Kosten-Nutzen-Analyse - Vorstellung/Diskussion der Methode und Anwendungsbeispiel als Ausblick auf Blatt 2 der Richtlinie VDI 3925

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Kosten-Nutzen-Analyse - Vorstellung/Diskussion der Methode und Anwendungsbeispiel als Ausblick auf Blatt 2 der Richtlinie VDI 3925"

Transkript

1 VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt Kosten-Nutzen-Analyse - Vorstellung/Diskussion der Methode und Anwendungsbeispiel als Ausblick auf Blatt 2 der Richtlinie VDI 3925 Dr. Markus Hiebel, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Oberhausen Düsseldorf, 3. Dezember

2 VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt Gliederung 1. Einleitung und Beispiele 2. Anwendung und Ablauf 3. Anwendungsbeispiel MVA-Vergleich 4. Zusammenfassung Hiebel 2

3 1. Einleitung Kosten-Nutzen-Analyse (Cost-benefit analysis) Warum brauchen wir Kosten-Nutzen-Analysen? Externe Kosten (z. B. Umweltschäden) werden bei wirtschaftlichen Endscheidungen nicht berücksichtigt Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) ist ein Instrument zur Analyse von Handlungsalternativen (z. B. bei der Auswahl von Projekten) Integration von sozialen und ökologischen Auswirkungen Bewertung anhand einer einheitlichen monetären Größe KNA = Entscheidung unterstützendes Werkzeug; sie ist kein Entscheidungsinstrument an sich 3

4 1. Einleitung Kosten-Nutzen-Analyse (Beispiele) PUMA (environmental profit and loss accouting E P&L)* Emissionshandel der EU Bundeshaushaltsordnung (Nutzen- Kosten-Untersuchungen) Ökonomische Bewertung ökologischer Systeme und Dienstleistungen: The Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB) global economic benefits of biodiversity** * ** Quelle: The Future of the ETS; Working lunch at informal Environment Ministerial Meeting; Horsens, 19 April

5 2. Anwendung und Ablauf 1. Formulierung der Alternativen 2. Festlegung: Systemgrenzen und Betrachtungsperspektive 3. Bestimmung wirtschaftlicher Kosten und Nutzen der Alternativen sowie der erwarteten Umweltwirkungen 4. Monetarisierung der Kosten/Nutzen, die nicht monetär vorliegen 5. Diskontierung (Abzinsung auf denselben Zeitpunkt) 6. Sensitivitätsanalysen; Abschätzung von Unsicherheiten 7. Handlungsempfehlung 5

6 2. Begrifflichkeiten und Monetarisierung Soziale (volkswirtschaftliche) Kosten/Nutzen = priv. Kosten/Erträge + externe Kosten/Erträge Wie können externe Effekte geldlich bewertet werden? direkten Präferenzbestimmung (stated preferences); Befragung von Testpersonen Rückschlüsse auf den Wert eines Gutes durch Zahlungsbereitschaft der Menschen (contingent valuation) oder Auswahlexperimente (choice experiments) indirekte Präferenzbestimmung (revealed preferences) bestimmt den Wert des Gutes indirekt durch Kosten die Menschen auf sich nehmen, um in den Genuss des Gutes zu gelangen (travel cost method) 6

7 2. Begrifflichkeiten und Monetarisierung Wie können externe Effekte geldlich bewertet werden? Bewertung physischer Effekte (market valuation of physical effects). Ermittlung der durch die Handlungsalternative entstehende Schaden oder Aufwand Preis über Äquivalent des zerstörten Gutes (replacement method), der Preis für die Wiederherstellung oder Reparatur des Gutes (clean-up cost method) oder die Kosten für die Neutralisierung oder Beseitigung einer Emission (control-cost method) Methodenkonventionen: Methodenkonvention des deutschen Umweltbundesamtes Ergebnisse des Forschungsprojektes ExternE der Europäischen Kommission Kennzahlensatz aus der EPS-Methode (Environmental Priority Strategy) der Chalmers Universität 7

8 2. Diskontierung Diskontierung zur Berücksichtigung der Zeitpunkte an denen Kosten anfallen bzw. Erträge realisiert werden Abzinsung auf einen einheitlichen Zeitpunkt Zinssatz (auch Diskontsatz oder Zinsfuß) ist der Kapitalmarktzins, also die Verzinsung des Geldes, welche das Individuum oder der Unternehmer durch eine Anlage am Kapitalmarkt hätte erzielen können Grundlagen zu Zinssätzen: Methodenkonvention des Umweltbundesamtes Studie ExternE der Europäischen Kommission Nordic Guideline der skandinavischen Länder Green Book des britischen Finanzministeriums 8

9 2. Sensitivitätsanalysen Partielle Sensitivitätsanalyse: In welchem Maße verändern sich die Ergebnisse der Analyse, wenn nur eine Annahme bezüglich der Ausgangsdaten variiert wird Worst- and best-case Analyse: Was passiert, wenn alle getroffenen Annahmen jeweils einmal durch den besten und einmal durch den schlechtesten anzunehmenden Fall ersetzt werden? Bei der Monte Carlo-Analyse werden für einzelne Ausgangsdaten Verteilungen angenommen (stochastische Methoden betrachten, um Mittelwerte oder Abweichungen zu berechnen und so die Aussagekraft der Ergebnisse zu stützen) 9

10 3. Anwendungsbeispiel MVA-Vergleich Anwendung anhand eines Vergleichs von zwei fiktiven Müllverbrennungsanlagen Frage: In welche Variante soll der Investor aus Kosten-Nutzen Sicht investieren? Ziel des Beispiels: Richtlinie stellt für den Leser eine Anwendung der Methode vor und zeigt Probleme beim Vorgehen auf Parameter Heizwert Abfall M ülldurchsatz Energie Variante 1 Variante 2 (typische Anlage) (komplexe Anlage) Nur Strom Strom und Fernwärme bei 130 C Kessel 40 bar/400 C 130 bar/440 C Wirkungsgrad Abgasreinigun g 20% elektrisch trocken (Kalkhydrat/Kohle) 25% elektrisch + 30% thermisch naß (GF+Wäscher+CaCl2 und Gips Erzeugung) NOx SNCR (200 mg) SCR (70 mg) Schlacke Deponie Verwertung im Straßenbau M etallrecyclin g Flugasche Fe Verfestigung/Zementierung und Deponie 10 MJ/kg t/a (2 Linien) Fe, Al, Cu, Edelstahl Untertage I nvestitionsko sten niedrig hoch 10

11 3. Anwendungsbeispiel MVA-Vergleich Nötige Inputdaten: Technische Daten für Gutschriften (Metalle, Energie) Umweltdaten (Emissionen) Finanzdaten (Investitionskosten, Betriebskosten etc.) - Kapitalwertberechnung erfolgt nach VDI 2067: Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen - Grundlagen und Kostenberechnung Prämissen Darstellung mit Exceltool 11

12 4. Zusammenfassung Vorteile Alle Impacts liegen in einer Größe (z. B. in ) vor (Verständlichkeit) Globale und lokale Effekte sind erfassbar Großes Potenzial, wenn Daten und Monetarisierungsfaktoren vorliegen Denken in Alternativen als Entscheidungsunterstützung Herausforderungen Monetarisierung Diskontierung (Kapitalzinsfuß) Datenlage, Datenbanken Subjektivität Umsetzbarkeit schwierig Tutzing-Symposium vom 24. April

13 4. Zusammenfassung: Einschätzung der Methode Potential hoch niedrig leicht schwer Umsetzbarkeit 13

14 VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt Fragen und Diskussion Hiebel 14

15 Literaturbeispiel (1/2) Stoffliche Verwertung von Nichtverpackungs-Kunststoffabfällen im Auftrag des österreichischen Umweltbundesamtes Volkswirtschaftlich sinnvolle Verwertungswege für Nichtverpackungs- Kunststoffabfälle (NVK) Bezüglich der sozialen Kosten wurden Energiebilanz, CO 2 -, CH 4 - und TOC-Emissionen und Risiken aufgrund von Deponiemengen erfasst Privaten Kosten: Kosten für Sammlung, Demontage und Verfahrenskosten für die stoffliche Wiederverwendung Privater Nutzen der stofflichen Verwertung: Einsparungen von Deponiebetriebskosten und Restmüllbehandlungsverfahren 15

16 Literaturbeispiel (2/2) Monetarisierung: Bewertung physischer Effekte nach dem Prinzip der control-cost Methode vorgenommen Nach dieser Methode wurden die Nutzen pro gesparte Tonne CO 2 mit 50, pro Tonne TOC mit und pro Tonne vermiedener Deponiemenge mit 143 angegeben Berücksichtigung von Substitutionseffekten, welche die ersparten Kosten bei der Primärproduktion der Kunststoffe widerspiegeln Ergebnis: privater Nutzenüberschuss von 0,007 /kg getrennt gesammeltem Kunststoffabfall. Der volkswirtschaftliche Nutzenüberschuss kommt durch die Vermeidung von Emissionen und Einsparungen von Energien für die Primärproduktion zu einem Nutzenüberschuss von 0,564 /kg getrennt gesammeltem Kunststoffabfall 16

Bewertungsmethoden. Dipl.-Vw. Lutz Benson, Volkswirtschaftslehre, insbes. Stadt- und Regionalökonomie

Bewertungsmethoden. Dipl.-Vw. Lutz Benson, Volkswirtschaftslehre, insbes. Stadt- und Regionalökonomie Bewertungsmethoden Zielsetzung der Methoden: mehrere Handlungsalternativen hinsichtlich ihrer Vorteilhaftigkeit in eine Rangfolge bringen Bestimmung der vorteilhaftesten unter mehreren Handlungsalternativen

Mehr

Corporate Carbon Footprint der Aktivitäten der Hackl Container Abfallbehandlungs-GmbH

Corporate Carbon Footprint der Aktivitäten der Hackl Container Abfallbehandlungs-GmbH Corporate Carbon Footprint der Aktivitäten der Hackl Container Abfallbehandlungs-GmbH Roland Fehringer 21. November 2011 denkstatt GmbH Hietzinger Hauptstraße 28 A-1130 Wien Austria T (+43)1 786 89 00

Mehr

Vom Entsorger zum Erzeuger 2014

Vom Entsorger zum Erzeuger 2014 Zwei Kreise, drei Gesellschaften, ein Auftrag. Vom Entsorger zum Erzeuger Klimabilanz der Abfallgesellschaften Kreis Warendorf und Kreis Gütersloh 2 Klimabilanz Gutes Klima auf Kreisebene KLIMABILANZ DER

Mehr

Grundkonzept und Anwendungen von THG-Bilanzen Identifizierung der wichtigsten Parameter Anwendung von THG-Bilanzen an Beispielen

Grundkonzept und Anwendungen von THG-Bilanzen Identifizierung der wichtigsten Parameter Anwendung von THG-Bilanzen an Beispielen CO 2 -THG-Bilanzen Grundkonzept und Anwendungen von THG-Bilanzen Identifizierung der wichtigsten Parameter Anwendung von THG-Bilanzen an Beispielen Dipl.-Ing Kai Sartorius Übersicht 1) Einführung 2) Aufbau,

Mehr

Vom Entsorger zum Erzeuger

Vom Entsorger zum Erzeuger Zwei Kreise, drei Gesellschaften, ein Auftrag. Vom Entsorger zum Erzeuger der Abfallgesellschaften Kreis Warendorf und Kreis Gütersloh 2 3 Gutes Klima auf Kreisebene Deponiegas + Verstromung KLIMABILANZ

Mehr

Nachhaltigkeitsorientierte Bewertung alternativer Flächennutzungskonzepte (TP 10) Nachhaltige urbane Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr

Nachhaltigkeitsorientierte Bewertung alternativer Flächennutzungskonzepte (TP 10) Nachhaltige urbane Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr Nachhaltigkeitsorientierte Bewertung alternativer Flächennutzungskonzepte (TP 10) Projektziele Analyse wirtschaftswissenschaftlicher Methoden zur Bewertung von Umweltwirkungen und Weiterentwicklung der

Mehr

Die Methode der ökologisch erweiterten Kosten-Nutzen-Analyse

Die Methode der ökologisch erweiterten Kosten-Nutzen-Analyse Die Methode der ökologisch erweiterten Kosten-Nutzen-Analyse - mit energiewirtschaftlichen Anwendungsbeispielen - Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Die Zukunft der Stromwirtschaft des Lehrstuhls Energiewirtschaft

Mehr

Mögliche Modelle zur Berechnung von Umweltund Ressourcenkosten im Bereich Wasser

Mögliche Modelle zur Berechnung von Umweltund Ressourcenkosten im Bereich Wasser Mögliche Modelle zur Berechnung von Umweltund Ressourcenkosten im Bereich Wasser Franz Sinabell Tagung Wasser: Preis & Wert Wien, 4. Dez. 2013 Übersicht Preis und Wert eine Annäherung aus ökonomischem

Mehr

Der Nutzen von Ökonomie und Ökosystemdienstleistungen für die Naturschutzpraxis. Workshop II: Auen, Moore und Gewässer

Der Nutzen von Ökonomie und Ökosystemdienstleistungen für die Naturschutzpraxis. Workshop II: Auen, Moore und Gewässer Der Nutzen von Ökonomie und Ökosystemdienstleistungen für die Naturschutzpraxis Workshop II: Auen, Moore und Gewässer Bernd Hansjürgens, Sarah Herkle Ökonomie für die Naturschutzpraxis, Workshop II Insel

Mehr

und Verwertungspotentialen in der Schweiz

und Verwertungspotentialen in der Schweiz Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Umwelt BAFU Abteilung Abfall und Rohstoffe Übersicht zu Kunststoffmengen und Verwertungspotentialen in der

Mehr

Von der Verbrennung zum Recycling Wege zu einer umwelt - und verbraucherfreundlichen Abfallpolitik

Von der Verbrennung zum Recycling Wege zu einer umwelt - und verbraucherfreundlichen Abfallpolitik Von der Verbrennung zum Recycling Wege zu einer umwelt - und verbraucherfreundlichen Abfallpolitik Sascha Roth, 8.12.2015 NABU gibt es seit 116 Jahren 1899 als Bund für Vogelschutz gegründet über 540.000

Mehr

Dynamisches Investitionsrechenverfahren. t: Zeitpunkt : Kapitalwert zum Zeitpunkt Null : Anfangsauszahlung zum Zeitpunkt Null e t

Dynamisches Investitionsrechenverfahren. t: Zeitpunkt : Kapitalwert zum Zeitpunkt Null : Anfangsauszahlung zum Zeitpunkt Null e t Kapitalwertmethode Art: Ziel: Vorgehen: Dynamisches Investitionsrechenverfahren Die Kapitalwertmethode dient dazu, die Vorteilhaftigkeit der Investition anhand des Kapitalwertes zu ermitteln. Die Kapitalwertverfahren

Mehr

Anforderungen an Lebenszyklus-Daten zur Nutzung bei der Produktentwicklung

Anforderungen an Lebenszyklus-Daten zur Nutzung bei der Produktentwicklung Statusseminar Netzwerk Lebenszyklusdaten Deutschland 08.11.2005, Gustav-Stresemann-Institut, Bonn Anforderungen an Lebenszyklus-Daten zur Nutzung bei der Produktentwicklung Matthias Fischer, IKP Abteilung

Mehr

ÜBERRASCHENDES ÜBER KUNSTSTOFF

ÜBERRASCHENDES ÜBER KUNSTSTOFF ÜBERRASCHENDES ÜBER KUNSTSTOFF Warum sind heutzutage Produkte häufig in Kunststoff verpackt? Und was soll mit der Verpackung geschehen, wenn sie zu Abfall wird? KUNSTOFFE SIND WERTVOLL Während der Herstellung

Mehr

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Urheberrechtshinweis Die Inhalte dieser Präsentation (u.a. Texte, Grafiken, Fotos, Logos etc.) und die Präsentation selbst sind urheberrechtlich geschützt. Sie wurden durch Fraunhofer UMSICHT selbständig

Mehr

Stoffliche oder energetische Verwertung - Ressourceneffizientes Handeln ist in der Regel klimagerechtes Handeln

Stoffliche oder energetische Verwertung - Ressourceneffizientes Handeln ist in der Regel klimagerechtes Handeln Stoffliche oder energetische Verwertung - Ressourceneffizientes Handeln ist in der Regel klimagerechtes Handeln Klaus Fricke, Tobias Bahr, Timo Thiel, Oliver Kugelstadt Definition Ressourceneffizienz Einstufung

Mehr

Verpackung und Verpackungsabfälle nachhaltig & ökologisch?!?

Verpackung und Verpackungsabfälle nachhaltig & ökologisch?!? Verpackung und Verpackungsabfälle nachhaltig & ökologisch?!? Mag. Dr. Nicole Reischütz Mai 13 Ökologie Nachhaltigkeit Ökologie ist ursprünglich die Teildisziplin der Biologie, welche die Wechselbeziehungen

Mehr

Christian Schober/Volker Then (Hrsg.) Praxishandbuch Social Return. on Investment. Wirkung sozialer Investitionen messen

Christian Schober/Volker Then (Hrsg.) Praxishandbuch Social Return. on Investment. Wirkung sozialer Investitionen messen Christian Schober/Volker Then (Hrsg.) Praxishandbuch Social Return on Investment Wirkung sozialer Investitionen messen 2015 Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart IX Inhaltsverzeichnis Vorwort Inhaltsübersicht

Mehr

Energieberatungsbericht

Energieberatungsbericht Energieberatungsbericht Gebäude: Haus der Vereine Versammlungsbereich Marktstraße 6 91804 Mörnsheim Auftraggeber: Marktgemeinde Mörnsheim Kastnerplatz 1 91804 Mörnsheim Erstellt von: Johannes Steinhauser

Mehr

TIS innovation park Energetische, ökologische und ökonomische Analyse von Biogasanlagen in Südtirol

TIS innovation park Energetische, ökologische und ökonomische Analyse von Biogasanlagen in Südtirol Energetische, ökologische und ökonomische Analyse von Biogasanlagen in Südtirol Ministero per le Politiche Agricole Alimentari e Forestali Programma nazionale Biocombustibili Einleitung zur Studie Ziele

Mehr

Nutzwertanalyse und ihre Anwendbarkeit für das Energiemanagement in kleineren Kommunen

Nutzwertanalyse und ihre Anwendbarkeit für das Energiemanagement in kleineren Kommunen Nutzwertanalyse und ihre Anwendbarkeit für das Energiemanagement in kleineren Kommunen Heinz Dallmann Projektmanager ZAB-Energie EWE-Musterbericht zur Nutzwertanalyse Die Nutzwertanalyse ermittelt und

Mehr

Abfall-Forum des Entsorgungsverband Saar (EVS) 11.05.2010, Europäische Akademie Otzenhausen

Abfall-Forum des Entsorgungsverband Saar (EVS) 11.05.2010, Europäische Akademie Otzenhausen Abfall-Forum des Entsorgungsverband Saar (EVS) 11.05.2010, Europäische Akademie Otzenhausen Ökologische Bewertung der getrennten Erfassung und Verwertung von Verpackungen Universität Stuttgart, Institut

Mehr

VDI-Expertenforum: Richtlinie VDI 3925 Blatt 1 Werkzeuge zur Bewertung von Abfallbehandlungsverfahren 03. Dezember 2013 Jugendherberge, Düsseldorf

VDI-Expertenforum: Richtlinie VDI 3925 Blatt 1 Werkzeuge zur Bewertung von Abfallbehandlungsverfahren 03. Dezember 2013 Jugendherberge, Düsseldorf VDI-Expertenforum: Richtlinie VDI 3925 Blatt 1 Werkzeuge zur Bewertung von Abfallbehandlungsverfahren 03. Dezember 2013 Jugendherberge, Düsseldorf Die Methode der Stoffflussanalyse Wesentliche Begriffe

Mehr

Wert der biologischen Vielfalt

Wert der biologischen Vielfalt Wert der biologischen Vielfalt Biodiversität - Vielfalt des Lebens auf der Erde: Genetische Vielfalt, Artenvielfalt, Vielfalt an Lebensräumen und die Vielfalt biologischer Interaktionen Trends Gegenwärtig

Mehr

Energie- und CO 2 -Bilanz von HTC im Vergleich zu konventionellen Verfahren der Klärschlammbehandlung

Energie- und CO 2 -Bilanz von HTC im Vergleich zu konventionellen Verfahren der Klärschlammbehandlung Energie- und CO 2 -Bilanz von HTC im Vergleich zu konventionellen Verfahren der Klärschlammbehandlung IFAT 2014, Veranstaltung des Bundesverbands HTC Boris Lesjean, Christian Remy, Jonas Warneke (Kompetenzzentrum

Mehr

Inhaltsverzeichnis 5. Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 5. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 5 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung: Kosten-Nutzen-Analysen in Organisationen als Evaluationsund Entscheidungsinstrument Jens Rowold, Simone Kauffeld... 12 1.1 Hintergrund... 12 1.2 Bisherige

Mehr

EE10: Kosten-Nutzen-Analyse

EE10: Kosten-Nutzen-Analyse EE10: Kosten-Nutzen-Analyse Prof. Dr. Katrin Rehdanz Christian-Albrechts University Kiel Institut für Weltwirtschaft EE9: Kosten-Nutzen-Analyse Die Kapitalwertmethode Die Bewertung öffentlicher Projekte

Mehr

Fachtagung Umwelt und Klima 2014. Fortbildungsangebote. Umwelt, Klima, Biodiversität: Lernen aus der Zukunft

Fachtagung Umwelt und Klima 2014. Fortbildungsangebote. Umwelt, Klima, Biodiversität: Lernen aus der Zukunft Fachtagung Umwelt und Klima 2014 Fortbildungsangebote Kurze Beschreibung von Inhalt und Methodik/Zeitplan Freitag, 22.08. bis Samstag 23.08.2014 Das neue Klimafinanzierungstraining der GIZ CliFit2 Freitag,

Mehr

Substitution von Rohstoffen durch Abfälle

Substitution von Rohstoffen durch Abfälle Kunststoffabfälle Substitution von Rohstoffen durch Abfälle Spielregeln Abfall Sammlung+ Vorbehandlung Abfälle Beseitigung Ersatz- Rohstoff Erlöse= Kosten Produktionsprozess Produkt Die Erlöse für die

Mehr

Thermo Recycling zur Wertstoffgewinnung

Thermo Recycling zur Wertstoffgewinnung des Kantons Zürich halten Fünf Schwerpunkte aus dem Massnahmenplan Abfall- und Ressourcenwirtschaft des Kantons Zürich 2011-2014 Kies für Generationen Wertstoffe sammeln Phosphor aus Klärschlamm als Ressource

Mehr

Forschungsprojekt. Experiment- und Fragebogenaufbau. Wien, 28. Februar 2012

Forschungsprojekt. Experiment- und Fragebogenaufbau. Wien, 28. Februar 2012 Forschungsprojekt Experiment- und Fragebogenaufbau Wien, 28. Februar 2012 Die Choice Experiment Methode (1) Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Präferenzen der Bevölkerung für einen Ausbau der Wasserkraft

Mehr

Daten und Fakten zum ElektoG

Daten und Fakten zum ElektoG Daten und Fakten zum ElektoG 1. Was ändert sich konkret für Verbraucher? 2. Mengenangaben von elektrischen/elektronischen Altgeräten 3. Elektro-Altgeräte-Entsorgung und Deutschland 4. Qualitätsstandards

Mehr

EAG Recycling Chancen und Herausforderungen. Univ.Prof. DI Dr.mont. Roland Pomberger

EAG Recycling Chancen und Herausforderungen. Univ.Prof. DI Dr.mont. Roland Pomberger EAG Recycling Chancen und Herausforderungen Univ.Prof. DI Dr.mont. Roland Pomberger Erfolgsbilanz 700.000 t gesammelte und verwertete EAGs In 10 Jahren Inhalt 6 Fragen 4 Herausforderungen Empfehlungen

Mehr

Fujitsu Siemens Computers GmbH

Fujitsu Siemens Computers GmbH Management Summary Fujitsu Siemens Computers GmbH Report Wirtschaftlichkeitsanalyse Einführung Linux - FSC Der Analysereport beinhaltet die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsanalyse der Einführung des

Mehr

Integrierte wirtschaftliche und ökologische Bewertung von Smart Grid Lösungen in der Niederspannungsebene

Integrierte wirtschaftliche und ökologische Bewertung von Smart Grid Lösungen in der Niederspannungsebene Integrierte wirtschaftliche und ökologische Bewertung von Smart Grid Lösungen in der Niederspannungsebene Dipl.Ing.(FH) Markus Schwarz PMSc. Dr. in Andrea Kollmann Energieinstitut an der Johannes Kepler

Mehr

Klimarelevanz von Abfalldeponien Wolfgang Butz

Klimarelevanz von Abfalldeponien Wolfgang Butz Klimarelevanz von Abfalldeponien Wolfgang Butz Umweltbundesamt, FG III 2.4 Abfalltechnik und Abfalltechniktransfer, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau Klimarelevanz von Abfalldeponien Einleitung - Beiträge

Mehr

Klausurschwerpunkte. Wie bereits erwähnt: Klima/Wetter keine Energie Abfall DAK

Klausurschwerpunkte. Wie bereits erwähnt: Klima/Wetter keine Energie Abfall DAK Klausurschwerpunkte Wie bereits erwähnt: Klima/Wetter keine Energie Abfall DAK Umweltmedien - Abfall fvgk Umwelt oberste Prinzipien der Umweltpolitik Verursacherprinzip = Urheber einer Umweltbelastung

Mehr

Förderprogramme und ihre CO 2 -Minderung am Beispiel des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms der KfW

Förderprogramme und ihre CO 2 -Minderung am Beispiel des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms der KfW Förderprogramme und ihre CO 2 -Minderung am Beispiel des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms der KfW Nikolaus Diefenbach Umwelt (IWU), Darmstadt Vorgehensweise bei der Untersuchung des KfW- Programms Durchgeführte

Mehr

Beschreibung der wesentlichen Modellierungsschritte von Bioenergie Prozessketten im Projekt BioEnergieDat

Beschreibung der wesentlichen Modellierungsschritte von Bioenergie Prozessketten im Projekt BioEnergieDat Martin Henßler, Ludger Eltrop, Liselotte Schebek, Clemens Düpmeier, Andreas Ciroth Beschreibung der wesentlichen Modellierungsschritte von Bioenergie Prozessketten im Projekt BioEnergieDat Dieses Dokument

Mehr

Bilanzierung von Abfallbehandlungsprozessen. Beispiel: MBA

Bilanzierung von Abfallbehandlungsprozessen. Beispiel: MBA Institut für Aufbereitung und Recycling 7. Ökobilanz-Werkstatt - RWTH Aachen, 22.-24.09.2011 Bilanzierung von Abfallbehandlungsprozessen Beispiel: MBA Dipl.-Ing. Adele Clausen Dipl.-Ing. Nico Schmalbein

Mehr

Die Förderung der Windkraft: Hauptseminar Umweltökonomik WS 06/07 12.01.2007 Nina Wagner, Philip Liesenfeld

Die Förderung der Windkraft: Hauptseminar Umweltökonomik WS 06/07 12.01.2007 Nina Wagner, Philip Liesenfeld Hauptseminar Umweltökonomik WS 06/07 12.01.2007 Nina Wagner, Philip Liesenfeld Gliederung 1. Entwicklung der Windkraftnutzung in Deutschland 2. Warum Windkraft? 3. Geeignetheit der Windkraft zum Erreichen

Mehr

Energie- und CO 2 -Bilanz der Firma Quality First Software GmbH im Jahr 2009

Energie- und CO 2 -Bilanz der Firma Quality First Software GmbH im Jahr 2009 Energie- und CO 2 -Bilanz der Firma Quality First Software GmbH im Jahr 2009 Quality First Software GmbH Tulpenstraße 41 82538 Geretsried Energy Consulting Allgäu GmbH Matthias Voigtmann Heisinger Straße

Mehr

Warum Abfall? Eine Präsentation zu Konsum, Littering, Abfall und Recycling

Warum Abfall? Eine Präsentation zu Konsum, Littering, Abfall und Recycling Warum Abfall? Eine Präsentation zu Konsum, Littering, Abfall und Recycling Warum gibt es Abfall? Zuerst du! Was glaubst du: 1. Warum gibt es überhaupt Abfall? 2. Wer verursacht Abfall? 3. Wo entsteht Abfall?

Mehr

6,50 m. 10,00 m. PV Manager 3.9.1126.4 / 20497. Blatt: 1

6,50 m. 10,00 m. PV Manager 3.9.1126.4 / 20497. Blatt: 1 1 2 3 4 5 6 7 8 A B C 6,50 m D E Dachzeichnung, Schrägdach 1 Modulfeldansicht Muster Projekt-Nr.: 2011_EFH Nennleistung: 5,67 kwp; 27 x IBC PolySol 210 VG; L x B x H: 1650 mm x 951 mm x 46 mm Name Datum

Mehr

Nutzung von Ersatzbrennstoffen und Stoffsubstituten im Kraftwerksbereich

Nutzung von Ersatzbrennstoffen und Stoffsubstituten im Kraftwerksbereich EnBW-Symposium Biogene Reststoffe Nutzung von Ersatzbrennstoffen und Stoffsubstituten im Kraftwerksbereich EnBW Kraftwerke AG Rainer Allmannsdörfer Leiter Umweltdienstleistungen und Leiter Kraftwerk Stuttgart

Mehr

Chemikalien in der Umwelt Risikobewertung & Risikomanagement Adolf Eisenträger, Ina Ebert, Riccardo Amato

Chemikalien in der Umwelt Risikobewertung & Risikomanagement Adolf Eisenträger, Ina Ebert, Riccardo Amato Chemikalien in der Umwelt Risikobewertung & Risikomanagement Adolf Eisenträger, Ina Ebert, Riccardo Amato S. 1 Gefahr und Risiko K. Fent: Ökotoxikologie: Gefahr: beschreibt einen drohenden Schaden, der

Mehr

Ökosystemleistungen und Biodiversität im EU-Fokus

Ökosystemleistungen und Biodiversität im EU-Fokus Eine Zukunftsaufgabe in guten Händen Ökosystemleistungen und Biodiversität im EU-Fokus Karin Robinet Fachgebiet I 2. 1; Recht & Ökonomie Gliederung 1. Einführung: Von 2010 zu 2020 und 2050 2. Der europäische

Mehr

pachten selbst erzeugen sparen

pachten selbst erzeugen sparen pachten selbst erzeugen sparen So lohnt sich Ihre eigene Energiewende Gewerblich genutzte Gebäude mit großen Dachflächen sind die ideale Basis für eine Photovoltaikanlage. Sie bieten Immobilieneigentümern

Mehr

Rechtliche Rahmenbedingungen für

Rechtliche Rahmenbedingungen für Rechtliche Rahmenbedingungen für die Rücknahme und Verwertung von Elektroaltgeräten Dr. Petra Meyer-Ziegenfuß Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bundeskongress des BWK 21.September 2012 Rechtsvorschriften

Mehr

Biomassenutzung. Dipl.-Ing. Matthias Funk

Biomassenutzung. Dipl.-Ing. Matthias Funk Biomassenutzung Dipl.-Ing. Matthias Funk Agenda Was ist Biomasse? Biomassenutzung Biomassepotenzial im LK Gießen Biomassenutzung am Beispiel Queckborn Vergleich verschiedener Heizsysteme Fazit Was ist

Mehr

Sammlung und Behandlung von Sperr- und Gewerbemüll Analyse und Ausgangslage in Österreich

Sammlung und Behandlung von Sperr- und Gewerbemüll Analyse und Ausgangslage in Österreich Sammlung und Behandlung von Sperr- und Gewerbemüll Analyse und Ausgangslage in Österreich Ing. Mag. Walter HAUER Inhalt Begriffsbestimmung Zusammensetzung und Sammlung von Sperrmüll Mengen und Behandlung

Mehr

Green ProcA Grüne Beschaffung in Aktion

Green ProcA Grüne Beschaffung in Aktion Green ProcA Grüne Beschaffung in Aktion Umweltfreundliche Beschaffung von Gebäuden und Baudienstleistungen Berliner Energieagentur Relevanz umweltfreundlicher Aspekte im Gebäudebereich 1. Hohe Investitionskosten

Mehr

Abschlussveranstaltung Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit 21.06.2011

Abschlussveranstaltung Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit 21.06.2011 Abschlussveranstaltung Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit 21.06.2011 Energiebilanzen der österreichischen Landwirtschaft zum IST-Zustand und in den Szenarien Überblick Von der gesunden Ernährung zur

Mehr

Die indirekten Kosten des plötzliches Herztods in Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Kurzstudie im Auftrag von Definetz e.v. Andreas Lueg-Arndt

Die indirekten Kosten des plötzliches Herztods in Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Kurzstudie im Auftrag von Definetz e.v. Andreas Lueg-Arndt Kurzstudie im Auftrag von Definetz e.v Die indirekten Kosten des plötzliches Herztods in Nordrhein-Westfalen und Deutschland Andreas Lueg-Arndt Professor of Economics and International Business Cologne

Mehr

Dynamische Simulation eines Lastmanagements und Integration von Windenergie in ein Elektrizitätsnetz

Dynamische Simulation eines Lastmanagements und Integration von Windenergie in ein Elektrizitätsnetz Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI ISI-Schriftenreihe»Innovationspotenziale«Marian Klobasa Dynamische Simulation eines Lastmanagements und Integration von Windenergie in ein Elektrizitätsnetz

Mehr

3D-VIS - INTERAKTIVE 3D VISUALISIERUNG IN DER RÄUMLICHEN PLANUNG. Business-Case mit Vermarktungsszenarien. 23. Juli 2014. 23. Juli 2014 / Folie 1

3D-VIS - INTERAKTIVE 3D VISUALISIERUNG IN DER RÄUMLICHEN PLANUNG. Business-Case mit Vermarktungsszenarien. 23. Juli 2014. 23. Juli 2014 / Folie 1 3D-VIS - INTERAKTIVE 3D VISUALISIERUNG IN DER RÄUMLICHEN PLANUNG Business-Case mit Vermarktungsszenarien 23. Juli 2014 23. Juli 2014 / Folie 1 Verwertungsperspektiven Verwertungsperspektiven: Verwertung

Mehr

Platzhalter für Bild

Platzhalter für Bild Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) Lehrstuhl für Energiewirtschaft Ökologische und energetische Analyse von Co-Vergärungsanlagen David Balussou Econogy Forum Linz, 09.

Mehr

Karsten Wambach Consulting

Karsten Wambach Consulting Recycling von Solarmodulen und Solarzellen Karsten Wambach Consulting wambach@wambach-consulting.com Green Production, Sustainability & Waste Concepts Beratungsleistungen Individuelle Beratung zu Rücknahmesystemen

Mehr

Was kostet uns der Klimawandel, wenn wir nicht handeln und was bringt die Energiewende?

Was kostet uns der Klimawandel, wenn wir nicht handeln und was bringt die Energiewende? Was kostet uns der Klimawandel, wenn wir nicht handeln und was bringt die Energiewende? Beitrag zum UMA-Fachdialog Die Kosten der Energiewende 12. Oktober 2015, FH Technikum, Wien Dipl.-Ing. Michael Böhm

Mehr

Dr.-Ing. Michael Kern Geschäftsführer

Dr.-Ing. Michael Kern Geschäftsführer Witzenhausen-Institut Stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse aus Abfällen in Deutschland Mengen, Technik und Beitrag zum Klimaschutz Pratteln, 17. September 2010 Dr.-Ing. Michael Kern Geschäftsführer

Mehr

Klimawandel: eine globale Herausforderung Europa geht voran

Klimawandel: eine globale Herausforderung Europa geht voran Klimawandel: eine globale Herausforderung Europa geht voran Klimaschutz Trotz oder wegen der Finanz- und Wirschaftskrise?! Mönchengladbach, 23. Juni 2009 Stefan Agne, Team Leader Europäische Kommission,

Mehr

Die Nutzungsphase elektrischer Speicher aus Sicht der Umwelt. Sebastian Schmidt Volkswagen AG, Konzernforschung Umwelt Produkt

Die Nutzungsphase elektrischer Speicher aus Sicht der Umwelt. Sebastian Schmidt Volkswagen AG, Konzernforschung Umwelt Produkt Die Nutzungsphase elektrischer Speicher aus Sicht der Umwelt Sebastian Schmidt Volkswagen AG, Konzernforschung Umwelt Produkt Ziel Umweltliche Bilanzierung elektrischer Speicher über den gesamten Lebenszyklus

Mehr

Copyright 2014 All rights reserved. Primärauktionen an der European Energy Exchange Marktzugänge für Anlagenbetreiber

Copyright 2014 All rights reserved. Primärauktionen an der European Energy Exchange Marktzugänge für Anlagenbetreiber Primärauktionen an der European Energy Exchange Marktzugänge für Anlagenbetreiber Überblick - Emissionshandels an der EEX EUA Spot- und Terminhandel seit Einführung des EU ETS (2005) Führende Auktionsplattform

Mehr

Überblick. Was ist Abfall? Abfallanfall. Abfall als Wertstoff. Geht uns der Abfall aus?

Überblick. Was ist Abfall? Abfallanfall. Abfall als Wertstoff. Geht uns der Abfall aus? Überblick 2 verschiedene Sichtweisen 3 Was ist Abfall? aus rechtlicher Sicht bewegliche Sachen (Ausnahme belastete Böden), deren sich der Besitzer entledigen will oder deren Sammlung und Behandlung im

Mehr

Abb. 1: Exotherme und endotherme Reaktionen Quelle: http://www.seilnacht.com/lexikon/aktivi.htm#diagramm

Abb. 1: Exotherme und endotherme Reaktionen Quelle: http://www.seilnacht.com/lexikon/aktivi.htm#diagramm Energie bei chemischen Reaktionen Chemische Reaktionen sind Stoffumwandlungen bei denen Teilchen umgeordnet und chemische Bindungen gespalten und neu geknüpft werden, wodurch neue Stoffe mit neuen Eigenschaften

Mehr

Zuschnitt von technischen Textilien mittels Plasma

Zuschnitt von technischen Textilien mittels Plasma Zuschnitt von technischen Textilien mittels Plasma Dr.-Ing. Katerina Machova Einleitung Indirektes Verfahren Einstellparameter - Einfluss auf Schnittqualität Direktes Plasmaschneiden von Kunststoffen Brenngasanalyse

Mehr

Global handeln: Investitionen in Anlagefonds für Klimaschutzprojekte als möglicher Bestandteil zur Erreichung des firmenspezifischen Reduktionsziels

Global handeln: Investitionen in Anlagefonds für Klimaschutzprojekte als möglicher Bestandteil zur Erreichung des firmenspezifischen Reduktionsziels Tagung: Das CO 2 -Gesetz, neue Perspektiven für Schweizer Unternehmen Global handeln: Investitionen in Anlagefonds für Klimaschutzprojekte als möglicher Bestandteil zur Erreichung des firmenspezifischen

Mehr

19. Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche. Thema: Wiederaufbereitung von Elektronikschrott

19. Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche. Thema: Wiederaufbereitung von Elektronikschrott 19. Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche Thema: Wiederaufbereitung von Elektronikschrott Zur Rechtsauffassung die Entwicklung der Rahmenbedingungen Vortrag von Rechtsanwalt Ludolf C. Ernst,

Mehr

Nachhaltiges Corporate Real Estate Management. 23. April 2008 Matthias Leube Corporate Real Estate & Services (CRES)

Nachhaltiges Corporate Real Estate Management. 23. April 2008 Matthias Leube Corporate Real Estate & Services (CRES) Nachhaltiges Corporate Real Estate Management 23. April 2008 Matthias Leube Corporate Real Estate & Services (CRES) Inhalt 1 Corporate Real Estate and Services in der Deutschen Bank 2 Klimawandel und Immobilien

Mehr

Inhaltsverzeichnis. The Role of Quality Management in the Innovation Strategy...11 Khramov A.A.

Inhaltsverzeichnis. The Role of Quality Management in the Innovation Strategy...11 Khramov A.A. Inhaltsverzeichnis The Role of Quality Management in the Innovation Strategy...11 Khramov A.A. Konsumentenverwirrtheit bei Jugendlichen Wolfgang Geise, Patrick Maksimovic 1. Einleitung...21 2. Theoretischer

Mehr

EEG und CO 2 -Emissionsrechtehandel

EEG und CO 2 -Emissionsrechtehandel EEG und CO 2 -Emissionsrechtehandel Prof. Dr. rer. pol. habil. Wolf Fichtner Lehrstuhl Energiewirtschaft Telefon: 0355-69 4504/4505 Fax: 0355-69 4048 email: energiewirtschaft@tu-cottbus.de Fichtner 1 Gliederung

Mehr

Müllgebühren Steiermark

Müllgebühren Steiermark Müllgebühren Steiermark - Veröffentlichung der Kosten und Gebührenberechnung (transparent) - Grundgebühr nicht pro Person (familienfreundlich) - Variable Gebühr mit ökologischen Anreiz (ökologisch) - Gemeindeverbände

Mehr

Trends in der risiko- und wertorientierten Steuerung des Versicherungsunternehmens

Trends in der risiko- und wertorientierten Steuerung des Versicherungsunternehmens Trends in der risiko- und wertorientierten Steuerung des Versicherungsunternehmens Inhalt Einleitung Finanzwirtschaftliche Führung von Versicherungsunternehmen Fair Value Prinzip IAS als Accounting Standard

Mehr

TOOL-Photovoltaik. Gebäudeintegrierte Netzgekoppelte Anlage Vorprojektierung

TOOL-Photovoltaik. Gebäudeintegrierte Netzgekoppelte Anlage Vorprojektierung TOOL-Photovoltaik Gebäudeintegrierte Netzgekoppelte Anlage Vorprojektierung Sonneneinstrahlung Globalstrahlungssumme auf die horizontale Ebene kwh/(m², Jahr) Referenzklima Standort Spezifischer PV-Stromertrag

Mehr

Wirtschaftsmathematik für International Management (BA)

Wirtschaftsmathematik für International Management (BA) Wirtschaftsmathematik für International Management (BA) Wintersemester 2012/13 Hochschule Augsburg : Gliederung 1 Grundlegende 2 Grundlegende 3 Lineare Algebra 4 Lineare Programme 5 Folgen und Reihen 6

Mehr

Gas geben! Aber welches? LPG vs.cng 28.04.2015 1

Gas geben! Aber welches? LPG vs.cng 28.04.2015 1 Gas geben! Aber welches? LPG vs.cng 28.04.2015 1 LPG - Liquefied Petroleum Gas Im Wesentlichen Propan (C3H8) und Butan (C4H10) Flüssige Speicherung bei Umgebungstemperatur und 8-10bar Drastische Volumenreduzierung

Mehr

Der Sustainable-Value-Ansatz und sein Einsatz im Controlling

Der Sustainable-Value-Ansatz und sein Einsatz im Controlling Der Sustainable-Value-Ansatz und sein Einsatz im Controlling Transferworkshop Nachhaltigkeit steuern mit dem Sustainable-Value- Ansatz, 19.9.2008, Berlin Prof. Dr. Frank Figge Queen s University Management

Mehr

Stellenwert der energetischen Verwertung von Restfraktionen Trennen und verbrennen?

Stellenwert der energetischen Verwertung von Restfraktionen Trennen und verbrennen? Stellenwert der energetischen Verwertung von Restfraktionen Trennen und verbrennen? 19. Kölner Abfalltage 2. und 3. November 2010 in Köln Peter Quicker, Yves Noel www.teer.rwth-aachen.de Vorstellung L

Mehr

Übersicht. 1 Unsicherheit und Klimawandel. 2 Umgang mit Unsicherheit in IAMs. 3 Strukturelle Unsicherheit: Weitzmans Dismal Theorem

Übersicht. 1 Unsicherheit und Klimawandel. 2 Umgang mit Unsicherheit in IAMs. 3 Strukturelle Unsicherheit: Weitzmans Dismal Theorem Vorlesung 8: Bewertung III 1/15 Übersicht 1 Unsicherheit und Klimawandel 2 Umgang mit Unsicherheit in IAMs 3 Strukturelle Unsicherheit: Weitzmans Dismal Theorem Vorlesung 8: Bewertung III 2/15 Unsicherheit

Mehr

Einführung in die sozioökonomische. (SEA) unter REACH. Philipp Hennig Gruppe 5.2 Chemikalienbewertung und Risikomanagement

Einführung in die sozioökonomische. (SEA) unter REACH. Philipp Hennig Gruppe 5.2 Chemikalienbewertung und Risikomanagement Einführung in die sozioökonomische Analyse (SEA) unter REACH Philipp Hennig Gruppe 5.2 Chemikalienbewertung und Risikomanagement Das «A» in REACH Dortmund, Inhaltsangabe Grundlagen der SEA Einordnung Funktion

Mehr

Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung

Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung Margit Osterloh Universität Zürich & CREMA Center for Research in Economics Management and the Arts Psychologische Ökonomik und Betriebswirtschaftslehre Zwischen Modell-Platonismus und Problemorientierung

Mehr

Kampf der Müllflut und den Schadstoffmengen. Dipl.-Ing. Sandra Lebersorger Abteilung Abfallwirtschaft, Universität für Bodenkultur, Wien

Kampf der Müllflut und den Schadstoffmengen. Dipl.-Ing. Sandra Lebersorger Abteilung Abfallwirtschaft, Universität für Bodenkultur, Wien Kampf der Müllflut und den Schadstoffmengen Dipl.-Ing. Sandra Lebersorger Abteilung Abfallwirtschaft, Universität für Bodenkultur, Wien Priorität der Abfallvermeidung... Hohe Priorität der Abfallvermeidung

Mehr

Prüfung der Mehrkosten für erhöhte Energiestandards im Baugebiet Westlicher Ortsrand in Ditzingen

Prüfung der Mehrkosten für erhöhte Energiestandards im Baugebiet Westlicher Ortsrand in Ditzingen Ingenieurbüro ebök Schellingstraße 4/2 D-72072 Tübingen Tel. 0 70 71 93 94 0 Fax 0 70 71 93 94 99 www.eboek.de mail@eboek.de Prüfung der Mehrkosten für erhöhte Energiestandards im Baugebiet Westlicher

Mehr

Nachhaltigkeit Dipl.-Ing. Christoph Sprengard

Nachhaltigkeit Dipl.-Ing. Christoph Sprengard Nachhaltigkeit Dipl.-Ing. Christoph Sprengard Nachhaltiges Bauen Quelle: http://www.hausbau-kataloge24.de/wp-content/uploads/2013/02/nachhaltiges-bauen-wohnen.jpg Nachhaltiges Bauen Quelle: Leitfaden Nachhaltiges

Mehr

Energieeffizienz und Klimaschutz

Energieeffizienz und Klimaschutz Energieeffizienz und Klimaschutz Allgemein Die Themen Energieeffizienz, Klima- und Ressourcenschutz gehören zu den Leitthemen des Umweltschutzes und gewinnen vermehrt an Bedeutung im Bereich der Abfallwirtschaft.

Mehr

SAUTER Material- und Umweltdeklaration

SAUTER Material- und Umweltdeklaration MD 94.112 SAUTER Material- und Umweltdeklaration Produkt Typ Bezeichnung Raumkontroller modular F001 ohne COM Modul F011 KNX COM Modul Sortiment EY-modulo 5 Ökobilanzleitgruppe Gebäudeautomation Hersteller

Mehr

Leuchtmittel Lies den Text aufmerksam durch!

Leuchtmittel Lies den Text aufmerksam durch! Leuchtmittel Lies den Text aufmerksam durch! Das Aus für die Glühbirne ist besiegelt Die ersten Exemplare verschwinden im September vom Markt Brüssel Das Aus für die Glühbirne ist endgültig besiegelt:

Mehr

BHKW-Förderung im Land Bremen

BHKW-Förderung im Land Bremen BHKW-Förderung im Land Bremen Michael Richts Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa Referat Energie und Umwelttechnik Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Mehr

Informationsblatt zur Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung in Heidelberg

Informationsblatt zur Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung in Heidelberg Informationsblatt zur Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung in Heidelberg Sehr geehrte Damen und Herren, am 01.01.2003 trat die Gewerbeabfallverordnung in Kraft. Ziel dieser bundesweiten Verordnung ist

Mehr

Investition WS 2012 Tutorium vom 08.02.2013

Investition WS 2012 Tutorium vom 08.02.2013 Investition WS 2012 Tutorium vom 08.02.2013 1. Aufgabe Ein Fischereiunternehmen muss neue Kutter kaufen und überlegt, ob es in einen oder zwei Kutter investieren soll. Jeder Kutter hat 10 m³ Kapazität

Mehr

Ökonomische Bewertung: Hintergrund und Methodenüberblick

Ökonomische Bewertung: Hintergrund und Methodenüberblick Ökonomische Bewertung: Hintergrund und Methodenüberblick Prof. Dr. Frank Wätzold (Brandenburgische Technische Universität Cottbus) Vilm 8.11.2011 SEITE 1 SEITE 2 Einleitung Einleitung 1. Vom Dessert zur

Mehr

Ökostrom und seine Volkswirtschaftliche Bedeutung für Österreich und Oberösterreich. Kurzfassung

Ökostrom und seine Volkswirtschaftliche Bedeutung für Österreich und Oberösterreich. Kurzfassung Ökostrom und seine Volkswirtschaftliche Bedeutung für Österreich und Kurzfassung von o. Univ.Prof. Dr. DDr. h.c. Friedrich Schneider *) Mag. Michael Holzberger **) Mag. Jürgen Wegmayr ***) *) Ordentlicher

Mehr

Energieeffizienz in der Industrie Energieeffiziente Gewerbegebiete

Energieeffizienz in der Industrie Energieeffiziente Gewerbegebiete Energieeffizienz in der Industrie Energieeffiziente Gewerbegebiete Eine Methodik zur Analyse und Optimierung realer Energiesysteme im Bestand 2014 Stadt Karlsruhe Liegenschaftsamt Abt. für Geoinformation

Mehr

Umweltbezogene Kosten- Nutzen-Analyse und Verhaltensanomalien. Ein Überblick.

Umweltbezogene Kosten- Nutzen-Analyse und Verhaltensanomalien. Ein Überblick. Umweltbezogene Kosten- Nutzen-Analyse und Verhaltensanomalien. li Ein Überblick. U.B. Morawetz M.F. Hofreither 1 Warum KNA im Umweltbereich (ECBA)? Marktprozesse führen auf perfekten Märkten zu effizienten

Mehr

7. Empirische Nutzenmessung: Geäußerte Präferenzen. (Contingent Valuation, CV, oder Stated Preferences, SP)

7. Empirische Nutzenmessung: Geäußerte Präferenzen. (Contingent Valuation, CV, oder Stated Preferences, SP) 7. Empirische Nutzenmessung: Geäußerte Präferenzen (Contingent Valuation, CV, oder Stated Preferences, SP) Folie Nr. 1 Entscheidender Unterschied zur Methode der offenbarten Präferenzen: keine Beobachtung

Mehr

IEG. Berücksichtigung der Umweltwirkung in operativen Entscheidungsprozessen. Osnabrück, den 3. März 2010 Prof. Dr. Burkhardt Funk

IEG. Berücksichtigung der Umweltwirkung in operativen Entscheidungsprozessen. Osnabrück, den 3. März 2010 Prof. Dr. Burkhardt Funk Berücksichtigung der Umweltwirkung in operativen Entscheidungsprozessen Osnabrück, den 3. März 2010 Prof. Dr. Burkhardt Funk Motivation Beweggründe Regulativer Rahmen: Gesetzliche Vorgaben für umweltbezogenes

Mehr

Main-Kinzig-Kreis. ENDENERGIEVERBRAUCH Strom

Main-Kinzig-Kreis. ENDENERGIEVERBRAUCH Strom Rahmendaten Status Quelle Kommentar Datenqualität* Einwohner 241.112 Statistik Hessen Datenstand: 31.12.2013 IST_Gebietsfläche 327.300.000 m² Statistik Hessen Datenstand: 05/2014 Basisjahr 2013 Einzelne

Mehr

CCF.NRW. Corporate Carbon Footprint für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Ein Pilotprojekt der EnergieAgentur.NRW

CCF.NRW. Corporate Carbon Footprint für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Ein Pilotprojekt der EnergieAgentur.NRW CCF.NRW in Nordrhein-Westfalen Ein Pilotprojekt der EnergieAgentur.NRW Folie 1 Wachsende Anforderungen für Unternehmen im Klimaschutz Folie 2 Internationale Entwicklungen vergleichbare Steuererleichterungen

Mehr

Zeichen setzen am Standort Pirmasens.

Zeichen setzen am Standort Pirmasens. Zeichen setzen am Standort Pirmasens. Willkommen bei EEW Energy from Waste! MHKW Pirmasens. Gebaut aus Verantwortung für die Region. Die Funktionsweise der EEW-Anlage Pirmasens im Überblick. Energie ist

Mehr

Ökologischer Nutzen des PET-Recyclings in der Schweiz

Ökologischer Nutzen des PET-Recyclings in der Schweiz Summary zur Studie Ökologischer Nutzen des PET-Recyclings in der Schweiz erstellt durch Dr. Fredy Dinkel Carbotech AG, Basel im Auftrag von PET-Recycling Schweiz Kontakt PET-Recycling Schweiz Naglerwiesenstrasse

Mehr