Jugend und Glücksspielsucht

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1 Fachgespräch des Thüringer Arbeitskreises Netzwerk Pathologisches Glücksspielen Jugend und Glücksspielsucht am in Erfurt

2 Situationsbeschreibung Claudia Kirschner Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht

3 Alter (N=1058) 50 % 40 % 30 % 28,3 % 29,1 % 20 % 14,7 % 12,9 % 10 % 0 % 0,2 % 0,8 % 1,4 % 11,2 % 8,1 % 7,9 % 6,4 % 4,3 % 1,6 % 1,1 % 0,3 %

4 Altersaufteilung bis 27 Jahre (N=298) 60 % 40 % 20 % 0 % bis

5 Alter bei Störungsbeginn (N=200) 40 % 30 % 24,5 % 31,5 % 28,0 % 20 % 10 % 0,0 % 5,0 % 6,5 % 1,5 % 3,0 % 0 % unter bis bis bis bis bis bis 27 keine Angabe

6 Geschlecht (N=298) 100 % 84,6 % 50 % 15,4 % 0 % männlich weiblich

7 Erstkontakt nach Regionen (N=298) 39,9 % 10,1 % 10,4 % 39,6 % Nord Mitte Ost Süd

8 Vermittelnde Instanz (N=200) keine/selbstmelder Familie Stationäre Rehabilitationseinrichtung Arbeits-und Beschäftigungsprojekt Arbeitgeber, Betrieb, Schule Krankenhaus/Krankenhausabteilung Justizbehörden/Bewährungshilfe Gesetzliche Betreuung Ärztliche oder psychotherapeutische Einrichtung der Jugendhilfe/Jugendamt Schuldnerberatungsstellen Spielbank Spielhalle 5,0 % 4,0 % 3,5 % 4,0 % 3,5 % 1,5 % 1,5 % 1,0 % 0,5 % 0,0 % 0,0 % 30,5 % 36,0 % 0 % 20 % 40 %

9 Was hat den Klienten selbst veranlasst, den Kontakt zur PSBS herzustellen? (N=200; Mehrfachnennungen möglich) 20 % 10 % 0 % Probleme im Beruf/ auf der Arbeit Probleme in Schule/ in der Ausbildung Schwierigk eiten mit der Freizeitges taltung sonstige Gründe Probleme in der Partnersch aft finanzielle Probleme Probleme im privaten Umfeld Prozent 10,3 % 11,7 % 12,7 % 13,2 % 15,4 % 16,9 % 19,8 %

10 Höchster bisher erreichter allgemeiner Schulabschluss (N=200) Realschulabschluss/Polytechni 54,0 % Hauptschul-/Volksschulabschluss (Fach-)Hochschulreife/Abitur ohne Schulabschluss derzeit in Schulausbildung Sonderschulabschluss anderer Schulabschluss keine Angabe 22,0 % 15,0 % 4,5 % 3,5 % 1,0 % % 50 % 100 %

11 Höchster Ausbildungsabschluss (N=200) abgeschlossene Lehrausbildung 54,0 % keine Hochschul- oder Berufsausbildung abgeschlossen derzeit in Hochschul- oder Berufsausbildung Hochschulabschluss Meister/Techniker anderer Berufsabschluss keine Angabe 27,5 % 16,0 % 1,5 % 0,5 % 0,5 % 0,0 % 0 % 50 % 100 %

12 Lebensunterhalt (N=200) Lohn, Gehalt, Einkünfte aus Arbeitslosengeld II (SGB II 19/ Ausbildungsbeihilfe, Unterhalt Arbeitslosengeld I (SGB III 117) Angehörige Sozialhilfe (u.a. staatliche Krankengeld, Übergangsgeld Rente, Pension Gelegenheitsjobs, Vermögen 37,5 % 23,0 % 16,5 % 11,5 % 4,5 % 3,0 % 2,0 % 1,0 % 0,5 % 0,5 % 0 % 50 % 100 %

13 Kinder (N=200) Anzahl der eigenen Kinder unter 18 Jahren Anzahl der Kinder im Haushalt unter 18 Jahren

14 Schulden aus Glücksspiel Bei 80,8 % der dokumentierten Fälle mit problematischen Schulden stammen die Schulden aus dem Glücksspielen. Die Gesamtsumme der Verschuldung der bis 27- jährigen in ambulanter Beratung in Thüringer Suchtberatungsstellen beträgt ,00 Euro. Das bedeutet, im hat jeder verschuldete Klient bis 27 Jahre ,33 Euro Schulden.

15 Schulden (N=120) 1,7 % 0,8 % 1,7 % 7,5 % 10,8 % bis 1.000, ,01 bis ,00 21,7 % ,01 bis , ,01 bis ,00 55,8 % ,01 bis , ,01 bis ,00 über ,00

16 häufigste Spielformen (N=200) Spielen an Geldspielautomaten in Spielhallen 76,4 % (Gesamtklientel: 75,1 %) Internet-Glücksspiel 12,3 % Wetten 8,1 %

17 überwiegende Konsumart bis 27 Jahre in den letzten 30 Tagen vor Betreuungsbeginn (N=200) Tabak Alkohol keine Einnahme in den Cannabis Amphetamine Kokain andere opiathaltige Mittel MDMA +verwandte Barbiturate Methadon Benzodiazepine 26,7 % 25,5 % 17,1 % 11,6 % 12,4 % 2,0 % 2,3 % 2,0 % 0,4 % 0,0 % 0,0 % 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %

18 überwiegende Konsumart Grundgesamtheit in den letzten 30 Tagen vor Betreuungsbeginn (N=735) Tabak Alkohol keine Einnahme in den letzten Cannabis Amphetamine Kokain MDMA + verwandte andere opiathaltige Mittel Benzodiazepine Methadon Barbiturate 6,4 % 6,1 % 2,0 % 1,0 % 0,6 % 0,5 % 0,3 % 0,3 % 17,4 % 29,1 % 36,3 % 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %

19 Negative Folgen durch das Glücksspiel (N=298; Mehrfachnennungen möglich) 2,1 1,8 3,3 finanzielle Probleme, Schulden 3,3 Schuldgefühle, Depressionen 4,3 26,1 sonstige Probleme 5,2 sozialer Rückzug, Einsamkeit 7,6 11,9 14,9 19,5 psychosomatische Beschwerden Verlust von Freunden Trennung von Ehepartner/ Partner Verlust der Arbeitsstelle keine negativen Folgen Suizidversuch/e Strafverfahren

20 Themen der Beratung (N=1.073; Mehrfachnennungen möglich) 6 5,5 3,6 0,9 15,3 familiäre Kontakte Arbeit/Ausbildung soziale Kontakte (Freunde, Bekannte, ) sonstige 7,4 9,5 14,1 Freizeit gesundheitliche Situation Schulden 9,6 14,2 Selbsthilfe Wohnen 13,9 justizialer Bereich gesetzliche Betreuung

21 Kooperation während der Betreuung (N=166; Mehrfachnennungen möglich) Familie stationäre Rehabilitationseinrichtung Kosten-, Leistungsträger ärztliche oder psychotherapeutische Praxis Arbeitgeber, Betrieb, Schule Krankenhaus/Krankenhausabteilung Selbsthilfegruppe Schuldnerberatungsstellen sonstige Justizbehörden/Bewährungshilfe ARGE/Arbeitsgem. (ARGE)/Job-Center Arbeits-und Beschäftigungsprojekt gesetzliche Betreuung stationäre Einrichtung der Sozialtherapie 6,2 % 5,3 % 4,0 % 3,6 % 3,6 % 3,1 % 3,1 % 2,6 % 2,6 % 2,6 % 2,2 % 11,5 % 10,6 % 27,8 % 0 % 5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 %

22 Dauer der Betreuung (N=166) 11,4 % 6,6 % 8,4 % 21,1 % 25,9 % 26,6 % bis 1 Monat bis 3 Monate bis 6 Monate bis 9 Monate bis 12 Monate über 12 Monate

23 Art der Beendigung (N=166) in % Regulär nach Beratungs-/Behandlungsplan 22,3 Planmäßiger Wechsel in andere Behandlungsform 9,6 Vorzeitig mit ärztlichem/therapeutischem Einverständnis 31,9 6,6 Vorzeitig auf ärztliche/therapeutische Veranlassung 0,6 Vorzeitig ohne ärztlichem/therapeutischem Einverständnis 59,7 Außerplanmäßiger Wechsel in andere Einrichtung 1,2 disziplinarisch 0,0

24 Beendigung der Betreuung mit einer Weitervermittlung (N=166) 32,5 % ja (54) 67,5 % nein (112)

25 Problematik am Tag des Betreuungsendes (N=166) 37,9 % 2,4 % 0,6 % 19,9 % erfolgreich gebessert unverändert verschlechtert 39,2 % keine Angabe

26 Hohe Verfügbarkeit und die weitere Expansion jugendaffiner Glücksspielmöglichkeiten (Internet, Handy, Tablets, Einbindung in Konsolenspiele und soziale Netzwerke) sowie Defizite in der Umsetzung des Jugendschutzes werden künftig Einfluss auf die Problematik im Jugendalter haben

27 Ein erstes Resümee aus der IST-Situation und als Impuls für die Diskussion in den AG`s Es geht nicht nur um ein Gegensteuern bezüglich quantitativer Entwicklungen, es geht auch und im Besonderen um qualitative jugendspezifische Konzepte. Aus dem Grund der besonderen Gefährdung Jugendlicher müssen die spezifischen Gründe jugendlichen Suchtverhaltens gesondert betrachtet werden. Auch der Verlauf und die Ausstiegsoptionen müssen bei der jugendlichen Glücksspielsucht in Abgrenzung von der erwachsenen gesondert berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für die Suchthilfe als auch für die Suchtprävention. Dazu braucht es die Unterstützung aller Engagierter und Beteiligter.

28 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Fragen auch direkt möglich unter: Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.v. Dubliner Str Erfurt Telefon: Fax:

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