Arbeiten bei der Caritas

Ähnliche Dokumente

Kirchlicher Dienst von A - Z

Praxis der Bilanzierung und Besteuerung von CO 2 -Emissionsrechten

Dienstgeber organisieren sich Positionierung der Träger

Ulrich Richartz, Geschäftsführer DiAG-MAV FHH und Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster

NomosKommentar. TVöD - TV-L. Handkommentar. Bearbeitet von Ernst Burger. 3. Auflage Buch S. Gebunden ISBN

Sonderausgabe August 2014, Themen: Besitzstandsabschmelzung Urlaubsgeld Sonderregelung Berlin Lohngerechtigkeit Rück- und Ausblicke

Arbeitsrechtliche Kommission MAS Erzdiözese München und Freising. Herzlich Willkommen. zum Info-Tag SuE

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 5 Abkürzungsverzeichnis Spezielle kirchliche Bezeichnungen Quellen/Literatur... 23

Whittaker, Holtermann, Hänni / Einführung in die griechische Sprache

Satzung des Caritasverbandes für die Diözese Münster e. V.

Kirchliches Arbeitsrecht - auch für Sie?

Was Sie schon immer über die DiAg MAV wissen wollten... DiAg-konkret

Sanierung im Mittelstand

Prüfe dein Wissen: PdW. Gesellschaftsrecht. von Prof. Dr. Herbert Wiedemann, Prof. Dr. Kaspar Frey. 8. Auflage

18. Fachtagung zum kirchlichen Arbeitsrecht zum Thema "Arbeitsverhältnisse in der Kirche - Anspruch und Wirklichkeit?"

Kollektives Arbeitsrecht - Was heißt das?

Theodor Thesing. Heilerziehungspflege. Ein Lehrbuch zur Berufskunde. Lambertus

Zweiter oder Dritter Weg? Der Unterschied. Heidi Kaul Referentin für Arbeitsrecht. Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e.v.

NomosAnwalt. Richter Doering-Striening Schröder Schmidt [Hrsg.] Seniorenrecht. in der anwaltlichen und notariellen Praxis. 2. Auflage.

Leitfaden zu Forschungs- und Entwicklungsverträgen zwischen Hochschulen und der Industrie

Das Rad neu erfunden? Das ARGG-EKD und seine Umsetzung in den Landeskirchen

Gesetzliche Unfallversicherung

Newsletter Mai NEWSLETTER Mai Inhaltsverzeichnis

Fahrpersonalgesetz und Sozialvorschriften für Kraftfahrer

Konfigurationsmanagement mit Subversion, Ant und Maven

Das Arbeits- und Tarifrecht der katholischen Kirche. Praxishandbuch får Kirche und Caritas. von. sowie. unter Mitarbeit von. Elisabeth Hartmeyer

Die Revision im Strafrecht

Krisenmanagement mit Outsourcing

Heinrich Hemme, Der Mathe-Jogger 2

Arbeitsrecht und BAT

Prüfe dein Wissen: PdW 33. Insolvenzrecht. von Prof. Dr. Ulrich Ehricke, Dr. Kristof Biehl. 2. Auflage. Verlag C.H.

IT-Controlling für die Praxis


Jens Jacobsen. Website-Konzeption. Erfolgreiche Websites planen, umsetzen und betreiben. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage

Erfolgsstrategien im Gesundheitstourismus

IT-Servicemanagement mit ITIL V3

Öffentliche Unternehmen

Das erfolgreiche Sozialversicherungsrechtsmandat

Software modular bauen

Talentmanagement mit System

Hochschulabsolventen gewinnen, fördern und erhalten

Soziale Marktwirtschaft im Studium

Die neue Welt der AVR

Übungen zur Kosten-, Erlösund Ergebnisrechnung

Nomos. Urteilsabsprachen und Opferinteressen in Verfahren mit Nebenklagebeteiligung. Mainzer Schriften zur Situation von Kriminalitätsopfern

IT-Service-Management mit ITIL 2011 Edition

Erfolgreiche Umwelt kommunikation im Internet

MAV - Fortbildungen 2015 in Zusammenarbeit mit

Handbuch Kundenmanagement

Selbstverwaltungsrecht der Sozialversicherung

WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE AUS DEM TECTUM VERLAG

Wegfall des bischöflichen Letztentscheidungsrechts

Dominik Schadow. Java-Web-Security. Sichere Webanwendungen mit Java entwickeln

Marlies Brunner (Hrsg.) Kapitalanlage mit Immobilien

HANAUER H!LFE e.v. (Hrsg.) Die Entwicklung professioneller Opferhilfe

Die Elemente der User Experience

Continuous Delivery. Der pragmatische Einstieg. von Eberhard Wolff. 1. Auflage. dpunkt.verlag 2014

Tabelle TVöD / VKA. Anlage A zu 15 TVöD - Tarifgebiet West - (gültig ab 1. Januar 2009)

Management im Gesundheitswesen

Chancen und Risiken der modernen Biotechnologie

Grundlagen Schriften zum Gemeinschaftsprivatrecht

Kirchliche Einrichtungen zwischen Drittem Weg und Tarifvertrag Angemessene Arbeitsbedingungen aber wie? Würzburg, den

Einstellungsinterviews

Arzneimittel Rezeptprüfung, Beratung und Regress

Jede Leistung hat ihre Steuer

Frank Herrmann. Kurzvorträge BWL/VWL

Standortfaktor Arbeitsrecht

Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse

Tanja Hartwig genannt Harbsmeier. Up- und Cross-Selling

beck-shop.de Däubler/Bonin/Deinert AGB-Kontrolle im Arbeitsrecht

Basiswissen Software-Projektmanagement

Bankenmanagement. Erfolgreiches Banking in der Konsolidierung und im Turnaround. Herausgegeben von. Uwe Christians

Ratgeber zum Spenden sammeln

Basiswissen Wohlfahrtsverbände

Professionell blitzen mit dem Nikon Creative Lighting System

Basiswissen Medizinische Software

Die Markenrechtsfähigkeit. der Erbengemeinschaft

Bettina Toson. Mittelalterliche Hospitäler in Hessen zwischen Schwalm, Eder und Fulda

Grundlagen und Praxis des Bank- und Börsenwesens 44. Bankenmanagement. Erfolgreiches Banking in der Konsolidierung und im Turnaround

er auch mit dem 3D-Programm Blender in Kontakt, über das er bisher zahlreiche Vorträge hielt und Artikel in Fachzeitschriften veröffentlichte.

Ein roter Faden durch den Dschungel des Kündigungsrechts - dies soll der Ratgeber für die Praxis sein.

Medizinische Grundlagen der Heilpädagogik

Erfolgreiche Wirtschaftsförderung

Sie sind gefragt! Das xxxxxxxxxxxxx aus Sicht seiner. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorsitzender: xxxxxxxxxxxxxxxxxx. xxxxxxxxxxxxxxxxxx

Erfolgreiches Kita-Management

Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Ostmitteleuropas

Mehr Selbstständigkeit für Menschen mit Autismus

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Arbeitskreis MAVen bei Kirchengemeinden und Gesamtverbänden im Bistum Limburg

Guter Rat bei Arbeitslosigkeit

Transkript:

BASICS für Sozialprofis Ulrike Kostka Anna Maria Riedl Ein Leitfaden für soziale Einrichtungen Basics für Sozialprofis Thomas Schwendele Arbeiten bei der Caritas Handbuch für MitarbeiterInnen 3. Auflage Lambertus neue caritas +

Thomas Schwendele Arbeiten bei der Caritas Handbuch für Caritas-MitarbeiterInnen Basics für Sozialprofis 3., völlig überarbeitete Auflage Lambertus

Basics für Sozialprofis Stand: Januar 2014 ISBN 978-3-7841-2661-6 Alle Rechte vorbehalten 2014, Lambertus-Verlag, Freiburg im Breisgau Redaktion: neue caritas, Gertrud Rogg, Chefredakteurin Layout: Ursi Anna Aeschbacher, Biel Umschlag: Nathalie Kupfermann, Bollschweil Herstellung: Franz X. Stückle, Druck und Verlag, Ettenheim Bibliografische Information der deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb. ddb.de abrufbar.

Inhalt Einführung... 7 Kapitel 1: Die Caritas... 9 I. Die anderen Freien Wohlfahrtsverbände... 15 II. Internationale Caritas... 17 Kapitel 2: Die Grundordnung für die Dienstgemeinschaft... 19 I. Die Dienstgemeinschaft... 21 1. Text der Grundordnung... 23 2. Der Inhalt der Grundordnung... 29 3. Zur aktuellen Praxis der Dienstgemeinschaft... 35 II. Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht... 36 1. Der Dritte Weg als Tarifweg der Caritas... 39 2. Das kirchliche Mitbestimmungsrecht... 40 3. Gerichtlicher Rechtsschutz... 40 4. Das Verhältnis zum staatlichen Arbeitsrecht... 41 Kapitel 3: Der Dienstvertrag... 43 Kapitel 4: Die Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR)... 51 I. Die Arbeitszeit... 54 II. Die Vergütung... 55 1. Die Eingruppierung... 55 2. Die Einstufung... 56 3. Der Stufenaufstieg... 57 4. Der Bewährungsaufstieg... 57 5. Die Vergütungstabellen... 58 6. Kinderkomponente... 58 3

7. Zulagen... 58 8. Leistungs-/Sozialkomponente... 58 9. Anschlussdienstverhältnis... 59 10. Die zusätzliche Altersversorgung... 59 Kapitel 5: Die Weiterentwicklung der AVR durch die Arbeitsrechtliche Kommission (AK)... 61 I. Differenzierte Zuständigkeiten... 64 II. Die Bundeskommission... 65 III. Die sechs Regionalkommissionen... 66 IV. Einrichtungsspezifische Regelungen... 68 V. Patt-Situationen... 69 1. Der Ältestenrat... 69 2. Der Vermittlungsausschuss... 69 3. Die verbindliche Schlichtung... 70 4. Konfliktregelungen in den Regionalkommissionen... 70 VI. Die bischöfliche Inkraftsetzung und der bischöfliche Widerspruch... 71 VII. Die Zusammensetzung der Arbeitsrechtlichen Kommission... 72 1. Der Vorsitzende... 72 2. Die Geschäftsführung... 72 3. Wahlen und Struktur der Mitarbeiterseite... 72 4. Die Zusammensetzung der Dienstgeberseite... 73 VIII. Unterstützung für die AK... 74 IX. Die Zentrale Kommission zur Ordnung des kirchlichen Dienst- und Arbeitsrechts (Zentral-KODA)... 75 X. Der Wert der sozialen Arbeit... 77 XI. Die Krise des Dritten Weges und ihre Folgen für die Caritas... 81 Exkurs: Caritas und Gewerkschaften... 83 4 Inhalt

Kapitel 6: Die Mitarbeitervertretung (MAV)... 87 I. Formen der Mitbestimmung... 91 1. Information... 91 2. Anhörung und Mitberatung... 91 3. Zustimmung... 92 4. Vorschlags- und Antragsrecht... 93 5. Die Dienstvereinbarung... 94 II. Rechtsmittel... 95 III. Überbetriebliche Zusammenschlüsse der MAVen... 96 1. Die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der MAVen (DiAG-MAV)... 96 2. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der MAVen (BAG-MAV)... 97 3. Die Interessengemeinschaft der Mitarbeiter in Caritas und Kirche (IG-MICK)... 97 Kapitel 7: Der Rechtsweg... 99 Schlussbemerkungen... 103 Verzeichnis gebräuchlicher Abkürzungen... 107 Linksammlung... 111 Literaturtipps... 112 Stichwortverzeichnis... 114 Der Autor... 118 Inhalt 5

6 Einleitung

Einführung Dieses Büchlein soll neuen Mitarbeitern bei der Caritas Fragen rund um das Arbeitsrecht der Caritas beantworten. Leicht verständlich will es Begriffe wie Dienstvertrag, Dienstgemeinschaft, kirchliches Tarifrecht, Arbeitsvertragsrichtlinien und Mitbestimmung erläutern. Es möchte Orientierung geben und den Überblick erleichtern in einem Rechtsgebiet, das außerhalb von Kirche und Caritas kaum bekannt ist. Es führt ein in die besonderen Pflichten der Caritas-Mitarbeiter und will mit Literaturhinweisen und einer Linksammlung zur Vertiefung anregen. Es bietet Hilfe, wie und wo Caritas- Beschäftigte Rat und Unterstützung finden, wenn sie weiterführende Fragen oder Probleme rund um das Caritas-Arbeitsrecht haben. Auch stellt es in knappen Worten die Konflikte um das kirchliche Arbeitsrecht dar und zeigt die aktuellen Entwicklungen dazu auf. Die viel diskutierten Stichworte dazu lauten: Loyalitätsobliegenheiten, Streikrecht und Gewerkschaften. Dort mehr dazu. Obwohl 80 % der Caritas-Mitarbeiter weiblichen Geschlechts sind (in den Führungsetagen jedoch noch wenige beschäftigt sind), wird hier die männliche Form benutzt. Dies erleichtert die Lesbarkeit. Das Büchlein konzentriert sich auf Grundaussagen. Differenzierungen, Spezialgebiete und Ausnahmen sollen davon nicht ablenken. Um sich Sachverhalte im Detail anzueignen, empfiehlt es sich, wie immer bei juristischen Sachverhalten, den Originaltext zu lesen und dann Kommentare dazu zu studieren. Einführung 7

Die erste Auflage dieses Büchleins verfasste Wolfgang Becker-Freyseng 2007 in der Phase des Umbruchs der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK). Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) hatte bereits den Bundesangestelltentarif (BAT) abgelöst. Die AK hatte ihre Tarifreform jedoch noch vor sich. Daher stellte der Autor viele Fragen und skizzierte Lösungsideen. Die zweite Auflage, verfasst von Thomas Schwendele im Herbst 2009, baute auf der ersten Auflage auf und berücksichtigte die inzwischen novellierte Ordnung der AK sowie das im Sommer 2008 reformierte Caritas-Tarifrecht. In der jetzt aktualisierten dritten Auflage berücksichtigt der Autor die Tarifumstellung für die Ärzte und für die Mitarbeiter in der Pflege sowie im Sozial- und Erziehungsdienst. 8 Einführung

Kapitel 1: Die Caritas Kapitel 1: Die Caritas 9

10 Einleitung Einführung

Die Nächstenliebe lateinisch Caritas ist neben der Wortverkündigung und dem Gottesdienst die dritte Lebens- und Wesensäußerung der katholischen Kirche. Der Deutsche Caritasverband (DCV) ist der Wohlfahrtsverband der Katholischen Kirche in Deutschland. Er ist der Zusammenschluss der institutionalisierten Nächstenliebe der Katholischen Kirche in einem Verband. Gemeinsam mit den anderen Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und dem deutschen Staat regelt und koordiniert er notwendige soziale Hilfeleistungen und bietet mit seinen Einrichtungen nach dem Subsidiaritätsprinzip die erforderlichen sozialen Dienste an. Zugleich versteht er sich als Anwalt der Armen und Benachteiligten. Unter dem Dach des Deutschen Caritasverbandes haben sich zahlreiche Vereine, Stiftungen, Verbände und Orden als Träger sozialer Einrichtungen zusammengeschlossen, regional gegliedert in 28 Diözesancaritasverbände oder fachlich ausgerichtet in den 17 Fachverbänden (z. B. In Via, Malteser oder Sozialdienst katholischer Frauen). Den gemeinsamen Rahmen bilden die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und die Anerkennung als katholische Einrichtung durch den Bischof der jeweiligen Diözese. Vereinsrechtlich ergibt sich der Rahmen durch Mitgliedschaft und Anerkennung der diözesanen Vereinssatzung oder der Satzung des jeweiligen Fachverbandes. Kapitel 1: Die Caritas 11