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1 3.4 Personenfernverkehr Im Fernverkehr soll ein attraktives Fahrplanangebot zwischen den kantonalen und ausserkantonalen Zentren realisiert werden, mit guten Anschlüssen in den Anschlussknoten des nationalen und europäischen Fernverkehrsnetzes. Planungsgrundsätze Im Rahmen der Infrastrukturkonzepte des Bundes «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB), «Bahn 2030» und «Anschluss der Ost- und der Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz» (HGV-Anschluss) sowie unter Berücksichtigung der neuen Durchmesserlinie Zürich-Altstetten Zürich Bahnhof Löwenstrasse Zürich-Oerlikon sind die notwendigen Infrastrukturausbauten zu erstellen. Im Personenfernverkehr ist folgendes Angebot zu realisieren: Stundentakt im Schnellzugsverkehr St. Gallen Romanshorn Kreuzlingen-Hafen Konstanz Singen. Darüber hinaus setzt sich der Kanton für folgende Angebote ein: Halbstundentakt Intercity (IC) Romanshorn Zürich und Interregio (IR) Konstanz Zürich; Stundentakt im Schnellzugsverkehr Singen Konstanz Kreuzlingen-Hafen Romanshorn Arbon Rorschach Bregenz / Chur. Ausgehend von den Hauptknoten zur Minute 00 / 30 in Zürich, Winterthur, Weinfelden, Singen, Bregenz, Wil und St. Gallen sind in Kreuzlingen, Romanshorn und Schaffhausen Anschlussknoten zur Minute 15 / 45 zwischen Fern- und Regionalverkehr zu realisieren. Das deutsche und schweizerische Bahnangebot sind in Konstanz und Kreuzlingen optimal aufeinander abzustimmen. Ein Halt der Schnellzüge in Lengwil ist zu prüfen. Der Thurgau ist an den europäischen Personenfernverkehr wie folgt anzubinden: in Richtung Westen (TGV) und Süden in Zürich; nach Stuttgart in Zürich, Schaffhausen und Singen; nach Ulm über die Schiffsverbindung Romanshorn Friedrichshafen; Zwischenergebnisse KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr Ziffer 3.4 Seite 1 / 11

2 3.4 Verkehr Zwischenergebnisse nach München in Winterthur, St. Gallen und Rorschach / St. Margrethen / Bregenz; nach Innsbruck und Wien in Zürich und Rorschach / Buchs; nach Offenburg in Kreuzlingen / Konstanz. Erläuterungen Der Richtplaninhalt des Kapitels öffentlicher wurde unter Berücksichtigung der heutigen Erkenntnisse und Bestrebungen grundlegend überarbeitet. Im Personenfernverkehr (Schnellzugsverkehr) soll ein attraktives Fahrplanangebot mit guten Anschlüssen realisiert werden. Die aufgeführten Angebotsziele stützen sich auf die schweizerischen Konzepte des Bundes «Bahn 2030», «Anschluss der Ost- und der Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz» (HGV-Anschluss) sowie «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (Kernangebot ZEB) ab. Das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Thurgau werden wie bisher die beiden Schnellzugsverbindungen Romanshorn Zürich und Konstanz Zürich bilden. Auf beiden Linien soll langfristig ein umsteigefreier Halbstundentakt angeboten werden. Offen ist, ob dies durch sogenanntes Flügeln der Züge in Weinfelden realisiert wird oder ob zwischen Zürich und Weinfelden vier Schnellzüge stündlich verkehren, die dann alternierend nach Romanshorn und Konstanz verlängert werden. Die aufgezeigten Schnellzugsverbindungen St. Gallen Romanshorn Konstanz und Chur Rorschach Konstanz sollen die «Zürcher» Züge ergänzen. Für den Hinterthurgau sind die halbstündlichen Schnellzugsabfahrten in Wil in Richtung Zürich und St. Gallen von Bedeutung. Sie bleiben bestehen. Allerdings ist zusätzlich zwischen Zürich und St. Gallen der Halbstundentakt ohne Halt zwischen Winterthur und St. Gallen geplant. Die Übersichtskarte «Verkehr Personenfernverkehr» zeigt als Referenzangebot das Fahrplanangebot 2009 sowie die geplanten Angebotsverbesserungen auf. Seite 2 / 11 Ziffer Verkehr / KRP TG, Juni 2009

3 Regionaler Die regionalen Bahn- und Buslinien sollen in Ergänzung zum Personenfernverkehr die Verbindung zwischen den Zentren und in den Agglomerationen gewährleisten und hier mit einem entsprechend dichten Fahrplanangebot den Marktanteil des öffentlichen Verkehrs erhöhen. Im ländlichen Raum soll der Regionalverkehr die Grundversorgung bedarfsgerecht sicherstellen. Der Regionalverkehr hat mit kurzen Umsteigezeiten den Zugang zum Fernverkehr zu ermöglichen. Alternative Bedienungssysteme (Anrufsammeltaxi etc.) können das Bahn- und Busangebot bedarfsgerecht ergänzen. Die Modernisierung des Rollmaterials (Klimatisierung, Niederflureinstieg etc.) ist weiterzuführen. Der Komfort (z. B. gedeckte Warteräume, Sitzgelegenheiten) und die Information (z. B. über Verspätungen) an den Bahn- und Bushaltestellen ist weiter zu verbessern. In den Zentren sind zur Sicherung der Fahrplanstabilität Busbevorzugsmassnahmen und separate Busspuren zu realisieren. Die Tarifsysteme der Transportunternehmungen im Gebiet der Internationalen Bodenseekonferenz insbesondere zwischen dem Tarifverbund Ostwind und dem Zürcher Verkehrsverbund sind weiter zu harmonisieren. Planungsgrundsätze Für das Konzept «Regionalverkehr Kanton Thurgau 2004 bis 2008» ist ein Nachfolgekonzept zu erarbeiten, in welchem bis zum Fahrplan 2015 insbesondere folgende Angebotsverbesserungen anzustreben sind: Auf allen regionalen Bahnlinien ist der integrale Halbstundentakt von 6 bis 24 Uhr (Sonntag bis 20 Uhr) schrittweise und abgestimmt auf die Bedürfnisse einzuführen. Zwischen Romanshorn und Zürich sind in den Hauptverkehrzeiten am Morgen und Abend schnelle S-Bahnzüge mit Halt in Amriswil, Sulgen, Weinfelden, Frauenfeld, Winterthur und Zürich Stadelhofen zu führen. Die Anschlüsse im Bahnhof Wil zwischen der Frauenfeld-Wil- Bahn und den Fernverkehrszügen nach / von Zürich sind durch die Führung zusätzlicher Züge zwischen Wängi und Wil zu verbessern. Festsetzungen KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr Ziffer 3.4 Seite 3 / 11

4 3.4 Verkehr Festsetzungen Auf den Buslinien zwischen den kantonalen und regionalen Zentren sowie in den Agglomerationen sind die Fahrpläne bedarfsgerecht weiter zu verdichten. Ab Inbetriebnahme der neuen Durchmesserlinie Zürich-Altstetten Zürich Bahnhof Löwenstrasse Zürich-Oerlikon ist im Rahmen der 4. Teilergänzung der S-Bahn Zürich eine S-Bahn-Linie im Stundentakt von Winterthur bis Wil zu verlängern (anstelle des Regionalzugs). Längerfristig sind die Bahnlinien Winterthur Wil und Winterthur Weinfelden mit zwei in Winterthur durchgebundenen S-Bahn- Linien im Halbstundentakt zu bedienen (anstelle der Regionalzüge). Erläuterungen Die Planungsgrundsätze für den Regionalen wurden aufgrund der Erfahrungen und Wirkung des bisherigen Ausbaus sowie der heutigen Verkehrssituation weiterentwickelt. Die als Festsetzungen aufgeführten Angebotsziele im Regionalen sollen im Konzept «Regionalverkehr Kanton Thurgau », welches jenes für die Jahre ablösen wird, konkretisiert werden. Die Übersichtskarten «Verkehr Regionalverkehr Bahn» und «Verkehr Regionalverkehr Bus, Anrufsammeltaxi» zeigen als Referenzangebot das Fahrplanangebot 2009 sowie die geplanten Angebotsverbesserungen auf. Seite 4 / 11 Ziffer 3.4 KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr

5 Ausbau der Bahninfrastruktur Die Kapazitätserweiterungen auf den Bahnlinien und in den Bahnknoten sind im Rahmen der Infrastrukturkonzepte des Bundes «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB), «Bahn 2030» und «Anschluss der Ost- und der Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz» (HGV-Anschluss) sowie der Angebotsplanung Ostschweiz und der Ergänzung der S-Bahn Zürich zu definieren. Der daraus resultierende Ausbau der Bahninfrastruktur ist in den Richtplan zu integrieren. Planungsgrundsätze Zwischen den Stationen Müllheim-Wigoltingen und Felben-Wellhausen ist eine Begradigung der SBB-Bahnlinie vorgesehen. Für Angebotsverbesserungen im sind entlang allen einspurigen Bahnlinien die notwendigen Flächen freizuhalten, um Doppelspurabschnitte und Kreuzungsstationen realisieren zu können. In den Bahnhöfen Romanshorn und Weinfelden sind zusätzliche Perrons zu realisieren. In Weinfelden ist im Westen und in Erlen im Osten des Bahnhofs eine Personenunterführung zu bauen. Gemäss Agglomerationsprogramm Frauenfeld sind neue S-Bahn- Stationen in Frauenfeld-Ost und Frauenfeld-West zu realisieren. In Weinfelden (Güttingersreuti / Gontershofen / Weinfelden-Süd), in Romanshorn (Gebiet Hof / Holzenstein) und in Riedt sind neue Bahnhaltestellen zu prüfen. Roggwil-Berg, Kradolf und Hauptwil sind zu Kreuzungsstationen auszubauen. Zwischenergebnisse Aufgrund der Planungsgrundsätze und Angebotsziele werden die Angebotskonzepte für den Personenfernverkehr und den Regionalen definiert. Darauf abgestützt kann der notwendige Ausbau der Bahninfrastruktur abgeleitet werden. Zur Zeit sind die Angebotskonzepte für die Zeithorizonte in Bearbeitung. Daher können die notwendigen Ausbauten der Bahninfrastruktur noch nicht genau lokalisiert, sondern erst auf die Strecken bezogen erwähnt werden. Das Bundesparlament hat für den Infrastrukturausbau auf den Strecken Romanshorn Kreuzlingen und Romanshorn St. Gallen, welcher für die Trassierung der Schnellzüge Konstanz St. Gallen notwendig ist, unter dem Titel HGV-Anschluss 60 Mio. Franken bewilligt. Erläuterungen KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr Ziffer 3.4 Seite 5 / 11

6 3.4 Verkehr Seite 6 / 11 Ziffer Verkehr / KRP TG, Juni 2009

7 KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr Ziffer 3.4 Seite 7 / 11

8 3.4 Verkehr Seite 8 / 11 Ziffer Verkehr / KRP TG, Juni 2009

9 KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr Ziffer 3.4 Seite 9 / 11

10 3.4 Verkehr Seite 10 / 11 Ziffer Verkehr / KRP TG, Juni 2009

11 KRP TG, Juni 2009 / 3. Verkehr Ziffer 3.4 Seite 11 / 11

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