Universität Bielefeld Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Phonologie. (Hall, Kapitel 2.1; Clark & Yallop, Chapter

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1 Universität Bielefeld Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft Phonetik & Phonologie Phonologie (Hall, Kapitel 2.1; Clark & Yallop, Chapter )

2 Phonologie Die Phonologie befasst sich mit den systematischen Aspekten von Sprachlauten. Insbesondere interessieren hier Fragen wie: Welche Unterschiede zwischen Lauten sind in einer Sprache relevant? Welche Funktionen sind mit verschiedenen Lauten verbunden? Was sind die möglichen und unmöglichen Lautkombinationen einer Sprache? Aus der Fragestellung heraus ergibt sich schon, dass in der Phonologie eher Einzelsprachen betrachtet werden müssen.

3 Diese Ersetzung macht einen Bedeutungsunterschied aus, da dadurch ein anderes Wort mit unterschiedlicher Bedeutung entstanden ist. Phonetik & Phonologie WS 2007/2008 Zur Analyse der Funktion von Lauten betrachtet man, in welchen Kontexten sie vorkommen, d.h. man betrachtet ihre Verteilung (Distribution). Im Deutschen unterscheiden sich folgende Wortpaare in nur jeweils einem Laut voneinander. Tante [ ] Kante [ ] Matte [ ] Macke [ ] satt [ ] Sack [ ] Die Lautketten auf der linken Seite enthalten ein [ ], das auf der rechten Seite durch ein [ ] ersetzt wurde.

4 Ein Phonem wird oft als die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit definiert. Diese Faustregel ist aber nicht in allen Fällen hinreichend. Phonetik & Phonologie WS 2007/2008 Wortpaare, die sich in genau einem Laut voneinander unterscheiden heißen Minimalpaare. Durch das Finden von Minimalpaaren lässt sich eindeutig eine bedeutungsrelevante Funktion zweier Laute feststellen. Z.B. sind [ ] und [ ] bedeutungsunterscheidend, da wir entsprechende Minimalpaare gefunden haben. Man sagt auch, die beiden Laute kontrastieren. Damit gehören die beiden Phone [ ] und [ ] zu unterschiedlichen Phonemen.

5 Weiteres Beispiel: im Deutschen werden Plosive oft aspiriert, was aber nicht zu einer unterschiedlichen Bedeutung des Wortes führt. Pass [pas] [p as] Tal [t ] [t ] Kamm [kam] [k am] In der indischen Sprache Hindi dagegen ergibt sich ein Unterschied: (sorgen für) [pal] (Klinge) [p al] (schlagen) [tal] (Teller) [t al] (Ohr) [kan] (mein) [k an] Beispiele aus K. Ramers: Einführung in die Phonologie, S. 45f

6 Also ist Aspiration bei den Plosiven kein bedeutungsunterscheidendes Merkmal im Deutschen, wohl aber im Hindi. Das heisst, dass im Deutschen [ ] und [ ] nur Aussprachevarianten eines Phonems sind, während sie im Hindi zu unterschiedlichen Phonemen gehören. Solche Varianten eines Phonems heißen Allophone. Schematisch: Deutsch Hindi Phon Phonem Phon Phonem [ ] [ ] / / [ ] [ ] / / / /

7 Phoneme werden durch das IPA-Symbol eines Allophons zwischen Schrägstrichen gekennzeichnet. Ein Phonem kann man sich als abstrakte Repräsentationen eines Lautes vorstellen, der dann durch eines der Allophone konkret bei der Aussprache realisiert wird. Im obigen Beispiel der Aspiration von Plosiven können die Allophone frei variieren, d.h. sind in jedem Kontext gegeneinander austauschbar ohne die Bedeutung zu veränden. Freie Variation kommt z.b. durch unterschiedliche Sprecher und Dialekte zustande (vgl. die verschiedenen Rhotics des Deutschen, die alle frei variierende Allophone des Phonems / / sind.)

8 Im Gegensatz zur freien Variation kann die Realisierung eines Phonems aber auch vom Kontext abhängen und durch diesen bestimmt sein. Beispiel: 'ich'-laut [ ] und 'ach'-laut [ / ] des Deutschen: (a) [ ] (b) [ ] (c) [ ] (d) [ ] Viech Furcht Buch brach ich Milch Flucht lachen Gespräch manche hoch Blech doch Bücher auch flüchtig möchte feucht leicht

9 Man sieht, dass die drei Phone komplementär verteilt sind. Phonetik & Phonologie WS 2007/2008 Folgende Regelmässigkeiten sind zu erkennen: [ ] kommt vor nach den vorderen Vokalen [ ], nach den Diphthongen [ ] (siehe (a)) und nach den Sonoranten [ ] (siehe (b)) [ ] kommt vor nach den hinteren Vokalen [ ] und nach dem Diphthong [ ] [ ] kommt vor nach den zentralen Vokalen [ ]

10 Phone mit komplementärer Verteilung kommen also nie im selben Kontext vor. Deshalb können sie auch nicht kontrastieren und einen Bedeutungsunterschied ausmachen. Damit kann man komplementär verteilte Phone prinzipiell als Allophone eines Phonems ansehen. Im Falle von [ ] und [ ] macht das Sinn: Sprecher des Deutschen haben nur ein Phonem / / im mentalen Lexikon, das je nach Kontext (siehe oben) als [ ] oder [ ] realisiert wird. Damit ist die Verteilung der drei Phone vorhersagbar.

11 Komplementäre Verteilung alleine reicht allerdings nicht aus, um auf den Allophonstatus zweier Phone zu schließen. Beispielsweise stehen im Deutschen (und Englischen) [ ] und [ ] in komplementärer Verteilung: Haus [ ] Uhu [ ] gehören [ ] Ding [ ] Sprengung [ ] bangte [ ] [ ] steht nur im Silbenanlaut (Silbengrenze durch. gekennzeichnet), [ ] nur am Silbenende. Damit sind [ ] und [ ] komplementär verteilt, d.h. kontrastieren nie, und könnten damit Allophone eines Phonems sein.

12 Allerdings wäre dies sehr merkwürdig, da beide Laute aus phonetischer Sicht nichts gemeinsam haben: [ ] ist ein stimmloser glottaler Frikativ, [ ] ist ein (stimmhafter) velarer Nasal. Die einzige Gemeinsamkeit der beiden Laute ist ihr Konsonantenstatus. Was man also zusätzlich zur komplementären Verteilung von Allophonen verlangt, ist phonetische Ähnlichkeit. Zwei Laute sind phonetisch ähnlich, wenn ihre gemeinsamen Eigenschaften von keinem anderen Laut geteilt werden. Beispielsweise sind [ ] und [ ] die einzigen dorsalen Frikative im deutschen Lautsystem.

13 Hat man Allophone identifiziert, so stellt sich die Frage, welches Phon als zugrundeliegend für das Phonem angenommen werden soll. Man wählt dasjenige, das die am wenigsten beschränkte Verteilung aufweist. Bei [ ] und [ / ] tritt der palatale Frikativ [ ] in mehr Kontexten auf, als sein velares/uvulares Gegenstück [ / ], weshalb als Phonem / / gewählt wurde. Generell gilt, dass Sprecher unterschiedliche Phoneme als unterschiedliche Laute wahrnehmen, Allophone jedoch nicht. Oft orientiert sich auch die Orthographie an den Phonemen.

14 Die zwei folgenden Beobachtungen können als Rechtfertigung für die Entscheidung dienen, den ich/ach-laut als / / zu klassifizieren: tritt nach Konsonanten auf, und zwar auch nach solchen, deren Artikulationsort eher [ ] oder [ ] nahelegt: <Furcht> [ ] Das [ ] ist uvular wie das [ ]. Trotzdem erscheint das palatale [ ]. Das Diminutiv-Morphem <-chen>/- erhält das auch nach den hinteren und zentralen Vokalen: <Opa-chen> <Rachen> <Kanu-chen> <Kuchen>

15 Die Festlegung des Allophonstatus ist manchmal schwierig und bei weitem nicht eindeutig. Beispiele von Nasalen des Italienischen: / / <m> / / <n> / / <gn> [ ] <n> amore (Liebe) anello (Ring) agnello (Lamm) banca (Bank) ramo (Zweig) vano (zwecklos) ragno (Spinne) lungo (lang) sano (gesund) bagno (Bad) cinque (five) [ ] kommt nur vor velaren Lauten vor ð komplementäre Verteilung mit den anderen Nasalen. [ ] artikulatorisch ähnlicher zu / /, aber Orthographie legt nahe, es als Allophon von / / zu analysieren (was oft gemacht wird).

16 Aufgabe 4 (1) Transkribieren Sie folgende Worte des Deutschen: (a) Waffel (b) Mückenstich (c) Kupferdraht (d) Klepper (2) Finden Sie Minimalpaare für folgende Segmente im Deutschen: (a) [ ] [ ] (b) j (c) a o (d) k (e) f v (f) i i (3) Betrachten Sie folgende Verteilung des 'clear l' l und des 'dark l' im Englischen: late [ ] (spät) feel (fühlen) leaf (Blatt) bel (Glocke) Was lässt sich über den Phonemstatus von [l] und [ ] sagen?

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