DAS WEBINAR IM ÜBERBLICK

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Transkript:

DAS WEBINAR IM ÜBERBLICK 1. Aufbau des Webinars a) Allgemeine Einführung zur Charttechnik b) Darstellung und Hilfsmittel c) Trends und Korrekturen d) Analysewerkzeuge und Methoden Kursextrema Widerstände und Unterstützungen Trendlinien Seitwärtsphasen: Trendfortsetzung oder Trendwende? Kursmuster

Charttechnische Analyse Klassische Charttechnik: Beobachtung, Analyse und Interpretation des Kursverlaufes Differenzierung zwischen Trend und Korrektur (Dow) Herausfiltern wiederkehrender Bewegungsmuster zur Ableitung von Handelssignalen (insb. in Bezug auf Phasen, die starken Kursbewegungen vorangingen) -> Analyse der bisherigen Entscheidungen der Marktteilnehmer -> Einfaches Erklärungsmodell auf Basis der Analyse historischer Kursentwicklungen -> Signalgeber und Frühwarnsystem Spätere Weiterentwicklung umfassenderer Theorien über die Natur oder den Charakter der Kursverläufe (Gann, Elliott, Neely, Fraktale, ) Ziel: Signale generieren, Bestätigung für Beibehalten einer Position, Strukturierung des Kursverlaufs, Prognose

Charttechnische Analyse - Kernthesen Je mehr Marktteilnehmer, desto unwichtiger die Ursachen für und die Einzelentscheidungen der jeweiligen Akteure Gleichzeitig steigt der Einfluss der Kursentwicklung nach der Orderaufgabe für die Bewertung der Anlageentscheidung durch die Akteure Nivellierung der Einzelentscheidungen führt zu einem Kursstrom, bei dem sich Entscheidungen kurz-, mittel-, langfristig anlegender Marktteilnehmer überlagern -> Kursstrom entwickelt eigenen Rhythmus In den seltensten Fällen ist dieser Rhythmus konstant oder wiederholt sich gleichförmig. Aber es gibt in allen Zeitebenen und Märkten auftretende Ähnlichkeiten (Trendverhalten & Musterbildung)

Darstellung & Hilfsmittel: Kerzen- und Barcharts durch Anzeige von Hoch und Tief pro Zeiteinheit -> mehr Informationen als Liniencharts Sonderfall Kerzenchart: Darstellungsform und eigenes Analysewerkzeug

Darstellung & Hilfsmittel: Renkocharts zeitachsenunabhängige Darstellung Bewegungen auf der Preisachse müssen bestimmte Länge überschreiten, damit neuer Ziegel (Renko) eingetragen wird (Länge definiert der Anleger) Renko filtert Bewegungen heraus, die für Trendstruktur kaum eine Rolle spielen

Dow Theorie Trend: Marktteilnehmer handeln über einen bestimmten Zeitverlauf in Summe in die gleiche Richtung Korrektur: Handelsentscheidungen der Marktteilnehmer neutralisieren sich Bestimmung von Trendphasen und Trendwechseln Aufwärtstrend: Abfolge höherer Hoch- und Tiefpunkte Abwärtstrend: Abfolge tieferer Hoch- und Tiefpunkte Hoch Hoch

Praxisbeispiel AT&S Kerzenchart

Grundsätzliche Trendverläufe Linearer Trend: Verlauf kann innerhalb paralleler Linien eingegrenzt werden (Trendkanal) Impulsiver Trend: A) mit Initialzündung (logarithmischer Trend) B) mit exponentieller Steigung

Eingrenzung und Handel von Trends Trenddefinition Dow Extrema als Widerstände und Unterstützungen, die sich aus Kursverlauf ergeben Trendlinien zur diagonalen Eingrenzung des Kursverlaufs (Tangenten des Trends) > Hinweis auf Beschleunigung oder Verlangsamung/Seitwärtstrend, nicht Trendwende Kursmuster in Seitwärtsphasen: Marktreaktion signalisiert Trendfortsetzung oder Trendwende > Bedeutung Seitwärtsphasen als Krisensituation zwischen Fortsetzung und Trendwende Feintuning: Vergleich laufende Trendphase zur Korrektur > Geschwindigkeit

Widerstand vs. Unterstützung Widerstand: Hochpunkt innerhalb des Kursverlaufs, der in der Vergangenheit auftrat Endpunkt einer vorherigen Trendphase > Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kurse dort später fallen Überschreiten/höher Preis als alter Widerstand impliziert Trendfortsetzung > Kaufsignal Unterstützung: Tiefpunkt innerhalb des Kursverlaufs, der in der Vergangenheit auftrat Startpunkt einer Trendphase > Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kurse dort später steigen Unterschreiten/tieferer Preis als alte Unterstützung impliziert Ende des vorherigen Trends > Verkaufssignal

Start-und Endpunkte als Widerstand und Unterstützung Widerstand Widerstand Alarmsignal / StopLoss Alarmsignal / StopLoss Unterstützung Alarmsignal / StopLoss

Trendlinienkonstruktion Trendlinien: Geraden, die markante Hoch- oder Tiefpunkte miteinander verknüpfen (zwei Auflagepunkte) Kurse über bzw. unter diesen Geraden sind Anzeichen für einen intakten Trend Konstruktion für Aufwärtstrends: Verbindung lokales Tief mit dem nächsten lokalen Tief, wenn nach diesem Tief ein höheres Hoch überschritten wurde Trendlinien segmentieren den Trendverlauf Auffächerung als Signal für Seitwärts- oder Wendephasen

Trend und Korrektur Charttechnik bestimmt und grenzt Trend- und Korrekturphasen voneinander ab Trendphasen sind Kaufgelegenheiten, Korrekturphasen sind Vorbereitungsphasen auf Kaufgelegenheiten

Was ist ein Muster? Seitwärtsbewegungen und Kursmuster Ein Merkmal oder eine Gestalt, die sich im Zeitverlauf wiederholt und im Großen und Ganzen seine Form nicht ändert (Reproduzierbarkeit) Muster in der Charttechnik: spezielle (Verlaufs-) Form der Korrektur bzw. des Seitwärtsmarktes oder der Trendwende Beispiele: Flagge, Dreieck, Wimpel, Doppeltop/- boden, W- Umkehr, M- Umkehr, V- Umkehr, Schulter- Kopf- Schulter- Formation, Keil, Diamant, Untertasse Zentrale Gemeinsamkeit: Auftreten im Seitwärtsmarkt/Korrekturphase

Seitwärtsmärkte und Muster Grundsätzlich: seitwärtsgerichtete Bewegung innerhalb einer Handelsspanne (Dow! Widerstände und Unterstützungen) Übergeordneter Trend wird nicht komplett korrigiert Verlauf in Varianten eines Rechtecks Vorherige Trendstärke und Trenddauer können Form beeinflussen

Trendlinien und Geschwindigkeit Adjustieren bei Trendbeschleunigung > Verbindung neuer Hoch- oder Tiefpunkte im Zeit-und Trendverlauf Trendlinien als Magnet oder Mittelachse Trendlinienbruch ohne Marktreaktion in Gegentrendrichtung > Trendbestätigung Raute als einfache Zielprojektion Sonderform: Verbindung der Extrema einer abgeschlossenen Trendphase (Tief zu Hoch oder Hoch zu Tief) > Ermittlung der Geschwindigkeit und Zeitdauer > Vergleich der Trendstärke mit Korrekturphasen und neuen Trendphasen (Beschleunigung oder Abschwächung) > Zeitdauer: Verbesserung des Timings Boxes: Rechtecke zur schnellen Markierung und Abgleich der Zeitdauer und Ausdehnung von Trends und zugehörigen Korrekturen

Umsetzung in den Handel Handel nach Extrema (Widerstände & Unterstützungen) -> erspart den verfrühten Einstieg in Seitwärtsphasen Trendlinien als Orientierungshilfen Entstehung von Seitwärtsphasen oder Auftreten von Kursmustern als Indiz auf anstehende Marktreaktion Einstieg NACH der Marktreaktion, keine Vorwegnahme