Methoden und Herangehensweisen der Beziehungsarbeit mit rechtsextremen Personen

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1 Vortrag im Rahmen des Workshops Zugänge zu rechtsextrem organisierten Akteuren am Methoden und Herangehensweisen der Beziehungsarbeit mit rechtsextremen Personen Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

2 Was hat Beziehungsarbeit mit mir zu tun? Zentrale Frage ist: was hat die Beziehungsarbeit mit mir als Person zu tun? Bedeutung des eigenen Habitus Was ist der Habitus? Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

3 Pierre Felix Bourdieu Bourdieu, französischer Soziologe, Definition Habitus: Wenn man vom Habitus redet, dann geht man davon aus, dass das Individuelle und selbst das Persönliche, Subjektive, etwas Gesellschaftliches ist, etwas Kollektives. Der Habitus ist sozialisierte Subjektivität. (Bourdieu/Wacquant 2013: 159) Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

4 Pierre Felix Bourdieu - theoretische Grundlagen Objekt der Sozialwissenschaft nicht Individuum und auch nicht soziale Gruppe Sondern: es ist jenes geheimnisvolle Doppelverhältnis zwischen Habitus den dauerhaften und übertragbaren Systemen der Wahrnehmungs-, Bewertungs-, und Handlungsschemata, Ergebnis des Eingehens des Sozialen in die Körper (oder in die biologischen Individuen) und den Feldern den Systemen der objektiven Beziehungen, Produkt des Eingehens des Sozialen in die Sachen oder in die Mechanismen, die gewissermaßen die Realität von physischen Objekten haben; ( ). (Bourdieu/Wacquant 2013: 160) Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

5 Pierre Felix Bourdieu - theoretische Grundlagen Was ist das Feld? Wie steht das Feld zum Habitus? Das Verhältnis von Habitus und Feld ist eines der Konditionierung: Das Feld strukturiert den Habitus, der das Produkt der Inkorporierung der immanenten Notwendigkeit dieses Feldes oder eine Ensembles von mehr oder weniger konkordanten Feldern ist ( ). (Bourdieu/Wacquant 2013: 160f.) Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

6 Pierre Felix Bourdieu - theoretische Grundlagen Der Habitus trägt anderseits dazu bei, das Feld als eine signifikante, sinn- und werthaltige Welt zu schaffen, in die sich die Investition von Energie lohnt. (Bourdieu/Wacquant 2013: 161) Habitus als das Körper gewordene Soziale: Ich bin in der Welt enthalten, aber die Welt ist auch in mir enthalten. Die soziale Realität existiert sozusagen zweimal, in den Sachen und in den Köpfen, in den Feldern und in dem Habitus, innerhalb und außerhalb der Akteure. (Bourdieu/Wacquant 2013: 161) Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

7 Pierre Felix Bourdieu - theoretische Grundlagen Und wenn der Habitus ein Verhältnis zu einer sozialen Welt eingeht, deren Produkt er ist, dann bewegt er sich wie ein Fisch im Wasser und die Welt erscheint ihm selbstverständlich. ( ). Ich bin in der Welt enthalten aber sie ist auch in mir enthalten, weil ich in ihr enthalten bin; weil sie mich produziert hat und weil sie die Kategorien produziert hat, die ich auch auf sie anwende, scheint sie mir selbstverständlich, evident. (Bourdieu/Wacquant 2013: 161) Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

8 Pierre Felix Bourdieu - theoretische Grundlagen Für Bourdieu ist der Habitus also eine Seinsweise, ein habitueller Zustand des Körpers, eine Tendenz, ein Hang oder eine Neigung, sich auf spezifische Art und Weise zu präsentieren und zu handeln. (Liebsch 2002: 73) Habitus-Konzept geht a) vom handelnden Individuum aus; Individuum = Akteur b) Individuum nicht frei, autonom, sondern sozial strukturiert durch das Feld Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

9 Pierre Felix Bourdieu - theoretische Grundlagen Das Individuum reproduziert und produziert Habitus, in dem es nach den im Habitus angelegten Dispositionen (bzw. Wahrnehmungs-, Bewertungs-, und Handlungsschemata) in einem Feld handelt, das wiederum diese Dispositionen strukturiert. Wenn man die Dispositionen (eines Habitus) erwirbt, dann eignet man sich nicht eine einzelne Handlung an, sondern ein Muster, das auf andere Handlungen übertragen werden kann. Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

10 Wie wird der Habitus angeeignet? Der Habitus ist unbewusst, weil er hauptsächlich somatisch ist, über den Körper angeeignet wird, in ihm eingelassen ist. Es handelt kein Geist, kein Bewusstsein, sondern ein menschlicher Leib. ( ) Der Leib erlernt bestimmte Bewegungsmuster, die durchaus sinnhaft sind, aber in der Anwendung ohne Überlegung stattfinden. Auch das ist mit dem Ausdruck des Automaten gemeint. Der Leib ist in einer sozialen Umgebung trainiert, er verfügt über ein eigenes Gedächtnis, und funktioniert für das Bewusstsein als Gedächtnisstütze. (Rehbein/Saalmann 2009: 113) Was der Leib gelernt hat, das besitzt man nicht wie ein wiederbetrachtbares Wissen, sondern das ist man. (Bourdieu 1987: 135; zit. n. Rehbein/Saalmann 2009: 113) Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

11 Literatur: Bourdieu, Pierre/Wacquant, Loic J. D. (2013): Reflexive Anthropologie. Frankfurt/M. Liebsch, Katharina (2002): Identität und Habitus. In: Korte, Hermann/Schäfers, Bernhard (Hrsg.): Einführung in die Hauptbegriffe der Soziologie. Opladen, S Rehbein, Boike/Saalmann, Gernot (2009): Habitus (habitus). In: Fröhlich, Gerhard/Rehbein, Boike (Hrsg.): Bourdieu Handbuch. Leben-Werk- Wirkung. Stuttgart/Weimar, S Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg HSB

12 Vielen Dank!

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