Einführung in MS Dynamics NAV

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1 JUSTUS-LIEBIG-UNIVERSITÄT GIESSEN ALLG. BWL UND WIRTSCHAFTSINFORMATIK UNIV.-PROF. DR. AXEL C. SCHWICKERT Informationen zur Lehrveranstaltung Einführung in MS Dynamics NAV Übung im Master-Modul IT-Governance Wintersemester 2014/2015 Univ.-Prof. Dr. Axel C. Schwickert

2 Einführung in MS Dynamics NAV - 2 Inhaltsverzeichnis Seite A Einführung in MS Dynamics NAV: Einordnung und Betreuung... 3 B Organisation der Veranstaltung... 4 C Inhalte der Veranstaltung... 7 D Web-Based-Trainings und Zeitplan zur Absolvierung... 8 E Scriptum F Übungsaufgaben G Übungsaufgaben (Lösungen) H Literatur

3 Einführung in MS Dynamics NAV - 3 A Einführung in MS Dynamics NAV: Einordnung und Betreuung Die 2-stündige Master-Veranstaltung "IT-Governance (Vorlesung)" bildet zusammen mit der 2-stündigen Master-Veranstaltung "Einführung in MS Dynamics NAV (Übung)" das Master- Modul "IT-Governance". Das Master-Modul "IT-Governance" mit der zugehörigen 90- minütigen Klausur gilt für Diplom-Studierende als Äquivalent zur vormaligen Diplom- Lehrveranstaltung "Modellierung von IuK-Systemen". Die Klausur dauert für alle Teilnehmer 90 Minuten und umfasst den gesamten Stoff des Master-Moduls "IT-Governance" (bestehend aus der Vorlesung "IT-Governance" und der Übung "Einführung in MS Dynamics NAV ). Die Master-Veranstaltung "Einführung in MS Dynamics NAV (Übung)" beinhaltet folgende Stoffe: Grundlagen zu ERP-Systemen Einführung in MS Dynamics NAV 2009 Bearbeiten verschiedener Fallstudien mit MS Dynamics NAV 2009 zu den Bereichen: o Vertrieb und Einkauf mit MS Dynamics NAV 2009 o Lager und Produktion mit MS Dynamics NAV 2009 o SCM und CRM mit MS Dynamics NAV 2009 Das vorliegende Dokument beschreibt die Inhalte der Präsenzveranstaltungen zur Übung und enthält neben dem Foliensatz auch die Übungsaufgaben zur Veranstaltung. Die Fallstudien zur Übung werden den Studierenden zu gegebener Zeit von den Dozenten zur Verfügung gestellt. Ein Teil des Stoffes wird durch eine Serie von Web-Based-Trainings (WBT) vermittelt. Diese WBT werden Ihnen auf der Web Site der Professur unter der Rubrik "WBT" zur Online- Absolvierung angeboten. Die Inhalte der WBT-Serie werden im Reader zur WBT-Serie Einführung in MS Dynamics NAV 2009 beschrieben, der ebenfalls zum Download zur Verfügung steht. Die Inhalte der WBT sind klausurrelevant - die Studierenden eignen sich die Inhalte im Selbststudium an. Zur Unterstützung bieten wir ein Online-Diskussionsforum und die Direktansprache während der Präsenzveranstaltungen zur Übung an. Für Ihr Selbststudium per WBT müssen Sie einen Internet-Zugang haben - dies entweder auf Ihren eigenen PCs, auf den PCs im JLU-Hochschulrechenzentrum, in den JLU-Bibliotheken oder dem PC-Pool des Fachbereichs. Bitte beachten Sie, dass Sie sich die erforderlichen Zugangsberechtigungen frühzeitig besorgen.

4 Einführung in MS Dynamics NAV - 4 B Organisation der Veranstaltung Zielgruppe der Veranstaltung Studierende im Masterstudiengang BWL/VWL. Übergeordnetes Lernziel der Veranstaltung Praxisbezogene Anwenderschulung in der Nutzung von ERP-Systemen (MS Dynamics NAV) anhand typischer Geschäftsprozesse im Unternehmen. WBT: Anzahl und Zeitbedarf Serie von insgesamt 6 einzelnen WBT mit ca. 90 Minuten pro WBT. Vollständige Informationen Alle Informationen, Begleitmaterialien, Downloads, Links, News, Online-Forum und WBT stehen gebündelt unter der Lehrveranstaltung IT-Governance (Übung) auf der Web Site der Professur zur Verfügung. Fachliche Voraussetzungen für die Absolvierung der WBT-Serie Geübte Bedienung des Betriebssystems MS-Windows und eines Web-Browsers. Technische Voraussetzungen für die Absolvierung der WBT-Serie Personal Computer mit Web-Browser (MS-IE oder Firefox), Flash-Player, Internet- Zugang. Microsoft Windows sowie den Adobe Acrobat Reader (Version 7 oder höher). Technische Hilfestellung zur WBT-Nutzung Wie Sie eventuelle Probleme beim Aufrufen der WBT lösen, erfahren Sie in unserem Hilfedokument, das wir Ihnen im Downloadbereich der Professur anbieten. Begleitende Betreuung zu den WBT Betreutes Online-Forum zur Lehrveranstaltung im WiWi-Portal und Direktansprache in den Präsenzveranstaltungen zur Übung.

5 Einführung in MS Dynamics NAV - 5 Ablauf der Veranstaltung Die Übung Einführung in MS Dynamics NAV wird im PC-Pool des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften durchgeführt und richtet sich an Master-Studierende der BWL und VWL. Die Veranstaltung umfasst 14 Unterrichtseinheiten, die sich in vier Abschnitte gliedern lassen: Zu Beginn der Veranstaltung erfolgt eine dreiwöchige Einführungsphase (erster Abschnitt), in der sich die Studierenden selbstständig anhand der WBT 1-4 in die Thematik und die Software MS Dynamics NAV 2009 einarbeiten. Dieser Abschnitt schließt mit einer Eingangsprüfung ab. Das erfolgreiche Absolvieren der Eingangsprüfung, deren Prüfungsstoff sich auf die zu bearbeitenden WBT bezieht, ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Übungsveranstaltung. Die Eingangsprüfung findet zu Beginn der ersten Präsenzveranstaltung im PC-Pool statt. Das Ergebnis der Eingangsprüfung fließt nicht in die Endnote ein. Im zweiten Abschnitt der Veranstaltung folgen fünf Präsenztermine zur Vertiefung der zentralen Lehrinhalte. Zeitgleich dazu sind die WBT 5-6 zu bearbeiten. Abschließend erfolgt in diesem Abschnitt die Ausgabe der 1. Fallstudie an die Studierenden. Abschnitt drei beinhaltet die Bearbeitung der Fallstudien in Gruppen und die Präsentation der bearbeiteten Fallstudien (Präsenztermin im PC-Pool) wöchentlich im Wechsel. Jeder Studierende hat (in der Gruppe) insgesamt zwei Fallstudien zu bearbeiten. Am Ende der Veranstaltung (Abschnitt vier) folgt die Abschlussprüfung im Rahmen der Klausur zur parallel stattfindenden Vorlesung IT-Governance. Die Übungsaufgaben (siehe F. Übungsaufgaben) zur Veranstaltung sind von den Studierenden (parallel zur Veranstaltung) zur Vertiefung des Stoffes und zur Vorbereitung auf Fallstudienbearbeitung und Klausur zu bearbeiten. Wichtiger Hinweis: Jede Gruppe erhält ein eigenes Dokument mit Übungsaufgaben, die mit jeweils individuellen Datensätzen versehen sind. Dies ist erforderlich, um Datenredundanzen in MS Dynamics NAV 2009 zu vermeiden. Die hier dargestellten Übungsaufgaben sind äquivalent zu den individuell angepassten Übungsaufgaben, die Ihnen zu gegebener Zeit zur Verfügung gestellt werden. Bitte verwenden Sie für die Bearbeitung der Übungsaufgaben ausschließlich die Ihnen zur Verfügung gestellten, individuellen Aufgabenstellungen.

6 Einführung in MS Dynamics NAV - 6 Tabellarische Übersicht über den Ablauf der Veranstaltung Teil Woche Unterrichtseinheit Übungsaufgaben Präsenztermin 1. Woche WBT 1 und 2 Teil 1 2. Woche WBT 3 und 4 3. Woche 4. Woche Präsenztermin mit Eingangsprüfung WBT 5 Präsenztermin Woche Präsenztermin Übung Nr. 1a-4 Übung Nr Teil 2 6. Woche WBT 6 Präsenztermin Woche Präsenztermin Übung Nr Woche 9. Woche Präsenztermin Fallstudienbesprechung Bearbeitung von Übungsaufgaben Übung Nr Woche Fallstudienbearbeitung 11. Woche Fallstudienbearbeitung Teil Woche Präsenztermin Fallstudienpräsentation Woche Fallstudienbearbeitung 14. Woche Präsenztermin Fallstudienpräsentation und Klausurvorbereitung Teil Woche Abschlussklausur IT-Governance Wird noch bekannt gegeben

7 Einführung in MS Dynamics NAV - 7 C Inhalte der Veranstaltung Tabellarische Übersicht über die Inhalte des Scriptums Kapitel Inhalt Literatur A. Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen Betriebswirtschaftliche Einführung in ERP-Systeme verbunden mit der Erörterung des Integrationsbegriffs Geschichtliche Hintergründe zu MS Dynamics NAV 2009 Abts, Mülder Kapitel 7 Lusczak, Singer Kapitel 1 & 2 Einstieg in die Benutzeroberfläche an einem Rechner im PC-Pool Fortführende Systembedienung und Konzepte B. Beschaffung und Vertrieb Verwaltung von Stammdaten im Artikelstamm Praktische Durchführung von Aufgaben im Beschaffungs- und Vertriebswesen wie Bedarfsermittlung vor betriebswirtschaftlichem Hintergrund Erläuterung des Zusammenhangs zwischen Beschaffungs- und Vertriebswesen anhand praktischer Beispiele C. Lager und Produktion Erläuterung von Wareneingangs-, Einlagerungs-, Warenausgangsprozessen und weiteren logistischen Prozessen mittels der Lagerverwaltung von MS Dynamics NAV Einrichtung eines Lagerorts sowie Lagerbestandskontrolle mittels der Durchführung einer Inventur Überblick über die verschiedenen Produktionsprozesse und die praktische Vorbereitung und Durchführung eines Fertigungsauftrags D. Finanzmanagement Verständnis für das integrierte Modul Finanzmanagement in MS Dynamics NAV Bank- und Sachkontenverwaltung Buchung verschiedener Vorfälle im Modul Finanzmanagement Gruppeneinteilung in 3er Gruppen, Ausgabe der Fallstudien und Fallstudienbesprechung Lusczak, Singer Kapitel 4 & 5 Lusczak, Singer Kapitel 6 & 7 Luszak, Singer Kapitel 9

8 Einführung in MS Dynamics NAV - 8 D Web-Based-Trainings und Zeitplan zur Absolvierung Neben den Inhalten der Präsenzveranstaltungen wird ein Teil des Lernstoffs der Master- Veranstaltung Einführung in MS Dynamics NAV (Übung) durch eine Serie von Web- Based-Trainings (WBT) vermittelt. Die WBT bauen inhaltlich aufeinander auf und sollten daher in der angegeben Reihenfolge und zum vorgesehenen Zeitpunkt absolviert werden. Um bereits im Verlauf der Vorlesungszeit Klausur-fit zu werden, muss jedes WBT mehrfach absolviert werden, bis die jeweiligen Tests in den einzelnen WBT sicher bestanden werden. WBT-Nr. WBT-Bezeichnung Dauer Bis wann bearbeitet? 1 Einführung in ERP-Systeme 90 Min Einführung in MS Dynamics NAV Vertrieb und Einkauf Einführung in MS Dynamics NAV Lager und Produktion Einführung in MS Dynamics NAV Finanzwesen Einführung in MS Dynamics NAV Vertrieb und Einkauf Unterstützungsfkt. Einführung in MS Dynamics NAV Lager und Produktion Unterstützungsfkt. 90 Min Min Min Min Min Tab.: Übersicht WBT-Serie Die Inhalte der einzelnen WBT werden im Reader zur WBT-Serie gezeigt. Alle WBT stehen Ihnen rund um die Uhr bis zum Ende der Vorlesungszeit online zur Verfügung. Sie können jedes WBT beliebig oft durcharbeiten. In jedem WBT sind enthalten: Vermittlung des Lernstoffes, interaktive Übungen zum Lernstoff, abschließende Tests zum Lernstoff.

9 Einführung in MS Dynamics NAV - 9 Tabellarische Übersicht über die Inhalte der WBT WBT Inhalt Literatur WBT 1 WBT 2 WBT 3 WBT 4 WBT 5 WBT 6 Merkmale, Funktionalitäten, Einsatzziele, Vor- und Nachteile, Auswahlkriterien, wichtige Systemanbieter von ERP- Systemen und Unterschiede zwischen ERP-Systemen, SCM- und CRM- Systemen Einführung in Benutzeroberfläche und Datenverwaltung in MS Dynamics NAV 2009 Bearbeiten von Verkaufsaufträgen, Auffinden eines Lieferanten, Erstellen eines Beschaffungsauftrags Buchen von Warenlieferungen, Abwickeln der Umlagerung, Erstellen von Fertigungsstücklisten und Arbeitsplänen Fertigstellen eines Fertigungsauftrages Erläuterung der Aufgaben des Finanzwesens Überprüfen, Erfassen und Stornieren von Finanzbuchungen Erstellen von Sachkonten Bearbeiten von Verkaufs- und Einkaufsreklamationen Administration der Preisberechnungsfunktionen im Vertrieb und im Einkauf Einrichtung eines Lagerorts vom Typ 3 (Hohe Komplexität) Anlegen eines Lagerorts mit Lagerzonen und Lagerplätzen Abts, Mülder Kapitel 7 Lusczak, Singer Kapitel 1, 2, 4 & 5 Lusczak, Singer Kapitel 6 & 7 Luszak, Singer Kapitel 9 Lusczak, Singer Kapitel 1, 2, 4 & 5 Luszak, Singer Kapitel 6

10 MA-Übung Einführung in MS Dynamics NAV WS 2014/2015 Einführung in MS Dynamics NAV Justus-Liebig-Universität Gießen Wintersemester 2014/2015 Prof. Dr. Axel C. Schwickert Dipl.-Kffr. Nicole Bodenbender MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 1 Organisatorisches zur Übung im MA-Modul IT-Governance Übung: Donnerstags, Uhr Hörsaal: PC-Pool/HS 27 Klausur: Termin noch offen / Stoff = Vorlesung + Übung Punkte: 6 MA-Credits durch erfolgreiche Teilnahme an einer 90-Minuten-Klausur der parallel stattfindenden Vorlesung IT-Governance Dozent: Dipl.-Kffr. Nicole Bodenbender Professur für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Justus-Liebig-Universität Gießen WWW [email protected] Fragen: Bitte per oder Sprechzeit nach den Übungen oder Sprechzeit nach Vereinbarung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 2

11 Organisatorisches zur Übung im MA-Modul IT-Governance Übungs-Termine: Donnerstags, Uhr (s. t.) bis Uhr eins Übungs-Ort: Übung im PC-Pool des Fachbereichs 1. Donnerstag, 16. Oktober 2014 WBT 1 + WBT 2 2. Donnerstag, 23. Oktober 2014 WBT 3 + WBT 4 3. Donnerstag, 30. Oktober 2014 PC-Pool (Eingangsprfg.) 4. Donnerstag, 06. November 2014 PC-Pool + WBT 5 5. Donnerstag, 13. November 2014 PC-Pool 6. Donnerstag, 20. November 2014 PC-Pool + WBT 6 7. Donnerstag, 27. November 2014 PC-Pool 8. Donnerstag, 04. Dezember 2014 PC-Pool 9. Donnerstag, 11. Dezember 2014 Übungsaufgaben 10. Donnerstag, 18. Dezember 2014 Fallstudienbearbeitung 11. Donnerstag, 15. Januar 2015 Fallstudienbearbeitung 12. Donnerstag, 22. Januar 2015 PC-Pool 13. Donnerstag, 29. Januar 2015 Fallstudienbearbeitung 14. Donnerstag, 05. Februar 2015 PC-Pool 14. Termin wird noch bekannt gegeben Abschlussklausur MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 3 Material & Service 1. Scriptum Frei im Download-Center Übungsfolien = Scriptum = klausurrelevanter Stoff mit Lessons learnt Achtung: Scriptum ist kein Lesebuch, sondern Begleitmaterial 2. Reader Geschützt im Download-Center Kennung: student / Passwort: abc123 Begleitmaterial zur Vertiefung des Stoffes: Durcharbeiten!! 3. Übungsaufgaben Frei im Download-Center Sammlung alter Klausuraufgaben mit Lösungshinweisen 4. Diskussionsforum Frei über die Web Site Öffentliches Forum zur Vorlesung für alle org. und inhaltliche Fragen 5. Klausur-Training Sitzung + Begleitmaterial Letzte Vorlesungssitzung = Klausur-Training plus F&A 6. Klausur-Ergebnisse online Geschützt im Download-Center Kennung: student / Passwort: abc Übungs-Evaluation online Geschützt im Download-Center Kennung: student / Passwort: abc123 Ergebnisse frei zugänglich nach Abschluss der Evaluation MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 4

12 Web Site zur zentralen Informationsversorgung Über die Web Site erhalten Sie aktuelle Informationen und per Download alle Skripte zu allen Lehrveranstaltungen. Papieraushänge und gedruckte Skripte nur in (angekündigten) Ausnahmefällen! MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 5 Web Site zur zentralen Informationsversorgung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 6

13 Web Site zur zentralen Informationsversorgung Alle Informationen zur Veranstaltung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 7 Web Site zur zentralen Informationsversorgung Alle WBT dauerhaft verfügbar MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 8

14 Literatur-Hinweise zur Übung Abts, Dietmar; Mülder, Wilhelm: Grundkurs Wirtschaftsinformatik Eine kompakte und praxisorientierte Einführung, 5. Auflage, Wiesbaden: Friedr. Vieweg & Sohn Verlag Lusczak, Andreas; Singer, Robert: Microsoft Dynamics NAV 2009 Grundlagen: Kompaktes Anwenderwissen zur Abwicklung von Geschäftsprozessen, 1. Auflage, Deutschland: Microsoft Press MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 9 Literatur-Hinweise zur Übung Das Wirtschaftsstudium - WISU: Allgemein sehr förderlich für Studierende der Wirtschaftswissenschaften Weitere: siehe READER zur Vorlesung (Download-Center) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 10

15 Ziele der Übung Ziele der Übung ERP-Systeme Grundlagen von ERP-Systemen Definition des ERP-Begriffs Abgrenzung und Einordnung von ERP-Systemen Hintergründe und Zusammenhänge der Abbildung von Geschäftsprozessen am Beispiel von MS Dynamics NAV Nachvollziehen unternehmensübergreifender betriebswirtschaftlicher Prozessabläufe Praktischer Umgang mit dem ERP-System MS Dynamics NAV Erwerben von Qualifikationen im Bereich Eigenstudium und Teamkompetenz MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 11 Die Cronus AG Die Cronus AG mittelständisches Unternehmen der Möbelbranche mit Unternehmensstandort Gießen, stellt Büromöbel her und vertreibt sie direkt an andere Unternehmen (z. B. Möbelhäuser) oder auch an Groß- und Einzelhändler, wichtig: nahezu alle Abteilungen der Cronus AG sind an der Abwicklung eines Kundenauftrags vom Auftragseingang bis zur Auslieferung der Ware beteiligt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 12

16 Die Abteilungen der Cronus AG Die Abteilungen der Cronus AG Die Cronus AG ist in mehrere Abteilungen untergliedert, die sich den primären und sekundären Aktivitäten innerhalb des Wertschöpfungsprozesses zuordnen lassen. Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Einkauf Produktion Vertrieb Cronus AG Cronus AG Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 13 Abläufe in der Cronus AG Abläufe in der Cronus AG Der Auftragsbearbeitungsprozess erfolgt in der Cronus AG entlang der Wertschöpfungskette. Zwischen den Abteilungen der Cronus AG existieren verschiedenste Leistungsbeziehungen. Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Primäre Aktivitäten Lager Legende: Informationsfluss Warenfluss Geldfluss MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 14

17 Gliederung A B C D Einführung in ERP-Systeme Vertrieb und Einkauf Lager und Produktion Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 15 Gliederung A Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen 1. Enterprise Resource Planning (ERP) 2. Grundlagen von ERP-Systemen 3. Auswahl und Einführung eines ERP-Systems 4. Die Benutzeroberfläche von MS Dynamics NAV MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 16

18 A.1 Enterprise Resource Planning (ERP) Enterprise Resource Planning (ERP) Zweck: Planung der im Unternehmen vorhandenen Ressourcen Ziel: ein möglichst effizienter Einsatz von Ressourcen für den betrieblichen Ablauf und die Optimierung der Steuerung von Geschäftsprozessen die Gesamtaufgabe des Enterprise Resource Planning wird in Unternehmen idealerweise durch sogenannte ERP- Systeme unterstützt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 17 A.1 Enterprise Resource Planning (ERP) Unternehmensziele mit ERP Ein Unternehmen wird nur erfolgreich bestehen können, wenn es dem Unternehmen gelingt, sich durch schnelle Produktmodifikation und Flexibilität im Unternehmen den Marktveränderungen und Kundenwünschen anzupassen und mit seinen Kosten den Marktpreisen zu folgen. Qualität Kosten Zeit MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 18

19 Gliederung A Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen 1. Enterprise Resource Planning (ERP) 2. Grundlagen von ERP-Systemen 3. Auswahl und Einführung eines ERP-Systems 4. Die Benutzeroberfläche von MS Dynamics NAV MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 19 A.2 Grundlagen von ERP-Systemen Vor der Einführung von ERP-Systemen: Jede Abteilung arbeitet mit eigenen Software-Lösungen die abteilungsübergreifend nicht miteinander verbunden sind. Vertrieb Lager Produktion MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 20

20 A.2 Grundlagen von ERP-Systemen Vor der Einführung von ERP-Systemen: Die fachlich verbundenen Abteilungen nutzen technisch unverbundene Insel-Systeme. Probleme: Mehrfacherfassungen, Medienbrüche, Zeitaufwand Inselsysteme Vertrieb Verkaufsaufträge Kundenstamm Artikelstamm Lager Lagerbestand Artikelstamm Einkauf Einkaufsbestellungen Lieferantenstamm Artikelstamm MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 21 A.2 Grundlagen von ERP-Systemen Weg von der Insel-Lösung hin zu integrierten Software-Lösungen In ERP-Systemen sind die fachlichen Aufgaben der Abteilungen eines Unternehmens auch technisch integriert. Ermöglicht z. B. die Bearbeitung von Aufträgen ohne Medienbrüche und Mehrfacherfassungen. die Grundidee der betriebswirtschaftlichen ERP-Software war entstanden. Die ersten Lösungen beinhalteten ein zentrales System, das die Daten speicherte und Zugänge zu den einzelnen Abteilungen, die unternehmensintern zeitgleich auf die Daten zugreifen konnten. Einkauf Produktion ERP-System Finanzen ERP- Datenbank Lager Vertrieb MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 22

21 A.2 Grundlagen von ERP-Systemen Funktionsbereiche von ERP-Systemen ERP-Systeme können Unternehmen in den unterschiedlichsten Funktionen unterstützen. ERP II Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden C R M SCM Primäre Aktivitäten Cronus AG Cronus AG MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 23 A.2 Grundlagen von ERP-Systemen Supply Chain Management Das Supply Chain Management (SCM) verfolgt den Gedanken der Integration von Vorlieferanten und Abnehmern mit der Integration aller unternehmensinternen Prozesse. Das SCM kann somit als ein "Lieferanten-Hersteller-Kunden-Verbund" beschrieben werden. Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Cronus AG Cronus AG SCM-System MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 24

22 A.2 Grundlagen von ERP-Systemen Customer Relationship Management Unter Customer Relation Management (CRM) versteht man die Kommunikationspolitik eines Unternehmens. Das CRM ist vollständig an den Kundenbedürfnissen ("Support") ausgerichtet. Die Kommunikations-, Distributions- und die Angebotspolitik werden integriert an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet. Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Cronus AG Cronus AG CRM-System MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 25 Gliederung A Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen 1. Enterprise Resource Planning (ERP) 2. Grundlagen von ERP-Systemen 3. Auswahl und Einführung eines ERP-Systems 4. Die Benutzeroberfläche von MS Dynamics NAV MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 26

23 A.3 Auswahl und Einführung eines ERP-Systems Auswahl eines ERP-Systems die richtige Entscheidung treffen. Kosten Qualität Wartung Requirements MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 27 A.3 Auswahl und Einführung eines ERP-Systems Auswahl eines ERP-Systems Standard-ERP-Systeme Anonymer Markt Hohe Anzahl von Kunden und Anwendern Spezifische Anforderungen der Benutzer unbekannt Großer, aber nur allgemein vordefinierter Funktionsumfang Konfiguration von Teilfunktionen (Customizing) möglich Individual-ERP-Systeme Speziell an Bedürfnisse und Anforderungen eines Unternehmens angepasst Customizing nicht erforderlich Nachteil: hohe Anschaffungskosten Enthält alle Funktionen der Prozesskette, die für Abwicklung der Geschäftsprozesse benötigt werden MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 28

24 A.3 Auswahl und Einführung eines ERP-Systems Auswahlkriterien für ERP-Systeme I Funktionsumfang Zukunftsfähigkeit MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 29 A.3 Auswahl und Einführung eines ERP-Systems Auswahlkriterien für ERP-Systeme II Usability Performance Kosten-Nutzen- Verhältnis MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 30

25 A.3 Auswahl und Einführung eines ERP-Systems Auswahlkriterien für ERP-Systeme III Flexibilität MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 31 A.3 Auswahl und Einführung eines ERP-Systems ERP-Systemanbieter MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 32

26 Gliederung A Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen 1. Enterprise Resource Planning (ERP) 2. Grundlagen von ERP-Systemen 3. Auswahl und Einführung eines ERP-Systems 4. Die Benutzeroberfläche von MS Dynamics NAV MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 33 A.4 Die Benutzeroberfläche von MS Dynamics NAV Adressleiste Abteilungen MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 34

27 A.4 Die Benutzeroberfläche von MS Dynamics NAV Arbeitsbereich MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 35 Gliederung A B C D Einführung in ERP-Systeme Vertrieb und Einkauf Lager und Produktion Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 36

28 Gliederung B Vertrieb und Einkauf 1. Die Abteilung Vertrieb 2. Debitoren- & Verkaufsverwaltung 3. Die Abteilung Einkauf 4. Kreditoren- & Einkaufsverwaltung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 37 B.1 Die Abteilung Vertrieb Die Aufgaben des Vertriebs im Überblick Bearbeitung von Verkaufsaufträgen Bearbeitung von Verkaufsreklamationen und -gutschriften Aktualisierung und Pflege von Debitorenund Artikelstammdaten Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 38

29 B.1 Die Abteilung Vertrieb Der Auftragsbearbeitungsprozess beginnt in der Regel im Vertrieb, z. B. wenn ein Kunde der Cronus AG einen Verkaufsauftrag erteilt. Die darin enthaltenen Artikel müssen ggf. beschafft oder produziert werden, bevor sie an den Kunden versendet werden können. Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 39 B.1 Die Abteilung Vertrieb Ein neuer Kunde fordert ein Angebot an, das später ggf. in einen Auftrag umgewandelt werden kann. Neuen Kunden in MS Dynamics NAV anlegen, Angebot erstellen, beim Kunden nachfassen und bei Erfolg in Auftrag umwandeln. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 40

30 B.1 Die Abteilung Vertrieb Erstellung eines Verkaufsangebots Erfassung eines Verkaufsauftrags (rechtlich verbindlich) Auftragsbestätigung Lieferung (Warenausgang) und Rechnung Zahlungseingang MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 41 B.1 Die Abteilung Vertrieb Verkauf: Zugang zu Kontakten, Debitoren, Verkäufern, Teams. Auftragsabwicklung: Zugang zu Debitoren, Angeboten, Aufträgen, Verkaufsreklamationen und Verkaufsgutschriften. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 42

31 B.1 Die Abteilung Vertrieb Aufgabe: Öffnen Sie das Modul Verkauf & Marketing und schauen Sie sich die verschiedenen Aufgabenbereiche an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 43 B.1 Die Abteilung Vertrieb Beachte: Vertrieb und Einkauf sind eng miteinander verknüpft Basis des Vertriebswesens: Debitoren- und Artikelstamm Korrekte Stammdaten sind Voraussetzung für die Arbeit im Vertrieb MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 44

32 Gliederung B Vertrieb und Einkauf 1. Die Abteilung Vertrieb 2. Debitoren- & Verkaufsverwaltung 3. Die Abteilung Einkauf 4. Kreditoren- & Einkaufsverwaltung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 45 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Der Debitorenstamm enthält alle wichtigen Informationen und Daten zu den Kunden des Unternehmens Register der Debitorenkarte: Allgemein Kommunikation Fakturierung Zahlung Lieferung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 46

33 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Anlegen eines neuen Debitors unter Abteilungen/Verkauf & Marketing/Verkauf/Debitoren Schaltfläche Neu MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 47 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Aufgabe: Öffnen Sie die Debitoren-Übersicht und schauen Sie sich den Debitor Singstar AG genauer an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 48

34 Im Fenster Allgemein werden die allgemeinen Informationen zu dem Debitor angegeben, wie die Adresse, eine Kontaktperson, der zuständige Verkäufer auf Seiten der Cronus AG etc. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Im Fenster Fakturierung werden die Bedingungen für die Erstellung der Rechnungen an den Kunden bestimmt. Dort wird unter anderem der Debitor ausgewählt, an den die Rechnung geschickt werden soll. Dieser muss nicht mit dem Debitor identisch sein, an den die Lieferungen gehen. Für die Singstar AG gilt jedoch, dass Rechnungsempfänger und Debitor identisch sind. In der Geschäfts- und Debitorenbuchungsgruppe werden Buchungen auf Sachkonten im Finanzwesen entsprechend der ausgewählten Gruppe, die an dem Geschäftsvorgang beteiligt ist, vorgenommen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

35 Im Fenster Zahlungen kann die Cronus AG ihren Kunden individuelle Zahlungskonditionen, z. B. unterschiedliche Zahlungsfristen und Skonti einräumen. Diese sind bei guten Kunden relativ großzügig, ganz im Gegensatz zu neuen Kunden wie der Singstar AG, bei denen das Risiko eines Zahlungsausfalls besteht. Aus diesem Grund räumen wir der Singstar AG ein Zahlungsziel von 21 Tagen ein. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Im Fenster Lieferung werden die Lieferbedingungen für unsere Kunden festgelegt. Der Lagerortcode bestimmt das Lager, aus dem der Kunde, hier die Singstar AG, bevorzugt beliefert werden soll. Des Weiteren wird dort festgelegt, ob die bestellten Artikel als Teil- oder Komplettlieferung an den Kunden versendet werden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

36 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Artikelstamm als zweite Basis der Vertriebsarbeit Abrufbar unter Abteilungen/Verkauf & Marketing/ Lager & Preise/Artikel Für das Vertriebswesen wichtige Informationen auf der Artikelkarte im Register Fakturierung: VK-Preis Rech.-Rabatt zulassen Artikelrabattgruppe Verkaufseinheitencode MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 53 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Aufgabe: Öffnen Sie die Artikelübersicht und schauen Sie sich den Artikel Promi-Sofa, rot genauer an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 54

37 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 55 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Folgende Preisberechnungsfunktionen stehen in MS Dynamics NAV zur Verfügung Verkaufspreise Zeilenrabatte Rechnungsrabatte Verkaufspreise und Zeilenrabatte werden auf Ebene des Artikels oder des Debitors angelegt, Rechnungsrabatte können lediglich auf Ebene des Debitors angelegt werden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 56

38 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Verkaufspreise sind absolute Rabatte ab einer bestimmten Verkaufsmenge, z. B. ab einer Verkaufsmenge von 10 Stück reduziert sich der Verkaufspreis des Artikels Nr S auf 1.600,00. und für einen bestimmten Debitor. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 57 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Zeilenrabatte sind prozentuale Rabatte ab einer bestimmten Verkaufsmenge, z. B. ab einer Verkaufsmenge von 10 Stück reduziert sich der Verkaufspreis des Artikels Nr S um 10%. und für einen bestimmten Debitor. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 58

39 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Rechnungsrabatte werden für einen bestimmten Debitor angelegt und greifen, sobald der Verkaufsauftrag eine bestimmte Summe übersteigt, z. B. ab einer Rechnungssumme von ,00 wird dem Debitor ein Rabatt von 10% gewährt. Beachte: Nicht über Artikelkarte, sondern nur über Debitorenkarte aufrufbar unter Verknüpfte Informationen/Verkauf/Rechnungsrabatte. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 59 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Aufgabe: Preisberechnungsfunktionen (Teil 1) Öffnen Sie nacheinander die verschiedenen Preisberechnungsfunktionen: Verkaufspreise, Zeilenrabatte und Rechnungsrabatte für den Artikel Promi-Sofa, rot und für die Singstar AG. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 60

40 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Debitorenpreisgruppen, Debitorenrabattgruppen und Artikelrabattgruppen zum Anlegen von Verkaufspreisen und Zeilenrabatten für ganze Gruppen von Debitoren und Artikeln MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 61 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Debitorenpreisgruppen (Verkaufspreise) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

41 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Debitorenrabattgruppen (Zeilenrabatte) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Die Debitorenpreisgruppe und die Debitorenrabattgruppe können in der Debitorenkarte im Register Fakturierung angegeben werden. Bestellt der Debitor die Mindestmenge eines in der zugeordneten Debitorenpreisgruppe bzw. Debitorenrabattgruppe enthaltenen Artikels, so wird im Verkaufsauftrag der rabattierte Preis veranschlagt bzw. der Zeilenrabatt automatisch berücksichtigt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

42 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Artikelrabattgruppen (Zeilenrabatte) In diesem Beispiel wurde ein Sonderrabatt für einen bestimmten Artikel festgelegt, der für alle Debitoren gilt. Bestellt ein beliebiger Debitor 10 Stück des Artikels Nr S, wird ihm automatisch ein Zeilenrabatt von 10% gewährt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Aufgabe: Preisberechnungsfunktionen (Teil 2) Öffnen Sie nacheinander die verschiedenen Preisberechnungsfunktionen: Debitorenpreisgruppen, Debitorenrabattgruppen und Artikelrabattgruppen MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 66

43 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsangebote und Verkaufsaufträge Das Verkaufsangebot bildet die Vorstufe zum Verkaufsauftrag Folgende Instrumente zur Auftragsabwicklung stehen in MS Dynamics NAV zur Verfügung: Verkaufsangebot Verkaufsaufträge Rahmenaufträge Verkaufsrechnungen Verkaufsreklamationen Verkaufsgutschriften MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 67 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

44 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsangebot Verkaufsangebote sind die letzte Stufe der Beantwortung einer Kundenanfrage und haben die Gewinnung von Kundenaufträgen zum Ziel. Der Kunde kann das Angebot annehmen oder ablehnen, angenommene Angebote können direkt in Verkaufsaufträge umgewandelt werden. Über die Schaltfläche Auftrag erst. wird das Angebot direkt in einen Verkaufsauftrag umgewandelt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 69 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsauftrag ist ein Kunde mit einem Angebot einverstanden, erteilt er einen Verkaufsauftrag. Die Mitarbeiter des Vertriebs prüfen die im Verkaufsauftrag enthaltenen Informationen und geben den Auftrag frei bevor sie eine Auftragsbestätigung an den Kunden schicken. Zeitgleich werden die erforderlichen Informationen an das Lager der Cronus AG weitergeleitet. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 70

45 Wenn ein Kundenauftrag eingeht, werden alle über den Kunden vorhandenen Informationen auf der Verkaufsauftragskarte übersichtlich zusammengeführt. Die Bearbeitungszeit für die Bestellung reduziert sich und Änderungswünsche von Kunden können flexibler erfüllt werden, wodurch der Service für die Kunden optimiert werden kann. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Neben den Informationen zum Kunden enthält die Verkaufsauftragskarte selbstverständlich auch Informationen zu den bestellten Artikeln. Eine wichtige Information ist z. B., aus welchem Lager welche Menge von Artikeln welcher Nr. zu entnehmen ist oder zu welchem VK-Preis die Artikel (hier die Spalte mit dem unrabattierten Preis) verkauft werden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

46 Die Debitorenverkaufshistorie stellt sämtliche Informationen zu allen jemals getätigten Transaktionen zwischen der Cronus AG und der Singstar AG zusammen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Im Fenster "VK-Zeilendetails" werden alle Informationen über den gerade selektierten Artikel zusammengefasst. Hier lässt sich direkt einsehen, dass die Verfügbarkeit des Artikels mit der Nr S negativ ist. D. h. es befinden sich mehr Artikel in einem Auftrag, als am Lager verfügbar sind. Der Artikel muss also bestellt oder produziert werden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

47 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Rahmenaufträge Rahmenaufträge werden benutzt, um längerfristige Lieferverträge abzubilden, zu denen einzelne Lieferabrufe durch den Kunden im Laufe der Zeit separat erfolgen. Die Erfassung erfolgt analog zur Erfassung normaler Verkaufsaufträge, Lieferung und Rechnung werden wie gewohnt über den abgerufenen Verkaufsauftrag abgewickelt. Um einen Abruf zu erzeugen, ist im Rahmenauftrag die gewünschte Menge in die Spalte Zu liefern einzutragen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 75 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsrechnungen werden im Zuge der weiteren Abwicklung eines Verkaufsauftrags erstellt und gebucht. Es gibt zwei Möglichkeiten der Erstellung und Buchung einer Verkaufsrechnung: Buchung von Rechnungen über Verkaufsaufträge. Direkte Erfassung von Verkaufsrechnungen, z. B. bei einem Barverkauf. Bei der direkten Erfassung von Verkaufsrechnungen erfolgt die Buchung der Rechnung in der Regel ohne separate Lieferung. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 76

48 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsrechnungen Bei der Buchung einer Verkaufsrechnung über den Verkaufsauftrag (= Fakturierung) wird die Verkaufsrechnung automatisch im Hintergrund von MS Dynamics NAV erstellt und direkt gebucht, d. h. die über den Verkaufsauftrag gebuchten Verkaufsrechnungen tauchen nicht in der Übersicht Verkaufsrechnungen unter Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/ Verkaufsrechnungen auf, sondern werden direkt in Gebuchte Belege verschoben. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 77 Buchung einer Verkaufsrechnung über einen Verkaufsauftrag MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

49 Direkte Erfassung einer Verkaufsrechnung In der Verkaufsrechnung sind die gleichen Informationen anzugeben wie in einem Verkaufsauftrag. Die Buchung einer Lieferung ist hier nicht möglich bzw. erforderlich. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsreklamation und -gutschrift Die Bearbeitung von Reklamationen und Gutschriften im Verkauf dient dazu, Mängel und Qualitätsabweichungen gelieferter Artikel und Dienstleistungen zu korrigieren. Dies kann in Form von Reparaturen und Warenrücksendungen oder durch Preisnachlässe geschehen. Zur Abwicklung von Kundenreklamationen stehen folgende Instrumente zur Verfügung: Verkaufsreklamationen Verkaufsgutschriften Verkaufsaufträge Verkaufsrechnungen MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 80

50 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsreklamation und -gutschrift Die Verkaufsreklamation bietet analog zu Verkaufsaufträgen die Möglichkeit, Lieferungen (Warenrücksendungen) getrennt von der Fakturierung (Gutschrift) zu buchen. Dies unterscheidet sie von der Verkaufsgutschrift, bei der stets die Gesamtmenge gleichzeitig geliefert und fakturiert (gutgeschrieben) wird, Verkaufsgutschriften werden daher meist für Wertgutschriften (Preisnachlässe) verwendet. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 81 B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Auftragsabwicklung: Verkaufsreklamation und -gutschrift Die Nutzung des Instruments Verkaufsauftrag für eine Kundenreklamation ist durch Erfassung einer Rücklieferungszeile über eine negative Auftragsmenge möglich. Analog dazu kann in einer Verkaufsrechnung eine Gutschriftzeile über eine negative Rechnungsmenge erfasst werden. In der Regel wird z. B. bei einem Austausch der Ware in der Verkaufsreklamation eine weitere Zeile mit einer negativen Menge des Artikels hinzugefügt und mit der Funktion Negative Zeilen übertragen ein neuer Verkaufsauftrag erstellt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 82

51 Durch Klick auf diese Schaltfläche werden alle gebuchten Verkaufsaufträge der Singstar AG abgerufen. Der zu stornierende Verkaufsauftrag bzw. die zu stornierenden Zeilen werden automatisch in die Verkaufsreklamation übertragen. Diese manuell eingetragene Zeile wird durch Klick auf Aktionen/Funktion/ Negative Zeilen übertragen in einen neuen Verkaufsauftrag übernommen, der anschließend wie gewohnt bearbeitet werden kann (z. B. bei Tausch). MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender B.2 Debitoren- & Verkaufsverwaltung Aufgabe: Auftragsabwicklung Öffnen Sie im Modul Verkauf & Marketing die Auftragsabwicklung und schauen Sie sich folgende Funktionen genauer an: Verkaufsauftrag Verkaufsrechnung und Verkaufsreklamation MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 84

52 Gliederung B Vertrieb und Einkauf 1. Die Abteilung Vertrieb 2. Debitoren- & Verkaufsverwaltung 3. Die Abteilung Einkauf 4. Kreditoren- & Einkaufsverwaltung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 85 B.3 Die Abteilung Einkauf Die Aufgaben des Einkaufs im Überblick Erstellung von Einkaufsbestellungen Bearbeitung von Einkaufsreklamationen und -gutschriften Anlage und Pflege von Kreditorenund Artikelstammdaten Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 86

53 B.3 Die Abteilung Einkauf Der Auftragsbearbeitungsprozess setzt sich in der Regel im Einkauf fort, z. B. wenn für einen Verkaufsauftrag benötigte Artikel bei den Lieferanten der Cronus AG beschafft werden müssen. Die Lieferungen gehen anschließend im Lager der Cronus AG ein und werden dort geprüft, bevor sie an den Kunden versendet werden. Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 87 B.3 Die Abteilung Einkauf Erfassung einer Einkaufsanfrage Erfassung einer Einkaufsbestellung (rechtlich verbindlich) Bestellbestätigung Lieferung (Wareneingang) und Rechnung Zahlungsausgang MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 88

54 B.3 Die Abteilung Einkauf Planung: Zugang zu Artikeln, Kreditoren, Verkaufsaufträgen, Fertigungsaufträgen, etc. Bestellungsabwicklung: Zugang zu Kreditoren, Einkaufsanfragen, Bestellungen, Einkaufsreklamationen, Umlagerungsaufträgen, etc. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 89 B.3 Die Abteilung Einkauf Aufgabe: Öffnen Sie das Modul Einkauf und schauen Sie sich die verschiedenen Aufgabenbereiche an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 90

55 B.3 Die Abteilung Einkauf Beachte: Einkauf und Vertrieb sind eng miteinander verknüpft Basis des Einkaufs: Kreditoren- und Artikelstamm Korrekte Stammdaten sind Voraussetzung für die Arbeit im Einkauf MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 91 Gliederung B Vertrieb und Einkauf 1. Die Abteilung Vertrieb 2. Debitoren- & Verkaufsverwaltung 3. Die Abteilung Einkauf 4. Kreditoren- & Einkaufsverwaltung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 92

56 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Der Kreditorenstamm enthält alle wichtigen Informationen und Daten zu den Lieferanten des Unternehmens Register der Kreditorenkarte: Allgemein Kommunikation Fakturierung Zahlung Lieferung Außenhandel MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 93 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Anlegen eines neuen Kreditors unter Abteilungen/Einkauf/Planung/Kreditoren Schaltfläche Neu MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 94

57 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Aufgabe: Öffnen Sie die Kreditoren-Übersicht und schauen Sie sich den Kreditor Angel-Design GmbH genauer an MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 95 Im Fenster Allgemein werden die allgemeinen Informationen zu dem Kreditor angegeben, wie die Adresse, eine Kontaktperson, der zuständige Einkäufer auf Seiten der Cronus AG etc. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

58 Im Fenster Fakturierung werden die Bedingungen für die Erstellung der Rechnungen des Lieferanten bestimmt. Dort wird unter anderem der Kreditor ausgewählt, an den die Zahlung gesendet werden soll. Dieser muss nicht mit dem Kreditor identisch sein, von dem die Lieferung kommt. Im In der Geschäfts- und Kreditorenbuchungsgruppe werden Buchungen auf Sachkonten Fenster im Finanzwesen Zahlungen werden entsprechend die Zahlungskonditionen der ausgewählten erfasst, Gruppe, die die mit an dem Lieferanten Geschäftsvorgang vereinbart wurden beteiligt (Zahlungsfristen ist, vorgenommen. und Skonti). Die Angel-Design GmbH offeriert der Cronus AG ein Zahlungsziel von 40 Tagen, bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen werden 4% Skonto gewährt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Im Fenster Fakturierung werden die Bedingungen für die Erstellung der Rechnungen des Lieferanten bestimmt. Dort wird unter anderem der Kreditor ausge- Im Fenster Lieferung werden die Standard-Lieferbedingungen definiert. Der Lagerortcode bestimmt das Lager, in das der Lieferant, hier die Angel-Design GmbH, bevorzugt wählt, an den die Zahlung gesendet werden soll. Dieser muss nicht mit dem Kreditor identisch sein, von dem die Lieferung kommt. liefern soll. Außerdem kann angegeben werden, wie hoch die Beschaffungszeit in der Regel ist. In der Geschäfts- und Kreditorenbuchungsgruppe werden Buchungen auf Sachkonten im Finanzwesen entsprechend der ausgewählten Gruppe, die an dem Geschäftsvorgang beteiligt ist, vorgenommen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

59 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Artikelstamm als zweite Basis der Arbeit im Einkauf Abrufbar unter Abteilungen/Einkauf/ Planung/Artikel Für den Einkauf wichtige Informationen auf der Artikelkarte in den Registern Fakturierung und Beschaffung: EK-Preis Rech.-Rabatt zulassen Einkaufseinheitencode Beschaffungsmethode Kreditorennummer MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 99 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

60 ÜBUNG - Stammdaten Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (10 Minuten) Aufgabe 1a siehe Folien siehe WBT 2, Kapitel 2 Aufgabe 1b siehe Folien sowie siehe WBT 2, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender ÜBUNG Vertrieb und Auftragsabwicklung Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (20 Minuten) Aufgabe 2 siehe Folien siehe WBT 2, Kapitel 1 Aufgabe 3 siehe Folien siehe WBT 2, Kapitel 1 Aufgabe 4 siehe Folie 75 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

61 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Folgende Preisberechnungsfunktionen stehen in MS Dynamics NAV zur Verfügung Einkaufspreise Zeilenrabatte Rechnungsrabatte Einkaufspreise und Zeilenrabatte werden auf Ebene des Artikels oder des Kreditors angelegt, Rechnungsrabatte können lediglich auf Ebene des Kreditors angelegt werden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 103 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Einkaufspreise sind absolute Rabatte ab einer bestimmten Einkaufsmenge, z. B. ab einer Einkaufsmenge von 10 Stück reduziert sich der Einkaufspreis des Artikels Nr S auf 1.000,00. und bei einem bestimmten Kreditor. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 104

62 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Zeilenrabatte sind prozentuale Rabatte ab einer bestimmten Einkaufsmenge, z. B. ab einer Einkaufsmenge von 10 Stück reduziert sich der Einkaufspreis des Artikels Nr S um 10%. und bei einem bestimmten Kreditor. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 105 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Preisberechnungsfunktion: Rechnungsrabatte werden für einen bestimmten Kreditor angelegt und greifen, sobald die Einkaufsbestellung eine bestimmte Summe übersteigt, z. B. ab einer Rechnungssumme von ,00 wird vom Kreditor ein Rabatt von 10% gewährt. Beachte: Nicht über Artikelkarte, sondern nur über Kreditorenkarte aufrufbar unter Verknüpfte Informationen/Einkauf/Rechnungsrabatte. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 106

63 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Aufgabe: Preisberechnungsfunktionen Öffnen Sie nacheinander die verschiedenen Preisberechnungsfunktionen: Einkaufspreise, Zeilenrabatte und Rechnungsrabatte für den Artikel Promi-Sofa, rot und für die Angel-Design GmbH. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 107 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsanfragen und Bestellungen Die Einkaufsanfrage bildet die Vorstufe zur Einkaufsbestellung Folgende Instrumente zur Bestellabwicklung stehen in MS Dynamics NAV zur Verfügung: Einkaufsanfragen Einkaufsbestellungen Rahmenbestellungen Einkaufsrechnungen Einkaufsreklamationen Einkaufsgutschriften MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 108

64 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsanfrage Einkaufsanfragen dienen als Vorstufe zu einer Bestellung und bieten grundlegende Unterstützung für die Erfassung von internen Bestellanforderungen und die Erfassung von Angeboten, die von Kreditoren eintreffen. Über die Schaltfläche Bestellung erst. wird die Anfrage direkt in eine Einkaufsbestellung umgewandelt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 110

65 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsbestellung ist die Cronus AG mit dem Angebot eines Lieferanten einverstanden, wird die Bestellung aufgegeben. Die Mitarbeiter des Einkaufs prüfen die in der Bestellung enthaltenen Informationen und geben die Bestellung frei bevor sie sie an den Lieferanten schicken. Zeitgleich werden die erforderlichen Informationen an das Lager der Cronus AG weitergeleitet, wo die Ware eingelagert wird, sobald sie dort eintrifft. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 111 Wenn eine Einkaufsbestellung aufgegeben wird, werden alle über den Lieferanten vorhandenen Informationen auf der Einkaufsbestellungsskarte übersichtlich zusammengeführt, was die Bearbeitungszeit für die Bestellung reduziert. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

66 Neben den Informationen zum Lieferanten enthält die Verkaufsauftragskarte selbstverständlich auch Informationen zu den bestellten Artikeln. Eine wichtige Information ist z. B., in welches Lager welche Menge von Artikeln welcher Nr. bestellt wurde. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Die Kreditorenstatistik stellt die finanzbuchhalterischen Informationen über einen Lieferanten übersichtlich zusammen. Hier kann der Einkäufer auf einen Blick einsehen, wie hoch der aktuelle Saldo des Kreditors ist. Weiterhin ist einsehbar, wie hoch der aktuelle finanzielle Bestand laufender Bestellungen ist, was z. B. als Grundlage für weitere Preisverhandlungen dienen kann. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

67 Die Kreditorenhistorie stellt sämtliche Informationen zu allen jemals getätigten Transaktionen zwischen der Cronus AG und dem Lieferanten zusammen. So ist z. B. die Anzahl derzeit laufender Bestellungen aufgeführt oder die Anzahl der gebuchten Wareneingänge. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Rahmenbestellungen Rahmenbestellungen werden benutzt, um längerfristige Lieferverträge abzubilden, zu denen einzelne Lieferabrufe im Laufe der Zeit separat erfolgen. Die Erfassung erfolgt analog zur Erfassung normaler Einkaufsbestellungen, Lieferung und Rechnung werden wie gewohnt über die abgerufenen Einkaufsbestellung abgewickelt. Um einen Abruf zu erzeugen, ist in der Rahmenbestellung die gewünschte Menge in die Spalte Zu liefern einzutragen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 116

68 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsrechnungen werden im Zuge der weiteren Abwicklung einer Bestellung erstellt und gebucht. Es gibt drei Möglichkeiten der Erstellung und Buchung einer Einkaufsrechnung: Buchung von Rechnungen über Einkaufsbestellungen. Direkte Erfassung von Einkaufsrechnungen, z. B. bei einem Bareinkauf. Mit Hilfe des Fibu Buch.-Blatts (siehe Abschnitt D). MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 117 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsrechnungen Bei der Buchung einer Einkaufsrechnung über die Einkaufsbestellung (= Fakturierung) wird die Einkaufsrechnung automatisch im Hintergrund von MS Dynamics NAV erstellt und direkt gebucht, d. h. die über die Bestellung gebuchten Einkaufsrechnungen tauchen nicht in der Übersicht Einkaufsrechnungen unter Abteilungen/Einkauf/Bestellungsabwicklung/Einkaufsrechnungen auf, sondern werden direkt in Gebuchte Belege verschoben. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 118

69 Buchung einer Einkaufsrechnung über eine Bestellung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Direkte Erfassung einer Einkaufsrechnung Mit dieser Einkaufsrechnung ist eine Dienstleistung abgerechnet worden. Die Buchung einer Lieferung ist hier nicht möglich bzw. erforderlich. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

70 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsreklamation und -gutschrift Die Bearbeitung von Reklamationen und Gutschriften im Einkauf dient dazu, Mängel und Qualitätsabweichungen gelieferter Artikel und Dienstleistungen zu korrigieren. Dies kann in Form von Reparaturen, Tausch und Warenrücksendungen oder durch Wertgutschriften geschehen. Zur Abwicklung von Reklamationen stehen folgende Instrumente zur Verfügung: Einkaufsreklamationen Einkaufsgutschriften Einkaufsbestellungen MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 121 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsreklamation und -gutschrift Die Einkaufsreklamation bietet analog zu Einkaufsbestellungen die Möglichkeit, Lieferungen (Warenrücksendungen) getrennt von der Fakturierung (Gutschrift) zu buchen. Dies unterscheidet sie von der Einkaufsgutschrift, bei der stets die Gesamtmenge gleichzeitig geliefert und fakturiert (gutgeschrieben) wird, Einkaufsgutschriften werden daher meist für Wertgutschriften verwendet. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 122

71 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Bestellabwicklung: Einkaufsreklamation und -gutschrift Die Nutzung des Instruments Bestellung für eine Reklamation ist durch Erfassung einer Rücklieferungszeile über eine negative Bestellmenge möglich. In der Regel wird z. B. bei einem Austausch der Ware in der Einkaufsreklamation eine weitere Zeile mit einer negativen Menge des Artikels hinzugefügt und mit der Funktion Negative Zeilen übertragen eine neue Einkaufsbestellung erzeugt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 123 Durch Klick auf diese Schaltfläche werden alle gebuchten Bestellungen der Angel- Design GmbH abgerufen. Die zu stornierende Bestellung bzw. die zu stornierenden Zeilen werden automatisch in die Einkaufsreklamation übertragen. Diese manuell eingetragene Zeile wird durch Klick auf Aktionen/Funktion/ Negative Zeilen übertragen in eine neue Bestellung übernommen, die anschließend wie gewohnt bearbeitet werden kann (z. B. bei Tausch). MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

72 B.4 Kreditoren & Einkaufsverwaltung Aufgabe: Bestellabwicklung Öffnen Sie im Modul Einkauf die Bestellungsabwicklung und schauen Sie sich folgende Funktionen genauer an: Einkaufsbestellung Einkaufsrechnung und Einkaufsreklamation MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 125 ÜBUNG Einkauf und Auftragsabwicklung Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (20 Minuten) Aufgabe 5 siehe Folie 97 Aufgabe 6 siehe Folien sowie 104 siehe WBT 2, Kapitel 2 sowie WBT 5, Kapitel 2 Aufgabe 7 siehe Folie 105 siehe WBT 5, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

73 ÜBUNG Einkauf und Auftragsabwicklung Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (10 Minuten) Aufgabe 9 siehe Folien siehe WBT 2, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender Gliederung A B C D Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen Beschaffung und Vertrieb Lager und Produktion Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 128

74 Gliederung C Lager und Produktion 1. Die Abteilung Produktion 2. Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge 3. Die Abteilung Lager 4. Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 129 C.1 Die Abteilung Produktion Die Aufgaben der Produktion im Überblick Erstellung und Abwicklung von Fertigungsaufträgen Planung von Produktionskapazitäten Erstellung von Arbeitsplänen und Stücklisten Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 130

75 C.1 Die Abteilung Produktion Der Auftragsbearbeitungsprozess setzt sich in der Regel in der Produktion fort, z. B. wenn für einen Verkaufsauftrag benötigte Artikel produziert werden müssen. Diese Artikel werden anschließend im Lager eingelagert, bevor sie an den Kunden versendet werden. Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 131 C.1 Die Abteilung Produktion Der Fertigungsprozess Fertigungsprozess Einrichtung und Verwaltung der produktionsbezogenen Stammdaten Erstellung von Fertigungsaufträgen Buchung des Materialverbrauchs, der Produktionszeiten und der produzierten Artikel Planung und Kontrolle der Produktionskapazitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 132

76 C.1 Die Abteilung Produktion Fertigungsstammdaten: Zugang zu Artikeln, Fertigungsstücklisten, Arbeitsplänen, etc. Auftragssteuerung: Zugang zu Fertigungsaufträgen, Verbrauchsund Istmeldungs Buch.-Blättern, etc. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.1 Die Abteilung Produktion Aufgabe: Öffnen Sie das Modul Produktion und schauen Sie sich die verschiedenen Aufgabenbereiche an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

77 Gliederung C Lager und Produktion 1. Die Abteilung Produktion 2. Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge 3. Die Abteilung Lager 4. Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 135 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Folgende Komponenten sind für den Fertigungsprozess von Bedeutung: Produktionsstruktur: wird in einer sogenannten Fertigungsstückliste verwaltet. Es handelt sich dabei um hierarchische Strukturen, die die Zusammensetzung der einzelnen Artikel kennzeichnen. Produktionsressourcen: wird in einem Betriebskalender gepflegt. Es handelt sich hierbei z. B. um Maschinen oder Menschen. Produktionsprozess: wird in einem Arbeitsplan definiert. Er enthält die Reihenfolge der auszuführenden Tätigkeiten zur Herstellung eines Produktes. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 136

78 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Der Fertigungsprozess der Cronus AG lässt sich in mehrere Schritte unterteilen. Die benötigten Materialien werden aus dem Lager entnommen und in der Produktionshalle mit Hilfe von Maschinen und Werkzeugen zu Möbelstücken der Angebotspalette gefertigt. 1 Die verschiedenen Holzplatten werden mit Lasern vermessen. 2 Anschließend werden sie automatisch in exakte Formen zugeschnitten und lackiert. 3 Und zum Schluss zu einem fertigen Möbelstück verbaut. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 137 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Dem Fertigungsprozess für einen bestimmten Artikel liegen verschiedene fertigungsrelevante Stammdaten zu Grunde, die als Rezept für die Herstellung eines Artikels dienen. Fertigungsstückliste (Materialien) Arbeitsplan (Ressourcen) Die Fertigungsstückliste für den Artikel Promi-Liegestuhl, schwarz besteht aus zwei Materialien: Artikel-Nr Sitzfläche Promi-Liegestuhl und Artikel-Nr Metallfuß Promi-Liegestuhl. Für manche selbst hergestellten Artikel ist auch ein Arbeitsplan anzulegen, in dem die jeweils benötigen Fertigungsschritte (Arbeitsplätze) und die Zeiten für diese Fertigungsschritte festgelegt werden. Die Komponenten des Promi-Liegestuhls werden nur montiert, weshalb kein Arbeitsplan erforderlich ist. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 138

79 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Produktionsplanung: Arbeitspläne beinhalten die nötigen Ressourcen zur Herstellung eines Artikels Wichtig, um die zeitliche Verfügbarkeit der Ressource bei der Planung von Fertigungsaufträgen zu berücksichtigen Drei verschiedene Ebenen von Fertigungskapazitäten Arbeitsplätze Arbeitsplatzgruppen Abteilungen (als Container) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 139 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Produktionsplanung: Arbeitspläne Beschreiben eine Reihe von Arbeitsgängen zur Herstellung eines Artikels Arbeitsgänge können am Arbeitsplatz oder an einer Arbeitsplatzgruppe ausgeführt werden Zentrale Frage: Wie viel Zeit wird für die Herstellung eines Produkts benötigt? MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 140

80 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Produktionsplanung: Betriebskalender & Kapazitäten Legt verfügbare Arbeitszeit innerhalb der Arbeitsplatzgruppen fest Die Einrichtung erfolgt in vier Schritten: 1. Anlegen von Schichten unter Abteilungen/Verwaltung/Anwendung/ Einrichtung/Produktion/Schichten 2. Anlegen des Betriebskalenders unter Abteilungen/Verwaltung/Anwendung/ Einrichtung/Produktion/Betriebskalender 3. Anlegen von Arbeitstagen und Feiertagen 4. Berechnung der zur Verfügung stehenden monatlichen Produktionskapazität MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 141 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Artikelstamm als zweite Basis der Fertigung Abrufbar unter Abteilungen/Produktion/ Fertigungsstammdaten/Artikel Für die Produktion wichtige Informationen auf der Artikelkarte im Register Beschaffung: Beschaffungsmethode Produktionsart Fert.-Stücklistennr. Arbeitsplannr. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 142

81 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Arten von Fertigungsaufträgen Simulierte FA: Genutzt für Kalkulationen und Preisfindungen. Geplante FA: Vom System automatisch erstellte Vorschläge zur Deckung aller Unternehmensbedarfe. Fest geplante FA: Manuell angelegte FA, die durch Planungsroutinen nicht mehr verändert werden. Freigegebene FA: Freigabe für die Produktion; nur auf diese FA kann ein Material- bzw. Ressourcenverbrauch gebucht werden. Beendete FA: Nach Buchung von Material- und Ressourcenverbrauch wird der FA auf Beendet gesetzt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 144

82 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Abwicklung eines Fertigungsauftrags Anlegen eines neuen Fest geplanten FA unter Abteilungen/ Produktion/Auftragssteuerung/Fest geplante FA Freigeben des neu erstellten Fest geplanten FA und Überwachung der Produktion. Nach Freigabe des FA wird dieser automatisch in Abteilungen/Produktion/ Auftragssteuerung/Freigegebene FA verschoben. Erfassung des Materialverbrauchs (Verbrauchs Buch.-Blatt) und der Fertigstellung der Artikel (Istmeldungs Buch.-Blatt), jeweils abrufbar unter Abteilungen/Produktion/ Auftragssteuerung. Beendigung des Fertigungsauftrags. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 145 C.2 Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge Fertigungsaufträge können auch direkt aus einem Verkaufsauftrag heraus erzeugt werden bzw. sich auf einen Verkaufsauftrag beziehen. In diesem Fall wird dann unter Herkunftsart Verkaufsauftrag angegeben und unter Herkunftsnr. der entsprechende Verkaufsauftrag ausgewählt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

83 Gliederung C Lager und Produktion 1. Die Abteilung Produktion 2. Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge 3. Die Abteilung Lager 4. Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 147 C.3 Die Abteilung Lager Die Aufgaben des Lagers im Überblick Ein-, Aus- und Umlagerung von Artikeln Kontrolle und Überwachung von Lagerbeständen Durchführen von Inventuren Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 148

84 C.3 Die Abteilung Lager Der Auftragsbearbeitungsprozess setzt sich in der Regel im Lager fort, z. B. wenn für einen Verkaufsauftrag benötigte Artikel bei Lieferanten bestellt wurden und anschließend im Lager eintreffen oder wenn im Lager befindliche Ware an Kunden der Cronus AG versendet wird. Sekundäre Aktivitäten Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Lager Primäre Aktivitäten MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 149 C.3 Die Abteilung Lager Waren- und Informationsflüsse in MS Dynamics NAV Wareneingangsprozesse (Warenempfang und Einlagerung) Interne Lagerprozesse (Bereitstellung von Artikeln) Warenausgangsprozesse (Kommissionierung und Versand) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 150

85 C.3 Die Abteilung Lager Aufträge & Kontakte: Zugang zu Kreditoren, Bestellungen, Debitoren, Aufträgen, etc. Logistikmanagement: Zugang zu Einlagerungen und Kommissionierungen. Planung & Ausführung: Zugang zu Artikeln, Wareneingängen, Warenausgängen, etc. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.3 Die Abteilung Lager Aufgabe: Öffnen Sie das Modul Lager und schauen Sie sich die verschiedenen Aufgabenbereiche an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

86 Gliederung C Lager und Produktion 1. Die Abteilung Produktion 2. Der Fertigungsprozess: Produktionsplanung und Fertigungsaufträge 3. Die Abteilung Lager 4. Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 153 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Lagerorte der Cronus AG Die Cronus AG verfügt über mehrere Lagerorte, die sich hinsichtlich der Komplexität ihres Aufbaus unterscheiden. Bei großen Lagerorten ist es z. B. zweckmäßig, die Vorgänge innerhalb des Lagers, sprich die sogenannten Logistikaktivitäten, auch in MS Dynamics NAV abzubilden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 154

87 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Typen von Lagerorten Typ 1 - Geringe Komplexität: Die einfachste Variante sind Lagerorte ohne Beachtung von Logistikaktivitäten. In Lagerorten dieses Typs wird lediglich die Änderung des Lagerbestands erfasst, ohne Logistikaktivitäten zu dokumentieren (Lager ROT). Typ 2 - Mittlere Komplexität: Bei Lagerorten mittlerer Komplexität ist es erforderlich, den Warenein- bzw. -ausgang gesondert im System zu verbuchen und damit den Einlagerungsbzw. Auslagerungsvorgang zu dokumentieren (Lager GELB, GRÜN, BLAU). Typ 3 - Hohe Komplexität: Die Lagerorte dieses Typs verfügen über verschiedene Lagerzonen, die wiederum in Lagerplätze unterteilt sind. Einlagerung, Kommissionierung und Auslagerung werden detailliert mit dem System überwacht und dokumentiert. So ist es bei der Einlagerung z. B. erforderlich, die Lagerzone und den Lagerplatz anzugeben, auf den die Ware verbracht wird (Lager WEISS und GIESSEN). MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 155 Lagerorte vom Typ 3: Lager GIESSEN Qualitätskontrolle Bereich A Bereich B Wareneingang Warenausgang Kommissionierung Bereich A Bereich B Produktion Fertigungsbereitstellung MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 156

88 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Lagerorte vom Typ 3: Lager GIESSEN Wareneingang: In der Zone Wareneingang werden Lieferungen an die Cronus AG entgegengenommen. Die Lagermitarbeiter packen die Ware aus, kontrollieren sie auf Vollständigkeit und Unversehrtheit und bereiten sie für die dauerhafte Einlagerung vor. Kommissionierung: In der Zone Kommissionierung werden die Artikel der Cronus AG dauerhaft eingelagert. Die Ware wird nach Kontrolle im Wareneingang in die Zone Kommissionierung verbracht, wo sie gelagert wird, bis sie für den Versand benötigt wird. Auch die selbst hergestellten Artikel aus der Produktion werden nach Fertigstellung in dieser Zone eingelagert. Warenausgang: In der Zone Warenausgang werden die Artikel der Cronus AG für den Versand vorbereitet. Die Artikel, die versendet werden sollen, werden aus der Zone Kommissionierung entnommen und in der Zone Warenausgang entsprechend verpackt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 157 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Lagerorte vom Typ 3: Lager GIESSEN Qualitätskontrolle: In der Zone Qualitätskontrolle werden beschädigte Artikel zwischengelagert und ggf. repariert. Dies kann sowohl von Lieferanten gelieferte Artikel betreffen, die Mängel aufweisen, als auch von Kunden der Cronus AG reklamierte Ware, die repariert oder getauscht werden soll. Produktion: In der Zone Produktion werden die Materialien, die für die Fertigung und Montage der Möbelstücke benötigt werden, gelagert. Dieser Bereich kann auch als Fertigungsbereitstellungszone bezeichnet werden. Für die Produktion benötigte Materialien, wie z. B. die Komponente "Sitzfläche Promi-Liegestuhl", werden aus dieser Zone entnommen und in die Produktionshalle gebracht, wo die Fertigung der Möbelstücke erfolgt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 158

89 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Aufgabe: Öffnen Sie den Lagerort GIESSEN und schauen Sie sich folgendes an die Lagerortkarte mit ihren Registern, die Zonen und die Lagerplätze. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 159 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Lager-Management Eines der Ziele der Cronus AG ist es, die Betriebsführung der Lagerorte zu optimieren (Lager-Management). Um dieses Ziel zu erreichen, müssen der Waren- und Informationsfluss sowie die Ein- und Auslagerung der Artikel und die Lagerplatzhaltung optimiert werden. Ziele: Fehlerreduktion Reduktion von Kosten- und Zeitaufwand Just-In-Time-Anlieferung von Artikeln und Materialien Just-In-Time-Auslieferung von Artikeln MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 160

90 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Wareneingang und Einlagerung I Bei Lagerorten vom Typ 3, wie dem Lager GIESSEN, werden die ablaufenden Logistikaktivitäten von den Mitarbeitern der Abteilung Lager in MS Dynamics NAV dokumentiert. Sobald die Ware, z. B. zu einer Bestellung, im Lager eintrifft, ruft ein Lagermitarbeiter die entsprechende Bestellung auf und erstellt einen Wareneingangskopf. Nach Kontrolle der darin angegebenen Informationen und Angabe der im Lager eingetroffenen Menge in der Spalte Menge akt. Lieferung (kann z. B. bei einer Teillieferung weniger sein als die Gesamtmenge) wird der Wareneingang gebucht. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 161 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

91 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Wareneingang und Einlagerung II Durch Buchung des Wareneingangs wird automatisch ein Einlagerungsbeleg erstellt, der im nächsten Schritt zu bearbeiten ist. Im Einlagerungsbeleg wird der Ware ein geeigneter Lagerplatz in der Zone Kommissionierung zugewiesen. Die eingetroffenen Artikel werden also von der Zone Wareneingang in die Zone Kommissionierung transferiert, wo sie dauerhaft eingelagert werden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 164

92 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 165 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Prüfung des Lagerplatzinhalts und der Bestellung Nach der Registrierung der Einlagerung sollte der Lagerplatzinhalt für den angegebenen Lagerplatz in der Zone Kommissionierung geprüft werden. Der Lagerplatzinhalt ist einsehbar unter Lager > Logistikmanagement > Lagerplatzinhalt. Auch die Bestellung sollte noch einmal dahingehend geprüft werden, ob alle Informationen richtig übernommen wurden. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 166

93 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 167 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

94 ÜBUNG Lager und Auftragsabwicklung Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (15 Minuten) Aufgabe 11 und 12 siehe Folien siehe WBT 3, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Kommissionierung und Warenausgang I Bei Lagerorten vom Typ 3, wie dem Lager GIESSEN, werden die ablaufenden Logistikaktivitäten von den Mitarbeitern der Abteilung Lager in MS Dynamics NAV dokumentiert. Sobald Ware, z. B. zur Abwicklung eines Auftrags, aus dem Lager verschickt werden soll, ruft ein Lagermitarbeiter den entsprechenden Auftrag auf und erstellt einen Warenausgangskopf. Nach Kontrolle der darin angegebenen Informationen wird eine Kommissionierung erstellt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 170

95 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 171 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

96 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Kommissionierung und Warenausgang II Durch Erstellen der Kommissionierung wird automatisch ein Kommissionierungsbeleg erstellt, der im nächsten Schritt zu bearbeiten ist. Im Kommissionierungsbeleg wird in der Spalte Bewegungsmenge die Menge eingetragen, die verschickt werden soll (kann z. B. bei einer Teillieferung weniger sein als die Gesamtmenge). Außerdem wird von MS Dynamics NAV automatisch ein Lagerplatz der Zone Kommissionierung vorgeschlagen, von dem die Ware entnommen werden und in den Warenausgang transferiert werden soll. Abschließend wird die Kommissionierung registriert und der Warenausgang gebucht. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 173 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

97 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender ÜBUNG Lager und Auftragsabwicklung Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (15 Minuten) Aufgabe 13 und 14 siehe Folien siehe WBT 3, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

98 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Abwicklung von Umlagerungsaufträgen Umlagerungsaufträge werden genutzt, um Artikel zwischen den verschiedenen Lagerorten der Cronus AG umzulagern. Eine Umlagerungseinrichtung besteht aus folgenden Elementen: Transitorte (z. B. LKW der Eigen-Logistik), Umlagerungsrouten (zwischen den Lagerorten). Im Rahmen der Abwicklung des Umlagerungsauftrags haben die Lagermitarbeiter zwei Aufgaben zu erledigen: 1. Warenausgang im Ursprungslager 2. Wareneingang im Ziellager MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 177 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Transitort MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

99 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Durchführung einer Inventur In den Lagerorten der Cronus AG werden von Zeit zu Zeit die Lagerbestände in den Lagerorten im Rahmen einer Inventur auch physisch erfasst (messen, zählen, wiegen) und mit den im System hinterlegten Lagerbeständen abgeglichen kommt es zu Abweichungen, sind die im System erfassten Lagerbestände an die physisch erfassten Lagerbestände anzupassen. Buchung von Zugängen bzw. Abgängen in MS Dynamics NAV: 1. Logistik Inventur Buch.-Blatt zur Erfassung der Inventurmengen. 2. Artikel Buch.-Blatt zur Buchung von Zu- und Abgängen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 180

100 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 182

101 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Initiale Einrichtung eines Lagerorts vom Typ 3 Zu den weiteren Aufgaben der Lagermitarbeiter gehört auch die initiale Einrichtung von Lagerorten, z. B. wenn die Cronus AG um neue Lagerorte erweitert wird dabei zählt die initiale Einrichtung von Lagerorten vom Typ 3 mit gesteuerter Einlagerung und Kommissionierung zu den komplexesten Aufgaben, die ein Lagermitarbeiter zu erfüllen hat. Die initiale Einrichtung gliedert sich in mehrere Teilschritte: 1. Anlegen des Lagerorts 2. Einrichten der Lagerzonen 3. Anlegen von Lagerplätzen MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 183 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Initiale Einrichtung eines Lagerorts vom Typ 3 Anlegen eines Lagerorts unter Abteilungen/Verwaltung/ Anwendung Einrichtung/Lager/ Lager/Lagerorte Schaltfläche Neu. Angabe der allgemeinen Informationen im Register Allgemein. Festlegung der berücksichtigten Logistikaktivitäten im Register Logistik. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 184

102 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

103 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Initiale Einrichtung eines Lagerorts vom Typ 3 Einrichten der Lagerzonen in der Lagerortkarte über Verknüpfte Informationen > Lagerort > Zonen. Folgende Zonen werden z. B. im Lager GIESSEN-WEST benötigt: Wareneingang, Kommissionierung, Warenausgang, Qualitätskontrolle und Produktion sowie Ausgleich. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 187 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

104 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Initiale Einrichtung eines Lagerorts vom Typ 3 Anlegen der Lagerplätze für jede Lagerzone sind mehrere Lagerplätze anzulegen. Im Lager GIESSEN-WEST werden folgende Lagerplätze benötigt: Wareneingang: 5 Stück, A bis A Kommissionierung: 5 Stück, A bis A Warenausgang: 5 Stück, A bis A Qualitätskontrolle: 5 Stück, A bis A Produktion: 2 Stück, A und A Ausgleich: 2 Stück, A und A Bevor die Lagerplätze berechnet und erstellt werden können, sind zunächst Lagerplatzvorlagen und eine Lagerplatz-Erstellungs- Vorlage anzulegen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 189 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 190

105 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 191 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 192

106 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 193 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

107 C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management Initiale Einrichtung eines Lagerorts vom Typ 3 Abschließend: Einrichtung der Lagerbuchungsgruppen FERTIG ROHMAT WEITERVERK unter Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Finanzmanagement/Buchungsgruppen/Lagerbuchungsgruppen MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender C.4 Lagerverwaltung: Lagerbestandskontrolle und Lager-Management MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 196

108 Gliederung A B C D Theoretische Grundlagen von ERP-Systemen Beschaffung und Vertrieb Lager und Produktion Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 197 Gliederung D Finanzmanagement 1. Die Abteilung Finanzmanagement 2. Buchungen im Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 198

109 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Die Aufgaben des Finanzwesens im Überblick Buchung von Zahlungsein- und ausgängen Pflege von Sach- und Bankkonten Wahrung des finanziellen Gleichgewichts des Unternehmens Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Primäre Aktivitäten Lager Legende: Informationsfluss Warenfluss Geldfluss MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 199 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Der Auftragsbearbeitungsprozess findet in der Regel im Finanzmanagement seinen Abschluss, z. B. wenn Zahlungen von den Kunden der Cronus AG eingehen und gebucht werden und wenn Rechnungen der Lieferanten bezahlt werden. Finanz- und Rechnungswesen Personal Verwaltung, IT, F&E Lieferanten Einkauf Produktion Vertrieb Kunden Primäre Aktivitäten Lager Legende: Informationsfluss Warenfluss Geldfluss MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 200

110 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Finanzbuchhaltung: Zugang zum Kontenplan und zu den Fibu Buch.- Blättern. Bankmanagement: Zugang zu Bankkonten, Zlg.-Eing. Buch.- Blättern und Zlg.-Ausg. Buch.- Blättern. Debitoren: Zugang zu Debitoren, Verkaufsrechnungen, Zlg.-Eing. Buch.-Blättern, etc. Kreditoren: Zugang zu Kreditoren, Einkaufsrechnungen, Zlg.-Ausg. Buch.-Blättern, etc. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 201 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Aufgabe: Öffnen Sie das Modul Finanzmanagement und schauen Sie sich die verschiedenen Aufgabenbereiche an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

111 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Der Kontenplan der Cronus AG ist der zentrale Stammdatenbereich und damit Kernelement des ERP-Systems. Die wesentlichen Elemente des Kontenplans sind die Sachkonten (Konten des Hauptbuchs), die i. d. R. direkt in die Bilanz oder die GuV des Unternehmens eingehen. Der Kontenplan (Kontenrahmen SKR03) ist in Sachkonten untergliedert. Diese Sachkonten (z. B. Bank) wiederum werden in sogenannte Gliederungskonten unterteilt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 203 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Die Sachkonto-Gruppe Bank, beginnend bei Sachkonto Nr. 1200, hat mehrere Gliederungskonten, deren Salden in Sachkonto Nr Summe Bank aufsummiert werden. Die Gliederungskonten sind daran erkennbar, dass sie im Kontenplan eingerückt wurden. Die Sachkonto-Gruppe wird durch die Festlegung der Kontoarten "Von-Summe" und "Bis-Summe" zu anderen Sachkonto-Gruppen abgegrenzt. Gleichzeitig wird dadurch definiert, welche Konten in Sachkonto Nr Summe Bank aufsummiert werden sollen. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 204

112 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement In der Sachkontokarte werden die Informationen, die zu dem jeweiligen Sachkonto vorliegen, zusammengefasst. Das Sachkonto Nr Bank 2 geht direkt in die Bilanz ein und es kann sowohl Soll als auch Haben gebucht werden. Die Kontoart "Konto" definiert, dass es sich bei Sachkonto Nr um ein Gliederungskonto handelt. Neben diesen Informationen ist auch der Saldo des Kontos einsehbar. Durch Klick auf die blau hinterlegte Zahl gelangen Sie direkt zu einer Übersicht der Sachposten dieses Kontos. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 205 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement In dieser Übersicht werden alle Buchungen aufgeführt, die jemals auf Sachkonto 1220 gebucht wurden. Hier sehen Sie u. a. verschiedene Auszahlungen (negatives Vorzeichen), die an die Angel-Design GmbH getätigt wurden. Bei Buchung der Auszahlung von einem Girokonto (Bankkonto) wird automatisch das mit dem Bankkonto verknüpfte Sachkonto (hier Nr. 1220) belastet. Außerdem wird der gezahlte Betrag auf einem Gegenkonto (hier Kreditor) gegengebucht.. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 206

113 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Aufgabe: Öffnen Sie den Kontenplan der Cronus AG und schauen Sie sich die Sachkonten unter Bank genauer an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 207 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Sachkonten und Bankkonten Sachkonten dienen der Buchung von Sachposten wohingegen Bankkonten, die parallel zu Kreditoren und Debitoren in einem eigenen Nebenbuch verwaltet werden, für den Zahlungsverkehr in MS Dynamics NAV benötigt werden. Bei der Buchung auf einem Bankkonto wird neben dem Sachposten (= Buchung auf einem Gegensachkonto) auch ein eigener Bankposten erzeugt. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 208

114 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 209 D.1 Die Abteilung Finanzmanagement Aufgabe: Öffnen Sie im Bankmanagement die Übersicht der Bankkonten und schauen Sie sich die Bankkontokarte GIRO genauer an. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 210

115 Gliederung D Finanzmanagement 1. Die Abteilung Finanzmanagement 2. Buchungen im Finanzmanagement MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 211 D.2 Buchungen im Finanzmanagement Prüfung des Kreditorensaldos Bevor eine Auszahlung in MS Dynamics NAV gebucht wird, sollte der Kreditorensaldo überprüft werden dieser ist z. B. direkt über die Kreditorenkarte einsehbar. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 212

116 D.2 Buchungen im Finanzmanagement Durch Fakturierung einer Einkaufsbestellung wird automatisch eine Einkaufsrechnung erstellt und der Kreditorensaldo wird aktualisiert. Die Fakturierung wird durch den Einkaufsmitarbeiter vorgenommen, sobald die Bestellung abgewickelt wurde. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 213 D.2 Buchungen im Finanzmanagement Prüfung des Debitorensaldos Wurde der Auftrag eines Kunden durch die Abteilung Vertrieb fakturiert, ändert sich der Debitorensaldo der z. B. direkt über die Debitorenkarte eingesehen werden kann. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 214

117 D.2 Buchungen im Finanzmanagement Durch Fakturierung eines Auftrags wird automatisch eine Verkaufsrechnung erstellt und der Debitorensaldo wird aktualisiert. Die Fakturierung wird durch den Vertriebsmitarbeiter vorgenommen, sobald der Auftrag abgewickelt wurde. MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender D.2 Buchungen im Finanzmanagement Buchung einer Auszahlung Nach Fakturierung einer Bestellung kann die Rechnung zur Einkaufsbestellung durch das Finanzmanagement beglichen werden dies erfolgt durch Buchung einer Auszahlung mit Hilfe des Zlg.-Ausg. Buch.-Blatts. Von dieser Buchung sind drei Konten betroffen: Kreditorenkonto Bankkonto (Girokonto) Sachkonto (Gegenkonto des Bankkontos) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 216

118 D.2 Buchungen im Finanzmanagement Buchung einer Einzahlung Nach Fakturierung eines Auftrags wird die Rechnung durch den Kunden beglichen, was auch im System gebucht werden muss dies erfolgt durch Buchung einer Einzahlung mit Hilfe des Zlg.-Eing. Buch.-Blatts. Von dieser Buchung sind drei Konten betroffen: Debitorenkonto Bankkonto (Girokonto) Sachkonto (Gegenkonto des Bankkontos) MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender 217 ÜBUNG Finanzmanagement Erledigen Sie zunächst die Vorbereitung weiterer Aufgaben zwischen Aufgabe 14 und 15. Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (10 Minuten) Aufgabe 15 und 16 siehe Folien siehe WBT 4 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

119 ÜBUNG Vertrieb - Unterstützungsfunktionen Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (20 Minuten) Aufgabe 17 siehe Folien siehe WBT 5, Kapitel 1 Aufgabe 19 siehe Folien siehe WBT 5, Kapitel 1 Aufgabe 20 siehe Folien 61 und 65 siehe WBT 5, Kapitel 1 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender ÜBUNG Einkauf - Unterstützungsfunktionen Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (10 Minuten) Aufgabe 22 siehe Folien siehe WBT 5, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

120 ÜBUNG Lager - Unterstützungsfunktionen Übung: Bitte bearbeiten Sie folgende Übungsaufgaben (45 Minuten) Aufgabe 23, 24 und 25 siehe Folien siehe WBT 6, Kapitel 1 Aufgabe 26 und 27 siehe Folien siehe WBT 3, Kapitel 2 Aufgabe 28 siehe Folien siehe WBT 3, Kapitel 2 MA-Übung ERP-Systeme WS 2014/2015 Schwickert, Bodenbender

121 Einführung in MS Dynamics NAV F Übungsaufgaben Die Übungsaufgaben zur Veranstaltung sind von den Studierenden zusätzlich (parallel zur Veranstaltung) zur Vertiefung des Stoffes und zur gezielten Vorbereitung auf Fallstudienbearbeitung und Klausur zu bearbeiten. Wichtiger Hinweis: Jede Gruppe erhält ein eigenes Dokument mit Übungsaufgaben, die mit jeweils individuellen Datensätzen versehen sind. Dies ist erforderlich, um Datenredundanzen in MS Dynamics NAV 2009 zu vermeiden. Die hier dargestellten Übungsaufgaben sind äquivalent zu den individuell angepassten Übungsaufgaben, die Ihnen zu gegebener Zeit zur Verfügung gestellt werden. Bitte verwenden Sie für die Bearbeitung der Übungsaufgaben ausschließlich die Ihnen zur Verfügung gestellten, individuellen Aufgabenstellungen. Themengebiet: Anlegen von Stammdaten (Kreditoren- und Artikelstammdaten) Hinweis: Tragen Sie Ihren Benutzer vor Bearbeitung der Aufgaben als Lagermitarbeiter für das Lager GIESSEN ein, unter: CRONUS AG/Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagermitarbeiter. Aufgabe 1a: Ein potenzieller neuer Kreditor, die Luna-Design ohg, sendet Ihnen einen Produktkatalog zu. In diesem befindet sich ein interessanter, bisher nicht in Ihrem Artikelstamm verzeichneter Artikel namens OPT Origineller Promitisch. Sie beschließen, den Artikel in Ihren Artikelstamm aufzunehmen. Da die Lieferung nur durch den Lieferanten Luna-Design ohg geliefert werden kann, nehmen Sie das Unternehmen in Ihren Kreditorenstamm auf. Die Firmenadresse lautet: Goetheplatz 85, München. Die Firma wird Sie als neuer Inlandslieferant beliefern. Im Normalfall liefert der Kreditor an das Lager GIESSEN. Aufgabe 1b: Nun ist noch der neue Artikel OPT Origineller Promitisch in den Artikelstamm aufzunehmen. Der Artikel wird in Stück am Lager geführt und mittels FIFO Bewertungsrichtlinien bewertet. Der Einstandspreis sowie der Einkaufspreis liegen bei 650 und für den Basis-Verkaufspreis werden 950 festgelegt. Die Mehrwertsteuergruppe lautet VAT19. Die Produktbuchungsgruppe lautet HANDEL. Die Lagerbuchungsgruppe lautet WEITERVERK.

122 Einführung in MS Dynamics NAV Themengebiet: Vertrieb und Auftragsabwicklung Aufgabe 2: Sie erhalten eine Anfrage von der Firma Möbel-Baum ohg. Die Firma möchte als neuer Inlandskunde künftig die Waren von Ihnen beziehen. Die Adresse lautet Schillerweg 85, München. Sie beliefern den neuen Kunden vom Lager GIESSEN aus in das entsprechende Lager BAUM-DE in der Lichtgasse 85, Düsseldorf. Sie vereinbaren als Zahlungsziel 21 Tage netto. Legen Sie zunächst den entsprechenden Debitor und die zugehörige Lieferadresse an. Aufgabe 3: Die Firma Möbel-New York GmbH hat Interesse daran, 5 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch und 2 Stück des Artikels Promi-Liegestuhl, schwarz zu kaufen und bittet um die Zusendung eines Angebots (falls der Debitor noch nicht existiert, ist er zuerst anzulegen). Als Zahlungsbedingung vereinbaren Sie sieben Tage. Die Möbel-New York GmbH entschließt sich nach Prüfung des Angebots, den Auftrag für die Lieferung zu erteilen. Wandeln Sie also abschließend das Angebot in einen Auftrag um. Aufgabe 4: Der Debitor Möbel-Baum ohg möchte für die Zukunft einen längerfristigen Liefervertrag für den Artikel OPT Origineller Promitisch abschließen. Sie vereinbaren mit dem Debitor zu diesem Zweck einen Rahmenauftrag von 50 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch zu einem Sonderpreis von 890 aus dem Lager GIESSEN. 10 Stück des Artikels werden sofort benötigt. Erstellen Sie den Auftrag durch Abruf der gewünschten Menge. Themengebiet: Einkauf und Auftragsabwicklung Aufgabe 5: Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Luna-Design ohg vereinbaren Sie eine neue Zahlungsbedingung. Das Zahlungsziel lautet zunächst 40 Tage. Zahlen Sie aber innerhalb von 14 Tagen, gewährt die Luna-Design ohg Ihnen ein Skonto von 4 %. Bitte weisen Sie diese Zahlungsbedingung der Luna-Design ohg zu. Aufgabe 6: Der Produktkatalog der Luna-Design ohg enthält noch einen weiteren, für die Cronus AG interessanten Artikel. Legen Sie diesen Artikel mit der Bezeichnung WPP Wahnsinns-Promi-Palme im Artikelstamm an. Der Artikel wird stückweise geliefert und nach dem FIFO-Bewertungsverfahren bewertet. Der Einstands- und Einkaufspreis beträgt 80, der Verkaufspreis 140. Der Artikel ist normal steuerpflichtig und wird als normale Handelsware gebucht. Im Lager wird er unter der Gruppe Weiterverkauf geführt. Der Hauptlieferant ist die Luna-Design ohg. Ab einer Bestellung von 100 Einheiten reduziert sich der Einkaufspreis auf 60. Nehmen Sie entsprechende Einstellungen vor.

123 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 7: Mit dem Lieferanten Luna-Design ohg wird vereinbart, dass ab einer Bestellung im Wert von 400,00 ein Rabatt von 12 % auf alle Positionen der Bestellung gewährt wird. Bei mindestens 100,00 Bestellwert werden noch 6 % Rabatt erteilt. Erfassen Sie diesen Sachverhalt und prüfen Sie, ob der Rechnungsrabatt automatisch berechnet wird. Aufgabe 8 (fakultativ): Der Artikel OPT Origineller Promitisch soll regelmäßig fest bestellt werden. Es wird eine Bestellmenge von 15 Stück mit dem betreffenden Hauptlieferanten vereinbart. Ihr Minimalbestand wird auf 8 Stück festgelegt, damit Sie Ihren Kunden gegenüber nicht in Lieferschwierigkeiten kommen. Tragen Sie die entsprechende Planungseinstellung im Artikelstamm ein und erstellen Sie einen Bestellvorschlag für diesen Artikel. Wie groß ist die bestellte Menge für diesen Artikel aus dem Bestellvorschlag und warum? (Wichtiger Hinweis: Achten Sie im Bestellvorschlag darauf, dass nur eine Zeile und nur der von Ihnen benötigte Artikel in diesem Fenster aufgeführt wird, bevor Sie die Ereignismeldung durchführen). Aufgabe 9: Bestellen Sie 120 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch bei der Firma Luna-Design ohg. Was ist der Preis, zu dem der Artikel bestellt wird und wie setzt er sich zusammen? Drucken Sie die Bestellung anschließend zur Kontrolle aus. Themengebiet: Produktion und Auftragsabwicklung Aufgabe 10 (fakultativ): Die 2 Stück des Artikels Promi-Liegestuhl, schwarz, die die Möbel-New York GmbH bei Ihnen bestellt hat (siehe den in Aufgabe 3 erstellten Verkaufsauftrag) werden von der Cronus AG selbst hergestellt. Bitte erstellen Sie einen Fertigungsauftrag für das Lager GIESSEN mit der Herkunftsart Verkaufsauftrag und wickeln diesen bis zur Beendigung des Fertigungsauftrags ab (Hinweis: Für die Fertigung des Artikels Promi-Liegestuhl, schwarz werden je ein (1) Stück der Artikel Nr und benötigt). Themengebiet: Lager und Auftragsabwicklung Aufgabe 11: Sie erhalten eine Teillieferung zu der vorher getätigten Bestellung von 120 Stück der Ware OPT Origineller Promitisch. Der Lieferschein trägt den Code LSLD01. Wie groß ist der derzeitige Lagerbestand des Artikels? Stellen Sie zusätzlich auch die Verfügbarkeit des Artikels fest, bevor Sie die Lieferung von 95 Stück im System verbuchen. Die Rechnung wird nicht gebucht. Führen Sie eine Lieferscheinabfrage zu der vorher gebuchten Lieferung aus. Was erklären der Lieferscheinkopf und die einzelnen Positionen? Welche Buchungen sind erzeugt worden?

124 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 12: Die restliche Menge wird nun ebenfalls geliefert. Bitte erfassen Sie diese mit der Lieferscheinnummer LSLD02 im System. Aufgabe 13: Die von der Möbel-New York GmbH bestellte Menge des Artikels OPT Origineller Promitisch ist nun am Lager verfügbar und auch die 2 Stück des Artikels Promi- Liegestuhl, schwarz wurden gefertigt. Liefern Sie die von der Firma Möbel-New York GmbH bestellte Ware komplett und in einem Schritt. Buchen Sie auch die Rechnung (vergeben Sie dabei die Rechnungsnr. RELD01). Aufgabe 14: Sie liefern nun die 10 Stück von 50 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch an die Firma Möbel-Baum ohg (siehe den in Aufgabe 4 aus dem Rahmenauftrag erstellten Verkaufsauftrag). Kontrollieren Sie zunächst den Lagerbestand des Artikels und stellen Sie die Verfügbarkeit fest. Anschließend können Sie den Artikel aus dem Lager GIESSEN buchen. Die Rechnung wird dabei nicht gebucht. Vorbereitung weiterer Aufgaben: Die Abteilung Lager hat der Abteilung Einkauf mitgeteilt, dass die bei der Luna-Design ohg bestellten 95 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch im Lager eingetroffen sind. Außerdem haben Sie über die von der Luna-Design ohg gelieferte Teilmenge bereits eine Rechnung erhalten (Rechnungsnr. RELD01), Sie können also aus der betreffenden Einkaufsbestellung 95 Stück (bei Menge aktuelle Rechnung 95 Stück eintragen) fakturieren. (Klick auf Schaltfläche Buchen in der Einkaufsbestellung und Auswahl der Option Fakturieren). Außerdem ist die Fakturierung der später gelieferten Teilmenge von 25 Stück nun möglich, da für diese Teillieferung ebenfalls eine Rechnung mit der Rechnungsnr. RELD02 vorliegt. Weiterhin muss der Vertrieb der Möbel-New York GmbH eine Rechnung schicken, die von der Möbel-New York GmbH zu begleichen ist. Dies erfolgt im Falle des Debitors automatisch durch Fakturierung des entsprechenden Verkaufsauftrags (Klick auf Schaltfläche Buchen in dem Verkaufsauftrag und Auswahl der Option Fakturieren bereits erledigt, siehe Aufgabe 13).

125 Einführung in MS Dynamics NAV Themengebiet: Finanzmanagement und Auftragsabwicklung Aufgabe 15: Die Rechnung zur Lieferung der 95 von 120 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch mit der Nummer RELD01 erscheint bei Ihnen auf dem Schreibtisch. Vor dem Buchen der Rechnung kontrollieren Sie zunächst die Kreditorenposten und den Saldo offener Rechnungen beim entsprechenden Kreditor. Anschließend buchen Sie die ausgehende Zahlung. Aufgabe 16: Die Möbel-New York GmbH hat die gestellte Rechnung auf unser Girokonto beglichen. Dieser Vorgang ist auch im System abzubilden. Prüfen Sie die Debitorenposten und den Saldo offener Rechnungen des Debitors. Anschließend buchen Sie die eingehende Zahlung. Themengebiet: Vertrieb - Unterstützungsfunktionen Aufgabe 17: Die Firma Möbel-Baum ohg beklagt Qualitätsmängel in Form von Transportschäden an den bereits gelieferten Artikeln. Nehmen Sie alle Artikel zurück und liefern Sie erneut sechs Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch. Dazu erfassen Sie bitte eine Verkaufsreklamation mit passendem Reklamationsgrund (Hinweis: Buchen Sie die zurückgenommen Artikel in die Zone QK (Qualitätskontrolle) im Lager GIESSEN, um die Artikel auf Transportschäden untersuchen und ggf. reparieren zu können). Aufgabe 18 (fakultativ): Senden Sie der Lotus AG (Kunde unserer Cronus AG) einen aktuellen Produktkatalog mit folgenden Artikeln: Gästestühle der Variante Paris, Bürostühle der Variante Mexico, Regale der Variante Oslo, Konferenztisch der Variante Antwerp, Schreibtischstühle der Variante Munich. Benutzen Sie dazu den Artikelfilter. Aufgabe 19: Die Cronus AG hat unter anderem eine Reihe von Großkunden (Großhandel) und benötigt eine entsprechende Preisliste für Großeinkäufer. Sie sollen hierzu eine Debitorenpreisgruppe GR-HANDEL anlegen (falls noch nicht existent ansonsten lediglich Hinzufügen des Großhandelspreises für den genannten Artikel). In dieser Gruppe wird dem Artikel OPT Origineller Promitisch ein Verkaufspreis von 800 zugeordnet. Ordnen Sie die Debitorenpreisgruppe anschließend der Möbel-Baum ohg zu. Aufgabe 20: Sie möchten aufgrund einer vorübergehenden Werbeaktion allen Kunden einen Rabatt von 30 % auf den Artikel OPT Origineller Promitisch geben. Legen Sie hierzu eine neue Artikelrabattgruppe an und erfassen Sie den nötigen Zeilenrabatt. Ordnen Sie danach dem Artikel die angelegte Rabattgruppe zu.

126 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 21 (fakultativ): Ein nicht näher bekannter Kunde kauft fünf Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch und bezahlt sofort bar. Erfassen Sie eine entsprechende Verkaufsrechnung in MS Dynamics NAV. Themengebiet: Einkauf - Unterstützungsfunktionen Aufgabe 22: Bei einer Qualitätskontrolle stellen Sie fest, dass die 25 zuletzt von der Luna- Design ohg gelieferten Artikel fehlerhaft sind. Sie schicken die Ware an den Kreditor zurück und erhalten daraufhin eine Gutschrift mit der Nummer GSLD01. Wie können Sie diesen Sachverhalt in MS Dynamics NAV abbilden? Um die erfolgreiche Buchung zu überprüfen, kontrollieren Sie den Artikelbestand und den Saldo des Kreditors vor und nach jeder Buchung. Themengebiet: Lager - Unterstützungsfunktionen Aufgabe 23: Erstellen Sie den Lagerort mit dem Code STUTTGART-II. Das Lager befindet sich in der Studentenstr. 85, Stuttgart. Dieses Lager ist ein geordnetes Lager mit beschrifteten Regalen. Daher richten Sie das Lager bitte für die gesteuerte Einlagerung und Kommissionierung ein. Bitte tragen Sie auch Ihren Benutzernamen als Lagermitarbeiter ein. Aufgabe 24: Legen Sie im Lager STUTTGART-II die Zonen Wareneingang, Warenausgleich, Qualitätskontrolle, Kommissionierung und Warenausgang an. Legen Sie die zugehörigen Zonenprioritäten in beliebiger Reihenfolge fest. Aufgabe 25: Legen Sie im Lager STUTTGART-II für jede angelegte Zone mindestens fünf neue Lagerplätze an und vergeben Sie jeweils Nummern von 0001 bis Aufgabe 26: Erstellen Sie eine Umlagerungsroute von GIESSEN in das neue Lager STUTTGART-II. Den Transport der Ware übernimmt ein externer Dienstleister. Aufgabe 27: Nachdem Sie die Umlagerung geplant haben, möchten Sie 5 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch aus dem Lager GIESSEN in das Lager STUTTGART-II verschieben. Aufgabe 28: Bei einer Inventur im Lager STUTTGART-II stellen Sie fest, dass nur 4 Stück des soeben umgelagerten Artikels OPT Origineller Promitisch im Lager auffindbar sind. Erfassen Sie den Artikelschwund im System.

127 Einführung in MS Dynamics NAV G Übungsaufgaben (Lösungen) Die Übungsaufgaben zur Veranstaltung sind von den Studierenden zusätzlich (parallel zur Veranstaltung) zur Vertiefung des Stoffes und zur gezielten Vorbereitung auf Fallstudienbearbeitung und Klausur zu bearbeiten. Wichtiger Hinweis: Jede Gruppe erhält ein eigenes Dokument mit Übungsaufgaben, die mit jeweils individuellen Datensätzen versehen sind. Dies ist erforderlich, um Datenredundanzen in MS Dynamics NAV 2009 zu vermeiden. Die hier dargestellten Übungsaufgaben sind äquivalent zu den individuell angepassten Übungsaufgaben, die Ihnen zu gegebener Zeit zur Verfügung gestellt werden. Bitte verwenden Sie für die Bearbeitung der Übungsaufgaben ausschließlich die Ihnen zur Verfügung gestellten, individuellen Aufgabenstellungen. Die hier dargestellten Lösungen, insbesondere die Screenshots, können von den Stammdaten (z. B. OPT Origineller Promitisch ) her von Ihrer Aufgabenstellung abweichen. Bitte verwenden Sie in jedem Fall die Bezeichnungen für Artikel, Debitoren, Kreditoren, etc., die in Ihrem Dokument mit Übungsaufgaben angegeben sind. Die dargestellten Schritte zur Bearbeitung der Übungsaufgaben sind unabhängig von diesen Bezeichnungen. Themengebiet: Anlegen von Stammdaten (Kreditoren- und Artikelstammdaten) Hinweis: Tragen Sie Ihren Benutzer vor Bearbeitung der Aufgaben als Lagermitarbeiter für das Lager GIESSEN ein, unter: CRONUS AG/Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagermitarbeiter. Aufgabe 1a: Ein potenzieller neuer Kreditor, die Luna-Design ohg, sendet Ihnen einen Produktkatalog zu. In diesem befindet sich ein interessanter, bisher nicht in Ihrem Artikelstamm verzeichneter Artikel namens OPT Origineller Promitisch. Sie beschließen, den Artikel in Ihren Artikelstamm aufzunehmen. Da die Lieferung nur durch den Lieferanten Luna-Design ohg geliefert werden kann, nehmen Sie das Unternehmen in Ihren Kreditorenstamm auf. Die Firmenadresse lautet: Goetheplatz 85, München. Die Firma wird Sie als neuer Inlandslieferant beliefern. Im Normalfall liefert der Kreditor an das Lager GIESSEN. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Kreditoren. 2. Klicken Sie auf Neu, um einen neuen Kreditoren anzulegen. 3. Füllen Sie die Felder Name, Adresse, PLZ-Code und Länder-/Regionscode entsprechend den Werten im Text aus.

128 Einführung in MS Dynamics NAV Wählen Sie für die Geschäftsbuchungsgruppe und die MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe NATIONAL. Wählen Sie für die Kreditorenbuchungsgruppe INLAND aus. 5. Wählen Sie den Lagerortcode GIESSEN aus. 6. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK Aufgabe 1b: Nun ist noch der neue Artikel OPT Origineller Promitisch in den Artikelstamm aufzunehmen. Der Artikel wird in Stück am Lager geführt und mittels FIFO Bewertungsrichtlinien bewertet. Der Einstandspreis sowie der Einkaufspreis liegen bei 650 und für den Basis-Verkaufspreis werden 950 festgelegt. Die Mehrwertsteuergruppe lautet VAT19. Die Produktbuchungsgruppe lautet HANDEL. Die Lagerbuchungsgruppe lautet WEITERVERK. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Artikel. 2. Klicken Sie auf Neu, um einen neuen Artikel anzulegen. 3. Klicken Sie in das Feld Nummer und wählen Sie die Artikelgruppe aus, Code ARTI- KEL 4. Füllen Sie das Feld Beschreibung mit der im Text angegebenen Beschreibung aus und das Feld Basiseinheitencode mit STÜCK. Sie müssen zunächst einen neuen Basiseinheitencode für diesen Artikel anlegen. Klicken Sie dazu auf Neu im Dropdown Menü, wählen Sie einen passenden Code aus und doppelklicken Sie auf diesen. 4. Belassen Sie die Lagerabgangsmethode mit dem Wert FIFO.

129 Einführung in MS Dynamics NAV Geben Sie den angegebenen EK-Preis ein. 6. Geben Sie den angegebenen VK-Preis ein und wählen Sie als Produktbuchungsgruppe, MwSt.-Produktbuchungsgruppe und Lagerbuchungsgruppe die jeweiligen Werte in der Aufgabenstellung aus. (Sie können die Werte analog zu Punkt drei zuerst anlegen, falls sie nicht existieren.) 7. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK. Themengebiet: Vertrieb und Auftragsabwicklung Aufgabe 2: Sie erhalten eine Anfrage von der Firma Möbel-Baum ohg. Die Firma möchte als neuer Inlandskunde künftig die Waren von Ihnen beziehen. Die Adresse lautet Schillerweg 85, München. Sie beliefern den neuen Kunden vom Lager GIESSEN aus in das entsprechende Lager BAUM-DE in der Lichtgasse 85, Düsseldorf. Sie vereinbaren als Zahlungsziel 21 Tage netto. Legen Sie zunächst den entsprechenden Debitor und die zugehörige Lieferadresse an. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Verkauf/Debitoren. 2. Klicken Sie auf Neu. 3. Füllen Sie im Register Allgemein die Felder Name, Adresse, PLZ-Code und Länder- /Regionscode aus. 4. Geben Sie im Register Fakturierung die Debitorenbuchungsgruppe INLAND an.

130 Einführung in MS Dynamics NAV Geben Sie die Geschäftsbuchungsgruppe sowie MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe NA- TIONAL an. 6. Geben Sie im Feld Zlg.-Bedingungscode den Code der im Text genannten Bedingung an. Falls nicht vorhanden, müssen Sie ihn zuerst anlegen. 7. Füllen Sie das Feld Lagerortcode mit dem im Text genannten Lager. 8. Klicken Sie im Menü auf Verknüpfte Informationen/Debitor/Lief. an Adresse und im sich öffnenden Fenster auf Neu. 9. Füllen Sie in einem letzten Schritt unter dem Register Allgemein im sich öffnenden Fenster die Felder Name, Adresse, PLZ-Code und Länder-/Regionscode aus und beenden Sie alle geöffneten Fenster mit einem Klick auf OK & 5 6 & 7 Aufgabe 3: Die Firma Möbel-New York GmbH hat Interesse daran, 5 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch und 2 Stück des Artikels Promi-Liegestuhl, schwarz zu kaufen und bittet um die Zusendung eines Angebots (falls der Debitor noch nicht existiert, ist er zuerst anzulegen). Als Zahlungsbedingung vereinbaren Sie sieben Tage. Die Möbel-New York GmbH entschließt sich nach Prüfung des Angebots, den Auftrag für die Lieferung zu erteilen. Wandeln Sie also abschließend das Angebot in einen Auftrag um. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/Angebote. 2. Klicken Sie auf Neu.

131 Einführung in MS Dynamics NAV Klicken Sie auf den Pfeil der Auswahlbox, um einen neuen Debitor anzulegen. 4. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Neu, füllen Sie im sich öffnenden Fenster (neue Debitorenkarte) das Feld Name mit dem im Text genannten Firmennamen aus und geben Sie alle weiteren erforderlichen Daten an (wenn Ihnen keine Angaben vorliegen, haben Sie kreative Freiheit). Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK. 5. Wählen Sie in der Liste Ihre gerade eingegebenen Kontaktdaten mittels Doppelklick aus Füllen Sie die Artikelzeile entsprechend der im Text genannten Stückzahlen und Artikel aus. 7. Wählen Sie den im Text genannten Zahlungsbedingungscode (7 TAGE) im Register Fakturierung im Feld Zlg.-Bedingungscode. 8. Angebotsannahme: Klicken Sie abschließend auf die Schaltfläche Auftrag erst. und bestätigen Sie alle aufkommenden Dialoge mit OK oder Ja. Aufgabe 4: Der Debitor Möbel-Baum ohg möchte für die Zukunft einen längerfristigen Liefervertrag für den Artikel OPT Origineller Promitisch abschließen. Sie vereinbaren mit dem Debitor zu diesem Zweck einen Rahmenauftrag von 50 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch zu einem Sonderpreis von 890 aus dem Lager GIESSEN. 10 Stück des Artikels werden sofort benötigt. Erstellen Sie den Auftrag durch Abruf der gewünschten Menge.

132 Einführung in MS Dynamics NAV Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/Rahmenaufträge. 2. Klicken Sie auf Neu & 5 3. Wählen Sie im Feld Verk. an Deb.-Nr. die im Text genannte Nummer des Debitors aus. 4. Tragen Sie in das Register Zeilen unter der Spalte Art Artikel ein und füllen Sie die Spalte Nr. mit der Artikelnummer des im Text genannten Artikels. Tragen Sie in die Spalte Menge die vereinbarte gesamte Auftragsmenge (hier: 50) ein. 5. Um die Artikel zu erfassen, die vom Kunden direkt benötigt werden, tragen Sie danach noch in die Zeile Zu liefern die im Text genannte Menge ein. 6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Auftrag erst. um die zu liefernde (bzw. abzuholende) Menge in einem Verkaufsauftrag zur Weiterbearbeitung zu erfassen. Themengebiet: Einkauf und Auftragsabwicklung Aufgabe 5: Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Luna-Design ohg vereinbaren Sie eine neue Zahlungsbedingung. Das Zahlungsziel lautet zunächst 40 Tage. Zahlen Sie aber innerhalb von 14 Tagen, gewährt die Luna-Design ohg Ihnen ein Skonto von 4 %. Bitte weisen Sie diese Zahlungsbedingung der Luna-Design ohg zu.

133 Einführung in MS Dynamics NAV Öffnen Sie den Link Abteilungen/Lager/Aufträge & Kontakte/Kreditoren und wählen Sie den im Text genannten Kreditor aus. 2. Im Register Zahlungen klicken Sie auf den Auswahlpfeil und wählen die entsprechende Zahlungsbedingung aus. 1 2 Aufgabe 6: Der Produktkatalog der Luna-Design ohg enthält noch einen weiteren, für die Cronus AG interessanten Artikel. Legen Sie diesen Artikel mit der Bezeichnung WPP Wahnsinns-Promi-Palme im Artikelstamm an. Der Artikel wird stückweise geliefert und nach dem FIFO-Bewertungsverfahren bewertet. Der Einstands- und Einkaufspreis beträgt 80, der Verkaufspreis 140. Der Artikel ist normal steuerpflichtig und wird als normale Handelsware gebucht. Im Lager wird er unter der Gruppe Weiterverkauf geführt. Der Hauptlieferant ist die Luna-Design ohg. Ab einer Bestellung von 100 Einheiten reduziert sich der Einkaufspreis auf 60. Nehmen Sie entsprechende Einstellungen vor. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Artikel. 2. Klicken Sie auf Neu. 3. Klicken Sie in das Feld Nummer und wählen Sie die Artikelgruppe aus, Code ARTI- KEL 4. Füllen Sie die Felder Beschreibung und Basiseinheitencode mit den im Text genannten Werten. 4. Wählen Sie FIFO als Lagerabgangsmethode aus. 5. Geben Sie einen Einstands- sowie Einkaufspreis von jeweils 100,00 an.

134 Einführung in MS Dynamics NAV Der Verkaufspreis beläuft sich auf 140. Geben Sie die Produktbuchungsgruppe, die MwSt.-Produktbuchungsgruppe und die Lagerbuchungsgruppe an. 7. Wählen Sie als Beschaffungsmethode Einkauf und geben Sie die Kreditorennummer des im Text genannten Lieferanten an. 8. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK Wechseln Sie zu dem Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Kreditoren. 10. Doppelklicken Sie auf den im Text genannten Lieferanten. 11. Wählen Sie im Menü Verknüpfte Informationen/Einkauf/Preise. 12. Im folgenden Fenster tragen Sie zwei neue Zeilen ein. Wählen Sie zunächst jeweils den angegebenen Artikel aus und geben Sie als Einheitencode STÜCK an. In Zeile eins geben Sie für die Mindestmenge 100 an. Der Einkaufspreis beträgt dabei 60. In Zeile zwei geben Sie für die Mindestmenge 0 an. Der Einkaufspreis beträgt dabei 80.

135 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 7: Mit dem Lieferanten Luna-Design ohg wird vereinbart, dass ab einer Bestellung im Wert von 400,00 ein Rabatt von 12 % auf alle Positionen der Bestellung gewährt wird. Bei mindestens 100,00 Bestellwert werden noch 6 % Rabatt erteilt. Erfassen Sie diesen Sachverhalt und prüfen Sie, ob der Rechnungsrabatt automatisch berechnet wird. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Kreditoren und markieren Sie den im Text genannten Lieferanten. 2. Die Kreditorenrechnungsrabatte erreichen Sie über den Menübefehl Verknüpfte Informationen/Einkauf/Rechnungsrabatte. 3. In der ersten Zeile geben Sie in der Spalte Minimalbetrag einen Wert von 100,00 ein und in der Spalte Rabatt % einen Wert von In der zweiten Zeile geben Sie entsprechend einen Minimalbetrag von 400,00 ein und einen Rabatt von 12%. 5. Der Währungscode bleibt in beiden Zeilen leer, da Euro in der Cronus AG als Eigenwährung verwendet wird.

136 Einführung in MS Dynamics NAV & 5 Aufgabe 8 (fakultativ): Der Artikel OPT Origineller Promitisch soll regelmäßig fest bestellt werden. Es wird eine Bestellmenge von 15 Stück mit dem betreffenden Hauptlieferanten vereinbart. Ihr Minimalbestand wird auf 8 Stück festgelegt, damit Sie Ihren Kunden gegenüber nicht in Lieferschwierigkeiten kommen. Tragen Sie die entsprechende Planungseinstellung im Artikelstamm ein und erstellen Sie einen Bestellvorschlag für diesen Artikel. Wie groß ist die bestellte Menge für diesen Artikel aus dem Bestellvorschlag und warum? (Wichtiger Hinweis: Achten Sie im Bestellvorschlag darauf, dass nur eine Zeile und nur der von Ihnen benötigte Artikel in diesem Fenster aufgeführt wird, bevor Sie die Ereignismeldung durchführen). 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Artikel. 2. Doppelklicken Sie auf den im Text genannten Artikel. 3. Im Register Planung wählen Sie als Wiederbeschaffungsverfahren eine feste Bestellmenge. 4. Der Minimalbestand wird auf 8 Stück festgelegt und die zugehörige Bestellmenge mit 15 angegeben. 5. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK.

137 Einführung in MS Dynamics NAV Wechseln Sie zu dem Link Abteilungen/Einkauf/Planung. 7. Öffnen Sie die Bestellvorschläge. 8. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Planung berechnen Geben Sie einen Zeitraum von einem Monat mittels Start- und Enddatum ein und fügen Sie im Register Artikel als Filter die Artikelnummer des entsprechenden Artikels hinzu.

138 Einführung in MS Dynamics NAV Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK. 11. Der Bestellvorschlag wird nun im entsprechenden Fenster angezeigt. (Wichtiger Hinweis: Achten Sie im Bestellvorschlag darauf, dass nur eine Zeile und nur der von Ihnen benötigte Artikel in diesem Fenster aufgeführt wird, bevor Sie die Ereignismeldung durchführen). Es werden 15 Einheiten bestellt, da von dem Artikel keine Einheiten mehr auf Lager sind. Klicken Sie zum Bestellen des Vorschlags auf Ereignismeldung durchführen. Die vorgeschlagene Menge aus diesem Bestellvorschlag ist 15 STÜCK, da im Register Planung in der Artikelkarte bei einem Meldebestand (Minimalbestand) von 8 STÜCK eine Bestellmenge von 15 STÜCK eingetragen wurde. Aufgabe 9: Bestellen Sie 120 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch bei der Firma Luna-Design ohg. Was ist der Preis, zu dem der Artikel bestellt wird und wie setzt er sich zusammen? Drucken Sie die Bestellung anschließend zur Kontrolle aus. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Bestellungsabwicklung/Bestellungen. 2. Klicken Sie auf Neu. 3. Wählen Sie den im Text genannten Kreditor im Feld Eink. von Kred.-Nr. aus. 4. Wählen Sie im Register Zeilen in der Spalte Art den Wert Artikel aus und geben Sie in der Spalte Nr. die Nummer des im Text genannten Artikels an.

139 Einführung in MS Dynamics NAV und 5 5. Setzen Sie das Feld der Spalte Menge auf Anschließend geben Sie die Bestellung frei. 7. Drucken Sie die Bestellung über die Schaltfläche Drucken aus. Themengebiet: Produktion und Auftragsabwicklung Aufgabe 10 (fakultativ): Die 2 Stück des Artikels Promi-Liegestuhl, schwarz, die die Möbel-New York GmbH bei Ihnen bestellt hat (siehe den in Aufgabe 3 erstellten Verkaufsauftrag) werden von der Cronus AG selbst hergestellt. Bitte erstellen Sie einen Fertigungsauftrag für das Lager GIESSEN mit der Herkunftsart Verkaufsauftrag und wickeln diesen bis zur Beendigung des Fertigungsauftrags ab (Hinweis: Für die Fertigung des Artikels Promi-Liegestuhl, schwarz werden je ein (1) Stück der Artikel Nr und benötigt). 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Produktion/Auftragssteuerung/Fest geplante FA und klicken Sie dort auf die Schaltfläche Neu, um einen neuen Fertigungsauftrag anzulegen. 2. Geben Sie in der Zeile Beschreibung einen passenden Text ein, z. B. Fertigung Auftrag In der Zeile Herkunftsart wählen Sie Verkaufsauftrag und bei Herkunftsnummer die entsprechende Nummer des Verkaufsauftrags, In der Zeile Menge im Register Allgemein ist die zu produzierende Menge von 2 einzugeben.

140 Einführung in MS Dynamics NAV Die angezeigten Filtereinstellungen (Status Fest geplant und Nr ) können beibehalten werden. Bestätigen Sie mit Klick auf Ok. 5. Im Register Zeilen müssen nun die zu fertigenden Artikel eingetragen werden. 6. Im Register Plan kann die Start- und Endzeit des Fertigungsauftrags beliebig angegeben werden. 7. Anschließend ist der Status des Fertigungsauftrags über die Schaltfläche Status ändern auf Freigegeben zu setzen. 8. Der Fertigungsauftrag erhält nun automatisch eine neue FA-Nr. und wird zu den Freigegebenen Fertigungsaufträge verschoben (Achtung: Nummer des Fertigungsauftrags ändert sich). Nach Fertigstellung der Produktion sind folgende Schritte durchzuführen: 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Produktion/Auftragssteuerung/Verbrauchs Buch.- Blatt. 2. Die Zeilen des Verbrauchs Buch.-Blatts sind mit den entsprechenden Informationen auszufüllen (FA-Nr., Artikelnr. verbrauchter Materialien, etc.) achten Sie besonders auf die Auswahl des richtigen Lagerortcodes, hier GIESSEN.

141 Einführung in MS Dynamics NAV Klicken Sie nun auf Buchen und bestätigen Sie das Dialogfeld mit Ja 4. Der Verbrauch wurde erfolgreich gebucht. 5. Öffnen Sie nun den Link Abteilungen/Produktion/Auftragssteuerung/Istmeldungs Buch.-Blatt. 6. Die Zeilen des Istmeldungs Buch.-Blatts sind mit den entsprechenden Informationen auszufüllen (FA-Nr., Artikelnr., etc.) achten Sie besonders auf die Auswahl des richtigen Lagerortcodes, hier GIESSEN. 7. Klicken Sie nun auf Arbeitsplan auflösen, die Spalte Fertig gestellte Menge wird automatisch mit der Menge 2 ausgefüllt. 8. Prüfen Sie nun, ob auch nach Auflösen des Arbeitsplans noch der richtige Lagerort eingetragen ist und klicken Sie abschließend auf Buchen. Bestätigen Sie das Dialogfeld mit Ja.

142 Einführung in MS Dynamics NAV Nun kann die Produktion abgeschlossen werden: 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Produktion/Auftragssteuerung/Freigegebene FA. 2. Wählen Sie den entsprechenden Fertigungsauftrag aus. In der Spalte Fertig gestellte Menge ist die Menge von 2 ausgewiesen. 3. Abschließend ist der Status des Fertigungsauftrags über die Schaltfläche Status ändern auf Beendet zu setzen und der Fertigungsauftrag damit abzuschließen. Die Menge von 2 wird dem Lager GIESSEN gutgeschrieben. Der Verkaufsauftrag kann nun in gewohnter Weise weiter bearbeitet werden. Bei der Erstellung der Kommissionierung wird automatisch der richtige Lagerplatz der Zone KOMM angegeben, da der Fertigungsauftrag mit dem Verkaufsauftrag verknüpft wurde. In der Regel handelt es sich bei dem Lagerplatz um den in der Lagerortkarte standardmäßig für die Produktion angegebenen Lagerplatz. Themengebiet: Lager und Auftragsabwicklung Aufgabe 11: Sie erhalten eine Teillieferung zu der vorher getätigten Bestellung von 120 Stück der Ware OPT Origineller Promitisch. Der Lieferschein trägt den Code LSLD01. Wie groß ist der derzeitige Lagerbestand des Artikels? Stellen Sie zusätzlich auch die Verfügbarkeit des Artikels fest, bevor Sie die Lieferung von 95 Stück im System verbuchen. Die Rechnung wird nicht gebucht. Führen Sie eine Lieferscheinabfrage zu der vorher gebuchten Lieferung aus. Was erklären der Lieferscheinkopf und die einzelnen Positionen? Welche Buchungen sind erzeugt worden? Hinweis: Tragen Sie Ihren Benutzer vor Bearbeitung der Aufgabe als Lagermitarbeiter für das verwendet Lager ein, unter: CRONUS AG/Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagermitarbeiter. 1. Um den Lagerbestand, die Lagerbuchung und die Verfügbarkeit des Artikels festzustellen, genügt ein Blick auf die Artikelkarte des Artikels unter Abteilungen/Einkauf/Planung/Artikel. 2. Doppelklicken Sie auf den im Text genannten Artikel. 3. Den aktuellen Lagerbestand sehen Sie unter Lagerbestand. Die Menge in der Bestellung gibt an, welche Mengen gerade vom Lieferanten beschafft werden sollen. 4. Unter dem Menüpunkt Verknüpfte Informationen/Artikel/Artikelverfügbarkeit nach/periode sehen Sie alle offenen Bestellungen als geplante Zugänge.

143 Einführung in MS Dynamics NAV Wechseln Sie zu dem Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Bestellungen und öffnen Sie die betreffende Bestellung. 6. Erstellen Sie über die Schaltfläche Aktionen/Funktion/Wareneingang erstellen einen Wareneingangskopf. (Erscheint nach Klick auf die Schaltfläche Wareneingang erstellen kein Wareneingangsfenster, sind Sie nicht als Lagermitarbeiter eingetragen Sie können das Fenster allerdings auch manuell aufrufen: CRONUS AG/Abteilungen/Lager/Planung & Ausführung/Wareneingänge) 7. Geben Sie im Register Zeilen in der Spalte Menge akt. Lieferung einen Wert von 95 ein. Tragen Sie die Nummer des Lieferscheins im Register Allgemein in das dafür vorgesehene Feld ein. 8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Wareneingang buchen und bestätigen Sie das Dialogfeld mit Ja.

144 Einführung in MS Dynamics NAV Wechseln Sie zu dem Link Abteilungen/Lager/Logistikmanagement/Einlagerungen und öffnen Sie die in Schritt 8 erstellte Einlagerung. 10. Wählen Sie im Register Zeilen in der Spalte Zonencode den Wert KOMM für die Zone Kommissionierung und in der Spalte Lagerplatzcode einen freien Lagerplatz aus (Hinweis: werden die Spalten Zonencode und Lagerplatzcode nicht angezeigt, können Sie diese per Klick auf den Blitz rechts im Register Zeilen hinzufügen). 11. Klicken Sie auf die Schaltfläche Einlagerung registrieren, um die Teillieferung abzuschließen und für die Kommissionierung und damit den Versand freizugeben. 12. Anschließend führen Sie die Schritte 1-4 erneut aus, um den Lagerbestand und die bestellte Menge zu kontrollieren. Der Lagerbestand sollte sich nun um 95 Einheiten erhöht haben.

145 Einführung in MS Dynamics NAV Öffnen Sie nun erneut den Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Bestellungen. 14. Doppelklicken Sie auf die entsprechende Bestellung

146 Einführung in MS Dynamics NAV Wählen Sie im Menü Verknüpfte Informationen/Bestellung/Lieferungen. 16. Klicken Sie auf Navigate, um die Detaildaten zur markierten Lieferung zu erhalten. 17. Artikel- und Wertposten sind in dem sich öffnenden Fenster enthalten. Doppelklick auf die einzelnen Datensätze öffnet jeweils Detailinformationen zu den erfolgten Buchungen. Aufgabe 12: Die restliche Menge wird nun ebenfalls geliefert. Bitte erfassen Sie diese mit der Lieferscheinnummer LSLD02 im System. 1. Da der Wareneingang bei der ersten Teillieferung von 95 Stück bereits erstellt wurde, öffnen Sie nun direkt den Link Abteilungen/Lager/Planung & Ausführung/Wareneingänge. 2. Geben Sie im Register Zeilen in der Spalte Menge akt. Lieferung den Wert von 25 ein. Tragen Sie die Nummer des Lieferscheins im Register Allgemein in das dafür vorgesehene Feld ein. 3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Wareneingang buchen und bestätigen Sie das Dialogfeld mit Ja Wechseln Sie zu dem Link Abteilungen/Lager/Logistikmanagement/Einlagerungen und öffnen Sie die in Schritt 3 erstellte Einlagerung. 5. Wählen Sie im Register Zeilen in der Spalte Zonencode den Wert KOMM für die Zone Kommissionierung und in der Spalte Lagerplatzcode einen freien Lagerplatz aus.

147 Einführung in MS Dynamics NAV Klicken Sie auf die Schaltfläche Einlagerung registrieren, um die Teillieferung abzuschließen und für die Kommissionierung und damit den Versand freizugeben Aufgabe 13: Die von der Möbel-New York GmbH bestellte Menge des Artikels OPT Origineller Promitisch ist nun am Lager verfügbar und auch die 2 Stück des Artikels Promi- Liegestuhl, schwarz wurden gefertigt. Liefern Sie die von der Firma Möbel-New York GmbH bestellte Ware komplett und in einem Schritt. Buchen Sie auch die Rechnung (vergeben Sie dabei die Rechnungsnr. RELD01). 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/Aufträge. 2. Öffnen Sie den in Aufgabe 3 erstellten Auftrag und geben Sie ihn über die Schaltfläche freigeben frei (falls noch nicht geschehen). 3. Erstellen Sie über die Schaltfläche Aktionen/Funktion/Warenausgang erstellen einen Warenausgangskopf. 4. In umgekehrter Reihenfolge zur Buchung des Wareneingangs und zur Registrierung der Einlagerung muss beim Warenausgang nun zuerst die Kommissionierung registriert werden, um die Artikel für den Warenausgang verfügbar zu machen. Klicken Sie dafür auf die Schaltfläche Kommissionierung erstellen.

148 Einführung in MS Dynamics NAV Anschließend wechseln Sie bitte in Abteilungen/Lager/Logistikmanagement/Kommissionierungen und die erstellte Kommissionierung zu öffnen. 6. Hier muss nun angegeben werden, aus welcher Zone und von welchem Lagerplatz der Artikel in den Warenausgang umgelagert werden soll (falls nicht automatisch von MS Dynamics NAV ausgefüllt). 7. Nach Auswahl des Lagerplatzes erfolgt mit Klick auf Kommissionierung registrieren die Registrierung der Kommissionierung.

149 Einführung in MS Dynamics NAV Die Artikel sind nun im Warenausgang verfügbar. Im Anschluss daran kann der Warenausgang unter Abteilungen/Lager/Planung & Ausführung/Warenausgänge über die Schaltfläche Warenausgang buchen gebucht werden (Hinweis: Nur Liefern ). 8

150 Einführung in MS Dynamics NAV Öffnen Sie nun noch einmal den Auftrag und kontrollieren Sie im Register Zeilen die Spalte Menge geliefert. Abschließend kann der Auftrag über die Schaltfläche Buchen und Auswahl des Dialogfelds Fakturieren fakturiert werden. Aufgabe 14: Sie liefern nun die 10 Stück von 50 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch an die Firma Möbel-Baum ohg (siehe den in Aufgabe 4 aus dem Rahmenauftrag erstellten Verkaufsauftrag). Kontrollieren Sie zunächst den Lagerbestand des Artikels und stellen Sie die Verfügbarkeit fest. Anschließend können Sie den Artikel aus dem Lager GIESSEN buchen. Die Rechnung wird dabei nicht gebucht. 1. Analog zu den vorhergehenden Übungen kontrollieren Sie den Lagerbestand direkt über die Artikelkarte. Doppelklicken Sie dazu auf den Artikel im Artikelstamm. Unter dem Register Allgemein sehen Sie rechts oben den aktuellen Lagerbestand. 2. Die Artikelverfügbarkeit kontrollieren Sie im Menü Verknüpfte Informationen/Artikel/Artikelverfügbarkeit nach/periode. In dem sich öffnenden Fenster werden alle Einkaufsbestellungen und Verkaufsaufträge berücksichtigt. 3. Wechseln Sie anschließend zum Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/Aufträge. 4. Um den Verkaufsauftrag der 10 zu liefernden Artikel abzuschließen, führen Sie bitte die erforderlichen Schritte zur Lieferung der Artikel durch, ohne die Rechnung zu buchen (vgl. Aufgabe 13). 5. Wiederholen Sie anschließend die Schritte 1 und 2. Vorbereitung weiterer Aufgaben: Die Abteilung Lager hat der Abteilung Einkauf mitgeteilt, dass die bei der Luna-Design ohg bestellten 95 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch im Lager eingetroffen sind. Außerdem haben Sie über die von der Luna-Design ohg gelieferte Teilmenge bereits eine Rechnung erhalten (Rechnungsnr. RELD01), Sie können also aus der betreffenden Einkaufsbestellung 95 Stück (bei Menge aktuelle Rechnung 95 Stück eintragen) fakturieren. (Klick auf Schaltfläche Buchen in der Einkaufsbestellung und Auswahl der Option Fakturieren). Außerdem ist die Fakturierung der später gelieferten Teilmenge von 25 Stück nun möglich, da für diese Teillieferung ebenfalls eine Rechnung mit der Rechnungsnr. RELD02 vorliegt.

151 Einführung in MS Dynamics NAV Weiterhin muss der Vertrieb der Möbel-New York GmbH eine Rechnung schicken, die von der Möbel-New York GmbH zu begleichen ist. Dies erfolgt im Falle des Debitors automatisch durch Fakturierung des entsprechenden Verkaufsauftrags (Klick auf Schaltfläche Buchen in dem Verkaufsauftrag und Auswahl der Option Fakturieren bereits erledigt, siehe Aufgabe 13). Themengebiet: Finanzmanagement und Auftragsabwicklung Aufgabe 15: Die Rechnung zur Lieferung der 95 von 120 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch mit der Nummer RELD01 erscheint bei Ihnen auf dem Schreibtisch. Vor dem Buchen der Rechnung kontrollieren Sie zunächst die Kreditorenposten und den Saldo offener Rechnungen beim entsprechenden Kreditor. Anschließend buchen Sie die ausgehende Zahlung. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Finanzmanagement/Kreditoren/Kreditoren und wählen Sie den entsprechenden Kreditor aus. 2. Klicken Sie auf den blau hinterlegte Text hinter Saldo (MW) im Register Allgemein. 3. Die Kreditorenposten werden geöffnet. Dort können Sie die aktuell offenen Rechnungen des Kreditors einsehen

152 Einführung in MS Dynamics NAV Öffnen Sie nun den Link Abteilungen/Finanzmanagement/Kreditoren und wählen dort das Zlg.-Ausg. Buch-Blatt. 5. Dort wählen Sie das Buch.-Blattname GIRO und geben die erforderlichen Informationen in das Buch.-Blatt ein (Kreditorenkonto, das Gegenkonto GIRO und die entsprechende Rechnung) Abschließend buchen Sie den Zahlungsausgang über die Schaltfläche Buchen. 7. Wiederholen Sie nun die Schritte 1-3, um den Kreditorensaldo erneut zu überprüfen. Aufgabe 16: Die Möbel-New York GmbH hat die gestellte Rechnung auf unser Girokonto beglichen. Dieser Vorgang ist auch im System abzubilden. Prüfen Sie die Debitorenposten und den Saldo offener Rechnungen des Debitors. Anschließend buchen Sie die eingehende Zahlung. Der Vorgang erfolgt analog zur Buchung des Zahlungsausgangs in Aufgabe 15. Hier ist allerdings (nach Prüfung des Debitorensaldos) unter Abteilungen/Finanzmanagement/Debitoren das Zlg.-Eing. Buch.-Blatt zu verwenden und dort der entsprechende Debitor anzugeben und darauf zu achten, dass der Wert in der Spalte Betrag mit einem negativen Vorzeichen versehen ist, da es sich in diesem Fall um eine Einzahlung handelt und das Debitorenkonto ausgeglichen wird.

153 Einführung in MS Dynamics NAV Themengebiet: Vertrieb - Unterstützungsfunktionen Aufgabe 17: Die Firma Möbel-Baum ohg beklagt Qualitätsmängel in Form von Transportschäden an den bereits gelieferten Artikeln. Nehmen Sie alle Artikel zurück und liefern Sie erneut sechs Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch. Dazu erfassen Sie bitte eine Verkaufsreklamation mit passendem Reklamationsgrund (Hinweis: Buchen Sie die zurückgenommen Artikel in die Zone QK (Qualitätskontrolle) im Lager GIESSEN, um die Artikel auf Transportschäden untersuchen und ggf. reparieren zu können). 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/Verkaufsreklamationen. 2. Klicken Sie auf Neu, um einen neue Verkaufsreklamation zu erstellen. 3. Wählen Sie im Register Allgemein den entsprechenden Debitor aus dem Text aus. 4. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Zu stornierende gebuchte Belegzeilen abrufen und wählen Sie im folgenden Fenster die gebuchten und bereits gelieferten Artikel per Doppelklick aus. Füllen Sie nun noch die Spalte Reklamationsgrund mit den entsprechenden Angaben aus Fügen Sie zusätzlich zur Reklamation noch eine neue Zeile in das Register Zeilen ein, um die Tauschartikel zu erfassen. Die Spalte Nr. füllen Sie entsprechend mit der Num-

154 Einführung in MS Dynamics NAV mer des im Text genannten Artikels. Geben Sie als Menge die negative im Text genannte Menge ein (hier -6 ). 6. Da die Anzahl der Tauschartikel geringer als die reklamierte Menge ist, müssen die neuen zu liefernden Artikel in einen neuen Auftrag übertragen werden. Klicken Sie dazu im Menü auf Aktionen/Funktion/Negative Zeilen übertragen Der neue Verkaufsauftrag wird automatisch erstellt und kann wie gewohnt bearbeitet werden (vgl. Aufgabe 13). 8. Buchen Sie anschließend die Verkaufsreklamation aus dem geöffneten Fenster durch das übliche Vorgehen (Wareneingang erstellen, Einlagerung registrieren, etc. vgl. z. B. Aufgabe 11). Aufgabe 18 (fakultativ): Senden Sie der Lotus AG (Kunde unserer Cronus AG) einen aktuellen Produktkatalog mit folgenden Artikeln: Gästestühle der Variante Paris, Bürostühle der Variante Mexico, Regale der Variante Oslo, Konferenztisch der Variante Antwerp, Schreibtischstühle der Variante Munich. Benutzen Sie dazu den Artikelfilter. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Lager & Bewertung. 2. Klicken Sie auf Produktkatalog senden. 3. Geben Sie die Artikelnummern aus dem Text ein, die Sie senden möchten.

155 Einführung in MS Dynamics NAV Wählen Sie die BizTalk-Partnernummer aus, an welche der Produktkatalog gesendet werden soll. 5. Klicken Sie auf OK (Hinweis: Es erscheint eine Fehlermeldung, da keine BizTalk- Anbindung besteht) Aufgabe 19: Die Cronus AG hat unter anderem eine Reihe von Großkunden (Großhandel) und benötigt eine entsprechende Preisliste für Großeinkäufer. Sie sollen hierzu eine Debitorenpreisgruppe GR-HANDEL anlegen (falls noch nicht existent ansonsten lediglich Hinzufügen des Großhandelspreises für den genannten Artikel). In dieser Gruppe wird dem Artikel OPT Origineller Promitisch ein Verkaufspreis von 800 zugeordnet. Ordnen Sie die Debitorenpreisgruppe anschließend der Möbel-Baum ohg zu. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Auftragsabwicklung/Einrichtung. 2. Klicken Sie auf Debitorenpreisgruppen. 3. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Neu. 4. Füllen Sie die Spalte Code mit dem im Text genannten Code für die Debitorenpreisgruppe. Als Beschreibung geben Sie Großhandelsdebitoren an. 5. Wählen Sie im Menü Verknüpfte Informationen/Debitorenpreisgruppe/VK-Preise, wählen Sie die Artikelnummer des im Text genannten Artikels und geben Sie in der Spalte

156 Einführung in MS Dynamics NAV VK-Preis den Preis von 800 bei einer Mindestmenge von null ein. Bestätigen und schließen Sie alle offenen Fenster mit OK Um die Preisgruppe der angegebenen Firma zuzuordnen, wechseln Sie zum Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Verkauf/Debitoren. 7. Doppelklicken Sie auf die im Text angegebene Firma in der Liste der Debitoren. 8. Im Register Fakturierung wählen Sie die in Schritt 4 angelegte Debitorenpreisgruppe aus und schließen das offene Fenster mit OK. Aufgabe 20: Sie möchten aufgrund einer vorübergehenden Werbeaktion allen Kunden einen Rabatt von 30 % auf den Artikel OPT Origineller Promitisch geben. Legen Sie hierzu eine neue Artikelrabattgruppe an und erfassen Sie den nötigen Zeilenrabatt. Ordnen Sie danach dem Artikel die angelegte Rabattgruppe zu. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Verwaltung. 2. Klicken Sie auf Artikelrabattgruppen. 3. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Neu. 4. Geben Sie einen aussagekräftigen Code und eine Beschreibung für den Rabatt ein (Beispiel: EINZEL; Sonderrabatt 0 ).

157 Einführung in MS Dynamics NAV Öffnen Sie über das Menü Verknüpfte Informationen/Art.-Rab.-Gr./VK-Zeilenrabatte die Ansicht der Artikelrabatte. Wählen Sie in der Spalte Verkaufsart Alle Debitoren aus und tragen Sie in der Spalte Zeilenrabatt % einen Wert von 30,00 ein Wechseln Sie zum Link Abteilungen/Verkauf & Marketing/Lager & Preise/Artikel. 7. Doppelklicken Sie auf den im Text genannten Artikel, um die Artikelkarte zu öffnen. 8. Wählen Sie im Register Fakturierung im Feld Artikelrabattgruppe den neu angelegten Artikelrabatt aus und bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK. Aufgabe 21 (fakultativ): Ein nicht näher bekannter Kunde kauft fünf Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch und bezahlt sofort bar. Erfassen Sie eine entsprechende Verkaufsrechnung in MS Dynamics NAV.

158 Einführung in MS Dynamics NAV Themengebiet: Einkauf - Unterstützungsfunktionen Aufgabe 22: Bei einer Qualitätskontrolle stellen Sie fest, dass die 25 zuletzt von der Luna- Design ohg gelieferten Artikel fehlerhaft sind. Sie schicken die Ware an den Kreditor zurück und erhalten daraufhin eine Gutschrift mit der Nummer GSLD01. Wie können Sie diesen Sachverhalt in MS Dynamics NAV abbilden? Um die erfolgreiche Buchung zu überprüfen, kontrollieren Sie den Artikelbestand und den Saldo des Kreditors vor und nach jeder Buchung. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Einkauf/Bestellungsabwicklung/Einkaufsreklamationen. 2. Klicken Sie auf Neu. 3. Wählen Sie im Feld Eink. von Kred.-Nr. den entsprechenden Kreditor aus. 4. Geben Sie die im Text genannte Nummer der Gutschrift ein. 5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zu stornierende gebuchte Belegzeilen abrufen und wählen Sie im folgenden Fenster eine der zuvor gebuchten Rechnungen des ausgewählten Kreditors. 6. Geben Sie die erstellte Einkaufsreklamation durch Klick auf die Schaltfläche Freigeben frei. 7. Erstellen Sie über die Schaltfläche Aktionen/Funktion/Warenausgang erstellen einen Warenausgangskopf. 8. In umgekehrter Reihenfolge zur Buchung des Wareneingangs und zur Registrierung der Einlagerung muss beim Warenausgang nun zuerst die Kommissionierung registriert werden, um die Artikel für den Warenausgang verfügbar zu machen. Klicken Sie dafür auf die Schaltfläche Kommissionierung erstellen.

159 Einführung in MS Dynamics NAV Anschließend wechseln Sie bitte in Abteilungen/Lager/Logistikmanagement/Kommissionierungen und die erstellte Kommissionierung zu öffnen. 10. Hier muss nun angegeben werden, aus welcher Zone und von welchem Lagerplatz der Artikel in den Warenausgang umgelagert werden soll (falls nicht automatisch von MS Dynamics NAV ausgefüllt). 9 10

160 Einführung in MS Dynamics NAV Nach Auswahl des Lagerplatzes erfolgt mit Klick auf Kommissionierung registrieren die Registrierung der Kommissionierung. 12. Die Artikel sind nun im Warenausgang verfügbar. Im Anschluss daran kann der Warenausgang unter Abteilungen/Lager/Planung & Ausführung/Warenausgänge über die Schaltfläche Warenausgang buchen gebucht werden. 13. Kontrollieren Sie den Kreditorensaldo jeweils vorher und nachher, indem Sie unter dem Link Abteilungen/Einkauf/Planung/Kreditoren auf den betreffenden Kreditor klicken. Sie sehen rechts eine Infobox mit den entsprechenden Salden. 14. Den Lagerbestand des Artikels können Sie kontrollieren, indem Sie den Artikel auf der Artikelkarte doppelt anklicken. Unter dem Register Allgemein sehen Sie dann die jeweiligen Lagerbestände. 15. Nach der Kontrolle können Sie die Reklamation in Schritt 6 fakturieren. Wiederholen Sie anschließend Schritt 7 und 8, um die ordnungsgemäße Buchung zu kontrollieren.

161 Einführung in MS Dynamics NAV Themengebiet: Lager - Unterstützungsfunktionen Aufgabe 23: Erstellen Sie den Lagerort mit dem Code STUTTGART-II. Das Lager befindet sich in der Studentenstr. 85, Stuttgart. Dieses Lager ist ein geordnetes Lager mit beschrifteten Regalen. Daher richten Sie das Lager bitte für die gesteuerte Einlagerung und Kommissionierung ein. Bitte tragen Sie auch Ihren Benutzernamen als Lagermitarbeiter ein. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagerorte. 2. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Neu. 3. Geben Sie im Feld Code des Registers Allgemein den im Text angegebenen Code an und vergeben Sie die restlichen Daten nach Ihren Vorstellungen. 4. Setzen Sie einen Haken im Register Logistik im Feld Lagerplatz notwendig sowie im Feld Gesteuerte Einlag. u. Kommiss.. 5. Setzen Sie einen Haken im Register Lagerplatzprüfung im Feld Einlag.-Zeilen immer erstellen und im Feld Komm.-Zeilen immer erstellen und wählen Sie als Einlagerungsvorlagencode STD

162 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 24: Legen Sie im Lager STUTTGART-II die Zonen Wareneingang, Warenausgleich, Qualitätskontrolle, Kommissionierung und Warenausgang an. Legen Sie die zugehörigen Zonenprioritäten in beliebiger Reihenfolge fest. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Lager/Verwaltung. 2. Klicken Sie auf Lagerorte. 3. Markieren Sie das im Text genannte Lager. 4. Öffnen Sie im Menü Verknüpfte Informationen/Lagerort/Zonen und legen Sie die Zonen, wie in folgender Abbildung zu sehen, an. 5. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit OK und schließen Sie alle Fenster. 1 4 Aufgabe 25: Legen Sie im Lager STUTTGART-II für jede angelegte Zone mindestens fünf neue Lagerplätze an und vergeben Sie jeweils Nummern von 0001 bis Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagerplatzvorlagen. 2. Klicken Sie auf Neu. 3. Legen Sie die Lagerplatzvorlagen wie in folgender Abbildung an. Falls die Spalte Zonencode nicht angezeigt wird, müssen Sie dies zuerst unter den Fenstereinstellungen ändern.

163 Einführung in MS Dynamics NAV Schließen Sie das Fenster mit OK und wechseln Sie zum Link Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagerpl. erst.-vorschl.-vorlagen Markieren Sie LAGPL. 6. Öffnen Sie Verknüpfte Informationen/Vorlage/Namen und erstellen Sie einen Standard- Lagerplatz-Vorschlag für das im Text genannte Lager.

164 Einführung in MS Dynamics NAV Bestätigen Sie Ihre Eingaben mittels OK und wechseln Sie zum Link Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lager/Lagermitarbeiter und tragen Sie sich dort als Lagermitarbeiter ein. 8. Wechseln Sie anschließend zum Link Abteilungen/Lager/Logistikmanagement. 9. Öffnen Sie Lagerplatz Erst.-Vorschlag. 10. Wählen Sie im Aktionsmenü Aktion/Funktion/Lagerplätze berechnen. 11. Füllen Sie das sich öffnende Fenster wie in folgender Abbildung aus (beginnend bei IN1 bis IN5. Die Regal-Nr. ist immer A. Die Zahl des Abschnitts ist bei IN1 = 1 und bei IN2 = 2, etc. Wählen Sie außerdem bei der Feldbegrenzung das - -Zeichen) und klicken Sie auf OK Wiederholen Sie die Schritte für alle Zonen (siehe Hinweise in Schritt 11). 13. Klicken Sie abschließend auf Aktionen/Funktion/Lagerplätze erstellen, um die vorgeschlagenen Lagerplätze zu erstellen. 14. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Lager/Verwaltung. 15. Klicken Sie auf Lagerorte. 16. Doppelklicken Sie auf das im Text genannte Lager. 17. Füllen Sie die Felder Wareneingangslagerplatzcode, Warenausgangslagerplatzcode und Ausgleichslagerplatzcode mit einem der erstellten Lagerplätze.

165 Einführung in MS Dynamics NAV Wechseln Sie zum Link Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Finanzmanagement/Buchungsgruppen/Lagerbuchungsgruppen. 19. Markieren Sie einen der Werte in der Spalte Code. 20. Klicken Sie auf die Schaltfläche Einrichtung. 21. Füllen Sie die Werte für das im Text angegebene Lager nach dem gleichen Schema aus wie das Lager WEISS und bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK. 22. Wiederholen Sie die Schritte 19 bis 21 für jeden Lagerbuchungsgruppencode. Aufgabe 26: Erstellen Sie eine Umlagerungsroute von GIESSEN in das neue Lager STUTTGART-II. Den Transport der Ware übernimmt ein externer Dienstleister. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Verwaltung/Anwendung Einrichtung/Lager/Lagerbestand. 2. Öffnen Sie den Link Umlagerungsrouten. 3. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Matrix anzeigen. 4. Klicken Sie in der Matrix auf das Feld in der Zeile GIESSEN, in dem sich das Lager STUTTGART-II mit dem Lager GIESSEN trifft. 5. Klicken Sie auf Aktionen/Neu und wählen Sie im Feld In Transit Code den Wert FREMD-LOG.

166 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 27: Nachdem Sie die Umlagerung geplant haben, möchten Sie 5 Stück des Artikels OPT Origineller Promitisch aus dem Lager GIESSEN in das Lager STUTTGART-II verschieben. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Lager/Planung & Ausführung/Umlagerungsaufträge. 2. Klicken Sie auf Neu. 3. Füllen Sie die Felder Umlag. von Code und Umlag. nach Code entsprechend der Aufgabenstellung. 4. Füllen Sie die Blattzeilen mit dem im Text genannten Artikel und der entsprechenden Menge. 5. Geben Sie den Auftrag frei und klicken Sie auf Aktionen/Funktion/Warenausgang erstellen. Verfahren Sie anschließend nach dem gleichen Muster wie in Aufgabe 13, um den Warenausgang buchen zu können. 6. Nach Buchung des Warenausgangs für das Lager GIESSEN erstellen Sie nun den Wareneingang für das Lager STUTTGART-II über Aktionen/Funktion/Wareneingang erstellen. Verfahren Sie dabei genauso wie in Aufgabe 11, mit dem Unterschied, dass Sie statt von einer Bestellung von ihrem gerade bearbeiteten Umlagerungsauftrag ausgehen.

167 Einführung in MS Dynamics NAV Aufgabe 28: Bei einer Inventur im Lager STUTTGART-II stellen Sie fest, dass nur 4 Stück des soeben umgelagerten Artikels OPT Origineller Promitisch im Lager auffindbar sind. Erfassen Sie den Artikelschwund im System. 1. Öffnen Sie den Link Abteilungen/Lager/Logistikmanagement. 2. Wählen Sie dort die Logistik Inventur Buch.-Blätter aus. 3. Im Logistik Inventur Buch.-Blatt klicken Sie auf Lagerbestand berechnen und geben im Filter die Nummer des entsprechenden Artikels an (hier im Beispiel Nr S). MS Dynamics NAV füllt die Zeilen im Logistik Inventur Buch.-Blatt automatisch mit den entsprechenden Werten der laut Lagerbestand vorhanden Artikelmengen des entsprechenden Artikels (hier: Nr S - in diesem Fall sind laut Lagerbestand des System Stück des Artikels im Lager GIESSEN (Lagerplatz A , Zone KOMM ) vorhanden). 4. In der Spalte Inventurmenge ist nun die physisch erfasste Menge von (bei Ihnen: Menge 4) einzutragen.

168 Einführung in MS Dynamics NAV Klicken Sie anschließend im Logistik Inventur Buch.-Blatt auf die Schaltfläche Registrieren. Sie erhalten die Meldung, dass die Buch.-Blatt Zeilen registriert wurden. Nun ist der Vorgang aber noch nicht abgeschlossen, der registrierte Artikelabgang ist an dieser Stelle noch zu buchen: 6. Öffnen Sie den Link CRONUS AG/Abteilungen/Lager/Planung & Ausführung/Artikel. Dort wählen Sie Artikel Buch.-Blatt aus.

169 Einführung in MS Dynamics NAV Wählen Sie dort Aktionen/Funktion/Ausgleich berechnen und geben Sie als Filter die entsprechende Artikelnummer (Nr.), hier 2336-S, an. MS Dynamics NAV berechnet für den angegebenen Artikel automatisch die noch zu buchenden Posten im System. Die soeben für den Lagerplatz A in der Zone KOMM registrierten -5 Stück (bei Ihnen: -1 Stück) des Artikels 2336-S werden als Abgang angezeigt: 8. Klicken Sie nun auf Buchen und bestätigen Sie das Dialogfeld mit Ja. Sie erhalten die Meldung, dass die Buch.-Blatt Zeilen gebucht wurden. Die Menge von (bei Ihnen: 4) ist nun im Lagerbestand erfasst.

170 Einführung in MS Dynamics NAV H Literatur 1. Abts, Dietmar; Mülder, Wilhelm: Grundkurs Wirtschaftsinformatik Eine kompakte und praxisorientierte Einführung, 5. Auflage, Wiesbaden: Friedr. Vieweg & Sohn Verlag Lusczak, Andreas; Singer, Robert: Microsoft Dynamics NAV 2009 Grundlagen: Kompaktes Anwenderwissen zur Abwicklung von Geschäftsprozessen, 1. Auflage, Deutschland: Microsoft Press 2009, S. 21 f.

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