These: Folgeschäden sind vorprogrammiert!!! Stephanie Müller 2. Ausbildungsjahr

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1 These: Der Prozentsatz an übergewichtigen Jugendlichen steigt immer mehr - aufgrund des neuen Ernährungsverhaltens mit Fast Food, Fertiggerichten, Soft Drinks und Snacks und - aufgrund des multimedialen Freizeitvergnügens! Folgeschäden sind vorprogrammiert!!!

2 Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von einer Epidemie! Weltweit sind ca. 1,3 Milliarden Menschen übergewichtig fast 22 Millionen sind Kinder und Jugendliche (laut EU-Kommission) Jährlich kommen rund hinzu In Deutschland gibt es ca. 2 Millionen übergewichtige Kinder und Jugendliche Und krankhaft Dicke Jeder dritte Jugendliche ist übergewichtig!

3 Definition des Gewichts eines Kindes bzw. Jugendlichen Errechnen des Body Mass Index (BMI=kg/m²) Vergleichen mit Referenzwerten aus Deutschland Ein normalgewichtiges Kind liegt zwischen der 10. und 90. Perzentile für die entsprechende Altersund Geschlechtsgruppe < 10. Perzentile Untergewicht > 90. Perzentile Übergewicht > 97. Perzentile Adipositas Perzentile bedeutet, dass das Körpergewicht in Bezug auf das Körpergewicht der Altersgenossen angegeben wird. Ein Körpergewicht auf dem 20. Perzentil bedeutet beispielsweise, dass 20 % der Kinder gleichen Alters und gleichen Geschlechts nicht mehr oder weniger als das betreffende Kind wiegen.

4 Perzentil-Tabelle für Mädchen

5 Perzentil-Tabelle für Jungen

6 Übergewicht entsteht dadurch, dass die Energieaufnahme höher ist als der Energieverbrauch!!! Betroffene Kinder essen entweder so viel wie schlanke, haben aber einen geringeren Energiebedarf oder sie essen oder naschen mehr.

7 Hauptursachen sind eine zu fett- und zuckerreiche Ernährung und Bewegungsmangel

8 Falsche Ernährung Das Essverhalten unterliegt inneren und äußeren Einflüssen. Lebensmittel sind heute im Überfluss vorhanden, trotzdem besteht häufig ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aufgrund von falscher, einseitiger Ernährung

9 Beispiel: Nährstoffgehalt von Coca Cola, Orangensaft und Milch Nährstoffgehalte verschiedener Getränke Nährstoffgehalt pro Portion (ca. 1 Dose, ca. 0,33 l) Coca Cola Orangensaft fettarme Milch Kalorien Zucker, g Vit. A, IE Vit. C, mg Folsäure, µg Calcium, mg Magnesium, mg Kalium, mg Phosphat, mg Koffein, mg

10 Anstelle der traditionellen Strukturen, wie das gemeinsame Familienessen, tritt heute vermehrt das Zwischendurch- und Außer-Haus -Essen. Bevorzugt werden Fertiggerichte, zu salziges (Chips, Salzgebäck, Pommes frites), zu süßes (Schokolade, Bonbons, Soft Drinks) und zu fettes (Wurst, Mayonnaise, Fettgebackenes). geringe Nährstoffdichte, hohe Energiedichte (Fett: 9 kcal/g, Zucker 4 kcal/g)

11 Das Bevorzugen von Süßem ist angeboren, denn dadurch wird sichergestellt, dass wir unseren Körper mit der lebenswichtigen Glucose versorgen, die auch im Milchzucker (Lactose) enthalten ist. Da Zucker als Geschmacksverstärker in vielen Lebensmitteln eingesetzt wird, gewöhnt man sich an ihn. Das erhöht die Schwelle zur Befriedigung der Lust auf Süßes. Auch Fett dient als Geschmacksverstärker. übermäßiger Konsum von zucker- und fettreichen Lebensmitteln

12 Bei den eingesetzten Zuckern handelt es sich um Mono- (Glucose, Fructose, Galactose) und Disaccharide (Saccharose, Lactose, Maltose). starker und schneller Blutzuckeranstieg Leistungsbereitschaft + Sättigung starke Insulinausschüttung rascher Blutzuckerabfall Hungergefühl + Müdigkeit

13 Gegessen wird oft zwischendurch, wenn man nur wenig Zeit hat oder vor dem Fernseher oder Computer innerhalb von kurzer Zeit nimmt man viel Nahrung auf und meist Ungesundes ( Es muss halt schnell gehen! ) unbewusst stopft man viel in sich hinein Fastfood, Chips und Süßigkeiten werden dann noch gern mit süßen Limo- oder Colagetränken heruntergespült.

14 Das Sättigungsgefühl setzt meist erst nach Minuten nach Beginn der Mahlzeit ein. Nach dem Verzehr von Pommes frites, Fertigpizza oder Hamburgern hält das Sättigungsgefühl dann meist nicht lange an, da sie nur wenige Ballaststoffe enthalten. Zudem liegen sie oft schwer im Magen und der Körper ist mit verdauen beschäftigt. Unkonzentriertheit, Müdigkeit

15 Schlagwort: Big business at uncritical minds : Jugendliche verfügen über Geld. Daher wird ihr Kaufverhalten gezielt durch Werbung und Medien beeinflusst.

16 Ungleichgewicht zwischen den Empfehlungen für eine optimale Ernährung und den, von der Werbung angepriesenen Lebensmitteln

17 Bewegungsmangel Ein ungünstiges Ernährungsmuster ist häufig assoziiert mit einer eher inaktiven und sitzenden Lebensweise. Kinder und Jugendliche machen nur wenig oder gar keinen Sport und haben oft keinen körperlichen Ausgleich an frischer Luft. Sie halten sich lieber im Zimmer auf, wo sie lesen, Musik hören, fernsehen, Computer- oder Konsolenspiele spielen oder im Interner surfen Diesen Hobbys gehen sie täglich leicht 3-4 Stunden nach.

18 So verbrauchen die Kinder und Jugendlichen nur wenig Energie und somit nur wenige Kalorien. Es bilden sich keine neuen Muskeln, ganz im Gegenteil: sie verkümmern eher. Dadurch haben diese Kinder nur einen niedrigen Tagesenergiebedarf, denn Muskelmasse erhöht den Energiebedarf.

19 Folgeschäden Körperlich: Übergewichtige Kinder und Jugendliche leiden häufig unter Kurzatmigkeit und können sich nicht so schnell bewegen dies vermindert die Lungenfunktion und damit die körperliche Leistungsfähigkeit

20 Karies durch zuviel Naschen: Karies an den Milchzähnen führt dazu, dass die nachkommenden Zähne nicht mehr richtig wachsen Kieferprobleme, Fehlstellungen Karies an den bleibenden Zähnen

21 Aufgrund von Veränderungen am Knochenbau kann es zu Gelenkerkrankungen, Haltungs- und Bewegungsschäden kommen (z.b. Gicht, Osteoporose, Rückenschmerzen und X-Beine) 25% der Übergewichtigen leiden unter den orthopädischen Folgen ihres Übergewichts Viele leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn das Übergewicht auch im Erwachsenenalter besteht begünstigt es das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bei übergewichtigen Jungen kann die Pubertät verspätet einsetzen.

22 Verschiedene Darmerkrankungen können auftreten Die Entstehung von einigen Krebsarten wird begünstigt Erkrankungen des Erwachsenenalters: hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, erhöhte Harnsäurewerte und 30% der Übergewichtigen leiden unter Fettlebererkrankungen

23 85% der übergewichtigen Jugendlichen werden zu den 40-50% der dicken Erwachsenen zählen Diese übergewichtigen Jugendlichen werden nicht mehr so alt werden wie ihre Eltern Ihre Lebenserwartung ist bis zu 8 Jahren verkürzt, Schätzungen belaufen sich sogar auf eine bis zu 25% niedrigere Lebenserwartung als bei Normalgewichtigen

24 Seelisch: Sie stecken in einem Depressionen, Essstörungen übermäßiges Essen Übergewicht soziales Abkapseln dicker werden Frustessen Hänseleien, mit sich unzufrieden sein

25 Da Kinder und Jugendliche gerne zucker- und fetthaltige Lebensmittel verzehren, sind sie oft schlapp, müde, leiden unter Konzentrationsstörungen und dadurch an einem Leistungsabfall, sei es im privaten als auch im schulischen Bereich. Denn kurze Zeit nach dem Verzehr von zuckerhaltige Lebensmittel sinkt der Blutzuckerspiegel wieder schnell ab. Fetthaltige Lebensmittel liegen schwer im Magen und sind schwer verdaulich. Der Körper muss sich auf diese Verdauung konzentrieren.

26 Fazit: These belegt! Jugendliche haben meistens die Möglichkeit, das zu essen, was sie möchten und das ist oft ungesund. Häufig bewegen sie sich nicht, da es viele multimediale Freizeitbeschäftigungen gibt. Studien beweisen die Folgeschäden.

27 Ziele der Ernährung im Kindes- und Jugendalter sind: Sicherung von Wachstum und Entwicklung Vermeiden von Mangelzuständen Prävention von ernährungsabhängigen Erkrankungen (wie Stoffwechselkrankheiten, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) In sehr seltenen Fällen auch die Behandlung von Krankheiten

28 Empfehlungen: Ernährungsqualität steigern durch Vielfalt, Ausgewogenheit und Mäßigung in der Lebensmittel-Auswahl 5 Mahlzeiten am Tag vermeiden das Heißhungergefühl Kinder und Jugendliche snacken weniger Quelle DGE Ernährungskreis

29 Altersgemäße Lebensmittelverzehrsmengen in der Optimierten Mischkost ( Optimix ) Alter (Jahre) m/w m/w m/w Energie kcal/tag / / 2500 Empfohlene Lebensmittel (bis 90% der Gesamtenergie) reichlich Getränke ml/tag / / 1400 Brot, Getreide (-flocken) g/tag / / 280 Kartoffeln, Nudeln, Reis g/tag / / 230 Gemüse g/tag / / 300 Obst g/tag / / 300 mäßig Milch, -produkte ml/tag / / 450 Fleisch, Wurst g/tag / / 75 Eier Stck./Woche Fisch g/woche sparsam Öl, Margarine, Butter g/tag / / 40 geduldete Lebensmittel (bis 10% der Gesamtenergie) zuckerreich g/tag / / 15 zucker- und fettreich g/tag / 70 Max. Energiemenge kcal/tag / / 250

30 Prinzip von Optimix

31 Tagesenergiebedarf normalgewichtiger Jugendlicher nach Optimix Jahre Jahre Jahre 2150 (kcal) W 2200 / M 2700 (kcal) W 2500 / M 3100 (kcal) Tagesenergiebedarf normalgewichtiger Jugendlicher nach D-A-C-H-Referenzwerten Jahre Jahre W 2200 / m 2700 (kcal) W 2000 / M 2500 (kcal)

32 Medienzeiten auf unter 1 Stunde täglich reduzieren Keine kalorienreichen Nahrungsmittel oder Getränke dabei verzehren geringere Aufnahme an Energie Bewegung und Sport soll im Vordergrund stehen Erhöhung des Tagesenergiebedarfs durch die Bewegung und langfristig durch den Aufbau von Muskelmasse

33 Ende

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