Mit Innovationsmanagement Chancen optimal nutzen

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1 Mit Innovationsmanagement Chancen optimal nutzen Dr. Steffen Hüttner - Hölle & Hüttner AG Innovationsmanagement 2009 Folie 1

2 Die Innovation Nutzen (Zitate) Ändere die Welt; sie braucht es. Bertolt Brecht ( ), dt. Dramatiker und Dichter Du siehst Dinge und fragst "Warum?", doch ich träume von Dingen und sage "Warum nicht?" George Bernard Shaw ( ), ir. Schriftsteller Innovationsmanagement 2009 Folie 2

3 Definitionen Innovation bedeutet Neuerung, Neugestaltung, Neuschöpfung, Veränderung. Zudem praktische Umsetzung (Implementierung) technischen Wissen in neue oder verbesserte Produkte und Produktionsverfahren. Die Mehrzahl der Innovationen resultiert aus neuartigen Kombinationen im Prinzip bereits bekannter Verfahren, Produkte oder Systeme (Wirtschaftslexikon24, 2009) Invention bedeutet das Finden bzw. Entdecken einer Produkt-Idee, oftmals im Sinne einer Erfindung. Inventoren sind zumeist schlechte Innovatoren und umgekehrt. Invention bezeichnet die Entwicklung neuer Güter, Prozesse und Methoden etc., ohne dass es auf die kommerzielle Verwertung, wie bei der Innovation ankommt (Wirtschaftslexikon24) Oder einfach: Innovationen ermöglichen die Gewinne von morgen Innovationsmanagement 2009 Folie 3

4 Innovation Herausforderung? Innovationen sind: die strategische Grundlage die Produkte/Dienstleistungen für die Pipeline des Unternehmens die Cash-Cows von Morgen aber auch eine Aufgabe: Wie füllen Sie ihre Pipeline? Wer ist für die Ideen zuständig? Ist die Idee umsetzbar? Ist die Idee verkaufbar? Gibt es nicht noch bessere Ideen? Was passiert mit Ideen die gut sind aber nicht zum Unternehmen passen? Wer kümmert sich um das Alles? Innovationsmanagement 2009 Folie 4

5 Unser Thema Innovationsmanagement 2009 Folie 5

6 Hintergründe - Die Krankheit (1) Neue Grippe auch Schweinegrippe genannt wird durch das pandemische Influenzavirus A (H1N1) ausgelöst. Symptome: Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit beträgt nur noch 1-2 Tage Da die Mehrheit der Menschen aufgrund der Mutation noch keine spezifischen Abwehrkräfte gegen das neue Virus besitzt, besteht Pandemiegefahr (Spanische Grippe 1918) Innovationsmanagement 2009 Folie 6

7 Hintergründe Die Krankheit (2) Diagnostik serologische Untersuchung auf Antikörper direkte Erregernachweis mittels Virusisolierung (Hühnereier) Direkter Nachweis durch Polymerase-Kettenreaktion Impfung Pandemrix GlaxoSmithKline: Virenhüllen, Hühnereier, W Focetria Novartis: Virenhüllen, Hühnereier, W Celvapan Baxter Virenhüllen komplett, humane Zellen Celtura Novartis-Behring Virenhüllen, humane Zellen, W Innovationsmanagement 2009 Folie 7

8 Hintergründe Der Erreger Fakten Virus Genom: ssrna (ca. 13kN) Hülle Nomenklatur: Die Oberflächenantigenen Hämagglutinin (= H) und Neuraminidase (= N). Auf die Wirtsart wird keine Rücksicht mehr genommen Quelle: Wikipedi Innovationsmanagement 2009 Folie 8

9 Hintergründe Die Produkte Vorbeugend: Nutzung von Desinfektionsmitteln Impfung mit den in den Deutschland erhältlichen Impfstoffen Celvapan, Focetria und Pandemrix, die alle eine Vielzahl von Nebenwirkungen hervorrufen können. Bei Erkrankung: Um die Vermehrung der Viren zu verhindern werden die rezeptpflichtigen Medikamente Tamiflu und Relenza empfohlen. Diese Medikamente beschleunigen lediglich die Genesung haben aber keine vorbeugende Wirkung. Innovationsmanagement 2009 Folie 9

10 Hintergründe Der Markt für Innovationen Marktteilnehmer/Zielgruppen: Prüf-Labore Pharmazeutische Unternehmen Diagnostika Anbieter (Kits und Geräte) Ärzte und Krankenhäuser Interessenverbände Krankenkassen Bundesregierung Patienten, Risikogruppen Innovationsmanagement 2009 Folie 10

11 Übersicht Ziel: Aus einer Idee zum Thema Schweinegrippe eine Innovation für das Unternehmen schaffen. Vorgehen Gemeinsame Ideengenerierung Innovationsmethodik und Management Bewertung der Ideen Konzeptbewertung Ergebnis/Innovation Innovationsmanagement 2009 Folie 11

12 Beispiele I Know-how des Unternehmens Automation Biopolymere High-Troughput Bioinformatik PCR Innovationsmanagement 2009 Folie 12

13 Beispiele II - Know-how des Unternehmens PCR im Netz Standardisierte Nährböden Wissensmanagement MS-Proteomanalytik Web-Shops Parallele Zellkulturen Automatisierung Testsystem für Pyrogene Bewegungssensoren Softwaregestützte Micro-Tests Geräte-Software Wachstumshemmtest mit Süßwasseralgen DNA-Strukturen aus Sequenzeingabe Peptidsynthese Technologieplattform für die Genexpressionsanalyse Elektrophorese- Simulationen Ökotoxikologie-Test Innovationsmanagement 2009 Folie 13

14 Ideengenerierung im allgemeinen Ideensuche/-sammlung (Kollektionsverfahren) zufällige und systematische Gewinnung neuer Ideen aus vorhandenen Quellen durch Beobachtung Ideengenerierung (Kreativitätstechniken) (systematische) Generierung neuer Ideen durch kreative Prozesse und Methoden Ideenpool Innovationsmanagement 2009 Folie 14

15 IdeenScout I Ideensammlung (interaktiv) Screnshot Excelsheet Sammlung ideen Innovationsmanagement 2009 Folie 15

16 IdeenScout* - Phase Ideengenerierung Fragestellung (Kunde - Thema) Ideengenerierung (Experten-Team) Feedback-Runde Ideenliste *so heißt das Innovationskonzept der Hölle & Hüttner AG. DetaiIinformationen unter Innovation Innovationsmanagement 2009 Folie 16

17 IdeenScout II Auswahl von Ideen Innovationsmanagement 2009 Folie 17

18 Strategisches Innovationsmanagement (1) Die Gewinnkurve Worst case Gewinn Zeit Entwicklung Verkauf Innovationsmanagement 2009 Folie 18

19 Strategisches Innovationsmanagement (2) Die Gewinnkurve Best case Gewinn Zeit Entwicklung Verkauf Innovationsmanagement 2009 Folie 19

20 Strategisches Innovationsmanagement (3) Der Innovationsprozess Ideen Bewertung Konzeption und Business Entwicklung Verkauf Innovationsmanagement 2009 Folie 20

21 Strategisches Innovationsmanagement (4) Phase I Phase II-III Phase IV-V Ideenfindung Machbarkeit und Bewertung Umsetzung Verkauf Kriterien Mehr Input erhöht den Output Kosten sind in Phase I-II am geringsten. Potential von ausscheidenden Ideen nutzen Effizienz in Phase I-II verbessern; Fehler in weiteren Phasen sind mit hohen Mehrkosten verbunden. Innovationsmanagement 2009 Folie 21

22 Business Controlling Buchhaltung Kostenstellen zeitliche Nähe Projektmanagement Team steuern Zeiterfassung Fördermittel Land, Bund, EU Kooperation Projektcontrolling H&H Innovationsmanagement 2009 Folie 22

23 Innovationsindex Philips Innovation = Umsatz neues Produkt Gesamtumsatz X Betriebsergebnis + F&E-Aufwand F&E-Aufwand Innovationsmanagement 2009 Folie 23

24 Konzeptionsphase (II-III) Schritt für Schritt zur Innovation 1. Ideen (Phase I) 2. Auswahl Idee (Phase I) 3. Lösungskonzeption erstellen (Beispiele) 4. Lösungskonzeption bewerten Aufwandsanalyse Zeit und Kosten Benötige Ressourcen Machbarkeit Marktbewertung und Marktzugang Methodik Agiles Teamwork mit klarem Zeitrahmen, Verteilung der Aufgaben Innovationsmanagement 2009 Folie 24

25 IdeenScout Phase II-III Konzeption Recherche Technik Marktinformationen Meeting Ergebnisse eigene Projekte Erneute Recherche Wissensmatrix Offene Fragen manuell bewerten OK nicht ok Bewertetes Lösungskonzept EXIT Innovationsmanagement 2009 Folie 25

26 Konzeptionsphase Die Faktoren Faktor 1: Eigene Projekte Ähnliche Fragestellungen in bereits abgeschlossenen Projekten Vorhandenes Wissen über bereits notwendige Ressourcenbindung durch analoge Projektverläufe Fehlerminimierung in der Lösungsfindungsphase durch eingespielte Abläufe Innovationsmanagement 2009 Folie 26

27 Konzeptionsphase Die Faktoren Faktor 2: Recherche technisch Einbezug der Erfahrungen vorhandener Experten. In diesem Fall auch den Vertrieb und das Marketing berücksichtigen. Recherche nach neuen Produkten, Modulen und/oder Technologien, die ganz neue Möglichkeiten eröffnen Recherche erfolgt u.a. per Internet und Fachliteratur Innovationsmanagement 2009 Folie 27

28 Konzeptionsphase Die Faktoren Faktor 3: Recherche Markt Beobachtung von Wettbewerbern, deren Produkten und anderen interessanten Anbietern. (u.a. durch Messebesuche). Auch sollten das Marketing und der Vertrieb berücksichtigt werden. Einbezug von eigenen Erfahrungen aus dem alltäglichen Projektgeschäft - Erfahrungen am jeweiligen Markt Innovationsmanagement 2009 Folie 28

29 Konzeptionsphase Analyse und Bewertung Analyse: Ergebnisse Zusammenführung aller Faktoren Manuelle Bewertung im Expertenkreis Klärung offener Fragen, indem die Faktoren erneut und detaillierter betrachtet und bewertet werden Konzept, Fragen Ziel Aus den Faktoren eine Entscheidungsvorlage zu bekommen Innovationsmanagement 2009 Folie 29

30 IdeenScout - Unsere Tools Ein Software-Tool, welches uns beim Thema Wissensmanagement unterstützt. Innovationsmanagement 2009 Folie 30

31 IdeenScout III - Bewertung der Ideen Innovationsmanagement 2009 Folie 31

32 IdeenScout Phase III- IV Idee Bewertung Systemtest Akzeptanztest Entwicklung Modultest Anforderungsanalyse Systemspezifikation Designspezifikation Implementierung Integrationstest Innovationsmanagement 2009 Folie 32

33 IdeenScout - Zusammenfassung Verbesserungspotentialen auf der Spur Innovationsmanagement mit Schwerpunkt auf den Phasen I-III Ideen Auswahl Konzeptionsbewertung Innovationen erfordern geeignete Prozesse im Unternehmen Innovationen erfordern heute interdisziplinäre Zusammenarbeit Innovationsmanagement 2009 Folie 33

34 Die Hölle & Hüttner Gruppe Geschäftsbereiche: Engineering Solutions Life Science / Laborgeräte Standorte & Mitarbeiter: rund 50 Mitarbeiter (alle Standorte) Tübingen (Hauptsitz) Köln, Heidelberg, Chicago (USA), Edinburgh & Nottingham (UK) (INTAVIS AG) Wiesbaden (e-vend GmbH) Kontakt: Hölle & Hüttner AG Derendinger Str. 40, Tübingen Innovationsmanagement 2009 Folie 34

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