VIER PFOTEN TIERSCHUTZ KONTROLLIERT Gütesiegel für Schafe und Ziegen (Milch und Fleisch)

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1 VIER PFOTEN TIERSCHUTZ KONTROLLIERT Gütesiegel für Schafe und Ziegen (Milch und Fleisch)

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3 Der Mensch ist, was er isst! (Ludwig Feuerbach, *1804 in Landshut, 1872) könnte so fortgeschrieben werden: Isst der Mensch kranke Tiere, wird der krank! Isst der Mensch traurige Tiere, wird er traurig? (Gerold Rahmann, *1962, lebt noch)

4 Leitbild: VIER PFOTEN (International) Die Vision von VIER PFOTEN ist eine Welt, in der Menschen den Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Unsere Mission: VIER PFOTEN ist die starke, globale und unabhängige Stimme für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss. Wir bieten nachhaltige Lösungen für Tiere in Not. Wir erreichen die Herzen der Menschen und verändern ihr Konsumverhalten. Wir bewirken Gesetzesänderungen. Wir gehen starke Partnerschaften ein.

5 Europäischen Tierschutzregelungen* für Schafe und Ziegen Es gibt keine speziellen Vorgaben für Schafe und Ziegen. Die allgemeinen Vorschriften aus Tierschutzsicht sind unzureichend und nur schwer kontrollierbar (offene Formulierungen), In der Regel wird nur die Haltungsumwelt definiert, jedoch keine tierbezogenen Parameter einbezogen. Im Ökolandbau sind zwar Bestrebungen zur Verbesserung der Tierhaltung erkennbar, diese werden jedoch nicht immer erfüllt (viele Ausnahmen, auch vieles pauschal). * (98/58/EG, 2004/544/EG, 639/2003/EG, 1/2005/EG, 1099/2009/EG)

6 Ziele des Ökolandbaus* (ohne Gesetzgeber) Soviel wie möglich im geschlossenen System arbeiten und auf lokale Ressourcen zurückgreifen. Die langfristige Bodenfruchtbarkeit erhalten. Jede Art von Umweltverschmutzung durch landwirtschaftliche Techniken vermeiden. Lebensmittel mit hoher Ernährungsqualität und in ausreichender Menge produzieren. Den Einsatz fossiler Energie in der landwirtschaftlichen Praxis auf ein Minimum reduzieren. Den landwirtschaftlichen Nutztieren Lebensbedingungen ermöglichen, die ihren physiologischen Bedürfnissen und humanitären Grundsätzen gerecht werden. Den Landwirten ermöglichen, ihren Lebensunterhalt durch ihre Arbeit zu erwirtschaften und ihre Fähigkeiten als menschliche Wesen zu entwickeln. (*u.a. IFOAM 1980 und bis heute viele Verbände)

7 Neue EU-Öko-Verordnung 834/2007 (seit ) TITEL II ZIELE UND GRUNDSÄTZE DER ÖKOLOGISCHEN/ BIOLOGISCHEN PRODUKTION Artikel 3 Ziele Die ökologische/biologische Produktion verfolgt folgende allgemeine Ziele: a) Errichtung eines nachhaltigen Bewirtschaftungssystems für die Landwirtschaft, das i) die Systeme und Kreisläufe der Natur respektiert und die Gesundheit von Boden, Wasser, Pflanzen und Tieren sowie das Gleichgewicht zwischen ihnen erhält und fördert, ii) zu einem hohen Niveau der biologischen Vielfalt beiträgt, iii) die Energie und die natürlichen Ressourcen wie Wasser, Boden, organische Substanz und Luft verantwortungsvoll nutzt, iv) hohe Tierschutzstandards beachtet und insbesondere tierartspezifischen verhaltensbedingten Bedürfnissen nachkommt;

8 Für Schafe und Ziegen bedeutet dies? (eine Auswahl) Herdenhaltung Natürliche Milch Keine Anbindehaltung Kein Enthornen von Ziegen Keine Kupieren der Schwänze definierter Stallplatz und Auslauf Keine Prävention mit Medikamenten Weidegang und hoher Raufutteranteil

9 Anspruch und Wirklichkeit gesetzliche Standards stellen einen Kompromiss verschiedener Interessensgruppen dar (v.a. Ökonomie, Traditionen, ethische Vorstellungen) und diese werden oftmals nicht ausreichend dem Tierwohl gerecht werden. Schaf und Ziegenprodukte aus anderen Regionen, die geringere Standards aufweisen, werden durch national geltenden gesetzlichen Vorgaben nicht abgedeckt und kontrolliert. Es wird nicht ausreichend kontrolliert (öko und konventionell). Es wird nur ein Teil der Lebensorte bzw. Lebensabschnitte der Tiere geprüft. Die Jungtierphase (vor der Mast bzw. der Laktation), der Transport und die Schlachtung werden im Vergleich zu den Leistungsphasen auf den landwirtschaftlichen Betrieben meistens seltener oder gar nicht geprüft.

10 Zentrale Probleme in der Schaf und Ziegenhaltung aus Sicht des Tierschutzes Hohe Tierverluste auf vielen Betrieben Verstümmelungen: Enthornungen, Kupieren der Schwänze, schlecht sitzende Ohrmarken Nicht sachgerechte Versorgung der Tiere: Futter/Fütterung, Aufzucht, Kastrationen/Sterilisationen, Hygiene/Behandlungen, Platzangebote, Ausstattung der Lebensbereiche, Schur und Klauenpflege, Einzäunungen Lange Transportwege und ängstigende/verletzende Verfahren des Verladens, Transportierens, Verwahrens und Schlachtens.

11 VIER PFOTEN Tierwohl Gütesiegel Ziel: Verbesserungen über den üblichen Standard sowohl auf konventionellen als auch auf Biobetrieben Europäisches Tierschutz Gütesiegel: Tierschutz Vorgaben häher als die jeweils nationalen, gesetzlichen Vorgaben. Zwei Standards: * (ein Stern): niedrigster Standard: ähnlich konventionell + *** (3 Sterne): höchster Standard: ähnlich Bio + Haltungs und tierbezogene Indikatoren: messbar, vergleichbar, bewertbar. Prüfung einmal im Jahr durch unabhängige Kontrolleure. Überkontrollen durch VIER PFOTEN Gütesiegel auf Verkaufsprodukten in Zusammenarbeit mit Produzenten, Verarbeitern und dem LEH Bislang für Mastgeflügel; in Vorbereitung für alle Nutztierarten: u.a. Schafe und Ziegen

12 Einige Parameter für *** (3 Sterne: Bio + ): Schafe und Ziegen Haltungsbezogen: Alles wie Bio Richtlinien, aber in Bezug auf Tierwohl darüber hinaus: Weidepflicht während der Vegetationsperiode (ohne Ausnahmen) Schärfere Auflagen für Transport und Schlachtung Muttergebundene Aufzucht bis 3 Monate (Fleischtiere) bzw. 45 Tage (Milchtiere) Tierbezogen: keine Ausnahmen bei Verstümmelungen (Enthornungen, Kupieren) Ein guter Ernährungszustand/Körperkondition Überwiegende Lahmheitsfreiheit Ein guter Zustand der Klauen Überwiegende Freiheit von Verletzungen/Gelenksentzündungen Dem Alter entsprechend unversehrtes, sauberes Fell/Haut/Wolle Überwiegende Freiheit von Krankheiten Keine klinischen Kennzeichen von Parasiten (Toleranz Status)

13 ... Tierschutz geht Weiter als als manch SchaZie Halter denkt...

14 Es geht doch...

15 Es geht doch...

16 Es geht doch...

17 Es geht doch...

18 Warum nicht? (oder: Wer hat Angst vor dem Tierschutz?)

19 Vielen Dank

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