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1 AOK-Tagung am 19. März 2014 in München Flexibilisierung der Arbeitswelt Praxisforum D In Veränderungsprozessen gesundheitsgerecht führen - Was heißt das in der Praxis? Veränderungsprozesse gesundheitsgerecht gestalten Bereits 1990 war in der FAZ zu lesen: Der Faktor Mensch ist der wesentliche Bestandteil aller Veränderungsprozesse und gleichermaßen der kritische Erfolgsfaktor. (FAZ, ). Veränderungsprozesse gehören in den meisten Betrieben egal ob Wirtschaftsunternehmen oder öffentliche und staatliche Institutionen zum alltäglichen Geschäft. Der betriebliche Wandel kann sowohl Chancen für Unternehmen und Beschäftigte beinhalten, als auch Risiken mit sich bringen, insbesondere für die Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter. Ohne eine motivierte und gesunde Belegschaft kein wirtschaftlicher Erfolg! Bei der Gestaltung betrieblicher Veränderungsprozesse sollte immer der Mensch im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet unter anderem, bereits im Vorfeld die gesundheitliche Wirkung auf die Beschäftigten zu bedenken und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Führung als Dreh- und Angelpunkt für den Wandel Bei Veränderungsprozessen kommt den Führungskräften im Unternehmen eine wichtige Rolle zu. Sie sind für ihre Mitarbeiter Motor, Mittler, Begleiter und auch Vorbild im Veränderungsprozess. Sie selbst befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen Unternehmensanforderungen und den Ängsten, Verunsicherungen und Interessen der Beschäftigten. Um ihre Funktionen wahrnehmen zu können, brauchen Führungskräfte unbedingt Unterstützung seitens des Unternehmens. Zum einen, um sich selbst fit zu machen für den Wandel, zum anderen um den Prozess so zu begleiten und zu gestalten, dass die Belegschaft möglichst gesund und motiviert bleibt. Das betriebliche Gesundheitsmanagement kann hier sinnvoll unterstützen. Wie das konkret in der Praxis aussehen kann, erörtern wir mit Ihnen im Praxisforum und freuen uns auf Ihre Erfahrungen. Erfolgreiche Veränderung durch Mitnehmen und Mitbewegen der Menschen (iga Fakten 4, 2012) Kontaktdaten Barbara Schaffenrath Nicole Tannheimer Tel.: Tel.:

2 Flexibilisierung der Arbeitswelt Praxisforum D In Veränderungsprozessen gesundheitsgerecht führen Was heißt das in der Praxis? Barbara Schaffenrath & Nicole Tannheimer Beraterinnen für Die Gesundheitskasse 0 0

3 Die Arbeitswelt verändert sich 1 1

4 Veränderungsprozesse bergen Chancen und Risiken Chancen Risiken Verbesserung von Arbeitsbedingungen und -prozessen Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit Arbeitsplatzsicherung Wachstum Imagesteigerung Beeinträchtigung von Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter Sehr wichtiger Erfolgsfaktor für die Produktivität und Wirtschaftlichkeit Quelle: vgl. iga-fakten Nr.4, 10/

5 Vielschichtige Veränderungen können sich negativ auf Gesundheit und Motivation auswirken Psychische Belastungen Steigende Arbeitsanforderungen Einbruch der Vertrauenskultur Empfinden von Hilflosigkeit... Arbeitsplatzunsicherheit, Ängste und Widerstände Was kommt da auf mich zu? Mögliche Folgen Motivations- und Identifikationsverlust, innere Kündigung, Gleichgültigkeit, Präsentismus, Stressempfinden, Schlafstörungen, Burn-out, Depression, Anstieg der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen, Quelle: Iga,

6 Die Einbindung der Mitarbeiter ist ein Muss Häufige Ursache für nicht erfolgreiche Veränderungsprozesse: unzureichende Einbindung Veränderungsprozesse mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement verknüpfen Der Faktor Mensch ist der wesentliche Bestandteil aller Veränderungsprozesse und gleichermaßen der kritische Erfolgsfaktor. (FAZ, ) 4 4

7 Wichtig ist es, Betroffene möglichst bald zu Beteiligten zu machen hoch Mitarbeiter A 7. Integration X Wahrgenommene Kompetenz niedrig X 1. Schock 2. Verneinung X 3. Einsicht X X 4. Akzeptanz X X 5. Ausprobieren 6. Erkenntnis Mitarbeiter B Beginn der Veränderung Zeit Quelle: INPUT (Institut für Personal- und Unternehmensmanagement,) Streich,R.K..,

8 Den Wandel mitarbeiterorientiert gestalten die Basis hierfür ist ein vertrauensvolles Miteinander Quelle: iga-fakten Nr.4, 10/

9 Führungskräfte haben viele Möglichkeiten, Veränderungsprozesse positiv zu gestalten Mittler- bzw. Entscheidungsfunktion Vorbildfunktion Mobilisierungsfunktion Unterstützungsfunktion Quelle: vgl. iga-fakten Nr.4, 10/

10 Führung als Dreh- und Angelpunkt bei Veränderungsprozessen Unternehmen können ihre Führungskräfte fit machen für Veränderungsprozesse Führungskraft selbst stärken: Kompetenzentwicklung durch Qualifizierung, Trainings, Coachings Aufbau von Resilienz und Bewältigungskompetenzen Steigerung der eigenen körperlichen und geistigen Fitness Führungskraft in ihrer Rolle stärken: Befähigung der Führungskräfte zur Gestaltung des Veränderungs-prozesses Sensibilisierung für die psychosozialen Dynamiken und gesundheitsrelevanten Aspekte eines Veränderungsprozesses Zeit für Umsetzung der Aufgaben 8 8

11 In Zeiten der Veränderung lebt es sich deutlich leichter, als Mensch und als Unternehmen, wenn man sich die Fähigkeit zur Veränderung bewahrt hat. (Capgemini, 2010) 9 9

12 Praxisforum D I von Uhr 10 10

13 Praxisforum D I von Uhr 11 11

14 Praxisforum D II von Uhr 12 12

15 Praxisforum D II von Uhr 13 13

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