Brownsche Bewegung: Eine Einführung
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- Benjamin Maurer
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1 Brownsche Bewegung: Eine Einführung Batu Güneysu Institut für Mathematik Humboldt-Universität zu Berlin Greifswald, Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 1 / 14
2 Wir fixieren m N und einen Wahrscheinlichkeitsraum (Ω, F, P). A) Ein (zeitkontinuierlicher) stochastischer Prozess auf (Ω, F, P) mit Werten in R m ist eine Abbildung X = (X (1),... X (m) ) : [0, ) Ω R m, (t, ω) X t (ω), so dass für alle t R die Abbildung X t : Ω R m eine F -Zufallsvariable (ZV), d.h. F -messbar, ist. B) Die Abbildungen X(ω) : [0, ) R m, wobei ω Ω, heißen die Pfade von X. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 2 / 14
3 Wir fixieren m N und einen Wahrscheinlichkeitsraum (Ω, F, P). A) Ein (zeitkontinuierlicher) stochastischer Prozess auf (Ω, F, P) mit Werten in R m ist eine Abbildung X = (X (1),... X (m) ) : [0, ) Ω R m, (t, ω) X t (ω), so dass für alle t R die Abbildung X t : Ω R m eine F -Zufallsvariable (ZV), d.h. F -messbar, ist. B) Die Abbildungen X(ω) : [0, ) R m, wobei ω Ω, heißen die Pfade von X. C) Ist G F eine weitere Filtrierung, so gibt es für jede F -ZV Ψ : Ω R m mit E[ Ψ ] < eine P-f.s. eindeutig bestimmte G -ZV E[Ψ G ] : Ω R m, die bedingte Erwartung von Ψ gegeben G, mit E [ 1 A E[Ψ G ] ] = E [ 1 A Ψ ] für alle A G. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 2 / 14
4 Wir fixieren m N und einen Wahrscheinlichkeitsraum (Ω, F, P). A) Ein (zeitkontinuierlicher) stochastischer Prozess auf (Ω, F, P) mit Werten in R m ist eine Abbildung X = (X (1),... X (m) ) : [0, ) Ω R m, (t, ω) X t (ω), so dass für alle t R die Abbildung X t : Ω R m eine F -Zufallsvariable (ZV), d.h. F -messbar, ist. B) Die Abbildungen X(ω) : [0, ) R m, wobei ω Ω, heißen die Pfade von X. C) Ist G F eine weitere Filtrierung, so gibt es für jede F -ZV Ψ : Ω R m mit E[ Ψ ] < eine P-f.s. eindeutig bestimmte G -ZV E[Ψ G ] : Ω R m, die bedingte Erwartung von Ψ gegeben G, mit E [ 1 A E[Ψ G ] ] = E [ 1 A Ψ ] für alle A G. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 2 / 14
5 D) Eine Filtrierung von F ist eine Familie (F t ) t 0 von Unter-Sigma-Algebren von F mit F s F t für alle 0 s t. E) Man nennt F X t := σ(x s : s t), t 0, die von X erzeugte Filtrierung von F. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 3 / 14
6 D) Eine Filtrierung von F ist eine Familie (F t ) t 0 von Unter-Sigma-Algebren von F mit F s F t für alle 0 s t. E) Man nennt F X t := σ(x s : s t), t 0, die von X erzeugte Filtrierung von F. F) Der Prozess X heißt ein Martingal bzgl. (F t ) t 0, falls X t eine F t -ZV ist mit E[ X t ] < und E[X t F s ] = X s P-f.s., für alle 0 s t. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 3 / 14
7 D) Eine Filtrierung von F ist eine Familie (F t ) t 0 von Unter-Sigma-Algebren von F mit F s F t für alle 0 s t. E) Man nennt F X t := σ(x s : s t), t 0, die von X erzeugte Filtrierung von F. F) Der Prozess X heißt ein Martingal bzgl. (F t ) t 0, falls X t eine F t -ZV ist mit E[ X t ] < und E[X t F s ] = X s P-f.s., für alle 0 s t. G) X heißt ein Markov-Prozess bzgl. (F t ) t 0, falls X t eine F t -ZV ist und für alle 0 s t und alle beschränkten messbaren Funktionen f : R d R die folgende Bedingung erfüllt ist: E[f (X t ) F s ] = E[f (X t ) σ(x s )] P-f.s. Die Brownsche Bewegung in R m ist der Prototyp eines stochastischen Prozesse mit stetigen Pfaden sind, der zugleich ein Martingal und ein Markov-Prozess ist! Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 3 / 14
8 D) Eine Filtrierung von F ist eine Familie (F t ) t 0 von Unter-Sigma-Algebren von F mit F s F t für alle 0 s t. E) Man nennt F X t := σ(x s : s t), t 0, die von X erzeugte Filtrierung von F. F) Der Prozess X heißt ein Martingal bzgl. (F t ) t 0, falls X t eine F t -ZV ist mit E[ X t ] < und E[X t F s ] = X s P-f.s., für alle 0 s t. G) X heißt ein Markov-Prozess bzgl. (F t ) t 0, falls X t eine F t -ZV ist und für alle 0 s t und alle beschränkten messbaren Funktionen f : R d R die folgende Bedingung erfüllt ist: E[f (X t ) F s ] = E[f (X t ) σ(x s )] P-f.s. Die Brownsche Bewegung in R m ist der Prototyp eines stochastischen Prozesse mit stetigen Pfaden sind, der zugleich ein Martingal und ein Markov-Prozess ist! Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 3 / 14
9 1827 betrachtet der schottische Botaniker Robert Brown Pollen in Wasser durch ein Mikroskop: Zu seiner Überraschung bewegen sich die Pollen (scheinbar einem Zufallsprinzip folgend, wobei die einzelnen Pollen sich nicht gegenseitig zu beeinflussen scheinen): Robert Brown ( ) Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 4 / 14
10 Abbildung: Projektion W (j) (ω) auf die j-te Koordinate eines typischen in x = 0 startenden Brownschen Pfades W (ω) für ein Zufallsereignis ω W (j) t (ω) t Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 5 / 14
11 Die Pfade von W sind stetig, scheinen aber nicht differenzierbar zu sein. Weitere Experimente: Die Testteilchen (Pollen,...) bewegen sich unabhängig voneinander (also OBdA ein Testteilchen). Die durchschnittliche Positionsänderung des Testteilchens fällt mit der Viskosität und steigt mit der Temperatur des Mediums (Wasser,...). Die durchschnittliche Positionsänderung des Testteilchens fällt mit dessen Größe. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 6 / 14
12 Die Pfade von W sind stetig, scheinen aber nicht differenzierbar zu sein. Weitere Experimente: Die Testteilchen (Pollen,...) bewegen sich unabhängig voneinander (also OBdA ein Testteilchen). Die durchschnittliche Positionsänderung des Testteilchens fällt mit der Viskosität und steigt mit der Temperatur des Mediums (Wasser,...). Die durchschnittliche Positionsänderung des Testteilchens fällt mit dessen Größe. Einsteins Ansatz (1905): Die Bewegung des Testteilchens im Medium kommt dadurch zustande, dass das Medium aus Molekülen besteht, die einer zufälligen Kinetik unterliegen, und die so das Testteilchen bomardieren. Einstein hatte nur eine vage Kenntnis von Browns Experimenten. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 6 / 14
13 Die Pfade von W sind stetig, scheinen aber nicht differenzierbar zu sein. Weitere Experimente: Die Testteilchen (Pollen,...) bewegen sich unabhängig voneinander (also OBdA ein Testteilchen). Die durchschnittliche Positionsänderung des Testteilchens fällt mit der Viskosität und steigt mit der Temperatur des Mediums (Wasser,...). Die durchschnittliche Positionsänderung des Testteilchens fällt mit dessen Größe. Einsteins Ansatz (1905): Die Bewegung des Testteilchens im Medium kommt dadurch zustande, dass das Medium aus Molekülen besteht, die einer zufälligen Kinetik unterliegen, und die so das Testteilchen bomardieren. Einstein hatte nur eine vage Kenntnis von Browns Experimenten. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 6 / 14
14 Einstein leitet seine Behauptung wie folgt her: Ist p t (x, ) die Dichte der Verteilung für die Position W t des x R 3 gestarteten Testteilchens, so leitet er die Gleichung t p t (x, y) = D y p t (x, y) für alle (t, y) (0, ) R 3 (1) her, mit k Boltzmann T Medium D =. 6 π ν Medium R Testteilchen Einstein nimmt hierzu nur an, dass das Testteilchen keine bevorzugte Bewegungsrichtung hat und p t (x, ) im Unendlichen verschwindet! Mit der Lösung p t (x, y) = (4πDt) 3/2 e x y 2 4Dt von (1) ergibt sich E[(W (j) t x (j) ) 2 ] = 2Dt für alle j {1, 2, 3}, was alle obigen Beobachtungen bestätigt und die folgende Definition (für D = 1/2) motiviert: Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 7 / 14
15 Einstein leitet seine Behauptung wie folgt her: Ist p t (x, ) die Dichte der Verteilung für die Position W t des x R 3 gestarteten Testteilchens, so leitet er die Gleichung t p t (x, y) = D y p t (x, y) für alle (t, y) (0, ) R 3 (1) her, mit k Boltzmann T Medium D =. 6 π ν Medium R Testteilchen Einstein nimmt hierzu nur an, dass das Testteilchen keine bevorzugte Bewegungsrichtung hat und p t (x, ) im Unendlichen verschwindet! Mit der Lösung p t (x, y) = (4πDt) 3/2 e x y 2 4Dt von (1) ergibt sich E[(W (j) t x (j) ) 2 ] = 2Dt für alle j {1, 2, 3}, was alle obigen Beobachtungen bestätigt und die folgende Definition (für D = 1/2) motiviert: Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 7 / 14
16 Für t > 0, x, y R m sei p (m) t (x, y) := (2πt) m/2 e x y 2 2t Gaußsche Verteilungsdichte. Definition Sei (Ω, F, P) ein WR. Ein stochastischer Prozess W = (W (1),..., W (m) ) : [0, ) Ω R m mit stetigen Pfaden heißt eine Brownsche Bewegung (BB) in R m mit Startpunkt x R m, falls für alle k N, alle 0 < t 1 < < t k und alle Borel-Mengen A 1,..., A k R m das Folgende gilt: P{W t1 A 1,..., W tk A k } = p (m) t 1 (x, x 1 )p (m) t 2 t 1 (x 1, x 2 ) p (m) t k t k 1 (x k 1, x k )dx 1 dx k. A 1 A k die Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 8 / 14
17 Aus der Definition folgt W 0 = x P-f.s. Die Formel für P{W t1 A 1,..., W tk A k } ist äquivalent zu W 0 = x P-f.s., für alle k N, 0 = t 0 < t 1 < t k sind die Zufallsvariablen W t0, W t1 W t0,... W tk W tk 1 unabhängig und W tj W tj 1 hat die Gaußsche Verteilungsdichte p (m) (t j t j 1, 0, ) für alle j {1,..., m}. Satz (N. Wiener (1923)) Es existiert ein WR der für jedes x R m eine BB in R m mit Startpunkt x trägt. Beweisidee: OBdA m = 1, x = 0. Der kanonische Prozess W t (ω) := ω(t) auf Ω = C([0, ), R 1 ) mit dem Wiener-Maß P ist eine BB mit Startwert 0 (das Maß P erhält man z.b. mittels des skalierten symmetrischen Random Walks, oder mittels Kolmogorov). Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 9 / 14
18 Aus der Definition folgt W 0 = x P-f.s. Die Formel für P{W t1 A 1,..., W tk A k } ist äquivalent zu W 0 = x P-f.s., für alle k N, 0 = t 0 < t 1 < t k sind die Zufallsvariablen W t0, W t1 W t0,... W tk W tk 1 unabhängig und W tj W tj 1 hat die Gaußsche Verteilungsdichte p (m) (t j t j 1, 0, ) für alle j {1,..., m}. Satz (N. Wiener (1923)) Es existiert ein WR der für jedes x R m eine BB in R m mit Startpunkt x trägt. Beweisidee: OBdA m = 1, x = 0. Der kanonische Prozess W t (ω) := ω(t) auf Ω = C([0, ), R 1 ) mit dem Wiener-Maß P ist eine BB mit Startwert 0 (das Maß P erhält man z.b. mittels des skalierten symmetrischen Random Walks, oder mittels Kolmogorov). Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 9 / 14
19 Satz Sei W eine BB in R m. a) Die Komponenten von W sind unabhängige BB en im R 1. b) W hat die Markov-Eigenschaft bzgl. F W. c) Für alle j {1,..., m}, s, t 0, k N gilt E[(W (j) t W (j) s ) k ] = { 0, falls k ungerade (2l)! 2 l l! (t s)l falls k = 2l, insbesondere E[(W (j) t W (j) 0 )2 ] = t (Einstein für D = 1/2...). d) W ist ein Martingal bezüglich F W. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 10 / 14
20 Beweis: Tafel. a) Eine Konsequenz von p (m) t ((x (1),..., x (m) ), (y (1),..., y (m) )) = m j=1 p (1) t (x (j), y (j) ). b) Für s < t und f : R m R Borel u. beschr. gilt wegen der Unabhängigkeit der Zuwächse E[f ((W t W s ) + W s ) F W s ] = E[f ((W t W s ) + W s ) σ(w s )]. c) Für s < t gilt E[(W (j) t W s (j) ) k ] = y k p t s(0, (1) y)dy = R 1 { 0, falls k ungerade (2l)! 2 l l! (t s)l falls k = 2l. d) Für s < t gilt wegen der Unabhängigkeit der Zuwächse und c) E[W t F W s ] = E[W s F W s ]+E[W t W s F W s ] = W s +E[W t W s ] = W s. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 11 / 14
21 Zu den lokalen Pfadeigenschaften der Brownschen Bewegung: Satz Sei W eine BB in R m. Für alle j {1,..., d} besitzt W (j) eine quadratische Variation, d.h. es gibt einen Prozess [W (j) ] in R 1, so dass für alle t 0 und jede Folge von Partitionen n = {0 = t (n) 0 < t (n) 1 <... t n (mn) = t}, n N, mit n 0 für n, die Konvergenz n [W (j) ] t = lim (W (n) n t j j=1 Tatsächlich ist [W (j) ] t = t P-f-s. Beweis: [ ( mn ) 2 ] E j=1 W t (n) W (n) j t ) 2 t j 1 W (n) t ) 2 in L 2 (Ω, F, P) gilt. j 1 = 2 n j=1 (t (n) j t (n) j 1 )2 2t n. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 12 / 14
22 Zu den lokalen Pfadeigenschaften der Brownschen Bewegung: Satz Sei W eine BB in R m. Für alle j {1,..., d} besitzt W (j) eine quadratische Variation, d.h. es gibt einen Prozess [W (j) ] in R 1, so dass für alle t 0 und jede Folge von Partitionen n = {0 = t (n) 0 < t (n) 1 <... t n (mn) = t}, n N, mit n 0 für n, die Konvergenz n [W (j) ] t = lim (W (n) n t j j=1 Tatsächlich ist [W (j) ] t = t P-f-s. Beweis: [ ( mn ) 2 ] E j=1 W t (n) W (n) j t ) 2 t j 1 W (n) t ) 2 in L 2 (Ω, F, P) gilt. j 1 = 2 n j=1 (t (n) j t (n) j 1 )2 2t n. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 12 / 14
23 Bemerkungen und Ausblick: Aus dem vorhergehenden Satz folgt, dass für beliebiges t > 0 fast alle BB Pfade keine endliche Totalvariation auf [0, t] haben, insbesondere nicht stetig differenzierbar auf [0, t] sind. Tatsächlich sind fast alle Brownsche Pfade nicht einmal differenzierbar auf [0, t] (Einstein, Quantenmechanik!). Insbesondere kann t 0 X sdw s für einen stetigen Prozess X nicht pfadweise als Stieltjes-Integral gebildet werden, aber die Existenz der quadratischen Variation [W t ] lässt dennoch eine natürliche Definition von t 0 X sdw s zu (Itô-integral!). Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 13 / 14
24 Bemerkungen und Ausblick: Aus dem vorhergehenden Satz folgt, dass für beliebiges t > 0 fast alle BB Pfade keine endliche Totalvariation auf [0, t] haben, insbesondere nicht stetig differenzierbar auf [0, t] sind. Tatsächlich sind fast alle Brownsche Pfade nicht einmal differenzierbar auf [0, t] (Einstein, Quantenmechanik!). Insbesondere kann t 0 X sdw s für einen stetigen Prozess X nicht pfadweise als Stieltjes-Integral gebildet werden, aber die Existenz der quadratischen Variation [W t ] lässt dennoch eine natürliche Definition von t 0 X sdw s zu (Itô-integral!). Globale Pfadeigenschaften: Die BB ist rekurrent für m 2, sowie transient für m 3. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 13 / 14
25 Bemerkungen und Ausblick: Aus dem vorhergehenden Satz folgt, dass für beliebiges t > 0 fast alle BB Pfade keine endliche Totalvariation auf [0, t] haben, insbesondere nicht stetig differenzierbar auf [0, t] sind. Tatsächlich sind fast alle Brownsche Pfade nicht einmal differenzierbar auf [0, t] (Einstein, Quantenmechanik!). Insbesondere kann t 0 X sdw s für einen stetigen Prozess X nicht pfadweise als Stieltjes-Integral gebildet werden, aber die Existenz der quadratischen Variation [W t ] lässt dennoch eine natürliche Definition von t 0 X sdw s zu (Itô-integral!). Globale Pfadeigenschaften: Die BB ist rekurrent für m 2, sowie transient für m 3. Die Feynman-Kac Formel liefert einen Zusammenhang zwischen Schrödinger-Operatoren (Quantenmemchanik!) und BB. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 13 / 14
26 Bemerkungen und Ausblick: Aus dem vorhergehenden Satz folgt, dass für beliebiges t > 0 fast alle BB Pfade keine endliche Totalvariation auf [0, t] haben, insbesondere nicht stetig differenzierbar auf [0, t] sind. Tatsächlich sind fast alle Brownsche Pfade nicht einmal differenzierbar auf [0, t] (Einstein, Quantenmechanik!). Insbesondere kann t 0 X sdw s für einen stetigen Prozess X nicht pfadweise als Stieltjes-Integral gebildet werden, aber die Existenz der quadratischen Variation [W t ] lässt dennoch eine natürliche Definition von t 0 X sdw s zu (Itô-integral!). Globale Pfadeigenschaften: Die BB ist rekurrent für m 2, sowie transient für m 3. Die Feynman-Kac Formel liefert einen Zusammenhang zwischen Schrödinger-Operatoren (Quantenmemchanik!) und BB. Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 13 / 14
27 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Batu Güneysu Brownsche Bewegung: Eine Einführung 14 / 14
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