Software Engineering in der BRZ für die Justiz

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1 Software Engineering in der BRZ für die Justiz Martin Hackl Senior IT-Architekt Justiz Öffentlich

2 Agenda Teil 1: Vorstellung der BRZ GmbH und der österreichischen Justiz Teil 2: IT Trends und aktuelle Themen aus dem Bereich SW-Engineering 2

3 Geschichte In öffentlicher Hand - Privatwirtschaftlich geführt 1997 Ausgliederung aus dem BMF in eine GmbH mit dem Ziel Nutzung der Synergien durch Konsolidierung, Standardisierung und Bündelung von IT-Ressourcen und IT-Services Flexibleres Gehaltsschema Neustrukturierung der IT im Bund und Verwaltungsmodernisierung Eigentümer ist die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Finanzen Das Bundesministerium für Justiz ist der zweitgrößte Kunde mit einem Umsatzanteil von 19 %. Auftragsvergabe durch Gesetz Betriebspflicht, Kostendeckungsprinzip, Umsatzsteuerbefreiung In-house Vergabe Öffentliche Ausschreibung nicht notwendig Vertrag Gewinnerzielung 3

4 Kernkompetenzen & Markt Als Full-Service Provider entwickelt, implementiert und betreibt das BRZ IT-Services für die Österreichische Bundesverwaltung Unser Markt Bundesministerien und Bundeskanzleramt Universitäten Oberste Organe Ausgegliederte Organisationen Wir betreiben mehr als 350 E-Government Anwendungen FinanzOnline, E-Finanz, Haushaltsverrechnung und Personalmanagement des Bundes, ezoll, Unternehmensserviceportal Firmen- und Grundbuch, Elektronisches Mahnverfahren ELAK Elektronischer Akt, Help.gv.at Biometrischer Pass ÖH-Wahlen (e-voting) Gesundheitsportal 4

5 Zahlen & Fakten Das Shared IT Service Center des Bundes für Verwaltungsmodernisierung und Verwaltungsreform Umsatz 2011 Mitarbeiter/innen Marktanteil 228,3 Mio Euro IT Service-Provider Ranking Platz 2 * ca. 55% der IT-Ausgaben der Bundesverwaltung Betreute IT- Arbeitsplätze > Server in Betrieb > Output Services Gespeicherte Daten > 100 Mio Seiten pro Jahr > Terabyte * Top 100 IKT-Services

6 Erfolgsfaktor: Standardisierung & Konsolidierung Verwaltungs-IT standardisiert & gebündelt Das Shared IT Service Konzept nutzt Synergiepotenzial und verringert IT Service Kosten um 5-25% (in manchen Fällen sogar bis zu 50%) Folgende international anerkannte Shared IT Services haben wir umgesetzt: Prozesse Anwendungen Infrastruktur Basiskomponenten Druck, Verarbeitung und Versand von Schriftstücken Bereitstellung & Entsorgung von IT- Infrastruktur Betreuung von IT- Benutzern Festplatten- Vernichtung Personalmanagement inkl. Personalakt Haushaltsverrechnung SAP für Universitäten EPK für Bund & Länder FinanzOnline ELAK im Bund help.gv.at E-Learning Unternehmensservice Portal Gesundheitsportal Dokumentenmanagementsystem escan Amtssignatur Online-Formulare Duale Zustellung Portal Zahlungsverkehr E-ARCHIV Access Management Netzwerk: CNA, VPN, LAN-Ports, Firewall Hosting, Webhosting Storage, Archivierung Desktop: PCs, Laptops, Drucker, Fax, Kopierer, VoIP Lizenzen & Wartung: Oracle, Windows Auszug aus dem BRZ Service Katalog 6

7 BRZ GmbH 2013 Die österreichische Justiz G E R I C H T S B A R K E I T S T R A F V O L L Z U G A N K L A G E S A C H E N J U S T I Z V E R W A L T U N G

8 Unternehmen Justiz Justizorganisation Oberster Gerichtshof 4 Oberlandesgerichte 20 Landesgerichte 141 Bezirksgerichte Generalprokuratur 4 Oberstaatsanwaltschaften 17 Staatsanwaltschaften 28 Strafvollzugsanstalten Budget 2010 Ausgaben Mio. EUR Einnahmen 796 Mio. EUR IT Budget 35 Mio. EUR (3% der Gesamtausgaben) ca Justizbedienstete davon bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften davon Richter und 300 Staatsanwälte davon Mitarbeiter in 28 Haftanstalten Einnahmen decken 73,0% des Justizbudgets! BRZ GmbH

9 Agenda Teil 1: Vorstellung der BRZ GmbH und der österreichischen Justiz Teil 2: IT Trends und aktuelle Themen aus dem Bereich SW-Engineering 9

10 IT Trends 2013 Gartner: Top 10 Strategic Technology Trends For

11 Software Engineering Team IT Management Vorgehensmodelle Architektur Make or Buy Tag-Cloud Informationstechnologie Agile SW Entwicklung Wasserfallorientiert V-Modell XT Bundesvorgehensmodell Enterprise- Geschäfts- Informationssystem- Technologie- Software- Infrastruktur- SOA BPM Transition Informationstechnologie Individualentwicklung Open Source Standardprodukte Software Industrialisierung Standardisierung Configuration Mgmt Testautomatisierung Kennzahlen Wissensmanagement Kollaboration Instant Messaging Kommunikation Demand-Mgmt Architektur-Mgmt IT Strategie Konsolidierung 11

12 Thema Vorgehensmodelle Q: Löst die Agile Entwicklung herkömmliche Vorgehensmodelle ab? + Hohe Flexibilität durch jederzeitige Änderungsmöglichkeit der Priorisierung von Anforderungen + Verbesserung der Qualität + Frühzeitige Ergebnisse + Hohe Transparenz Geringere Planbarkeit Möglichkeit zur Verzettelung im Detail Unklarheiten bei Zuständigkeiten Möglichkeit für zu viele Refactorings Architekturbestimmende Anforderungen langen ggf. erst nach und nach ein. A: Nein. Agile Ansätze werden sich aber wohl vermehrt in schwergewichtigere Vorgehensmodelle integrieren. Abbildung: 12

13 Software Engineering Team IT Management Vorgehensmodelle Architektur Make or Buy Tag-Cloud Informationstechnologie Agile SW Entwicklung Wasserfallorientiert V-Modell XT Bundesvorgehensmodell Enterprise- Geschäfts- Informationssystem- Technologie- Software- Infrastruktur- SOA BPM Transition Informationstechnologie Individualentwicklung Open Source Standardprodukte Software Industrialisierung Standardisierung Configuration Mgmt Testautomatisierung Kennzahlen Wissensmanagement Kollaboration Instant Messaging Kommunikation Demand-Mgmt Architektur-Mgmt IT Strategie Konsolidierung 13

14 Thema Software Engineering (I) Q: Wie sieht eine effiziente IT Organisation 2013 aus? A: Service Delivery Process Leitung B: Service Delivery Pocess Abteilung 1 Team A Team B Stabstelle Abteilung 2 Team A Team B Abteilung 3 Team A Team B Abteilung 4 Team A Team B Team C Team C Abbildung 1: Abbildung 2: A:? 14

15 Thema Software Engineering (II) Q: Welche Maßnahmen führen zu Effizienzsteigerung in großen bzw. langfristigen Entwicklungsprojekten? Project Manager Commit changes Versionsverwaltung Tester A: Continous Integration Ansätze liefern in Entwicklungsprojekten frühzeitiges Feedback über die Produktqualität. Abbildung 1: Abbildung 2: 15

16 Software Engineering Team IT Management Vorgehensmodelle Architektur Make or Buy Tag-Cloud Informationstechnologie Agile SW Entwicklung Wasserfallorientiert V-Modell XT Bundesvorgehensmodell Enterprise- Geschäfts- Informationssystem- Technologie- Software- Infrastruktur- SOA BPM Transition Informationstechnologie Individualentwicklung Open Source Standardprodukte Software Industrialisierung Standardisierung Configuration Mgmt Testautomatisierung Kennzahlen Wissensmanagement Kollaboration Instant Messaging Kommunikation Demand-Mgmt Architektur-Mgmt IT Strategie Konsolidierung 16

17 Thema IT- & Architektur-Management (I) Q: Spezielle Herausforderungen im Management komplexer IT Landschaften? Gerichtsbarkeit Anklagesachen Strafvollzug Justizverwaltung Verfahrensmanagement Eingang Registerführung Aktenbildung Aktenführung Aktenlauf Erledigung Ausgang Personalmanagement Budget & Buchhaltung Geschäftsarchitektur Elektronischer Rechtsverkehr ies. Einlaufstellenanwendung Verfahrensautomation Justiz Unterhaltsvorschüsse Druckstraße Mailsystem HV-SAP Grundbuch Firmenbuch Open Office Integrierte Vollzugsverwaltung Integrierte Wirtschaftsverwaltung Internet & Intranet PM-SAP AVS Edikte& Listen ESGV Einbringungsstelle DWH Kompass Benutzer & Rechteverwaltung EliAs ELAK im Bund Zustellservice JUDok IMJ-Driver Portal Berichtskomponente JUSEB Signatur PDF Archiv Informationssystemarchitektur Java Lotus Domino PL/I & Cobol SAP Standardprodukt Oracle DB2 Tibco Lotus Notes P750 Host z/os JBoss Websphere P750 AIX Domino DB2 CICS DWH AIX E25k Host Lotus Enterprise Integrator PÜV Technologiearchitektur 17

18 Thema IT- & Architektur-Management (I) Q: Spezielle Herausforderungen im Management komplexer IT Landschaften? Ziele Transformation Organisationseinheit Geschäftsprozess Geschäftsfunktion Geschäftsarchitektur Instrumente d. Unternehmensarchitektur Unterneh mensziele IT-Ziele IT- Strategie Initiativen Projekte Roadmaps Akteur Anwendung Schnittstelle Geschäftsobjekt Informationssystemarchitektur Service Technologiearchitektur Referenzarchitekturen Empfehlungen Standards Demands Entwicklungskomponente Infrastrukturkomponente Betriebskomponente Programmiersprache Laufzeitkomponente Clientkomponente A: Komplexe IT Landschaften bedürfen auch eines Entwicklungsprozesses auf Unternehmensebene. 18

19 Kochrezept zur Entwicklung, Dokumentation & Kommunikation von SW- Architekturen Thema SW Architektur (II) Q: Was kann man für eine nachhaltige / gute SW-Architektur tun? Abbildung: A: Sich an Standards halten und die Architektur einer Software nicht geschehen lassen. D.h. so viele Entscheidungen wie möglich bewusst treffen! 19

20 Software Engineering Team IT Management Vorgehensmodelle Architektur Make or Buy Tag-Cloud Informationstechnologie Agile SW Entwicklung Wasserfallorientiert V-Modell XT Bundesvorgehensmodell Enterprise- Geschäfts- Informationssystem- Technologie- Software- Infrastruktur- SOA BPM Transition Informationstechnologie Individualentwicklung Open Source Standardprodukte Software Industrialisierung Standardisierung Configuration Mgmt Testautomatisierung Kennzahlen Wissensmanagement Kollaboration Instant Messaging Kommunikation Demand-Mgmt Architektur-Mgmt IT Strategie Konsolidierung 20

21 .... SW Engineering in der BRZ für die Justiz Martin Hackl Senior IT-Architekt Justiz BRZ GmbH 2013

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