1. Vorwort Seite Weibliche und männliche Grundzüge der Kommunikation

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2 Gliederung 1. Vorwort Seite 3 2. Das Grundwesen der Kommunikation 2.1 Definition Seite Die 4 Seiten einer Nachricht Seite Verbale und nonverbale Kommunikation Seite Grundarten von Beziehungen Seite 9 3. Weibliche und männliche Grundzüge der Kommunikation 3.1 Der Kommunikationsstil der Frauen Seite Der Kommunikationsstil der Männer Seite Erziehung als Grundlage von Unterschieden Seite Die Rolle des aktiven Zuhörens Seite Gescheiterte Kommunikation? 4.1 Problematik zwischen Sender und Empfänger Seite Sachinformation - Das Sachohr Seite Beziehung - Das Beziehungsohr Seite Selbstoffenbarung - Das Selbstoffenbarungsohr Seite Appell - Das Appellohr Seite 22 2

3 4.2 Zwei unterschiedliche Streitkulturen Seite Wege zu einer besseren Kommunikation 5.1 Einander verstehen Seite Kompromisse finden Seite Nachwort Seite Anhang 7.1 Quellenangaben Seite Erklärung Seite Dokumentation der Beratungsgespräche zur Jahresarbeit Seite 34 3

4 1.Vorwort Pia: Wie war s heute? Tom: Ganz gut Pia: Was war denn so los? Tom: Das übliche. Pia: Hast du Lust, am Wochenende was zu unternehmen? Tom: Ich weiß nicht... was hast du vor? Pia: Ich weiß nicht...wollen wir vielleicht unsere Freunde einladen? Tom: Mmh, mal schauen... weißt du, wo die Fernsehzeitung ist? Pia( ärgerlich): Warum sprichst du nicht mit mir? Tom (erstaunt und stumm) Pia: Liebst du mich eigentlich noch? Tom: Natürlich liebe ich dich, sonst hätte ich dich doch nicht geheiratet! Pia. Wie kannst du behaupten, mich zu lieben? Ich mein, wir reden nicht mal mehr miteinander. Du sitzt da, wir machen gar nichts mehr, und du machst dir gar nichts mehr aus unserer Ehe! So ein ähnliches Gespräch ist wohl jedem schon einmal begegnet. Nur fragt man sich, was da passiert. Am Anfang war es ein ganz normales Gespräch, dann ist es plötzlich in eine Art Streit eskaliert, nur warum eigentlich? Dies ist ein sehr typisches Gespräch von Mann und Frau, wo beide sich missverstehen. Kommunikation, das ist hier das Schlagwort, wie funktioniert sie zwischen den beiden Geschlechtern und was geht schief? Streit entsteht plötzlich, nur aus welchem Grund eigentlich? Verstehen sich Mann und Frau manchmal falsch, nehmen sie Informationen auf unterschiedliche Art und Weise wahr? Spricht Mann eine andere Sprache als Frau? Geht Kommunikation schief? Genau damit möchte ich mich in meiner Jahresarbeit beschäftigen, nämlich mit der Kommunikation zwischen Mann und Frau- 2 verschiedene Sprachen? Ich werde versuchen, herauszufinden welche Grundelemente der beiden "Sprachen" sich unterscheiden. Schon beim Zuhören fängt es an, schon da kann es sein, dass Informationen falsch aufgenommen und interpretiert werden. Wie entsteht ein Streit und welche Faktoren fließen dabei mit ein? All dies sind Fragen, mit denen ich mich im Laufe meiner Arbeit beschäftigen möchte und erhoffe mir, mögliche Erklärungen auf diese Phänomene zu finden. 4

5 Natürlich muss ich das Thema eingrenzen, sonst würde es den Rahmen meiner Arbeit sprengen. Mehrere Bücher könnte man darüber schreiben, jedoch werde ich in meiner Arbeit versuchen, mich auf das Wichtigste zu beschränken. 5

6 2.Das Wesen der Kommunikation 2.1 Definition Kommunikation ist ein Dauerzustand und ein Normalzustand, in dem sich Menschen immer befinden. Man kann nicht nicht kommunizieren. 1 Auch Schweigen und Nichthandeln haben Mitteilungscharakter. Es gibt verbale (digitale) und nonverbale (analoge) Kommunikation. Die digitale dreht sich um Worte und Sätze, die bestimmten Objekten zugeordnet sind. Die digitale Sprache vermittelt in erster Linie Informationen. Sie bietet keinen Hinweis dafür, wie Informationen bewertet und interpretiert werden soll. Die analoge Kommunikation hat eine viel direktere Beziehung zu den Objekten. Diese Kommunikation bezieht sich nicht auf Dinge (wie die verbale Kommunikation), sondern auf die Beziehung zwischen Menschen. Kommunikation läuft immer zwischen einem Sender und einem Empfänger ab. Man muss ständig zwischen den beiden "Sprachen" übersetzen und zurückübersetzen. Sehr häufig kommt es bei Kommunikation zu Missverständnissen, besonders bei der nonverbalen Kommunikation, weil es bei der Interpretation dieser viele Fehlermöglichkeiten geben kann. Zwischenmenschliche Kommunikation ist entweder asymmetrisch oder symmetrisch. (wird später noch erklärt). Das hängt davon ab, ob die Beziehung der Partner auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit basiert. 1 Friedemann Schulz von Thun- Miteinander reden, Seite 34 nach Paul Watzlawick 1969 Vgl.: / wiki / Kommunikation_(Psychologie) 2.2 Die 4 Seiten einer Nachricht 6

7 Kommunikation beinhaltet einen hochkomplexen Ablauf.Eine Nachricht enthält viele Botschaften gleichzeitig. Durch dieses Paket von Botschaften in einer Nachricht ist die zwischenmenschliche Kommunikation auch so kompliziert und störanfällig, aber so ist sie auch gleichzeitig äußerst aufregend und spannend. Prof. F. Schulz von Thun stellt mit folgendem Modell die vielfältige Problematik der menschlichen Kommunikation dar. Nach Schulz von Thun gibt es 4 Seiten, die eine Nachricht mitbringt, nämlich den Sachinhalt, die Selbstoffenbarung, die Beziehung und den Appell. Die 4 Seiten einer Nachricht am folgenden Beispiel: Ein Mann sagt als Beifahrer zu seiner am Steuer sitzenden Frau: Die Ampel ist grün! Die Nachricht enthält eine Sachinformation, nämlich, dass die Ampel grün ist. Die Selbstoffenbarung sagt aus, was ich von mir selbst kundgebe, in der Nachricht stecken nicht nur Sachinhalte, sondern auch Informationen über die Person des Senders selbst. In diesem Beispiel kann man also sagen, dass er deutschsprachig ist, vermutlich farbtüchtig ist, und außerdem ist er anscheinend innerlich am Prozess dabei. Diese Seite einer Nachricht ist psychologisch gesehen sehr interessant. Eine weitere Seite der Nachricht macht die Beziehung aus, nämlich wie der Sender zum Empfänger steht, was er von ihm hält (...). Im Beispiel hält er seine Frau für hilfebedürftig, deswegen weist er sie daraufhin, dass die Ampel grün sei. Des Weiteren existiert der Appell, er drückt aus, wozu der Sender den Empfänger veranlassen möchte. In diesem Beispiel könnte der Appell lauten: " Gib ein bisschen Gas, dann könnten wir es noch schaffen, bevor die Ampel wieder rot wird." So kann man sagen, dass die Nachricht den Empfänger dazu veranlassen soll, etwas zu tun. Dieser Appell ist oft versteckt und man kann ihn auch als Manipulation bezeichnen. Bild: Friedemann Schulz von Thun Miteinander Reden 1, Seite 30 Vgl: / und Friedemann Schulz von Thun-Miteinander Reden 1, Seite Verbale und nonverbale Kommunikation 7

8 Unsere menschliche Kommunikation setzt sich aus 2 Arten zusammen, der verbalen und der nonverbalen Kommunikation. Die verbale Kommunikation macht die Sprache aus, unter die nonverbale Kommunikation fallen Körpersprache, Mimik, Stimmklang und Ausstrahlung. Nonverbal kommunizieren können wir schon von Geburt an, verbale Kommunikation müssen wir jedoch erst erlernen. Daher ist die nonverbale Kommunikation auch ehrlicher, da sie meist unbewusst abläuft, nur schwer steuerbar und spontan ist.körpersprache verstellen, das gelingt nur sehr schwer. Nonverbale Signale lassen sich schwer interpretieren und hängen meist von der Beziehung ab, die zwischen Sender und Empfänger besteht. Zuerst möchte ich mich mit expliziten und impliziten Botschaften beschäftigen. Wie oben schon erwähnt, hat eine Nachricht nicht nur eine Botschaft, sondern bringt ein Paket von Botschaften mit sich. Neben dem ausgesprochenen Wort gibt es noch viele nonverbale Informationen, die nicht ausgesprochen werden. Explizit bedeutet, dass eine Botschaft unmissverständlich ausgedrückt worden ist. Ihre Botschaft ist sehr direkt. Außerdem gibt es implizite Botschaften, sie werden nicht direkt artikuliert, sondern zwischen den Zeilen mitgegeben. Z.B ein unfreundlicher Tonfall, Mimik und Schweigen erhalten solche Botschaften. ( )- die eigentliche Hauptbotschaft wird oft implizit gesendet. Manche Sender haben geradezu eine Meisterschaft darin entwickelt, ihre Aussage durch implizite Botschaften an den Mann zu bringen, um sie notfalls dementieren zu können ( Das habe ich nicht gesagt!) 1 Des Weiteren unterscheidet man zwischen kongruenten und inkongruenten Botschaften. Kongruente Botschaften werden dadurch charakterisiert, dass der sprachliche und der nicht sprachliche Anteil einer Nachricht in sich stimmig sind, und sich nicht widersprechen. Dies kann für eine Nachricht hilfreich und unterstützend sein. Es ist immer von Vorteil wenn nonverbale und verbale Sprache in sich stimmig sind und verkörpert somit beim Sender einen sicheren Auftritt. Kompliziert und erschwert wird die Botschaft, wenn implizite und explizite Botschaft sich widersprechen.( Beispiel: Mann: Du siehst heute richtig gut aus!, das jedoch mit genervter Mimik und einem resignierten Tonfall sagt, dann ist die Nachricht in sich nicht stimmig und somit inkongruent. Die gesendete Botschaft des Mannes an die Frau könnte vielleicht lauten: Es ist nervig, dass du jeden Tag ein Kompliment über deine Schönheit erwartest. Wir bringen mehr Informationen mit unserer nonverbalen Körpersprache zum Ausdruck als mit der Verbalen. Gefühle signalisieren wir oft nonverbal. Auch ist ein gutes Beispiel das Flirten von Mann und Frau, Ausstrahlung gehört auch in die Kategorie Körpersprache, denn alleine diese zeigt, ob zwischen Sender und Empfänger eine Art 8

9 Interesse und Zuneigung oder auch Desinteresse und Ablehnung besteht. Es ist ein Unterschied, ob ich Blickkontakt des anderen aufnehme, oder dies nicht tue, und wegschaue, das wäre dann ein Zeichen von Abneigung und keinem Interesse. 1 Friedemann Schulz von Thun-Miteinander Reden, Seite 33 2 Vgl.: : Grundarten von Beziehungen Es gibt verschiedene Arten von Beziehungen, d.h., wie Sender und Empfänger zueinander stehen. Nicht immer unterhalten sich Personen auf gleicher Ebene, sondern es gibt auch Gespräche zwischen einem, der dominant ist, also das Gespräch führt, und einem, der unterlegen ist. So kann 9

10 man sagen, dass es eine Vielfalt möglicher Beziehungen, die sich in drei Grundkategorien einteilen lassen, zwischen Sender und Empfänger geben kann: Symmetrische Beziehungen Komplementäre Beziehungen Metakomplementäre Beziehungen Eine Beziehung ist symmetrisch, wenn beide Partner dem Gegenüber das gleiche Verhalten entgegenbringen, etwa wenn beide Vorschläge machen und den anderen kritisieren. Man kann auch sagen, dass sie sich auf der gleichen Ebene unterhalten. Eine Beziehung komplementär, bzw. asymmetrisch nennen kann man sie dann, wenn verschiedene Verhaltensweisen vorhanden sind, sich jedoch ergänzen und gleichsam aufeinander zugeschnitten sind: z.b. die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, der eine lehrt, der andere lernt, es existiert eine Art von Überlegenheit und Unterlegenheit. Bei komplementären Beziehungen gibt es meistens einen dominanten Gesprächspartner. Außerdem gibt es Beziehungen, die untereinander metakomplimentär sind. Man kann sich eine Frau Simone vorstellen, die ihren Partner Tim dazu bringt, ihr zu helfen. Tim hat somit die Oberhand, jedoch hat Simone die oberste Oberhand, da Simone Tim dazu verleitet hat, die Oberhand zu übernehmen, auch eine Art der Manipulation. Bild: Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1 Seite 183Vgl.: Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1, Seite Weibliche und männliche Grundzüge der Kommunikation Männer und Frauen hätten heute häufig einen Dolmetscher nötig, da ihre Sprache auf unterschiedlichen Ebenen basiert Nur selten meinen Männer und Frauen dasselbe, wenn sie 10

11 dieselben Worte benutzen. 1 Das folgende Kapitel beschäftigt sich hauptsächlich mit den unterschiedlichen Kommunikationsstilen von Mann und Frau. Man kann diese Unterschiede auch durch die Begriffe Beziehungssprache (rapport- talk) und Berichtsprache (report-talk) umschreiben Der Kommunikationsstil Frauen Man könnte die Sprache der Frauen auch als Beziehungssprache bezeichnen. Sie sprechen oft in Verallgemeinerungen und Übertreibungen und oft bitten sie um Hilfe. Ihr Sprachstil ist oft sehr indirekt und man muss ihre Aussagen häufig "zwischen den Zeilen" lesen. Frauen benutzen z.b. sehr oft das kleine Wörtchen nie. Beispiel: Ich hab das Gefühl, du hörst mir nie zu! Eine Frau erwartet in diesem Moment nicht, dass man dieses nie wörtlich nimmt. Mit diesem kleinen Wörtchen will sie eher den Grad ihrer Frustration ausdrücken. Frauen drücken gerne ihre Gefühle aus, dazu benutzen sie verschiedene Superlative, Metaphern und Verallgemeinerungen. Männer können die Kommunikationsweise nur sehr schwer verstehen, da sie es nicht gewohnt sind, sich indirekt auszudrücken. Hier ein paar Beispiele,wie sich Frauen gerne ausdrücken: Nie gehen wir aus - Bedeutung: Ich habe Lust, wieder einmal auszugehen und etwas mit dir zu unternehmen. Was meinst du? Lädst du mich zum Essen ein? Es wird Zeit, dass wir mal wieder zusammen essen gehen. oder auch eine andere beliebte Aussage: Du liebst mich gar nicht mehr! Bedeutung: Ich habe heute das Gefühl, du liebst mich gar nicht mehr. Ich habe Angst, dass ich dich verletzt haben könnte. Ich weiß, du liebst mich, denn ich sehe, wie viel du für mich tust. Heute fühl ich mich jedoch ein wenig unsicher. Würdest du mir helfen und mir Sicherheit geben, indem du mir sagst: Ich liebe dich. Würdest du das tun, so würde ich mich bestimmt gleich besser fühlen. 1 2 John Gray- Männer sind anders, Frauen auch, Seite 78 Deborah Tannen Du kannst mich einfach nicht verstehen, Seite 79 Ein Mann interpretiert diese Aussagen meist wörtlich. Er versteht nicht, dass dieses indirekte Appelle sein sollen und regt sich deshalb leicht darüber auf. Er fühlt sich so schnell angegriffen und denkt, die Frau würde ihn grundlos beschuldigen. Immerhin waren sie ja nicht nie essen. Und lieben tut er sie natürlich auch noch. 11

12 Wenn Frauen reden oder fragen, nehmen sie gerne Wörter und Ausdrücke wie lass uns doch...wir könnten ja..., Wollen wir nicht vielleicht... Frauen beziehen ihre Aussagen oft auf beide Gesprächspartner, sie wollen sich nämlich nicht in den Mittelpunkt stellen. Frauen sagen oft: Ich denke / ich glaube/ ich meine..., auch wenn sie sich ihrer Sache ganz sicher sind, weil sie den Gesprächspartner nicht überfahren wollen. Männer formulieren ihre Aussagen kategorischer, behauptender, deshalb wirken die Formulierungen von Frauen oft unsicher. 1 Die innere Einstellung beim Gespräch ist die Suche nach Bestätigung, Unterstützung und Übereinstimmung. Haltung gegenüber den Gesprächspartnern basiert auf Wunsch nach Kooperation und auf Wetteifern um Beliebtheit. Ihre Position zu Gleichrangigen ist eine Gemeinschaft zu bilden, und sich solidarisch zu verhalten. Als Kommunikationsziel sehen sie die Meinungsbildung und die Beziehungspflege an. Im Laufe des Gesprächs wollen sie ein besseres Verständnis erreichen und Beziehungen festigen. Ihr Kommunikationsstil ist sehr anteilnehmend und indirekt mit Schmeicheleien und Andeutungen versehen, und zudem wiederholten sie gerne es wäre schön, wenn..., nicht, ich möchte, dass wir das so machen. Sie sind sehr kritisch eingestellt, und bei eigenen Problemen lassen sie sich gerne Hilfe und Unterstützung geben. Auf Probleme reagieren sie verständnisvoll, und setzten das gerne mit eigenen Erfahrungen gleich. Gesprächsthemen sind meistens Menschen, Gesundheit, Diäten, Probleme. Bei meinen Recherchen bin ich auf öffentliches und privates" 2 Sprechen gestoßen. Frauen sprechen gerne in privatem Kreis. Männer sprechen hingegen mit großer Vorliebe in der Öffentlichkeit, wo ich später noch einmal drauf zurückkommen werde. Wenden wir uns wieder zu den Frauen. Wie schon gesagt, reden Frauen am liebsten über Menschen. Probleme...etc, dies tun sie sehr häufig, fast immer in privatem Bereich, wo nicht sehr viele Leute dabei sind, sondern nur eher vertraute Personen.Das Heim bildet den Hintergrund einer Vertrautheit. Frauen können nur sehr schlecht damit umgehen, wenn Männer sich zu Hause nicht viel mit ihnen unterhalten. Sie haben immer das Bedürfnis nachzufragen, was denn los sei, und ständig bieten sie ihre Hilfe an. Sie reden dort auf sehr emotionaler Ebene, werden meist nicht sachlich und im Mittelpunkt bester Freundinnen ist das Verständnis und aktive Zuhören zueinander äußerst wichtig. Freundschaften verbinden Frauen mit einem sicheren Hafen in einer feindlichen Welt, die geschützt und besonders gepflegt werden muss. Man vertraut sich Geheimnisse an, was eine starke Bindung zueinander ausmacht. Auch für erwachsene Frauen heißt Freundschaft, vor allem, miteinander zu reden und sich in erster Linie zu erzählen, was man fühlt und was man denkt, und was tagsüber passiert ist. 12

13 Wenn Frauen erzählen und von erlebten Dingen berichten, erwarten sie vor allem, dass man ihnen gut zuhört, und wenn sie von Problemen berichten erwarten sie oft das Mitgefühl anderer Gesprächspartner. Im öffentlichen Bereich reden Frauen eher seltener. Außerdem: Frauen streben mehr nach gleichberechtigter Kommunikation als Männer" 3 Es gibt keinen Anführer, ihnen geht es um Kooperation, und dadurch ist auch Status nicht so wichtig wie bei Männern (eher symmetrische Kommunikation). 1 Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache- Männersprache 2 Deborah Tannen Du kannst mich einfach nicht verstehen, Seite 78 3 Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache-Männersprache, Seite Der Kommunikationsstil der Männer Nun will ich mich dem Mann widmen, und schauen, was er für Verhaltensmuster aufweist. 13

14 Männer reden eher weniger in einer Beziehungssprache, sondern eher in einer Berichtsprache. Auch Männer reden sehr gerne, es stimmt nicht, dass Männer sehr redefaul sind und nur die Frauen reden lassen. Männer reden einfach nur lieber im öffentlichen Bereich. Männer reden nicht so gerne wie Frauen im privaten Bereich, wo es um Gefühle und Beziehungen geht, deswegen sind sie im häuslichen Bereich auch eher schweigsamer. Männer reden gern bei Zusammenkünften, in gemischten Gruppen, auf Veranstaltungen in Klassenzimmern und wo Männer und Frauen beisammen sind. Für Männer sind Gespräche in erster Linie ein Mittel zur Bewahrung von Unabhängigkeit und zur Statusaushandlung. Männer behaupten sich gern selbst und schließen auch gern Zweckbündnisse, um in der Hierarchie aufzusteigen. Ihr Kommunikationsziel ist es, Informationen zu gewinnen und Entscheidungen zu treffen. Unter Gesprächserfolg zählen sie Effektivität und sachliche Lösungen. Sie stellen sich gerne in der Neigung zur Prahlerei dar, mit Darbietungen wie Anekdoten, Witzen und Informationen, um sich in den Mittelpunkt zu stellen. Männer nutzen Gespräche in erster Linie, um Aufmerksamkeit zu bekommen und zu erhalten. Ihr Kommunikationsstiel bleibt meist auf einer sachlichen Ebene. Ihr Durchsetzungsverhalten ist direkt,, in dem sie Befehle und Anordnungen verteilen. Sie würden nicht auf die Idee kommen, nicht zu wissen was sie wollen, oder unschlüssig zu fragen wie wollen wir vielleicht... oder lass uns lieber.... Das würde auch wieder ihrer Unabhängigkeit widersprechen, wenn sie mit Pronomen wie wir, uns.. reden. Der Mann redet lieber mit ich, du. So kann man sagen, dass Mann häufig das sagt, was er auch will. Kritik stuft er als Zweifel an seiner Kompetenz ein. Er hat eine Einzelkämpfermentalität und bittet nur ungern um Hilfe, wie es im Muster der Frauen wieder zu finden ist. Auf Probleme reagiert er mit Rat-, und Lösungsvorschlägen. Häufig gewählte Gesprächsthemen sind Geschäfte, Sport, Hobbys. Wenn Männer Probleme haben, regeln sie die, wie wir schon erfahren haben doch lieber allein und auch nicht immer wollen sie darüber sprechen, dann hört man oftmals Aussprüche wie: Es ist schon gut Es ist nichts Es ist schon in Ordnung Kein Problem 1 nachdem eine Frau gefragt hat, was denn los sei. 14

15 Männer wollen auf diese Weise mit ihren Problemen fertig werden und man kann sagen, sie ziehen sich manchmal in eine Art Höhle zurück und schweigen und verarbeiten so auf ihre Weise Probleme oder auch Stress, das heißt jedoch nicht immer, dass sie keine Lust auf ihre Partnerinnen haben." Sie muss lernen, dass ein Mann automatisch aufhört zu sprechen und sich in eine Art Höhle zurückzieht, um alles zu überdenken, wenn er verärgert oder gestresst ist." 2 Wie wir später noch in Kapitel 4 sehn werden, ist das eine große Problematik zwischen Mann und Frau, weil Frauen es gewöhnt sind, über ihre Probleme zu reden und sie das als eine Art Vertrauensentzug beurteilen, wenn sie nicht in die Geheimnisse ihrer Männer miteinbezogen werden, wie sie das doch eigentlich von Frauenfreundschaften gewöhnt sind. 1 John Gray- Männer sind anders, Frauen auch, Seite 92 2 John Gray-Männer sind anders, Frauen auch, Seite 88 Vgl.: 15

16 3.3 Erziehung als Grundlage von Unterschieden Nachdem ich mich ausgiebig mit den unterschiedlichen Sprachstilen, -und Verhalten von Mann und Frau beschäftigt habe, war ich schon sehr überrascht, wir stark diese Differenzen sind. Daher habe ich mich gefragt, wie solche Differenzen überhaupt zustande kommen bzw. gekommen sind. Nach einigen Recherchen bin ich auf den Punkt Erziehung gestoßen. Entsteht da etwa schon dieses verschiedene Vokabular von Mann und Frau? Immer wieder sieht man, dass - auch, wenn es eigentlich heißt, Jungen und Mädchen gleich zu erziehen - die beiden Geschlechter oftmals unbewusst auf andere weisen erzogen werden. Immer wieder hört man von Eltern zu ihren Jungen sagen: Sei keine Memme, setzt dich durch! Jungen werden mehr auf Durchsetzungsvermögen hin erzogen, Mädchen eher auf Anpassung und Harmoniestreben. 1 Eine interessante Beobachtung wurde gemacht anhand einer Mädchengruppe und einer Jungengruppe: Die Gruppe der Mädchen saß zusammen in einem Kreis und unterhielten sich, die Jungen jedoch kämpften und rauften sich, nahmen sich gegenseitig die Mütze weg, es drehte sich hauptsächlich ums Gewinnen und Verlieren. Den Mädchen hingegen geht es eher um Harmonie und Gefühle der anderen. Jungen denken schon in sehr frühem Alter an Konkurrenz und Durchsetzungsvermögen. Diese Eigenschaften gelten bei Jungen als Stärke. Kleinbeigeben wird als Schwäche definiert. Von Mädchen wird nicht erwartet, dass sie sich raufen, von ihnen ist eher zu erwarten, dass sie brav sind. Auch wenn Jungen sich streiten, ist es für Jungen gewöhnlicher sich zu prügeln, von Mädchen wird so etwas nicht erwartet, es gehört nicht in ihr Muster. Jungen spielen eher im Freien, in großen Gruppen, die hierarchisch strukturiert sind und meistens einen Anführer haben. Jungen stellen sich sehr gerne in den Mittelpunkt, und es gibt Gewinner und Verlierer.Jungen prahlen sehr gern mit Fähigkeiten und sie streiten, wer der Beste ist. Mädchen jedoch spielen gern im kleinen Kreis und Intimität steht im Zentrum des sozialen Lebens. Es gibt keine Verlierer und Gewinner, Mädchen geben nur selten Befehle, und wollen eher Kompromisse finden, indem sie gerne mal ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken. Eher geben sie Vorschläge( wir könnten das ja so machen ). 1 Katrin Oppermann/ Erika Weber Frauensprache- Männersprache, Seite 20 16

17 3.4 Die Rolle des aktiven Zuhörens Bestimmt jeder von uns hat schon einmal eine Frau zu ihrem Mann sagen hören: Schatz, du hörst mir gar nicht richtig zu. Der Mann wird entgegnen: Klar höre ich dir zu, warum sollte ich dir denn nicht zuhören, ich kann jedes einzelne Wort wiederholen, was du gerade gesagt hast. Doch Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Er sagt nun, er könne jedes einzelne Wort von dem, was sie gerade gesagt hat, wiederholen. Was will sie denn dann bloß noch mehr, fragt sich nun wahrscheinlich manch einer. Betrachten wir diesen Konflikt nun näher. Vorerst sollte geklärt werden, was man unter Aktivem zuhören versteht, um dieses aufgeführte Problem verstehen zu können. Die Basis für ein Gespräch muss primär das Interesse sein. Jede Nebenabsicht ist störend und hindert Konzentration auf das gewollte Gespräch. Aktives Zuhören setzt sich aus nonverbalen und verbalen Zeichen zusammen. Nonverbale Zeichen sind Blickkontakt, Körperhaltung und Ausdrucksbewegung. Verbale Zeichen verkörpern zusätzliche Verstärkung, Aussagen, Fragen, und Pausen. Auf diese Zeichen möchte ich gern näher eingehen: Blickkontakt zeigt immer Bereitschaft und Offenheit des Zuhörers. Die Körperhaltung sollte locker, nicht nervös sein. Man sollte mit seinen Armen keine Barriere seinem Gegenüber bilden, weil diese Haltung als Abwehrhaltung eingestuft wird. Ausdrucksbewegungen sind insoweit wichtig, dass der Gesprächspartner weiß, dass man am Gespräch aktiv teilnimmt. Für zusätzliche Verstärkung sorgen kleine Wörter, wie ja oder aha, oder ein kurzer Kernsatz, welche beim Sender eine Art Bestätigung auslöst. Fragen sind immer wichtig für Verständnis und Vertiefung. Auch Pausen sind wichtig, welche der Sender nutzt um selber nachzudenken, gerade in dieser Zeitspanne sollte man bewusst seine aufnahmebereite Zuwendung zeigen. Um auf das Beispiel oben zurückzukommen, kann man nun sagen, dass aktiv zuhören von Frauen und Männern auf unterschiedliche Weisen definiert wird. Wenn Frauen sich unterhalten, dann nehmen sie emotional an dem Gespräch teil. Ihre Aufmerksamkeit signalisieren sie zusätzlich. Indem eine Frau einer anderen Frau zuhört, versichert sie der Sprecherin ständig ihre Anteilnahme. Macht die Sprecherin eine Pause, so wird ihre Zuhörerin ihr bestätigende neue Impulse geben in Form von oh, hm, aha, soso oder etwas ähnlichem. 1 Unter Frauen ist es normal auf diese Weise zuzuhören, weil so der anderen Gesprächspartnerin bestätigt wird, dass ihr zugehört wird. In dem Beispiel möchte die Frau nicht ihre Worte wiederholt bekommen. Sie 17

18 möchte eine Art Feed-back vom Mann bekommen, dass sie weiß, er hat auch den Sinn ihrer Aussage verstanden, sie möchte sich verstanden von ihm fühlen. Männer sind jedoch dieses Zuhören nicht gewöhnt. Er versteht sie auch, ohne ihr ständig zu zeigen, dass er ihr noch zuhört. Wenn aber eine Frau einem Mann zuhört und diese Aufmerksamkeitszeichen von sich gibt, dann reagiert dieser anders, wie in diesem Beispiel: Ein Mann erzählt, eine Frau hört zu, die ihre Aufmerksamkeit mit kleinen Reaktionen als Zeichen ihrer Aufmerksamkeit untermauern will. Nach einer Weile fragt der Mann: Sagen sie mal, können sie auch nein sagen?. An diesem Beispiel kann man belegen, dass Männer diese Aufmerksamkeitsreaktionen oftmals als inhaltliche Zustimmung auffassen ( Es ist richtig was du sagst ) Männer denken öfters in den Kategorien falsch oder richtig. Männer sind beim Zuhören eher auf den Inhalt fixiert, um Problemlösungsansätze zu finden, während Frauen sich eher auf die Beziehungsebene fixieren. Ein Beispiel soll dies noch einmal verdeutlichen. Ein Mann fragt seine Frau während des Essens: Sag mal, wo hast du denn das Fleisch gekauft? Vielleicht betont er dabei noch ein bisschen mehr dieses das.die Frau achtet dann eher darauf wie, er das sagt und nicht, was er sagt. Also antwortet sie daraufhin: Wie denn, schmeckt es dir etwa nicht? Das Zuhören hängt stark mit den 4 verschiedenen Ohren zusammen, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde. Auch hier liegt wieder ein tiefgreifender Unterschied, denn es ist bewiesen, dass Frauen mehr Aufmerksamkeit beim Zuhören signalisieren als Männer. Das wird von Männern oft als bedingungslose inhaltliche Zustimmung aufgefasst. 2 1 John Gray- Männer sind anders, Frauen auch, Seite 87 2 Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache- Männersprache, Seite vgl. : Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache-Männersprache, Seite 110,

19 4. Gescheiterte Kommunikation 4.1 Problematik zwischen Sender und Empfänger Frauen kommunizieren ganzheitlich, ihnen geht es um Information und Interaktion. Männern jedoch geht es hauptsächlich um Information. Die weibliche Sprache drückt Verbundenheit und menschliche Nähe aus, und sucht nach Akzeptanz. Männer hingegen sind Status- und machtorientiert. Frauen haben primär ein Bedürfnis nach Bestätigung ihrer eigenen Persönlichkeit und einer Sicherheit der Beziehung zum Gesprächspartner, bevor sie sich dem Inhalt zuwenden. Männer jedoch haben dieses Bedürfnis nicht und widmen sich eher Lösungen. Menschliche Nähe entsteht bei ihnen also nur nach der gemeinsamen Sache( Lösung, Ergebnis, Erfolg). Außerdem können Männer sehr gut in asymmetrischer Kommunikation agieren, insofern der jeweilige Status geklärt und akzeptiert ist. Ist das jedoch nicht der Fall, wird um den Status gekämpft.männern kommt es in Gesprächen hauptsächlich auf ihren Status an, Frauen jedoch ehr auf die Atmosphäre. Man kann also wesentliche Unterschiede beobachten. Wenn sich Männer und Frauen in gleichgeschlechtlichen (homogenen) Gruppen befinden, treten weniger Probleme auf, da sie sich besser verstehen, und ähnliche Interpretationsweisen haben. Bisher ging es nur darum, was für Botschaften vom Sender ausgehen. Dadurch, dass Kommunikation fehlschlägt, liegt meistens daran, dass Nachrichten falsch interpretiert werden. Deshalb habe ich mich außerdem noch mit den Vier Ohren des Empfängers beschäftigt.man unterscheidet als Gegenpol zu den 4 Seiten einer Nachricht außerdem das Sachohr das Selbstoffenbarungsohr, das Beziehungsohr und das Appellohr. Diese Ohren sind bei Mann und Frau unterschiedlich stark und sensibel ausgeprägt. Überempfindlichkeit eines bestimmten Ohres ist ein häufiger Streitfaktor. 19

20 4.1.1 Sachinformation - Das Sachohr Viele Empfänger sind auf die Sachseite der Nachricht fixiert (vor allem Männer). In erster Linie Geschäftsmänner drücken sich oft auf dieser Ebene aus. Dies wird dann zum Verhängnis, wenn das Problem nicht sachlich ist, sondern sich auf der zwischenmenschlichen Ebene abspielt. Manche Probleme haben keinen sachlichen Inhalt, daher ist es auch ab und zu mal gut, sich auf die Beziehungsebene zu fixieren, nicht nur auf die Nachnachricht. 1.Bild: Friedemann Schulz von Thun, Seite 45 Vgl.: Friedemann Schulz von Thun, Seite 47 2.Bild: Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache, Männersprache, Seite Beziehung- Das Beziehungsohr 20

21 Neben dem Sachohr gibt es außerdem das so genannte Beziehungsohr auch überaus wichtig, Dieses Ohr -muss man dazu sagen- ist vor allem bei Frauen stark ausgeprägt, natürlich nicht nur, aber hauptsächlich. Bei manchen Empfängern ist das Beziehungsohr so stark ausgerichtet, dass man einfache, nüchterne Sachnachrichten nicht mehr neutral aufnehmen kann, weil diejenigen die eigentliche Sachinformation vollkommen auf die Beziehungsebene verlagern, sich sehr schnell angegriffen fühlen und jede Kleinigkeit als Kritik angesehen wird. wird. Man könnte sogar sagen, sie liegen auf der Beziehungslauer, d.h. also, sie warten nur darauf, dass sie in eine Nachricht als eine gegen sie gerichtete Nachrichten aufnehmen kann.z. B: Ich habe nicht so große Lust dazu, aber wenn du magst, kannst du gerne alleine gehen. Der Empfänger mit dem hypersensiblen Beziehungsohr nimmt es so auf Wenn du keinen Bock auf mich hast, dann sag s mir doch!.er bezieht die Nachricht auf sich und nimmt sie als kritisierende Botschaft wahr, die Sachnachricht wird nicht wahrgenommen. Vgl.: Friedemann Schulz von Thun-Miteinander Reden 1, Seite 51 Bild: Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache, Männersprache, Seite 25 21

22 4.1.3 Selbstoffenbarung- Das Selbstoffenbarungsohr Vergleicht man das überempfindliche Beziehungsohr, so kann es doch gesünder sein, ein gut gewachsenes Selbstoffenbarungsohr zu haben. Beispiel: Ben kommt nach Hause und schimpft, was denn das für ein Saustall im Wohnzimmer sei. In diesem Fall sollte man diese Nachricht nicht als Beziehungsbotschaft wahrnehmen, sondern mit dem Selbstoffenbarungsohr aufnehmen. D.h. in dem Fall, dass man die Nachricht nicht auf sich beziehen sollte und nicht beleidigt sein sollte, sondern, dass man es so aufnimmt, dass Ben wohl einen schlechten Tag gehabt haben muss und somit schlechte Laune hat und dadurch etwas gereizt ist. Dazu gehört jedoch auch sehr viel Verständnis, da es auch Menschen gibt, die oft so reden, und irgendwann kann man die Nachricht nicht mehr nur mit dem Selbstoffenbarungsohr aufnehmen, und man gerät wieder auf die Beziehungsebene. Eine weitere Frage kann man sich stellen: Hat denn die Nachricht Selbstoffenbarungs- oder Beziehungscharakter? Beispiel: Max zieht sich ich auf sein Zimmer zurück. Beate ist enttäuscht und versteht das Verhalten ihres Mannes nicht. Es könnte entweder heißen: Ich brauche einfach mal ein bisschen Ruhe, aber es hat nichts mit unserer Beziehung zu tun. Genauso gut könnte es heißen: Im Moment nervst du mich, lass mich einfach mal in Ruhe. So kann man sagen, dass man nicht immer genau zwischen Beziehungs- und Selbstoffenbarungsohr unterschieden kann. Dadurch gibt es oft Missverständnisse. 22

23 1.4 Appell- Das Appellohr Auch dieses Ohr ist sehr interessant und es gibt Menschen, bei denen dieses sehr weit ausgedehnt ist. Frauen z. B geben sehr oft Appelle von sich und wollen, dass sie vom Mann mit dem Appellohr aufgenommen werden. Frauen haben in der Beziehung meist zu hohe Forderungen und Ansprüche, die Männer einfach nicht verstehen, da sie nur in Appellen vermittelt werden und Männer diese meistens nicht primär wahrnehmen. Wie in Kapitel 3 schon erwähnt, hängt das mit ihrer indirekten Sprache zusammen. Appelle werden auch sehr oft auf nonverbalem Wege ausgeübt. z. B: Eine Frau zittert, zeigt dem Mann also, dass ihr kalt ist. Der Appell ihrerseits: Wärm mich bitte oder gib mir eine Jacke! Wenn der Mann auf solche Signale sehr aufmerksam achtet, gibt er ihr sein Jackett, oder nimmt sie in den Arm. Nach dieser Reaktion wird die Frau auch zufrieden sein, weil sie sich verstanden und wahrgenommen fühlt. Beispiele: Sender: Ist noch Kaffee in der Kanne Empfänger: Ich koche sofort neuen. oder: Sender: Schönes Wetter haben wir heute Empfänger: Ja, wir können nach dem Kaffee gerne noch spazieren gehen. 1 In diesem Fall sieht man, dass der Empfänger wohl ein sehr ausgeprägtes Appellohr hat und sofort auf Appelle eingeht. 23

24 Schwierigkeiten kann es dann geben, wenn jemand so sensibel ist und in jeder Aussage nur auf den Appell eingeht. Dann könnte die Sachebene außer Sicht gelassen werden und normale Informationen werden fehl interpretiert. Auch kann es zu einem Problem werden wenn z. B die Frau in indirekten Appellen redet, aber der Mann die Aussagen alle wörtlich nimmt, die Frau könnte böse werden, weil er zu unsensibel ist um auf ihre Appelle einzugehen und somit könnte es sein, dass sie sich von jenem unverstanden fühlt. Auch können Appelle von der bestehenden Beziehung zwischen Sender und Empfänger abhängen, was auch meistens der Fall ist, und so eher sensibel bzw. unsensibel aufgenommen werden. Streit könnte auf unbewusste Art und Weise entstehen Vgl.: Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1, Seite 54 und 58 1 Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1, Seite 60 Bild 1: Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1, Seite 199 Bild 2: Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1, Seite 53 Bild 3: Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache- Männersprache, Seite 24 Bild 4: Katrin Oppermann/ Erika Weber- Frauensprache- Männersprache, Seite 25 24

25 4.2 Zwei unterschiedliche Streitkulturen Konflikte zwischen Mann und Frau- Eines der größten Probleme dabei ist wohl, dass wir meistens davon ausgehen, dass unser gegenüber die Welt mit den gleichen Augen sehen muss wie wir. Jeder der beiden geht wohl anders mit Streit um. Die meisten Frauen sehen in Konflikten eine Bedrohung von Bindung, die vermieden werden sollte. Beim Mann kommt es auf den Status an. Männer sind es eher gewohnt zu streiten, schon aus früheren Zeiten. Männerfreundschaften umfassen häufig einen großen Anteil freundschaftlicher Aggressionen, die Frauen leicht als echte Aggressionen missverstehen. 1 Frauen geht es eher um ein vermittelndes Verhalten. Streit lässt sich auch auf Kapitel 3 aufbauen, wo die unterschiedlichen Welten der Sprache bei Mann und Frau liegen. Es ist bewiesen, dass Männer eine deutlichere Sprache sprechen als Frauen. Deshalb sollten Frauen lernen, zu verstehen, dass einige Männer nicht das Potenzial dazu haben, zwischen den Zeilen lesen zu können. Zudem sagen Frauen in den meisten Fällen nicht deutlich was sie wollen. Dadurch, dass sie nach Bestätigung und Übereinstimmung suchen (lass uns, wir können...)z. B: Tom fragt: Wohin würdest du gerne in den Urlaub fahren? Anja sagt daraufhin: Wie wäre es, wenn wir in die Türkei fahren würden?! Tom: Also würdest du gerne dorthin fahren? Anja: Wenn du willst! Hier kann man sehen, dass die Frau die Frage des Mannes nicht mit Ich will beginnt und als Personalpronomen eher wir, welches für beide spricht, verwendet. Das spricht wieder dafür, dass der Frau die Beziehungsebene sehr wichtig ist. Der Mann will jedoch nur ihre Meinung hören und will wissen was sie will, nicht was sie machen könnten. Eine klare und eindeutige Meinung würde ihm ausreichen und er wäre zufrieden. Ein anderes Beispiel: Sie sagt zu ihm: Lass uns heute ins Schwimmbad gehen. Max wird dabei jedoch etwas wütend, weil er sich etwas bevormundet fühlt, für ihn wirkt dieses ständig gebrauchte uns als herumkommandierend. Für sie ist jedoch klar, dass sie nur Vorschläge macht, jedoch aus ihrer Sichtweise nicht zu egoistisch klingen will und daher uns sagt. Diese Personalpronomen wie wir, uns (...)stärkt bei Frauen das Gemeinschaftsgefühl, kann jedoch bei interkommunikativer Beziehung als Bevormundung aufgefasst werden. Eine Behauptung, die beinhaltet, Frauen wollen ihren Kopf nicht durchsetzen, ist falsch. Der Unterschied zu dem Mann ist nur, dass sie es nicht unbedingt um den Preis des Konflikts erreichen wollen. Meistens führen diese Versuche der Frauen, Konflikte zu vermeiden dazu, dass erst Konflikte entstehen. 1 Deborah Tannen Du kannst mich einfach nicht verstehen, Seite

26 Ein sehr wichtiger Punkt während des Streits ist ein weiterer Punkt, nämlich der Satz Es tut mir leid. Das jedoch heißt lange noch nicht, dass, nur weil es die gleichen Worte sind, es Frau und Mann gleichermaßen verstehen.frauen benutzen diesen Satz sehr oft. Normalerweise ist dieser Satz zu gebrauchen, wenn man das Gefühl hat, etwas falsch gemacht zu haben und sich aufgrund dessen entschuldigen will. Nun kann man das bei den Frauen aber nicht einfach so abhaken, denn die Botschaft, die sie mit dem Satz bringen, muss nicht immer eine Entschuldigung sein. Für einen Mann jedoch bedeutet das, dass er etwas falsch gemacht hat und somit ist es ein Zeichen von Schwäche, wenn ein Mann sich einen Fehler eingesteht und sich dann entschuldigt. Männern fällt es schwer, diese 4 Worte auszusprechen. Auch fangen Männer und Frauen einen Streit nicht gleichermaßen an. Männer fangen häufig einen Streit an, indem sie die Gefühle oder Meinungen einer Frau nicht ernst nehmen. Männer wissen gar nicht, wie herablassend sie erscheinen können. 1 Frauen fangen häufig, ohne es zu merken, einen Streit an, indem sie ihr Gefühle nicht direkt zum Ausdruck bringen. 2 Sie verwenden oft rhetorischen Fragen.Beispiel: Eine Frau fragt, warum ihr Mann erst so spät nach Hause komme. Eigentlich sucht sie jedoch nicht nach einer Antwort, sie will damit einfach nur zum Ausdruck bringen, dass er keinen akzeptablen Grund habe, so spät nach Hause zu kommen. Bei ihm führt das dazu, dass er sich angegriffen fühlt. Neben den genannten Streitfaktoren ist außerdem ein wesentlicher Punkt die Interpunktion. (Wer hat angefangen?) Ein berühmtes Beispiel von Watzlawick (1969): Ein Ehepaar hat dauernd Streit. Die Frau nörgelt an ihrem Ehemann herum - wohingegen er sich zurückzieht. Was sich hier abspielt, wird von Mann und Frau unterschiedlich interpretiert. Der Mann: Weil sie immer nörgelt, ziehe ich mich zurück."- Die Frau: Weil er sich immer zurückzieht nörgele ich!" Beide interpretieren also ihr eigenes Verhalten als Reaktion auf das Verhalten des anderen. Watzlawick spricht von unterschiedlicher Interpunktion von Ereignisfolgen. Interpunktieren heißt:( willkürlich) das eine Verhalten als Ursache, das andere Verhalten als Folge oder Reaktion auslegen. 3 Diese Interpunktion ist sehr interessant, beide fühlen sich im Recht und sehen ihr Handeln nur als Folgereaktion auf die des anderen. So kann ein Streit sehr ausarten, da man die Schuld auf den anderen schiebt, wobei wir beim nächsten Punkt wären. "Ich" und "Du -Botschaften" sind zudem wichtige Aspekte bei Streit. Wenn der Partner den anderen ständig mit Du beschimpft, so fühlt dieser sich leicht angegriffen und alleinschuldig. Eher sollte man mit ich- Botschaften argumentieren. So merkt der Partner, dass ihm nicht die alleinige Schuld an den Tatsachen gegeben wird und ist vielleicht im Streit auch fairer zum Partner. 26

27 1 John Gray- Männer sind anders, Frauen auch, Seite John Gray- Männer sind anders, Frauen auch, Seite Friedemann Schulz von Thun. Miteinander Reden 1, Seite 85 Bild: Friedemann Schulz von Thun- Miteinander Reden 1, Seite 86 27

28 5 Wege zu einer Besseren Kommunikation 5.1 Einander verstehen Jetzt sind einige kommunikative Probleme zwischen Mann und Frau mit möglichen Erklärungen dafür aufgeführt worden. Nun möchte ich sehn, inwieweit vielleicht alternative Möglichkeiten bestehen, dass die Probleme verringert werden könnten. Verständnis ist alles- Jeder Stil funktioniert zwar im Rahmen seiner eigenen Gesetzlichkeit gut, so kommt es doch zu Missverständnissen, da sich die Stile unterscheiden. Es ist falsch der einen oder der andren Seite Schuld an misslungener Kommunikation zu geben und zu sagen sie sei falsch und unmissverständlich. Falsch und richtig das sind hier wohl die falschen Ausdrücke.Man kann sagen, dass Männer und Frauen aus zwei verschieden Kulturen stammen, und jede dieser hat ihre Individualität Beide Seiten müssen sich eingestehen, dass sie Differenzen haben und versuchen müssen, mit diesen umgehen zu lernen. Auch wenn wir Unterschieden am Gesprächsstil beider Seiten erkennen, werden sie nur deshalb nicht verschwinden, aber wir können Missverständnisse und Schuldzuweisungen vermeiden. Dazu muss man auch betrachten, weshalb Frauen und weshalb Männer eigentlich streiten. Frauen brauchen Wertschätzung, das Gefühl, respektiert und aufmerksam behandelt zu werden. Sie hasst es, vernachlässigt zu werden und fühlt sich oft auf der Prioritätenskala ganz unten. Vor allem braucht sie Verständnis. Vor allem hassen es Frauen, wenn ihnen nicht aufrichtig zugehört wird, so haben Frauen immer sehr gerne eine Bestätigung zu dem was sie sagen (Feed-back). Ein Problem für sie ist es, wenn sie sich ignoriert fühlt. Männer haben andere Gründe, sich zu streiten oder unzufrieden mit den Frauen zu sein: Er muss sich akzeptiert fühlen, und will nicht verbessert werden. Sobald eine Frau das versucht, fühlt der Mann sich bevormundet und abhängig, wird dadurch ärgerlich. Männer brauchen oft ein stück Bewunderung und er will geschätzt werden. Männer wollen nicht gerne verändert werden und wollen so akzeptiert werden, wie sie sind. Zudem hassen es Männer zu reden genötigt zu werden. 28

29 5.2 Kompromisse finden So ist also der erste notwendige Schritt zu einem Kompromiss beider Geschlechter, dass sie sich eingestehen müssen, dass sie von Natur aus unterschiedlich sind. Man darf dem anderen nicht sagen er würde alles falsch machen, sondern man muss sehn, was beide Seiten verändern können um gute Kommunikation führen zu können. Frauen müssen einsehen, dass Männer auch ab und zu ihr Ruhe brauchen, sich deswegen auch einmal gerne zurückziehen. So sollten die Frauen diese Tatsache aber nicht immer gleich auf ihre Beziehung schieben. Zudem müssen sie verstehen, dass Männer es gewohnt sind, anders zu kommunizieren als sie selbst und dürfen nicht immer nur von sich selbst ausgehen. Frauen sollten versuchen, ihre indirekte Sprache etwas einzuschränken und sollten eher, wenn sie einen Wunsch vom männlichen Geschlecht erfüllt haben wollen, den Wunsch direkt äußern. D. h., sie sollen Könntest du vielleicht.. unterlassen und so fragen: Würdest du bitte. Frauen können nicht in jeder Situation davon ausgehen, dass der Mann sie immer versteht, wenn sie mit Appellen um sich wirft und nicht wütend werden, wenn er sie mal nicht versteht. Vor allem wäre es gut, wenn Frauen nicht immer ihre gesamte Sensibilität auf das Beziehungsohr fixieren würden, sondern sich auch teils auf das Sachohr beschränken würden. Frauen wären vielleicht zufriedener, wenn sie auch ab und zu ohne Übereinstimmung zu Recht kommen würden und so an einem Streit vorbeigehen wollen, ohne zu streiten. Auch Streit gehört dazu und ist ein wichtiger Bestandteil in einer Beziehung. Männer hingegen sollten akzeptieren, dass Frauen keine berichtsprechenden Menschen sind und sollten manchmal mehr auf ihre Beziehungssprache eingehen.sie sollten Frauen außerdem nach einem langen tag oder Geschehnissen einfach reden lassen und ihnen vergewissern, dass auch sie das Talent zum Zuhörer im privaten Bereich haben. Vor allem wäre es von der männlichen Seite gut, einzusehen, dass Frauen keine Problemlösungen wollen, sondern Verständnis erwarten. Frauen wollen ernst genommen werden und das will die Frau auch vom Mann gezeigt bekommen. Zudem sollten Männer versuchen, Beziehungsprobleme nicht immer nur auf der sachlichen Ebene zu verstehen und zu regeln. In dieser Hinsicht könnten sie von der Beziehungsebene Gebrauch machen. Verbundenheit und Unabhängigkeit- Jeder Mensch hat beide Bedürfnisse, aber Frauen haben oft einem relativ größeren Bedürfnis nach Verbundenheit und Männer ein relativ größeres Bedürfnis nach Unabhängigkeit. Verstanden zu werden, ohne genau zu sagen, was man meint, bestärkt das Gefühl von Verbundenheit und deshalb ist Frauen diese Gesprächsform besonders lieb. 29

30 6. Nachwort Zum Abschluss meiner Jahresarbeit kann ich sagen, dass ich mir ein sehr vielseitiges, aber auch interessantes Thema ausgesucht habe. Meiner Auffassung nach ist dieses Thema nicht in einen bestimmten Bereich eingrenzbar, sondern ist hochkomplex und hat viele Punkte, an denen man anknüpfen kann. Schon gar nicht kann man sagen, ein Kommunikationsstil sei richtig, der andere falsch. Kommunikation jedes einzelnen ist individuell und Kommunikation zwischen Mann und Frau ist auch individuell. Kommunikation bestimmt unser Leben, und ist immer da. Jeder Mensch kommuniziert immer und es gibt verschiedene Möglichkeiten zu kommunizieren. Ich habe versucht, diese zwischenmenschliche Kommunikation auf Mann und Frau zu beschränken, und verschieden Verhaltensmuster zu studieren, und anschließend anhand dessen zu schauen, warum einige Probleme im Verständnis von Mann und Frau existieren. Mir war von Anfang an bewusst, dass meine Erklärungen, auf die ich im Laufe meiner Arbeit gestoßen bin, immer nur als Tendenzen beurteilt werden konnten und nicht auf alle Menschen verallgemeinert werden können. Natürlich muss nicht jede Frau diese typischen Verhaltensmuster aufweisen, genauso wenig, wie jeder Mann, ich habe mich nur mit den typischen Stilen befasst und bin bewusst darauf eingegangen. Die Behandlung dieses Themas empfand ich in keiner Weise als einfach, man konnte nicht erklären, wie eine Sache funktioniert oder hatte auch keine besonderen Fakten, einfach nur Erkenntnisse, mit denen ich versucht habe, mich auseinander zu setzen und diese als Basis meiner Arbeit anzusehen. Jedes einzelne Kapitel meiner Recherchen war äußerst interessant, da ich es immer wieder als sehr faszinierend empfand, wie sich die theoretischen Kenntnisse im täglichen Leben widerspiegeln. Daraufhin achtete ich mehr und mehr auf die Verhaltens, -und Kommunikationsstile von Mann und Frau und beobachtete aufmerksam den Verlauf der einzelnen Gespräche, manchmal auch Streitgespräche, in denen ich gut beobachten konnte, wie sich Mann und Frau integrieren und ihre Meinung vertraten. Dadurch ergab sich zudem auch ein praktischer Teil meiner Arbeit, nämlich die täglichen Erkenntnisse, die ich anschließend mit dem theoretischen Teil meiner Arbeit gekoppelt habe. Im Laufe meiner Arbeit ist mir klar geworden, dass man die Sprache zwischen Mann und Frau als zwei verschiedene Kulturen ansehen kann und sehr unterschiedliche Auffassungen und Interpretationen bestehen, aufgrund derer sich Missverständnisse und Streit entwickeln können. 30

31 Das häufigste Problem heutzutage ist, wenn von Frauen und Männern gleiches Verhalten vorausgesetzt wird, obwohl beide komplett verschieden veranlagt und erzogen sind, aufgrund dessen sich sowohl im Verhalten als auch im Sprechen gewisse Unterschiede gebildet haben.unterschiede sind nichts Schlechtes und sie werden immer vorhanden sein, auch wenn man versucht, sie abzuschaffen. Unterschiede sind natürlich und menschlich. Die Aufgabe von Mann und Frau ist, aus diesen das Beste zu machen und damit leben zu können Als Fazit und Antwort auf meine Arbeit kann ich nun sagen: Ja - Mann und Frau sind zwei unterschiedliche Individuen, die es beide gewöhnt sind individuell zu kommunizieren, nicht weil sie es wollen oder nicht wollen, denn Kommunikation findet meistens unbewusst statt. Manchen Problemen und Streiten ist nicht aus dem Weg zu gehen, dabei sollte man nur fair bleiben. Mann und Frau müssen lernen, sich gegenseitig zu verstehen und aufeinander zuzugehen. Meine Arbeit beenden möchte ich mit folgendem Zitat aus dem Buch Deborah Tannen Du kannst mich einfach nicht verstehen - Wenn wir Unterschiede in dem was ich Gesprächsstil nenne, verstehen, sind wir vielleicht noch immer nicht in der Lage, die Entstehung von Meinungsverschiedenheiten zu verhindern, aber wir haben eine größere Chance zu vermeiden, dass sie außer Kontrolle geraten. Wenn ernsthafte Kommunikationsversuche in einer Sackgasse enden und ein geliebter Partner irrational und stur zu sein scheint, können die verschiedenen Sprachen, die Frauen und Männer sprechen, die Grundlage unseres Lebens erschüttern. Zu verstehen, wie der andere redet, ist ein Riesensprung hinweg über den Graben, der die Verständigung zwischen Frauen und Männern so schwierig macht, und ein Riesenschritt hin zur Eröffnung von Kommunikationswegen." 1 31

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