0, t 0,5

Ähnliche Dokumente
Stetige Standardverteilungen

Ist P(T) = p die Trefferwahrscheinlichkeit eines Bernoulli-Experiments,

Die tatsächlichen Breiten und Höhen der Säulen und damit der Flächeninhalt bleiben unverändert:

Die tatsächlichen Breiten und Höhen der Säulen und damit der Flächeninhalt bleiben unverändert:

Definition Sei X eine stetige Z.V. mit Verteilungsfunktion F und Dichte f. Dann heißt E(X) :=

70 Wichtige kontinuierliche Verteilungen

STETIGE VERTEILUNGEN

Statistik für Ingenieure Vorlesung 5

Normalverteilung und Standardisierung

Wichtige Begriffe und Sätze aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung

5. Spezielle stetige Verteilungen

Zufallsvariablen. Diskret. Stetig. Verteilung der Stichprobenkennzahlen. Binomial Hypergeometrisch Poisson. Normal Lognormal Exponential

Kapitel VII. Einige spezielle stetige Verteilungen

Motivation. Benötigtes Schulwissen. Übungsaufgaben. Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum 10 Universität Basel. Statistik

Wahrscheinlichkeit und Statistik: Zusammenfassung

Zufallsgröße X : Ω R X : ω Anzahl der geworfenen K`s

Spezielle stetige Verteilungen

Fit for Abi & Study Stochastik

Einführung in Quantitative Methoden

Mathematik für Biologen

Statistik. Sommersemester Prof. Dr. Stefan Etschberger Hochschule Augsburg. für Betriebswirtschaft und internationales Management

Wirtschaftsmathematik

Wenn es sich um ein faires Spiel handeln soll, muss der Einsatz 1 betragen (2) Weniger als 3 mal Wappen ( ) 32 (3) Mindestens 1 mal Wappen ( )

1 Vorbemerkungen 1. 2 Zufallsexperimente - grundlegende Begriffe und Eigenschaften 2. 3 Wahrscheinlichkeitsaxiome 4. 4 Laplace-Experimente 6

Stetige Verteilungen Rechteckverteilung

Lösungen zu Übungsblatt 9 Höhere Mathematik2/Stochastik 2 Master KI/PI

11. Approximation der Binomialverteilung durch die Normalverteilung

7.5 Erwartungswert, Varianz

5 Binomial- und Poissonverteilung

Vorlesung: Statistik II für Wirtschaftswissenschaft

Mathematica: u=5;s=1;plot[exp[-0.5((x-u)/s)^2],{x,0,10}] 76

Von der Binomialverteilung zur Normalverteilung

Stochastik Musterlösung 4

Der Erwartungswert E[g(X)] von g(x) ist definiert. g(x k )w(x = x k ),

1 Stochastische Konvergenz 2. 2 Das Gesetz der grossen Zahlen 4. 3 Der Satz von Bernoulli 6

Wichtige Begriffe und Sätze aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung

6.2 Approximation der Binomialverteilung

Die Varianz (Streuung) Definition

Mathematik für Biologen

1 Stochastische Konvergenz 2

f(x) = P (X = x) = 0, sonst heißt Poisson-verteilt mit Parameter (oder Rate) λ > 0, kurz X P o(λ). Es gilt x x! 1 Wahrscheinlichkeitsrechnung 212

Bestimmte Zufallsvariablen sind von Natur aus normalverteilt. - naturwissenschaftliche Variablen: originär z.b. Intelligenz, Körpergröße, Messfehler

Zusammenfassung Mathe II. Themenschwerpunkt 2: Stochastik (ean) 1. Ein- und mehrstufige Zufallsexperimente; Ergebnismengen

Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik

Referenten: Gina Spieler, Beatrice Bressau, Laura Uhlmann Veranstaltung: Statistik für das Lehramt Dozent: Martin Tautenhahn

Probeklausur zu Mathematik 3 für Informatik

Folie zur Vorlesung Wahrscheinlichkeitsrechnung und Stoch. Prozesse

Kapitel 12 Stetige Zufallsvariablen Dichtefunktion und Verteilungsfunktion. stetig. Verteilungsfunktion

Abiturvorbereitung Stochastik. neue friedländer gesamtschule Klasse 12 GB Holger Wuschke B.Sc.

Binomialverteilung. Häufigkeit, mit der Ereignis A bei n unabhängigen Versuchen eintritt. Träger von X : X = {0, 1, 2,..., n}.

KOMPETENZHEFT ZUR STOCHASTIK III

Universität Basel Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum. Zufallsvariablen. Dr. Thomas Zehrt

Biostatistik, Winter 2011/12

Erwartungswert, Umgebungswahrscheinlichkeiten und die Normalverteilung

6. Kontinuierliche Zufallsgrößen. Beispiel 1: Die Exponentialverteilungen Sei λ > 0. Setzen

Grundwissen Stochastik Leistungskurs 10. Februar 2008

3 Stetige Zufallsvariablen

Bei vielen Zufallsexperimenten interessiert man sich lediglich für das Eintreten bzw. das Nichteintreten eines bestimmten Ereignisses.

Biostatistik, Sommer 2017

Korollar 116 (Grenzwertsatz von de Moivre)

Mathematik für Biologen

Normalverteilung. 1 2πσ. Gauß. 2 e 1 2 ((x µ)2 σ 2 ) Werkzeuge der empirischen Forschung. W. Kössler. Einleitung. Datenbehandlung. Wkt.

1 Dichte- und Verteilungsfunktion

Vorlesung 6b. Von der Binomial-zur Normalverteilung

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik

Kapitel VII - Funktion und Transformation von Zufallsvariablen

Stochastik. 1. Wahrscheinlichkeitsräume

ETWR Teil B. Spezielle Wahrscheinlichkeitsverteilungen (stetig)

Übungsblatt 9 (25. bis 29. Juni)

6. Stochastische Modelle II: Stetige Wahrscheinlichkeitsverteilungen, insbesondere Normalverteilungen

Mathematik für Biologen

2.2 Binomialverteilung, Hypergeometrische Verteilung, Poissonverteilung

Übungsscheinklausur,

Teil VIII. Zentraler Grenzwertsatz und Vertrauensintervalle. Woche 6: Zentraler Grenzwertsatz und Vertrauensintervalle. Lernziele. Typische Situation

Stochastik Approximationen der Binomialverteilung

7.2 Moment und Varianz

Heute. Die Binomialverteilung. Poissonverteilung. Approximation der Binomialverteilung durch die Normalverteilung

1.5 Mehrdimensionale Verteilungen

2.3 Intervallschätzung

Wahrscheinlichkeitstheorie Kapitel V - Stetige Verteilungen

1. Was ist eine Wahrscheinlichkeit P(A)?

DWT 1.4 Rechnen mit kontinuierlichen Zufallsvariablen 234/467 Ernst W. Mayr

(6.29) Z X. Die standardnormalverteilte Zufallvariable Z, Z ~ N(0,1), weist den Erwartungswert (6.30) E(Z) = 0 und die Varianz (6.31) V(Z) = 1 auf.

2. Übung zur Vorlesung Statistik 2

Transkript:

XIII. Die Normalverteilung ==================================================================. Der lokale Grenzwertsatz -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Standardisierung von B(4; 0,) : 0, - - - t Standardisierung von B(8; 0,) : 0, - - - t Lokaler Grenzwertsatz : Die Dichtefunktion ϕ n (= Treppenfunktion, die ein Histogramm oben berandet) der standardisierten Binomialverteilung B(n; p) geht mit wachsendem n gegen die Grenzfunktion ϕ(t) = π e t ϕ heißt deshalb Dichte der Standardnormalverteilung. Eigenschaften von ϕ :. Achsensymmetrie ϕ( t) = ϕ(t). lim ϕ(t) = 0 t ±

. ϕ(t)dt = 0, - - - Anwendung : Für große n ( > 9) gilt : B(n; p; k) π e (k np) ( lokale Näherung) Begründung : Breite eines Histogrammrechtecks der standardisierten Binomialverteilung : t = σ = Höhe des zu k gehörenden Rechtecks : h ϕ(t) = ϕ( k np ) B(n; p; k) h t = e π k np Beispiel : Es ist B(00; 0,; 4) = 0,0480 Die lokale Näherung ergibt : B(00; 0,; 4) π 00 0, 0, e (4 0) 00 0, 0, 0,04 Bemerkung : Eine Wertetabelle von ϕ findet man in der Stochastik-Tabelle (S.9).

. Integraler Grenzwertsatz -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- p k l ϕ( )t ) 0, t k l t Im Histogramm der Binomialverteilung B(n;p) ist die Flächensumme der Histogrammrechtecke von k bis l mit 0 k l n gleich der Wahrscheinlichkeit P(k X l) für die Trefferzahl X. Ist X S die Standardisierung von X und t k und t l die standardisierten Werte von k und l, dann gilt P(t k X s t l ) = P(k X l). Die Flächenberechnung lässt im Histogramm von durchführen. X S näherungsweise durch eine Integration P(k X l) = k i l B(n; p; i) ϕ(t)dt t k t l l µ+ σ k µ σ ϕ(t)dt Setzt man Φ(x) : = x ϕ(t)dt = x e t dt, π dann gilt

Satz : Für die Binomialverteilung gilt folgende Näherungsformel l np + 0, k np 0, P(k X l) Φ( ) Φ( ) Stellt man keine zu großen Ansprüche an die Genauigkeit, dann reicht aus P(k X l) Φ(( l-np k- np ) - Φ(( ) Spezialfall : l = k (integrale Näherungsformel bzw. Laplace - Näherung) k np + 0, k np 0, P( X = k) Φ( ) Φ( ) Bemerkungen und Beispiele :. Die Werte der Funktion Φ lassen sich nur numerisch berechnen. Als Graph ergibt sich Z(0; 0,) - - - x. Es gilt lim Φ(x) = 0 und lim Φ(x) = x x. Der Graph von Φ ist punktsymmetrisch zu Z 0. Also ist Φ(x) = Φ( x) Φ( x) = Φ(x)

Daher findet man nur für positive x die Werte von Φ(x) in der Stochastiktabelle. So ist z.b. Φ(,) = Φ(,) 0,88877 = 0, Die Punktsmmetrie von Φ folgt aus der Achsensymmetrie von ϕ. 4. Φ ist streng monoton steigend und damit umkehrbar. Man findet Werte der Umkehrfunktion in der Stochastiktabelle. So ist z.b. Φ (0,0,9),6449 und Φ (0,97),9600. Für die Verteilungsfunktion F gilt : x np + 0, 0 np 0, x np + 0, F(x) = P( X x) Φ( ) Φ( ) ( )

Aufgabentypen : Berechnen von Wahrscheinlichkeiten Ein L-Würfel wird 600mal geworfen. Berechnen Sie näherungsweise die Wahrscheinlichkeit, dass a) mindestens 9mal und höchstens mal b) höchstens mal c) mindestens mal d) genau 99mal eine Sechs fällt. X : Anzahl der gewürfelten Sechsen Erwartungswert : E(X) = µ = np = 600 6 = 0 Standardabweichung : σ = Var(X) = = 600 6 6 = a) P(9 X ) φ( -0+ ) - φ( 9 0 ) Φ(,) Φ( 0,60) = Φ(,) Φ(0,60) 0,994 + 0,77 66,% bzw. P(9 X ) = P(X ) P(X 94) = F() F(94) = = Φ( -0+ ) - Φ( 94 0 + ) mit dem gleichen Ergebnis.

b) P(0 X ) = Φ( 0+ ) - Φ( 0 0 + ) Φ(0,60) Φ(,90) 0,77 7,6% 0 c) P(X ) = P(X ) Φ( -0+ ) Φ(0,7) 0,6064 9,4% d) P(X = 99) Φ(( 99-0+ ) Φ(( 99-0 ) Φ( 0,0) Φ(( 0,6) = Φ((0,6) Φ((0,0) 4,% Bestimmen von Intervallen Eine Laplace-Münze wird 400mal geworfen. In welchem möglichst kleinen Intervall symmetrisch zum Erwartungswert liegt mit mindestens 9% Wahrscheinlichkeit die Anzahl der Adler? X : Anzahl der Adler Erwartungswert : E(X) = 400 = 00 Standardabweichung : σ = 400 = Ansatz für das Intervall : I = 00 k; 00 + k Bedingung : P(00 k X 00 + k) 0,9 Φ( 00 + k 00+ ) Φ( 00 k 00 ) 0,9

Φ( k+ ) Φ( k ) 0,9 Φ( k+ ) Φ( k + ) 0,9 Φ( k+ ),9 Φ( k+ ) 0,97 ο φ k+,96 k 9, k min = 0 Mit mindestens 9% Wahrscheinlichkeit liegt die Anzahl der Adler im Intervall 80; 0. Bestimmen der Versuchsanzahl Aufgabe : In einer Urne beträgt der Anteil roter Kugeln 6%. Wie viele Kugeln muss man mindestens mit Zurücklegen ziehen, damit man mit mindestens 90%-iger Wahrscheinlichkeit mehr als 0 rote Kugeln darunter sind? Bedingung : P(X > 0) 0,9 - P(X 0) 0,90 P(X 0) 0, 0-0,6n+0, Φ( ) 0, n 0,6 0,64 0, 0,6n 0,48 n,86 0, 0,6n 0,668 n 0,6n 0,668 n 0, 0 Substitution u = n und Übergang zur Gleichung : 0,6u 0,668u 0, = 0 u 7,6 u,9 Rücksubstitution und Rundung : Man muss mindestens ziehen.

Bestimmen der Trefferwahrscheinlicheit Wie hoch muss der Anteil roter Kugeln in einer Urne mindestens sei, damit man beim Ziehen von 400 Kugeln mit Zurücklegen mit mindestens 90% Wahrscheinlichkeit mindestens 0 rote Kugeln erhält? P(X 0) 0,9 - P(X 99) 0,90 P(X 99) 0, 99-400p+0, Φ( ) 0, 400pq 99, 400p 0 p( p),86 99, 400p,6 p( p) 6066,9994p 806,9994p 9900, 0 Daraus ergibt sich, dass der Anteil mindestens 7,8% betragen muss. Normalverteilte Größen Die mittlere Lebensdauer eines Motors beträgt 00000 km mit einer Standardabweichung von 40000 km. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Motor eine Lebensdauer von mindestens 0000 km hat? P(X 0000) = P(X 0000) = Φ( 0000 00000 ) = Φ(,),6% 40000 Definition : Hat eine Zufallsgröße X mit E(X) = µ und Var(X) = σ die Verteilungsfunktion dann heißt sie normalverteilt nach N(µ; σ). F(x) = Φ( x- µ, σ )