Wirtschafts- und Sozialstatistik
|
|
|
- Nicolas Esser
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Thomas Augustin und Sebastian Petry WS 29/1
2 Teil I Weitere deskriptive Verfahren
3 1 Konzentrationsmessung
4 1. Vorbemerkungen 1. Vorbemerkungen Literatur Dittrich, C. (28): Methoden zur statistischen Messung der Konzentrationsmessung - vergleichende Darstellung und Anwendung in Armutsstudien. Diplomarbeit am Institut für Statistik der Universität München. Fahrmeier, L. & Künstler, R. & Pigeot, I. & Tutz, G. (7. Auflage, 29): Statistik - Der Weg zur Datenanalyse. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York. Kleiber, C. (2): Halbordnungen von Einkommensverteilungen. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttigen. von der Lippe, P. (1993) Deskriptive Statistik (Kapitel 6). Gustav Fischer Verlag, Stuttgart Piesch, W. (1975): Statistische Konzentrationsmaße. Formale Eigenschaften und verteilungstheoretische Zusammenhänge. Mohr(Siebeck). Tübingen 1 Konzentrationsmessung 4
5 1. Vorbemerkungen Piesch, W. (23): Ein Überblick über einige erweiterte Gini-Indices. Eigenschaften, Zusammenhänge, Interpretationen; Hohenheimer Diskussionsbeiträge 22/23. Toutenburg, H., Heumann, C (28): Deskriptive Statistik. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York. 1 Konzentrationsmessung 5
6 Durchgängige Annahmen in Kapitel 1.1 und Vorbemerkungen X sei ein verhältnisskaliertes Merkmal (mit Urliste x 1,...,x n ) und der Größe nach geordneten Ausprägungen a 1,...,< a k. und h 1,...,h k. Ferner seien f 1,...,f k die zugehörigen absoluten bzw. relativen Häufigkeiten; die empirische Verteilungsfunktion werde mit F X ( ) oder F( ) bezeichnet. Zudem x i, für alle i = 1,...,n und Null verschieden) n x i > (d.h mindestens ein Wert ist von i=1 Betrachtet werden die der Größe nach geordneten Daten: x (1) x (2)... x (n) (Achtung: Die Klammern im Index werden in der Literatur oft weggelassen (z.b in (Fahrmeir et al. (29)); dann muss man vor dem Anwenden der dortigen Formeln die 1 Konzentrationsmessung 6
7 1. Vorbemerkungen Daten ordnen. Allerdings wird auch hier angenommen, dass a 1 < a 2 <... < a k gilt, dass also diese Ausprägungen bereits geordnet sind.) Hier wird also zunächst deskriptiv/diskret gearbeitet. Der stetige Fall wird dann in Kapitel 1.3 betrachtet. Warum überhaupt Konzentrationsmaße als eigenes Gebiet? Bem [Zum Ungenügen der Varianz und des Variationskoeffizienten als (alleiniges) Maß für (relative) Konzentration] Gleicher Wert der Varianz/Streuung, aber ganz unterschiedliches Streuverhalten. Es gibt eine Unmenge an Konzentrations- und Ungleichheitsmaßen, z.b. Rinne (23 3 ) führt über 5 verschiedene Maße auf, hier natürlich nur Beschränkung auf ein paar wesentliche. Im folgenden wird, öfters um die Beschreibung nicht zu komplex werden zu lassen, von reich und arm gesprochen, auch wenn andere Merkmale als Einkommen und 1 Konzentrationsmessung 7
8 1. Vorbemerkungen Vermögen betrachtet werden. Reich steht dann einfach für mit relativ großem Anteil an der Gesamtsumme (z.b. Umsatz, Stimmanteile (vgl. Lebensdaueranalyse: Tod)). 1 Konzentrationsmessung 8
9 1. Vorbemerkungen Bem [Typische Anforderungen an Konzentrationsmaße] ( Axiome, Piesch (1975, S. 168 ff.)) a) Unabhängigkeit von der Messskala: X und a X, a > haben dieselbe Konzentration. b) Symmetrie: Invarianz gegenüber der Permutation der Einzelanteile c) Stetigkeit: d) Verschiebungsprobe (Umverteilungssensitivität, Robin-Hood Sensitivität): Bei Umverteilung von den Reichen zu den Armen soll die Konzentration sinken, sofern natürlich dadurch nicht die Armen zu Reichen werden. e) Normierung: Wertebereich zwischen und 1, am besten mit und 1 als mögliche Werte. 1 Konzentrationsmessung 9
10 1. Vorbemerkungen Unterschiede zwischen relativer und absoluter Konzentration werden deutlich bei: f) Proportionalitätsprobe: Ersetzt man jeden Merkmalsträger mit Anteil v i an der Gesamtsumme durch c gleichgroße Einheiten mit Anteil v i c, so soll sich ein relatives Konzentrationsmaß nicht ändern, ein absolutes Konzentrationsmaß verkleinern. g) Ergänzungsprobe: Nimmt man Einheiten mit Merkmalsauspräungen dazu, so verändert sich ein absolutes Konzentrationsmaß nicht, ein relatives nimmt zu. 1 Konzentrationsmessung 1
11 1.1 Relative Konzentration 1.1 Relative Konzentration Die Lorenzkurve Def Die stückweise lineare Kurve durch die Punkte (,), (u 1,v 1 ), (u 2,v 2 ),..., (u n,v n ) = (1,1), wobei für jedes j = 1,...,n u j := j n und heißt Lorenzkurve. v j := j i=1 x (i) = n x i i=1 j i=1 n i=1 x (i) x (i) 1 Konzentrationsmessung 11
12 u j ist der Anteil der j kleinsten Merkmalsträger 1.1 Relative Konzentration v j der anteilige Beitrag dieser Einheiten zur Gesamtsumme n i=1 x i = n i=1 x (i) ( kumulierte relative Merkmalssumme ) 1 Konzentrationsmessung 12
13 Bem Relative Konzentration a) Insbesondere bei größeren Datensätzen vereinfacht sich die Berechnung wesentlich, wenn man die relativen/absoluten Häufigkeiten f 1,...,f k bzw. h 1,...,h k der der Größe nach geordneten Merkmalsausprägungen a 1 < a 2 <,...,< a k benutzt. Dann ist für j = 1,...,k u j = j l=1 h l n = j l=1 f l = F(a j ) (1.1) und v j = j h l a l l=1 = k h l a l l=1 j f l a l l=1 (1.2) k f l a l l=1 1 Konzentrationsmessung 13
14 1.1 Relative Konzentration b) Ist bei klassierten Daten mit den Klassen [c,c 1 ),[c 1,c 2 ),...,[c k 1,c k ] die Merkmalsverteilung in den Klassen nicht bekannt - und will man als Ergebnis dennoch eine einzelne Zahl -, so nimmt man wie beim arithmetischen Mittel als Approximation an, dass alle Ausprägungen in dieser Klasse auf die Klassenmitte m l = c l 1+c l 2 fallen. Damit erhält man mit f l und h l, l = 1,...,k als relative bzw. absolute Klassenhäufigkeiten und a l = m l, l = 1,...,k : v j = j h l m l l=1 = k h l m l l=1 j f l m l l=1. (1.3) k f l m l l=1 c) Während normalerweise bei Lorenzkurven nur die Punkte (,),(u 1,v 1 ),... interpretierbar sind, sind bei klassierten Daten auch die linearen Zwischenstücke interpretierbar. 1 Konzentrationsmessung 14
15 1.1 Relative Konzentration Bem [Zur Interpretation der Lorenzkurve] Bsp Gegeben sei ein Land mit folgender klassierter Verteilung Klasse (c l 1,c l ) [;1) [1;227.5] [227.5; ) arm mittel reich f l f 1 =.5 f 2 =.4 f 3 =.1 mit m 3 := 5 Man bestimme die Lorenzkurve. 1 Konzentrationsmessung 15
16 1.1.2 Der Gini-Koeffizient 1.1 Relative Konzentration Def [Gini-Koeffizient] Gegeben sei die geordnete Urliste x (1),x (2),...,x (n) eines verhältnisskalierten Merkmals X. G := 2 n i=1 i x (i) n n i=1 x i n+1 n heißt Gini-Koeffizient und G := n 1 G n normierter Gini-Koeffizient (Lorenz-Münzner-Koeffizient). 1 Konzentrationsmessung 16
17 1.1 Relative Konzentration Bem Man kann zeigen Herleitung über Trapezformel Toutenburg & Heumann (28)): Es gilt G = Fläche zwischen Winkelhalbierender und Lorenzkurve Fläche zwischen Winkelhalbierender und Abszisse = 2 Fläche zwischen Winkelhalbierender und Lorenzkurve Betrachtet man die geordneten Ausprägungen a 1 < a 2 <... < a k mit den Häufigkeiten h 1,h 2,...,h k, so gilt mit 1.1 und 1.2: k k G = l=1 (u l 1 +u l )f l a l 1 = k f l a l l=1 (u l 1 +u l )h l a l k h l a l 1 = 1 K f l (v l 1 +v l ) l=1 l=1 l=1 1 Konzentrationsmessung 17
18 1.1 Relative Konzentration Es gilt bei minimaler Konzentration G = und bei maximaler Konzentration G = n 1 n ; damit ist also G = bei minimaler Konzentration und G = 1 bei maximaler Konzentration. (Ist n sehr groß, so ist n 1 n 1, also G G.) 1 Konzentrationsmessung 18
19 1.1 Relative Konzentration Bsp [Konzentrationsmessung] Fortsetzung von Bsp. 1.6 Man veranschauliche und berechne in der Situation von Bsp. 1.6 den Ginikoeffizienten. 1 Konzentrationsmessung 19
20 1.1 Relative Konzentration Quantilsbezogene relative Konzentrationsmessung Oft stehen die Daten in einer anderen Form zur Verfügung: Gegeben sind dann Quantile (typischerweise Quartile, Quintile oder Dezile) und die Anteile des Merkmals, die auf die jeweiligen Quantile entfallen. Wie kann man dann immer noch die Lorenzkurve berechnen? Bsp [Einkommensverteilung Brasilien] Quintil z 1 z 2 z 3 z 4 z 5 Quelle: World Resources Institute: (Aufruf 28) 1 Konzentrationsmessung 2
21 Bem Relative Konzentration Beim Gini-Koeffizienten muss man sich mit einer Zusatzannahme behelfen: Wenn im jeweiligen Quantil alle Einkommen gleich sind (unrealistische Annahme, aber man hat keine Alternativen - sofern man auf die Quantifizierung durch eine einzelne Zahl abzielt - ), so hat man Häufigkeitsdaten mit den Ausprägungen a 1,a 2,...,a q vorliegen: a l ist der Wert im l-ten Quantil. Dieser so berechnete Wert von G ist eine untere Schranke für das wahre G! Gini-Koeffizienten: Algerien.3572 Brasilien.5562 Deutschland.334 Finnland.246 Niger.33 China Konzentrationsmessung 21
22 1.1.4 Einige weitere quantilsbasierte Maße 1.1 Relative Konzentration Insbesondere basierend auf dieser natürlichen, äquidistanten Einteilung lassen sich weitere relative Konzentrationsmaße definieren: Robin-Hood-Index (maximaler Nivellierungssatz, Schutzkoeffizient) (Wagschal (1999, S.135ff)) Wie viel müsste den Reichen weggenommen werden, um zu einer Konzentration von zu kommen? Ermittle für jedes Quantil den Abstand seines Anteils zu α! Aufaddieren der positiven Abstände liefert den Robin-Hood-Index. Dieser Anteil müsste verteilt werden, um zu einer gleichen Verteilung zu kommen! Grafische Bestimmung des Robin-Hood-Indexes Wagschal (1999, S.132) 1 Konzentrationsmessung 22
23 Also mit der Notation 1.1 Relative Konzentration z Anteil im l-ten Quantil, l = 1,...,q und mit a + := { a a > sonst RHI = q α z l + (= q z l α + = 1 2 ) q z l α l=1 l=1 l=1 Es gilt ferner RHI = max(l α v l ), l 1 Konzentrationsmessung 23
24 Quantilverhältnisse 1.1 Relative Konzentration etwa Dezilverhältnis z.b. Dezilratio 9:1= x.9 x.1, falls x.1 > beim Einkommensvergleich: also um welchen Faktor ist der untere Wert der 1% Reichsten größer als der obere Wert der 1% Ärmsten Minimale Konzentration: alles in einem Punkt x.1 = x.9 Dezilratio = 1 Umgekehrt Vorsicht: bei extremer Konzentration. Die Maßzahl könnte für Entwicklungsländer eventuell problematisch sein, aber etwa für Einkommensverhältnisse in OECD-Ländern sehr anschauliches Maß. 1 Konzentrationsmessung 24
25 Bsp Relative Konzentration Dezilverhältnisse 9:1 des Einkommens von Vollbeschäftigten im internationalen Vergleich Wagschal (1999, S.138) Norwegen Schweden Dänemark Belgien Finnland Deutschland Niederlande Schweiz Australien Italien Neuseeland Japan Frankreich Großbritannien Österreich Kanada Portugal USA 1 Konzentrationsmessung 25
26 1.2 Absolute Konzentration 1.2 Absolute Konzentration Vorbemerkungen Einige Maßzahlen der absoluten Konzentration Def Sei x (1) x (2)... x (n) die geordnete Urliste eines verhältnisskalierten n Merkmals mit x i >. Mit i=1 p (i) := x (i) n j=1 x j heißt Konzentrationsrate (vom Grade g). CR g := n i=n g+1 p (i) 1 Konzentrationsmessung 26
27 Bsp Absolute Konzentration Zweitstimmenanteile polit. Parteien bei Bundestagswahlen CDU/CSU 31,% 45,2% 47,6% 44,9% 48,8% 41,5% 38,5% 35,2% 33,8% SPD 29,2% 28,8% 39,3% 45,8% 38,2% 36,4% 38,5% 34,2% 23,% FDP 11,9% 9,5% 9,5% 8,4% 7,% 6,9% 7,4% 9,8% 14,6% Grüne ,6% 7,3% 8,6% 8,1% 1,7% PDS/Die Linke ,4% 4,% 8,7% 11,9% Sonstige 27,9% 16,5% 3,6%,9%,4% 3,5% 3,% 4,% 7,% 1 Konzentrationsmessung 27
28 Def Absolute Konzentration In der Situation von Def 1.12 heißt H := n i=1 p 2 (i) Herfindahl-Index. Die Größe 1 H wird auch Rae-Index genannt. In der Politikwissenschaft wird 1 H auch als Anzahl der effektiven Parteien bezeichnet. Man sieht, dass man sich von einem fast-zwei-parteiensystem zu einem Fünf- Parteiensystem entwickelt hat. 1 Konzentrationsmessung 28
29 1.2 Absolute Konzentration Bsp [ Durchschnittliche Fraktionalisierung von Parteiensystemen ] (Waagschal (1999, S. 145)) Land durchschnittl. Rae-Index USA.53 Österreich.6 Großbritannien.62 Deutschland.64 Schweiz.71 Italien.75 Frankreich.79 Niederlande.79 Finnland.82 1 Konzentrationsmessung 29
30 Bem Absolute Konzentration Es gibt eine große Anzahl weiterer Konzentrationsmaße. Eine wichtige Klasse sind Entropie-basierte Maße, insbesondere die normierte Entropie NEnt := n i=1 p(i) lnp(i), wobeii = 1,...,nvorausgesetzteird,p(i) >, ln(n) Ist p(i) 1 n, so ist NEnt = n i=1 1ln( 1 n ) n nln(n) = i=1 1 n ( ln(n) ) ln(n) = n i=1 1 n ( 1) = 1 1 Konzentrationsmessung 3
31 Im umgedrehten Grenzfall 1.2 Absolute Konzentration Setze: p(1) =... = p(n 1) = ε (wegen der vorausgesetzten Positivität der p(i) n 1 p(n) = 1 ε n 1 ( ) ε ln(ε) ln(n 1) NEnt = n 1 (1 ε) ln(1 ε) ln(n) ln(n) i=1 lim NEnt : ε lim εln(ε) = lim ε ε d Hospital = lim ε ln(ε) 1 ε = 1 ε 1 ε 2 = 1 1 ε = ε = und lim (1 ε)ln(1 ε) = ε 1 Konzentrationsmessung 31
32 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Technische Vorbereitungen, Quantilsfunktion, partielle Momente Bsp [Pareto-Verteilung] 2 Parameter m > untere Grenze des Trägers, Minimalpunkt; Lageparameter γ > 1 Gestaltparameter Dichtefunktion: f(x) = γ mγ x γ+1 I [m, )(x) Erwartungswert: EX = γ m γ 1 = m 1 1 γ (je größer γ, desto kleiner EX), m > wesentlich Verteilungsfunktion: F(x) = 1 ( m x) γ 1 Konzentrationsmessung 32
33 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen 1 Konzentrationsmessung 33
34 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bem [Einige Vorbereitungen für stetige Modelle] Sei X eine stetige Zufallsvariable mit Dichte f(x), und Verteilungsfunktion F(x), die der Einfachheit halber als streng monoton steigend vorausgesetzt werde, und existierendem Erwartungswert EX = xf(x)dx ( ). i) Dann heißt für a E a (X) = a xf(x)dx (1.4) partielles erstes Moment (partieller Erwartungswert) zu a von X. 1 Konzentrationsmessung 34
35 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Für E a ( ) gelten die üblichen Rechenregeln für Erwartungswerte weiter, vgl. Lorenzkurve: partielles Mittel. Vor allem ist für festes a E a (λ 1 X 1 +λ 2 X 2 ) = λ 1 E a X 1 +λ 2 E a (X 2 ). Man kann sogar - in Analogie zur Momentengenerierenden Momentengenerierende mit entsprechenden Eigenschaften definieren. - eine partielle Ferner verhält sich E a X analog zu EX bei Mischungen von Verteilungen (sic!). Ist f(x) = q j=1 λ jf j (x) für geeignete λ j, q i=1λ = 1, so ist E a (X) = a xf(x)dx = q λ j a xf j (x)dx. j=1 1 Konzentrationsmessung 35
36 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen ii) Für α [,1] heißt Q : [,1] R + α F 1 (α) Quantilsfunktion oder inverse Verteilungsfunktion und Q : [,1] R + α Q(α) EX = F 1 (α) EX normierte Quantilsfunktion oder normierte inverse Verteilungsfunktion. 1 Konzentrationsmessung 36
37 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Q( ) existiert wegen der vorausgesetzten strengen Monotonie von F( ). Allgemeiner kann man auch die Voraussetzung der strengen Monotonie fallen lassen (sofern man EX fordert). Setzt man Q(α) = inf{x F(x) α}, so bleiben untenstehende Ergebnisse im Kern erhalten. 1 Konzentrationsmessung 37
38 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bsp [Quantilsfunktion der Paretoverteilung] Gegeben sei eine Pareto-verteilte Zufallsgröße X. Man bestimme die Quantilsfunktion und den Median. 1 Konzentrationsmessung 38
39 Bem Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bequem zum Berechnen der partiellen Momente in der Situation von Bem. 1.21, also insbesondere unter der Voraussetzung der Nichtnegativität (!) der Zufallsvariablen, sind folgende Beziehungen: E a X = a (1 F(x))dx a(1 F(a)), (1.5) also insbesondere EX = (1 F(x))dx = S(x)dx (1.6) 1 Konzentrationsmessung 39
40 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen mit der Survivorfunktion oder Überlebensfunktion S(x) := 1 F(x) und E a X = F(a) Q(α)dα, (1.7) also insbesondere EX = 1 Q(α)dα (1.8) und 1 Q (α)dα = 1. (1.9) Zur Veranschaulichung von (1.8) basierend auf (1.6): 1 Konzentrationsmessung 4
41 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Gegeben sei eine stückweise lineare Verteilungsfunktion durch (,),(1,.25),(2,1), danach nicht mehr strengmonoton, graphische Veranschaulichung geht aber trotzdem. 2 1 EX= b c a 1 F(x)dx=a+b+c 1 2 F(x) 2 1 Q(α) c a b Q(x)=a+b+c 1 Konzentrationsmessung 41
42 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Oft ist es auch hilfreich, (1.7) von rechts nach links zu lesen; für eine bestimmte Obergrenze α des Integrals ergibt sich aus der Bezeichnung α = F(a) = a = F 1 (α) = Q(α) α Q( α)d α = E Q(α) X. 1 Konzentrationsmessung 42
43 Bem Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Man beweise (1.5) und (1.6), sowie (1.7) und (1.8) und (1.9) Den Beweis von (1.5) erhält man über partielle Integration: Setze a (1 F(x))dx = a u (x) v(x)dx mit u (x) 1 und v(x) = (1 F(x))dx. 1 Konzentrationsmessung 43
44 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Dann ist mit df(x) dx = f(x) und u(x) = x a (1 F(x))dx = [ ] a x (1 F(x)) = (a(1 F(a)) + a a x ( f(x))dx = x f(x)dx = = a(1 F(a))+E a X, woraus die Behauptung folgt. Für (1.6) ist bei beschränktem Träger nichts mehr zu zeigen. Verschwindet aber f(x) nicht an den Rändern, so beachte man, dass bei unbeschränktem Träger nach d Hospital folgt lim (a(1 F(a)) = lim a a ( a 1 1 F(a) ) = lim 1 = a 1 f(a) (1 F(a)) 2 1 Konzentrationsmessung 44
45 1.3.2 Die stetige Lorenzkurve 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Def [Gastwirths Definition der Lorenzkurve] Betrachtet werde unter den Voraussetzungen von Bem 1.18 eine nichtnegative Zufallsvariable X mit zugehöriger normierter Quantilsfunktion Q. Die Abbildung L : [,1] [,1] α L(α) = α Q ( α)d α heißt (stetige) Lorenzkurve von X bzw. zur Verteilung von X. Was hat das mit der üblichen Lorenzkurve zu tun? 1 Konzentrationsmessung 45
46 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bem [Verschiedene Darstellungen der stetigen Lorenzkurve L(α)] Es gilt für α 1 L(α) = α Q ( α)d α = α Q( α)d α EX (1.8) = α 1 Q( α)d α Q( α)d α = (1.1) = E Q(α) X EX (1.4) = F 1 (α) xf(x)dx. xf(x)dx Insbesondere die letzten beiden Darstellungen stellen unmittelbar den Bezug zum diskreten Fall her. In der Tat lassen sich natürlich beide Fälle durch das allgemeine Maßintegral einheitlich darstellen. 1 Konzentrationsmessung 46
47 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Mit x α = F 1 (α) kann man sich merken: (α,l(α)) = ( F(x α ), Ex α ) X EX Bsp [Gleichverteilung (im Sinne konstanter Dichte)] Gegeben sei eine auf [, b] gleichverteilte Zufallsgröße. Berechne die Lorenzkurve. 1 Konzentrationsmessung 47
48 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Der Gini-Koeffizient lässt sich wieder definieren als das Doppelte der Fläche zwischen Lorenzkurve α L(α) und der Winkelhalbierenden α α : 2 1 (α L(α))dα = = 2 [ α 2] L(α)dα = = 1 2 L(α)dα 1 Konzentrationsmessung 48
49 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Def [Gini-Koeffizient im stetigen Fall] In der Situation von Def heißt die Größe G = L(α)dα (1.1) Gini-Koeffizient zu L(α). Piesch (1975, S. 34) Tabelle: Lorenzkurven und Ginikoeffizienten verschiedener Verteilungen, auch Schranken der Lorenzkurven für Verteilungen mit wachsender, fallender Dichte. 1 Konzentrationsmessung 49
50 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bem [Gini-Koeffizient im stetigen Fall] i) Es gibt eine ganze Reihe sehr unterschiedlich aussehender Formeln zur Berechnung des Gini-Koeffizienten (siehe z.b. Piesch (1975, S.53)). ii) Es gibt diverse Verallgemeinerungen des Gini-Index bei denen durch eine Gewichtsfunktion bestimmte Bereiche (z.b. Abweichungen bei den Armen) stärker gewichtet werden (z.b. für einen Überblick Piesch (23)). Hierdurch kann man eventuell auch der Nichtlinearität des Nutzen in Geldbeträgen ohne direkte Transformation von x auf verschiedene Art Rechnung tragen. iii) Man beachte, dass der Gini-Index eine einzelne Maßzahl ist. Selbstverständlich können verschiedene Einkommensverteilungen zu demselben Gini-Koeffizienten führen. Natürlich informativer ist ein Vergleich von Funktionen, also der Lorenzkurven oder daraus abgeleitete Funktionen. iv) Man kann natürlich auch andere Maße verallgemeinern, z.b. zum Robin-Hood Index 1 Konzentrationsmessung 5
51 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen im stetigen Fall siehe: von der Lippe (1993, Kap.6) 1 Konzentrationsmessung 51
52 1.3.3 Halbordnungen auf Verteilungen Basisliteratur: Kleiber (2) 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Der Vergleich von die Verteilung charakterisierenden Funktionen produziert nur eine Halbordung (partielle Ordnung), d.h. man hat möglicherweise unvergleichbare Elemente. Def Seien X 1,X 2 zwei obige Bedingungen erfüllende Zufallsvariablen mit Verteilungsfunktion F 1 ( ) und F 2 ( ) und Lorenzkurven L 1 ( ) und L 2 ( ), dann heißt X 1 Lorenz-größer (Lorenz-ungleicher) als X 2, in Zeichen X 1 L X 2, falls für alle p [,1] gilt Dann sagt man auch L 1 (p) L 2 (p). F 1 L F 2. 1 Konzentrationsmessung 52
53 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen In der Risikomessung hat sich eingebürgert, Verteilungen hinsichtlich der sog. Stochastischen Dominanz zu vergleichen, die auf einem Vergleich von Verteilungsfunktionen hinausläuft. Def Seien X 1 und X 2 zwei reellwertige Zufallsvariablen mit Verteilungsfunktionen F 1 ( ) und F 2 ( ). Dann heißt X 1 stochastisch größer (bzw. größer im Sinne der stochastischen Dominanz (erster Ordnung)) als X 2, in Zeichen X 1 SD(1) X 2, falls für alle x R. F 1 (x) F 2 (x) 1 Konzentrationsmessung 53
54 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bsp [Motivationsbeispiel] Sei X 1 N(µ 1,σ 2 1) und X 2 N(µ 2,σ 2 2). Def Unter der Annahme, dass alle entsprechenden Integrale existieren, heißt eine Zufallsvariable X 1 größer als X 2 im Sinne der stochastischen Dominanz q-ter Ordnung, q N, in Zeichen X 1 SD(q) X 2, falls wobei für i = 1,2 F (q) 1 (x) F(q) 2 (x) x R, F (q) i (x) := x und F (1) i (x) := F i (x). F (n 1) i ( x)d x 1 Konzentrationsmessung 54
55 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen Bem In der Situation von Def gilt für festes q N X 1 SD(q) X 2 = X 1 SD( q) X 2 für alle q q. Die umgekehrte Implikation gilt im Allgemeinen nicht. Satz Setzt man in der Situation von Def. 1.3 und Def fest, X 1 := X 2 := X 1 E(X 1 ) und X 2 E(X 2 ), so sind folgende Aussagen äquivalent: 1 Konzentrationsmessung 55
56 1.3 Lorenzkurve und Ginikoeffizient für stetige Modelle, Halbordnungen auf Verteilungen i) X 1 L X 2 ii) X 1 X 2 iii) X 2 SD(2) X 1 iv) Eg(X 1) Eg(X 2) für alle integrierbaren, stetigen und konvexen Funktionen g( ). Die Äquivalenz von i) und iii) im Fall E(X 1 ) = E(X 2 ) wird oft als Satz von Atkinson (197) bezeichnet, die Äquivalenz von iii) und iv) in diesem Fall geht auf Hardy, Littlewood und Polya (1929) zurück. Der Satz ergibt sich dann als Korollar unter Verwendung von Gastwirths Definition der Lorenzkurve. 1 Konzentrationsmessung 56
4 Konzentrationsmessung
4 Konzentrationsmessung 4.0 Vorbemerkungen 4.0 Vorbemerkungen Konzentration: Ausmaß der Ballung von großen Anteilen an der gesamten Merkmalssumme auf wenige Einheiten. welchen Anteil am Gesamtvermögen
4 Konzentrationsmessung
4 Konzentrationsmessung 4.0 Vorbemerkungen 4.0 Vorbemerkungen Konzentration: Ausmaß der Ballung von großen Anteilen an der gesamten Merkmalssumme auf wenige Einheiten (Frage zum Beispiel: Welchen Anteil
4 Konzentrations- und Armutsmessung
4 Konzentrations- und Armutsmessung 222 4.1 Vorbemerkungen Konzentration: Ausmaß der Ballung von großen Anteilen an der gesamten Merkmalssumme auf wenige Einheiten. Fahrmeir, L. & Künstler, R. & Pigeot,
Kapitel VI - Lage- und Streuungsparameter
Universität Karlsruhe (TH) Institut für Statistik und Mathematische Wirtschaftstheorie Wahrscheinlichkeitstheorie Kapitel VI - Lage- und Streuungsparameter Markus Höchstötter Lehrstuhl für Statistik, Ökonometrie
Deskriptive Statistik Kapitel VII - Konzentration von Merkmalswerten
Deskriptive Statistik Kapitel VII - Konzentration von Merkmalswerten Georg Bol [email protected] Markus Höchstötter [email protected] Agenda 1. Einleitung 2. Lorenzkurve
3.2 Streuungsmaße. 3 Lage- und Streuungsmaße 133. mittlere Variabilität. geringe Variabilität. große Variabilität 0.0 0.1 0.2 0.3 0.4 0.
Eine Verteilung ist durch die Angabe von einem oder mehreren Mittelwerten nur unzureichend beschrieben. Beispiel: Häufigkeitsverteilungen mit gleicher zentraler Tendenz: geringe Variabilität mittlere Variabilität
Kenngrößen von Zufallsvariablen
Kenngrößen von Zufallsvariablen Die Wahrscheinlichkeitsverteilung kann durch die sogenannten Kenngrößen beschrieben werden, sie charakterisieren sozusagen die Verteilung. Der Erwartungswert Der Erwartungswert
13 Mehrdimensionale Zufallsvariablen Zufallsvektoren
3 Mehrdimensionale Zufallsvariablen Zufallsvektoren Bisher haben wir uns ausschließlich mit Zufallsexperimenten beschäftigt, bei denen die Beobachtung eines einzigen Merkmals im Vordergrund stand. In diesem
Kapitel VII - Konzentration von Merkmalswerten
Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON) Lehrstuhl für Ökonometrie und Statistik Kapitel VII - Konzentration von Merkmalswerten Deskriptive Statistik Prof. Dr. W.-D. Heller Hartwig Senska Carlo Siebenschuh
1.5 Erwartungswert und Varianz
Ziel: Charakterisiere Verteilungen von Zufallsvariablen (Bildbereich also reelle Zahlen, metrische Skala) durch Kenngrößen (in Analogie zu Lage- und Streuungsmaßen der deskriptiven Statistik). Insbesondere:
825 e 290 e 542 e 945 e 528 e 486 e 675 e 618 e 170 e 500 e 443 e 608 e. Zeichnen Sie das Box-Plot. Sind in dieser Stichprobe Ausreißer vorhanden?
1. Aufgabe: Eine Bank will die jährliche Sparleistung eines bestimmten Kundenkreises untersuchen. Eine Stichprobe von 12 Kunden ergab folgende Werte: 825 e 290 e 542 e 945 e 528 e 486 e 675 e 618 e 170
Kapitel 5 Kenngrößen empirischer Verteilungen 5.1. Lagemaße. x mod (lies: x-mod) Wofür? Lageparameter. Modus/ Modalwert Zentrum. Median Zentralwert
Kapitel 5 Kenngrößen empirischer Verteilungen 5.1. Lagemaße Wofür? Lageparameter Modus/ Modalwert Zentrum Median Zentralwert Im Datensatz stehende Informationen auf wenige Kenngrößen verdichten ermöglicht
4. Verteilungen von Funktionen von Zufallsvariablen
4. Verteilungen von Funktionen von Zufallsvariablen Allgemeine Problemstellung: Gegeben sei die gemeinsame Verteilung der ZV en X 1,..., X n (d.h. bekannt seien f X1,...,X n bzw. F X1,...,X n ) Wir betrachten
Statistik für Ingenieure Vorlesung 3
Statistik für Ingenieure Vorlesung 3 Prof. Dr. Hans-Jörg Starkloff TU Bergakademie Freiberg Institut für Stochastik 14. November 2017 3. Zufallsgrößen 3.1 Zufallsgrößen und ihre Verteilung Häufig sind
Erwartungswert als Integral
Erwartungswert als Integral Anton Klimovsky Gemischte ZVen, allgemeine ZVen, Erwartungswert für allgemeine ZVen, Lebesgue-Integral bzgl. WMaß, Eigenschaften des Integrals, Lebesgue-Maß, Lebesgue-Integral
Kapitel 6. Verteilungsparameter. 6.1 Der Erwartungswert Diskrete Zufallsvariablen
Kapitel 6 Verteilungsparameter Wie bei einem Merkmal wollen wir nun die Lage und die Streuung der Verteilung einer diskreten Zufallsvariablen durch geeignete Maßzahlen beschreiben. Beginnen wir mit Maßzahlen
Kapitel 2 Wahrscheinlichkeitsrechnung
Definition 2.77: Normalverteilung & Standardnormalverteilung Es sei µ R und 0 < σ 2 R. Besitzt eine stetige Zufallsvariable X die Dichte f(x) = 1 2 πσ 2 e 1 2 ( x µ σ ) 2, x R, so heißt X normalverteilt
1.5 Erwartungswert und Varianz
Ziel: Charakterisiere Verteilungen von Zufallsvariablen durch Kenngrößen (in Analogie zu Lage- und Streuungsmaßen der deskriptiven Statistik). Insbesondere: a) durchschnittlicher Wert Erwartungswert, z.b.
6. Stochastische Modelle II: Stetige Wahrscheinlichkeitsverteilungen, insbesondere Normalverteilungen
6. Stochastische Modelle II: Stetige Wahrscheinlichkeitsverteilungen, insbesondere Normalverteilungen Dr. Antje Kiesel Institut für Angewandte Mathematik WS 2011/2012 Bisher: Diskrete Zufallsvariablen,
Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3
Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3 Dr. Andreas Wünsche TU Bergakademie Freiberg Institut für Stochastik 15. April 2019 Dr. Andreas Wünsche Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3 Version: 1. April
Deskriptive Statistik Kapitel IX - Kontingenzkoeffizient
Deskriptive Statistik Kapitel IX - Kontingenzkoeffizient Georg Bol [email protected] Markus Höchstötter [email protected] Agenda 1. Untersuchung der Abhängigkeit 2.
4 Spezifizierende Beschreibung empirischer Verteilungen
4 Spezifizierende Beschreibung empirischer Verteilungen 55 4 Spezifizierende Beschreibung empirischer Verteilungen 4.1 Spezifika empirischer Verteilungen 59 4.2 Lagekennwerte 63 4.2.1 Arithmetisches Mittel
Einführung in die Statistik für Wirtschaftswissenschaftler für Betriebswirtschaft und Internationales Management
Einführung in die Statistik für Wirtschaftswissenschaftler für Betriebswirtschaft und Internationales Management Sommersemester 03 Hochschule Augsburg : Gliederung Einführung Deskriptive Statistik 3 Wahrscheinlichkeitstheorie
Stetige Verteilungen. A: Beispiele Beispiel 1: a) In den folgenden Abbildungen sind die Dichtefunktionen von drei bekannten Verteilungen graphisch
6 Stetige Verteilungen 1 Kapitel 6: Stetige Verteilungen A: Beispiele Beispiel 1: a) In den folgenden Abbildungen sind die Dichtefunktionen von drei bekannten Verteilungen graphisch dargestellt. 0.2 6
Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 4
Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 4 Prof. Dr. Hans-Jörg Starkloff TU Bergakademie Freiberg Institut für Stochastik 25. April 2016 Prof. Dr. Hans-Jörg Starkloff Statistik I für Betriebswirte Vorlesung
Theorem 9 Sei G eine Verteilungsfunktion in IR. 1. Quantil-Transformation: Wenn U U(0, 1) (standard Gleichverteilung), dann gilt P(G (U) x) = G(x).
Theorem 9 Sei G eine Verteilungsfunktion in IR. 1. Quantil-Transformation: Wenn U U(0, 1) (standard Gleichverteilung), dann gilt P(G (U) x) = G(x). 2. Wahrscheinlichkeit-Transformation: Sei Y eine Zufallsvariable
Bestimmte Zufallsvariablen sind von Natur aus normalverteilt. - naturwissenschaftliche Variablen: originär z.b. Intelligenz, Körpergröße, Messfehler
6.6 Normalverteilung Die Normalverteilung kann als das wichtigste Verteilungsmodell der Statistik angesehen werden. Sie wird nach ihrem Entdecker auch Gaußsche Glockenkurve genannt. Die herausragende Stellung
8. Formelsammlung. Pr[ ] = 0. 0 Pr[A] 1. Pr[Ā] = 1 Pr[A] A B = Pr[A] Pr[B] DWT 8.1 Gesetze zum Rechnen mit Ereignissen 203/467 Ernst W.
8. Formelsammlung 8.1 Gesetze zum Rechnen mit Ereignissen Im Folgenden seien A und B, sowie A 1,..., A n Ereignisse. Die Notation A B steht für A B und zugleich A B = (disjunkte Vereinigung). A 1... A
Statistik 2 für SoziologInnen. Normalverteilung. Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec. Themen dieses Kapitels sind:
Statistik 2 für SoziologInnen Normalverteilung Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec Statistik 2 für SoziologInnen 1 Normalverteilung Inhalte Themen dieses Kapitels sind: Das Konzept stetiger Zufallsvariablen Die
Standardnormalverteilung
Standardnormalverteilung 1720 erstmals von Abraham de Moivre beschrieben 1809 und 1816 grundlegende Arbeiten von Carl Friedrich Gauß 1870 von Adolphe Quetelet als "ideales" Histogramm verwendet alternative
3. Gemeinsame und bedingte Verteilung, stochastische Unabhängigkeit
3. Gemeinsame und bedingte Verteilung, stochastische Unabhängigkeit Lernziele dieses Kapitels: Mehrdimensionale Zufallsvariablen (Zufallsvektoren) (Verteilung, Kenngrößen) Abhängigkeitsstrukturen Multivariate
Zufallsvariablen. Diskret. Stetig. Verteilung der Stichprobenkennzahlen. Binomial Hypergeometrisch Poisson. Normal Lognormal Exponential
Zufallsvariablen Diskret Binomial Hypergeometrisch Poisson Stetig Normal Lognormal Exponential Verteilung der Stichprobenkennzahlen Stetige Zufallsvariable Verteilungsfunktion: Dichtefunktion: Integralrechnung:
1.5.4 Quantile und Modi. Bem [Quantil, Modus]
1.5.4 Quantile und Modi 1.5 Erwartungswert und Varianz Bem. 1.73. [Quantil, Modus] und Vertei- Analog zu Statistik I kann man auch Quantile und Modi definieren. Gegeben sei eine Zufallsvariable X mit Wahrscheinlichkeitsverteilung
Marcus Hudec. Statistik 2 für SoziologInnen. Normalverteilung. Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec. Statistik 2 für SoziologInnen 1 Normalverteilung
Statistik 2 für SoziologInnen Normalverteilung Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec Statistik 2 für SoziologInnen 1 Normalverteilung Inhalte Themen dieses Kapitels sind: Das Konzept stetiger Zufallsvariablen Die
DWT 1.4 Rechnen mit kontinuierlichen Zufallsvariablen 234/467 Ernst W. Mayr
1.4.2 Kontinuierliche Zufallsvariablen als Grenzwerte diskreter Zufallsvariablen Sei X eine kontinuierliche Zufallsvariable. Wir können aus X leicht eine diskrete Zufallsvariable konstruieren, indem wir
Philipp Sibbertsen Hartmut Lehne. Statistik. Einführung für Wirtschafts- und. Sozialwissenschaftler. 2., überarbeitete Auflage. 4^ Springer Gabler
Philipp Sibbertsen Hartmut Lehne Statistik Einführung für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler 2., überarbeitete Auflage 4^ Springer Gabler Inhaltsverzeichnis Teil I Deskriptive Statistik 1 Einführung
Statistik I. 2. Klausur Wintersemester 2011/2012 Hamburg, BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN!
Statistik I A 2. Klausur Wintersemester 2011/2012 Hamburg, 20.03.2012 BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN! Nachname:............................................................................
Übungsaufgaben, Statistik 1
Übungsaufgaben, Statistik 1 Kapitel 3: Wahrscheinlichkeiten [ 4 ] 3. Übungswoche Der Spiegel berichtet in Heft 29/2007 von folgender Umfrage vom 3. und 4. Juli 2007:,, Immer wieder werden der Dalai Lama
7.4 Charakteristische Funktionen
7.4 Charakteristische Funktionen Def. 25 Sei X Zufallsvariable mit Verteilungsfunktion F X und Dichte f X (falls X stetig) oder Wkt.funktion p i (falls X diskret). Die Funktion φ X (t) := Ee itx = eitx
Kapitel 4. Reihen 4.1. Definition und Beispiele
Kapitel 4. Reihen 4.1. Definition und Beispiele Ist (a n ) eine Folge von Zahlen, so heißt der formale Ausdruck a ν = a 0 + a 1 + a 2 +... eine Reihe; die einzelnen a ν sind die Glieder dieser Reihe. Um
4 Reihen und Finanzmathematik
4 Reihen und Finanzmathematik 4. Reihen Aus Folgen lassen sich durch Aufaddieren weitere Folgen konstruieren. Das sind die sogenannten Reihen, sie spielen in der Finanzmathematik eine wichtige Rolle. Sei
WISTA WIRTSCHAFTSSTATISTIK
WISTA WIRTSCHAFTSSTATISTIK PROF. DR. ROLF HÜPEN FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT Seminar für Theoretische Wirtschaftslehre Vorlesungsprogramm 28.05.2013 Konzentrationsmaße 1. Konzentrationsbegriff
5. Spezielle stetige Verteilungen
5. Spezielle stetige Verteilungen 5.1 Stetige Gleichverteilung Eine Zufallsvariable X folgt einer stetigen Gleichverteilung mit den Parametern a und b, wenn für die Dichtefunktion von X gilt: f x = 1 für
f(x) = P (X = x) = 0, sonst heißt Poisson-verteilt mit Parameter (oder Rate) λ > 0, kurz X P o(λ). Es gilt x x! 1 Wahrscheinlichkeitsrechnung 212
1.6.2 Poisson Verteilung Eine weitere wichtige diskrete Verteilung ist die Poisson-Verteilung. Sie modelliert die Anzahl (eher seltener) Ereignisse in einem Zeitintervall (Unfälle, Todesfälle; Sozialkontakte,
7.2 Moment und Varianz
7.2 Moment und Varianz Def. 21 Es sei X eine zufällige Variable. Falls der Erwartungswert E( X p ) existiert, heißt der Erwartungswert EX p p tes Moment der zufälligen Variablen X. Es gilt dann: + x p
2 Zufallsvariable und Verteilungsfunktionen
8 2 Zufallsvariable und Verteilungsfunktionen Häufig ist es so, dass den Ausgängen eines Zufallexperiments, d.h. den Elementen der Ereignisalgebra, eine Zahl zugeordnet wird. Das wollen wir etwas mathematischer
Kapitel II Kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsräume
Kapitel II Kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsräume 1. Einführung 1.1 Motivation Interpretation der Poisson-Verteilung als Grenzwert der Binomialverteilung. DWT 1.1 Motivation 211/476 Beispiel 85 Wir betrachten
Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik Definitionen und Sätze Prof. Dr. Christoph Karg Studiengang Informatik Hochschule Aalen Sommersemester 2018 2.5.2018 Diskrete Wahrscheinlichkeitsräume Diskreter
7. Konzentrations- und Disparitätsmessung
7. Konzentrations- und Disparitätsmessung Betrachte: Merkmal X, bei dem alle Daten x i 0 sind und die Merkmalssumme n i=1 x i eine sinnvolle Interpretation besitzt (extensives Merkmal) 314 Beispiel: X:
Weitere Lagemaße: Quantile/Perzentile I
3 Auswertung von eindimensionalen Daten Lagemaße 3.3 Weitere Lagemaße: Quantile/Perzentile I Für jeden Median x med gilt: Mindestens 50% der Merkmalswerte sind kleiner gleich x med und ebenso mindestens
Statistik I. 2. Klausur Wintersemester 2011/2012 Hamburg, BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN!
Statistik I A 2. Klausur Wintersemester 2011/2012 Hamburg, 20.03.2012 BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN! Nachname:............................................................................
Folie zur Vorlesung Wahrscheinlichkeitsrechnung und Stoch. Prozesse
Folie zur Vorlesung Wahrscheinlichkeitsrechnung und Stoch. Prozesse Die Gamma-Verteilung 13.12.212 Diese Verteilung dient häufig zur Modellierung der Lebensdauer von langlebigen Industriegüstern. Die Dichte
2 Zufallsvariable, Verteilungen, Erwartungswert
2 Zufallsvariable, Verteilungen, Erwartungswert Bisher: Zufallsexperimente beschrieben durch W-Räume (Ω, A, P) Häufig interessiert nur eine zufällige Größe X = X(ω), die vom Ergebnis ω des Zufallsexperiments
Übungsblatt 3. Größe in cm Anzahl der (Klassenmitten) Studenten ges:100
Aufgabe 1: Übungsblatt 3 Die Körpergröße von 100 Studenten sei wie folgt verteilt: Größe in cm Anzahl der (Klassenmitten) Studenten 158 1 162 6 166 10 170 22 174 21 178 17 182 14 186 5 190 3 194 1 ges:100
Deskriptive Statistik
Deskriptive Statistik Deskriptive Statistik: Ziele Daten zusammenfassen durch numerische Kennzahlen. Grafische Darstellung der Daten. Quelle: Ursus Wehrli, Kunst aufräumen 1 Modell vs. Daten Bis jetzt
11 Stochastisches Integral und Itô-Formel
11 Stochastisches Integral und Itô-Formel Im diskreten Finanzmodell bei selbstfinanzierender Strategie ϑ = {ϑ n n=,...,n mit Anfangswert V gilt : Ṽ n ϑ = V + n ϑ T j S j. j=1 Dieser diskontierte Wertprozess
4 Spezifizierende Beschreibung empirischer Verteilungen
4 Spezifizierende Beschreibung empirischer Verteilungen 62 4 Spezifizierende Beschreibung empirischer Verteilungen 4.1 Spezifika empirischer Verteilungen 66 4.2 Lagekennwerte 70 4.2.1 Arithmetisches Mittel
λ(a n ) n 1 = (λa n ) n 1. Abbildung 1: Graph einer Folge. b n = arctan(n), f n = cos(nπ), g n = n 2, h n = ( 1) n n.
Folgen Es sei X eine beliebige Menge. Eine Folge mit Werten in X ist eine Abbildung von N nach X. Es wird also jeder natürlichen Zahl n (dem Index) ein Element a n aus X zugeordnet (das n-te Folgenglied).
Übungen zur Vorlesung Differential und Integralrechnung I Lösungsvorschlag
MATHEMATISCHES INSTITUT DER UNIVERSITÄT MÜNCHEN Dr. E. Schörner WS 203/4 Blatt 20.0.204 Übungen zur Vorlesung Differential und Integralrechnung I Lösungsvorschlag 4. a) Für a R betrachten wir die Funktion
Kapitel 8: Zufallsvektoren
Folie zur Vorlesung Wahrscheinlichkeitsrechnung und Stoch. Prozesse 03.12.2015 Kapitel 8: Zufallsvektoren Statt einem Merkmal werden häufig mehrere Merkmale gleichzeitig betrachtet, z.b. Körpergröße und
Marcus Hudec. Statistik 2 für SoziologInnen. Normalverteilung. Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec. Statistik 2 für SoziologInnen 1 Normalverteilung
Statistik 2 für SoziologInnen Normalverteilung Univ.Prof. Dr. Marcus Hudec Statistik 2 für SoziologInnen 1 Normalverteilung Stetige Zufalls-Variable Erweitert man den Begriff der diskreten Zufallsvariable
Lösung Aufgabe 19. ( ) = [Mio Euro]. Empirische Varianz s 2 = 1 n
Statistik I für Statistiker, Mathematiker und Informatiker Lösungen zu Blatt 4 Gerhard Tutz, Jan Ulbricht, Jan Gertheiss WS 07/08 Lösung Aufgabe 9 (a) Lage und Streuung: Arithmetisches Mittel x = n i=
3 Reihen. 3.1 Konvergenz und Divergenz. Die Eindeutigkeit nach Satz 13 ergibt schließlich (5). (6) folgt aus (2) und (1) wegen. 1 a +log ba.
Die Eindeutigkeit nach Satz 3 ergibt schließlich (5). (6) folgt aus (2) und () wegen Aussage (7) ergibt sich aus () und (6). 0 = log b = log b ( a a) = log b a +log ba. 3 Reihen 3. Konvergenz und Divergenz
Mathematische und statistische Methoden I
Prof. Dr. G. Meinhardt 6. Stock, Wallstr. 3 (Raum 06-206) Sprechstunde jederzeit nach Vereinbarung und nach der Vorlesung. Mathematische und statistische Methoden I Dr. Malte Persike [email protected]
Definition Sei X eine stetige Z.V. mit Verteilungsfunktion F und Dichte f. Dann heißt E(X) :=
Definition 2.34. Sei X eine stetige Z.V. mit Verteilungsfunktion F und Dichte f. Dann heißt E(X) := x f(x)dx der Erwartungswert von X, sofern dieses Integral existiert. Entsprechend wird die Varianz V(X)
Wichtige Begriffe und Sätze aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Wichtige Begriffe und Sätze aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung Version: 22. September 2015 Evelina Erlacher 1 Mengen Es sei Ω eine Menge (die Universalmenge ) und A, B seien Teilmengen von Ω. Dann schreiben
Erwartungswert und Varianz von Zufallsvariablen
Kapitel 7 Erwartungswert und Varianz von Zufallsvariablen Im Folgenden sei (Ω, A, P ) ein Wahrscheinlichkeitsraum. Der Erwartungswert von X ist ein Lebesgue-Integral (allerdings allgemeiner als in Analysis
Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3
Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3 Dr. Andreas Wünsche TU Bergakademie Freiberg Institut für Stochastik 20. April 2017 Dr. Andreas Wünsche Statistik I für Betriebswirte Vorlesung 3 Version: 18.
Der Trainer einer Fußballmannschaft stellt die Spieler seiner Mannschaft auf. Insgesamt besteht der Kader seiner Mannschaft aus 23 Spielern.
Aufgabe 1 (2 + 1 + 2 + 2 Punkte) Der Trainer einer Fußballmannschaft stellt die Spieler seiner Mannschaft auf. Insgesamt besteht der Kader seiner Mannschaft aus 23 Spielern. a) Wieviele Möglichkeiten hat
www.mathe-aufgaben.com
Abiturprüfung Mathematik Baden-Württemberg (ohne CAS) Pflichtteil Aufgaben Aufgabe : ( VP) Bilden Sie die erste Ableitung der Funktion f mit f(x) = x sin( x + ) Aufgabe : ( VP) Berechnen Sie das Integral
8 Verteilungsfunktionen und Dichten
8 Verteilungsfunktionen und Dichten 8.1 Satz und Definition (Dichten) Eine Funktion f : R R heißt Dichtefunktion, kurz Dichte, wenn sie (Riemann-) integrierbar ist mit f(t) 0 für alle t R und Setzt man
13 Grenzwertsätze Das Gesetz der großen Zahlen
13 Grenzwertsätze 13.1 Das Gesetz der großen Zahlen Der Erwartungswert einer zufälligen Variablen X ist in der Praxis meist nicht bekannt. Um ihn zu bestimmen, sammelt man Beobachtungen X 1,X 2,...,X n
Die Funktion f sei (zumindest) in einem Intervall I = [a, b] definiert und dort hinreichend oft differenzierbar. f(x 0 ) f(x)
3.2.4. Analyse von Funktionen Die Funktion f sei (zumindest) in einem Intervall I = [a, b] definiert und dort hinreichend oft differenzierbar. Begriffe: Die Funktion f hat in x 0 I eine stationäre Stelle,
1 Wahrscheinlichkeitsrechnung. 2 Zufallsvariablen und ihre Verteilung. 3 Statistische Inferenz. 4 Hypothesentests. 5 Regression
0 Einführung 1 Wahrscheinlichkeitsrechnung 2 Zufallsvariablen und ihre Verteilung 3 Statistische Inferenz 4 Hypothesentests 5 Regression Zufallsgrößen Ergebnisse von Zufallsexperimenten werden als Zahlen
Zufallsvariablen: Die allgemeine Definition
KAPITEL 8 Zufallsvariablen: Die allgemeine Definition 8.1. Zufallsvariablen Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir ausschließlich Zufallsvariablen mit endlich oder abzählbar vielen Werten (also diskrete Zufallsvariablen)
Definition 2.1 Der Erwartungswert einer diskreten Zufallsvariablen mit Wahrscheinlichkeitsfunktion
Kapitel 2 Erwartungswert 2.1 Erwartungswert einer Zufallsvariablen Definition 2.1 Der Erwartungswert einer diskreten Zufallsvariablen mit Wahrscheinlichkeitsfunktion È ist definiert als Ü ÜÈ Üµ Für spätere
Welche der folgenden Aussagen sind richtig (jeweils 1 Punkt)?
Aufgabe 1 Welche der folgenden Aussagen sind richtig (jeweils 1 Punkt)? (a) Der Median entspricht dem 50%-Quantil. (b) Für eine eingipflige und symmetrische Verteilung gilt stets, dass der Median und der
+ 2 F2 (u) X 1 F1 (u)) Der Koeffizient der unteren Tail-Abhängigkeit von (X 1,X 2 ) T wird folgendermaßen definiert:
Tail Abhängigkeit Definition 12 Sei (X 1,X 2 ) T ein Zufallsvektor mit Randverteilungen F 1 und F 2. Der Koeffizient der oberen Tail-Abhängigkeit von (X 1,X 2 ) T wird folgendermaßen definiert: λ U (X
5.4 Verteilungsfunktion Verteilungsfunktion diskreten Zufallsvariablen stetigen Zufallsvariablen Verteilungsfunktion
5. Verteilungsfunktion Die Verteilungsfunktion gibt an welche Wahrscheinlichkeit sich bis zu einem bestimmten Wert der Zufallsvarialben X kumuliert Die Verteilungsfunktion F() gibt an, wie groß die die
Konvergenz von Folgen
6 Konvergenz von Folgen Definition 6.1 Eine Folge in C (oder R) ist eine Abbildung f : N C (oder R). Schreibweise: (a n ) n N, (a n ), a 1, a 2... wobei a n = f(n). Beispiele: 1) (1 + 2 n ) n N, 3 2, 5
Varianz und Kovarianz
KAPITEL 9 Varianz und Kovarianz 9.1. Varianz Definition 9.1.1. Sei (Ω, F, P) ein Wahrscheinlichkeitsraum und X : Ω eine Zufallsvariable. Wir benutzen die Notation (1) X L 1, falls E[ X ]
Statistik I. 1. Klausur Wintersemester 2010/2011 Hamburg, Art der Anmeldung: STiNE FlexNow Zulassung unter Vorbehalt
Statistik I 1. Klausur Wintersemester 2010/2011 Hamburg, 11.02.2011 BITTE LESERLICH IN DRUCKBUCHSTABEN AUSFÜLLEN! Nachname:............................................................................ Vorname:.............................................................................
Eine zweidimensionale Stichprobe
Eine zweidimensionale Stichprobe liegt vor, wenn zwei qualitative Merkmale gleichzeitig betrachtet werden. Eine Urliste besteht dann aus Wertepaaren (x i, y i ) R 2 und hat die Form (x 1, y 1 ), (x 2,
Stetige Verteilungen Rechteckverteilung
Stetige Verteilungen Rechteckverteilung Die Längenabweichungen X produzierter Werkstücke von der Norm seien gleichmäßig verteilt zwischen a = mm und b = 4mm. Die Dichtefunktion lautet also f(x) = für a
(6.29) Z X. Die standardnormalverteilte Zufallvariable Z, Z ~ N(0,1), weist den Erwartungswert (6.30) E(Z) = 0 und die Varianz (6.31) V(Z) = 1 auf.
Standardnormalverteilung Da die arameter μ und σ beliebige reelle Zahlenwerte bw. beliebige positive reelle Zahlenwerte (σ >0) annehmen können, gibt es unendlich viele Normalverteilungen. Die Dichtefunktion
3. Selbstbehalt und Selbstbeteiligung
3. Selbstbehalt und Selbstbeteiligung Georg Nöldeke Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Basel Versicherungsökonomie (FS 11) Selbstbehalt und Selbstbeteiligung 1 / 16 1. Modellrahmen 1.1
Zufallsvariable, Verteilung, Verteilungsfunktion
Kapitel 5 Zufallsvariable, Verteilung, Verteilungsfunktion 5.1 Zufallsvariable Sei (Ω, A, P ) ein beliebiger Wahrscheinlichkeitsraum. Häufig interessiert nicht ω selbst, sondern eine Kennzahl X(ω), d.h.
5 Kontinuierliches Wachstum
5 Kontinuierliches Wachstum Kontinuierlich meßbare Größe Wir betrachten nun eine Größe a, die man kontinuierlich messen kann. Den Wert von a zum Zeitpunkt t schreiben wir nun als a(t). Wir können jedem
