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1 Probeklausur Einführung in die Europäische Wirtschaftspolitik Dr. Lars-H.R. Siemers WS 2012/13 Seite 1 Bearbeitungszeit: zugelassene Hilfsmittel: 60 Minuten nichtprogrammierbarer Taschenrechner Zur Beachtung: 1. Die Klausur umfasst 11 Seiten (einschließlich dieser Seite). Überprüfen Sie die Vollständigkeit der Klausur! Die Seite 11 ist Konzeptpapier. 2. Das Konzeptpapier darf nicht herausgetrennt werden. Lösungen auf dem Konzeptpapier werden nicht bewertet. Verwenden Sie bitte nur dieses Konzeptpapier! 3. Die Klausur umfasst 3 Aufgaben, die alle zu bearbeiten sind. 4. Benutzen Sie für Ihre Ausführungen die vorgesehenen Lösungsfelder! Reichen diese nicht aus, benutzen Sie die Rückseiten der Blätter! 5. Jede Grafik muss vollständig beschriftet werden. Von der Notation der Vorlesung abweichende Benennungen von Variablen müssen erläutert werden. 6. Alle nicht eindeutig gekennzeichneten oder unleserlichen Antworten werden als falsch gewertet. Insgesamt können 30 Punkte erreicht werden. Für die Note ausreichend sind mindestens 15 Punkte erforderlich. Aufgabe Max. Punkte Erzielte Punkte Gesamtpunktzahl: Note:

2 Probeklausur Seite 2 Aufgabe 1 (Multiple-Choice-Aufgaben) Nur eine Antwort ist jeweils korrekt. Kreuzen Sie den richtigen Buchstaben an! Falsche Antworten, keine Antwort und mehrere angekreuzte Antworten werden mit 0 Punkten bewertet. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Insgesamt können 10 Punkte erreicht werden. 1) Welche der nachfolgenden Alternativen stellt eine normative Aussage dar? a) Die Arbeitslosenrate ist in Deutschland um 2 % gesunken! b) Der Ölpreis befindet sich auf einem Rekordniveau! c) Die griechische Regierung beschließt, dass Griechenland aus der Währungsunion ausscheidet! d) Die OECD-Staaten sollten verstärkte Anstrengungen unternehmen, ihre Staatsschulden nachhaltig zu reduzieren! 2) Welche der folgenden Alternativen war kein Beispiel für eine föderale Initiative? a) Die Gründung des Europarates (1949). b) Die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (1951). c) Die Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (1952). d) Die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (1958). 3) In der sog. Drei-Säulen-Struktur der EU gehören zu der zweiten und zu der dritten Säule entsprechend a) The European Community und Common Foreign and Security Policy, b) The European Community und Justice and Home Affairs, c) The European Community und Common Agricultural Policy, d) Common Foreign and Security Policy und Justice and Home Affairs.

3 Probeklausur Seite 3 4) Der Europäische Rat besteht aus a) 27 Kommissaren (ein Kommissar pro Mitgliedsstaat), b) den Regierungschefs der Mitgliedsstaaten und dem Kommissionspräsidenten, c) den Fachministern der einzelnen Mitgliedsländern, d) den in einer Europawahl direkt gewählten Mitgliedern. 5) Folgender EU-Vertrag wurde als Reformvertrag bezeichnet: a) Maastricht-Vertrag. b) Nizza-Vertrag. c) Lissabon-Vertrag. d) Amsterdam-Vertrag. 6) Die horizontal aggregierte Nachfragefunktion verläuft a) flacher als die individuellen Nachfragefunktionen, da sie bei jedem gegeben Preis eine größere Nachfragemenge repräsentiert als die individuellen Nachfragefunktionen. b) steiler als die individuellen Nachfragefunktionen, da sie bei jeder gegebenen Nachfragemenge einen höheren Preis repräsentiert als die individuellen Nachfragefunktionen. c) steiler als die individuellen Nachfragefunktionen, da sie bei jedem gegeben Preis eine größere Nachfragemenge repräsentiert als die individuellen Nachfragefunktionen. d) flacher als die individuellen Nachfragefunktionen, da sie bei jeder gegebenen Nachfragemenge einen niedrigeren Preis repräsentiert als die individuellen Nachfragefunktionen.

4 Probeklausur Seite 4 7) Ein Erdbeben, welches große Teile der Produktionsanlagen einer Region zerstört, wird voraussichtlich dazu führen, dass im regionalen Marktgleichgewicht a) die Preise der Güter steigen und die Gütermengen sinken. b) die Preise der Güter sinken und die Gütermengen sinken. c) die Preise der Güter steigen und die Gütermengen steigen. d) die Preise der Güter sinken und die Gütermengen sinken. 8) Auf einem Gütermarkt, auf dem eine Verbrauchssteuer eingeführt wird, tragen die Anbieter den größeren Teil der Steuerlast, a) wenn die Anbieter die Steuern an den Staat abführen. b) wenn die Nachfrager die Steuern an den Staat abführen. c) wenn die Preiselastizität der Nachfrage größer ist als die Preiselastizität des Angebots. d) wenn die Preiselastizität des Angebots größer ist als die Preiselastizität der Nachfrage. 9) Bei der Betrachtung eines speziellen Gutes, ist die generelle Aufhebung eines Importzolls genau dann wohlfahrtssteigernd für ein importierendes Land wenn dadurch a) der Anstieg der Konsumentenrente den Verlust an Produzentenrente übersteigt. b) der Anstieg der Produzentenrente den Verlust an Konsumentenrente übersteigt. c) der Anstieg an Zolleinnahmen den Verlust der Konsumenten und Produzenten übersteigt. d) der Anstieg der Konsumentenrente den Verlust an Produzentenrente und Zolleinnahmen übersteigt.

5 Probeklausur Seite 5 10) Die Tatsache, dass Importzölle auf landwirtschaftliche Produkte nicht mehr zielführend sind, um den Interventionspreis für europäische Landwirte zu garantieren, ist darauf zurückzuführen, dass aufgrund von technischen Fortschritt in der Landwirtschaft a) der Autarkiepreis über das Niveau des Weltmarktpreises gestiegen ist, b) der Weltmarktpreis unter das Niveau des Interventionspreises gesunken ist, c) der Autarkiepreis unter das Niveau des Interventionspreises gesunken ist, d) Weltmarktpreis über das Niveau des Interventionspreises gestiegen ist.

6 Probeklausur Seite 6 Aufgabe 2 In der wohnungspolitischen Diskussion wird oft die Befürchtung geäußert, dass die Armen bei der Wohnungsversorgung benachteiligt werden. Dies könne jedoch bspw. durch staatlich festgelegte Höchstpreise vermieden werden. Unterstellen Sie, dass auf dem Wohnungsmarkt ein Höchstmietsatz existiert, der unter dem Gleichgewichtsmietsatz liegt. a) Stellen Sie die oben beschriebene Situation grafisch dar. Was versteht man unter einem Höchstpreis? Ist er in diesem Fall bindend? Erläutern Sie kurz Ihre Zeichnung. Gehen Sie dabei auf den Begriff Marktgleichgewicht ein. b) Wie verändert die Einführung einer Höchstmiete die Marktergebnisse gegenüber der Situation mit einem Gleichgewichtsmietsatz? Wodurch zeichnet sich die neue Marktsituation aus? c) Stellen Sie grafisch dar, welchen Einfluss die Höchstmiete auf die Wohlfahrt von Mietern und Vermietern hat. Was ist der Nettoeffekt für die Gesellschaft? Warum werden durch die Höchstmiete nicht alle Mieter besser gestellt? d) Erläutern Sie verbal und mit Hilfe einer separaten Grafik, wann eine Einführung eines Höchstpreises die Wohlfahrt der gesamten Mieterschaft reduziert. e) Nennen Sie ein weiteres Beispiel für eine staatliche Preiskontrolle und erläutern Sie kurz dessen Auswirkung auf das Marktgleichgewicht. (10 Punkte)

7 Probeklausur Seite 7

8 Probeklausur Seite 8

9 Probeklausur Seite 9 Aufgabe 3 Betrachten Sie den Handel mit Milch in einer Welt, die nur aus zwei Ländern besteht. In der Grafik unten sind die inländischen Märkte für die Länder A und B in Autarkie dargestellt. Nun kommt es zu Außenhandel zwischen beiden Ländern. p Land A p Land B p Weltmarkt D A S A S B D B q q M, X a) Welches Land wird Milch exportieren und welches importieren? Erläutern Sie verbal. b) Leiten Sie (in dem dafür vorgesehenen Feld) das Weltmarktgleichgewicht der beiden Länder grafisch her. Kennzeichnen Sie den Gleichgewichtspreis und die Gleichgewichtsmenge. c) Nehmen Sie nun an, dass das importierende Land auf jeden Liter Milch einen Zoll T erhebt. Welche preislichen und mengenmäßigen Effekte ruft das auf dem Weltmarkt hervor? Zeigen Sie grafisch und erläutern Sie! d) Stellen Sie nun in den beiden inländischen Grafiken dar, wie sich durch die Zolleinführung die Wohlfahrt in Land A und Land B verändert. Werden jeweils eher die Produzenten oder die Konsumenten von der Zolleinführung profitieren? e) Bewerten Sie die Zolleinführung jeweils aus gesamtwirtschaftlicher Sicht der beiden Länder. Wird Land A und Land B jeweils von der Zolleinführung profitieren? Erläutern Sie. (10 Punkte)

10 Probeklausur Seite 10

11 Probeklausur Seite 11 Konzeptpapier Bitte keine Lösungen hier eintragen!

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