1. FACHSPRACHEN S. 95

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1 VORWORT Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Personenbezeichnungen in der Wirtschaftspresse". Das Ziel meiner Arbeit besteht darin, darauf hinzuweisen, welchen Personenbezeichnungen man in der Wirtschaftspresse begegnet und welchen Wortbildungsmöglichkeiten sie unterliegen. Die eigentliche Arbeit ist in sieben Kapitel eingeteilt, wobei die ersten vier Kapitel den theoretischen Teil und die letzten drei Kapitel den praktischen Teil meiner Diplomarbeit darstellen. Mit Rücksicht darauf, dass die einzelnen Personenbezeichnungen aus der Wirtschaftspresse exzerpiert wurden, die reich an fachsprachlichen und wirtschaftlichen Ausdrücken ist, habe ich in meine Diplomarbeit auch die Kapitel "Fachsprachen" und "Wirtschaftssprache" eingefügt. Diese ersten zwei Kapitel befassen sich mit allgemeinen theoretischen Problemen der Wirtschaftssprache auf Grund der mir zugänglichen Sekundärliteratur, deren Verzeichnis sich am Ende der vorliegenden Arbeit befindet. Zunächst war der Begriff "Fachsprache" zu klären und im Zusammenhang damit auf die Schwierigkeiten hinzuweisen, die bei der Beschreibung der Wirtschaftssprache hervortreten. Diese Bezeichnung ist eigentlich ein Sammelbegriff für unterschiedliche Fach- und Vermittlungsvarietäten und somit keine homogene Erscheinungsform. Das Kapitel 3 behandelt nicht nur die allgemeine Entwicklung der Presse, sondern auch die Wirtschaftspresse und das österreichische Wirtschaftsmagazin Trend, aus dem die Personenbezeichnungen exzerpiert wurden. Da das Ziel meiner Arbeit die Untersuchung der Wortbildungsmöglichkeiten bei den exzerpierten Personenbezeichnungen ist, biete ich im Kapitel 4 eine kleine Übersicht der deutschen Wortbildungsarten. Der theoretische Teil bildet also eine Grundlage für den folgenden praktischen Teil, in dem ich mich mit der Klassifizierung und Analyse des von mir exzerpierten Materials auseinandersetze. Das sprachliche Material wird in Kapiteln 5 und 6 je nach der Wortbildungsart in Gruppen eingeteilt, die näher charakterisiert werden. 9

2 Das fünfte Kapitel bietet außerdem auch die Erläuterung des Begriffes "Personenbezeichnung" und die Methodik meiner Arbeit. Anschließend folgt die statistische Auswertung (Kapitel 7) sowie auch die Zusammenfassung der von mir erreichten Ergebnisse. Bei der Bearbeitung der Diplomarbeit wurde ausschließlich aus der Literatur ausgegangen, die sich im Literaturverzeichnis befindet. Eine wichtige Informationsquelle stellten auch das österreichische Wirtschaftsmagazin Trend und die Korrespondenz mit den Mitarbeitern der Trend-Redaktion dar. 10

3 1. FACHSPRACHEN Mit Rücksicht darauf, dass ich mich während des Verfassens meiner Diplomarbeit mit der Wirtschaftspresse auseinandergesetzt habe, die viele fachsprachliche Ausdrücke enthält, möchte ich eingangs theoretisch das Phänomen "Fachsprachen" erörtern. Das Interesse an Fachsprachen reicht bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Obwohl die Existenz von Fachsprachen über mehrere Jahrhunderte zurückverfolgt werden kann, hat das sprachwissenschaftliche Interesse erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingesetzt. 1 Durch die Weiterentwicklung von Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und durch die Globalisierung gewannen die Fachsprachen immer mehr an Bedeutung. Die Welt ist durch eine fortlaufend stärkere Spezialisierung menschlicher Kenntnisse und Tätigkeiten geprägt, die ständig neue Bedingungen der Verständigung untereinander mit sich bringt. 2 Die wachsende internationale Zusammenarbeit in Politik, Ökonomie und Kultur hat neue Anforderungen an die Kommunikation überhaupt, speziell aber an die fachgebundene Kommunikation gestellt. Dem Gebrauch von Sprache als einem Mittel der fachlichen Verständigung kommt eine besondere Bedeutung zu. 3 Die Fachsprachen bilden heutzutage in erster Linie ein Kommunikationsmittel unter Fachleuten, das zur Mitteilung komplexer Sachverhalte dient. Dementsprechend sind sie an bestimmte fachliche Denk- und Handlungsweisen gebunden, die ihre sprachlichen Erscheinungsformen prägen. Diese Fachlichkeit kommt insbesondere im Bemühen um eine möglichst hohe Genauigkeit und Eindeutigkeit bei der Darstellung von Fachinformationen zum Ausdruck. 4 1 Hoffmann, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Akademie-Verlag. Berlin S zitiert nach Roelcke, T. Fachsprachen. Erich Schmidt Verlag. Berlin S. 7 3 Hoffmann, L. (Hrsg.) Fachsprachen, Instrument und Objekt. VEB Verlag Enzyklopädie. Leipzig S zuletzt geöffnet am

4 1.1. GESCHICHTE DER DEUTSCHEN FACHSPRACHEN Die Geschichte der deutschen Fachsprachen gilt als ungleichmäβig erforscht. Das gilt sowohl für die verschiedenen Zeitabschnitte der fachsprachlichen Entwicklung als auch für die einzelnen Fachsprachen. Es gibt keine umfassende Darstellung der Geschichte deutscher Fachsprachen und es fehlt auch die Periodisierung der deutschen Fachsprachengeschichte. Die gebräuchlichen zeitlichen Einteilungen des Deutschen nach Jacob GRIMM 5 (Althochdeutsch , Mittelhochdeutsch , Neuhochdeutsch seit 1500) und Wilhelm SCHERER 6 (Althochdeutsch , Mittelhochdeutsch , Frühneuhochdeutsch , Neuhochdeutsch seit 1650) erwiesen sich für eine Gliederung der deutschen Fachsprachengeschichte nur als teilweise nützlich, weil sie anhand anderer Kriterien gewonnen wurden. In dem Buch "Fachsprachen" von Thorsten ROELCKE 7 wird die Fachsprachengeschichte in drei Perioden gegliedert. Die erste Periode mit dem Namen "mittelalterliche Fachsprachen" umfasst die Zeit um das 8. Jahrhundert bis etwa zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Die zweite Periode "frühneuzeitliche Fachsprachen" stellt die Zeit vom 14. Jahrhundert bis zum Ende des 17. Jahrhunderts dar. Die dritte Periode repräsentiert unter der Bezeichnung "neuzeitliche Fachsprachen" die Zeit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Auβerdem unterscheidet ROELCKE 8 innerhalb der Fachsprachengeschichte die drei Bereiche Handwerk und Technik, Geist und Wissenschaft und Recht und Institutionen. 5 vgl. bei Roelcke, T., a. a. O., S vgl. bei Roelcke, T., a. a. O., S Roelcke, T., a. a. O., S Roelcke, T., a. a. O., S

5 Abbildung 1 gibt einen Überblick über die periodische Zuordnung der einzelnen Bereiche. Hell unterlegte Felder signalisieren das weitgehende Fehlen, mittel unterlegte Felder das eingeschränkte Bestehen und dunkel unterlegte Felder das uneingeschränkte Bestehen von Sprachen in Handwerk und Technik, Geist und Wissenschaft sowie Recht und Institutionen. Quelle: Roelcke, T. Fachsprachen. Erich Schmidt Verlag. Berlin S.161 Aus der Abbildung 1 geht hervor, dass die Periode "mittelalterliche Fachsprachen" durch das weitgehende Fehlen nationalsprachlicher Geistes- und Wissenschaftssprache sowie der Rechts- und Institutionensprache bestimmt ist. In der zweiten Periode "frühneuzeitliche Fachsprachen" leben die deutschen Handwerkssprachen fort und es erscheinen auch Versuche, nationalsprachliche Wissenschafts- und Institutionensprachen zu entwickeln. In der dritten Periode der "neuzeitlichen Fachsprachen" bilden sich infolge der Aufklärung im deutschen Raum nationalsprachliche Wissenschafts- und Institutionensprachen heraus Mittelalterliche Fachsprachen Der Beginn der deutschen Fachsprachengeschichte ist mit dem Beginn der deutschen Sprachgeschichte im 8. Jahrhundert gleichzusetzen. Die Quellenlage der mittelalterlichen fachsprachlichen Kommunikation ist im deutschsprachigen Raum jedoch recht uneinheitlich. Dies ist zum einen durch die untergeordnete Rolle des Deutschen gegenüber anderen Sprachen, vor allem dem Lateinischen bedingt, zum anderen durch die Tatsache, dass ein nicht geringer Teil der Überlieferung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Fachsprachen nicht 13

6 durch eigentlich spezifisch fachliche Texte erfolgt, sondern durch solche, die entweder der fachlichen Wissensvermittlung (wie enzyklopädische Werke) oder der sozialen bzw. rechtlichen Organisation fachlicher Tätigkeiten (wie etwa Zunft- oder Bauordnungen) gewidmet sind. 9 Die überlieferten Schriftzeugnisse stellen also nur ein unvollständiges Bild der mittelalterlichen Fachkommunikation dar, trotzdem dürfen die schriftlich überlieferten deutschen Fachsprachen des Mittelalters als ein recht gut erforschter Bereich der deutschen Sprachgeschichte gelten, was vor allem der so genannten Fachprosaforschung aus den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts um Gerhard Eis und dessen Schüler Gundolf Keil und Peter Assion zu verdanken ist. 10 Während vor dem 14. Jahrhundert zunächst vornehmlich Fachsprachen entstanden, die sich auf die unmittelbaren Tätigkeiten des täglichen Lebens bezogen, bildeten sich durch differenziertere Lebensbedingungen allmählich weitere Fachsprachen, hauptsächlich im handwerklichen Umfeld heraus. FLUCK 11 begründet das folgendermaβen: Der Ursprung der Fachsprachen ist ohne Zweifel in der Arbeitsteilung zu suchen, da in den einfach strukturierten Gesellschaften, in denen nicht mehr alle Arbeiten gemeinsam verrichtet wurden, sondern aufgrund der unterschiedlichen natürlichen Begabung eine erste Spezialisierung, zum Beispiel beim Bau von Waffen, in der Heilkunde oder im Jagwesen, stattfand. Die so entstandenen Fachsprachen existierten zunächst nur in mündlicher Form. Auf Grund der mangelnden Mobilität der Menschen und der regionalen Beschränktheit waren die Fachsprachen von dialektalen Besonderheiten geprägt. Man kann also 9 zitiert nach Roelcke, Thorsten., a. a. O., S Roelcke, T. a. a. O., S zitiert nach Fluck, Hans-Rüdiger. Fachsprachen. Einführung und Bibliographie. UTB für Wissenschaft. Stuttgart S

7 nicht zum Beispiel von einer einheitlichen deutschen Bauern- oder Jägersprache reden. 12 Was die Produzenten und Rezipienten der mittelalterlichen Fachsprachen betrifft, können zwei bedeutsame soziale Gruppen unterschieden werden. Die erste Gruppe wird von Angehörigen eines niedrigen sozialen Standes gebildet. Für diese Gruppe ist eine Fachsprache mit mundartlicher Prägung und eine geringe stilistische Ausformung typisch. Zur zweiten Gruppe gehören die Menschen aus einer höheren Schicht. Die Fachsprache dieser Gruppe weist eine Tendenz zur Überregionalität und eine ausgeprägte stilistische Ausformung auf Frühneuzeitliche Fachsprachen Die frühe Neuzeit stellt eine Periode groβer kultureller und sozialer Veränderungen nicht nur im deutschen, sondern auch im gesamten europäischen Raum dar. Man denkt an das Weltbild der Renaissance und das Menschenbild des Humanismus. Des Weiteren handelt es sich auch um eine Zeit starker welt- und sozialgeschichtlicher Veränderungen, zu denen zum Beispiel zahlreiche Entdeckungen, starke Ausweitung des Handels sowie Gründung erster Handelsniederlassungen gehören. Die Zeit zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert war durch das Nebeneinander von Latein und Volkssprachen im wissenschaftlichen Bereich geprägt. Die volkssprachlichen Wissenschaftssprachen traten zunehmend in Konkurrenz zum Lateinischen und es bildete sich sogar eine fachliche Zweisprachigkeit zwischen der alten Wissenschaftssprache Latein und den neuen Wissenschaftssprachen heraus, die ihren Ursprung in den Volkssprachen hatten. Die frühneuzeitliche Periode trug auch zur Herausbildung weiterer Textsorten bei. 12 Sechi, S. Verständlichkeit und Höflichkeit in der deutschen Verwaltungssprache der Gegenwart. Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Philosophie in der Fakultät für Philologie. Ruhr-Universität. Bochum S. 1 [online] 13 Roelcke, T., a. a. O., S

8 Hierzu zählen etwa Essays, Briefe, Dialoge als Textsorte eines Austausches von Thesen und Argumenten, wissensvermittelnde Schriften wie Wörterbücher und Lexika, Lehrbücher, Kommentare oder auch Grammatiken Neuzeitliche Fachsprachen Die dritte Periode der deutschen Fachsprachengeschichte ist durch eine ganze Reihe welt-, kultur-, technik- und sozialgeschichtlicher Veränderungen und Ereignisse geprägt. Eine weitere Fortsetzung fand in der Neuzeit die Herausbildung und Weiterentwicklung technischer Bereiche und angewandter Wissenschaften. Dieser Entwicklung verdankt man ein reiches Schrifttum an volkswirtschaftlicher Literatur und an Handwerks- und Industriebeschreibungen in Form von Monographien oder Aufsätzen in Sammelwerken. Während des 19. und 20. Jahrhunderts bildeten sich weitere Charakteristika der modernen deutschen Wissenschaftssprachen aus, zu denen unter anderem die erhöhte Abstraktion und Systematizität des Wortschatzes oder die Entstehung und Weiterentwicklung von Textsorten wie etwa wissenschaftlichen Monographien, wissenschaftlichen Aufsätzen, Buchbesprechungen, Forschungsberichten oder Lehrbüchern zählen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerieten die Fachsprachen zunehmend unter den Druck des Englischen, das sich in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr als internationale Sprache der unterschiedlichsten Bereiche etablierte DEFINITION DES BEGRIFFES FACHSPRACHE Die Zahl der Definitionen des Begriffes "Fachsprache" ist fast unüberschaubar. Eine einheitliche Fachsprachendefinition liegt jedoch bisher nicht vor. Bis heute 14 Roelcke, T., a. a. O., S Roelcke, T., a. a. O., S

9 ist es nämlich nicht gelungen, eine eindeutige und allgemeingültige Definition zu finden. Der Grund dafür liegt in dem ungelösten Verhältnis der Fachsprachen zur Gemeinsprache. Und gerade das Verhältnis zwischen diesen zwei Begriffen ist die Frage der Fragen, die die Fachsprachenforschung seit langem beschäftigt. 16 Die wohl bekannteste und auch aussagekräftigste Definition stellt die von Lothar HOFFMANN 17 dar: Fachsprache das ist die Gesamtheit aller sprachlichen Mittel, die in einem fachlich begrenzbaren Kommunikationsbereich verwendet werden, um die Verständigung zwischen den in diesem Bereich tätigen Menschen zu gewährleisten. Auβer dieser Definition existieren noch viele weitere, wenig bekannte Begriffsbestimmungen. Als Beispiel führe ich drei solche Definitionen an. BEIER 18 beschreibt die Fachsprachen folgendermaβen: Fachsprache wird von fachlich kompetenten Schreibern bzw. Sprechern gebraucht, um sich mit anderen (auch angehenden) Fachleuten derselben, mit Vertretern anderer Disziplinen oder Laien mit bestimmten Zielen über fachliche Sachverhalte zu verständigen. Sie umfaβt die Gesamtheit der dabei verwendeten sprachlichen Mittel und weist Charakteristika auf allen bisher von der Linguistik aus methodischen Gründen unterschiedenen innersprachlichen Ebenen auf, von denen die lexikalische, morphologische und syntaktische am besten erforscht ist. SCHMIDT 19 definiert die Fachsprache als: Mittel einer optimalen Verständigung über ein Fachgebiet unter Fachleuten. Sie ist gekennzeichnet durch einen spezifischen Fachwortschatz und spezielle Normen für die Auswahl, Verwendung und Frequenz gemeinsprachlicher lexikalischer und grammatischer 16 Hoffmann, L., Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S zitiert nach Hoffmann, Lothar., a. a. O., S zitiert nach Beier, Rudolf. Englische Fachsprache. Kohlhammer W. Stuttgart S zitiert nach Schmidt, Wilhelm. Charakter und gesellschaftliche Bedeutung der Fachsprache. In: Sprachpflege 18, S

10 Mittel; sie existiert nicht als selbständige Erscheinungsform der Sprache, sondern wird in Fachtexten aktualisiert, die auβer der fachsprachlichen Schicht immer gemeinsprachliche Elemente enthalten. DROZD/SEIBICKE 20 sind der Meinung, dass man die Fachsprache als eine Gesamtheit von Sprachmitteln betrachtet, die in einem bestimmten Bereich der menschlichen Tätigkeit zweckgebunden und die für eine spezifische Stilsphäre kennzeichnend sind und sich von anderen Stilschichten und typen abheben. Aus den oben angeführten Beispielen geht hervor, dass die verschiedenen Definitionsversuche Ähnlichkeiten aufweisen. Es wird immer wieder erwähnt, dass Fachsprachen in einem bestimmten Bereich benutzt werden, dass sie also einer Expertengruppe dienen. Zum Ausdruck kommen auch allgemeine Übereinstimmungen wie zum Beispiel die Auffassung, dass Fachsprachen keine selbständigen Sprachsysteme sind. Deswegen werden sie manchmal Systeme, Subsprachen, Subsysteme oder Subsubsysteme genannt GLIEDERUNG VON FACHSPRACHEN Es ist sehr schwierig, eine fertige und vollständige Gliederung der Fachsprachen vorzulegen. Praktisch ist diese nie zu erreichen, weil immer wieder neue Wissenschaftsgebiete entstehen und auch veraltete Wissenschaftsgebiete verschwinden oder in anderen Gebieten aufgehen. Das System der Fachsprachen ist also in ständiger Bewegung Horizontale Gliederung Unter horizontaler Gliederung von Fachsprachen ist die Anzahl aller möglichen 20 zitiert nach Drozd, Lubomír, Seibicke, Wilfried. Deutsche Fach- und Wissenschaftssprache. Bestandaufnahme. Theorie. Geschichte. Oscar Brandstetter Verlag. Wiesbaden S Ickler, T. Die Disziplinierung der Sprache: Fachsprachen in unserer Zeit. Gunter Narr Verlag. Tübingen S zuletzt geöffnet am

11 Fachsprachen zu verstehen, wobei das Angeben einer exakten Zahl nicht möglich ist, weil keine Einigkeit darüber besteht, wie viele Fachsprachen es eigentlich gibt. Zudem entstehen ständig neue Fachgebiete und damit wiederum neue Fachsprachen. Im Vordergrund der horizontalen Gliederung stehen die Fächergliederungen und Fachbereichseinteilungen. Es ist eine offene Reihe, in der die einzelnen Fachsprachen entsprechend dem Grad der Übereinstimmung der verwendeten sprachlichen Mittel angeordnet sind. Sie beschreibt eine Einteilung der einzelnen Fachsprachen nach verschiedenen Fachbereichen wie zum Beispiel Medizin, Physik, Chemie oder Bauwesen. Unter dem Fachbereich versteht man jedoch nicht nur die groβen Komplexe wie Medizin oder Chemie, sondern auch deren Teilbereiche wie Pharmazie, Mineralogie oder Kristallographie. 23 Man kann feststellen, dass zwischen manchen Fachsprachen eine enge Beziehung besteht. Zwischen anderen Fachsprachen gibt es im Gegenteil gar kein Verhältnis. Enge Beziehung gibt es mit Sicherheit zwischen den Fachsprachen der Mathematik und Physik, wenig Beziehungen existieren zwischen der Fachsprachen der Chemie und der Literaturwissenschaft. 24 Es gibt zwei bekannte und anerkannte Gliederungen von Fachsprachen. Die eine stammt von Lothar HOFFMANN 25. Abbildung 2 zeigt den Versuch von Lothar Hoffmann, die Einzelfächer und deren Fachsprachen nach ihrer Verwandtschaft zu sortieren, um den Verwandtschaftsgrad deutlich zu machen 23 Roelcke, T., a. a. O., S zuletzt geöffnet am Hoffmann, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S

12 Künstl. Literaturwissenschaft Pädagogik Philoso-... Ökonomie... Prosa phie der Land- u. Nah- rungsgüter- wirtschaft Landwirtschafts- wissenschaft Tierproduktion und Veterinärmedizin... Bauwesen... Maschinenbau... Elektrotechnik... Medizin... Chemie Physik Mathematik... Quelle: Hoffmann, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S. 58 In der Abbildung 2 werden von der künstlerischen Prosa ausgehend die einzelnen Fächer und Sprachen in eine lineare Abfolge gestellt. Die Punkte in der Tabelle sollen andeuten, dass zwischen die untersuchten Fachsprachen andere, noch nicht untersuchte treten können. 20

13 Abbildung 3 veranschaulicht die horizontale Gliederung der Fachsprachen, die im Buch "Fachsprachen" von Thorsten ROELCKE 26 vorkommt. FACHSPRACHEN THEORIESPRACHE PRAXISSPRACHE WISSENSCHAFTS- SPRACHE TECHNIKSPRACHE INSTITUTIONEN- SPRACHE WIRTSCHAFTS- SPRACHE KONSUMTIONS- SPRACHE Spr. d. Spr. d. Spr. d. Spr. d. Naturwiss. Geisteswiss. Produktion Fertigung SPRACHE DES DIENSTLEISTUNGS- SEKTORS (...) Quelle: Roelcke, T. Fachsprachen. Erich Schmidt Verlag. Berlin S. 35 Die drei wichtigsten Fachbereiche Wissenschaft, Technik und Institutionen werden in der Abbildung 3 dunkel unterlegt. Die Wissenschaftssprache wird bisweilen als Theoriesprache bezeichnet. Sie kann gegenüber den anderen Fachsprachen gut abgegrenzt werden. Schwieriger ist es mit der Abgrenzung der Technik und Techniksprache. Es hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass man unter Technik einen Fachbereich versteht, in dem die von Menschen geschaffenen Gerätschaften zweckgerichtet eingesetzt werden. Die Techniksprache ist dann diejenige, mit der über diese Geräte kommuniziert wird. Die Institutionensprachen sind solche Fachsprachen, die innerhalb von öffentlichen und nichtöffentlichen Organisationen verwendet werden. 26 Roelcke, T., a. a. O., S

14 Vertikale Schichtung Die vertikale Gliederung folgt den Abstraktionsebenen innerhalb eines einzelnen Faches und lässt eine Einteilung der Fachsprachen in verschiedenen Ebenen zu. Die Schichtung erfolgt nach verschiedenen Kriterien, zu denen Abstraktionsstufe, äuβere Sprachform, Milieu, Kommunikationsträger und Kommunikationsteilnehmer gehören. 27 Bekannt ist die vertikale Schichtung der Fachsprachen von Heinz ISCHREYT 28. Er setzt dabei drei fachliche und sprachliche Abstraktionsebenen an: Wissenschaftssprache, fachliche Umgangssprache und Werkstattsprache. Die obere Abstraktionsebene stellt die Wissenschaftssprache dar, die mittlere Ebene wird von der fachlichen Umgangssprache gebildet. Die unterste Abstraktionsebene wird durch die Werkstattsprache repräsentiert, die ihre mündliche und schriftliche Verwendung in Produktion, Verkauf oder Verwaltung findet. Neben H. Ischreyt versuchten auch andere Sprachwissenschaftler die Fachsprachen vertikal zu gliedern. Bedeutsame vertikale Gliederung entwickelte zum Beispiel Lothar HOFFMANN 29. Er spricht von fünf Hauptschichten. Es handelt sich um: - Sprache der theoretischen Grundlagenwissenschaften - Sprache der experimentellen Wissenschaften - Sprache der angewandten Wissenschaften und der Technik - Sprache der materiellen Produktion - Sprache der Konsumtion 27 Hoffmann, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S Ischreyt, H. Studien zum Verhältnis von Sprache und Technik. Institutionelle Sprachlenkung in der Terminologie der Technik. Schwann-Verlag. Düsseldorf S Hoffmann, L., a. a. O., S

15 1.4. FACHWORTSCHATZ Ein wesentliches Merkmal der Fachsprachen ist ihr Vokabular zur Benennung von Gegenständen, Inhalten und Sachverhalten. Wie bereits angedeutet wurde, sind heute viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durch fachliche Kommunikation geprägt. Jeder wird täglich mit Fachsprachen konfrontiert. Oft ist uns gar nicht mehr die Tatsache bewusst, dass viele Wörter, die wir alltäglich verwenden, ursprünglich aus bestimmten Fachsprachen in die Gemeinsprache eingedrungen sind. 30 Jede Fachsprache ist also durch einen entsprechenden Fachwortschatz gekennzeichnet. Bei der Untersuchung des Fachwortschatzes kann man auf das Problem stoβen, welche lexikalischen Einheiten man dazu überhaupt zählt. Verschiedene sprachtheoretische Richtungen haben eigene Auffassungen entwickelt. Die erste Möglichkeit berücksichtigt nur die eigentliche Fachterminologie, der anderen zufolge könnte man alle in einer Fachsprache auftretenden lexikalischen Einheiten als Fachwortschatz ansehen. Die dritte Auffassung besteht darin, innerhalb des Fachwortschatzes zu differenzieren und ihn auf Grund bestimmter Kriterien in mehrere Gruppen einzuteilen. 31 E. BENEŠ 32 unterscheidet Fachterminologie und nichtterminologischen Wortschatz. SCHMIDT 33 führt die Differenzierung noch weiter. Als Oberbegriff verwendet er " Fachausdruck " oder "Fachwort" und für "Termini" hält er nur Fachwörter, die durch eine Definition bestimmt sind. Die Termini machen jedoch nur einen Teil des Fachwortschatzes aus. Daneben stehen nicht definierte Fachwörter die Halbtermini wie Warenbezeichnungen, Fachwörter aus Kultur, Politik oder Sport. Die dritte Schicht besteht aus den so genannten Fachjargonismen. 30 Götze L., Hess-Lüttich E.W.B., a. a. O., S Hoffman, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S vgl. bei Hoffman, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S Schmidt, W., a. a. O., S

16 Im Laufe der Jahre hat sich eine Dreiteilung eingebürgert, die sich aus dem allgemeinen Wortschatz, allgemeinwissenschaftlichen Wortschatz und dem speziellen Fachwortschatz zusammensetzt. Unter allgemeinem Wortschatz versteht man den der Literatur, Presse und auch den der Umgangssprache. Den allgemeinwissenschaftlichen Wortschatz bilden lexikalische Einheiten, die in mehreren bzw. sehr vielen Fachsprachen auftreten. Der spezielle Fachwortschatz findet dagegen seine Verwendung nur in einer Fachsprache Hoffmann, L. Kommunikationsmittel Fachsprache. Eine Einführung. Akademie-Verlag. Berlin S

17 2. WIRTSCHAFTSSPRACHE Da die Personenbezeichnungen, mit denen ich mich im praktischen Teil meiner Diplomarbeit befassen werde, der Wirtschaftspresse entstammen, möchte ich dieses Kapitel der Wirtschaftssprache widmen. Eine der Fachsprachen stellt die Sprache der Wirtschaft dar. Wirtschaft, Interkulturelle Kommunikation und Informationstechnologie sind Bereiche, die heutzutage ihre Blütezeit erleben. Ein wesentlicher Teil der alltäglichen Kommunikation betrifft wirtschaftliche Sachverhalte. Kaum jemand kann heutzutage ohne ein Grundwissen über Wirtschaftssprache auskommen, hauptsächlich wenn er in Kontakt mit den Wirtschaftsinstitutionen wie Finanzämtern, Versicherungsanstalten oder Banken kommt. Die Wirtschaftssprache und das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge sind nicht mehr nur für Manager und Kapitalanleger wichtig, sondern für alle Sprachteilnehmer. 35 Auch der Fremdsprachenunterricht ist heute oft fachbezogener Sprachunterricht. An Beliebtheit gewinnen dabei im Bereich Deutsch als Fremdsprache wirtschaftsorientierte Sprachkurse, die heutzutage nicht nur an Wirtschaftsuniversitäten, sondern auch an manchen Philosophischen und Pädagogischen Fakultäten als freies Wahlfach angeboten werden. 36 Für die tschechischen Handelspartner war lange Zeit das Englische wohl die wichtigste Sprache der internationalen Wirtschaftskommunikation. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch gezeigt, dass für die komplexen Zusammenhänge der internationalen Wirtschaftskommunikation die Sprache Englisch allein nicht mehr ausreicht. Nicht nur Internationalität und interkulturelle Kompetenzen sind heute 35 Hundt, M. Modellbildung in der Wirtschaftssprache: Zur Geschichte der Institutionen- und Theoriefachsprachen der Wirtschaft. Niemeyer Verlag. Tübingen S Zeman, D. Wirtschaftsdeutsch als möglicher Problembereich der Germanistik am Beispiel fachlicher Phraseme. In: Lingua Viva 2. Katedry jazyků Jihočeské univerzity v Českých Budějovicích S

18 wichtige Schlüsselqualifikationen für den wirtschaftlichen Erfolg. Auch sprachliche Kompetenzen, bzw. Mehrsprachigkeit spielt für die internationalen Wirtschaftskontakte eine wichtige Rolle. So entwickelte sich auch das Deutsche zu einer der wichtigsten Wirtschaftssprachen in der Europäischen Union und ist vor allem in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu einer regionalen "lingua franca" geworden. 37 Die deutsche Wirtschaftssprache, bzw. das Wirtschaftsdeutsche ist jedoch nichts Neues. Bereits im 13. Jahrhundert sind die ersten Zeugen der kaufmännischen Buchführung entstanden. So hat zum Beispiel Gustav Korlén 1949 die Kieler Bruchstücke kaufmännischer Buchführung aus dem Ende des 13. Jahrhunderts herausgegeben. Bald entwickelten sich auch ziemlich modern aussehende Drucksachen wie Warenverzeichnisse, Reklameplakate oder Lotteriezettel. Von besonderer Bedeutung ist eine Schrift über das kaufmännische Berufsethos mit dem Namen "Ein schones Buchlein über rechte und unrechte kaufmannschaft und hendel", das der Leipziger Rechtslehrer und Zinnhändler Christoph Kuppner 1508 herausgab. 38 Die Anfänge der neuzeitlichen Wirtschaftssprache können auf das beginnende 20. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Interesse an der deutschen Sprache und somit auch an Deutsch als Wirtschaftssprache zunächst sehr gering. Erst durch die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland wurde das Interesse an Deutsch als Wirtschaftssprache wieder geweckt. Viele Sprachwissenschaftler begannen, sich mit der Wirtschaftssprache intensiv auseinanderzusetzen. Trotzdem wurde festgestellt, dass es im Bereich "Fachsprache Wirtschaft" immer noch groβe Forschungsdefizite gibt. Es fehlen zum Beispiel mehr Arbeiten über die Unterschiede zwischen Allgemeinsprache und Wirtschaftssprache, typologisch 37 zuletzt geöffnet am Eis, G. Mittelalterliche Fachliteratur. Metzler Verlag. Stuttgart S 7 26

19 orientierte Untersuchungen des lexikalisch-phraseologischen Systems sowie kommunikativ orientierte Untersuchungen der Textlinguistik. Deswegen gab es in den letzten Jahren zahlreiche Versuche, die Lücken in diesem Bereich zu verkleinern. Dazu soll unter anderem "Ein Projekt zum Thema Wirtschaftskommunikation" beitragen. Es läuft seit mehreren Jahren am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Im Rahmen dieses Projekts soll jene Literatur erfasst und dokumentiert werden, die sich in den unterschiedlichsten wirtschaftlichen Disziplinen mit sprachlichen und kommunikativen Fragestellungen beschäftigt DEFINITION DER WIRTSCHAFTSSPRACHE Im vorigen Kapitel, das den Fachsprachen gewidmet wurde, wurde die Tatsache zum Vorschein gebracht, dass es der Fachsprachenforschung immer noch nicht gelungen ist zu definieren, was genau unter dem Begriff Fachsprache zu verstehen ist. Gleiches gilt für den Begriff "Wirtschaftsdeutsch". Ein Grund hierfür ist sicher darin zu suchen, dass der Bereich der Wirtschaft viel stärker mit dem Alltagsleben verflochten ist als andere Bereiche. Man könnte sagen, dass fast alle Lebensbereiche mit der Wirtschaft und dadurch mit der Wirtschaftssprache viel zu tun haben. 40 Zum anderen ist auf die Heterogenität bzw. die Vielschichtigkeit des Begriffes "Wirtschaftsdeutsch" hinzuweisen. Und nicht zuletzt gibt es ein generelles Theoriedefizit in der Behandlung des Themas Wirtschaftssprache, das heiβt es werden jeweils Teilaspekte behandelt, ohne daβ eine Einordnung des Untersuchungsgegenstandes in einen sprachsystematischen Zusammenhang vorgenommen wird Zeman, D., a. a. O., S zuletzt geöffnet am zitiert nach Hundt, Markus., a. a. O., S

20 Die wohl bekannteste Definition der Wirtschaftssprache stammt von BUHLMANN/FEARNS 42, die in Anlehnung an die Beschreibung der Fachsprache von Lothar Hoffmann eine Definition speziell für das Wirtschaftsdeutsche abgeleitet haben: Wirtschaftsdeutsch - das ist die Gesamtheit aller Fachsprachen, d.h. aller sprachlichen Mittel, die in einem fachlich begrenzbaren Kommunikationsbereich, nämlich dem der Wirtschaft, verwendet werden, um die Verständigung zwischen den in diesem Bereich tätigen Menschen zu gewährleisten. Den meisten Definitionsversuchen ist gemeinsam, dass die Wirtschaftssprache mit einem Komplex, Konglomerat oder einem Sammelbegriff für diverse Fachsprachen gleichgesetzt wird. Dieser aus anderen Fachsprachen zusammensetzender Komplex bezieht unter anderem die Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftspolitik, Handel, Industrie, Betriebswissenschaft, Börse, Werbung, Steuern und Recht. Der technische Fortschritt und die starke Internationalisierung haben zu einem Umbruch in der Wirtschaft geführt, dementsprechend hat auch die Zahl der wirtschaftsbezogenen Fachsprachen in der letzten Zeit stark zugenommen. Deswegen war es notwendig, neben den klassischen Teilbereichen auch neue Arbeitsfelder wie Marketing, Consulting, Steuerberatung, Public Management, Innovations- und Technologiemanagement aufzunehmen W I R T S C H A F T S S P R A C H E A L S G E G E N S T A N D D E R F O R S C H U N G E N Die sprachwissenschaftliche Beschäftigung mit der Wirtschaftssprache weist zwei zeitliche Schwerpunkte auf. Zum einen geht es um Forschungen, die zum 42 zitiert nach Buhlmann, Rosemarie., Fearns Anneliese. Handbuch des Fachsprachenunterrichts. Fremdsprachenunterricht in Theorie und Praxis. Langenscheidt. Berlin und München S = pdf, zuletzt geöffnet am

21 Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden, zum anderen um Forschungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen haben Die erste Forschungsphase: Bis 1945 Die erste Phase der Forschungen reicht bis zu den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie war historisch-etymologisch, später strukturell-funktionalistisch (Prager Schule) ausgerichtet. Diese Phase lässt sich in drei Richtungen einteilen: Wirtschaftslinguistik Wirtschaftsgermanistik Strukturelle funktionale Wirtschaftslinguistik Die Wirtschaftslinguistik Diese historisierende Richtung ist vor dem Ersten Weltkrieg entstanden. Die Wirtschaftslinguistik entstand als Forschungsrichtung nicht aus dem theoretischen Bedarf der Sprachwissenschaft, wie andere linguistische Teilgebiete. Ihr Entstehen ist den speziellen Sprachbedürfnissen einiger deutschen, holländischen und schweizerischen Wirtschaftsuniversitäten und Handelshochschulen zu verdanken. 46 Die Wirtschaftslinguistik wird durch Namen wie Messing, Stieda, Fehr und Jordan repräsentiert. Sie basiert auf der diachronen, das heiβt sprachgeschichtlichen Sprachanalyse. So beschäftigten sich die Hauptvertreter dieser Richtung zum Beispiel mit der Sprache der Hanse im 15. Jahrhundert, mit der historischen englischen Handelssprache, mit der Sprache des Marktes, mit der anglonormannischen Rechts-, Kanzlei- und Beamtensprache. 44 Hundt, M., a. a. O., S Hundt, M., a. a. O., S Zeman, D., a. a. O., S

22 Im Zentrum des Interesses steht jedoch nicht nur die Geschichte des Handels, sondern auch die Etymologie der Wörter. Der Beweis dafür ist die Tatsache, dass gerade in dieser Zeit Wörterbücher, etymologisch orientierte Stilkunde für die Sprache der Wirtschaft und die auf etymologischer Basis geschriebenen praktischen Sprachführer für Kaufleute entstanden sind. 47 Zu nennen sind vor allem das "Wörterbuch der Kaufmannsprache" von SCHIRMER 48 und das zweisprachige Wörterbuch von EITZEN. 49 Das Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts war auch durch die Sprachkritik gekennzeichnet. Die zu der Wirtschaftslinguistik gehörigen Sprachwissenschaftler haben gegen Fremdwörter in der Handelssprache und gegen den kaufmännischen Briefstil gekämpft. Der deutsche Geschäftsbrief wurde als ein abstoβendes italienisch-französisch-deutsches Gemisch bezeichnet. 50 Auβerdem hat einer der Hauptvertreter dieser Richtung MESSING 51 den Wunsch nach der Forderung der Institutionalisierung der Wirtschaftslinguistik ausgedrückt. Er setzte sich für die Einrichtung von Lehrstühlen für Wirtschaftssprache ein. Die Lehrstühle sollten an die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten angegliedert werden, an denen dann anhand der Wirtschaftssprache die Kultur der Nation studiert werden könnte. Dank der rasch zunehmenden Internationalisierung von Handelsbeziehungen in den 20er und frühen 30er Jahren wurde nämlich deutlich, dass erfolgreiches außenwirtschaftliches Handeln nicht auf Fremdsprachenkenntnissen allein aufgebaut werden kann, sondern dass hierzu wirtschaftssprachliche, ökonomische 47 Hundt, M., a. a. O., S Schirmer, A. Wörterbuch der deutschen Kaufmannssprache auf geschichtlichen Grundlagen. Trübner Verlag. Straβburg Eitzen F. W. Wörterbuch der Handelssprache. H. Haessel Verlag. Leipzig zitiert nach Hundt, Markus., a. a. O., S Messing, E.E.J. Methoden und Ergebnisse der wirtschaftssprachlichen Forschung. In: Actes du premier congrès international de linguistes à La Haye, du avril. Sijthoff. Leiden S

23 und kulturbezogene Kenntnisse sowie ein Verständnis für die Psyche des Fremden erforderlich sind. Schlieβlich gelang es zwar, an einigen Universitäten Lehrstühle für eine "wirtschaftssprachlich-nationenwissenschaftliche Ausbildung" einzurichten, eine umfassende Institutionalisierung eines entsprechend interdisziplinären Forschungsgebietes scheiterte jedoch an Akzeptanzvorbehalten etablierter wirtschaftswissenschaftlicher Fakultäten. 52 Im Mittelpunkt der heutigen Wirtschaftslinguistik steht die Forschung zur interkulturellen Wirtschaftskommunikation. Als ihr Begründer gilt der amerikanische Ethnologe Edward T. Hall. 53 Unter dem Begriff versteht man ein Forschungsfeld, welches sich mit sprachlich und kulturell bedingten Kommunikationsproblemen bei internationalen Wirtschaftsbeziehungen befasst. Seine Aufgabe ist es, systematisch und interdisziplinär zu analysieren, welche Faktoren die grenzüberschreitende Kommunikation in Handlungsfeldern der Wirtschaft positiv oder negativ beeinflussen Die Wirtschaftsgermanistik Die Wirtschaftsgermanistik repräsentiert der Prager Germanist Hugo Siebenschein. Die Untersuchungsziele dieser Richtung formuliert H. SIEBENSCHEIN 55 treffend im Vorwort zu seinen "Abhandlungen zur Wirtschaftsgermanistik" zuletzt geöffnet am zuletzt geöffnet am zitiert nach Zeman, Dalibor., a. a. O., S Siebenschein: zitiert nach Hundt, Markus., a. a. O., S

24 Es wird sich demnach eine doppelte Fragestellung ergeben. Die nach den Spiegelungen des Handels und des Kaufmannes in der Dichtung, in unserem spezifischen Falle in der deutschen Dichtung und natürlich vor allem in jener deutschen Dichtung, die dem čechoslovakischen Boden entsprungen ist; die Frage der etwaigen gegenseitigen Einwirkungen zwischen Poesie und Wirklichkeit. Zweitens die Frage nach den spezifischen Formgebungen der Spracherscheinungen kaufmännischen Inhalts; für dieses Forschungsgebiet ist der Name Wirtschaftslinguistik geprägt worden, Josef Čada hat ihr Programm in Rom auf dem III. Internationalen Linguistischen Kongreβ entworfen und überdies in der Vierteljahrschrift Slovo a slovesnost (Heft 1, 1935) ihre einzuschlagenden Wege präzisiert. Diese doppelte Fragegliederung wäre somit vom Standpunkt einer čechischen Wirtschaftsgermanistik für einige Zeit die gegebene und sie lieβe sich auf jedes Zeitalter, auf jedes Problem und auf jede stoffliche in Betracht kommende Persönlichkeit anwenden Strukturelle funktionale Wirtschaftslinguistik Zu den bekanntesten strukturellen funktionalen Wirtschaftslinguisten gehören Vančura und Krejčí. Die Vertreter der in Prag entstandenen strukturellen funktionalen Wirtschaftslinguistik erkannten das Problem des Theoriedefizits bei der Beschäftigung mit der Fachsprache der Wirtschaft und forderten vor allen sprachlichen Detailuntersuchungen eine theoretische Fundierung des Gegenstandsbereiches. 56 Sie beschäftigten sich auch mit der Frage, wie sich die vielen verschiedenen wirtschaftssprachlichen Texte klassifizieren lassen und auβerdem gliederten sie die Wirtschaftssprache nach Funktionalstilen in wissenschaftliche Arbeiten, Handelskorrespondenz, Lehrbücher und Zeitungsartikel. 56 zitiert nach Hundt, M., a. a. O., S

25 Die zweite Forschungsphase: Nach 1945 Die zweite Phase knüpfte kaum an die Arbeiten aus der ersten Forschungsphase an. Als Schwerpunkt dieser Richtung lassen sich die Bereiche Syntax und Morphologie, Sprach- und Ideologiekritik, Metaphorik in Wirtschaftstexten und Betriebslinguistik bezeichnen Syntax und Morphologie Die im Rahmen des Themenbereiches "Syntax und Morphologie" verfassten Arbeiten erforschen die wirtschaftssprachlichen Texte rein auf der syntaktischen oder allgemein grammatikalischen Basis, das heiβt unter Ausschluss der Semantik. Im Vordergrund steht auch die statistische Analyse des Textmaterials, die die Untersuchung der Frequenz bestimmter Wortarten, Wortbildungen und Satzkonstruktionen zum Ziel hat. So untersuchte zum Beispiel SCHEFE 57 medizinische, literaturwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Theorietexte mit dem Ziel, Unterschiede und spezifische syntaktische Eigenschaften der jeweiligen Fachsprache herauszuarbeiten. Die Sprachwissenschaftler De CORT 58 und HESSMANN 59 analysierten die Werke von 50 deutschsprachigen Autoren. Bei der Analyse der Werke gingen sie auf folgende Einzelfragen ein: die Satzlänge, Frequenz von Satzgliedern, Frequenz und Bildungsweise des Passivs, Art und Frequenz der erweiterten Attribute, Art und Häufigkeit von Substantivbildungen auf ung, oder die Art der Hypotaxen- und Parataxenbildung. Was die Textauswahl betrifft, stellen die Arbeiten von Schefe, de Cort und Hessmann eine Ausnahme dar. Die meisten Linguisten (Piirainen, Airismäki, Kvam, Höppnerová) untersuchten nämlich Textkorpora aus Wirtschaftspressetexten. Die Sprachwissenschaftler haben sich jedoch bis heute nicht über eine 57 Schefe, P. Statistische syntaktische Analyse von Fachsprachen mit Hilfe von Rechenanlagen am Beispiel der medizinischen, und literaturwissenschaftlichen Fachsprache im Deutschen. Göppingen vgl. bei Hundt, M., a. a. O., S vgl. bei Hund, M., a. a. O., S

26 typologische Trennung der unterschiedlichen Textsorten geeinigt. Deswegen wird also davon ausgegangen, dass die ganze Wirtschaftssprache nur aus den Börsenberichten besteht Sprach- und Ideologiekritik Die Kritik ist gegen die Art und Weise des Verfassens von Wirtschaftspressetexten gerichtet. Den Wirtschaftsredakteuren wird vorgeworfen, dass die Leser durch den Stil und auch durch die für den Normalleser uninteressanten Themen vom Lesen des Wirtschaftsteils der Tageszeitungen abgehalten werden. Das Ziel ist es, die Texte mit wirtschaftswissenschaftlicher Thematik nicht mehr nur an die Fachleute, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit zu vermitteln. Im Rahmen der Sprach- und Ideologiekritik wurde jedoch ein weitaus erheblicheres Problem entdeckt, und zwar, dass die Sprache zur Verschleierung von Herrschaftsverhältnissen missbraucht wird. Dafür spricht der häufige Gebrauch von Passivkonstruktionen mit dem Ziel, die beschriebenen Wirtschaftsvorgänge zu entpersonalisieren, und vor allem der Gebrauch von Metaphern Metaphorik in Wirtschaftstexten Wie bereits im Kapitel "Sprach- und Ideologiekritik" erwähnt wurde, stand die Verwendung von Metaphern in Wirtschaftstexten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nicht alle Linguisten waren jedoch der Meinung, dass die Metaphern zur Verschleierung von Sachverhalten dienen. KROEBER-RIEL 62 bietet eine abweichende Betrachtungsweise. Er geht davon aus, dass Metaphern zur Erleichterung der Informationsübermittlung verwendet werden und dass sie zur Fixierung neuer Gedanken, für die bislang noch keine Ausdrücke bestanden, zur 60 Hundt, M., a. a. O., S Hundt, M., a. a. O., S Kroeber-Riel, W. Wissenschaftstheoretische Sprachkritik in der Betriebswirtschaftslehre: semantische und pragmatische Untersuchungen betriebswirtschaftlicher Sprachen. Duncker & Humblot GmbH. Berlin S

27 Wiedergabe von Ergebnissen eines Vergleichs und zur anschaulichen bildhaften Ausdrucksweise beitragen. Es gibt jedoch auch andere Gründe metaphorisch zu sprechen. Zu den Wirtschaftswissenschaften gehören die sich dynamisch entwickelnden Wirtschaftszweige. Diese Entwicklung findet natürlich ihre Widerspiegelung in der Sprache. Die Sprache muss den enormen Bezeichnungsbedarf befriedigen. Aus diesem Grund kommt der Bedeutungsübertragung beim Entstehen des Fachwortschatzes eine wichtige Rolle zu Betriebslinguistik Die Betriebslinguistik ist eine junge, stark expandierende Richtung der Wirtschaftsspracheforschung, deren Hauptaufgabe in der Untersuchung der Kommunikationsprozesse innerhalb von Betrieben und zwischen Betrieben und der Auβenwelt liegt. Reiner POGARELL 64 gliedert die Betriebslinguistik in drei Hauptbereiche mit verschiedenen Unterebenen: 1. Betriebliche Auβenkommunikation a) Öffentlichkeitsarbeit b) Werbung c) standardisierte Auβenkommunikation (z.b. Geschäftsbriefe, Gebrauchsanweisungen) d) nichtstandardisierte Auβenkommunikation (Erschlieβung neuer Werbungszielgruppen) e) Fremdsprachige Auβenkommunikation 63 Weber, S. Fachkommunikation in deutscher Sprache: Ergebnisse, Probleme und Methoden der Fachsprachenforschung. VEB Verlag Enzyklopädie. Leipzig S Pogarell, R. Linguistische Fragestellungen in der betrieblichen Praxis. Alano-Verlag. Aachen S

28 2. Innerbetriebliche Kommunikation 3. Schulungsabteilung a) muttersprachliche Fertigkeiten b) innerbetriebliche Fremdsprachenausbildung c) Deutsch als Fremdsprache 2.3. GLIEDERUNG DER WIRTSCHAFTSSPRACHE Fast alle Sprachwissenschaftler, die sich mit der Wirtschaftssprache, bzw. mit Fachsprachen allgemein auseinander gesetzt haben, entwickelten eigene Gliederungsvorschläge der Wirtschaftssprache Gliederung nach Funktionalisten 65 Die Funktionalstilisten unterscheiden fünf Typen, bzw. Stile der Wirtschaftssprache: 1. den Geschäftsbrief-Stil (auch Schriftverkehr der Unternehmung) 2. den theoretisch-wissenschaftlichen Stil 3. den praktisch-belehrenden, vermittelnden Stil 4. die Sprache der Buchhaltung 5. den Stil der Wirtschaftspresse Gliederung nach Vančura 66 Er unterscheidet folgende Typen der Wirtschaftssprache: 1. traditionelle Sprache der Handelskorrespondenz mit ihrem internationalen und nationalen Formelschatz 65 vgl. bei Hundt, M., a. a. O., S vgl. bei Hundt, M. a. a. O., S

29 2. kodifizierte Terminologie des Geld- und Warenhandels 3. Sprache der Wirtschaftswissenschaften (Volkswirtschaft, Privatwirtschaft, Wirtschaftsrecht usw.) 4. Börsensprache, gesprochen und geschrieben 5. Werbesprache (Anzeigen, Reklame, Telegramme) Gliederung nach Kvam 67 In seinem Aufsatz zu Partizipialkonstruktionen und Partizipialattribute in deutschen Fachtexten der Wirtschaft schlägt Kvam folgende Einteilung des Wirtschaftsdeutschen vor: 1. interne Fachtexte, d. h. innerfachliche Kommunikation 2. externe Fachtexte 3. Nicht-Fachtexte Interne Fachtexte umfassen Fachkorrespondenz, Hochschullehre, Hochschulforschung usw. Externe Fachtexte liegen vor, wenn die Kommunikation zwischen Fachwelt und Laienwelt stattfindet Gliederung nach Borgulya 68 Bei der Analyse der einzelnen Sprachschichten der deutschen Wirtschaftssprache kam er zur folgenden Gliederung: 1. theoretisch-wissenschaftliche Texte 2. populärwissenschaftliche Texte 3. praktisch-fachliche Texte 67 Kvam, S. Partizipialkonstruktionen und Partizipialattribute in deutschen Fachtexten der Wirtschaft. Eine Fallstudie zur Positionsbestimmung der heutigen deutschen Fachsprache. S Borgulya, Á. Explizität in Fachtexten der Wirtschaft. In: Weber, S. Fachkommunikation in deutscher Sprache: Ergebnisse, Probleme und Methoden der Fachsprachenforschung. VEB Verlag Enzyklopädie. Leipzig S

30 Die Funktion der theoretisch-wissenschaftlichen Texte besteht darin, neue Erkenntnisse zu gewinnen und fixieren. Dem theoretisch-wissenschaftlichen Bereich sind in erster Linie Texte wie Wirtschaftsmonographien und theoretische Abhandlungen zuzuordnen, die in Form von Büchern oder in Zeitschriften veröffentlicht werden. Weiter sind Wirtschaftslehrbücher zu erwähnen. Da die Leser der populärwissenschaftlichen Texte nur über geringe Fachkenntnisse verfügen, besteht die Hauptfunktion solcher Texte primär in der Bereitstellung von Wirtschaftsinformationen in allgemeinverständlicher Form. Den populärwissenschaftlichen Bereich der Wirtschaftssprache findet man in Wirtschaftsmitteilungen der Tagespresse. Die praktisch-fachliche Schicht vertritt die Sprache der innerbetrieblichen Dokumentation. Die Dokumentation ist nicht an die Öffentlichkeit gerichtet, sondern sie dient den eigenen Zwecken einer Wirtschaftseinheit. Die praktischfachlichen Texte werden zum Beispiel durch Wirtschaftspläne, Plandokumentationen, Wirtschaftsberichte, Diskussionsmaterialien für Wirtschaftsbesprechungen oder Beschreibung von Wirtschaftstätigkeiten repräsentiert. Am ausführlichsten haben sich mit der Typologieproblematik Jürgen Bolten und Markus Hundt befasst Gliederung nach Bolten 69 Bolten klassifiziert die Wirtschaftssprache nach Textsorten und nach den dabei beteiligten Kommunikationspartnern. Dabei kommt er zur folgenden Gliederung: 69 Bolten, J. 'Fachsprache' oder 'Sprachbereich? Empirisch-pragmatische Grundlagen zur Beschreibung der deutschen Wirtschafts-, Medizin- und Rechtssprache. In: Bungarten, T. (Hg.) Beiträge zur Fachsprachenforschung. Band 1. Attikon-Verlag. Tostedt S

31 TEXTSORTEN THEORIESPRACHE bestehend aus Monographien, Forschungsberichten, Lehrbüchern BERUFSSPRACHE bestehend aus Geschäftsberichten, Bilanzen, Verträgen, Protokollen, branchen- Und fachbezogenen Zeitschriften und Zeitungsartikeln KOMMUNIKATIONSPARTNER Wissenschaftler, Studenten (Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Jura, Politik), Unternehmensführung, Stabsstellenleiter, Bereichsleiter, Wirtschaftspolitiker Unternehmensführung, Vertreter des operativen Managements, Fachjournalisten, Fachübersetzer und Fachdolmetscher FACHBEZOGENE UMGANGS- SPRACHE bestehend aus Geschäftsbriefen, Werbespots, Prospekte, populärwissenschaftliche Texte zum Wirtschaftsgeschehen, Verkaufsverhandlungen überwiegend die unter (a) und (b) Genannten, Vertreter der Ausführungsebene in Unternehmen, Konsumenten Bolten setzt sich auch für die Gliederung des Wirtschaftsdeutschen nach Fächern ein. Im Grunde genommen schlägt er eine Aufteilung nach Unternehmensbereichen vor, zu denen Absatz, Marketing, Finanzen, Forschung, Entwicklung, Produktion, Logistik, Materialwirtschaft, Unternehmensleitung, Verwaltung, Organisation und Elektronische Datenverarbeitung gehören Gliederung nach Hundt 70 Nach Markus Hundt erfolgt die Typologisierung auf der Makro- und Mikroebene. Bei der Klassifikation auf der Makroebene geht es darum, die Wirtschaftssprache in Beziehung zur Alltagssprache, zu anderen Fachsprachen und anderen Varietäten des Deutschen zu setzen. 70 Hundt, M. a. a. O., S

32 Im Rahmen der Untersuchungen auf der Mikroebene wird danach gefragt, inwieweit sich die einzelnen wirtschaftsprachlichen Texte (wissenschaftliche Abhandlungen, Geschäftsbriefe) voneinander unterscheiden. Weiter gliedert er die Wirtschaftssprache in drei Bereiche, die voneinander unterschieden werden müssen, die einander beeinflussen und die je unterschiedliche Texttypen und sorten hervorbringen. 71 Es handelt sich um: 1. Alltagssprache 2. Institutionensprache 3. Theoriesprache Bei der Bestimmung der Institutionensprache geht er von dem so genannten "Drei-Sektoren-Modell aus". Hier baut Hundt an Manfred Willms auf. Die "Drei- Sektoren-Hypothese" setzt voraus, dass sich in der Gesamtwirtschaft drei Sektoren ausmachen lassen: 1. Primärer Sektor: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 2. Sekundärer Sektor: Bergbau, Industrie, Handwerk 3. Tertiärer Sektor: Dienstleistungen (Handel, Verkehr, Kredit- Wirtschaft, Gastronomie, Gesundheitsdienst, Bildungswesen, Staat, Organisationen ohne Erwerbscharakter, private Haushalte, sonstige Dienstleistungen) 72 Im Kommunikationsbereich Theoriesprache sind die Fachsprachen der Volks- und Betriebswirtschaftslehre die wichtigsten. Zu den zentralen Fächern der 71 zitiert nach Hundt, Markus., a. a. O., S Guéye, O. Fachdeutsch als Fremdsprache. Wirtschaftsbereich. Ein didaktisch-methodisches Konzept dargestellt am Beispiel Senegal. Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Erziehungswissenschaften. Pädagogische Hochschule Freiburg S [online] 40

33 Wirtschaftswissenschaften werden noch die Finanzwissenschaft und Statistik gerechnet. Als direkte Nachbarwissenschaften können dann Mathematik, Politikwissenschaft, Jura, Informatik, Statistik, Philosophie, Psychologie und teilweise auch Geographie und Geschichtswissenschaft bezeichnet werden LINGUISTISCHE MERKMALE DER WIRTSCHAFTSSPRACHE 74 Lexikalische Besonderheiten Die Fachleute haben viele Möglichkeiten, ihren terminologischen Bedarf zu decken, Fachwörter zu bilden und den Wortschatz zu erweitern. Einige lexikalische Besonderheiten werden mit Beispielen aus dem Wirtschaftsmagazin "Trend" versehen. Die Beispiele, die dem Trend-Korpus entstammen, sind kursiv gedruckt. - Zusammensetzungen Beispiel: Preis/fest/setzungs/autorität - Ableitungen, z. B. mit Hilfe von Präfixen und Suffixen Beispiel: Spitzenmanager - Substantive auf er Beispiel: Steuerberater, Gesellschafter - Übernahme von Wörtern mittelalterlichen Ursprungs, die in alten Fachsprachen überliefert sind Beispiel: Gezähe (mhd. gezouwe = Gerät, Werkzeug) 73 Hundt, M., a. a. O., S Götze L., Hess-Lüttisch E.W.B., a. a. O., S

34 - standardsprachliche Wörter, die fachspezifisch gebraucht werden Beispiel: Wurzel (Mathematik) - Übertragungen von Bezeichnungen für menschliche Körperteile auf Maschinenteile Beispiel: Zahn (an der Kupplung) - Lehn- und Fremdwörter, meist griechisch-lateinischen oder angloamerikanischen Ursprungs Beispiel: Computer(fachmann), Software(hersteller) - Verschmelzung zweier Wörter Beispiel: Fraport-Sprecher (Frankfurter Airport) - Fügungen mit Funktionsverben Beispiel: Verpflichtungen eingehen Syntaktische Besonderheiten Auch im Satzbau weisen die Fachsprachen einige Besonderheiten auf. Vor allem geht es um die Tendenz zur Verwendung von: - Nomina und nominalen Ausdrücken Beispiel: im Nachgang zu - Funktionsverbgefügen Beispiel: zur Anwendung bringen 42

35 - substantivierten Verben Beispiel: das Inkrafttreten - Depersonalisierungen Beispiel: man definiert... - Konditionalsätzen Beispiel: Ist die Prüfung erfolgt, so... - Finalsätzen Beispiel:..., damit die Untersuchung so angenehm wie möglich für sie abläuft... - hohen Frequenz des Passivs - Partizipialkonstruktionen Beispiel:...die durch Marktforschung gewonnenen Informationen... 43

36 3. ENTWICKLUNG DER PRESSE Das Ziel meiner Arbeit ist es, die Personenbezeichnungen in der Wirtschaftspresse zu untersuchen. Deswegen habe ich in meine Diplomarbeit auch das Kapitel "Entwicklung der Presse" eingefügt, das sich nicht nur mit der allgemeinen Entwicklung der Presse, sondern auch mit der Wirtschaftspresse und mit dem Wirtschaftsmagazin "Trend" beschäftigt, aus dem ich die einzelnen Personenbezeichnungen exzerpiert habe. Die Presse ist das älteste publizistische Massenmedium. Der Begriff Presse wurde früher für alle Druckzeugnisse verwendet. Die Einengung dieses Begriffes auf die so genannten Periodika, also Druckwerke mit regelmäßiger Erscheinungsweise, erfolgte erst im 19. Jahrhundert. Im Grunde genommen besteht die Presse aus zwei Gattungen, und zwar aus der "Zeitung" und "Zeitschrift". 75 Eine Zeitung ist eine regelmäßig (täglich, wöchentlich) erscheinende Druckschrift mit Nachrichten über die Tagesereignisse. Dagegen wird eine Zeitschrift als eine regelmäßig (wöchentlich, monatlich) erscheinende, meist bebilderte Druckschrift definiert. 76 Zeitungen berichten generell über alle Bereiche des Tagesgeschehens, während Zeitschriften sich einem bestimmten Thema widmen. Zeitschriften werden grob unterteilt in Publikumszeitschriften und Fachzeitschriften. Die einen dienen in erster Linie der Unterhaltung und können ohne besondere Vorkenntnisse gelesen werden, die anderen verlangen gewisse Fachkenntnisse in einem bestimmten Bereich. 75 Heimová, K. Die sprachliche Gestaltung der politischen Berichterstattung in der deutschen Sprache der Gegenwart im Vergleich mit dem Zeitungsdeutsch Anfang des 20. Jahrhunderts. Diplomová práce. Masarykova univerzita v Brně. Filozofická fakulta. Brno 2006, S zitiert nach zuletzt geöffnet am

37 Als Vorläufer der Zeitungen ist der Brief zu bezeichnen. Er gehört zweifellos zu den historisch frühesten Mediensorten. Im Mittelalter entwickelte sich in Deutschland ein ausgedehnter Briefverkehr. Die Briefe wurden damals zweigeteilt. Dem privaten Teil wurden politische, wissenschaftliche oder geschäftliche Nachrichten angehängt, die zur Weitergabe gedacht waren. 77 Als Beispiel können die so genannten "Korrespondenzen" ("Fugger-Zeitungen") und später die "Messrelationen" angeführt werden, die dem Austausch wirtschafts-und handelspolitischer Informationen dienten. Diese Vorformen der öffentlichen Kommunikation finden heute ihre Fortsetzung in den "Wirtschaftsbriefen". 78 Nach Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks hat sich die Ahnenreihe der Zeitungen um Einblattdrucke (Mitteilungen auf einem Blatt), Neue Zeitungen (nicht selten großformatige, einseitige oder mehrseitige Drucke, in denen ein kurz zuvor stattgefundenes Ereignis ausführlich geschildert wurde oder mehrere Berichte über verschiedene Geschehnisse zusammengefasst waren), Flugblätter (Polemik, Aufruf, Stellungnahme, Warnung) und Flugschriften (mehrseitige Drucke zur nachhaltigen Meinungsbildung ) erweitert. 79 Zu den ersten Zeitungen, die in Deutschland erschienen, gehörten "Aviso" aus Wolfenbüttel und Straßburger "Relation". In beiden Fällen handelte es sich um periodische Wochenzeitungen. Neuere Belege bestätigen, dass die "Relation" bereits seit 1605 erschien. Im deutschsprachigen Raum entwickelte sich die periodische Presse so rasch, dass es hier im 17. Jahrhundert mehr Zeitungen als in allen anderen europäischen Ländern zusammen gab. Gründe dafür waren die territoriale Zersplitterung, die konfessionelle Spaltung und die Lage im Schnittpunkt verschiedener Postlinien. Am Ende des 17. Jahrhunderts bestanden schon etwa 70 Zeitungen zuletzt geöffnet am Götze L., Hess-Lüttisch E.W.B., a. a. O., S Heimová, K., a. a. O., S

38 Die durchschnittliche Auflage der frühen deutschen Tagespresse lag bei 350 bis 400 Exemplaren je Nummer. Einzelne Blätter erreichten schon höhere Auflagen, wie zum Beispiel Frankfurter Journal (im Jahre Exemplare). Die heute in der Zeitung zusammengeführten drei Elemente Nachricht, Meinung und Anzeigen befanden sich im 17. Jahrhundert noch weitgehend in getrennten Publikationen. Erst dank der Entstehung der modernen Presse um 1780 wurden die lange getrennten Funktionen der Nachrichtenübermittlung, der Meinungsäußerung, der Unterhaltung und der Anzeigenwerbung vereint WIRTSCHAFTSPRESSE Was die Themen betrifft, war die thematische Vielfalt in den Zeitungen anfangs nur schwach ausgeprägt. Es dominierten die politisch-militärische Berichterstattungen. Zu einer breiten Diversifizierung des Zeitungsinhalts kam es erst im 19. Jahrhundert. In deren Folge bildete sich auch die Spartengliederung der Zeitung heraus. Voran ging dabei der Kulturteil, dann folgten Feuilletons, Handels-, Wirtschafts- und Sportteil. 81 Das Interesse der Menschen am Thema Wirtschaft wächst ständig. Das Publikum fragt verstärkt nach wirtschaftlichen Informationen. In Deutschland gab es nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre nur zwei börsentäglich erscheinende Wirtschaftzeitungen: das "Handelsblatt" und die "Börsen-Zeitung". 82 Die Marktlücke im Medienangebot zum Thema Wirtschaft hat sich jedoch geschlossen. Heutzutage erscheinen am deutschen Pressemarkt zahlreiche Wirtschaftszeitungen, -zeitschriften und -magazine. Zu den bekanntesten zählen die Tageszeitung "Financial Times Deutschland", "Wirtschaftswoche", "Impulse", "Die Wirtschaft", "Markt", "Wirtschaftsblatt", "BIZZ", "Profile", "Guter Rat", 80 Heimová, K., a. a. O., S zuletzt geöffnet am zuletzt geöffnet am

39 "Euro", "Euro am Sonntag", "Impulse", "Manager-Magazin", "Geldidee" und das österreichische Wirtschaftsmagazin "Trend" DAS ÖSTERREICHISCHE WIRTSCHAFTSMAGAZIN TREND Der "Trend" ist ein monatlich erscheinendes Wirtschaftsmagazin. Es wurde im Januar 1970 von Oscar Bronner gegründet. Ab 1974 ist der "Trend" mehrheitlich und seit 1975 ist er vollständig im Besitz des "Kurier Konzerns. Der Gründungsherausgeber O. Bronner und der Gründungs-Chefredakteur Jens Tschebull setzten sich zum Ziel, ein politisch von Parteien und inhaltlich von Inserenten unabhängiges Magazin internationalen Rufes zu schaffen. In den ersten Jahren musste das Wirtschaftsmagazin "Trend" zahlreiche Hindernisse überwinden. Den ersten Unterschlupf fand "Trend" im Westflügel des Palais von Karl Fürst Schwarzenberg. Die Chefredakteure Lajos Ruff (heute Trend-Autor) und Peter Muzik (heute Chefredakteur der Zeitung "Wirtschaftsblatt") hielten den "Trend" operativ auf höchstem Niveau. Sie versuchten immer, wahre Informationen zu erstatten und objektiv über das Geschehen zu berichten. Und gerade daraus ergaben sich immer weitere Probleme. Vor allem die älteren Politiker und Unternehmer konnten den aufrechten Gang der Trend-Redaktion nicht ertragen. Die Politiker hassten, wenn die Redakteure die Öffentlichkeit über die für sie unliebsamen Dokumente informierten und die Unternehmer waren verstört, wenn man sie nach dem Umsatz oder gar nach dem Gewinn vor und nach Steuern fragte. Später hat sich die Situation gebessert. Die Unternehmer fanden langsam ein aktives Liebesverhältnis zur Öffentlichkeitsarbeit. Es half auch, dass die Nachkriegsunternehmer zügig durch universitär ausgebildete Unternehmer ersetzt wurden und dass man an den Wirtschaftsuniversitäten "Public Relations" als wichtigen Erfolgsfaktor entdeckte zuletzt geöffnet am

40 Heutzutage gehört "Trend" zu den erfolgreichsten Wirtschaftsmagazinen. Die Redaktion informiert in Meldungen, Hintergrundberichten und Reportagen über das aktuelle wirtschaftliche Geschehen in Österreich und im Ausland. Daneben werden Artikel aus den Bereichen Beruf, Finanzen, Geld, Immobilien, Karriere, Lebensart, Politik und Steuern veröffentlicht. 84 Die Auflage lag im Jahre 2006 (im Zeitraum Januar bis Juni) bei etwa Stück. 85 In demselben Jahr hatte der "Trend" laut österreichischer Media-Analyse (MA) eine Reichweite von Lesern korrespondenz mit Dr. Martina Forsthuber, Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Trend 85 korrespondenz mit Michaela Grießlehner, Mitarbeiterin der Verlagsgruppe News 86 korrespondenz mit Kerstin Weiβ, Sekretärin der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse 48

41 4. DIE WORTBILDUNG Da ich mich im folgenden Teil der Diplomarbeit mit den Wortbildungsmöglichkeiten bei den Personenbezeichnungen beschäftigen werde, möchte ich in diesem Kapitel näher auf die Wortbildung und einzelne Wortbildungsarten eingehen. Der deutsche Wortschatz umfasst schätzungsweise bis Wörter. Ungefähr die Hälfte davon sind Substantive, ein Viertel Verben und ein Sechstel Adjektive. Zu den gemeinsprachlichen Wörtern kommen noch mindestens bis Wörter aus vielen Mundarten und Fachsprachen hinzu. 87 Da die Sprache nichts Statisches darstellt, befindet sie sich stetig im Wandel. Das bedeutet, dass immer neue Wörter entstehen, durch die der Wortschatz ständig erweitert wird. Die Ursachen für die Entstehung der neuen Wörter sind mannigfaltig. Sie hängen eng mit technischen und wissenschaftlichen Neuerungen zusammen. Es werden neue Gegenstände und Produkte entwickelt, die benannt werden müssen. Neue Wörter entstehen jedoch auch deswegen, weil alte nicht mehr zeitgemäβ sind oder weil sich die Bedeutung so verschoben hat, dass ein neues Wort gebraucht wird. 88 Grundsätzlich existieren vier Möglichkeiten, wie neue Wörter, bzw. Wortverbindungen gebildet werden können. Erstens handelt es sich um Neuschöpfungen. Unter Neuschöpfung versteht man die Bildung völlig neuer Wörter durch vollkommen neue Lautkombinationen. Es entstehen also erfundene Wörter, die es vorher noch nie gegeben hat. Des Weiteren geht es um Entlehnungen, worunter sich die Übernahme von Bezeichnungen aus anderen Sprachen verbirgt. Drittens ist die Bedeutungsveränderung zu erwähnen. Dabei 87 Götze L., Hess-Lüttisch E.W.B., a. a. O., S Neologismen.pdf, zuletzt geöffnet am

42 wird die lautliche Gestalt eines vorhandenen Wortes beibehalten. Diese lautliche Gestalt erhält aber eine neue, zusätzliche Bedeutung. 89 Die vierte Möglichkeit stellt die Wortbildung dar. Die Wortbildungslehre ist eine sprachwissenschaftliche Disziplin, die sich mit Bildung und Bau des Wortschatzes einer Sprache befasst. 90 In der Sprachwissenschaft nimmt sie jedoch eine besondere Stelle ein. Sie wird als eine selbständige Disziplin, ein Teil der Morphologie, der sich mit den lexikalischen Morphemen beschäftigt und als ein Teil der Lexikologie aufgefasst. Sie bildet also den Übergangsbereich zwischen Morphologie und Lexikologie. Die Wortbildungslehre untersucht die Gesetzmäβigkeiten der Bildung eines neuen Wortes und die Struktur bestehender Wörter. Im Rahmen der Wortbildungslehre wird auch die Frequenz der verschiedenen Wortbildungsarten in einer bestimmten Zeit erforscht. 91 Die eigentliche Wortbildung ist dann die Ableitung neuer Wörter auf der Basis von bereis vorhandenen Wörtern. 92 Sie geschieht mit Hilfe eigensprachlicher Mittel wie etwa durch Anfügungen von lexikalischen Morphemen, durch die Kombination von Wurzeln oder durch Abkürzung vorhandener Wörter WORTBILDUNGSARTEN Im Prozess der Wortbildung werden vorhandene Morpheme oder Morphemkonstruktionen nach Wortbildungsmodellen miteinander verbunden zuletzt geöffnet am Duden: Deutsches Universalwörterbuch A-Z. Dudenverlag. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich S zuletzt geöffnet am Duden: Deutsches Universalwörterbuch. Dudenverlag. Mannheim S zuletzt geöffnet am Uhrová, E. Grundlagen der deutschen Lexikologie. Masarykova univerzita v Brně, Filozofická fakulta. Brno S

43 Da man die Wortbildungsarten von verschiedenen Standpunkten betrachten und nach verschiedenen Kriterien gliedern kann, entwickelten die einzelnen Sprachwissenschaftler eigene Theorien über die Typen der Wortbildung Wortbildung nach Erben 95 Johannes Erben geht davon aus, dass es nur zwei Wortbildungsarten gibt, und zwar die Zusammensetzung und Ableitung. Die Zusammensetzung besteht aus Kopulativkomposita und Determinativkomposita. Determinativkomposita teilt er weiter in Komposita mit substantivischem Grundwort und Komposita mit adjektivischem Grundwort. Bei der Ableitung unterscheidet er solche Ableitungen, die mit Hilfe von Suffixen und Präfixen gebildet werden Wortbildung nach Coseriu 96 Coseriu spricht von drei Wortbildungstypen: Komposition an diesem Typ sind zwei oder mehrere Lexeme beteiligt (z. B. Aufsichtsratvorsitzende). Eines der beteiligten Lexeme (im Deutschen das letzte) bestimmt die Wortart des neuen Wortes. Entwicklung basiert auf einem Lexem. Ein neues Wort kann sowohl mit Hilfe eines zusätzlichen Morphems (z. B. grünen aus grün) als auch ohne ein solches (z. B. Ruf aus rufen) gebildet werden. Modifikation hat auch ein Lexem zur Grundlage, welches durch ein Morphem (z. B. durch Präfix oder Suffix) modifiziert wird, die Wortart bleibt jedoch beibehalten (z. B. grünlich aus grün). 95 Erben, J. Einführung in die deutsche Wortbildungslehre. Erich Schmidt Verlag. Berlin S vlg. bei Hentschel, E., Weydt H. Handbuch der deutschen Grammatik. Walter de Gruyter Verlag. Berlin, New York S

44 Wortbildung nach Donalies 97 Elke Donalies unterscheidet zwischen Komposition, Derivation, Kurzwortbildung, Neumotivierung und Wortspiel. Im Rahmen der Komposition spricht sie von dem Determinativkompositum, Kopulativkompositum, vom exozentrischen Kompositum, von der Reduplikation und Kontamination. Was die Neumotivierung und das Wortspiel angeht, handelt es sich um frei kreative Verfahren. Bei der Neumotivierung wird mit den semantischen Interpretationsmöglichkeiten der Ausdrucksseite des Wortes gespielt. Zu den neumotivierten Wörtern gehören auch diejenigen, die in ihrer ursprünglichen Bedeutung neue belebt werden, wie z. B. die Hoch-Zeit des Rock n Roll zu etablierter Hochzeit (Eheschlieβung). Beim Wortspiel werden etablierte Wortbildungsprodukte ironisch-spielerisch aufgegriffen und analog zum Ausgangsprodukt umgeformt, z. B. wird vom Untertan Obertan gebildet. 98 Wortspiele unterliegen keinen besonderen Wortbildungsregeln. Sie funktionieren frei assoziativ. Im Deutschen gelten Wortspiele als amüsant, aber unseriös. Daher kommen sie nur in bestimmten Textsorten wie in Essays, journalistischen, kabarettischen oder Werbetexten vor Wortbildung nach Götze/Lüttich 99 Götze/Lüttich kamen zum Ergebnis, dass es fünf Wortbildungsarten gibt: Zusammensetzung, Zusammenbildung, Umbildung, Kürzung und Terminologisierung. 97 Donalies, E. Die Wortbildung des Deutschen. Ein Überblick. Günter Narr Verlag. Tübingen S zitiert nach Donalies, Elke., a.a.o., S Götze L., Hess-Lüttisch E.W.B., a. a. O., S

45 Die Zusammensetzung setzt sich aus verschiedenen Typen der Komposita zusammen. Zu ihnen gehört das Kopulativkompositum, Determinativkompositum, das verdunkelte Kompositum und das Verstärkungskompositum. Die Zusammenbildung befindet sich auf der Grenze zwischen Zusammensetzung und Ableitung. Es handelt sich um eine neue Worteinheit, die entsteht, wenn Wörter oder Gefüge, die nur syntaktisch zusammengehörende Verbindungen sind, die Grundlage von Ableitungen bilden. Die Umbildung bewirkt, dass ein Wort in eine andere Wortart überführt wird. Dabei treten weder lautliche Veränderungen noch Bedeutungsveränderungen auf. Die Ableitung geschieht entweder durch Anfügen unselbständiger Silben an den Wortstamm oder durch Lautveränderung. Dabei wird in der Mehrzahl die Wortart gewechselt. Im Rahmen der Kürzung werden Kurzwörter, Abkürzungswörter und Wortkreuzungen unterschieden. Die Wortbildung durch Terminologisierung bedeutet, dass bekannte und benutzte Wörter oder Wortzusammensetzungen der Gemeinsprache mit einer besonderen Bedeutung versehen werden. Als grundlegend gilt heute jedoch im Allgemeinen die von Fleischer/Barz vorgeschlagene Einteilung der Wortbildungsarten. Sie unterscheiden zwischen Komposition, Derivation, Präfigierung, Kurzwortbildung, Wortkreuzung, Iteration und Reduplikation. 53

46 Wortbildung nach Fleischer/Barz 100 Komposition wenn zwei oder mehrere selbständige Wörter zu einer neuen Einheit verbunden werden, sprechen wir von einem Kompositum. Die beiden unmittelbaren Konstituenten können entweder in einer Beziehung der Unter- bzw. Überordnung stehen (Determinativkompositum), oder sie können gleichgeordnet sein (Kopulativkompositum). 101 Genus und Wortart des Kompositums werden in der Regel durch die zweite unmittelbare Konstituente bestimmt. Derivation Unter Derivation versteht man eine Abwandlung eines Grundwortes durch weitere Bildungselemente, die nicht selbständig im Satz vorkommen können. 102 Man unterscheidet eine explizite und implizite Derivation. Durch die explizite Derivation kann ein Basismorphem mit einem Ableitungssuffix ein neues Wort bilden (z. B. wirklich Wirklichkeit). Durch die implizite Derivation entsteht ein Derivat ohne erkennbare Affixe. Zur impliziten Derivation wird auch der Wortartwechsel (Konversion) gerechnet. Bei der Konversion handelt es sich um den Übertritt eines Wortes in eine andere Wortart, wobei keine formalen Änderungen erfolgen. Präfigierung die Präfixbildung ist besonders im Bereich der Verben entwickelt. Unter Präfigierung versteht man die Situation, wenn ein Morphem, das nicht frei im Satz auftreten kann, als semantisch-begrifflicher Modifikator vor ein Basismorphem oder eine Morphemkonstruktion tritt (z. B. vermengen). 103 Kurzwortbildung die Kurzwortbildung gehört zu den Wortbildungstypen, die heutzutage sehr produktiv sind. Insbesondere betrifft dieses Wortbildungsmodell das Substantiv. Die Kurzwortbildung hat sich auch in verschiedenen Gruppensprachen 100 Fleischer, W., Barz I. Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. Max Niemeyer Verlag. Tübingen S zitiert nach Fleischer,W., Barz I., a.a.o., S zitiert nach Fleischer, W., Barz I., a. a. O., S zitiert nach Fleischer, W., Barz I., a. a. O., S

47 entwickelt, wie z. B. in der Sprache der Studenten (Uni Universität, Stip Stipendium). Solche Kurzwörter sind sehr expressiv und weisen auf die alltäglich vertraute Bekanntheit der bezeichneten Erscheinungen und Gegenstände hin. Auβer diesen grundlegenden und produktiven Wortbildungsarten existieren noch andere Wortbildungsmodelle, die jedoch nicht besonders produktiv und wenig gebräuchlich sind: Wortkreuzung bei der Wortkreuzung kommt es dazu, dass Teile zweier Wörter zu einem neuen Wort verschmelzen (z. B. Stasi-Opfer aus Staatssicherheit). Iteration und Reduplikation es handelt sich um eine Art der Erzeugung von Wörtern durch Doppelung einer Konstituente. Es sind drei Typen zu unterscheiden: - einfache Doppelung (in Klein-Klein des Alltags) - Reimdoppelung (Techtelmechtel) - Ablautdoppelung (Tingeltangel) 55

48 5. DIE PERSONENBEZEICHNUNGEN Bevor ich mich mit den Personenbezeichnungen praktisch befassen werde, möchte ich zunächst den Begriff "Personenbezeichnung" erklären und ein paar Worte zur Methodik meiner Arbeit sagen METHODIK DER ARBEIT Als Untersuchungsgrundlage habe ich mir das österreichische Wirtschaftsmagazin "Trend" ausgewählt. Während der Lektüre des "Trend" konzentrierte ich mich auf neuere Personenbezeichnungen, die ich schrittweise gesucht, analysiert und aufgeteilt habe. Für meine Exzerption benutzte ich acht Exemplare des Magazins "Trend". Es handelt sich um das Ausgabejahr 2004, die Nummern 1, 5, 6, 10 und 11, um das Ausgabejahr 2005, die Nummer 7 und das Ausgabejahr 2007, die Nummern 2 und 3. Insgesamt sammelte ich Belege, von denen ich wegen Platzgründen nur einen Teil angeben kann. Der Anschaulichkeit wegen führe ich die einzelnen Personenbezeichnungen mit dem minimalen Kontext an. Der Grund dafür liegt teilweise in der manchmal metaphorischen Bildung der Personenbezeichnungen, deren Bedeutung aus dem Kontext klarer hervorgeht. Während der Exzerption der Belege bin ich zum Schluss gekommen, dass es sinnvoll wäre, den praktischen Teil meiner Arbeit in drei Kapitel einzuteilen (Kapitel 5, 6 und 7). Im fünften Kapitel widme ich mich zunächst der Erläuterung des Begriffes "Personenbezeichnung" und der Methodik meiner Arbeit. Dann gehe ich auf thematisch verbundene, frequentierte und bewertende Personenbezeichnungen ein. Die Personenbezeichnungen, mit denen ich mich im sechsten Kapitel auseinandersetze, habe ich in vier groβe Gruppen eingeteilt, und zwar je nachdem, welchen Wortbildungsmöglichkeiten sie unterliegen. Diese Einteilung geschah 56

49 von morphematischer Sicht, d. h. an erster Stelle ist die Gruppe der Simplizia, dann folgen Zusammensetzungen, Ableitungen und Kurzwortbildungen. Innerhalb der einzelnen Gruppen entstanden dann verschiedene Untergruppen, bei denen ich untersucht habe, ob die Glieder der Wortbildungskonstruktion heimischen Ursprungs, oder zum Teil fremden Ursprungs sind, ob ein Teil der Personenbezeichnung durch eine Abkürzung gebildet ist usw. Das siebte Kapitel bietet die statistische Auswertung der gesammelten Belege. Alle Beispielsätze, die im praktischen Teil der Diplomarbeit bei den einzelnen Typen der Personenbezeichnungen vorkommen, stammen aus dem Trend-Korpus. Sie wurden vorwiegend den Rubriken "Unternehmen & Politik", "Geld" und "Karriere", aber auch "Modernes Leben" und "Trend-Spezial" entnommen DER BEGRIFF "PERSONENBEZEICHNUNG" Der Duden 104 definiert eine Personenbezeichnung als ein Substantiv, das eine Person bezeichnet. Laut BRAUN 105 beinhaltet der Duden insgesamt mehr als Personenbezeichnungen, die etwas über den Menschen aussagen, ihn charakterisieren, benennen oder beurteilen. Auch das umfangreichste Wörterbuch kann jedoch nicht alle existierenden Personenbezeichnungen erfassen. Der Grund dafür liegt darin, dass das Wortfeld sehr breit und umfangreich ist und auch darin, dass jeden Tag neue Wörter und folglich auch neue Personenbezeichnungen entstehen THEMATISCH VERBUNDENE PERSONENBEZEICHNUNGEN Bei der Exzerption der Belege war interessant zu beobachten, wie viele verschiedenste Bezeichnungen man für eine Person verwenden kann. Solche 104 zitiert nach Duden: Deutsches Universalwörterbuch. Dudenverlag. Mannheim S vgl. bei Geisler, M. Neue Personenbezeichnungen in der Sprache der deutschen Presse. Exemplarische Untersuchung anhand des Nachrichtenmagazins FOCUS. Diplomová práce. Masarykova univerzita v Brně. Filozofická fakulta. Brno S

50 Bezeichnungen sind oft durch metaphorische Vergleiche, fremdsprachliche Elemente und Ausdrücke aus diversen Stilschichten gekennzeichnet. Als Beispiel können die im Artikel "Wiens Oberster Fiaker" enthaltenen Personenbezeichnungen dienen, die an Wiener Bürgermeister Michael Häupl gerichtet sind.... der Wiener Bürgermeister feiert heur sein zehnjähriges Amtsjubiläum ist längst der inoffizielle Spitzenmann der Bundes-SPÖ und einer der letzten Groβfürsten der heimischen Innenpolitik der Vorsitzende der SPÖ Wien feiert genau vier Tage vor diesem freudigen Termin seinen 55. Geburtstag gratuliert dem Stadtoberhaupt zu seiner Amtsführung er wird vom Typ her oft als "Wiener Fiaker" bezeichnet in Mittelschulzeiten trat "Mikki" der Studentenverbindung bei war er als Bundesvorsitzender des Verbandes Sozialistischer Studenten Häupl, der trinkfeste Oberkutscher der Bundeshauptstadt ist längst zum Symbol er ist einer der intelligentesten Freunde, die ich habe beschimpfte Groβkoalitionär Häupl seinen historischen Kompromiss fest steht, dass der Verteidiger der roten Festung Wien......, dass er längst der heimliche Parteivorsitzende ist er ist der Schutzherr der Stadtwerke und ihrer Töchter... 58

51 5.4. FREQUENTIERTE PERSONENBEZEICHNUNGEN Bei der Analyse der exzerpierten Belege hat sich gezeigt, dass einige Personenbezeichnungen mehr frequentiert als alle anderen sind. Zu den Personenbezeichnungen, die fast in jedem Artikel in verschiedensten Zusammenhängen auftreten, gehören Präsident, Vorstand, Manager, General und Chef. Sie erscheinen sowohl in der Form von Zusammensetzungen, als auch von Derivaten und Kurzwortbildungen. Bei jeder Personenbezeichnung führe ich den Platzgründen wegen immer nur fünf Beispielsätze an. Präsident, der... sagt Günter Leising, Senior Vize Präsident des Leiterplattenherstellers wird er in sechs Monaten EU-Ratspräsident wird der Wahlkampf für den Bundespräsidenten eingeläutet sich die Partei dabei auf Heinz Fischer, dem Zweiten Nationalratspräsidenten einigen wird Präsident der Arbeiterkammer kann angesichts der Arbeitslosenzahlen... Vorstand, der... Siemens-Vorstand Brigitte Ederer setzt auf Intuition Bonus-AG-Vorstandsvorsitzender steht zum verunsichernden Brief als einfaches Vorstandsmitglied in das Haus kam landete der Lead-Equisten-Vorstand seinen ersten groβen Coup ob sich Vorstandssprecher im Umfeld eines aktiven Eigentümers wohl fühlt... 59

52 Manager, der... arbeitete gleich nach seiner Matura als Kongressmanager er bewarb sich als Produktmanager und wurde tatsächlich der Investor-Relations-Manager eines der groβen notierten Unternehmens erklärt, warum der ORF-Manager strebt eine österreichische Lösung an arbeitete sich in 16 Jahren bis zum General-Manager hoch... General, der... ist der ABB-General trotzdem überzeugt, dass ein Studium heute unverzichtbar ist Industrie-General forcierte für Österreich das Konzept der qualifizierten Zuwanderung IV-General bestätigte, dass die Pensionen in Österreich weiterhin Telekom-Generaldirektor verzichtet auf nähere Bestimmung und Raiffeisen-Generalsekretär bezeichnet sie als Frau, die mit beiden Beinen am Boden steht... Chef, der... und Sony-Chef Unterholzner fügt hinzu: bekräftigt hingegen Triest-Chef der puls-tv-chef hält es für unmöglich... 60

53 ... teilte uns der Kommunikationschef mit er war seit drei Jahren bei Vodafone als Marketing-Chef für Akquisition, Entwicklung und Bestandssicherung von Privatkunden BEWERTENDE PERSONENBEZEICHNUNGEN Einen nicht geringen Teil des gesammelten sprachlichen Materials bilden die bewertenden Personenbezeichnungen. Dank ihnen kann man sich ein Bild davon machen, über welche Eigenschaften und Fähigkeiten die bezeichneten Personen verfügen und sie ermöglichen auch zu erkennen, was für einen Charakter und gesellschaftliche Stellung die jeweilige Person hat. Zu den meist benutzten bewertenden Personenbezeichnungen gehören: Experte, Löwin, Boss, Spezialist, Kaiser, König, Profi, Tycoon, Meister, Star, Papst, Fürst, Zar, Prinz und Guru. Auβer diesen positiven bewertenden Personenbezeichnungen habe ich in meinem Korpus fünf negative Bezeichnungen gefunden. Konkret geht es um den Amateur, Populisten, Scharlatan, Dumpfgummi und Erbschleicher Positive Personenbezeichnungen: Experte, der - Spezialist in bestimmtem Bereich oder Fach... Politologen, Wirtschaftsexperten und eine Wirtschaftsastrologin prophezeien, was das Jahr 2004 Gutes bringen wird Arbeitsmarktexperten warnen vor einer Zunahme der Arbeitslosigkeit......, weil Experten die negativen Prognosen geben Kooperation von Technikern, Marketingexperten und... 61

54 ... glaubt man dem Pensionsexperten, gesichert Dopingexperte des ÖOC und Betreuer der Olympiasieger habe er keinen Verkehrsexperten getroffen, der den Ausbau der Unterinntalstrecke für sinnvoll erachtet hätte... Löwin, die - in diesem Zusammenhang geht es um die Bezeichnung einer Frau, die eine führende Position im Bauwesen hat... eine Einschätzung, die auch Baulöwin S. Schmidt teilt... Boss, der - Vorgesetzter, Chef eines Betriebes oder Unternehmens... auch ÖGB-Boss Fritz Verzetnitsch ist in diese Pläne eingeweiht Metaller-Boss Rudolf Nürnberger zu "Trend": Gespräche gibt es eine Kapitalerhöhung schlieβ der Finanzboss aus Kontakt zum mächtigen Versicherungsboss im Unterschied zu ATV-Boss hält es H. Brandstätter für Sabotage... Spezialist, der eine Person, die über umfangreiches Wissen auf einem oder mehreren bestimmten Fachgebieten verfügt... ist Spezialist für Nanotechnologie weiβ der Standortspezialist und stützt sich dabei auf per Videokamera erhobene......, dass die Motorcross- und Endurospezialisten aus dem Innviertel jetzt endlich auch mit den Onroad-Gröβen wie... 62

55 ... die Anlagespezialistin Sandra P. ist gerade erst Mama geworden ein Beraterspezialist im Bereich der Restrukturierung angeschlagener Unternehmen... Profi, der - (Kurzwort für Professional); jemand, der über eine hohe Qualifikation verfügt und der eine Tätigkeit berufsmäβig, insbesondere gegen Bezahlung ausübt... weist der Kabarettprofi auf ein Visa-Gewinnspiel hin sind ganz nach dem Geschmack der Profi-Investoren der Immobiliensachverständiger und Immobilienprofi meint anerkennend... Tycoon, der - (aus dem Englischen); Magnat, Chef, Boss... Finanztycoon Georg Soros bringt im Jänner... Meister, der - jemand, der hervorragende fachliche Kompetenzen besitzt... Wirtschafts-Meister M. Bartenstein wird das seinen Schützlingen schon erklären......, dass ihr Budget-Meister nicht denselben Gesetzen unterworfen ist wie sie kann der Unternehmer und Optikermeister ja noch nachvollziehen Bundesbahn-Meister verweigert angeblich die Lehrlingsaktion der Finanzmeister ist für die Geldgeschäfte der Allianz zuständig Tagmeister Robert Holzmann hatte 1982 als einfacher Anlagenarbeiter angefangen nach dem Fachmeister gibt es im Pongau einfach nicht genug... 63

56 Star, der - eine prominente Persönlichkeit des öffentlichen Lebens Der Begriff bezieht sich vor allem auf Schauspieler, Musiker, Sportler oder auch Politiker.... in dem Popstars wie Robbie William ihren Pyjama ausziehen das Erbe von Österreichs einstigem Star-Masseur und Wunderheiler liegt in Frauenhänden......, aber mittlerweile wenigstens zum Medienstar graduierten Experimentalphysikers... Guru, der - Bezeichnung für einen besonderen Experten eines technischen Fachgebiets... die Lügen der Wellness-Gurus und auch der Finanzguru Geoff, der als Gastredner auftritt RZB-Währungsguru: Der Zinsabstand zwischen Euro und Franken wird 2005 wahrscheinlich gröβer.... Folgende Bezeichnungen werden für diejenigen Personen verwendet, die als höchste Autorität auf einem Gebiet gelten, die in einem bestimmten Bereich gute Leistungen aufweisen und die konkurrenzlos sind: Papst, der... auch Karl Wagenhofer, Österreichs Controlling-Papst registriert die ständige... Kaiser, der... Exportkaiser setzen auf Design... 64

57 König, der... nebenbei ist Mörwald niederösterreichischer Catering-König... Fürst, der... ist einer der letzten Groβfürsten der heimischen Innenpolitik... Zar, der... so gratuliert Österreichs Zeitungszar dem Stadtoberhaupt zu seiner Amtsführung... Prinz, der... Aichinger hatte lange als Kronprinz gegolten Negative Personenbezeichnungen: Amateur, der - jemand, der im Gegensatz zum Professional eine Tätigkeit aus Liebhaberei ausübt und keine speziellen Fähigkeiten hat... als tragikomischer Amateurproduzent von Werbespots... Populist, der - abwertende Bezeichnung für einen Politiker, der sich unmittelbar nach dem Willen des Volkes richtet... Mattl stellt dem reformistischen Populisten vom Stil her in eine Reihe mit... 65

58 Scharlatan, der - jemand, der vorgibt, dass er besonderes Wissen, magische Fähigkeiten oder übernatürliche Gaben besitzt... nicht selten von dubiosen Figuren und Scharlatanen... Dumpfgummi, der - Bezeichnung für einen beschränkten Menschen... müssten den gleichen fairen Anteil an Dumpfgummis, Alkoholikern und Illusionisten halten... Erbschleicher, der - jemand, der kriecherisch und heuchlerisch auf Umwegen sein Ziel zu erreichen sucht... sogar dem Erbschleicher in die Hände, da dieser den potentiellen Erblasser noch weiter... 66

59 6. DIE WORTBILDUNG DER PERSONENBEZEICHNUNGEN 6.1. SIMPLIZIA Die Simplizia (Sg. Simplexwort) lassen sich nicht mehr in kleinere Einheiten mit bestimmter Lautung und Bedeutung zerlegen. Als Beispiel der Simplizia können die Personenbezeichnungen Mensch, Sohn, Freund, Feind oder Vater dienen. Aus der Analyse des gesammelten sprachlichen Materials ging hervor, dass die neueren Personenbezeichnungen vorwiegend Komposita, Derivate und Kurzwortbildungen sind und dass die Simplizia also nur einen unerheblichen Teil des Korpus ausmachen. Zu den Simplizia, die im Trend-Korpus sporadisch erscheinen, gehören Chef, Boss, Fan und Freak.... der neue Chef des angeschlagenen US-Autoherstellers der Boss eines privaten Fernsehsenders, der einmal die Danziger Werft würde interessieren, welcher Freak in ein solches Projekt investieren wird......, dass er ein Fan der Änderungen am Arbeitsmarkt ist ZUSAMMENSETZUNG (KOMPOSITION) Die Zusammensetzung ist beim Substantiv besonders produktiv. Der deutsche Wortschatz wird heutzutage vor allem durch Substantive bereichert. Man spricht von einer Nominalisierung der Sprache. Die Zahl der Zusammensetzungen im Deutschen ist im Vergleich mit dem Tschechischen viel höher, wobei im Tschechischen die Derivation als produktivste Wortbildungsart an erster Stelle steht Uhrová, E., a. a. O., S

60 Von einem Kompositum sprechen wir in dem Falle, wenn zwei oder mehrere Basismorpheme oder Stämme zu einer neuen Einheit verbunden werden. Je nach der semantischen Beziehung der Bildungsglieder werden zwei Haupttypen der Komposita unterschieden: das Kopulativkompositum und das Determinativkompositum Kopulativkompositum Das Kopulativkompositum wird dadurch gekennzeichnet, dass beide unmittelbaren Konstituenten in einem koordinierenden Verhältnis stehen. Sie gehören der gleichen Wortart an, sind bei einem substantivischen Kompositum also beide Substantive. 107 Im Vergleich zu Determinativkomposita nehmen die Kopulativkomposita im Trend-Korpus eine zahlenmäβig viel kleinere Gruppe der Zusammensetzungen ein.... der Deutschamerikaner T. Rupport erhält Warburg-Medaille für der Chef-Ökonom der Deutschen Bank glaubt zwar auch an ein relativ gutes Jahr doch Prinzgemahl Heinrik hat seine Rechnung ohne die zu ihren prominentesten Mitgliedern gehören Gräfinmutter der ehemalige Spieltrainer wurde der Korruption beschuldigt lieβ der Austrokanadier auf 270 Hektar ein Traber- und Galoppier-Dorado errichten Determinativkompositum Determinativkomposita unterscheiden sich von Kopulativkomposita dadurch, 107 Duden: Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. Dudenverlag. Mannheim, Leipzig, Wien S

61 dass die neue Worteinheit nicht aus gleich geordneten Gliedern besteht, sondern hier ist das erste Glied dem zweiten Glied untergeordnet. 108 Die Komposita müssen jedoch keinesfalls nur zweigliedrig sein. Besonders in den Fachsprachen von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik gibt es die Tendenz zu Mammutbildungen, also zur Bildung von Determinativkomposita mit drei oder auch mehr Gliedern. Als Beispiel sind die aus dem Trend-Korpus stammenden mehrgliedrigen Komposita wie Fahrzeughersteller, Langzeitobmann, Rechtsanwaltsanwärterin, Landesparteivorsitzende, Wirtschaftskammerpräsident, Wirtschaftsbunddirektor, Zentralbetriebsrat, Landeshauptmannstellvertreter, Leiterplattenhersteller oder Opernballchefin zu erwähnen. Bei den substantivischen Determinativkomposita ist die zweite unmittelbare Konstituente (das Grundwort) immer ein Substantiv, wogegen das Bestimmungswort die Wörter verschiedener Wortklassen repräsentieren kann Substantiv als Erstglied Bei der Betrachtung des Trend-Korpus kann man feststellen, dass die Zusammensetzungen der Struktur Substantiv + Substantiv besonders produktiv sind. Substantiv + Substantiv (ohne Fugenzeichen)..., dass der vorgebliche Steuerberater weder seinen Berufs- noch seinen Doktortitel zu Recht führe festgestellt, dass jeder vierte Arbeitnehmer unzufrieden ist am 2. Mai tritt der polnische Ministerpräsident zurück Götze L., Hess-Lüttisch E.W.B., a. a. O., S

62 ... der Justizminister hat Steueramnestie zu Fall gebracht gratuliert dem Stadtoberhaupt zu seiner Amtsführung und Wiens grüner Klubobmann ist voll Bewunderung dafür, dass schildert ein Parteikenner die Lage......, dass er längst der heimliche Parteivorsitzende ist und auch über das politische Leben richten könnte Wiens Kammerpräsident will nicht mehr kandidieren, aber weiter die Fäden ziehen die Häuselbauer sind am Wochenende Projektmanager deutet auch eine Konzernsprecherin des dortigen Unternehmens an gab zu, dass er zu den Kartellkritikern zählt und Aktivitäten des Verbandes der Diplomingenieure für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft wird von seiner Kanzleipartnerin geführt, die als Rechtsanwaltsanwärterin lässt durch seinen Pressesprecher ausrichten, dass in einem Gespräch... Substantiv + Substantiv (mit Fugenzeichen) Den Ort, an dem die beiden unmittelbaren Konstituenten aneinander treffen nennt man die Kompositionsfuge. In der Kompositionsfuge findet man ein zusätzliches Element vor, das als Fugenelement bezeichnet wird. Das Fugenelement erleichtert die Aussprache und das Lesen. Vom historischen Standpunkt aus sind die Fugenelemente aus ehemaligen Flexionssuffixen entstanden. 70

63 Es gibt folgende Typen der Fugenelemente: -s, -es, -en, -e und er die Mautverordnung von Verkehrsminister H. Gorbach erlaubt mautfreie Fahrten Martin Stranel, Vertriebsleiter für Österreich: In der Schweiz würden mit einer ähnlichen Mautregelung für den Erweiterungskommissar ist die Sache klar: In der Zwischenzeit erfolgt keine Ankurblung der Wirtschaft am 1. Mai feiern die Regierungschefs der 25 EU-Staaten gegen den weitaus gröβeren Koalitionspartner durchgesetzt Vorsitzenden des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs die Meinungsforscherin bemerkt, dass Häupl nicht das Bild der Macht, sondern Geschäftsführer analysiert, dass wenn das System funktionsfähig ist die Gründungsmitglieder hatten eine gute Ausgangsposition auch Institutionsvorstand Karl Wagenhofer, Österreichs Controlling-Papst seine Bankeneigner sagte aber schlicht njet begann der Firmengründer an ersten Förderanlagen zu basteln ohne es zu bemerken, war Kunzhof in das Visier der Piratenjäger gelangt bietet ihren Firmenkunden eintägige Workshops zum Thema wird der Wahlkampf für den Bundespräsidenten eingeläutet Uhrová, E., a. a. O., S

64 Adjektiv als Erstglied... für die er lange Zeit Treuhänder war zu einer Fortsetzung des Reformkurses, von dem der eine oder andere Großkoalitionär schon abweichen wollte wohl keine bessere Gelegenheit gibt, Groβinvestoren direkt anzusprechen dann mit Sonderkonditionen für Groβverbraucher vorbei wäre ob diese Idee auf den Großgastronom zurückgeht, ist nicht überliefert......, der zum Groβhändler für Finanzprodukte wurde wir sind keine Sozialromantiker, betont Rhomberg dazu gehört das unterschiedliche Verständnis von Pfarr- und Bischofsamt, das Reinhard Frieling darstellt, Altdirektor des Konfessionskundlichen Instituts Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die mit Altbürgermeister Horst Störrle zusammenarbeiten durften sind die Gesamtsieger des diesjährigen "Austrian Annual Report Award" wurde das Bankhaus Wölbern an den Hamburger Privatinvestor Professor Dr. Heinrich Schulte verkauft für Neukunden sinken die Darlehenszinsen auf auf der anderen Seite bekomme ich als Kleinaktionär viele Informationen vorgesetzt zu Informationsveranstaltungen für Kleinunternehmer äuβert sich Management-Lehrbuch mit Erläuterungen für Kleinanleger darunter die ehemalige Grünabgeordnete, die sich nach ihrer Karriere... 72

65 Verbstamm als Erstglied... die Werbegrafikerin erwarb für Dollar eine Fünf-Zimmer- Altbauwohnung rutscht die Stimme des Werbesprechers in den Keller Bauchef J. Driemer befand sich zu Redaktionsschluss des "Trend" auf Urlaub der Bauunternehmer glaubt ebenfalls nicht, dass das nötige Handwerkzeug für gutes Management sowie für Kaufmann im Groβ- und Auβenhandel geeignet steht der Kaufberater jederzeit zur Verfügung Präposition als Erstglied... besteht darin, weitere Mitbewerber zu übernehmen einer der Mitbegründer des weltberühmten Unternehmens......, die sein Vorgänger zuvor mühevoll aufgebaut hatte bei der Bürgermeisterwahl gab es für J. Roith keinen Gegenkandidaten Adverb als Erstglied..., der die Rollenaufteilung zwischen Auβenminister und Innenminister perfekt gelöst sieht neben dem breiten Chor der Halbwegsoptimisten damit ist klar, dass Noch-Präsident Fox mit dem Ansinnen scheiterte die Kampagne wendet sich vor allem an Vielflieger... 73

66 ... Minderbeteiligte nimmt seine Arbeit in einem Unternehmen seiner Frau auf und zahlt, wie jeder Angestellte, seine Funktion als Sonderbeauftragter für Auβenwirtschaftsfragen der Stadt Wien bis 2006 beizubehalten Wortgruppe als Erstglied... und 38,3-Prozent-Eigentümer des heimischen Motorradbauers diskutieren mit dem 49-Prozent-Gesellschafter BC-Partners erstmals über der unverwüstliche Martini-geschüttelt-Geheimagent......, wenn die KTM-Red-Bull-Fahrer vor seinen Augen bei den WM-Rennen beweisen müssen da ich ein Learning-by-doing-Typ bin, holte den Bunte-Vögel-Mitstreter in die Partei auf der Suche nach High-Potential-Mitarbeitern höchstes Interesse erregen Trend befragte Ausbildungs- und Jobexperten......, dass die Strom- und Netzbetreiber prächtig verdienen Marketing- und Vertriebsdirektor setzt nicht nur beim Fliegen auf einen schlanken Apparat sondern auch beim Telefonieren... 74

67 KOMPOSITA MIT FREMDEN BESTANDTEILEN Internationalismen als Bestandteil der Komposita Der Internationalismus ist ein Wort, das in mehreren Sprachen mit gleicher oder zumindest sehr ähnlichen Bedeutung und Herkunft vorhanden ist. Innerhalb der Gruppe der Internationalismen entstanden weitere Untergruppen und zwar je nachdem, welchen Ursprungs die einzelnen Komposita sind. Internationalismen lateinischen Ursprungs... das flotte Geld vom gutgläubigen ausländischen Kleininvestor als eine dauerhafte Investition erarbeitet der Planungsexperte eine integrierte Finanzplanung der Luxusmöbelerzeuger geriet in Schwierigkeiten, nachdem bekannt wurde, dass der Firmapräsident Chris McGovern wiederholte und erklärte die Firmaethik und Firmagrundregeln......, weiβ Zentralbetriebsrat, war das Berufsbild völlig anders ein erfolgreicher Privatbankier versucht, die Kunden zu überzeugen um in anspruchsvolle Exportmärkte einzusteigen, braucht unsere Firma zunächst nur einen Exportvertreter zu beauftragen der bekannte Bio-Produktproduzent Perlinger weist jeglichen Zusammenhang mit dieser Firma von sich Höhepunkt wird die Aufnahme der Beitrittskandidaten im Mai wurde endlich ein Kooperationspartner gefunden... 75

68 ... eine Abgabe der von vielen Basisfunktionären nicht verstandenen Beteiligung sich mit der Rolle eines Juniorpartners begnügen müssen die Transportunternehmerin wurde jüngst zur Stellvertreterin von Bundeskammerpräsident gekürt bringt es der Projektvater und niederländische Verkehrsplaner Hans Mondermann auf den Punkt als Produktmanager konzipiert er die Funktionalität und den Leistungsumfang der Standardsoftwareprodukte Infrastrukturminister will Zahl der Fahrradunfälle bei Schulkindern senken... gegen die von Personalchef verschobenen Reformen des Arbeitsmarkts es kommen sogar Stammkunden aus München hierher, meint Filialleiterin doch insgesamt ist Mediendesigner mit den Berichten zufrieden graphischer Mut gefällt auch dem Informationswissenschafter kämpft erstmal auch als virtueller Mobilfunkbetreiber um Kunden und noch dazu gibt der Einkaufsassistent nützliche Hinweise wenigstens zum Medienstar graduierten Experimentalphysikers... Internationalismen französischen Ursprungs... der Firmenchef empfiehlt allen Praktikanten grundsätzliches Problem dabei sieht Branchenbeobachter Kreutzer in der kleingewerblichen Struktur der österreichischen Wirtschaft... 76

69 ... als tragikomischer Amateurproduzent von Werbespots wurde zum Fondsmanager des Monats gekürt wird neuer Kabinettschef des Bundeskanzlers ist die ehemalige Wiener Finanzstadträtin arbeitete sich bis zum Hoteldirektor hoch gegen den weitaus gröβeren Koalitionspartner durchgesetzt ein Kärntner Tourismusunternehmer will einen Funkpark in einer Schutzzone errichten... Internationalismen griechischen Ursprungs... einer der gröβten Papiererzeuger des Landes arbeitet er seit langem als Teleskopmechaniker eine Abgabe der von vielen Basisfunktionären nicht verstandenen Beteiligung Rot-grüne Agrarpolitiker sollten ihre Verantwortung wahrnehmen heimische alternative Telefonie-Anbieter planen laut Medienberichten Anglizismen als Bestandteil der Komposita Mit dem Begriff "Anglizismus" werden Wörter, Formulierungen oder Satzkonstruktionen bezeichnet, die aus dem Englischen ins Deutsche übernommen wurden. 77

70 ... einen Produktionsboss geholt, der seine Fähigkeiten in der Produktion so wenig nachgewiesen hat mit 26 wurde er Wahlkampfmanager in den Staaten gehen Wirtschaftsinsider daher bereits von einer Aufhebung des Zyklus zu als hätten die Shareholder der UTA er ist einer der Trust-Verwalter des riesigen Vermögens der Chiphersteller, der in Villach sein internationales Hauptquartier hat......, dass ihr Budgetmeister nicht denselben Gesetzen unterworfen ist wie sie ein Computertechniker, der Laub rechen muss, das ist sinnlos einer der wagemutigen Wein-Entertainer wurde aber von anderen Softwareherstellern übernommen und weiterentwickelt doch insgesamt ist Mediendesigner mit den Berichten zufrieden der Public-Relations-Manager einer der groβen notierten Unternehmen erklärt, dem Computeruser tat sich eine neue Welt auf jetzt hat Alice Nilson, Board-Mitarbeiterin der Werbeagentur FCB, eine Studie veröffentlicht, die soll die Lizenz des Notebook-Herstellers vorlegen meint Knünz, Finanzcontroller, trocken das Erbe von Österreichs einstigem Star-Masseur und Wunderheiler... 78

71 ... Trend befragte Ausbildungs- und Jobexperten man müsste mehrere Interessengruppen berücksichtigen, eben alle Stakeholder arbeitete lange Zeit als Web-Manager erst 2005, so der junge Konzernsprecher, erhoffte man wieder echten Erfolg Kooperation von Technikern, Marketingexperten und Marketinggestaltern nachdem vor zwei Wochen der amtierende Clubchef nach nur 57 Tagen im Amt zurückgetreten war war als Chairman des Festnetz- und Internetanbieters tätig gewann eine wertvolle Funktion als Imageträger EIGENNAMEN ALS BESTANDTEIL DER KOMPOSITA Die Mehrheit der Eigennamen, die im Trend-Korpus ausschlieβlich als Erstglieder der Komposita vorkommen, bilden die Namen von Firmen und Banken, gefolgt von Namen von Organisationen und Gruppierungen, Personennamen und geographischen Namen Namen von Firmen und Banken... muss Nummer eins oder zwei unter den Telekom-Anbietern sein Siemens-Vorstand Brigitte Ederer setzt auf Intuition Atomic-Boss saβ Anfang Dezember im Altenmarkt macht sich auch Frantschach-Boss diesbezüglich seine Gedanken Bonus-AG-Vorstandsvorsitzender steht zum verunsichernden Brief... 79

72 ... Schiebel-Marketingleiterin sagt dazu Siemens-Vorstandsmitglied B. Ederer kritisiert die Wirtschaftspolitik Ikea-Gründer verschenkte angeblich 43 Milliarden Euro Erste-Bank-Chef verbrachte viele Zeit mit dem Nachdenken gibt sich Bank-Austria-Boss skeptisch landete der Lead-Equities-Vorstand seinen ersten groβen Coup Ende 2003 fragte ein Meyers-&-Acquisitions-Berater beim S. Zöchling an, ob und Sony-Chef Unterholzner fügt hinzu: Telekom-Austria-Vorstand erläutert die Situation auf dem Telefonmarkt erläutert Constantia-Geschäftsführerin E. Staudner ihre Position Raiffeisen-Zentralbank-Generaldirektor wollte sich nicht zur Situation in Österreich äuβern den Geschäftsbericht verfasste selbst der Wiener-Stadtwerke-Generaldirektor sie reicht von Billa-Boss, AVA-Chef bis zu Partner von Länderbank-Chef soll Millionen unterschlagen haben mit 1. Mai übernimmt der Chrysler-Manager die Position E. Gürtler, Hotel-Sacher-Chefin arbeitete früher als Investkredit-Chef wollte die erfreuliche Börsenperformance der Investkredit nutzen französische Airbus-Mitarbeiter streiken gegen Sanierungsplan... 80

73 Namen von Organisationen und Gruppierungen Die Namen von Organisationen und Gruppierungen werden durch Abkürzungen ausgedrückt.... UNO-Sprecher erklärte heute, die Flüge könnten voraussichtlich in den Bildungsminister der VAE und UNESCO-Vertreter aus zwölf Ländern trafen sich US-Anwalt will gegen Pentagon klagen und einige US-Anhänger sind schockiert über Kritik an den USA was ein US-Banker auf die Frage, ob er die Erste übernehmen würde diese Entwicklung wird durch den EU-Sekretär für Binnenmarkt erzwungen die EU-Staatsvertreter werden über die Aufnahme von Verhanglungen diskutieren entscheiden die EU-Parlamentarier am 27. Oktober, ob sie die neuen EU- Kommissare akzeptieren Personennamen... verdingte sich zwei Jahre als Schwarzenberg-Hoteldirektor im Gegensatz zu Haider-Gegner, die ihm so viel Publizität wie aus einem Grünen beinahe ein Rau-Wähler wurde was musste man sich als Merkel-Befürworter vor der Wahl wurde keine Anklage gegen Bush-Berater erhoben ein ehemals enger Platzeck-Mitarbeiter stürzt über Stasi-Vergangenheit... 81

74 ... Fischer - Assistent mit seiner eigenen Wahrheit öffentlich konfrontiert wird völlig unklar ist auch die Mobilisierungsfähigkeit der Castro-Gegner Geographische Namen... der damalige Tiroler-Landeshauptmann konstatierte, dass Österreich-Geschäftsführer Urs Meier gibt zu, dass dieses Jahr sehr erfolgreich war Roland Neuwirth, Österreich-Analyst der Wiener Deutsche-Bank-Filiale, glaubt, dass die Anleger aus diesen Erfahrungen ihre Lehren für heuer gezogen haben Ich glaube an einen Erfolg der Regierung, kommentiert Indien-Experte Dabringer sein Besuch bei Pakistan-Premierminister Musharaf demonstriert ein Korea-Geschäftspartner eines Kunden hatte Interesse an der Grazer Software geäuβert neuer Deutschland-Experte des Wine Advocate sorgt für Richtungswechsel als Schweiz-Kenner finde ich diese Entwicklung genauso bedenklich wie jene beim Nachbarn Österreich diese politische Polarisierung hänge eng mit der ungleichen Verteilung des Wohlstandes zusammen, sagt der Tschechien-Experte... 82

75 BINDESTRICHKOMPOSITA In diesem Kapitel werden wir mehrmals die Möglichkeit haben, den Bindestrichkomposita zu begegnen. Der Bindestrich wird heutzutage immer mehr benutzt. Der Trend wurde aus dem Englischen übernommen. Der Bindestrich sollte vor allem bei langen und komplizierten Komposita verwendet werden, um die Interpretation des Inhaltes zu vereinfachen. Aus Gründen expressiver Hervorhebung wird der Bindestrich manchmal auch in kurzen, verständlichen Komposita geschrieben das konnte der FPÖ-Justizminister nicht durchgehen lassen der BA-CA-Boss wurde persönlich wegen seiner Rolle in sog. Lombard-Club ehe auch die Industriellenvereinigung und die ÖVP-Wirtschaftsvertreter ein Termin vereinbaren Kandidaten wie Gewerbe-Obmann, Industrie-Obmann oder Wifi-Kurator gingen erst gar nicht und Raiffeisen-Generalsekretär bezeichnet sie als Frau, die mit beiden Beinen am Boden steht KDZ-Geschäftsführer analysiert, dass wenn das System sehr zersplittert ist vor 10 Jahren, unter Lacina, hätte es das nicht gegeben, meint Städtebund- General der Gemeindebund-Präsident sagt dazu: In Kärnten und Oberösterreich ist es dramatisch Fleischer, W., Barz I., a. a. O., S

76 ... ergänzt KDZ-Mann Bauer, und in der Not wird dann primär bei den Investitionen gespart P.S.K.-Betriebsratschef, der schon kurz nach der Übernahme durch die Bawag davor gewarnt hatte von den ehemals P.S.K.-Mitarbeitern wird bei uns heute nur mehr 700 bis 800 übrig geblieben WGKK-Obmann, einer der profiliertesten Kritiker der Regierung nach dem Hamas-Gründer S. Yassin tötet Israel auch dessen Nachfolger......, weiβ Kommerzkunde-Chef Michall Bachler schätzt, wie viele der Borelias-Angestellten das System der so genannten Vertrauensarbeitszeit sich ins Eck der Zweite-Klasse-Wissenschafter versetzt hatte beide sind Nicht-Populisten Vorgabe für die Racino-Manager lautet, Besucher anzulocken für die Causa zuständige BWB-Mann S. Keznickl das es FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter überhaupt ermöglichte, Post-Generaldirektor stellt seine Sparpläne vor Spielpartner ist Telekom-Austria-Boss, gelegentlich auch Brau-Union-General K. Bäche auch der ehemalige langjährige Palmers-Boss Industriellen-Chef fordert bereits das nächste Sparpaket Karl Grasset als Schulden-Karli titulieren... 84

77 ... eine Hoffnung, die einer der vier Budget-Weisen ganz und gar nicht teilt sprach sich der ehemalige ÖBB-General und nunmehrige RHI-Boss gegen Das Unterinntal ist mir sehr wichtig, sagt Ministeriums-Fahrdiensleiter Börsegang, der des Internetwetten-Anbieters, geriet für Kleinanleger ABLEITUNG (DERIVATION) Bei der Derivation werden an das Grundmorphem Präfixe, Suffixe, bzw. Präfixoide und Suffixoide angefügt Die Präfigierung Die Präfigierung ist vor allem im Bereich der Verben stark entwickelt. Trotzdem habe ich auch in meinem Korpus vereinzelte Beispiele der Präfigierung gefunden. Es handelt sich um Präfixe Ge- und Un-. Die Präfixe, bzw. Halbpräfixe wie Erz-, Vize-, Spitzen-, Nicht- usw. wollen wir später im selbständigen Kapitel behandeln.... doch die Gefährte der Firma Rodalber Kurierdienst GmbH sind nicht nur in der Südwestpfalz unterwegs rund 100 Unfallforscher aus etwa 20 Ländern kommen nach Hannover, um über Die Suffigierung Die Suffigierung ist dagegen im Substantivbereich sehr produktiv. Aus der Analyse des exzerpierten Materials ging hervor, dass die Mehrheit die maskulinen 85

78 Personenbezeichnungen bilden, wobei am produktivsten das Suffix er ist. Von den fremden Suffixen sind vor allem or und ent stark vertreten Suffixe zur Bildung von Maskulina -e... auβerdem hat der Ex-Kunde Anspruch auf einen Mindestrückkaufswert prompt hat der KMU-Beauftragte die Frage gestellt, ob......der Oppositionelle sozialistische Abgeordnete befürchtete während der Debatte Budgetexperte der Arbeiterkammer und Verfasser des grünen Positionspapiers sprach sich für Finanzausgleich aus Mitglied der so genannten Infra-Gruppe, zu der sich Gemeindebedienstete ursprünglich zusammengeschart hatten auf seiner Visitenkarte steht Önologe, was so viel heiβt wie Weinexperte......darunter der ehemalige Abgeordnete, der sich nach Beendigung seiner politischen Karriere doch fügt der Papierindustrielle und neue IV-Chef hinzu... er-...wirtschaftstreuhänder soll Millionen unterschlagen haben Franz C. Bauer ist der jüngste Ressortleiter unserer Firma ein Thema für den künftigen Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften lieβ sich der Gesetzgeber einen besonderen Trick einfallen der Verhandlungspartner hat sich vorher in anderen Liaisonen befunden... 86

79 ... heimischer alternativer Telefonie-Anbieter sich mehr um die Anliegen der alternativen Netzbetreiber Trendforscher und Unternehmer prophezeien, was im nächsten Jahr......, die der Geschäftsführer des Pensionskassenverbandes versprochen hat... mit 26 wurde er zum Wahlkampfmanager er ist ein Trust-Verwalter des riesigen Vermögens wie Heufler, Designer des angesehenen Design-Studienganges mitteilte Entlastung von 500 bis 800 Euro pro Steuerzahler Rechtsvertreter der Schwarzenberg schen Stiftung ist jedoch der Meinung, dass zum gröβten privaten Immobilienbesitzer geworden ist Beschwerdeführer war in diesem Fall der deutsche Europay-Konkurrent konkret wird der Kontoinhaber aufgefordert, Zutrittscodes bekannt zu geben Börsekenner hält den ATX-Anstieg aber für zu rasch... -ent... weil ÖGB-Präsident den Österreichern ein von den Russen ins Londoner Anarchistenmilieu eingeschleuster Geheimagent als Produzent der weltberühmten Schiffe musste er zahlreichen als Einkaufsassistent bei Jello begonnen hat und mittlerweile zum Assistenten der Geschäftsführung aufgestiegen ist Konsulent für notarielle Angelegenheiten... 87

80 ... als FH-Absolvent der Wirtschaftsinformatik in diesem Jahr abschließen unser Klient zählt zu den führenden Anbietern von war er lange Zeit als Finanzreferent tätig... -eur... ganz einfach, argumentiert der schwedische Rechercheur das Erbe von Österreichs einstigem Star-Masseur zählt zum Hauptprofiteur der New Economy... -or... weder gebe es den angeführten Rektor noch die betreffende Fakultät der Verkauf an einen strategischen Investor gilt als eher unwahrscheinlich er fungierte auch als Regierungskoordinator der FPÖ der Organisator des Donauinselfests holt sich die Stadträte zum vertraulichen gemeinsam mit seinem Wirtschafsbunddirektor, der auch unter dem Spitzennamen oder Wifi-Kurator gingen erst gar nicht der Promotor der 200 Millionen Euro schweren Investition und anschlieβend als Mentor für die anderen ungarischen Mitarbeiter eingesetzt deutscher Juror für europäischen Softwarepreis Initiator der Methode, nach der die Berichte bewertet werden......, ermöglichte, seinen Wunschkandidaten J. Gatterer zum neuen Flughafendirektor zu machen... 88

81 -ar, -är... für EU-Erweiterungskommissar ist die Sache klar: Die Wirtschaft wird sowohl in den alten als auch in den neuen beschimpfte Groβkoalitionär seinen historischen Kompromiss der rüstige Milliardär kümmert sich lieber persönlich darum, SPÖ-Landesparteisekretär steht dabei an erster Stelle, unmittelbar gefolgt von so mancher Kammerfunktionär zweifelt insgeheim, ob sie das schaffen auf der anderen Seite bekomme ich als Kleinaktionär sehr viel Informationen vorgesetzt... -ist... ist zwar kein Idealist mehr, aber zumindest der IT-Spezialist betreut mittelständische Kunden aus Industrie gilt der Populist als Demagoge, mit dem man sich gar nicht so verspricht der Schiffslobbyist der Oligopolist hat Erfahrungen im Kampf mit... -ier... im Treichl-Stammbaum finden sich: ein Nationalbankpräsident, ein erfolgreicher Privatbankier zieht der österreichische Bio-Pionier Werner Lampert eine vernichtende Bilanz über... 89

82 ... der Parlamentarier soll an diesem Tag Details über die Budgetentwürfe erfahren er ist der bekannteste Groβagrarier in Niederösterreich Suffixe zur Bildung von Feminina Die Suffixe heit, -keit, -ung, -schaft, -ei, -erei, -sal, -nis drücken meist Eigenschaftsbezeichnungen, Vorgangs- und Resultatsbezeichnungen oder Bezeichnungen von Zuständen und inneren Beziehungen aus. Auβerdem gibt es noch Fremdsuffixe wie a, -ade, -age, -anz, -elle, -enz, -ette, -ie, -ik, -ine, -ion, -ive, -tät, -ur, die jedoch auch nicht zur Bildung von Personenbezeichnungen beitragen. Im Bereich der Personenbezeichnungen hat sich das Suffix in als produktivste Bildungsmittel gezeigt. Dieses Suffix bildet movierte Feminina aus Substantiven männlichen Geschlechts. -in... sich vielleicht wieder als Politikerin bewerben wählt der Wirtschaftsbund B. Müller zur Nachfolgerin des Langzeitobmanns die 53-jährige Immobilienmaklerin ist seit 2003 Vizepräsidentin der Wiener Wirtschaftskammer wird von seiner Kanzleipartnerin geführt, die als Rechtsanwaltsanwältin 1995 eingetreten ist E. Gürtler, Opernballchefin: Kein SPÖ-Mitglied kann über massierte er wochenlang potenzielle Nachfolgekandidatin und die Transportunternehmerin wurde jüngst zur Stellvertreterin von Bundeskammerpräsident... 90

83 ... und P. Roth, Oberbürgermeisterin von Frankfurt und Präsidentin des deutschen Städtetags Frage an den Leiter der Wasserbaudirektorin: Wären die Transportausfälle arbeitet zur Zeit als Teamkoordinatorin und in der Zukunft möchte sie aber nicht so viel verteuert, erklärt die Konsumentenschützerin warnt Bildungsexpertin des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo... Da der Trend-Korpus keine Neutrum-Personenbezeichnungen enthält, werden wir den Ableitungssuffixen zur Bildung von Neutra keine Aufmerksamkeit widmen Präfixoide Die Präfixoide oder auch Halbpräfixe sind Wortbildungselemente, die mit dem entsprechenden selbständig vorkommenden Lexem nicht bedeutungsgleich sind. 111 Sie lassen sich in mehrere Untergruppen einteilen: Augmentativbildungen Die Augmentativbildungen dienen primär dem kommunikativen Zweck. Ihr Ziel besteht darin, etwas dem Leser, bzw. Hörer als besonders beeindruckend oder wichtig vor Augen zu führen. Im Trend-Korpus erfüllen diese Aufgabe die Halbpräfixe Erz-, Spitzen-, Topund Haupt zuletzt geöffnet am

84 Erz-... konnte nicht nur seinen Erzrivalen ausstechen... Spitzen-... Österreichs Spitzenpolitiker spötteln gerne über die deutsche Dauerkrise und er hat ihn zu einem Spitzenverkäufer gemacht als Spitzenkandidatin für die Kammerwahl im nächsten Frühjahr gilt die dass die meisten Spitzenarbeitgeber ihre Leute auch in Planungsprozesse CDU stellt den Spitzenmann früher vor... Top-... erfreut über die neu erwachte Spendierfreudigkeit der Top-Klientel haben sie sich als Top-Arbeitgeber qualifiziert... Haupt-... IBM Hauptprofiteur bei Investitionen im Unternehmensbereich welche Taktik der amtierende Hauptmann anwenden wird Schüssel ist der Hauptverantwortliche für das Budget Soziativbildungen Die Soziativbildungen charakterisieren eine Person als Partner von jemandem. Sie sind mit Ko-, bzw. Co- oder Mit- gebildet. Co-... erläuterte Schneider, Co-Geschäftsführer der Firma... 92

85 ... die Dichand im Konflikt mit den deutschen Co-Eigentümern unterstützen sollte wurde endlich ein Co-Partner gefunden verfasst vom Co-Autor dieses Wellness-Covers... Mit-... weitere Mitbewerber zu übernehmen will der ATVplus-Miteigentümer am Sendernetz französische Airbus-Mitarbeiter streiken gegen Sanierungsplan Taxative Bildungen Die taxativen Bildungen dienen entweder einer taxierenden Bewertung im Sinne von falsch, schlecht, schlimm oder der Einschätzung lobender Art, die durch Erstglieder wie Traum- oder Wunsch- vermittelt wird. 112 Traum-..., dass die Traumgesellschafter irgendwann tatsächlich jeder Marke eine konkrete Geschichte der Finanzgruppe, die zu seinen Traumpartnern gehören über Traummanager, die angeblich innerhalb eines Jahres riesigen Konzern... Wunsch-... wird seine Ehefrau die Wunschnachfolgerin des Präsidenten ausrufen Duden: Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. Dudenverlag. Mannheim, Leipzig, Wien S

86 ..., dass sie durchaus auch seine Wunschkandidatin Nettig wäre für mich der Wunschgegner gewesen, denn auf den kann man Rollenbezeichnungen Die Halbpräfixe wie Ex-, Vize- und Alt- werden in Verbindung mit Berufsbezeichnungen verwendet. Ex-... der Vergleich mit dem Vater, dem Ex-Creditanstalt-General nervt mich VA-Tech-Ex-Vorstand besaβ den dritten Platz im Wettbewerb der Partner von Ex-Länderbank-Chef soll Millionen unterschlagen haben Ex-ÖVP-Generalsekretär kommentiert mit angebrachter Ironie die Lösung Ex-Infrastrukturminister ist jedoch gegen das Projekt... Vize-... Vizekonsul M. Rousek und seine Frau besuchten die Felix Graf Wirtschaftskammer-Vizegeneral prophezeite in der Tageszeitung ewigen Machtkampf ist seit 2003 Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer verwies Lukaschenko den polnischen Vizebotschafter M. Bucko des Landes... Alt-... der Altdirektor des Unternehmens ist bereit, den beginnenden der Stadtverwaltung, die mit dem Altbürgermeister zusammenarbeiten... 94

87 ... wer Visionen hat, braucht einen Arzt, wird Altkanzler Franz Vranitzky gerne zitiert Suffixoide Die Suffixoide oder auch Halbsuffixe sind ursprünglich selbständige Adjektive, deren Bedeutung durch Reihenbildung zunehmend verblasst. 113 Die Halbsuffixe wie schaft, -werk, -zeug, -gut, -kreis, -reich, -wesen kommen bei der Bildung von Personenbezeichnungen nicht in Frage. Zu erwähnen sind nur die Suffixoide leute und träger. -leute... zwei Landeshauptleute, eine Gefahr: Jörg Haider in Kärnten % der Innenstadtkaufleute kommen ins einer der Bezirksobleute stand sogar auf und fragte... -träger... zugleich sind wir aber Designträger, Technologieentwickler, ein Thema für den künftigen Nobelpreisträger de Wirtschaftswissenschaft gewann eine wertvolle Funktion als Imageträger KURZWORTBILDUNG Wie wir bereits im Überblick über die deutschen Wortbildungsmodelle erfahren haben, gehört die Kurzwortbildung im Substantivbereich heutzutage zu einer sehr zuletzt geöffnet am

88 produktiven Wortbildungsart. Sie hat sich vor allem im Sinne der Sprachökonomie durchgesetzt. Die Kurzwörter können auf Grund ihrer Kürze einprägsamer sein und lassen sich gegenüber fremdsprachigen Vollformen einfacher aussprechen. Die Verwendung der Kurzwörter weist auf die alltägliche vertraute Bekanntheit der bezeichneten Erscheinungen und Gegenstände hin. Zu den Modellen der Kurzwortbildung gehören z. B. Initialwörter, Silbenwörter, Kurzwörter oder Wortkreuzungen. 114 Bei der Bearbeitung der exzerpierten Belege habe ich jedoch festgestellt, dass mein Korpus nur Initial- und Kurzwörter enthält, wobei die Initialwörter den Groβteil der Kurzwortbildungen darstellen. Sie erscheinen vorwiegend in der Form von Bindestrichkomposita Initialwörter Das Initialwort ist eine Abkürzung, die dadurch entsteht, dass man die ersten Buchstaben jedes Wortes des ursprünglichen Ausdrucks auseinanderreiht. In meisten Fällen werden im Magazin "Trend" die Abkürzungen von politischen Parteien, Fernsehsendern, verschiedensten Firmen und die Abkürzungen der Europäischen Union und Vereinigten Staaten verwendet.... SPÖ-Chef will nach einem Gespräch mit Rauch-Kallat gar registriert haben, dass die Regierung... (Sozialdemokratische Partei Österreichs)..., so glaubt SPÖ-Budgetsprecher Matznetter... (Sozialdemokratische Partei Österreichs)... und andere FPÖ-Politiker hat sich Böhmdorfer als Anwalt viele Feinde zugezogen... (Freiheitliche Partei Österreichs) 114 Fleischer, W., Barz I. Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. Max Niemeyer Verlag. Tübingen S

89 ... als erster und wahrscheinlich einziger ÖVP-Funktionär mit einhundert Prozent aller Stimmen wieder gewählt... (Österreichische Volkspartei)... Politiker von CSU-Chef bis SPD-Kanzler... (Christlich-Soziale Union und Sozialdemokratische Partei Deutschlands)...ORF-Direktor will die ATVplus-Miteigentümerin am ausgegliederten Sendernetz... (Österreichischer Rundfunk)... gab sich ATV-Boss Franz Prenner bei der großen... (Amateurfunk-Fernsehen)... zusätzlich zu seiner Funktion als ZDF-Direktor Europäische Satellitenprogramme wahrnehmen...(zweites Deutsches Fernsehen)... er dem ÖGB-Boss Anton Benya versprochen, die grüne Parteigründung zu verhindern... (Österreichisches Gewerkschaftsbund)... ein MPL-Berater wäre genau das Richtige... (Mikrobiologisches Prüflabor)... TGW-Geschäftsführer: Ohne die Industrial Designer wäre es zu keiner durchgängigen Linie (Transportgeräte Wien)... ÖBB-Chef wird zum zweiten Mal gegen einen Konservativen ausgetauscht... (Österreichische Bundesbahnen)... weil AK-Präsident und ÖGB-Präsident den Österreichern aber nicht einen durchaus legeren Umgang mit... (Arbeiterkammer)... konstatiert IV-General L. Fritz... (Industirellenvereinigung)... was den ÖHV-Mitgliedern jährlich Einsparungen von 22 Millionen Euro bringt... (Österreichische Hoteliervereinigung) 97

90 ... wurden über 70 US-Soldaten getötet (die Vereinigten Staaten)...dass sich um diesen Termin die EU-Skeptiker formieren... (Europäische Union) Kurzwörter Das Kurzwort ist eine Bezeichnung für Wörter oder Wortgruppen, die zu einer meist gleichwertigen Variante gekürzt sind.... B. Fuchs nebenbei Uniprofessor und Vizepräsident der Wirtschaftskammer hat sich dagegen geäuβert... (Universität)... waren Uni-Abgänger beim AMS arbeitslos gemeldet... (Universität)... weist der Kabarettprofi auf ein Visa-Gewinnspiel hin... (Professional)... gleich danach arbeitete er als Web-Manager... (World Wide Web)... Psychoanalytiker spricht über Führungsaufgaben und den Wert akademischer Titel (Psychologie)... der Pharmagroβhändler hat beispielsweise über Produkte im Programm... (Pharmazie)... ich war seinerzeit der erste Fotohändler, der die Damen... (Fotographie)... die Ökovertreter möchten sich dafür einsetzen,... (Ökologie)... Ich mag diese Falschtuerei nicht, sagt der Gastro-Unternehmer... (Gastronomie) 98

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