Informationsgewinnung und Kommunikation
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- Philipp Jaeger
- vor 9 Jahren
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1 Informationsgewinnung und Kommunikation Produktdesign Fachtheorie Produktdesign WS 09/10 Potsdam, 6. und 7. November 2009 Markus Klein
2 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Carl Rogers 1902 in Chicago geboren in Kalifornien gestorben Psychologe und Psychotherapeut Seine von einem humanistischen Menschenbild geprägten Arbeiten wirken bis heute in viele Bereichen der angewandten Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Sozialpädagogik hinein.
3 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Beratung und Beziehung Der Erfolg einer Beratung ist maßgeblich durch die Beziehung im Beratungskontext geprägt. Zwei Personen bilden ein Drittes- die Beziehung- das ist die Gesamtheit dessen, was gegenwärtig im Berater, im Klienten und zwischen Berater und Klienten vorgeht.
4 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Zur Herstellung einer konstruktiven Beratungsbeziehung benötigt der Berater nach Rogers: Einfühlendes Verstehen (Empathie) Eine positive Wertschätzung (Akzeptanz) Echtheit (Kongruenz)
5 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Akzeptanz Emotionale Wärme, Achten des Klienten Die Sichtweise des Ratsuchenden, sein subjektives Empfinden wird vom Berater akzeptiert. Ohne Wertung, ohne Diskussion über das Erleben. Erlebt der Ratsuchende Verständnis, fällt es ihm leichter sich zu öffnen und aus einer Verteidigungs- und Abwehrhaltung heraus zu kommen. Das Gefühl, anerkannt zu werden und vertrauen zu können, nimmt Spannung und Angstgefühle
6 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Empathie Einfühlendes Verstehen Soll sich in die Gefühlslage des Ratsuchenden einfühlen. Hilft Gefühle auszudrücken, abzuklären und zu strukturieren. Achtet auf die verbalen und nonverbalen Signale Versucht das innere Erleben und Fühlen zu verstehen. Nimmt die Gefühle des Ratsuchenden ernst.
7 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Kongruenz / Echtheit Echtheit im Verhalten des Beraters Der Berater ist sich dessen, das er selbst erlebt oder empfindet, deutlich bewusst und kann seine Gefühle und Empfindungen dem Ratsuchenden miteilen. (wenn die Situation es zulässt) Der Berater soll als Mensch für den Ratsuchenden transparent und echt sein.
8 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers AKZEP TANZ Ich erkenne das Gesagte als subjektive Realität an... Ich empfinde aktiv und präzise den Gesprächsinhalt einer Person nach Ich kann den Gesprächspartner und mich selbst als Person wertschätze n Unterschiedliche Wahrnehmungen und Meinungen können bestehen, ohne dass dies die Beziehung beeinträchtigt EMPATHIE Mein Gesprächsverhalten ist nicht fassaden- oder maskenhaft Ich verstehe dich- Ich erfasse einfühlsam die Bedeutungsinhalte KONGRU ENZ Ich fühle mich in mich selbst ein, und mache mir meine Empfindungen und Gefühle bewusst Mein inneres und mein äußeres Verhalten stimm en überein
9 Methoden der Gesprächsführung Aufmerksam und einfühlsam zuhören Das Gehörte in eigenen Worten zusammenfassen Gefühle zulassen und zum Ausdruck weiterer Gefühle ermuntern Offene Fragen stellen Die Äußerungen des Klienten zusammenfassen und ordnen
10 Methoden der Gesprächsführung Aktives Zuhören Paraphrasieren Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte
11 Aktives Zuhören Mit allen Wahrnehmungskanälen auf den Ratsuchenden eingestellt sein ihn nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, zu riechen, zu spüren Offen sein für alle Aspekte des Klienten was er ausdrückt, seine Meinungen, seine Wertungen, Einstellungen. Gleichzeitig sich selbst wahrnehmen in allen Aspekten und ich nehme war, was das Gegenüber in mir auslöst.
12 Aktives Zuhören Signale, die Bereitschaft ausdrücken, zuzuhören und zu verstehen: Kopfnicken, zugewandter freundlicher Blick, den Körper zuneigen, Äußerungen wie Ja, Hm, Genau, Aha usw. Signale, die ein Nichtverstehen oder Andersdenken anzeigen: Kopfschütteln, Blick abwenden, sich zurücksetzen, Arme verschränken, Äußerungen wie Nein, Aber, Ach was
13 Paraphrasieren/Wiederholen Eine gute Paraphrasierung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer kurzen, vorsichtigen Äußerung das Wesentliche dessen zusammen fasst und zurück spiegelt, was der Gesprächspartner gesagt hat.
14 Verbalisieren Das Verbalisieren von den erlebten Gefühlen des Ratsuchenden soll flexibel, deutlich und konkret das Erleben des Ratsuchenden aufgreifen: Vermeide eine abstrakte Sprache, drücke dich so einfach und klar wie möglich aus Verwende eine bildhafte plastische Sprache Benutze kurze Sätze Vermeide Wiederholungen der Äußerungen durch Verwendung von Synonymen Passe dich dem Sprachniveau des Klienten an.
15 Gesprächsvorbereitung Was ist das Ziel des Gesprächs? Grundregel: Kein Gespräch ohne klare, messbare Zielsetzung Welche Vorinformationen über mein Gegenüber oder das Problem benötige ich? Welche Unterlagen brauche ich, um einen kompetenten Eindruck zu vermitteln? Wie soll ich das Gespräch eröffnen, z.b.: Interesse wecken? Welche Besprechungspunkte will ich anschneiden? Mit welchen Einwänden rechne ich? Was sage ich kompetent und sachlich dazu? Was sind meine besonderen Stärken? Worin unterscheiden wir uns/ich mich von anderen? Welchen Nutzen hat mein/e Gesprächspartner/in von meinem Anliegen? Wie werde ich es ihm/ihr das verdeutlichen?
16 Sympathieregeln Zeigen Sie Ihre gute Seite, seien Sie freundlich und höflich Wer nicht lächelt kann nicht führen Halten Sie Blickkontakt Achten Sie die Meinung des Gesprächspartners, sagen Sie nicht, dass er unrecht hat Jeder soll stets sein Gesicht wahren können. Nutzen Sie nicht die Schwächen und Fehler Ihres Gesprächspartners Interessieren Sie sich auch für die Person, die Wünsche und die Probleme des Gesprächspartners Seien Sie ein aufmerksamer, aktiver Zuhörer Fragen und erläutern Sie anstatt zu behaupten Ehrliche Anerkennung baut den anderen auf und macht ihn zum Freund Haben Sie mal Unrecht, geben Sie es sofort zu Lassen Sie den Gesprächspartner mitreden, auch über sich selbst erzählen Sprechen Sie den anderen persönlich an, der eigene Name ist für jeden das bedeutungsvollste Wort
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