Besucherbefragung im Rahmen der Ausstellung Stadt Land Fluss

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1 Besucherbefragung im Rahmen der Ausstellung Stadt Land Fluss im PEP Perlach Januar 2015 Veronika Schreiber Michael Müller

2 1. Anlass Der vorbereitende Arbeitskreis Region des Münchner Forum e.v. will mittels einer Umfrageaktion die Einstellungen und Einschätzungen der Bevölkerung zur Region 14, zur interkommunalen Kooperation und zu den wichtigsten Handlungsfeldern erfahren. Die Verteilung der Fragebögen erfolgte vom 9. Januar 2015 bis zum 25. Januar 2015 im Rahmen der Ausstellung Stadt-Land-Fluss im Einkaufszentrum PEP in Neuperlach und in enger Abstimmung mit dem Landratsamt München. Das Münchner Forum dankt dem Landratsamt München und dem PEP herzlich für die Unterstützung bei dieser Umfrageaktion. 2. Ergebnisse der Befragung 77 Bürger aus Perlach und Nachbargemeinden nahmen an der Befragung teil. Dadurch sind die Ergebnisse der Studie nicht repräsentativ. Dennoch ist es möglich, erste Schlüsse zu ziehen. 60% der Befragten geben als Wohnort München an. Davon stammen wiederum 38% direkt aus Perlach. 2 Befragte kommen aus Ottobrunn, 5 aus Neubiberg, einer aus Aying. 26% stammen aus Nachbargemeinden im Südosten Münchens. Ein Befragter macht zum Wohnort keine Angaben. Betrachtet man den Arbeitsort der Befragten, wir die Ungleichverteilung noch deutlicher. 40% arbeiten in München, 21% in den angrenzenden Nachbargemeinden, 9% arbeiten anderswo, 22% machen keine Angabe und nur 8% arbeiten in Perlach. 2.1 Kommunale Aufgabenfelder Folgende Abbildung zeigt die möglichen Aufgabenbereiche der Kommunen. Die Befragten konnten die Wichtigkeit einer Thematik im Bereich zwischen 1 (=sehr wichtig) und 5 (=unwichtig) bewerten. Gab ein Besucher keine Einstufung zu einer kommunalen Aufgabe ab, ging dies nicht in die Auswertung mit ein. In Abbildung 1 sind die Einstufungen 1 und 2 zu eher wichtig zusammengefasst, 3 wird als weder-noch gewertet und 4 und 5 werden als eher unwichtig gedeutet.

3 Schutz der Umwelt Busse und Bahnen Fuß- und Radwege Straßenverkehr Gewerbeflächen Straßenbau Freizeitmöglichkeiten Schulen und andere DL k.a. eher unwichtig unentschlossen eher wichtig Einkaufsmöglichkeiten Arbeitsplätze Wohnungen Abbildung 1: Die drängendsten Aufgaben der Gemeinde nach Häufigkeit der Nennungen; Grundgesamtheit 77 Befragte, jeder Befragte stuft jeden der 11 Aspekte zwischen 1 (sehr wichtig) und 5 (unwichtig) ein (eigene Darstellung) 43 Befragte, das entspricht 56% der Grundgesamtheit, stufen den Aspekt Wohnungen als dringlichste Aufgabe der Kommunen ein. 52% der Befragten (40 Nennungen) erkennen den Umweltschutz als eher wichtig, und 51% (39 Nennungen) betrachten Busse und Bahnen als dringlich. Einen Sonderfall stellen die Freizeitmöglichkeiten dar. 21 der Befragten empfinden diesen Aspekt als eher wichtig, ebenso viele sehen aber Freizeitmöglichkeiten als eher unwichtige kommunale Aufgabe. 19 Befragte stehen dieser Kategorie unentschlossen gegenüber, 16 Befragte machen keine Angabe. Die Einschätzung der Freizeitmöglichkeiten las kommunale Aufgabe divergiert am meisten von allen Kategorien 2.2 Kommunale Zusammenarbeit Die Besucher wurden gefragt, wie die Gemeinden die drängendsten Aufgaben im Wesentlichen bewältigen sollen. Dabei ist zu beachten, dass Mehrfachnennungen möglich waren.

4 Die Gemeinde soll die drängendsten Aufgaben im Wesentlichen 1% 2% allein lösen 9% mit mehr Bürgerbeteiligung 31% im Zusammenwirken mit Nachbargemeinden lösen 27% im Zusammenwirken mit der Stadt München lösen mit Hilfe eines Planungsverbands lösen 30% weiß nicht Abbildung 2: Wie soll die Gemeinde die drängendsten Aufgaben im Wesentlichen lösen? Grundgesamtheit: 77 Befragte (Eigene Darstellung) Lediglich 2% der Befragten sind der Meinung, die Kommune solle wichtige Aufgaben alleine lösen. 31% der Bürger präferieren mehr Bürgerbeteiligung. 30% denken aber auch, dass die Kooperation mit Nachbargemeinden einen wichtigen Schritt zur Problemlösung darstellt. 27% wollen durch Zusammenarbeit mit der Stadt München die wichtigsten Aufgaben lösen. Bei dringlichen Herausforderungen ist den Bürgern Kooperation, sei es mit den Bürgern selbst, der Stadt München oder den Nachbargemeinden, sehr wichtig. Die Unterstützung durch Organisationen wie Planungsverbände wird lediglich von 9% befürwortet.

5 2.3 Kooperationen zwischen den Kommunen Die Besucher wurden auch gefragt, wie wichtig eine Zusammenarbeit zwischen den Nachbargemeinden bei überkommunalen Themen sei. Abbildung 2 lässt bereits eine Tendenz zur Befürwortung interkommunaler Kooperation erkennen. Zusammenarbeit der Nachbargemeinden bei überkommunalen Themen 1% 3% 4% 28% 64% sehr wichtig wichtig weniger wichtig weiß nicht k.a. Abbildung 3: Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Nachbargemeinden bei überkommunalen Themen, Grundgesamtheit: 77 Befragte (eigene Darstellung) 92% der Befragten empfinden eine interkommunale Zusammenarbeit bei überkommunalen Themen als sehr wichtig (64%) oder wichtig (28%). Nur 1% der Befragten gibt an, ein Zusammenwirken zwischen den Kommunen sei weniger wichtig. Keiner der Befragten bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Nachbargemeinden als unwichtig. Besonders wichtig erscheint den Befragten eine Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden in den Bereichen Verkehr (20 Nennungen) ÖPNV (19 Nennungen) Wohnungen (8 Nennungen) Schulen und Kinderbetreuung (6 Nennungen) Umweltschutz (5 Nennungen) Arbeitsplätze (3 Nennungen) Gewerbeflächen (3 Nennungen) Migration (3 Nennungen) Freizeiteinrichtungen (3 Nennungen) Hochwasserschutz (2 Nennungen) Radwege (2 Nennungen) Beschilderung (1 Nennung) Steuererhöhung für Hundehalter (1 Nennung) Medizinische Versorgung (1 Nennung) Einzelhandel (1 Nennung)

6 Energie (1 Nennung) Asiatische Laubkäfer (1 Nennung) Obwohl die Zusammenarbeit zwischen den Nachbargemeinden als wichtig eingestuft wird, wird die Qualität der Kooperation zwischen den Kommunen als eher mäßig geschätzt. Wie schätzen Sie das Verhältnis Ihrer Gemeinde zu Ihren unmittelbaren Nachbargemeinden ein? eher intensiv und kooperativ eher gespannt und gereizt teils-teils kaum oder gar nicht spürbar weiß nicht k.a. Abbildung 4: Wie schätzen Sie das Verhältnis Ihrer Gemeinde zu ihren unmittelbaren Nachbargemeinden ein? Grundgesamtheit: 77 Befragte (Eigene Darstellung) Nur 20% (das entspricht 15 Nennungen) empfinden die Zusammenarbeit zwischen der eigenen Gemeinde und den Nachbarkommunen als eher intensiv und kooperativ. 31% (24 Nennungen) drücken mittels der Abstufung teils-teils ein wechselhaftes Verhältnis aus. 7 Befragte (9%) schätzen das Verhältnis zwischen den Gemeinden als eher gespannt und gereizt, 13 Befragte (17%) als kaum oder gar nicht spürbar ein. 2.4 Zusammenarbeit mit der Stadt München Das Verhältnis zur Stadt München sehen 10 Befragte (13%) als eher intensiv und kooperativ. Ebenfalls 10 Teilnehmer beurteilen die Qualität der Kooperation als eher gespannt und gereizt, 9 (12%) als kaum oder gar nicht spürbar, 19 (25%) als teils-teils.

7 20 Wie schätzen Sie das Verhältnis Ihrer Gemeinde zur Stadt München ein? eher intensiv und kooperativ eher gespannt und gereizt teils-teils kaum oder gar nicht spürbar weiß nicht k.a. Abbildung 5: Wie schätzen Sie das Verhältnis Ihrer Gemeinde zur Stadt München ein? Grundgesamtheit: 77 Befragte (eigene Darstellung) Eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt München und den Gemeinden wird besonders in den Bereichen Verkehr (22 Nennungen) ÖPNV und Ausbau der S7 (20 Nennungen) Wohnungen (9 Nennungen) Schulen und Kinderbetreuung (9 Nennungen) Umweltschutz (6 Nennungen) Energie Freizeiteinrichtungen (3 Nennungen) Energie (3 Nennungen) Radwege (3 Nennungen) Migration und Integration (3 Nennungen) Arbeitsplätze (2 Nennungen) Bebauung (2 Nennungen) Gesundheit (1 Nennung) Verwaltung (1 Nennung) Wertstoffhöfe (1 Nennung) gewünscht.

8 3. Die Region München 86% der Befragten geben an, mit dem Begriff Region München vertraut zu sein. 11% haben eine vage Vorstellung, lediglich 3% ist der Begriff unbekannt. Abbildung 6: Wahrnehmung der Region München aus Sicht der Befragten (rot) (Eigene Darstellung) In Abbildung 6 ist die Grenze des Regionalen Planungsverbandes München lila dargestellt. Die Europäische Metropolregion München ist dabei schwarz umrandet. Der Großteil der Befragten versteht unter der Region München neben München selbst die Städte Dachau, Freising, Erding, Ebersberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck. Teilweise wurde die Region München lediglich auf das Stadtgebiet Münchens begrenzt. Einige Befragte verstehen unter Region München neben den oben erwähnten Bereichen auch die Städte Augsburg, Ingolstadt, Landshut und Rosenheim. Landsberg am Lech wird selten zur Planungsregion zugeordnet.

9 4. Bürgerwünsche an die Kommunalpolitik Die Befragten hatten die Möglichkeit, ihren Hauptwunsch an Kommunalpolitiker zu äußern. Dabei wurden genannt: Verbesserung des ÖPNV (Barrierefreiheit, Ausbau der S7, 10min-Takt) enge Kooperation zwischen den Kommunen und Landkreisen Bau von Radwegen Verzicht auf Schaufensteranträge Erhöhung der Parkgebühr Schneller Entscheidungsfindung Verbesserung der Wohnsituation Verbesserung des Arbeitsklimas im städtischen Klinikum München Das Verhindern von Ballungszentren für ausländische Bürger Mehr Kompetenz Mehr Ehrlichkeit Mehr Bürgerbeteiligung Mehr Aktivität Änderungen in der Verkehrs- und Straßenführung Das Schaffen besserer Lebensbedingungen im Raum München Nachhaltigkeit Umweltschutz Errichtung eines Bürgerhauses Sichtbarsein Dialog auf Augenhöhe

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