Lebensmittelinhaltsstoffe) Arzneimittel Physische Aktivität Darmflora

Mehr

Sie sagen Kartoffel. Huntington-Krankheit zu entwickeln.

Sie sagen Kartoffel. Huntington-Krankheit zu entwickeln. Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Übersetzungsprobleme? Neue Einblicke in die Entstehung des Huntington-Proteins

Mehr

Security Patterns. Benny Clauss. Sicherheit in der Softwareentwicklung WS 07/08

Security Patterns. Benny Clauss. Sicherheit in der Softwareentwicklung WS 07/08 Security Patterns Benny Clauss Sicherheit in der Softwareentwicklung WS 07/08 Gliederung Pattern Was ist das? Warum Security Pattern? Security Pattern Aufbau Security Pattern Alternative Beispiel Patternsysteme

Mehr

CHEMIEINGENIEURTECHNIK AN DER ETH LAUSANNE

CHEMIEINGENIEURTECHNIK AN DER ETH LAUSANNE Arbeitsgruppe Ausbildung der SGVC 19. Oktober 2007 CHEMIEINGENIEURTECHNIK AN DER ETH LAUSANNE Urs v. Stockar Generelles Ausbildungskonzept Keine thermische Verfahrenstechnik an der ETH-L Keine spezialisierte

Mehr

Regulation der Genexpression: regulierbare Promotoren, Proteine und sirna

Regulation der Genexpression: regulierbare Promotoren, Proteine und sirna Regulation der Genexpression: regulierbare Promotoren, Proteine und sirna Biochemie Praktikum Christian Brendel, AG Grez Ebenen der Genregulation in Eukaryoten Cytoplasma DNA Zellkern Introns Exons Chromatin

Mehr

bersicht Datenbanken und Datawarehouses Datenbank Datenbanksysteme Niels Schršter

bersicht Datenbanken und Datawarehouses Datenbank Datenbanksysteme Niels Schršter bersicht Niels Schršter EinfŸhrung GROUP BY Roll UpÔs Kreuztabellen Cubes Datenbank Ansammlung von Tabellen, die einen ãausschnitt der WeltÒ fÿr eine Benutzergruppe beschreiben. Sie beschreiben die funktionalen

Mehr

Promotionsprogramm Translationale Medizin. Projektvorschlag 2013-34. Projektleiter/Betreuer: PD Dr. med. Anne Krug

Promotionsprogramm Translationale Medizin. Projektvorschlag 2013-34. Projektleiter/Betreuer: PD Dr. med. Anne Krug Promotionsprogramm Translationale Medizin Projektvorschlag 2013-34 Projektleiter/Betreuer: PD Dr. med. Anne Krug Klinik/Institut: II. Medizinische Klinik und Poliklinik Promotionsberechtigung: Hochschullehrer

Mehr

In the search for new NifA-dependent genes and their function in Bradyrhizobium japonicum

In the search for new NifA-dependent genes and their function in Bradyrhizobium japonicum Diss.ETH Nr. 11411 In the search for new NifA-dependent genes and their function in Bradyrhizobium japonicum A dissertation submitted to the SWISS FEDERAL INSTITUTE OF TECHNOLOGY for the degree of Doctor

Mehr

Übungsfragen Biochemie 1. Erklären Sie die Begriffe

Übungsfragen Biochemie 1. Erklären Sie die Begriffe Übungsfragen Biochemie 1 Erklären Sie die Begriffe Adsorption Diffusion Dialyse Enantiomere Diastereomere Verseifung Fett Lipid essentielle Fettsäure essentielle Aminosäure Kohlenhydrat Disaccharid Peptid

Mehr

Human Insulin in der Ph.Eur.

Human Insulin in der Ph.Eur. Human Insulin in der Ph.Eur. Das europäische Arzneibuch enthält insgesamt 11 Monographien zum Thema Insuline: Lösliches Insulin als Injektionslösung (6.0/0834) Insulin human (6.0/0838) Insulin vom Rind

Mehr

October 2, 2013 INTRODUCTION TO... presented by CHRISTOPH HERWIG GUENTER ALLMAIER IRINA DRUZHININA

October 2, 2013 INTRODUCTION TO... presented by CHRISTOPH HERWIG GUENTER ALLMAIER IRINA DRUZHININA October 2, 2013 INTRODUCTION TO... presented by CHRISTOPH HERWIG GUENTER ALLMAIER IRINA DRUZHININA 1 Master-Studienplan Technische Chemie Fakultät für Technische Chemie Biochemie II (166.163) Gentechnik

Mehr

Protein Expression. Expression, homolog oder heterolog?

Protein Expression. Expression, homolog oder heterolog? Protein Expression Expression, homolog oder heterolog? Heterologe Expression in anderem Host Kompartment Codon usage Posttranslationale Modifikationen Kofaktoren Chaperone 1 promoter Expressionssystem

Mehr

Htm1p function in ER-associated protein degradation

Htm1p function in ER-associated protein degradation DISS. ETH No. 18470 Htm1p function in ER-associated protein degradation A dissertation submitted to ETH ZÜRICH for the degree of DOCTOR OF SCIENCES presented by SIMONE CHRISTINE CLERC Eidg. dipl. Apothekerin

Mehr

The Abnormal Flag (Field 8) is N = normal, A = abnormal, AA = very abnormal

The Abnormal Flag (Field 8) is N = normal, A = abnormal, AA = very abnormal Introduction Microbiolocical reports are treated like other results in OBX segments. Each sample is a OBX segment. The esult Type is a formatted text. The Antibiogramm is not divided by organsim --> needed

Mehr

PCR basierte- Detektionstechniken

PCR basierte- Detektionstechniken PCR basierte- Detektionstechniken Warum überhaupt? Forensische Analysen: Vaterschaftstests, Kriminalistik Mikrobielle Gemeinschaften: Biofilme, medizinische Mikrobiologie 2 Warum überhaupt? minimale Mengen

Mehr

UPU / CEN / ETSI. E-Zustellung in Europa & weltweit

UPU / CEN / ETSI. E-Zustellung in Europa & weltweit UPU / CEN / ETSI E-Zustellung in Europa & weltweit Wien, den 14. Jänner 2015 Consulting Technology Operations Copyright: Document Exchange Network GmbH EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den 30.7.2014 COM(2014)

Mehr

Nutzen der EN-Prüfungen von Desinfektionsmitteln

Nutzen der EN-Prüfungen von Desinfektionsmitteln Nutzen der EN-Prüfungen von Desinfektionsmitteln Im Rahmen der FDA-Richtlinie für die pharmazeutische Industrie Production hygiene is of major importance in many areas, as it is directly related to the

Mehr

TC/DC. Prof. Dr. Albert Duschl

TC/DC. Prof. Dr. Albert Duschl TC/DC Prof. Dr. Albert Duschl Das Problem Wesentliche Medikamente laufen aus dem Patentschutz oder sind bereits auf dem Generikamarkt angekommen. Für das profitabelste Medikament der Welt (Umsatz $100

Mehr

ISO 15504 Reference Model

ISO 15504 Reference Model Prozess Dimension von SPICE/ISO 15504 Process flow Remarks Role Documents, data, tools input, output Start Define purpose and scope Define process overview Define process details Define roles no Define

Mehr

Inequality Utilitarian and Capabilities Perspectives (and what they may imply for public health)

Inequality Utilitarian and Capabilities Perspectives (and what they may imply for public health) Inequality Utilitarian and Capabilities Perspectives (and what they may imply for public health) 1 Utilitarian Perspectives on Inequality 2 Inequalities matter most in terms of their impact onthelivesthatpeopleseektoliveandthethings,

Mehr

METAGENOM E T E U E R ICHT KULTIVIERTE AKTERIEN DIE VERSTECKTE IELFALT VORBILD NATUR

METAGENOM E T E U E R ICHT KULTIVIERTE AKTERIEN DIE VERSTECKTE IELFALT VORBILD NATUR A B METAGENOM E N NB T V E U E R IM ICHT KULTIVIERTE AKTERIEN DIE VERSTECKTE IELFALT 76 VORBILD NATUR A BENTEUER IM M ETAGENOM Mikroorganismen sind die ältesten zellulären Organismen auf diesem Planeten.

Mehr

4. Genetische Mechanismen bei Bakterien

4. Genetische Mechanismen bei Bakterien 4. Genetische Mechanismen bei Bakterien 4.1 Makromoleküle und genetische Information Aufbau der DNA Phasen des Informationsflusses Vergleich der Informationsübertragung bei Pro- und Eukaryoten 4.2 Struktur

Mehr

Proteomic Pathology Quantitative Massenspektrometrie

Proteomic Pathology Quantitative Massenspektrometrie Proteomic Pathology Die pathologische Forschung analysiert die zellulären Vorgänge, die zur Entstehung und Progression von Krankheiten führen. In diesem Zusammenhang werden Zellen und Gewebe zunehmend

Mehr

Matthias Birnstiel. Diabetes. Modul. Medizinisch wissenschaftlicher Lehrgang CHRISANA. Wissenschaftliche Lehrmittel, Medien, Aus- und Weiterbildung

Matthias Birnstiel. Diabetes. Modul. Medizinisch wissenschaftlicher Lehrgang CHRISANA. Wissenschaftliche Lehrmittel, Medien, Aus- und Weiterbildung Matthias Birnstiel Modul Diabetes Medizinisch wissenschaftlicher Lehrgang CHRISANA Wissenschaftliche Lehrmittel, Medien, Aus- und Weiterbildung Inhaltsverzeichnis des Moduls Diabetes Anatomie des Knochengewebes

Mehr

Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene. Abb. aus Stryer (5th Ed.)

Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene. Abb. aus Stryer (5th Ed.) Kontrolle der Genexpression auf mrna-ebene Abb. aus Stryer (5th Ed.) RNA interference (RNAi) sirna (small interfering RNA) mirna (micro RNA) Abb. aus Stryer (5th Ed.) Transcriptional silencing Inhibition

Mehr

REGlOSELEKTIVE REKONSTITUIERUNG VON VITAMIN B12 DURCH NUKLEOTIDIERUNG VON COBYRINSÄURE-HEPTAKIS(CYANMETHYL)ESTER

REGlOSELEKTIVE REKONSTITUIERUNG VON VITAMIN B12 DURCH NUKLEOTIDIERUNG VON COBYRINSÄURE-HEPTAKIS(CYANMETHYL)ESTER Diss. ETH Nr. 9458 REGlOSELEKTIVE REKONSTITUIERUNG VON VITAMIN B12 DURCH NUKLEOTIDIERUNG VON COBYRINSÄURE-HEPTAKIS(CYANMETHYL)ESTER ABHANDLUNG zur Erlangung des Titels DOKTOR DER NATURWISSENSCHAFTEN der

Mehr

Wachstum und Expression rekombinanter Proteine mit E. coli in verschiedenen Batch- Kultivierungsmedien

Wachstum und Expression rekombinanter Proteine mit E. coli in verschiedenen Batch- Kultivierungsmedien 1 Wachstum und Expression rekombinanter Proteine mit E. coli in verschiedenen Batch- Kultivierungsmedien 2. Seminar Biotechnologie (30.01.2013) Natalia Putkaradze Master Biotechnologie (3. Semester) Matrikel-Nr.:

Mehr

Aminosäurebestimmung im Kochschinken

Aminosäurebestimmung im Kochschinken 1. Gegenstand der Untersuchung Es wurden 4 verschiedene Kochschinken eines Discounters hinsichtlich deren Gehalt an freien und NPN-gebundenen sowie möglichen Zusätzen untersucht. Darüber hinaus dienen

Mehr

Biochemie in der Mikrowelle

Biochemie in der Mikrowelle Biochemie in der Mikrowelle Schnelle Herstellung von reinen Peptiden mit schwierigen Sequenzen in der Mikrowelle mit manuellen und vollautomatischen Systemen Proteomics: Enzymatische Aufschlüsse und Proteinhydrolyse

Mehr

The Single Point Entry Computer for the Dry End

The Single Point Entry Computer for the Dry End The Single Point Entry Computer for the Dry End The master computer system was developed to optimize the production process of a corrugator. All entries are made at the master computer thus error sources

Mehr

O N E SOLUTION. VIS//ON Overview Module Datacenter and Cablemanagement. VIS//ON Übersicht Module Datacenter und Kabelmanagement

O N E SOLUTION. VIS//ON Overview Module Datacenter and Cablemanagement. VIS//ON Übersicht Module Datacenter und Kabelmanagement O N E SOLUTION VIS//ON Overview Module Datacenter and Cablemanagement VIS//ON Übersicht Module Datacenter und Kabelmanagement Ü B E R S C H R I F T A R T I K E L I N N E N S E I T E C O M PA N Y OVERV

Mehr

XML Template Transfer Transfer project templates easily between systems

XML Template Transfer Transfer project templates easily between systems Transfer project templates easily between systems A PLM Consulting Solution Public The consulting solution XML Template Transfer enables you to easily reuse existing project templates in different PPM

Mehr

Kapitel 4. Das HMO-Modell

Kapitel 4. Das HMO-Modell Kapitel 4 4. HMO-Theorie:!-Elektronensysteme 4.. Die Annahmen der HMO-Theorie, Strukturmatrix 4.2. Butadien als Beispiel 4.3. Analytische Lösung für lineare Ketten UV-vis-Absorption: HMO und Freies Elektronen

Mehr

Vorlesung Einführung in die Bioinformatik

Vorlesung Einführung in die Bioinformatik Vorlesung Einführung in die Bioinformatik Organisatorische Hinweise Dr. Uwe Scholz 07.04.2014 Informationen Uwe Scholz: scholz@ipk-gatersleben.de Lothar Altschmied: lothar@ipk-gatersleben.de Christian

Mehr

Response potential derived from common activities by Autozug and Regio Piedmont

Response potential derived from common activities by Autozug and Regio Piedmont Response potential derived from common activities by Autozug and Regio Piedmont ADAC Printed Mails (dispatched 4 th February 2009) Batch: 200.000 copies Application cards: yes, without obligation, please

Mehr

Veräußerung von Emissionsberechtigungen in Deutschland

Veräußerung von Emissionsberechtigungen in Deutschland Veräußerung von Emissionsberechtigungen in Deutschland Monatsbericht September 2008 Berichtsmonat September 2008 Die KfW hat im Zeitraum vom 1. September 2008 bis zum 30. September 2008 3,95 Mio. EU-Emissionsberechtigungen

Mehr

Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle

Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle Schriftenreihe Nachwachsende Rohstoffe" Band 12 Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle Abschlußkolloquium des BML-Forschungsverbunds Im Auftrage des Bundesministeriums für Ernährung Landwirtschaft und

Mehr

In vitro funktionelle Tests Gewebekulturen: primäre und langlebende Zelllinien Institut für Immunologie und Biotechnologie Universität Pécs, Medizinische Fakultät Einführung Definition: Eine Zellkultur

Mehr

Regenerative Energiesysteme und Speicher

Regenerative Energiesysteme und Speicher Regenerative Energiesysteme und Speicher Wie lösen wir das Speicherproblem? Robert Schlögl Fritz-Haber-Institut der MPG www.fhi-berlin.mpg.de 1 Einige Grundlagen www.fhi-berlin.mpg.de Atomausstieg ist

Mehr

Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick

Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick Neue DNA Sequenzierungstechnologien im Überblick Dr. Bernd Timmermann Next Generation Sequencing Core Facility Max Planck Institute for Molecular Genetics Berlin, Germany Max-Planck-Gesellschaft 80 Institute

Mehr

Biologicals Innovationen der besonderen Art. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt.

Biologicals Innovationen der besonderen Art. Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt. Biologicals Innovationen der besonderen Art Prof. Dr. Theo Dingermann Institut für Pharmazeutische Biologie JWG-Universität Frankfurt Arzneimittel sind Stoffe oder Stoffgemische unterschiedlicher chemischer

Mehr

Erschließung des mikrobiellen Synthesepotenzials für die Meisterung der Materialwende

Erschließung des mikrobiellen Synthesepotenzials für die Meisterung der Materialwende Erschließung des mikrobiellen Synthesepotenzials für die Meisterung der Materialwende Prof. Dr. J.M. Köhler Dr. Alexander Groß Instiute for Micro- and Nanotechnology Instiute for Chemistry and Biotechnology

Mehr

Wissenschaftliche Angestellte, Laborleitung Geburtsdatum, Nationalität: 28.04.1973, deutsch

Wissenschaftliche Angestellte, Laborleitung Geburtsdatum, Nationalität: 28.04.1973, deutsch Forschungsbericht über das Projekt Einfluss der TLR3-Aktivierung des retinalen Pigmentepithels auf das Verhalten von Makrophagen, gefördert durch die DOG im Rahmen der Forschungsförderung innovativer wissenschaftlicher

Mehr

TomTom WEBFLEET Tachograph

TomTom WEBFLEET Tachograph TomTom WEBFLEET Tachograph Installation TG, 17.06.2013 Terms & Conditions Customers can sign-up for WEBFLEET Tachograph Management using the additional services form. Remote download Price: NAT: 9,90.-/EU:

Mehr

Lehrstuhl für Allgemeine BWL Strategisches und Internationales Management Prof. Dr. Mike Geppert Carl-Zeiß-Str. 3 07743 Jena

Lehrstuhl für Allgemeine BWL Strategisches und Internationales Management Prof. Dr. Mike Geppert Carl-Zeiß-Str. 3 07743 Jena Lehrstuhl für Allgemeine BWL Strategisches und Internationales Management Prof. Dr. Mike Geppert Carl-Zeiß-Str. 3 07743 Jena http://www.im.uni-jena.de Contents I. Learning Objectives II. III. IV. Recap

Mehr

Daten haben wir reichlich! 25.04.14 The unbelievable Machine Company 1

Daten haben wir reichlich! 25.04.14 The unbelievable Machine Company 1 Daten haben wir reichlich! 25.04.14 The unbelievable Machine Company 1 2.800.000.000.000.000.000.000 Bytes Daten im Jahr 2012* * Wenn jedes Byte einem Buchstaben entspricht und wir 1000 Buchstaben auf

Mehr

UV-Desinfektion von Ultraschallköpfen: Praxistestung

UV-Desinfektion von Ultraschallköpfen: Praxistestung UV-Desinfektion von Ultraschallköpfen: Praxistestung Priv. Doz. Dr. Magda Diab-El Schahawi Universitätsklinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle Med Uni Wien Literatur zu mangelnder Aufbereitung

Mehr

Technical Support Information No. 123 Revision 2 June 2008

Technical Support Information No. 123 Revision 2 June 2008 I IA Sensors and Communication - Process Analytics - Karlsruhe, Germany Page 6 of 10 Out Baking Of The MicroSAM Analytical Modules Preparatory Works The pre-adjustments and the following operations are

Mehr

center of food packaging

center of food packaging Ziele und Möglichkeiten des Center of Food Packaging RAHMENBEDINGUNGEN ZIELE und IDEEN LÖSUNGSWEG ERSTE ERGEBNISSE RAHMENBEDINGUNGEN: Gefördert von: dem Institut für angewandte Forschung Berlin e.v. EFRE

Mehr

Die Chemie. der Haarfarben. BfR- Haarfarben-Symposium Oktober 2009. Dr. Thomas Clausen, Wella AG

Die Chemie. der Haarfarben. BfR- Haarfarben-Symposium Oktober 2009. Dr. Thomas Clausen, Wella AG Die Chemie der Haarfarben BfR- Haarfarben-Symposium Oktober 2009 Dr. Thomas Clausen, Wella AG Agenda Farbvielfalt durch Mischen Funktionsweise der kosmetischen Haarfaben Temporäre Färbemittel Semipermanente

Mehr

Engineered bioactive silk-like proteins as scaffold material for tissue engineering

Engineered bioactive silk-like proteins as scaffold material for tissue engineering Diss. ETH No. 20459 Engineered bioactive silk-like proteins as scaffold material for tissue engineering A dissertation submitted to ETH ZURICH for the degree of Doctor of Sciences presented by Alex Yogo

Mehr

Protein Expression. Purification. Tag-nology

Protein Expression. Purification. Tag-nology Protein Expression Purification Tag-nology Expression, homolog oder heterolog? Heterologe Expression in anderem Host Kompartment Codon usage Posttranslationale Modifikationen Kofaktoren Chaperone Non-leaky

Mehr

Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung. und Unternehmensgröße

Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung. und Unternehmensgröße Beteiligung der Beschäftigten an betrieblicher Weiterbildung und Unternehmensgröße Befunde auf der Grundlage von CVTS3 Friederike Behringer, Gudrun Schönfeld Bonn, Februar 2011 1 Vorbemerkung Im Folgenden

Mehr

ACHEMA 2012 Trendbericht: Erweiterung der Produktpalette in Therapie und Diagnostik

ACHEMA 2012 Trendbericht: Erweiterung der Produktpalette in Therapie und Diagnostik ACHEMA 2012 Trendbericht: Erweiterung der Produktpalette in Therapie und Diagnostik www.achema.de Die Anzahl von Proteinen und Enzymen, die zu therapeutischen oder immunisierenden Zwecken eingesetzt werden,

Mehr

Group and Session Management for Collaborative Applications

Group and Session Management for Collaborative Applications Diss. ETH No. 12075 Group and Session Management for Collaborative Applications A dissertation submitted to the SWISS FEDERAL INSTITUTE OF TECHNOLOGY ZÜRICH for the degree of Doctor of Technical Seiences

Mehr

Analyse von Wurzelwachstum und Wurzelhaaren im Lichtscheiben- Fluoreszenzmikroskop

Analyse von Wurzelwachstum und Wurzelhaaren im Lichtscheiben- Fluoreszenzmikroskop Analyse von Wurzelwachstum und Wurzelhaaren im Lichtscheiben- Fluoreszenzmikroskop Referent: David Haumann, da-cons GmbH Ko-Autoren: Daniel von Wangenheim, Physikalische Biologie, BMLS Goethe Universität

Mehr

Strategies for Random Contract-Based Testing

Strategies for Random Contract-Based Testing DISS. ETH NO. 18143 Strategies for Random Contract-Based Testing A dissertation submitted to ETH ZURICH for the degree of Doctor of Sciences presented by ILINCA CIUPA Dipl. Eng., Technical University of

Mehr

Neue diagnostische Verfahren in der Pathologie

Neue diagnostische Verfahren in der Pathologie athologie Bochum Neue diagnostische Verfahren in der athologie Andrea Tannapfel Institut für athologie Ruhr Universität Bochum www.pathologie-bochum.de 32.000 Genes Alternative Splicing mrna Instability

Mehr

Sphingomyeline spielen bei der Isolierung von Nervenzellen (Myelin) ein große Rolle. Synthesen basierend auf geeignet geschützten Serinderivaten

Sphingomyeline spielen bei der Isolierung von Nervenzellen (Myelin) ein große Rolle. Synthesen basierend auf geeignet geschützten Serinderivaten Sphingolipide Ein Sphingosin, dessen Aminogruppe mit einer Fettsäure acyliert ist, nennt man Ceramid. Bei Sphingomyelin ist ist der primäre Alkohol des Ceramids mit einem Phosphocholin verestert, bei den

Mehr

Kontaktlinsen & Pflege

Kontaktlinsen & Pflege Kontaktlinsenpflege Kontaktlinsen & Pflege Wie wichtig schätzt der Endverbraucher die Kontaktlinsenpflege ein? 80% das KL-Material 20 % die KL-Pflege 50% das KL-Material 50 % die KL-Pflege 20% das KL-Material

Mehr

Zellmembranen und elektromagnetische Felder

Zellmembranen und elektromagnetische Felder Zellmembranen und elektromagnetische Felder Fiorenzo Marinelli Ist. di Citomorfologia C.N.R., Via di Barbiano 1/10, I-40136 Bologna, Italien, Marinelli@area.bo.cnr.it, Elektromagnetische Felder können

Mehr

SurTec Technischer Brief Methoden zur Bestimmung nichtionischer Tenside

SurTec Technischer Brief Methoden zur Bestimmung nichtionischer Tenside SurTec Technischer Brief 14 Methoden zur Bestimmung nichtionischer Tenside liver Penz Andreas Schaab Karl Brunn April 2002 2 Einleitung Gestiegene Anforderungen an die ReinigungsqualitŠt sowie die Standzeit

Mehr

Exercise (Part I) Anastasia Mochalova, Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt 1

Exercise (Part I) Anastasia Mochalova, Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt 1 Exercise (Part I) Notes: The exercise is based on Microsoft Dynamics CRM Online. For all screenshots: Copyright Microsoft Corporation. The sign ## is you personal number to be used in all exercises. All

Mehr

Sammlung der Präsentationen

Sammlung der Präsentationen Sammlung der Präsentationen Workshop Tag 2 SynBioTA Innovations- und Technikanalyse zur Synthetischen Biologie Natur konstruieren? Trends und Potenziale in der Synthetischen Biologie - Auftaktworkshop

Mehr

IDENTIFICATION OF ALLOSTERIC BINDING SITES IN SILICO

IDENTIFICATION OF ALLOSTERIC BINDING SITES IN SILICO DISS. ETH NO. 21666 IDENTIFICATION OF ALLOSTERIC BINDING SITES IN SILICO A thesis submitted to attain the degree of DOCTOR OF SCIENCES of ETH ZURICH (Dr. sc. ETH Zurich) Presented by NICKOLAY KRASTEV TODOROFF

Mehr

Lebensstil-Umweltfaktoren-Gene: Vom Wesen der Epigenetik

Lebensstil-Umweltfaktoren-Gene: Vom Wesen der Epigenetik Lebensstil-Umweltfaktoren-Gene: Vom Wesen der Epigenetik Karl Heinimann, MD PhD Medizinische Genetik Universitätskinderspital beider Basel karl.heinimann@unibas.ch 14. Internationales Seminar DESO St.

Mehr

2. Chemische Synthese von Peptiden

2. Chemische Synthese von Peptiden 2. Chemische Synthese von Peptiden eute ist die chemische Synthese von Peptiden und Proteinen mit Molekulargewichten von 3.000 10.000 Da möglich. Zwei Entwicklungen machten dieses im Wesentlichen möglich:

Mehr

Transgene Tiere: Genmodifikation in der Maus

Transgene Tiere: Genmodifikation in der Maus Transgene Tiere: Genmodifikation in der Maus Gentechnik und Genomics WiSe 2007/2008 Kristian M. Müller Institut für Biologie III Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Nobelpreis Physiologie und Medizin 2007

Mehr

GESCHÄFTSZAHLEN SCHMACKHAFT ZUBEREITET Franke Kitchen Systems erhöht mit IBM Cognos die Flexibilität bei der Analyse von SAP-Daten

GESCHÄFTSZAHLEN SCHMACKHAFT ZUBEREITET Franke Kitchen Systems erhöht mit IBM Cognos die Flexibilität bei der Analyse von SAP-Daten GESCHÄFTSZAHLEN SCHMACKHAFT ZUBEREITET Franke Kitchen Systems erhöht mit IBM Cognos die Flexibilität bei der Analyse von SAP-Daten Thomas Ehret, Franke Kitchen Systems Group (Aarburg, Schweiz), email:

Mehr

ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter. März 2011

ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter. März 2011 ARTCLINE GmbH BMBF-Innovationsforum Bioaktive Zellfilter März 2011 Aktueller Stand der Extrakorporalen Zelltherapie für Sepsis-Patienten SEPSIS 1,5 Mio. Tote in Industrieländern Definition: = Generalisierte

Mehr

*EP001201735A1* EP 1 201 735 A1 (19) (11) EP 1 201 735 A1 (12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG. (43) Veröffentlichungstag: 02.05.2002 Patentblatt 2002/18

*EP001201735A1* EP 1 201 735 A1 (19) (11) EP 1 201 735 A1 (12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG. (43) Veröffentlichungstag: 02.05.2002 Patentblatt 2002/18 (19) Europäisches Patentamt European Patent Office Office européen des brevets *EP00120173A1* (11) EP 1 201 73 A1 (12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG (43) Veröffentlichungstag: 02.0.2002 Patentblatt 2002/18

Mehr