eine Arbeitshilfe zum Kinderschutz in kindertageseinrichtungen

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1 eine zum Kinderschutz in kindertageseinrichtungen

2 Impressum Impressum Herausgeber Deutscher Kinderschutzbund Landesverband NRW e. V. Hofkamp Wuppertal Tel.: Fax: Internet: Konzeption Claudia Bundschuh Texterstellung Claudia Bundschuh, Katharina Groß, Friedhelm Güthoff, Martina Huxoll, Jochem Kotthaus, Heike Pöppinghaus, Christopher Roch, Thomas Weyand Grafische Gestaltung.de und O.de Druck 2. aktualisierte Auflage, Dezember 2012 Engelhardt OHG, Velbert Ein Projekt des Kompetenzzentrums Kinderschutz in Kooperation mit dem Institut für soziale Arbeit e. V. (ISA) Gefördert vom Wuppertal, im Dezember 2012

3 Einführung IHV-3 Vorwort Vorlage für die Konzeption der war das Handbuch Erste-Schritte-Manual des DKSB Landesverbandes NRW e. V., das sich schwerpunktmäßig auf das Thema Kindesvernachlässigung und Möglichkeiten der Prävention konzentrierte. Das Manual ist im Rahmen des Modellprojekts Soziale Frühwarnsysteme in NRW in Kooperation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Familienzentrums entwickelt und 2004 fertig gestellt worden. Einige Materialien, die im Anhang des vorliegenden Handbuches aufgeführt werden, stammen aus diesem Manual, weil sie sich in der Praxis als hilfreich und tauglich auch bezogen auf das hier behandelte Arbeitsfeld bewährt haben. Mit dieser Aktualisierung 2012, die insbesondere auf Grund des zwischenzeitlich verabschiedeten Bundeskinderschutzgesetzes (BKiSchG) notwendig geworden war, erfolgte auch eine Ergänzung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit, die bei Bedarf mit der zu nutzen ist. Wir danken an dieser Stelle dem ABA Fachverband - Offene Arbeit mit KIindern und Jugendlichen e. V. - der uns mit seiner Fachexpertise bei der Erarbeitung der Ergänzung tatkräftig unterstützt hat. Aktualisiert wurden auch die Literaturangaben nach den einzelnen n, ohne damit den Anspruch zu erheben, alle relevanten Veröffentlichungen aufgenommen zu haben. Ausdrücklich möchten wir auf Fachzeitschriften für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen wie beispielsweise Kindergarten heute hinweisen, die entweder Schwerpunktausgaben zu den Themen Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung herausbringen oder Aspekte in Einzelbeiträgen aufgreifen. Verbunden mit dem Bundeskinderschutzgesetz sind auch für Kindertageseinrichtungen weitere Umsetzungserfordernisse gegeben, die in dieser keine Berücksichtigung finden konnten wie z. B. Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren, Präventions- und Schutzkonzepte (s. hierzu zur sexualisierten Gewalt). Wohlwissend, dass das Thema Inklusion gerade auch für Kindertageseinrichtungen derzeit hohe Bedeutung hat und es mittlerweile zahlreiche integrative Einrichtungen gibt, war es im Zuge dieser Aktualisierung dennoch nicht möglich, diesem Aspekt ausreichend Rechnung zu tragen. Deutscher Kinderschutzbund NRW Landesgeschäftsstelle Wuppertal, Dezember 2012

4 Inhaltsverzeichnis IHV-1 Inhalt e einführung e-1 E.1 Hintergrund des Handbuchs E-1 e.2 Ziele des Handbuchs E-2 e.3 Inhalt des Handbuchs E-2 e.4 Hinweise zum Gebrauch des Handbuchs E-3 1 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung erkennen KA Leitfragen KA Grundbedürfnisse von Kindern KA Pyramide menschlicher Grundbedürfnisse KA Pyramide kindlicher Grundbedürfnisse KA Erscheinungsformen einer gesunden Entwicklung KA Anhaltspunkte für eine gesunde Entwicklung KA Besondere Herausforderungen in der gesunden Entwicklung KA Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung: Begriffliche Abgrenzungen KA Sicherung des Kindeswohls KA Beeinträchtigungen des Kindeswohls KA Kindeswohlgefährdung KA Erscheinungsformen bon Beeinträchtigungen des Kindeswohls KA Vernachlässigung KA Erziehungsgewalt und Misshandlung KA Sexualisierte Gewalt KA Häusliche Gewalt KA Folgen von Beeinträchtigungen des Kindeswohls KA Körperliche Folgen KA-124

5 Inhaltsverzeichnis IHV Psychosoziale Folgen KA Kognitive Folgen KA Symptome sind noch keine Belege! KA Risiko- und Schutzfaktoren KA Risikofaktoren der kindlichen Entwicklung KA Schutzfaktoren der kindlichen Entwicklung KA Gefährdungslagen beurteilen KA Leitfragen KA Rechtliche Vorgaben KA Anzeichen für eine Gefährdung des Kindeswohls KA Gefährdungseinschätzung: zentrale Herausforderungen KA Gemeinsam statt einsam! KA Kontakt im Konflikt KA Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte KA Einbeziehung der Eltern und des Kindes KA Ambivalenzen und Befürchtungen KA Vorschläge zur Einbeziehung von Eltern KA Vorschläge zur Einbeziehung von Kindern KA Wann ist von einer Einbeziehung abzusehen? KA Hinzuziehung einer Kinderschutzfachkraft KA Besondere Kompetenzen der insoweit erfahrenen Fachkraft / Kinderschutzfachkraft KA Leistungen der insoweit erfahrenen Fachkraft/Kinderschutzfachkraft KA Instrumente zur Gefährdungseinschätzung KA Sinn und Zweck von Instrumenten KA Möglichkeiten und Grenzen der Instrumente KA Einschätzungsdimensionen KA Gefährdungseinschätzungsinstrumente in Verknüpfung mit anderen Beobachtungs- KA-227 und Dokumentationsinstrumenten 3 Auf der Grundlage der Beurteilung handeln KA Leitfragen KA Elternarbeit: Hinwirken auf Die Inanspruchnahme von Hilfen KA Ziele der Hilfen KA Das Hinwirken auf Hilfe: Besondere Herausforderungen KA-303

6 Inhaltsverzeichnis IHV Hilfreiche Vorarbeiten KA Zielführende Grundhaltungen KA Verbindliche Absprachen mit den Eltern KA Unterstützung der Inanspruchnahme von Hilfen KA Kooperation mit anderen Einrichtungen und Diensten KA Vorrausetzungen gelingender Kooperation KA Kooperation im konkreten Fall KA Vertrauensbildende Maßnahmen in der Einrichtung KA Welcher Fachdienst ist der Richtige? KA Kooperation mit dem Jugendamt KA Das Jugendamt: Zentrale Aufgabenstellungen KA Wann ist das Jugendamt einzuschalten? KA Verfahren des Jugendamts nach einer Meldung KA Hilfen und Maßnahmen des Jugendamtes im Detail KA Voraussetzungen einer gelingenden Kooperation KA Unterstützung der Eltern KA Konkrete Schritte der Kooperation mit dem Jugendamt KA Vorgehen bei Gefahr im Verzug KA Wann ist Gefahr im Verzug? KA Der Notfallplan Standards bei akuter Gefährdung des Kindeswohls KA-341 AB AbschlieSSende Bemerkungen AB-2 AB.1 Kinderschutz Kurz und Bündig AB-2 AB.2 Noch offene Fragen? AB-3 AB.3 Feedbackbogen zu Fortbildungsbedarfen AB-4

7 Inhaltsverzeichnis IHV-4 AM Arbeitsmaterial AM-2 Kollegiale Beratung Einzelne Schritte Kurzversion AM-2 Arbeitsablauf der kollegialen Beratung und Entscheidung AM-3 Anleitung zur Erstellung eines Genogramms/ AM-5 eines Schaubildes eines Familiensystems Symbole für ein Genogramm AM-5 Beispielgenogramm AM-6 entbindung von der Schweigepflicht AM-7 leitfragen zur Gesprächsvorbereitung AM-8 zur Strukturierung des Elterngesprächs AM-9 Anregungen zur Durchführung AM-11 des Elterngesprächs AM-11 dokumentation der Vereinbarung AM-13 Kurzübersicht: Anlaufstellen, Ansprechpartner AM-14 verfahren nach 8a SGB VIII im Überblick AM-20 bestellliste Broschüren und Infomaterialien AM-21 kostenlose Broschüren zum Download AM-21 kostenloses Material zum Bestellen AM-22

8 Einführung E-1 E Einführung E.1 Hintergrund des Handbuchs Damit Mädchen und Jungen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten heranwachsen können, brauchen sie emotionale Zuwendung und Geborgenheit. Ebenso grundlegend sind altersgerechte Anregung und Hilfestellung beim Erwerb von körperlichen, geistigen, sozialen und emotionalen Kompetenzen und der Schutz vor Erfahrungen, die negative Auswirkungen auf ihr Wohlergehen und den Erwerb von Kompetenzen haben. Die Förderung geeigneter Rahmenbedingungen für das Aufwachsen, die Sicherstellung einer aktiven Förderung von Entwicklungsschritten und der Schutz von Mädchen und Jungen vor Schädigungen sind zentrale Aufgaben der modernen Kinder- und Jugendhilfe. Diese Aufgaben sind seit nunmehr zwei Jahrzehnten in der rechtlichen Grundlage der Kinder- und Jugendhilfe, im achten Sozialgesetzbuch kurz: im SGB VIII verankert wurde der Auftrag zum Schutz vor Schädigungen mit dem 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung konkretisiert und mit dem Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) 2012 nochmals präzisiert. Anlass dafür war die Erkenntnis, dass trotz vielfältiger Angebote und Maßnahmen für Kinder und ihre Familien nach wie vor Mädchen und Jungen Vernachlässigung oder Gewalt erleiden und dadurch oft eine für ihr Wohlbefinden und ihre Gemeinschaftsfähigkeit ungünstige Entwicklung nehmen. Der 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung definiert verbindlich Verfahrensschritte, die in der Folge eines Verdachts auf eine drohende oder bestehende Beeinträchtigung des Kindeswohls umgesetzt werden sollen. Fachkräfte sind gefordert, einem Verdacht nachzugehen, d. h. Informationen über die Lebenssituation eines Kindes einzuholen, eine professionelle Einschätzung der Lebenssituation und des Befindens des betroffenen Kindes einzuleiten und gemäß dieser Einschätzung ihr Handeln zum Wohle des betreffenden Kindes auszurichten. Bei der gesetzlichen Festschreibung handelt es sich nicht um neue Verfahrensschritte, sondern um eine Zusammenführung von Maßnahmen, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Durch die gesetzliche Festschreibung will der Gesetzgeber dazu beitragen, dass diese gute Praxis flächendeckend zur Anwendung gelangt.

9 Einführung E-2 E.2 Ziele des Handbuchs Das vorliegende Handbuch will Fachkräfte von Kindertagesstätten und (Kinder- und) Familienzentren bei der Umsetzung dieser Verfahrensschritte in der eigenen Einrichtung unterstützen. Mit Hilfe der Ergänzung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist dieses Handbuch auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Arbeitsbereichs nutzbar. Im Detail soll das Handbuch eine praxistaugliche Hilfestellung bieten, um 1. drohende oder bestehende Beeinträchtigungen des Kindeswohls zu erkennen 2. Gefährdungslagen und Beeinträchtigungen des Kindeswohls angemessen zu beurteilen 3. auf der Grundlage der Beurteilung dann auch zum Wohle des betreffenden Kindes zu handeln E.3 Inhalt des Handbuchs Das Handbuch ist entsprechend in drei gegliedert. 1 Kindeswohl /-gefährdung erkennen Um Anzeichen von drohender oder bestehender Beeinträchtigung des Kindeswohls erkennen zu können, brauchen wir Kenntnisse darüber, was die Entwicklung von Kindern fördert und hemmt und wie sich beides im Verhalten, im Erscheinungsbild, in den Kompetenzen eines Kindes etc. äußern kann. Das erste vermittelt daher zunächst Informationen über Grundbedürfnisse von Kindern, die notwendig erfüllt sein müssen, damit sich Kinder entwickeln können. Daran anschließend erfolgen Hinweise zu zentralen Aspekten einer gelingenden Entwicklung und vertiefenden Informationsquellen über Erscheinungsformen einer gesunden Entwicklung von Mädchen und Jungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulalter. Detailliert behandelt werden im weiteren die Erscheinungsformen von Beeinträchtigungen des Kindeswohls und Folgen der verschiedenen Beeinträchtigungsformen des kindlichen Wohlergehens. Abschließend werden Erkenntnisse über Risiko- und Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung vorgestellt, die Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung des Kindeswohls und deren Auswirkung haben.

10 Einführung E-3 2 Anzeichen von Kindeswohlgefährdung beurteilen Der 8a SGB VIII schreibt vor, welche Schritte Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe gehen sollen bzw. müssen, um einen Verdacht auf drohende oder bestehende Beeinträchtigungen des Kindeswohls abzuklären und mögliche Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung abzuschätzen. Im zweiten werden diese Schritte detailliert aufgeführt und erläutert. Es wird beschrieben, was gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu tun ist und wie die Umsetzung der Anforderungen gestaltet werden kann, damit am Ende des Abschätzungsprozesses ein realitätsgerechtes Bild über die Lebenssituation eines Kindes und über sein Erleben vorliegt. Konkret geht es zum einen um die Frage, welche Personen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen sind und worauf bei der Einbeziehung der Personen methodisch zu achten ist. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, welchen Sinn und Zweck Instrumente zur Risikoabschätzung erfüllen und welche Faktoren Instrumente auszeichnen, die sich nach bisheriger Erfahrung als echte Hilfestellung für die Risikoeinschätzung erwiesen haben. 3 auf der Grundlage der Beurteilung handeln Wenn wir im Laufe des Beurteilungsprozesses zu dem Ergebnis gelangen, dass ein Kind gegenwärtig nicht angemessen versorgt wird, vielleicht sogar durch besondere Umstände oder Erfahrungen in seiner Entwicklung gefährdet ist, sollten wir uns stets gefordert sehen, zur Verbesserung der kindlichen Lebenssituation aktiv zu werden. 3 thematisiert unterschiedliche Handlungsoptionen von Kindertagestätten und (Kinder- und) Familienzentren, die bei einem Kind und seiner Familie eine Hilfe für notwendig erachten. E.4 Hinweise zum Gebrauch des Handbuchs Das Handbuch wird erst durch Ihre Ergänzungen fertig. Zur Erleichterung der Weiterarbeit wurde für die Gestaltung eine offene Form gewählt. Jedes hat eine eigene Zählung. D. h. es wurde auf eine durchgehende Seitennummerierung verzichtet durchnummeriert sind lediglich die Seiten innerhalb der einzelnen. Sie können daher jedem jederzeit weitere Textseiten bzw. eigene Materialien hinzufügen.

11 Einführung E-4 So ist es auch möglich, die Erarbeitung für die offene Kinder- und Jugendarbeit individuell in das Handbuch einzugliedern. Gleichzeitig finden sich in dem Ergänzungsmaterial Querverweise zu bestimmten Seiten und Ausführungen des Handbuches.

12 KA Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung KA-101 erkennen 1.1 Leitfragen KA Grundbedürfnisse von Kindern KA Pyramide menschlicher Grundbedürfnisse KA Pyramide kindlicher Grundbedürfnisse KA Erscheinungsformen einer gesunden Entwicklung KA Anhaltspunkte für eine gesunde Entwicklung KA Besondere Herausforderungen in der gesunden Entwicklung KA Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung: Begriffliche Abgrenzungen KA Sicherung des Kindeswohls KA Beeinträchtigungen des Kindeswohls KA Kindeswohlgefährdung KA Erscheinungsformen bon Beeinträchtigungen des Kindeswohls KA Vernachlässigung KA Erziehungsgewalt und Misshandlung KA Sexualisierte Gewalt KA Häusliche Gewalt KA Folgen von Beeinträchtigungen des Kindeswohls KA Körperliche Folgen KA Psychosoziale Folgen KA Kognitive Folgen KA Symptome sind noch keine Belege! KA Risiko- und Schutzfaktoren KA Risikofaktoren der kindlichen Entwicklung KA Schutzfaktoren der kindlichen Entwicklung KA-127

13 KA Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung erkennen 1.1 Leitfragen Wenn wir zum Wohle von Kindern handeln wollen, brauchen wir zunächst ein Wissen darüber, was dem Wohl von Mädchen und Jungen zuträglich und abträglich ist und was uns im einen und im anderen Fall Hinweise darauf gibt. Leitfragen zu diesem Themenfeld sind: Was brauchen Kinder, um körperlich und seelisch gesund zu sein und sich entwickeln zu können? Woran erkennen wir, dass es Kindern gut geht? Was schädigt die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern und behindert ihre Entwicklung? Woran erkennen wir, dass es Kindern nicht gut geht? Welche Lebensumstände erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder sich gesund entwickeln? Welche Lebensumstände erhöhen die Gefahr, dass Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden?

14 KA Grundbedürfnisse von Kindern Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir, dass alle Menschen bestimmte Grundbedürfnisse haben. Als Grundbedürfnisse gelten Bedürfnisse, deren Befriedigung Voraussetzung für das körperliche und seelische Wohlbefinden und die Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit im jeweiligen Kulturkreis ist. Abraham Maslow (ein Vertreter der humanistischen Psychologie) hat zur Veranschaulichung der menschlichen Grundbedürfnisse in unserem Kulturkreis eine so genannte Bedürfnispyramide entworfen Pyramide menschlicher Grundbedürfnisse

15 KA-103 Die Einordnung der Bedürfnisse in eine Pyramide hat Maslow gewählt, um zu verdeutlichen: Es gibt eine Hierarchie von Bedürfnissen. Je weiter unten in der Pyramide die Bedürfnisse angesiedelt sind, um so wichtiger sind sie für das Überleben und umso drängender werden sie erlebt. Je weiter oben die Bedürfnisse angesiedelt sind, umso leichter können sie aufgeschoben werden. (Wird z. B. unser Bedürfnis nach Nahrung auf Dauer nicht erfüllt, wird dies zum Tod führen; bleibt hingegen unser Bedürfnis nach Selbstverwirklichung unbefriedigt, können wir trotzdem ein gutes Leben führen.) Die Bedürfnisse stehen zueinander in Beziehung. Erst wenn das Bedürfnis auf der jeweils darunter liegenden Stufe Befriedigung erfahren hat, tritt das nächsthöhere Bedürfnis in Erscheinung bzw. drängt nach Erfüllung. (Wenn Menschen z. B. akuten Hunger leiden, ist ihre ganze Aufmerksamkeit und ihr ganzes Bestreben darauf gerichtet, diesen Hunger zu stillen. Dafür tun sie unter Umständen auch Dinge, die ihre Sicherheit oder ihre Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe gefährden. Sicherheit und Zugehörigkeit sind zweitrangig, wenn es ums Überleben geht.) Je weiter oben in der Pyramide ein Bedürfnis angesiedelt ist, umso später in der menschlichen Entwicklung entsteht es. (Säuglinge z. B. erleben noch nicht die Getrenntheit von ihrer Mutter und haben daher auch nicht in der Form ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit ausgebildet.)

16 KA Pyramide kindlicher Grundbedürfnisse Claudia Bundschuh Bei Kindern ist die Befriedigung der Grundbedürfnisse Voraussetzung dafür, dass sie sich körperlich, geistig und seelisch gut entwickeln und ihrem Alter entsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten entfalten und ausbauen können. Im Gegensatz zu Erwachsenen benötigen Kinder zur Befriedigung dieser Grundbedürfnisse allerdings die Unterstützung durch andere. Denn: Im Vergleich zu Tieren ist der Mensch, wenn er auf die Welt kommt, sozusagen eine physiologische Frühgeburt. Das bedeutet, er ist bei der Geburt noch völlig hilflos und auf die Vollversorgung durch andere zur Befriedigung der Grundbedürfnisse angewiesen. Um aus dieser Hilflosigkeit heraustreten zu können und mit zunehmendem Alter selbstständiger und kompetenter die eigene Bedürfnisbefriedigung übernehmen zu können, braucht der Mensch fortlaufende und an das jeweilige Alter angepasste Anregung, Förderung und Anforderung.

17 KA-105 Physiologische Bedürfnisse Menschen haben das Bedürfnis nach einem regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, nach Nahrung und Trinken, Körperpflege, Gesundheitsfürsorge und Körperkontakt. Kinder brauchen zur Befriedigung ihrer physiologischen Bedürfnisse im Säuglingsalter Bezugspersonen, die ihnen in regelmäßigen Zeitabständen Ruhe und Schlaf ermöglichen, die ihnen altersgemäße Ernährung zuführen, die ihre Körperpflege übernehmen, ihre Gesundheitsfürsorge sicher stellen, die den Körperkontakt mit ihnen aufnehmen. Ältere Kinder brauchen Bezugspersonen, die ihnen altersgemäße Nahrung zugänglich machen, sie in der Körperpflege und in der Gesundheitsfürsorge unterstützen und anleiten und körperliche Nähe und Kontakt mit Respekt gegenüber den Grenzen der Kinder initiieren und zulassen. Sicherheitsbedürfnis Menschen haben ein Bedürfnis nach Schutz vor Gefahren und Krankheiten. Kinder brauchen Bezugspersonen, die sie durch Aufsicht vor Gefahren beschützen, sie mit zunehmendem Alter auf Gefahren aufmerksam machen und ihnen Maßnahmen zum Schutz vermitteln. Sie brauchen Bezugspersonen, die sie durch Gesundheitsförderung (z. B. durch medizinische Versorgung) bzw. Anleitung in der selbständigen Gesundheitsförderung und durch witterungsangemessene Kleidung vor Erkrankungen bewahren, also ihre körperliche und seelische Unversehrtheit sicher stellen. Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnis Menschen haben ein Bedürfnis nach Mitgliedschaft in einer sozialen Gemeinschaft und nach emotionaler Nähe und Verbundenheit. Kinder brauchen verlässliche, konstante Bezugspersonen, einfühlendes Verständnis, Zuwendung und mit zunehmendem Alter eine Unterstützung bei der Initiierung und Aufrechterhaltung von sozialen und emotionalen Bindungen sowie eine Förderung in der Entwicklung sozialer Fertigkeiten und emotionaler Kompetenzen.

18 KA-106 Wertschätzungs- und Geltungsbedürfnis Menschen haben das Bedürfnis, sich in der sozialen Gemeinschaft zu verorten und Anerkennung und Bestätigung zu erfahren. Kinder brauchen Bezugspersonen, die ihre Individualität und Eigenständigkeit positiv spiegeln und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit ermöglichen, die ihr Selbstbewusstsein stärken und sie altersgemäß zu weiteren Leistungen durch Spiel und Anregung herausfordern. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung Menschen haben ein Bedürfnis, ihre Persönlichkeit entsprechend ihrer Fähigkeiten und Talente zu entfalten. Kinder brauchen Bezugspersonen, die ihnen Zugang zu unterschiedlichen Erfahrungsräumen eröffnen, sie in ihrem Autonomiebestreben unterstützen, ihre Problemlösefähigkeit fördern und sie bei der Verfolgung individueller Lebensziele begleiten. Werden die Grundbedürfnisse von Kindern befriedigt, so sind die optimalen Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung gegeben.

19 KA Erscheinungsformen einer gesunden Entwicklung Wir alle haben eine Vorstellung davon, wie Kinder sind, sich verhalten, sich darstellen, wenn es ihnen gut geht und sie entsprechend körperlich und seelisch gesund sind. Sie sind fröhlich, lebendig, lachen; sie zeigen Interesse und Neugier an ihrer Umwelt, wollen neue Welten erobern; sie haben ein gesundes Aussehen, Bewegungsdrang, wachsen und gedeihen etc. Aus der Erfahrung wissen wir allerdings auch, dass das Verhalten und das Erscheinungsbild für sich allein genommen noch nicht ausreichend sind für eine angemessene Einschätzung des kindlichen Entwicklungsstandes. Erst, wenn wir beides in Beziehung setzen zum Alter eines Kindes, können wir einschätzen, wie es um die Entwicklung eines Kindes bestellt ist. Ein aufgewecktes dreijähriges Kind etwa, das mit Bauklötzen spielt, aber nur einzelne Wörter formuliert, ist mindestens sprachlich nicht altersgemäß entwickelt. Forschung und Wissenschaft der Psychologie und Medizin liefern uns den Orientierungsrahmen für die angemessene Einschätzung des kindlichen Entwicklungsstandes Anhaltspunkte für eine gesunde Entwicklung Entwicklungsphasen In Abhängigkeit vom Alter der Kinder und spezifischen Entwicklungsschüben in den jeweiligen Altersphasen werden gemeinhin voneinander abgegrenzt: Vorgeburtliche Entwicklung Säuglingsalter (Neugeborenenzeit von 0 bis ca. 3 Monate und Zeit des kompetenten Säuglings von 3 bis 12 Monate) Kleinkindalter (2 bis 3 Jahre) Vorschulalter (4 bis 5 Jahre) Kindheit (Grundschulalter von 6 bis 10 Jahre und späte Kindheit von 10 bis 13 Jahre) Jugendalter

20 KA-108 Sechs Kompetenzbereiche werden in diesen Phasen in der Fachliteratur beleuchtet: Körpermotorik Feinmotorik Spracherwerb Kognitive Entwicklung Soziale Kompetenz Emotionale Kompetenz Was Kinder ohne gesundheitliche Einschränkungen bei ausreichender Bedürfnisbefriedigung in welcher Phase im Detail an Kompetenzen ausbilden können, lässt sich im Rahmen dieses vorliegenden Handbuches nicht darstellen. Zu vielfältig sind die kleinen und grossen Entwicklungsschritte, die Menschen in diesen jungen Jahren machen. Grundsätzlich haben Untersuchungen und Vergleichsstudien in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass es innerhalb der einzelnen Entwicklungsphasen eine große Variationsbreite gibt und individuelle Entwicklungsverläufe auch bei gut versorgten und körperlich gesunden Kindern sehr unterschiedlich sein können. Kinder entwickeln sich mitunter in einem Kompetenzbereich sehr schnell, drehen sich beispielsweise schon früh und krabbeln auch früh. Gleichzeitig gehören sie in anderen Kompetenzbereichen eventuell eher zu den Spätentwicklern, fangen vielleicht erst vergleichsweise spät zu sprechen an. Ebenso gibt es Kinder, die bestimmte Entwicklungsschritte, z. B. das Krabbeln, ganz überspringen. Grenzsteine der kindlichen Entwicklung Vergleichstudien haben ebenso gezeigt, dass bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten bei fast allen Kindern einer bestimmten Altersgruppe vorhanden sind. So konnte beispielsweise festgestellt werden, dass über 90 % aller einjährigen Kinder frei und mit geradem Rücken sitzen können. Diese Erkenntnisse wurden in der Medizin zum Anlass genommen, so genannte Grenzsteine der Entwicklung für Mädchen und Jungen zwischen drei Monaten und sechs Jahren zu definieren. Grenzsteine der Entwicklung bezeichnen damit jene Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche 90 bis 95 % aller gesunden Kinder in unserem Kulturkreis bis zu einem gewissen Alter ausgebildet haben.

21 KA-109 Die definierten Grenzsteine können in der sozialen Arbeit und der Gesundheitshilfe als Orientierungsrahmen für die Einschätzung der kindlichen Entwicklung dienen. Sie liefern Anhaltspunkte, was in welchem Alter erwartet werden kann. Gemäß dem oben erwähnten Beispiel ist etwa zu erwarten, dass ein Säugling mit einem Jahr frei mit geradem Rücken sitzen kann. Ein Kind mit vollendetem dritten Lebensjahr sollte beispielsweise bereits Sätze mit drei bis fünf Wörtern bilden können. Grundsätzlich gilt aber: Die Grenzsteine dürfen nicht als Diagnoseraster missverstanden werden. Wenn Kinder die angegebenen Kompetenzen nicht bis zu dem zugeordneten Alter erreicht haben, sollte dies jedoch zum Anlass genommen werden, die Hintergründe dafür abzuklären. LITERATURTIPPS Informationen und Artikel zum Thema Grenzsteine der Entwicklung für Fachkräfte und Eltern können auch auf der Website des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg heruntergeladen werden. Ebenfalls auf diesem Portal finden Sie eine Tabelle mit bereits erarbeiteten Grenzsteinen. Unter: gibt es den Link Kindertagesbetreuung, darunter wiederum den Link Pädagogik und in diesem Feld dann den Abschnitt Grenzsteine der Entwicklung mit Links zu den unterschiedlichen Dokumenten Besondere Herausforderungen in der gesunden Entwicklung In verschiedenen Entwicklungsphasen gibt es Entwicklungsbesonderheiten. Viele äußern sich in einer Art und Weise, die Eltern und andere Personen im Umfeld der Kinder in der Überzeugung festigt, dass es dem Kind rundum gut geht. Andere erwecken von außen betrachtet unter Umständen den Anschein, dass die Kinder in ihrem Wohlergehen beeinträchtigt sind. Für Eltern und Fachkräfte, die mit den Kindern arbeiten, stellen diese Besonderheiten mitunter auch eine besondere Anstrengung dar.

22 KA-110 Besondere Potentiale der ersten Lebensjahre Bindungsforschung und Hirnforschung haben gerade in den letzten zwei Jahrzehnten entdeckt, dass die ersten Lebensjahre von herausragender Bedeutung für unsere gesamte Entwicklung sind. Aus der Bindungsforschung wissen wir, dass Menschen im Säuglings- bzw. Kleinkindalter ein bestimmtes Bindungsmuster entwickeln, das ihr Selbstbild und ihre Fremdeinschätzung nachhaltig beeinflusst. Kinder, die sich im ersten Lebensjahr auf die emotionale Zuwendung und Förderung ihrer Bezugsperson(en), insbesondere in kindlichen Belastungssituationen, verlassen können, die Unterstützung erfahren, wenn ihre eigenen kindlichen Kompetenzen für eine Bedürfnisbefriedigung nicht ausreichen, entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit eine so genannte sichere Bindung. Sicher gebundene Kinder zeigen affektiv angemessene Reaktionen (Angst, Freude, Wut etc.), haben ein positives Selbstbild und die Fähigkeit, in Phasen der Unsicherheit kompetent auf Beziehungspartner zurückzugreifen. Kinder, deren Kummer- und Trostbedürfnisse in den frühen Lebensmonaten zurück gewiesen oder inkonsistent beantwortet werden, entwickeln häufiger eine so genannte unsichere oder ambivalente Bindung. Belastungssituationen geraten für sie zu Stresserfahrungen, weil ihre eigenen Kräfte zur Bewältigung nicht ausreichen, Unterstützung jedoch grundsätzlich oder verlässlich fehlt. Unsicher gebundene Kinder entwickeln damit einhergehend kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, und ihnen fehlt die Basis für die Entwicklung des Vertrauens, nach einer Trennung wieder Kontakt und nach einer Frustration wieder Befriedigung zu bekommen. Die entstehenden Bindungsmuster der frühen Kindheit begründen auch zukünftige Erwartungshaltungen der Kinder, wie andere Personen in bestimmten Situationen reagieren werden. Sicher gebundene Kinder entwickeln eher positive Erwartungshaltungen und zeigen sich kontaktfreudiger gegenüber Erwachsenen und Gleichaltrigen als unsicher oder ambivalent gebundene Kinder. Sie sind darüber hinaus eher motiviert zur Lösung schwieriger Aufgaben und zeigen mehr Ausdauer, Konzentration und eine längere Aufmerksamkeitsspanne. Zu den Errungenschaften der Hirnforschung gehört die Erkenntnis, dass die frühe Kindheit mit einer außerordentlichen Offenheit und Aufnahmefähigkeit für neuartige Entdeckungen und Erfahrungen einhergeht. Kleinkinder zeigen diese Potentiale durch ihre kindliche Neugier, ihren Forschungsdrang und ihre Kompetenz, ständig neue Fertigkeiten zu erproben, zu erlernen und zu verbessern. In der frühen Kindheit wird das Fundament für eine erfolgreiche Bildungsbiografie gelegt.

23 KA-111 Trennungsangst Die Trennungsangst wird in der Fachliteratur verschiedentlich auch als Acht-Monats-Angst bezeichnet, weil sie oft um den achten Lebensmonat herum in Erscheinung tritt. Eltern erleben nun gehäuft und nach eigenem Empfinden sehr plötzlich, dass das Kleinkind fremdelt, dass es emotional ängstlich auf fremde oder weniger bekannte und vertraute Personen reagiert. Während manche Kleinkinder beginnen, heftig zu weinen und sich zu versteifen, bleibt es bei anderen Kindern bei einem furchtsamen Anstarren und abweisendem Verhalten, wenn die Person es zu berühren oder aufzunehmen versucht. Bei solchen Reaktionen machen sich die engsten Bezugspersonen des Kindes bisweilen Sorgen, das Kind würde bestimmte Personen nicht mögen oder gar eine besonders sensible Persönlichkeit entwickeln. In der Tat ist das Fremdeln jedoch Ausdruck einer sehr gesunden Entwicklung eines Kindes. Es taucht in dieser Entwicklungsphase auf, weil sich die kindliche Sinneswahrnehmung allmählich ausdifferenziert und Kinder die Fähigkeit erlangen, zwischen Vertrautem und Fremdem zu unterscheiden. An Stelle ihres bislang blinden Vertrauens tritt nun ein gesundes Misstrauen gegenüber unbekannten Personen und Dingen. Da das Kind nun gleichfalls mobiler wird und auch die soziale Neugier wächst, ist das Fremdeln ein sinnvoller Schutz gegenüber tatsächlich gefährdenden Situationen. Trotzphase Diese Phase beginnt ab etwa 18 Monaten und dauert bis ins dritte, manchmal auch bis ins vierte Lebensjahr an. In der Entwicklungspsychologie wird sie als Autonomiephase bezeichnet, weil beim Kind nun das Bewusstsein erwacht und wächst, dass es eine selbständige Persönlichkeit hat. Es entdeckt seinen eigenen, vom Willen der Bezugspersonen (Mutter, Vater) abgrenzbaren Willen und versucht, diesen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auch durchzusetzen. Darüber hinaus entdeckt das Kind nun auch seine Eigenkompetenz. Dies zeigt sich daran, dass es ein großes Bedürfnis zum Ausdruck bringt, alles selbst zu machen, ohne Hilfestellung und Unterstützung der Bezugspersonen. In weiten Teilen der Bevölkerung wird diese Phase als so genannte Trotzphase bezeichnet, weil das Bemühen um Durchsetzung des entdeckten Eigenwillens und Erprobung der Eigenkompetenz in diesem Alter sehr häufig und oft sehr lautstark bzw. tränenreich geschieht. Eltern können dabei bisweilen durchaus an die Grenzen der Belastbarkeit geraten.

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