Fachhochschule Brandenburg Seminar: Spezielle Betriebswirtschaftslehre Referenten: Sebastian Gebauer, Christian Wetzel Nick Sonnenberg

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1 Fachhochschule Brandenburg Seminar: Spezielle Betriebswirtschaftslehre Referenten: Sebastian Gebauer, Christian Wetzel Nick Sonnenberg Seminar: Spezielle Bwl 1

2 Corporate Social Responsibility Altruismus oder Eigennutz? Seminar: Spezielle Bwl 2

3 1. Definition des Begriffes Gliederung 3. Einführung in die Geschichte des Begriffes 5. Grundformen unternehmerischer Aktivität im Rahmen von CSR 3.1 CSR in der Wertschöpfungskette (Allgemein, Ziele, Motive, Unterstützungsmöglichkeiten) 3.2 CSR als Community Development (Allgemein, Ziele, Motive, Unterstützungsmöglichkeiten) 4. Beispiel Krombacher Regenwaldprojekt 5. Fazit: Altruismus oder Eigennutz? 6. Literaturverzeichnis Seminar: Spezielle Bwl 3

4 1. Definition des Begriffes Konzept der nachhaltigen Entwicklung auf Unternehmensebene Integrierte Betrachtung von Wirtschaftswachstum, Umwelt und Entwicklung mit dem Ziel, heutige Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Überlebensfähigkeit zukünftiger Generationen einzuschränken (Brundtland Report 1987) EU-Definition: Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Tätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren EU (2002), S.7 Seminar: Spezielle Bwl 4

5 2. Einführung in die Geschichte des Begriffes Beginn der Diskussion um Verpflichtungen von Managern in 1930er Jahren Zuspitzung der Debatte: Zunahme feindlicher Übernahmen von Firmen in 80er Jahren in USA: unsoziales Unternehmerverhalten Vertiefende internationale Arbeitsteilung und Globalisierung: Formierung internationaler NGO s und kritischer Medien Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung 1992 zu Aspekten der langfristigen ökologischen Wirkung des Handelns von Unternehmen/Individuen Global Impact Initiative von Kofi Annan 1999: Forderung ethischer Verantwortung an Unternehmen Seminar: Spezielle Bwl 5

6 3. Grundformen unternehmerischer Aktivität im Rahmen von CSR 3.1 CSR in der Wertschöpfungskette -Wertschöpfungskette unter sozialen und ökologischen Kriterien positiv gestalten -Durchführung von Aktivitäten in Zentrale, lokalen Zweigwerken, Zulieferern u. Abnehmern durchgeführt -Direkter Zusammenhang zum Unternehmensziel -Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards 3.2 Community Development -Aktivitäten zielen auf Individuen/ Gruppen/ natürliche Umwelt in den Gebieten ab, die durch unternehmerisches/ wirtschaftliches Handeln direkt beeinflusst werden -Z.B. Förderung von Gesundheitso. Bildungseinrichtungen in standortnahen Gemeinden -Beschränken sich weitgehend auf die Finanzierung von Maßnahmen Seminar: Spezielle Bwl 6

7 3.1.1 CSR in der Wertschöpfungskette: Sozial- und Umweltstandards: Selbstverpflichtung der Unternehmen, an allen Standorten sozialund umweltverträglich zu produzieren Sozialstandards: Verbot der Zwangsarbeit, Verbot der Diskriminierung, Mindestalter der Arbeitsaufnahme, Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, Arbeitszeit, Lohn.. (vgl. SA 8000, Umweltstandards: kein einheitlicher Katalog, aber seit 1996: ISO branchenübergreifender Standard zur Minimierung negativer Umweltwirkungen Seminar: Spezielle Bwl 7

8 3.1.2 Motive von CSR in der Wertschöpfungskette: 1. CSR als Teil des Risikomanagements: - vorbeugende Maßnahme, um Imageschäden durch öffentliche Kritik zu vermeiden 2. CSR zur Kostensenkung und Produktionssteigerung: - häufig Senkung der Produktionskosten durch Umstellung auf umweltfreundliche Prozesse möglich - soziale Verbesserungen wirken effizienzsteigernd 3. CSR aus ethischen Motiven: - Entscheidungsträger fühlen sich einem Wertesystem verpflichtet Seminar: Spezielle Bwl 8

9 3.1.3 Zusätzliche Effekte von CSR entlang der Wertschöpfungsketten Wichtiger Beitrag zur Beschleunigung von Entwicklungsprozessen in Entwicklungsländern Idealfall: breitenwirksame und strukturbildende Wirkung Seminar: Spezielle Bwl 9

10 3.1.4 Unterstützungsmöglichkeiten von CSR entlang der Wertschöpfungsketten Entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Industrieländern: Information über Produktionsbedingungen Preis + ethische Komponente bei Produktentscheidung Größere Nachfrage an CSR-Produkten Anreiz/Druck auf Angebotsseite Zunahme von CSR-Maßnahmen Seminar: Spezielle Bwl 10

11 3.2.1 CSR als Community Development Ziel ist es, gesellschaftlichen Nutzen zu stiften, der nicht direkt mit der Wertschöpfungskette in Verbindung steht Punktuelle Maßnahmen: Bsp. Finanzielle Unterstützung eines Kindergartens in einem Marginalviertel von Manila durch die Help Alliance der Lufthansa Unternehmensübergreifende Initiativen: Bsp: Global Business Coalition on HIV/AIDS 2003 gegründete Unternehmensallianz mit 130 transnationalen Konzernen in 178 Ländern Seminar: Spezielle Bwl 11

12 3.2.2 Motive von CSR als Community Development 1. Imagegewinn durch karitatives Engagement 2. Indirektes Marketing der Produkte in den jeweiligen Ländern mit CSR 3. Akzeptanz an den Produktionsstätten 4. Betriebswirtschaftliche Erwägungen für den Standort (z.b. Senkung der Personalkosten durch geringere Aidsinfektionen) 5. Ethische Überzeugungen 6. Verbundenheit des Managements mit Land Bsp: Daimler Chrysler Seminar: Spezielle Bwl 12

13 3.2.3 Probleme von CSR als Community Development Hilfe oder Marketing im Mittelpunkt? Gefahr unbeabsichtigter negativer Wirkungen Suboptimale Insellösungen? Seminar: Spezielle Bwl 13

14 3.2.4 Unterstützungsmöglichkeiten von Community Development Maßnahmen Wichtiges Motiv: Imagepflege, daher: Öffentliche Anerkennung und Aufmerksamkeit durch Vergabe eines CSR- Preises für strukturbildende Projekte Beispiel: Green Business Award (Taiwan) Preis für exemplarischen Umweltschutz Seit 1992 jährlich durch Regierung vergeben 5.größte Anzahl an ISO Zertifizierungen weltweit Seminar: Spezielle Bwl 14

15 4. Beispiel Krombacher Regenwaldprojekt Seminar: Spezielle Bwl 15

16 5. Fazit Klarer Nutzen für Unternehmen: Maßnahmen gehorchen langfristig einer betriebswirtschaftlichen Rationalität ABER! Maßnahmen entschärfen Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern Entlasten Gesetzgeber von regulativen Kontrollaufgaben Wichtiger Bestandteil der Entwicklungshilfe in Entwicklungsländern mit niedrigen sozialen und ökologischen Standards Seminar: Spezielle Bwl 16

17 Tue Gutes und rede darüber Erich Kästner Seminar: Spezielle Bwl 17

18 6. Literaturverzeichnis Bundesverband der deutschen Industrie (2004): Unternehmerische Verantwortung bei Direktinvestitionen im Ausland, Berlin. Brundtland Report A/42/427 (1987): Report of the World Commission on Environment and Development. Meffert H. (2000): Marketing. Wiesbaden. Europäische Kommission: Verantwortliche Unternehmenstätigkeit Internetquellen: Seminar: Spezielle Bwl 18

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