Harnblasenkatheterismus

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1 Harnblasenkatheterismus Definition In Krankenanstalten sind Infektionen der Harnwege die häufigsten Infektionen, in erster Linie bedingt durch den Einsatz transurethraler Katheter. Auch bei nicht katheterisierten Patienten kann es, bedingt durch funktionelle Störungen oder chronische Krankheiten zur Bakteriurie und damit zu Harnwegsinfektionen kommen. 2 1

2 Definition Die Erreger von Harnwegsinfektionen stammen in der Regel aus der körpereigenen Keimflora der Patienten selbst (z.b. Katheterträger, Träger von Inkontinenzprodukten). Aber auch Übertragungen von einem Patienten zu anderen, z. B. über Hände bzw. Gegenstände wie Urinflaschen, Steckbecken, Sammelgefäße und Urometer sind möglich und können auch Ursache von Ausbrüchen sein. 3 Ziel Bei länger dauernder oder bleibender Inkontinenz sollten alternative Inkontinenzprodukte zu Dauerkathetern für die Harnableitung eingesetzt werden, wie z. B. Kondom- Urinale, aufsaugende Medien (Vorlagen, Windeln) oder, bei entsprechender Indikation, operative Harnableitungen (suprapubischer Katheter). 4 2

3 Transurethraler Dauerkatheter Die Anlage des Katheters muss unter aseptischen Bedingungen von geschultem Personal durchgeführt werden. Händedesinfektion vor Zubereitung der benötigten Utensilien. Die Schleimhautantiseptik erfolgt mit sterilen Tupfern und einem geeigneten Schleimhautantiseptikum - Wischen in nur eine Richtung mit jeweils einem frischen sterilen Tupfer. Es wird steriles Gleitmittel instilliert und der Blasenkatheter vorsichtig unter sterilen Bedingungen (einschl. Pinzette, Handschuhe) eingeführt. 5 Transurethraler Dauerkatheter Das Blocken des Ballons erfolgt mit sterilem Aqua dest. oder vorzugsweise mit einer sterilen 8- bis 10%igen Glycerin-Wasserlösung. Danach erfolgen der Anschluss eines geschlossenen Drainagesystems mit Rückflussventil und die sichere Fixation. Es dürfen nur sterile, geschlossene Ableitungssysteme eingesetzt werden. Bei der täglichen Körperpflege erfolgt die Reinigung des Genitales mit Wasser und Seifenlotion ohne Zusatz antiseptischer Substanzen; dabei ist jeder Zug am Katheter zu vermeiden. 6 3

4 Suprapubischer Katheter Die Anlage eines Suprapubischen Katheters ist ein ärztlicher Eingriff. Ein Vorteil des suprapubischen Katheters liegt in der geringeren Keimbesiedelung der Bauchhaut im Vergleich zum Harnröhreneingang. Bei der Versorgung eines Suprapubischen Katheters muss zwischen einer frischen Anlage und lang liegenden Kathetern unterschieden werden. Sämtliche Manipulationen am Kathetersystem erfordern eine Händedesinfektion. 7 Suprapubischer Katheter Bei Bewohnern, bei denen ein Suprapubischer Katheter neu angelegt wurde, ist der Verband täglich zu wechseln und eine Inspektion der Punktionsstelle vorzunehmen. Es sind sterile Materialien zu verwenden. Bei trockenen Wundverhältnissen kann ein Transparentverband angelegt werden. Die Inspektion der Punktionsstelle erfolgt täglich, der Wechsel des Verbandes alle zwei bis drei Tage. In der Regel kann die Punktionsstelle bei lange liegenden Suprapubischen Kathetern offen gelassen werden oder bei Bedarf lediglich durch ein kleines Pflaster abgedeckt werden. Bei der täglichen Körperpflege erfolgt die Reinigung der Punktionsstelle mit Wasser und Seifenlotion ohne Zusatz antiseptischer Substanzen; dabei ist jeder Zug am Katheter zu vermeiden. Das Auftreten von Entzündungszeichen ist zu erfassen 8 4

5 Umgang mit Harndrainagen Manipulationen am geschlossenen Harndrainagesystem (z. B. Urinabnahme) erfordern streng aseptische Handhabung und sollen auf das notwendige Minimum reduziert werden. Vor und nach jeder Manipulation am Blasenverweilkatheter oder Harndrainagesystem ist eine hygienische Händedesinfektion erforderlich. Spülungen und Instillationen sind nur bei spezieller urologischer Indikation, aber nicht zur Infektionsprophylaxe durchzuführen. Spülungen mit Antiseptika oder Antibiotika sind obsolet. Kein intermittierendes Abklemmen des Katheters (sog. Blasentraining). 9 Umgang mit Harndrainagen Um den Harnabfluss zu sichern, muss ein Abknicken von Katheter und Ableitungssystem vermieden werden. Der Auffangbeutel muss immer freihängend ohne Bodenkontakt unter Blasenniveau positioniert sein. Der Katheter und der Drainageschlauch sollten nicht diskonnektiert werden. Ist eine Diskonnektion nicht zu vermeiden (bzw. nach versehentlicher kurzzeitiger Diskonnektion), ist kein Wechsel von Katheter oder Drainagesystem erforderlich. Die erneute Verbindung von Katheter und Konus des Drainageschlauchs darf nur unter aseptischen Kautelen nach Wischdesinfektion mit einem alkoholischen Präparat wieder zusammengefügt werden. 10 5

6 Umgang mit Harndrainagen Der Auffangbeutel ist rechtzeitig zu entleeren, bevor der Harn mit der Rückflusssperre in Kontakt kommt. Dazu sind Einmalhandschuhe zu tragen. Das Auffanggefäß wird nach Gebrauch desinfizierend gereinigt (z. B. im Steckbeckenspülautomaten). Nach dem Ausziehen der Einmalhandschuhe ist eine Händedesinfektion erforderlich. Ein Wechsel des geschlossenen Harndrainagesystems ist nicht routinemäßig in festen Intervallen erforderlich, sondern soll bei Bedarf nach individuellen Gesichtspunkten (z. B. bei Inkrustation, Obstruktion, Verstopfung, Katheterinduzierter symptomatischer Harnwegsinfektion) erfolgen. 11 6

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