KORA Bericht Nr. 45 Dezember Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 2007

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1 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 KORA Bericht Nr. 45 Dezember 28 ISSN Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 KORA Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz. Coordinated research projects for the conservation and management of carnivores in Switzerland. Projets de recherches coordonnés pour la conservation et la gestion des carnivores en Suisse. KORA, Thunstrasse 31, CH-374 Muri. Tel , Fax ,

2 2 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 KORA Bericht Nr. 45 Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 Autor Auteur Author Fridolin Zimmermann, Jean-Marc Weber, Julien Fattebert, Andreas Ryser, Simon Caviezel, Christian Hebeisen, Christine Breitenmoser-Würsten, Anja Molinari-Jobin, Simon Capt und Urs Breitenmoser Bearbeitung Adaptation Editorial Manuela von Arx (Lektorat) Bezugsquelle Source Source Als PDF: Titelbild Page de titre Front cover picture Wolf fotografiert oberhalb Latterbach, BE P. Schwendimann/KORA Anzahl Seiten/Pages: 5 ISSN KORA Dezember 28

3 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 3 Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 Fridolin Zimmermann, Jean-Marc Weber, Julien Fattebert, Andreas Ryser, Simon Caviezel, Christian Hebeisen, Christine Breitenmoser-Würsten, Anja Molinari-Jobin, Simon Capt und Urs Breitenmoser

4 4 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 KORA Tierarten: Baer, Wolf, Luchs, Fuchs Seite 1 von 2 Die systematische Erfassung von Nachweisen über Raubtiere ist ein wichtiger Bestandteil des Monitoring. Damit kann die räumliche Entwicklung (Verbreitungsgebiet) der Tiere in der Schweiz dokumentiert werden und eine Verbreitungskarte erstellt werden (> Monitoringberichte). Wir sind an allen glaubwürdigen Beobachtungen interessiert. Melden Sie uns diese bitte! Benützen Sie dazu untenstehende Formulare als pdf oder word-dokumente. Im Falle von Trittsiegeln und gerissenen Beutetieren können Fotos bei der Überprüfung sehr hilfreich sein. Damit Sie ausgefüllte pdf Formulare abspeichern können, müssen Sie auf ihrem PC die Adobe Acrobat Vollversion installiert haben. Mit der Gratisversion Adobe Reader ist das Abspeichern des Dokumentes nicht möglich. Braunbär Bär.pdf (62kb) Wolf Bär.doc (61kb) Wolf.pdf (63kb) Wolf.doc (67kb) Luchs Luchs.pdf (53kb) Luchs.doc (56kb) Hinweis Meldeformulare stehen unter folgendem Link online zur Verfügung: html Renseignement Les fiches d observation sont disponibles sur notre site web à l adresse suivante: html andere Raubtiere andere Raubtiere.pdf (88kb) andere Raubtiere.doc (5kb) Offizielle Meldungen Hinweis für die Wildhut Die Kopie eines ausgefüllten Fallwildprotokolles vom Kanton reicht aus als Meldeformular. Bitte Koordinaten angeben. Vielen Dank für die Zusammenarbeit. Wildhüterumfrage Luchs Wildhüterumfrage.pdf (36kb) Wildhüterumfrage.doc (38kb) gerissene Haustiere gerissene Haustiere.pdf (23kb) gerissene Haustiere.doc (144kb) Einschätztabellen für Nutztiere Einschätztabelle Schafe.pdf (17kb) Dank Das Monitoring der Grossraubtiere erfolgt im Auftrag und dank der Finanzierung durch das BAFU. Wir danken dem BAFU für die finanzielle Unterstützung sowie allen kantonalen Jagdverwaltungen, den Wildhütern, den Mitgliedern der Luchsgruppe Jura, den Jägern und allen Melderinnen und Meldern für die Unterstützung des Monitoringprogramms durch die Mitteilung ihrer Beobachtungen. Unsere Dankbarkeit geht auch an Dr. Luca Fumagalli und Nadège Duvoisin für ihre wertvolle Zusammenarbeit bei der genetischen Analyse der verschiedenen Proben. Die verschiedenen intensiven Fotofallen-Einsätze konnten nur dank dem grossen Einsatz der Wildhut, Jägerschaft und Naturfreunden, die bei der Kontrolle und Wartung der Fotofallen mitgeholfen haben, durchgeführt werden. Der Durchgang im Block B in den Nordwestalpen (K-VI) wurde vom Kt. VD finanziert. Digitale geographische Daten: Gewässer und politische Grenzen: GEOSTAT, Bundesamt für Statistik; Euromaps, Bartholomew; Bevölkerungsdichte: GEOSTAT, Bundesamt für Statistik; Siedlungen, Verkehrswege und Wald: Vector 2, Bundesamt für Landestopographie; Euromaps, Bartholomew; Digitales Höhenmodell: DHM25, RIMINI, Bundesamt für Landestopographie; MONA Pro Europe 25 m, GEOSYS DATA; Landnutzung: AS85r, AS97, Bundesamt für Statistik GEOSTAT; CORINE Land Cover, Bundesamt für Statistik GEOSTAT für die Schweiz und Europäische Umweltagentur für die übrigen Gebiete; Grenzen des Alpenraumes gemäss der Alpenkonvention: Réseau Alpin des Espaces Protégés.

5 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 5 Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 Inhalt Einleitung Luchs (Lynx lynx) Erläuterungen Explications Statusbericht Luchs Monitoring Luchs Schweiz Daten nach Kategorien K1-K Zufallsbeobachtungen Luchs Umfrage Luchs bei der Wildhut Gerissene Nutztiere Luchs Bekannte Verluste in den beiden Luchspopulationen der Schweiz Reproduktion Hinweise auf Jungluchse Monitoring in den Kompartimenten Kompartiment I Jura Kompartiment II Nordostschweiz Kompartiment III Zentralschweiz West Kompartiment IV Zentralschweiz Ost Kompartiment V Graubünden Kompartiment VI Nordwestalpen Kompartiment VII Wallis Kompartiment VIII Tessin Fotofallen Monitoring Intensives Fotofallen Monitoring Nördlicher Teil Kompartiment I (BE, JU, SO, BL) Kompartiment II Nordostschweiz (ZH, SG, AI, AR) Kompartiment III und VI Ost (BE, OW, NW, LU) Westlicher Teil Kompartiment VI (BE, VD, FR) Loup (Canis lupus) Jean-Marc Weber Introduction Méthodes Données utilisées Catégories d observations Indices de présence de loup Types d observations Distribution géographique des observations Animaux domestiques tués par le loup Analyses génétiques Analyses mtdna Analyses microsatellites Pertes au sein de la population de loups Reproduction Utilisation de pièges-photos Commentaires Literatur...48

6 6 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 Einleitung Die Konzepte zum Umgang mit den Grossraubtieren Luchs, Wolf und Bär schreiben vor, dass die Entwicklung der Populationen Verbreitung und Bestandsentwicklung dieser Tierarten in der Schweiz beobachtet wird. Mit diesem Monitoring hat das Bundesamt für Umwelt das Programm KORA beauftragt. Wie bereits seit mehreren Jahren legen wir hier einen Bericht zum Monitoring der Arten Luchs und Wolf vor. Der Bericht berücksichtigt die gemeldeten Daten und die erfassten Luchsbilder im Rahmen des Fotofallenmonitorings aus dem Kalenderjahr 27. Die Resultate der intensiven Fotofallen-Einsätze liegen in besonderen Berichten vor. Das Monitoring von Grossraubtieren ist keine einfache Angelegenheit. Diese Tiere sind selten, zum Teil heimlich und können weit und schnell wandern. Es gibt keine einzelne Methode oder keinen einzelnen Datensatz, der den Zustand einer Grossraubtierpopulation korrekt erfassen und beschreiben kann. Jede Erhebungsmethode und Auswertung hat ihre Vor- und Nachteile. Wir stellen deshalb in unseren Monitoring-Berichten eine Reihe von Datensätzen dar. Wo sich voneinander unabhängige Informationen bestätigen, gewinnen wir Sicherheit, dass die Interpretation der Beobachtungen korrekt ist; wo sie sich widersprechen, ist Vorsicht bei der Interpretation angesagt. Die Daten sind so ausführlich wiedergegeben, dass alle Interessierten sich selbst ein Bild machen können. Alle der Öffentlichkeit zugänglichen Berichte sind auf der KORA-Website (www.kora.ch) als PDF-Dateien zum Herunterladen zu finden. 1. Luchs (Lynx lynx) 1.1. Erläuterungen Verwendete Datensätze Umfrage bei der Wildhut: Seit 1993 wird jährlich eine Umfrage zum Status des Luchses bei der staatlichen Wildhut durchgeführt. Dabei werden Fragen gestellt zur Anzahl Hinweise, zum Trend der Population im entsprechenden Wildhutgebiet und zu Hinweisen auf Jungtiere. I = Jura II = Nordostschweiz III = Zentralschweiz West IV = Zentralschweiz Ost V = Graubünden VI = Nordwestalpen VII = Wallis VIII = Tessin Zufallsbeobachtungen: zufällig gemachte Beobachtungen von Hinweisen auf Luchsanwesenheit (neben Direktbeobachtungen v. a. Spuren- und Wildtierrissfunde). Bekannte Verluste in den Luchspopulationen: tot aufgefundene Luchse, aus den Populationen entfernte Tiere (v. a. verwaiste Jungtiere) und Hinweise auf gewilderte Luchse, die mehr als nur Gerüchte sind. Dieser Datensatz wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Fisch- und Wildtierkrankheiten (FiWi) der Universität Bern und dem Naturhistorischen Museum Bern (NMBE) generiert. Als Luchsrisse entschädigte Nutztiere: Dieser Datensatz umfasst alle von einer ausgebildeten Person als Luchsriss bestätigten und somit vergüteten toten Nutztiere. Fotofallen extensiv: Fotofallen werden durch Wildhüter, Jäger, Mitglieder der Luchsgruppe Jura und KORA-Mitarbeiter an gerissenen Wild- und Nutztieren oder auf bekannten Wechseln aufgestellt. Dies dient dazu, mit einem verhältnismässig geringen Aufwand Informationen über die anwesenden Luchse zu gewinnen.

7 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 7 Fotofallen intensiv: Fotofallen-Intensiv-Einsätze dienen der Schätzung der Populationsgrösse. Eine solche Schätzung wird aufgrund der Fang-Wiederfang-Methode durchgeführt, wobei entstandene Aufnahmen als Fang angesehen werden. Die Fotofallen werden nach einem vorgegebenen Raster aufgestellt und während mindestens zwei Monaten eingesetzt. Alle gefangenen selbständigen Luchse werden für die statistische Auswertung in den Fangkalender eingetragen und im Programm Mark (White & Burnham 1999) ausgewertet. SCALP Kriterien: (Status and Conservation of the Alpine Lynx Population). Die Verantwortlichen für das Monitoring des Luchses in allen sieben Alpenstaaten haben sich auf eine gemeinsame Darstellung und Interpretation der erhobenen Daten geeinigt (Molinari-Jobin et al. 23. Pan-Alpine Conservation Strategy for the Lynx. Nature and environment 13, Council of Europe Publishing). Diese Standardisierung erlaubt einen Vergleich der Monitoringdaten im ganzen Alpenraum. Die erhobenen Daten werden nach ihrer Aussagekraft und Überprüfbarkeit in drei Kategorien eingeteilt: Kategorie 1: Hard facts wie tot gefundene Luchse, Beobachtungen mit fotografischem Beleg, eingefangene (Jung)tiere und genetische Nachweise. Kategorie 2: Von ausgebildeten Personen bestätigte Meldungen wie Risse (Nutz- und Wildtiere), Spuren und Kotfunde. Kategorie 3: Nicht überprüfte Riss-, Spuren- und Kotfunde, und alle nicht überprüfbaren Hinweise wie Lautäusserungen und Sichtbeobachtungen. 1. Lynx (Lynx lynx) 1.1. Explications Données utilisées Enquête auprès des gardes-faune : Une enquête sur le statut du lynx est menée chaque année auprès des gardes-faune cantonaux depuis Des questions relatives aux indices de présence, à la tendance des effectifs dans les différents secteurs des gardes et au nombre de jeunes observés sont posées. I = Jura II = Nord-Est de la Suisse III = Suisse centrale Ouest IV = Suisse centrale Est V = Grison VI = Nord-Ouest des Alpes VII = Valais VIII = Tessin Observations fortuites : Observations d indices de présence du lynx faites au hasard (outre les observations directes, les traces et les proies sauvages sont prises en considération). La crédibilité de chaque observation est vérifiée et répertoriée en conséquence. Pertes connues au sein des populations de lynx : Lynx retrouvés morts, individus retirés de la population (essentiellement orphelins) et informations fiables concernant des lynx braconnés. Ces données sont collectées en collaboration avec le Centre des Maladies de la Faune sauvage et des Poissons de l Université de Berne et le Musée d Histoire Naturelle de Berne. Animaux domestiques tués par le lynx : Ces données concernent tous les dégâts attribués au lynx, confirmés par une personne compétente et dédommagés. Pièges-photographiques (extensif) : Les pièges sont placés par les gardes-faune, les membres du Groupe Lynx Jura ou les collaborateurs du KORA auprès d une proie sauvage ou domestique, ou sur des passages connus. Cette méthode permet de récolter des informations sur la présence du lynx, moyennant peu d effort.

8 8 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 Pièges-photographiques (intensif) : L utilisation intensive des pièges sert à estimer la taille de la population. Cette estimation est effectuée selon le principe de capture-marquage-recapture, les prises de vue étant considérées comme des captures. Les pièges sont disposés sur une grille d échantillonnage définie au préalable pendant une période d au moins deux mois. Tous les lynx indépendants photographiés lors de la session sont ensuite entrés dans un calendrier de capture qui est ensuite analysé au moyen du programme Mark (White & Burnham 1999). Critères SCALP (Status and Conservation of the Alpine Lynx Population) : Les responsables du monitoring du lynx dans les sept pays alpins se sont mis d accord sur une représentation et interprétation communes des données récoltées (Molinari-Jobin et al. 23. Pan-Alpine Conservation Strategy for the Lynx. Nature and environment 13, Council of Europe Publishing). Cette standardisation permet la comparaison des données concernant le monitoring sur l ensemble de l Arc alpin. Les données se répartissent en trois catégories, en fonction des possibilités de vérification : Catégorie 1 : «Hard facts» tels lynx retrouvés morts, observations accompagnées d un document photographique, captures et analyses génétiques. Catégorie 2 : Annonces de proies (sauvages et domestiques) confirmées par une personne compétente, traces et crottes. Catégorie 3 : Proies, traces et crottes non vérifiées, ainsi que tout autre indice non vérifiable (cris, observations) Statusbericht Luchs Zur Beurteilung des Status des Luchses vergleichen wir (a) die verschiedenen Datensätze (vgl. Erläuterungen), (b) die Kompartimente und (c) die Daten der letzten Jahre. In der Schweiz leben zwei gut etablierte Luchspopulationen, eine im Jura und eine in den Alpen. Obwohl einige Beobachtungen aus dem Mittelland vorliegen ( ) gehen wir davon aus, dass die beiden Populationen getrennt leben. Für das Jahr 27 verfügen wir über insgesamt 65 lokalisierbare Hinweise auf Luchsvorkommen ( ). Davon stammen 193 (32 %) aus dem Jura (K-I) und 412 (68 %) aus den Alpen sowie vereinzelt aus dem Mittelland (K-II bis K-VIII). Alpenpopulation Das Kompartiment VI der Nordwestalpen ist nach wie vor für die Entwicklung der ganzen Alpen von entscheidender Bedeutung. 192 Hinweise kommen aus diesem Kompartiment; das sind 47 % aller Beobachtungen in den Alpen, obwohl die Fläche der Nordwestalpen nur ca. 1/5 der Gesamtfläche der Alpenkompartimente ausmacht. Die Bedeutung der Nordwestalpen innerhalb der Alpenpopulation wird noch deutlicher, wenn man nur die Beobachtungen der Stufen K1 und K2 berücksichtigt ( ). Von den vier aus den Alpen stammenden Meldungen über tote Luchse betreffen zwei das K-VI und zwei weitere das K-III. Fünf der Hinweise auf Nachwuchs (1 Hinweise, vgl ) stammen aus dem K-VI gefolgt vom K-III mit drei und den K-II und K-VII mit je einem Nachweis. Die Anzahl Zufallsbeobachtungen im K-VI sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Die Verluste haben um zwei abgenommen. Die gemeldeten Schäden an Nutztieren sind im Vergleich zu den letzten Jahren wieder angestiegen und haben sich mit 36 gerissenen Nutztieren verdoppelt (1.2.1.). Die Anzahl der Zufallsbeobachtungen im Kompartiment-III zwischen dem Vierwaldstädter- und Brienzersee hat leicht zugenommen. Erstmals seit 1999 wurden im K-III wieder zwei Verluste gemeldet. Im Kompartiment Nordostschweiz (K-II) war 27 das Weibchen NOIA unter telemetrischer Kontrolle. Die Anzahl Zufallsbeobachtungen sowie der Anteil der bestätigten Hinweise sind weiter angestiegen. Nachweise auf Reproduktion beschränkten sich auf eine gemeldete Beobachtung. Im Graubünden (K- V) haben die Anzahl Zufallsbeobachtungen im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. 27 liegen 8 überprüfte Nachweise (K2) und eine Luchsfotografie (K1) vor. In der Zentralschweiz Ost (K-IV) deuten die wenigen und sehr sporadischen Hinweise darauf hin, dass dort höchstens Einzeltiere leben. Im Kanton Tessin wurden drei unbestätigte Zufallsbeobachtungen gemeldet.

9 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz 27 9 Jurapopulation Im Jura stiegen die Meldungen von Zufallsbeobachtungen weiter an, wobei 71 % davon nicht überprüfte (K3) waren. Die Hälfte der gemeldeten Beobachtungen kamen aus dem Kanton Solothurn. Die deutlichen Unterschiede zwischen der Anzahl Luchsmeldungen von den Revieren des Kantons SO entlang der Jurakette und den angrenzenden Gebieten mit gutem Habitat in den Kantonen BE, BL und AG könnten auch nur mit einer unterschiedlichen Erfassung der Meldungen erklärt werden. Es wurden nur zwei Verluste, beide juvenile Tiere aus dem Kanton Neuenburg, gemeldet. Ein weiterer Luchs (WERO) wurde zwecks Umsiedlung in die Nordostschweiz (K- II) aus dem Jura (K-I) weggefangen. Reproduktionsnachweise, 13 an der Zahl, wurden uns aus den Kantonen SO, JU, NE, VD sowie AG gemeldet. Nach dem seit 24 steigenden Trend, haben sich die Hinweise auf Jungtiere nun stabilisiert. Die Jurapopulation bekam Zuwachs von einem adulten Männchen aus den Nordwestalpen. Dieser Luchs (LEON) wurde im März 27 im Rahmen des intrakantonalen Umsiedlungsprojekts von den Waadtländer Alpen in den Waadtländer Jura umgesiedelt. Er konnte sich bis zum Ausfall seines Senders Ende Mai 27, in der Umgebung von Pontarlier, noch nicht ein festes Revier etablieren (siehe Zimmermann et al. 27). Dieses Jahr wurden drei vom Luchs gerissene Nutztiere, darunter ein Damhirsch ( ), aus den Kantonen JU, BE und SO gemeldet. Nur etwa ein Drittel des Lebensraums der Jurapopulation liegt in der Schweiz. Um ein vollständiges Bild des Status dieser Population zu erhalten, muss man auch die Monitoringdaten aus Frankreich mitberücksichtigen. Informationen zum Luchs in Frankreich werden vom Office national de la chasse et de la faune sauvage im Bulletin d information du Réseau Lynx veröffentlicht (zu beziehen beim ONCFS; http//www.oncfs.gouv.fr/events/point_faune/mammifere/ lynx.php) Übersicht Zufallsbeobachtungen, gerissene Nutztiere, tote oder aus den Populationen entfernte Luchse (Verluste) und Hinweise auf Reproduktion (Jungtiere) für das Jahr 27 nach Kompartimenten. Der (+/ ) Wert stellt die Veränderung zum Vorjahr dar (N 5x5 = Anzahl 5x5 km Raster mit Zufallsbeobachtungen). Observations fortuites, animaux domestiques tués, lynx trouvés morts ou retirés de la population (pertes) et indices de reproduction (jeunes) pour l année 27 et par compartiment. La valeur (+/-) représente les changements par rapport à l année précédente. N 5x5 = nombre de carrés de 5x5 km avec observations fortuites. Kompartiment Compartiment Zufallsbeobachtungen Observations fortuites Nutztiere / Animaux domestiques Verluste Pertes Hinweise Jungtiere Reproduction N +/ N 5x5 +/ N +/ N +/ N +/ I Jura I Jura II Ostschweiz II NE de la Suisse III Zentralschweiz West III CH-centrale ouest IV Zentralschweiz Ost IV CH-centrale est V Graubünden V Grisons VI Nordwestalpen VI NW des Alpes VII Wallis VII Valais VIII Tessin VIII Tessin

10 1 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Synthese der Beobachtungen der Stufen K1 bis K3 für das Jahr 27. Definition der Stufen vgl. Erläuterungen, Darstellung der Einzelkarten vgl Jede Beobachtung ist mit einem Puffer mit einem Radius von 5 km umgeben, damit die Fläche zum Ausdruck kommt. (Isolierte) Flächen mit ausschliesslich K3 sind als temporäres Auftreten von Luchsen zu interpretieren (falls ein Netzwerk ausgebildeter Melder vorhanden ist und nicht ein Beobachtungsirrtum vorliegt). Bei tatsächlicher Besiedlung auch durch Einzeltiere müssen K3 Hinweise durch K2 (blau) oder K1 (rot) Beobachtungen bestätigt werden soweit das Montoring gut etabliert ist. Die K2 Hinweise bilden das Rückgrat des Monitorings. Eine Verbesserung der Erfassung der Daten ist anzustreben, wo K3 und/oder K1, aber keine K2 Hinweise vorhanden sind (z. B. im K-VIII), oder wo Hinweise auf der Karte fehlen, aber aufgrund anderer Informationen ein Luchsvorkommen nachgewiesen ist. Synthèse des observations de catégorie C1 à C3 pour l année 27. Voir Explications pour la définition des catégories ; les cartes par catégorie sont représentées sous Chaque observation est entourée d une zonetampon d un rayon de 5 km pour permettre la représentation d une surface. Les surfaces (isolées) ne contenant que des données de catégorie C3 sont à interpréter comme des incursions temporaires de lynx (pour autant qu il existe un réseau de personnes formées et qu il n y ait pas d erreur d observation) ; Si un lynx même solitaire s est effectivement établi, les observations C3 doivent être confirmées par des C2 ou C1 pour autant que le monitoring soit bien établi. Les observations C2 représentent l épine dorsale du monitoring. La récolte des données doit être améliorée dans les zones où seules des C3 et/ou des C1 sont disponibles (p. ex. dans le C-VIII) ou dans les secteurs où la carte fait état d un manque d observations, alors que le lynx y est présent.

11 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Monitoring Luchs Schweiz Daten nach Kategorien K1 K Verbreitung der Beobachtungen der Stufe K1. Distribution des observations de degré C Verbreitung der Beobachtungen der Stufe K2. Distribution des observations de degré C2.

12 12 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Verbreitung der Beobachtungen der Stufe K3. Distribution des observations de degré C Anzahl Beobachtungen in den drei Stufen K1 K3 nach Kompartiment. Nombre d observations de degré C1 à C3 par compartiment. Kompartiment K1/C1 K2/C2 K3/C3 K1 K3/C1-C3 I Jura I Jura II Ostschweiz II NE de la Suisse III ZCH West III CH-centrale ouest IV ZCH Ost IV CH-centrale est V Graubünden V Grisons VI NW Alpen VI NW des Alpes VII Wallis VII Valais VIII Tessin VIII Tessin Total

13 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Zufallsbeobachtungen Luchs Verteilung der Zufallsbeobachtungen 27. Jede Beobachtung ist einem 5x5 Kilometer-Rasterquadrat zugeordnet. Ein Rasterquadrat kann mehr als eine Beobachtung enthalten. Distribution des observations fortuites pour l année 27. Chaque observation est placée dans une grille dont les carrés sont de 5x5 km. Un carré peut contenir plus d une observation Jura Jura 3 25 Alpen Alpes Entwicklung der Zufallsbeobachtungen (schwarze Säulen) und Anzahl besetzte 5x5-km Quadrate (weisse Säulen) im Jura (K-I) und in den Alpen (K-II bis K-VIII) Achtung: Skalen verschieden. Evolution des observations fortuites (en noir) et nombre de carrés de 5x5 km (en blanc) occupés dans le Jura (C-I) et dans les Alpes (C-II à C-VIII) de 1992 à 27 (attention : échelles différentes).

14 14 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Kommentar: Alpenpopulation im Vergleich zum Vorjahr ist die Fläche der 5x5 km Raster wieder gestiegen. Insgesamt wurden 11 Felder neu besetzt. Die Anzahl besetzter Raster stieg bis 1997 schnell an. Seit 1998 hatte sich der Anstieg abgeflacht. Die Anzahl 5x5 km Raster ist im Vergleich zu 26 nur im K-IV leicht zurückgegangen. In den restlichen Kompartimenten konnte ein Gebietsgewinn beobachtet werden. Die Meldungen aus dem Mittelland kommen hauptsächlich aus dem zentralen bis östlichen Teil. Die Anzahl Beobachtungen in den Alpen stieg bis 1997 schnell an, hat sich aber während den letzten zehn Jahren abgeflacht ( ). Dieser Verlauf wurde massgeblich durch die Entwicklung des Luchsbestandes in den Nordwestalpen und durch die Besiedlung neuer Gebiete (K-II, K-V) geprägt. Im Gegensatz zur Anzahl der besetzten Quadrate ist die Anzahl gemeldeter Beobachtungen ab 1997 fast identisch geblieben. Jurapopulation die Anzahl der gemeldeten Beobachtungen sowie der 5x5 km Raster ist 27 im Jura (K-I) weiterhin im Aufwärtstrend. Der Gebietsgewinn ist vor allem auf die Meldungen aus dem Kanton AG zurückzuführen Umfrage Luchs bei der Wildhut Umfrage Wildhut 27: Wildhutreviere bzw. Jagdreviere (graue Linien) mit Hinweisen (weisse Flächen = nicht überprüfte oder überprüfbare Hinweise; = keine Hinweise, X = keine Rückmeldung oder keine Anfrage). Enquête auprès des gardes-faune pour l année 27: Secteurs (ligne grise) des gardes-faune, respectivement chasses affermées, avec indices de présence (surfaces blanches = indice non confirmé ou qui ne peut être confirmé; = aucun indice ; X = aucune réponse ou aucune demande).

15 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Im Rahmen der Luchsumfrage bei der Wildhut konnten für das Jahr 27 insgesamt 161 Rückmeldungen aus Wildhutgebieten oder Jagdrevieren ausgewertet werden. In 75 Aufsichtsgebieten (47 %, davon 9 Jagdreviere des Kantons SO) konnte der Luchs bestätigt werden, in weiteren 21 Fällen galt seine Präsenz als unsicher (28 in 26). In 65 Wildhutgebieten oder Jagdrevieren wurde der Luchs nicht nachgewiesen. 55 Wildhutgebiete/Reviere wurden nicht angefragt oder haben keine Antwort zurückgeschickt. Abbildung zeigt die geografische Verteilung des Luchsvorkommens gemäss den Angaben der Wildhut. Gebiete mit häufigerem Vorkommen (rot bis dunkelrot) finden sich in den Nordwestalpen (K-VI), in der Zentralschweiz West (K-III) sowie im nördlichen Teil des Juras. Frappant ist die Heterogenität der Anzahl Hinweise pro 1 km 2 zwischen angrenzenden Revieren im nördlichen Jura (Kt. SO). Die Daten aus der Nordostschweiz (K-II) beziehen sich auf Angaben, die unabhängig von der Telemetrie zustande kamen. Wie in 26 gab es wieder Hinweise aus dem Kanton Tessin, diese konnten allerdings nicht bestätigt werden. In Graubünden wurden uns sichere Hinweise auf Vorkommen nebst dem Prättigau auch aus der Surselva und dem Rheintal gemeldet. Der grösste Teil der Wildhutgebiete im K-IV Zentralschweiz-Ost hatte keine Hinweise auf Luchs. Im K-III konnten noch 25 und 26 erneut bestätigte Nachweise in den Kantonen Obwalden, Nidwalden, Uri und Luzern gesammelt werden. Neuerdings wurden auch bestätigte Beobachtungen aus Wildhutgebieten im Kt. BE Ost, westlich des Kt. Luzern, gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden wieder einige bestätigte Hinweise aus Aufsichtsgebieten, die teilweise mit dem Mitelland überlappen, vor allem aus dem Kanton BE, gemeldet. In den meisten Wildhutgebieten oder Revieren, 69 von 11 (63 %), wurde die Tendenz als stabil angegeben. Eine Zunahme wurde in 28 Revieren (25 %) und eine Abnahme in 13 Revieren (12 %) gemeldet. Knapp ein Drittel (8 von 28) der Aufsichtsgebiete, die eine zunehmende Tendenz meldeten, befinden sich im Kompartiment Zentralschweiz West (K-III). Je ein weiterer Drittel (9 von 28) der Gebiete mit Aufwärtstrend finden sich im Jura (K-I) und in den Nordwestalpen (K-VI), darunter 3 Aufsichtsgebiete, die teilweise in das Mittelland hinausragen. Im K-II wurden Aufwärtstrends aus den Kantonen ZH und TG gemeldet. Negative Trends wurden in 13 Aufsichtsgebieten oder Revieren gemeldet, darunter 6 aus den Nordwestalpen (K-VI) und 4 aus dem Wallis (K-VII), sowie vereinzelte aus den K-I, K-II, K-III und K-V Umfrage Wildhut 27: Entwicklungstendenz der Luchspopulation pro Revier gemäss der Einschätzung der Wildhut (Pfeil nach oben = Zunahme, Pfeil nach unten = Abnahme, Pfeil horizontal = stabil, X = keine Rückmeldung oder keine Anfrage). Enquête auprès des gardes-faune pour l année 27 : tendance de l évolution de la population de lynx par secteur selon l estimation des gardes-faune (flèche vers le haut = augmentation ; flèche vers le bas = diminution ; flèche horizontale = stabilité ; X = aucune réponse ou aucune demande).

16 16 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Gerissene Nutztiere Luchs Verteilung und Häufigkeit der gerissenen Nutztiere 27. Die Grösse der Punkte steht für die Anzahl gerissener Nutztiere. Distribution et fréquence des animaux domestiques tués en 27. La grandeur du rond est proportionnelle au nombre d animaux tués Jura Jura Alpen Alpen Alpes Alpes Entwicklung der als Luchsrisse entschädigten Nutztiere im Jura und in den Alpen Achtung: Skalen verschieden. Evolution du nombre d animaux domestiques indemnisés ayant été comptés comme proies de lynx dans le Jura et les Alpes, (attention : échelles différentes).

17 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Verteilung der als Luchsrisse entschädigten Nutztiere auf Kantone und Arten Distribution par cantons et espèces d animaux domestiques tués par le lynx, Jahr/Année Total Kanton/Canton Art/Espèce BE Schaf/Mouton Ziege/Chèvre Rothirsch/Cerf élaphe Damhirsch/Daim Alpaca/Alpaga Rind/Veau 1 1 Huhn/Poule 14 a 14 Total FR Schaf/Mouton Ziege/Chèvre Total JU Schaf/Mouton Ziege/Chèvre Damhirsch/Daim 2 2 Total LU Schaf/Mouton Total NE Schaf/Mouton 1 1 Total 1 1 NW Schaf/Mouton Total OW Schaf/Mouton Total SG Schaf/Mouton 1 1 Ziege/Chèvre Total SO Schaf/Mouton 2 2 Ziege/Chèvre 1 1 Damhirsch/Daim 1 1 Total UR Schaf/Mouton Ziege/Chèvre 1 1 Truthahn/Dindon 1 b 1 Total VD Schaf/Mouton c 32 d 1 e 3 h Ziege/Chèvre Damhirsch/Daim 1 1 Ente/Canard 1 f 1 Total VS Schaf/Mouton g 3 92 Ziege/Chèvre Total Schweiz/Suisse Schaf/Mouton Ziege/Chèvre Andere/Autres Total Entschädigungssumme Montant des compensations

18 18 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Entwicklung der als Luchsrisse entschädigten Nutztiere nach Kompartimenten. Evolution par compartiment du nombre d animaux domestiques tués par le lynx. Jahr/Année Total Kompartiment/Compartiment I Jura II Ostschweiz III Zentralschweiz West IV Zentralschweiz Ost 1 1 V Graubünden VI Nordwestalpen VII Wallis VIII Tessin Total Kommentar: Der grösste Teil der Schäden lag 27 wie schon in den Vorjahren in den Nordwestalpen ( ). Im K-VI erfolgten 36 von 44 Luchsrissen (82 %). Diese erklären zum großen Teil den leichten Aufwärtstrend der Schäden in den Alpen ( ). Dazu kommen noch vier Risse aus dem K-III, wobei es sich hier um Einzelfälle aus den Kantonen Uri, Obwalden und Luzern handelt. Im Kanton Uri kam der letzte Schaden 25, in den anderen beiden Kantonen gar 2 vor. Aus dem Wallis wurden uns 27 wie in den beiden letzten Jahren keine Schäden gemeldet. In der Ostschweiz wurde erstmals seit 22 im Kanton St. Gallen ein vom Luchs gerissenes Nutztier gemeldet. Im K-I Jura blieb die Anzahl Risse, mit drei Schäden, im Vergleich zum Vorjahr stabil ( ). Im Gegensatz zu 26 meldeten BE und JU je einen Fall ( ). Aus den restlichen Regionen der Schweiz wurden keine vom Luchs gerissenen Nutztiere gemeldet ( ). Aktuelle Schadensstatistik unter: Fussnoten zu Tabelle Die Kantone können in Fällen, bei denen die Todesursache unklar ist, ein Luchsriss aber nicht ausgeschlossen werden kann, 5 % des Wertes entschädigen. a) Ein Jungluchs ist in einen Hühnerstall eingedrungen und hat die 14 Tiere getötet. Der Jungluchs wurde anschliessend eingefangen. b) In einem Stall sind 25 tote Truthähne gefunden worden. Da nicht klar war, wer diese Tiere getötet hat, hat der Kanton Uri (UR) 5 % des Wertes entschädigt. c) Bei 15 Schafen war die Todesursache nicht klar. Der Kanton hat diese zu 5 % entschädigt. d) Bei 9 Schafen war die Todesursache nicht klar. Der Kanton hat diese zu 5 % entschädigt. e) Die Todesursache bei diesem Schaf war nicht klar. Der Kanton hat deshalb 5 % des Wertes entschädigt. f) Ein Jungluchs hat diese Ente gerissen. Er wurde anschliessend eingefangen und in einen Zoo gebracht. g) Bei 4 Schafen war die Todesursache nicht klar. Der Kanton hat deshalb 5 % des Wertes entschädigt. h) Bei 3 Schafen war die Todesursache nicht klar. Der Kanton hat diese zu 5 % entschädigt. Remarques concernant le tableau Les cantons peuvent lors d une mort pas claire, mais pour laquelle l implication du lynx n est pas exclue, dédommager le propriétaire à hauteur de 5 %. a) Un jeune lynx a pénétré dans un poulailler et a tué 14 bêtes. Le lynx a finalement été capturé. b) Vingt-cinq dindes ont été trouvées mortes. Vu qu il n était pas clair quel animal les avait tuées, le canton d Uri a dédommagé 5 % de leur valeur. c) Les causes de la mort n étaient pas claires pour 15 moutons. Le canton a dédommagé 5 % de leur valeur. d) Les causes de la mort n étaient pas claires pour 9 moutons. Le canton a dédommagé 5 % de leur valeur. e) Les causes de la mort n étaient pas claires pour ce mouton. Le canton a dédommagé 5 % de sa valeur. f) Un jeune lynx a tué ce canard. Il a finalement été capturé et emmené dans un zoo. g) Les causes de la mort n étaient pas claires pour 4 moutons. Le canton a dédommagé 5 % de leur valeur. h) Les causes de la mort n étaient pas claires pour 3 moutons. Le canton a dédommagé 5 % de leur valeur.

19 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Bekannte Verluste in den beiden Luchspopulationen der Schweiz Verteilung der Verluste in den beiden Luchspopulationen der Schweiz im Jahr 27. Distribution des pertes subies par les deux populations de lynx de Suisse en Tot aufgefundene oder aus den Populationen entfernte Luchse in der Schweiz 27. Population: A = Alpen, J = Jura. Geschlecht: m = Männchen, w = Weibchen. Alter: juv = juvenil, sad = subadult, ad = adult. Lynx trouvés morts ou retirés des populations pendant l année 27 en Suisse. Population : A = Alpes, J = Jura. Sexe: f = femelle, m = mâle. Age : juv = juvénile, sad = subadulte, ad = adulte. Nr. No Datum Date Gemeinde, Ort Commune, Lieu Kt. Ct Pop Pop Sex Sexe Alter Age Luchs Lynx Todesursache Cause de mortalité Le Pâquier NE J f juv ertrunken noyé Wattenwil BE A f juv Verwaistes Jungtier, eingefangen orphelin, capturé Bowil BE A f juv Krankheit maladie Alpnach OW A - ad unbekannt inconnu Albeuve FR A f ad R89 legal getötet tué légalement Bôle NE J f juv Verkehr circulation

20 2 KORA Monitoring der Raubtiere in der Schweiz Jura Jura Alpen Alpes Entwicklung der bekannten Verluste in den beiden Populationen Jura und Alpen Der weisse Teil der Säulen betrifft die Verluste, die nur dank der Radiotelemetrie gefunden wurden, grau sind die Tiere markiert, die aus den Alpen und dem Jura umgesiedelt wurden. Evolution des pertes connues au sein des deux populations du Jura et des Alpes, Les pertes mises en évidence à l aide de la radio-télémétrie sont représentées en blanc, en gris figurent les individus qui ont été capturés dans les Alpes et le Jura dans le cadre des déplacements de lynx Kommentar: Im Jahr 27 haben die bekannten Verluste im Jura, mit zwei gemeldeten Fällen, wieder abgenommen. Ein Jungtier ertrank in einem Brunnen, ein weiteres wurde dem Verkehr zum Opfer. Die Verluste in den Alpen - vier Luchse - stammen aus den K-VI und K-III. Ein Tier (R89) war aus früheren Fotofallendurchgängen in den Nordwestalpen 27 schon bekannt und wurde legal getötet. Ein verwaister Jungluchs wurde 27 aus der Population der Nordwestalpen (K-VI) entfernt. Von den beiden Verlusten aus dem K-III war einer durch Krankheit verursacht, beim zweiten war die Todesursache unbekannt. Der adulte Luchs LEON wurde im Rahmen des intrakantonalen Umsiedlungsprojekts des Kt. VD aus dem K-VI entfernt und in den Jura umgesiedelt. Zwei weitere Luchse wurden im Rahmen des LUNO-Projektes in die Ostschweiz umgesiedelt (K-II). Das adulte Männchen WERO wurde im Jura, das Weibchen NOIA in den Nordwestalpen (K-VI) eingefangen Reproduktion Hinweise auf Jungluchse Verbreitung der Hinweise auf Jungluchse aus den verschiedenen Datensätzen. Achtung: Mehrfachbeobachtungen möglich; nicht jede Beobachtung repräsentiert einen Wurf. Distribution des indices de présences de jeunes lynx selon différentes sources. Attention : plusieurs observations par cas sont possibles; par conséquent chaque observation ne représente pas une portée.

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