Vorlesung Logik, SS 2003
|
|
|
- Ilse Hausler
- vor 7 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Vorlesung Logik, SS 2003 Gerhard Brewka Gebraucht die Zeit, sie geht so schnell von hinnen, Doch Ordnung lehrt Euch Zeit gewinnen. Mein teurer Freund, ich rat' Euch drum Zuerst Collegium logicum. Da wird der Geist Euch wohl dressiert, In spanische Stiefeln eingeschnürt, Dass er bedächtiger so fortan Hinschleiche die Gedankenbahn, Und nicht etwa, die Kreuz und Quer', Irrlichteliere hin und her Mephisto, Faust 0. Einführung Was ist Logik? Lehre von den formalen Beziehungen zwischen Sätzen (insbesondere Folgerungsbeziehungen) als eigenständige Wissenschaft begründet von Aristoteles. Er unterscheidet: Lehre vom Begriff (Klassifizierung von Begriffen, Definitionslehre) Lehre vom Urteil (Struktur, Klassifikation von Aussagesätzen) Lehre vom Schluss (Folgerungsbeziehungen aufgrund der Struktur der Sätze) Beiträge von Stoikern (Theorien der Implikation, logische Antinomien) mittelalterl. Scholastik (Arbeiten zu Sprachphilosophie und log. Semantik) Leibniz Vorläufer der modernen Logik: log. Symbolsprache für alle Wissenschaften Entwicklung der modernen mathematischen Logik ab Mitte 19. Jh. (Frege, Boole, Russell) Charakteristika: formale Kunstsprache, modelltheoretische Semantik, korrekte und vollständige Kalküle Bemerkung: es gibt viele verschiedene math. Logiken (mehrwertige, modale, deontische, dynamische, lineare, nichtmonotone, fuzzy, temporale L. etc.) wenn wir von "der" Logik sprechen, ist die klassische Aussagen- oder Prädikatenlogik gemeint. 1
2 Warum ist Logik relevant für Informatiker? Beschreibungsmittel für formale Sachverhalte Semantik von Programmiersprachen Logisches Programmieren (PROLOG) Programmverifikation Automatisches Beweisen Wissensrepräsentation Schaltalgebra usw. Logik untersucht Folgerungen aufgrund der Struktur der Sätze: Wenn es regnet, dann ist die Straße nass. Es regnet. Die Straße ist nass Schluss unabhängig von Bedeutung von "es regnet", "die Straße ist nass": Wenn es grubelt, dann brabelt es. Es grubelt. Es brabelt Folgender Schluss ist nicht-logisch, da er Wissen über die Bedeutung der Sätze voraussetzt: Peter ist mein Bruder Peter ist mit mir verwandt Ein logischer Schluss liegt erst vor, wenn das zusätzliche Wissen explizit gemacht wird: Wenn Peter mein Bruder ist, ist er mit mir verwandt. Peter ist mein Bruder. Peter ist mit mir verwandt. Logik abstrahiert von der Bedeutung der in Schlüssen verwendeten Sätze. Relevant ist nur (im Falle der klassischen Logik) 1) der Aufbau komplexer Sätze (wenn... dann, und, oder,...) 2) dass Sätze entweder wahr oder falsch sind Da die natürlicher Sprache vage, mehrdeutig und kontextabhängig ist, verwendet die Logik eine Kunstsprache: 2
3 Eine festgelegte Menge von Symbolen (etwa A, B, C, A1, A2,...) repräsentiert elementare Aussagen, andere Symbole (, v, ->, ) Verknüpfungen von solchen Aussagen. math. Exaktheit, auf Kosten von Ausdrucksfähigkeit, Flexibilität, Nuancenreichtum Bsp.: A B in der Aussagenlogik äquivalent zu B A, aber: Peter bekam Fieber und der Arzt verschrieb ein Medikament. Der Arzt verschrieb ein Medikament und Peter bekam Fieber. Grundlage dieser Vorlesung: Uwe Schöning, Logik für Informatiker, 4. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, 1995, DM Grobgliederung: 1. Aussagenlogik 1.1 Syntax 1.2 Semantik 1.3 Äquivalenz und Normalformen 1.4 Hornformeln 1.5 Endlichkeitssatz 1.6 Resolution 1.7 Das Davis-Putnam- Verfahren 1.8 Tableauverfahren 2. Prädikatenlogik 3. Logik-Programmierung Zur Einstimmung: Wenn ich kein Bier zum Essen trinke, dann esse ich immer Fisch. Wenn ich Eis esse oder kein Bier trinke, dann esse ich nie Fisch. Vereinfachung? Immer Bier und entweder kein Fisch oder kein Eis. (kann man anhand des Durchspielens aller Möglichkeiten sehen). 3
4 1. Aussagenlogik 1.1 Syntax Aussagenlogik untersucht Verknüpfungen wie "und", "oder", "nicht", "wenn... dann" zwischen atomaren und komplexen Sätzen. Sätze selbst sind entweder wahr oder falsch. Ansonsten ist ihre Bedeutung irrelevant. Atomare Sätze werden durch beliebige Symbole repräsentiert: bei Schöning A1, A2,...; oft sind für den Benutzer Symbole bequem, die die intendierte Bedeutung wiedergeben (Regen, Nass, Verwandt), werden bei Schöning als Abkürzung für ein Ai eingeführt. Nochmal: intendierte Bedeutung für die Logik irrelevant!! Def. (Syntax der Aussagenlogik) Sei A eine Menge von Symbolen (genannt aussagenlogische Variablen oder atomare Formeln). Die Menge der (aussagenlogischen) Formeln über A ist die kleinste Menge, für die gilt: 1. Jede atomare Formel aus A ist eine Formel. 2. Wenn F und G Formeln sind, so sind (F G) und (F v G) Formeln. 3. Wenn F eine Formel ist, so ist F eine Formel. F heißt Negation von F, (F G) Konjunktion von F und G, (F v G) Disjunktion von F und G. Eine Formel F, die als Teil einer Formel G vorkommt, heißt Teilformel von G. Abkürzungen: (F1 -> F2) statt ( F1 v F2) (F1 <-> F2) statt ((F1 F2) v ( F1 F2)) Bemerkung: man könnte diese Symbole auch direkt in der Definition der Syntax der Aussagenlogik einführen. Die Einführung als Abkürzung vereinfacht aber Induktionsbeweise über den Aufbau von Formeln. Zu beachten: Implikation gibt umgangssprachliche Verwendung von "wenn...dann" nur näherungsweise wieder. 1) Wenn Leipzig in Sachsen liegt, dann dauert die Logikvorlesung 90 Minuten. 2) Wenn Leipzig Hauptstadt von Bayern ist, dann ist Goethe mit Madonna verheiratet. 4
5 Beide Implikationen logisch gesehen wahr, weil dann-teil von 1 wahr und wenn-teil von 2 falsch. Beide Sätze würde man so nie äußern (Gricesche Konversationsmaximen, wenn... dann drückt in der natürlichen Sprache häufig kausalen Zusammenhang aus, wird von Logik nicht erfasst) 1.2 Semantik der Aussagenlogik Ziel: jede komplexe Formel in Abhängigkeit von den Wahrheitswerten der vorkommenden atomaren Formeln zu wahr oder falsch auswerten. Als Wahrheitswerte verwenden wir 0 (falsch) und 1 (wahr). Def.: (Belegung) Eine (Wahrheits-) Belegung ist eine Funktion I: A -> {0,1}, wobei A die Menge der atomaren Formeln ist. Bem.: Belegungen werden oft auch Interpretationen genannt. Def.: (Wahrheitswert komplexer Formeln) Sei I eine Belegung. Wir erweitern I zu einer Funktion I^: E -> {0,1}, wobei E die Menge aller Formeln ist, die aus atomaren Formeln in A aufgebaut sind: 1. Für jede atomare Formel Ai A ist I^(Ai) = I(Ai) 2. I^((F G)) = 1 falls I^(F) = 1 und I^(G) = 1 0 sonst 3. I^((F v G)) = 1 falls I^(F) = 1 oder I^(G) = 1 0 sonst 4. I^( F) = 1 falls I^(F) = 0 0 sonst Da I^ Erweiterung von I ist, d.h. für atomare Formeln mit I übereinstimmt, schreiben wir vereinfachend I statt I^. Beispiel: Sei I eine Belegung, die A zu 1, B zu 0 und C zu 1 auswertet. Wir bestimmen den Wahrheitswert der Formel ((A v B) ( C v B)). I(((A v B) ( C v B))) = 1 I((A v B)) = 1 und I(( C v B)) = 1 [I(A) = 1 oder I(B) = 1] und [I( C) = 1 oder I( B) = 1] [I(A) = 1 oder I(B) = 1] und [I(C) = 0 oder I(B) = 0] gdw gdw gdw Da I(A) = 1 und I(B) = 0 ist diese Bedingung erfüllt, d.h. die Formel wird zu wahr ausgewertet. Weniger umständlich: wir ersetzen die atomaren Formeln durch ihre Wahrheitswerte und propagieren: 5
6 ((1 v 0) ( 1 v 0)) ((1 v 0) (0 v 1)) (1 1) 1 entspricht folgender Baumdarstellung: 1 v 1 v 1 A 1 B C 1 B 0 Wirkung der Junktoren lässt sich durch Wahrheitstafeln darstellen: F F F G F G F G F v G F G F -> G F G F <-> G
7 Def. (Modell, Gültigkeit, Erfüllbarkeit) Sei F eine Formel. Eine Belegung, die F zu 1 auswertet, heißt Modell von F. Falls I Modell von F schreiben wir: I = F, falls nicht: I =/= F. Eine Formel F heißt erfüllbar, wenn F mindestens ein Modell besitzt. Unerfüllbare Formeln heißen auch widersprüchlich (Kontradiktionen). F heißt allgemeingültig (Tautologie), falls jede Belegung Modell für F ist. Notation: = F für F ist Tautologie, =/= F für F ist nicht Tautologie. Eine Belegung ist Modell einer Menge von Formeln M, wenn sie jedes Element von M zu 1 auswertet. M ist erfüllbar, wenn M mindestens ein Modell besitzt. Satz: F ist Tautologie gdw. F unerfüllbar. Bew.: F Tautologie gdw jede Belegung wertet F zu 1 aus gdw keine Belegung wertet F zu 1 aus gdw F hat kein Modell. allg.gültig erfüllbar unerfüllbar nicht allg.gültig G F F G Def.: (logische Folgerung) Seien F1,..., Fk, G Formeln. G folgt logisch aus F1,..., Fk gdw jede zu F1,..., Fk, und G passende Belegung, die Modell von {F1,..., Fk} ist, auch Modell von G ist. Satz: Folgende Aussagen sind äquivalent: 1. G folgt logisch aus F1,..., Fk. 2. ((...(F1 F2)... Fk) -> G) ist Tautologie. 3. ((...(F1 F2)... Fk) G) ist unerfüllbar. Bew.: Übung Beispiel: B folgt logisch aus B v C, C Wahrheitswert einer Formel F hängt nur von in F vorkommenden atomaren Formeln ab. Wenn F n atomare Formeln enthält, so gibt es 2 n zu testende Belegungen. Diese können in Wahrheitstafeln systematisch beschrieben werden. A B ( A v B) ( B v A) ( A v B) ( B v A)
8 Rechte Spalte: Wahrheitsverlauf der jeweiligen Formel Wahrheitstafelmethode im Allgemeinen sehr aufwendig: exponentiell viele Zeilen. Wieviele Formeln mit n atomaren Formeln und verschiedenen Wahrheitsverläufen gibt es? Tafel hat 2 n Zeilen, an jeder Stelle im Wahrheitsverlauf 1 oder 0, also: 22 n 1.3 Äquivalenz und Normalformen Def.: (Äquivalenz) Zwei Formeln F und G heißen äquivalent (Notation: F G), falls für alle Belegungen I gilt: I(F) = I(G). Satz: Seien F und G Formeln. F G gdw. F <-> G ist Tautologie Satz: (Ersetzbarkeit) Seien F und G äquivalente Formeln. Sei H eine Formel, die F als Teilformel besitzt. H' entstehe aus H durch Ersetzen eines Vorkommens von F in H durch G. Dann gilt: H H'. Beweis: Induktion über Formelaufbau von H. Satz: Es gelten folgende Äquivalenzen: (F F) F (F v F) F (Idempotenz) (F G) (G F) (F v G) (G v F) (Kommutativität) ((F G) H) (F (G H)) ((F v G) v H) (F v (G v H)) (Assoziativität) (F (F v G)) F (F v (F G)) F (Absorption) (F (G v H)) ((F G) v (F H)) (F v (G H)) ((F v G) (F v H)) (Distributivität) F F (doppelte Negation) (F G) ( F v G) (F v G) ( F G) (de Morgansche Regeln) (F v G) F, falls F Tautologie (F G) G, falls F Tautologie (Tautologieregeln) (F v G) G, falls F unerfüllbar (F G) F, falls F unerfüllbar (Unerfüllbarkeitsregeln) Beweis: Wahrheitstafeln (Beispiel nach Wahl) Bemerkung 1: wegen Assoziativität können Klammern wegfallen : (A v B v C v D) anstelle von entsprechenden vollständig geklammerten Formeln. 8
9 Weitere Klammerersparnis durch Weglassen äußerer Klammern und Bindungskonventionen: stärker als stärker als v stärker als -> stärker als <-> Damit können wir schreiben A B v C -> D statt (((A B) v C) -> D) Bemerkung 2: Mit Hilfe der de Morganschen Regeln läßt sich jede Formel in eine äquivalente Formel ohne v bzw. ohne umwandeln. {, } bzw. {,v} genügen also eigentlich als Basis zum Aufbau der Syntax der Aussagenlogik (ebenso: {, ->} und andere Mengen). Beispiel zum Gebrauch der Äquivalenzen: Bier -> Fisch Bier v Fisch (1) Eis v Bier -> Fisch (Eis v Bier) v Fisch (2) (Bier v Fisch) ( (Eis v Bier) v Fisch) (Bier v Fisch) (( Eis Bier) v Fisch) (Bier v Fisch) (( Eis Bier) v Fisch) (Bier v Fisch) ( Fisch v ( Eis Bier)) (Bier v Fisch) (( Fisch v Eis) ( Fisch v Bier)) (Bier v Fisch) ((Bier v Fisch) ( Fisch v Eis)) ((Bier v Fisch) (Bier v Fisch)) ( Fisch v Eis)) (Bier (Fisch v Fisch)) ( Fisch v Eis) ((Fisch v Fisch) Bier) ( Fisch v Eis) Bier ( Fisch v Eis) de Morgan doppelte Negation Kommutativität Distributivität Kommutativität Assoziativität Distributivität Kommutativität Tautologieregel Def.: (Normalformen) Ein Literal ist eine atomare Formel (positives Literal) oder die Negation einer atomaren Formel (negatives Literal). Eine Formel F ist in konjunktiver Normalform (KNF), falls sie eine Konjunktion von Disjunktionen von Literalen ist. Eine Formel F ist in disjunktiver Normalform (DNF), falls sie eine Disjunktion von Konjunktionen von Literalen ist. Satz: Für jede Formel F gibt es eine äquivalente Formel in KNF und eine äquivalente Formel in DNF. Beweis durch Induktion über Formelaufbau von F. Bemerkung: es gibt unterschiedliche Formeln in DNF (KNF), die äquivalent sind: Beispiel (DNF) (A Β C) v (A Β C) v F äquivalent zu (A Β) v F Umformung in KNF: Gegeben: Formel F (Abkürzungen -> und <-> seien bereits ersetzt) 1. Ersetze in F jedes Vorkommen einer Teilformel der Bauart 9
10 G (G v H) (G H) durch G durch ( G H) durch ( G v H) bis keine solche Teilformel mehr vorkommt. 2. Ersetze in F jedes Vorkommen einer Teilformel der Bauart (F v (G H)) durch ((F v G) (F v H)) ((F G) v H)) durch ((F v H) (G v H)) bis keine solche Teilformel mehr vorkommt (ausdistribuieren). (Bei Umformung in DNF muss im letzten Schritt v und vertauscht werden) Beispiel: (A -> B) -> (B -> C) Eliminieren -> (A -> B) v ( B v C) Eliminieren -> ( A v B) v ( B v C) de Morgan, doppelte Negation (A B) v B v C schon in DNF, Distributivität ((A v B) ( B v B)) v C Distributivität (A v B v C) ( B v B v C) KNF Weitere Vereinfachung: wegen Idempotenz und da A (A v B) äquivalent zu A: ( B v C) (diese Schritte sind im obigen Algorithmus noch nicht enthalten) Bemerkung: KNF und DNF können auch direkt aus Wahrheitstafel abgelesen werden. DNF: Die Konjunktionen von Literalen entstehen aus Zeilen, für die der Wert von F 1 ist. Atome, deren Wert in der Zeile 1 ist, werden positive Literale, die anderen negative. KNF: Die Disjunktionen von Literalen entstehen aus Zeilen, für die Wert von F 0 ist. Atome, deren Wert in der Zeile 0 ist, werden positive Literale, die anderen negative. (dass das so korrekt ist sieht man wie folgt: Bilde DNF für F, wende de Morgan an. Das liefert Formel G, so dass G in KNF, also G KNF von F. In G wurden alle positiven Literale der DNF zu negativen und umgekehrt) Beispiel: ABC (A -> B) (B -> C) (A -> B) -> (B -> C)
11 Ablesen DNF: ( A B C) v ( A B C) Ablesen KNF: (A v B v C) ( A v B v C) äquivalent zu ( B v C) 1.4 Hornformeln wichtiger, effizient zu behandelnder Spezialfall (benannt nach Alfred Horn) Def.: (Hornformeln) Eine Formel F ist eine Hornformel, falls F in KNF ist und jedes Konjunktionsglied (also jede Disjunktion) in F höchstens ein positives Literal enthält. Bsp.: (A v B) ( C v A v D) ( A v B) D E äquivalent: (B -> A) (C A -> D) (A B -> 0) (1 -> D) (E -> 0) 0 steht für unerfüllbare Formel, 1 für Tautologie Effizienter Erfüllbarkeitstest für Hornformeln: Eingabe: Hornformel F 1. Markiere jedes Vorkommen von A in F, falls F Teilformel der Form (1 -> A) besitzt; 2. while es gibt in F Teilformel G = (A1... Αn -> B) oder (A1... Αn -> 0) mit A1... Αn markiert, B unmarkiert do if G hat erste Form then markiere jedes Vorkommen von B else gib aus "unerfüllbar" und stoppe; 3. gib aus "erfüllbar" und stoppe. Die erfüllende Belegung ergibt sich aus den markierten Atomen: I(Ai) = 1 gdw Ai markiert. Satz: Obiger Markierungsalgorithmus ist korrekt und stoppt nach maximal n Markierungsschritten (n = Anzahl der Atome in F). Beweisskizze: Komplexitätsabschätzung offensichtlich. Korrektheit: Schritte 1 und 2 markieren nur solche Atome, die in allen Modellen von F den Wert 1 haben müssen. Falls es dazu kommt, dass 0 markiert werden müßte (else-fall), kann es kein Modell geben und die Ausgabe in 2. ist korrekt. Ansonsten ist nach Verlassen von 2. die Belegung I mit I(Ai) = 1 gdw. Ai markiert ein Modell von F, denn für jede Implikation G in F gilt: entweder die Vorbedingung und die 11
12 Nachbedingung von G sind wahr in I oder die Vorbedingung von I ist falsch. In beiden Fällen ist die Implikation wahr. Beispiel: 4-Beiner Miaut -> Katze 4-Beiner Bellt -> Hund Katze -> Haustier Hund -> Haustier Katze -> Jagt-Mäuse Hund -> Jagt-Katzen 1 -> 4-Beiner 1 -> Bellt [Haustier Jagt-Katzen -> 0] Haustier Jagt-Katzen ableitbar? gdw WB (Haustier Jagt-Katzen) unerfüllbar gdw WB (Haustier Jagt-Katzen -> 0) unerfüllbar. Bemerkung1 : der Algorithmus berechnet das kleinste Modell von F. Hierbei gilt: M = M' gdw M(A) = M'(A) für alle atomaren Formeln A (wie üblich ist 0 < 1). Für allgemeine Formeln kann es mehrere minimale Modelle geben (etwa A v B). Bemerkung 2: Falls eine Hornformel keine Implikation der Form (A1... Αn -> 0) enthält, so ist sie immer erfüllbar. Ebenso wenn keine Teilformel der Form (1 -> A) vorkommt. 1.5 Endlichkeitssatz (Kompaktheitstheorem) Satz: Eine Menge M von Formeln ist erfüllbar gdw. jede der endlichen Teilmengen von M erfüllbar ist. Beweis: "=>" offensichtlich, da Modell für M auch Modell für jede Teilmenge von M. "<=". Für jedes n = 1 sei Mn die Menge der Formeln in M, die nur Atome A1,..., An enthalten. Es gibt k = 2 hoch 2 hoch n verschiedene, nicht äquivalente Formen in Mn. Also: für jedes F in Mn gibt es i = k mit F Fi. Jedes Modell für {F1,..., Fk} ist Modell für Mn. So ein Modell existiert nach Voraussetzung. Wir nennen es In. Es ist gleichzeitig Modell für M1, M2,..., Mn-1 (denn diese Mengen sind Teilmengen von Mn). Das gesuchte Modell I für M wird so konstruiert (wir schreiben (An, 1) in I, statt I(An) = 1). Ebenso für 0): Stufe 0: I := {}; J := {1,2,3...}. Stufe n > 0: if es gibt unendlich viele Indizes i in J mit Ii(An) = 1 then begin I := I {(An,1)}; J := J - {i Ii(An)? 1} end else begin I := I {(An,0)}; J := J - {i Ii(An)? 0} end. 12
13 In jeder Stufe n wird I um (An,0) oder (An,1) erweitert, aber nie um beides. I ist daher wohldefinierte Funktion mit Definitionsbereich {A1, A2,...} und Wertebereich {0,1}. Wir zeigen: I ist Modell für M. Sei F beliebige Formel in M. In F kommen endlich viele Atome vor, der höchste Index eines solchen Atoms sei k, d.h. F in Mk, Mk+1,... und jede der Belegungen Ik, Ik+1,... ist Modell von F. Bei der Konstruktion von I wird J zwar "ausgedünnt", aber nie endlich. Damit verbleiben auch unendlich viele Indizes i > k in J. Für all diese i gilt: Ii(A1) = I(A1),..., Ii(Ak) = I(Ak), und deshalb ist I Modell von F. Bemerkung: Beweis nicht-konstruktiv: if-bedingung nicht algorithmisch überprüfbar. Reine Gedankenkonstruktion, I kann nicht tatsächlich von Algorithmus berechnet werden. Satz später in folgende Form verwendet: wenn unendliche Menge unerfüllbar ist, dann gibt es eine endliche Teilmenge, die bereits unerfüllbar ist. 1.6 Resolution syntaktische Umformungsregel, die aus zwei Formeln eine neue erzeugt (die Resolvente). wird verwendet, um Unerfüllbarkeit einer Formel(menge) zu testen. Anmerkung: Mengen von syntaktischen, mechanisch ausführbaren Umformungsregeln heißen auch Kalküle. Kalküle erzeugen aus vorgegebenen Mengen von Formeln neue. Kalküle heißen korrekt, wenn sie nur die gewünschten Formeln ableiten, vollständig, wenn sie alle gewünschten Formeln ableiten Resolution setzt voraus, dass Formel(menge) in KNF vorliegt (sonst Umformen). Bequem ist Darstellung der KNF in Mengennotation: statt F = (L1,1 v... v L1,n1)... (Lk,1 v... v Lk,nk) schreiben wir F = {{L1,1,..., L1,n1},..., {Lk,1,..., Lk,nk}} Jedes Element von F heißt Klausel. Def.: Seien K1, K2 Klauseln. R heißt Resolvente von K1 und K2, falls es ein Literal L gibt mit L in K1 und L in K2 und es gilt: R = (K1 - L) (K2 - L). Hierbei ist L = L falls L=Ai, L = Ai falls L = Ai. Beispiel: {A, C} ist Resolvente aus {A, B} und { B, C}. Spezialfall: die leere Klausel {} entsteht durch Resolvieren von widersprüchlichen Einerklauseln, etwa {A},{ A}. Sie entspricht falsch und wird auch als oder [] repräsentiert. 13
14 Frage: Kann Resolution von Hornformeln nicht-hornformel produzieren? Resolutionslemma: Sei F eine Formel in KNF, dargestellt als Klauselmenge, R Resolvente zweier Klauseln aus F. Dann sind F und F {R} äquivalent. Bew.: Sei I eine Belegung. Zu zeigen: I = F {R} gdw. I = F. Falls I = F {R}, dann gilt offensichtlich auch I = F. Es gelte umgekehrt I = F. Dann gilt I = K für jede Klausel K in F. Ferner sei R = (K1 - L) (K2 - L). Fall 1: I = L. Dann gilt I = K2 - L und deshalb I = R. Fall 2: I =/= L. Dann gilt I = K1 - L und deshalb I = R. Bemerkung: Resolvente nicht äquivalent zu beiden resolvierten Klauseln, schwächer. Deshalb werden resolvierte Klauseln nicht ersetzt. A v B, B v C ==> A v C { A,B,C} ist Modell der Resolvente, aber nicht der resolvierten Klauseln. Def.: Sei F eine Klauselmenge. Wir definieren: Res(F) = F {R R ist Resolvente zweier Klauseln in F} Res 0 (F) = F Res n+1 (F) = Res(Res n (F)) Res * (F) = n=0 Res n (F) Frage: Bestimme Res1(F) für F = {{A, B,C}, {B,C},{ A,C}, {B, C},{ C}} Res1:... {A,C}, { B,C}, {A,C, C}, {A,B, B},{A, B}, {B}, { A,B},{ A} Bemerkung: Wieviele verschiedene Klauseln aus n Atomen kann es geben? 4 n (jedes Ai kann nicht, pos, neg, doppelt vorkommen). Daraus folgt für endliche Klauselmengen: es gibt ein k, so dass Res k (F) = Res k+1 (F) =... = Res*(F). Resolutionssatz (der Aussagenlogik) Eine Klauselmenge F ist unerfüllbar gdw. in Res*(F). Beweis: "<=" folgt aus Resolutionslemma: F äquivalent Res n (F) für alle n. Da in Res k (F) für ein k und damit Res k (F) unerfüllbar ist, so muss auch F unerfüllbar sein. "=>" Sei F unerfüllbar. Falls F unendlich, so muss es wegen Kompaktheit endliche Teilmenge von F geben, die unerfüllbar ist. Wir können uns deshalb auf endliche Formelmengen beschränken. Wir zeigen in Res * (F) durch Induktion über die Anzahl n der in F vorkommenden Atome: Induktionsanfang: n = 0, dann muss F = { } sein und damit in Res * (F). Induktionsschritt: Sei F eine Klauselmenge mit Atomen A1,..., An+1. Wir definieren aus F zwei Klauselmengen F0 und F1 wie folgt: 14
15 F0 entsteht aus F durch Streichen jedes Vorkommens von An+1 in einer Klausel sowie durch Streichen der Klauseln, in denen An+1 vorkommt. (Belegung von An+1 mit 0 fixieren). F1 entsteht aus F durch Streichen jedes Vorkommens von An+1 in einer Klausel sowie durch Streichen der Klauseln, in denen An+1 vorkommt. (Belegung von An+1 mit 1 fixieren). F0 und F1 sind unerfüllbar. Wäre etwa F0 erfüllbar, so könnte man aus einem Modell M für F0 ein Modell M' für F konstruieren, indem man A1,..., An wie in M auswertet und An+1 den Wert 0 gibt. Analog kann gezeigt werden, dass F1 unerfüllbar ist. Damit ist die Induktionsvoraussetzung auf F0 und F1 anwendbar. Es muss also einen Resolutionsbeweis aus F0 für geben, d.h. eine Folge von Klauseln K1,..., Km, so dass Km = und jedes Ki entweder in F0 ist oder Resolvente zweier Klauseln, die in der Folge früher auftreten. Benutzt man nun statt K1,..., Km die ursprünglichen Klauseln, erhält man einen Resolutionsbeweis entweder wieder für, oder für An+1. Im ersten Fall ist bewiesen, dass die leere Klause aus F ableitbar ist. Ebenso gibt es einen Resolutionsbeweis für aus F1, der durch Verwendung der ursprünglichen Klauseln zu einem Beweis für oder für An+1 wird. Wieder ist im ersten Fall die Behauptung bewiesen. Ansonsten lässt sich aus An+1 und An+1 in einem weiteren Resolutionsschritt die leere Klause ableiten, d.h. in Res*(F). Aus Resolutionssatz lässt sich folgender Algorithmus ableiten: Eingabe: Formel in KNF (repräsentiert als Klauselmenge) repeat G := F; F := Res(F) until ( in F) or (F = G); if in F then "unerfüllbar" else "erfüllbar"; Es muss natürlich nicht immer ganz Res* berechnet werden, es genügt, eine Herleitung der leeren Klausel zu finden: Def.: Eine Deduktion (Herleitung, Beweis) der leeren Klausel aus einer Klauselmenge F ist eine Folge K1,..., Km von Klauseln für die gilt: 1) Km = 2) für alle i (1 = i = m): entweder Ki aus F oder Ki Resolvente von Kj, Kk mit j,k < i. früheres Beispiel: Haustier Jagt-Katzen ableitbar aus: 1) 4-Beiner Miaut -> Katze { 4-Beiner, Miaut, Katze} 2) 4-Beiner Bellt -> Hund { 4-Beiner, Bellt, Hund} 3) Katze -> Haustier { Katze, Haustier} 4) Hund -> Haustier { Hund, Haustier} 5) Katze -> Jagt-Mäuse { Katze, Jagt-Mäuse} 6) Hund -> Jagt-Katzen { Hund, Jagt-Katzen} 7) 4-Beiner {4-Beiner} 8) Bellt {Bellt} 15
16 9) Haustier v Jagt-Katzen { Haustier, Jagt-Katzen} Deduktion: 10) { Bellt, Hund} 2,7 11) {Hund} 10,8 12) {Haustier} 11,4 13) { Jagt-Katzen} 12,9 14) {Jagt-Katzen} 11,6 15) [] 14,13 Resolutionsgraph: { 4-Beiner, Bellt, Hund} {4-Beiner} { Bellt, Hund} {Bellt} { Hund, Jagt-Katzen} {Hund} { Hund, Haustier} {Haustier} { Haustier, Jagt-Katzen} {Jagt-Katzen} { Jagt-Katzen} [] Weiteres Beispiel: wir zeigen mit Resolution, dass ( B C D) v ( B D) v (C D) v B Tautologie ist. {B, C, D}, {B, D}, { C, D},{ B} unerfüllbar? ja. Frage: warum macht man Widerspruchsbeweise? In Katzenbeispiel wird doch Haustier und Jagt-Katzen abgeleitet? Verfahren nur für Widerlegungsbeweise vollständig. Z. B folgt A v B aus A, aber A v B ist nicht per Resolution aus A ableitbar. Def.: Einschränkung der Resolutionsverfahrens: Unit-Resolution entsteht durch Beschränkung der Resolution auf Fälle, in denen mindestens eine resolvierte Klausel einelementig ist (Einer-Klausel). Input-Resolution entsteht durch Beschränkung der Resolution auf Fälle, in denen mindestens eine resolvierte Klausel Eingabe-Klausel (aus F) ist. 16
17 Satz: Sowohl Unit- wie Input-Resolution sind vollständig für Hornklauseln, d.h. falls F Hornklauselmenge, so ist die leere Klausel ableitbar aus F gdw F unerfüllbar. Katzen-Beispiel bereits Unit-Resolution. Gegenbeispiel im allgemeinen Fall (Unit): { A, B}, { A, B}, {A, B}, {A, B}. unerfüllbar, aber natürlich keine Unit-Resolution möglich. Bei der linearen Resolution wird in jedem (bis auf den ersten) Resolutionsschritt die vorher erzeugte Resolvente verwendet (zusammen mit einer Klausel, die entweder in F ist oder vorher erzeugt wurde). Satz: Lineare Resolution ist vollständig. 1.7 Das Davis-Putnam-Verfahren (nicht: Putman!) Erfüllbarkeitstest für Formel F = {C1,..., Cn} in Klauselform Def.: (reduzierte Klauselmenge) Sei F eine Menge von Klauseln, L ein Literal. Die um L reduzierte Klauselmenge F L entsteht aus F durch a) Streichen aller Klauseln, die L enthalten b) Streichen des Komplements von L aus den verbleibenden Klauseln. Beispiel: F = {{A, B}, {C, A}, { B}} Reduzieren um A ergibt: F A = {{C}, { B }} Reduzieren um B ergibt: F B = {{A}, {C, A}} Anmerkung: jedes Modell M von F, das L zu wahr auswertet, ist Modell von F L. Zu jedem Modell M' von F L gibt es ein Modell M von F, das die Atome in F L gleich auswertet wie M'. (M(L) = 1, M(A) = M'(A) für alle Atome, die in F L vorkommen) also: F L erfüllbar genau dann wenn F Modell hat, das L zu wahr auswertet. 17
18 Beobachtungen: 1. Wenn [] in F, dann ist F unerfüllbar. 2. Wenn Einerklausel der Form {L} in F, so ist F erfüllbar genau dann wenn F L erfüllbar. 3. Sei L Literal in F. F ist erfüllbar gdw. F L erfüllbar oder F -L erfüllbar. Daraus lässt sich direkt der folgende rekursive Erfüllbarkeitstest ableiten: boolean Satisfiable(S) ;; liefert true falls Klauselmenge S erfüllbar, false sonst begin if S = {} return true; if {} in S return false; if S enthält Einerklausel select Einerklausel {L} and return Satisfiable(S L ) else select Literal L and return (Satisfiable(S L ) or Satisfiable(S -L )); end; Beispiel 1: erfüllbar {{A, B}, {C, A}, { B}} erfüllbar {{A}, {C, A}} erfüllbar {{C}} erfüllbar {} gdw. gdw. gdw. true Beispiel 2: erfüllbar {{A, B}, { A, B}, {A, B}}? gdw. (wähle A) erfüllbar {{B}} oder erfüllbar {{B}, { B}} gdw. erfüllbar {} oder erfüllbar {{}} true 1.8 Tableauverfahren Tableau für F: Baum, dessen Knoten mit Formeln markiert sind. Wurzel mit F markiert. Pfad von Wurzel zu Blatt repräsentiert Konjunktion der Formeln an Knoten, der gesamte Baum Disjunktion dieser Konjunktionen Grundidee: F ist unerfüllbar, wenn für jeden Pfad von der Wurzel zu einem Blatt gilt: die entsprechende Konjunktion ist unerfüllbar. Erzeugungsregeln für Tableaus: H G 1 G 2 (G 1 G 2 ) G 1 v G 2 (G 1 v G 2 ) H G 1 G 1 G 2 G 1 G 2 G 1 G 2 G 2 zu lesen: wenn in Pfad H vorkommt, erweitere ihn um H, wenn in Pfad G 1 G 2 vorkommt, erweitere ihn um G 1 und um G 2, wenn in Pfad (G 1 G 2) vorkommt, verzweige und erweitere um linken Nachfolger G 1 und rechten Nachfolger G 2, etc. 18
19 Beispiel: ( P v Q) (P Q) ( P v Q) (P Q) P Q P Q * * Def.: (Tableau für F) Die Menge der Tableaus für eine Formel F ist induktiv wie folgt definiert: 1) der Baum, der aus einem mit F markierten Knoten besteht, ist ein Tableau für F. 2) wenn T ein Tableau für F ist und T' durch Anwendung einer Erzeugungsregel aus T entsteht, so ist T' ein Tableau für F. Def.: Ein Ast eines Tableaus ist ein Pfad von der Wurzel zu einem Blatt. Ein Ast heißt abgeschlossen, wenn in ihm eine Formel und ihre Negation vorkommt. Ein Tableau heißt abgeschlossen, wenn jeder Ast abgeschlossen ist. Satz: F ist unerfüllbar gdw. es ein abgeschlossenes Tableau für F gibt. Im Beispiel: linker Ast abgeschlossen, weil P und P enthalten, rechter weil Q und Q enthalten. Vorteil: keine Umformung in KNF nötig. 19
I. Aussagenlogik. Aussagenlogik untersucht Verknüpfungen wie "und", "oder", "nicht", "wenn... dann" zwischen atomaren und komplexen Sätzen.
I. Aussagenlogik 2.1 Syntax Aussagenlogik untersucht Verknüpfungen wie "und", "oder", "nicht", "wenn... dann" zwischen atomaren und komplexen Sätzen. Sätze selbst sind entweder wahr oder falsch. Ansonsten
wichtiger, effizient zu behandelnder Spezialfall (benannt nach Alfred Horn)
2.4 Hornformeln wichtiger, effizient zu behandelnder Spezialfall (benannt nach Alfred Horn) Def.: (Hornformel) Eine Formel F ist eine Hornformel, falls F in KNF ist und jedes Konjunktionsglied (also jede
Logik für Informatiker
Logik für Informatiker 2. Aussagenlogik Teil 6 14.05.2012 Viorica Sofronie-Stokkermans Universität Koblenz-Landau e-mail: [email protected] 1 Bis jetzt Syntax der Aussagenlogik: Definition der Menge
Syntax der Aussagenlogik. Vorlesung Logik Sommersemester 2012 Universität Duisburg-Essen. Formel als Syntaxbaum. Teilformel A 3 A 1 A 4
Syntax der Vorlesung Logik Sommersemester 2012 Universität Duisburg-Essen Barbara König Übungsleitung: Christoph Blume Eine atomare Formel hat die Form A i (wobei i = 1, 2, 3,...). Definition (Formel)
Beispiel Aussagenlogik nach Schöning: Logik...
Beispiel Aussagenlogik nach Schöning: Logik... Worin besteht das Geheimnis Ihres langen Lebens? wurde ein 100-jähriger gefragt. Ich halte mich streng an die Diätregeln: Wenn ich kein Bier zu einer Mahlzeit
Resolutionsalgorithmus
112 Resolutionskalkül Mit dem Begriff Kalkül bezeichnet man eine Menge von syntaktischen Umformungsregeln, mit denen man semantische Eigenschaften der Eingabeformel herleiten kann. Für den Resolutionskalkül:
Ersetzbarkeitstheorem
Ersetzbarkeitstheorem Die Abgeschlossenheit läßt sich auch folgendermaßen formulieren: Ersetzbarkeitstheorem Seien F und G Formeln mit F G. SeienH und H Formeln, so daß H aus H hervorgeht, indem ein Vorkommen
Vorlesung Logik Wintersemester 2012/13 Universität Duisburg-Essen
Vorlesung Logik Wintersemester 2012/13 Universität Duisburg-Essen Barbara König Übungsleitung: Christoph Blume & Dr. Sander Bruggink Barbara König Logik 1 (Motivation) Wir benötigen Algorithmen für Erfüllbarkeitstests,
Übung 4: Aussagenlogik II
Übung 4: Aussagenlogik II Diskrete Strukturen im Wintersemester 2013/2014 Markus Kaiser 8. Januar 2014 1/10 Äquivalenzregeln Identität F true F Dominanz F true true Idempotenz F F F Doppelte Negation F
Logik für Informatiker
Logik für Informatiker 2. Aussagenlogik Teil 3 30.04.2012 Viorica Sofronie-Stokkermans Universität Koblenz-Landau e-mail: [email protected] 1 Letztes Mal Aussagenlogik Syntax: welche Formeln? Semantik:
Logic in a Nutshell. Christian Liguda
Logic in a Nutshell Christian Liguda Quelle: Kastens, Uwe und Büning, Hans K., Modellierung: Grundlagen und formale Methoden, 2009, Carl Hanser Verlag Übersicht Logik - Allgemein Aussagenlogik Modellierung
3. Grundlegende Begriffe von Logiken - Aussagenlogik
3. Grundlegende Begriffe von Logiken - Aussagenlogik Wichtige Konzepte und Begriffe in Logiken: Syntax (Signatur, Term, Formel,... ): Festlegung, welche syntaktischen Gebilde als Formeln (Aussagen, Sätze,
Einführung in die Logik. Sommersemester Juli 2010 Institut für Theoretische Informatik
Einführung in die Logik Jiří Adámek Sommersemester 2010 14. Juli 2010 Institut für Theoretische Informatik Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung: Logische Systeme 4 I Aussagenlogik 6 2 Aussagenlogik 7 2.i Syntax
Formale Methoden 2. Gaetano Geck Lehrstuhl I Logik in der Informatik WS 2014/2015
Formale Methoden 2 Gaetano Geck Lehrstuhl I Logik in der Informatik WS 2014/2015 Teil 3: Logik 1 Aussagenlogik Einleitung Eigenschaften Äquivalenz Folgerung Normalformen 2 Prädikatenlogik Wenn eine Karte
Einiges zu Resolutionen anhand der Aufgaben 6 und 7
Einiges zu Resolutionen anhand der Aufgaben 6 und 7 Es gibt eine Fülle von verschiedenen Resolutionen. Die bis jetzt behandelten möchte ich hier noch ein Mal kurz erläutern. Ferner möchte ich noch auf
Erfüllbarkeit und Allgemeingültigkeit
Theoretische Informatik: Logik, M. Lange, FB16, Uni Kassel: 3.3 Aussagenlogik Erfüllbarkeit 44 Erfüllbarkeit und Allgemeingültigkeit Def.: eine Formel ϕ heißt erfüllbar, wennesein I gibt, so dass I = ϕ
Fakultät für Informatik Universität Magdeburg Jürgen Dassow. Vorbemerkungen
Vorbemerkungen if (x > y) z = x; else z = y; Wenn es blaue Tiger regnet, dann fressen alle Kirschbäume schwarze Tomaten. q(1) = 1, q(i) = q(i 1) + 2i 1 für i 2 Welchen Wert hat q(6)? 24 ist durch 2 teilbar.
Logik. Markus Lohrey. Wintersemester 2012/2013. Universität Leipzig. Markus Lohrey (Universität Leipzig) Logik Wintersem.
Logik Markus Lohrey Universität Leipzig Wintersemester 2012/2013 Markus Lohrey (Universität Leipzig) Logik Wintersem. 2012/2013 1 / 214 Organisatorisches zur Vorlesung Informationen finden Sie unter z.
Mathematik für Informatiker I
Mathematik für Informatiker I Mitschrift zur Vorlesung vom 19.10.2004 In diesem Kurs geht es um Mathematik und um Informatik. Es gibt sehr verschiedene Definitionen, aber für mich ist Mathematik die Wissenschaft
Teil 7. Grundlagen Logik
Teil 7 Grundlagen Logik Was ist Logik? etymologische Herkunft: griechisch bedeutet Wort, Rede, Lehre (s.a. Faust I ) Logik als Argumentation: Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Also
Hilbert-Kalkül (Einführung)
Hilbert-Kalkül (Einführung) Es gibt viele verschiedene Kalküle, mit denen sich durch syntaktische Umformungen zeigen läßt, ob eine Formel gültig bzw. unerfüllbar ist. Zwei Gruppen von Kalkülen: Kalküle
Logik. Markus Lohrey. Sommersemester Universität Siegen. Markus Lohrey (Universität Siegen) Logik Sommersem / 299
Logik Markus Lohrey Universität Siegen Sommersemester 2014 Markus Lohrey (Universität Siegen) Logik Sommersem. 2014 1 / 299 Organisatorisches zur Vorlesung Informationen finden Sie unter z. B. http://www.eti.uni-siegen.de/ti/lehre/ss14/logik/
Aussagenlogik. Aussagen und Aussagenverknüpfungen
Aussagenlogik Aussagen und Aussagenverknüpfungen Aussagen sind Sätze, von denen sich sinnvollerweise sagen läßt, sie seien wahr oder falsch. Jede Aussage besitzt also einen von zwei möglichen Wahrheitswerten,
Kapitel 1.3. Normalformen aussagenlogischer Formeln und die Darstellbarkeit Boolescher Funktionen durch aussagenlogische Formeln
Kapitel 1.3 Normalformen aussagenlogischer Formeln und die Darstellbarkeit Boolescher Funktionen durch aussagenlogische Formeln Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.3: Normalformen 1/ 29 Übersicht
Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
Grundlagen der Künstlichen Intelligenz 27. Aussagenlogik: Logisches Schliessen und Resolution Malte Helmert Universität Basel 28. April 2014 Aussagenlogik: Überblick Kapitelüberblick Aussagenlogik: 26.
TU5 Aussagenlogik II
TU5 Aussagenlogik II Daniela Andrade [email protected] 21.11.2016 1 / 21 Kleine Anmerkung Meine Folien basieren auf den DS Trainer von Carlos Camino, den ihr auf www.carlos-camino.de/ds findet ;)
Grundlagen der Theoretischen Informatik
FH Wedel Prof. Dr. Sebastian Iwanowski GTI22 Folie 1 Grundlagen der Theoretischen Informatik Sebastian Iwanowski FH Wedel Kap. 2: Logik, Teil 2.2: Prädikatenlogik FH Wedel Prof. Dr. Sebastian Iwanowski
Kapitel 1.0. Aussagenlogik: Einführung. Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.0: Aussagenlogik: Einführung 1/ 1
Kapitel 1.0 Aussagenlogik: Einführung Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.0: Aussagenlogik: Einführung 1/ 1 Ziele der Aussagenlogik In der Aussagenlogik analysiert man die Wahrheitswerte zusammengesetzter
Formalisierung von Sudoku Formalisieren Sie das Sudoku-Problem:
Formalisierung von Sudoku Formalisieren Sie das Sudoku-Problem: 4 4 4 4 4 1 1 1 1 2 2 3 3 5 5 5 5 5 5 6 6 6 7 7 8 8 9 9 9 9 9 8 6 Verwenden Sie dazu eine atomare Formel A[n, x, y] für jedes Tripel (n,
SS April Übungen zur Vorlesung Logik Blatt 1. Prof. Dr. Klaus Madlener Abgabe bis 27. April :00h
SS 2011 20. April 2011 Übungen zur Vorlesung Logik Blatt 1 Prof. Dr. Klaus Madlener Abgabe bis 27. April 2011 10:00h 1. Aufgabe: [strukturelle Induktion, Übung] Zeigen Sie mit struktureller Induktion über
Rechnerstrukturen. Michael Engel und Peter Marwedel WS 2013/14. TU Dortmund, Fakultät für Informatik
Rechnerstrukturen Michael Engel und Peter Marwedel TU Dortmund, Fakultät für Informatik WS 2013/14 Folien a. d. Basis von Materialien von Gernot Fink und Thomas Jansen 21. Oktober 2013 1/33 1 Boolesche
Logik für Informatiker
Vorlesung Logik für Informatiker 7. Aussagenlogik Analytische Tableaus Bernhard Beckert Universität Koblenz-Landau Sommersemester 2006 Logik für Informatiker, SS 06 p.1 Der aussagenlogische Tableaukalkül
Logik Teil 1: Aussagenlogik. Vorlesung im Wintersemester 2010
Logik Teil 1: Aussagenlogik Vorlesung im Wintersemester 21 Aussagenlogik Aussagenlogik behandelt die logische Verknüpfung von Aussagen mittels Junktoren wie und, oder, nicht, gdw. Jeder Aussage ist ein
Logik Teil 1: Aussagenlogik
Aussagenlogik Aussagenlogik behandelt die logische Verknüpfung von Aussagen mittels Junktoren wie und, oder, nicht, gdw. Logik Teil : Aussagenlogik Jeder Aussage ist ein Wahrheitswert (wahr/falsch) zugeordnet
Vorsemesterkurs Informatik
Vorsemesterkurs Informatik Vorsemesterkurs Informatik Mario Holldack WS2015/16 30. September 2015 Vorsemesterkurs Informatik 1 Einleitung 2 Aussagenlogik 3 Mengen Vorsemesterkurs Informatik > Einleitung
Zusammenfassung des Stoffes zur Vorlesung Formale Systeme
Zusammenfassung des Stoffes zur Vorlesung Formale Systeme Max Kramer 13. Februar 2009 Diese Zusammenfassung entstand als persönliche Vorbereitung auf die Klausur zur Vorlesung Formale Systeme von Prof.
Aussagenlogik Prädikatenlogik erster Stufe. Logik. Logik
Grundzeichen Aussagenlogik Aussagenvariablen P, Q, R,... Junktoren nicht und oder Runde Klammern (, ) Formeln Aussagenlogik Formeln sind spezielle Zeichenreihen aus Grundzeichen, und zwar 1 Jede Aussagenvariable
Logik Vorlesung 6: Resolution
Logik Vorlesung 6: Resolution Andreas Maletti 28. November 2014 Überblick Inhalt 1 Motivation und mathematische Grundlagen 2 Aussagenlogik Syntax und Semantik Äquivalenz und Normalformen Weitere Eigenschaften
Brückenkurs Mathematik
Brückenkurs Mathematik 6.10. - 17.10. Vorlesung 1 Logik,, Doris Bohnet Universität Hamburg - Department Mathematik Mo 6.10.2008 Zeitplan Tagesablauf: 9:15-11:45 Vorlesung Audimax I 13:00-14:30 Übung Übungsräume
mathe plus Aussagenlogik Seite 1
mathe plus Aussagenlogik Seite 1 1 Aussagenlogik 1.1 Grundbegriffe Def 1 Aussage Eine Aussage ist ein beschriebener Sachverhalt, dem eindeutig einer der Wahrheitswerte entweder wahr oder falsch zugeordnet
Algorithmen für Hornlogik
Prof. Dr. Heribert Vollmer Institut für Theoretische Informatik Lebniz Universität Hannover Jing Liu Algorithmen für Hornlogik Studienarbeit 2010 1 Einleitung Die Aussagenlogik ist der Bereich der Logik,
Mathematik-Vorkurs für Informatiker Aussagenlogik 1
Christian Eisentraut & Julia Krämer www.vorkurs-mathematik-informatik.de Mathematik-Vorkurs für Informatiker Aussagenlogik 1 Aufgabe 1. (Wiederholung wichtiger Begriffe) Kategorie 1 Notieren Sie die Definitionen
Mathematik-Vorkurs für Informatiker Aussagenlogik 1
Christian Eisentraut & Julia Krämer www.vorkurs-mathematik-informatik.de Mathematik-Vorkurs für Informatiker Aussagenlogik 1 Aufgabe 1. (Wiederholung wichtiger Begriffe) Notieren Sie die Definitionen der
Satz. Für jede Herbrand-Struktur A für F und alle t D(F ) gilt offensichtlich
Herbrand-Strukturen und Herbrand-Modelle Sei F eine Aussage in Skolemform. Dann heißt jede zu F passende Struktur A =(U A, I A )eineherbrand-struktur für F, falls folgendes gilt: 1 U A = D(F ), 2 für jedes
Logik-Grundlagen. Syntax der Prädikatenlogik
Logik-Grundlagen X 1 :...: X k : ( A 1 A 2... A m B 1 B 2... B n ) Logische und funktionale Programmierung - Universität Potsdam - M. Thomas - Prädikatenlogik III.1 Syntax der Prädikatenlogik Prädikat:
Normalformen boolescher Funktionen
Normalformen boolescher Funktionen Jeder boolesche Ausdruck kann durch (äquivalente) Umformungen in gewisse Normalformen gebracht werden! Disjunktive Normalform (DNF) und Vollkonjunktion: Eine Vollkonjunktion
Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Beweise)
WS 2014/15 Diskrete Strukturen Kapitel 2: Grundlagen (Beweise) Hans-Joachim Bungartz Lehrstuhl für wissenschaftliches Rechnen Fakultät für Informatik Technische Universität München http://www5.in.tum.de/wiki/index.php/diskrete_strukturen_-_winter_14
1 Einführung Aussagenlogik
1 Einführung Aussagenlogik Denition 1. Eine Aussage ist ein Aussagesatz, der entweder wahr oder falsch ist. Welche der folgenden Sätze ist eine Aussage? 3+4=7 2*3=9 Angela Merkel ist Kanzlerin Stillgestanden!
Formale Systeme, WS 2012/2013 Lösungen zu Übungsblatt 4
Karlsruher Institut für Technologie Institut für Theoretische Informatik Prof. Dr. Peter H. Schmitt David Farago, Christoph Scheben, Mattias Ulbrich Formale Systeme, WS 2012/2013 Lösungen zu Übungsblatt
Aussagenlogik zu wenig ausdrucksstark für die meisten Anwendungen. notwendig: Existenz- und Allaussagen
Prädikatenlogik 1. Stufe (kurz: PL1) Aussagenlogik zu wenig ausdrucksstark für die meisten Anwendungen notwendig: Existenz- und Allaussagen Beispiel: 54 Syntax der Prädikatenlogik erster Stufe (in der
Was bisher geschah. Aufgaben: Diagnose, Entscheidungsunterstützung Aufbau Komponenten und Funktion
Was bisher geschah Daten, Information, Wissen explizites und implizites Wissen Wissensrepräsentation und -verarbeitung: Wissensbasis Kontextwissen Problemdarstellung fallspezifisches Wissen repräsentiert
Logik (Teschl/Teschl 1.1 und 1.3)
Logik (Teschl/Teschl 1.1 und 1.3) Eine Aussage ist ein Satz, von dem man eindeutig entscheiden kann, ob er wahr (true, = 1) oder falsch (false, = 0) ist. Beispiele a: 1 + 1 = 2 b: Darmstadt liegt in Bayern.
3 Vom Zählen zur Induktion
7 3 Vom Zählen zur Induktion 3.1 Natürliche Zahlen und Induktions-Prinzip Seit unserer Kindheit kennen wir die Zahlen 1,, 3, 4, usw. Diese Zahlen gebrauchen wir zum Zählen, und sie sind uns so vertraut,
Klausur zur Vorlesung Mathematische Logik
Universität Heidelberg 13. Februar 2014 Institut für Informatik Prof. Dr. Klaus Ambos-Spies Dipl.-Math. Thorsten Kräling Klausur zur Vorlesung Mathematische Logik Musterlösung Aufgabe 1 (Aussagenlogik
5. Aussagenlogik und Schaltalgebra
5. Aussagenlogik und Schaltalgebra Aussageformen und Aussagenlogik Boolesche Terme und Boolesche Funktionen Boolesche Algebra Schaltalgebra Schaltnetze und Schaltwerke R. Der 1 Aussagen Information oft
Formeln. Signatur. aussagenlogische Formeln: Aussagenlogische Signatur
Signatur Formeln Am Beispiel der Aussagenlogik erklären wir schrittweise wichtige Elemente eines logischen Systems. Zunächst benötigt ein logisches System ein Vokabular, d.h. eine Menge von Namen, die
Kapitel 1.5. Ein adäquater Kalkül der Aussagenlogik. Teil 1: Kalküle und Beweisbarkeit und die Korrektheit des Shoenfield-Kalküls
Kapitel 1.5 Ein adäquater Kalkül der Aussagenlogik Teil 1: Kalküle und Beweisbarkeit und die Korrektheit des Shoenfield-Kalküls Mathematische Logik (WS 2012/13) Kapitel 1.5: Kalküle 1/30 Syntaktischer
der einzelnen Aussagen den Wahrheitswert der zusammengesetzten Aussage falsch falsch falsch falsch wahr falsch wahr falsch falsch wahr wahr wahr
Kapitel 2 Grundbegriffe der Logik 2.1 Aussagen und deren Verknüpfungen Eine Aussage wie 4711 ist durch 3 teilbar oder 2 ist eine Primzahl, die nur wahr oder falsch sein kann, heißt logische Aussage. Ein
Informationsverarbeitung auf Bitebene
Informationsverarbeitung auf Bitebene Dr. Christian Herta 5. November 2005 Einführung in die Informatik - Informationsverarbeitung auf Bitebene Dr. Christian Herta Grundlagen der Informationverarbeitung
Konjunktive und disjunktive Normalformen
Konjunktive und disjunktive Normalformen Nachdem gesprochen wurde, wie man Boolesche Terme unter einer Belegung der Variablen interpretiert und dass somit jeder Boolesche Term eine Boolesche Funktion repräsentiert,
Beispiel. Bsp.: Betrachte Schlussweise in: (3) folgt aus (1) und (2), siehe z.b. Resolutionsregel. was ist mit folgender Schlußweise:
Theoretische Informatik: Logik, M. Lange, FB16, Uni Kassel: 5.4 Prädikatenlogik mit Gleichheit Resolution 192 Beispiel Bsp.: Betrachte Schlussweise in: 1 Wenn es regnet, dann wird die Straße nass. R N
Kapitel 1.3. Normalformen aussagenlogischer Formeln. Mathematische Logik (WS 2010/11) Kapitel 1.3: Normalformen 1 / 1
Kapitel 1.3 Normalformen aussagenlogischer Formeln Mathematische Logik (WS 2010/11) Kapitel 1.3: Normalformen 1 / 1 Boolesche Formeln, Literale und Klauseln Eine Boolesche Formel ist eine aussagenlogische
Vorlesung. Logik und Diskrete Mathematik
Vorlesung Logik und Diskrete Mathematik (Mathematik für Informatiker I) Wintersemester 2008/09 FU Berlin Institut für Informatik Klaus Kriegel 1 Literatur zur Vorlesung: C. Meinel, M. Mundhenk, Mathematische
Formale Systeme. Aussagenlogik: Sequenzenkalkül. Prof. Dr. Bernhard Beckert WS 2010/2011 KIT INSTITUT FÜR THEORETISCHE INFORMATIK
Formale Systeme Prof. Dr. Bernhard Beckert WS 2010/2011 KIT INSTITUT FÜR THEORETISCHE INFORMATIK KIT University of the State of Baden-Württemberg and National Large-scale Research Center of the Helmholtz
Klausur Formale Systeme Fakultät für Informatik WS 2009/2010. Prof. Dr. Bernhard Beckert. 18. Februar 2010
Klausur Formale Systeme Fakultät für Informatik Name: Mustermann Vorname: Peter Matrikel-Nr.: 0000000 Klausur-ID: 0000 WS 2009/2010 Prof. Dr. Bernhard Beckert 18. Februar 2010 A1 (15) A2 (10) A3 (10) A4
Mathematische Logik. Grundlagen, Aussagenlogik, Semantische Äquivalenz. Felix Hensel. February 21, 2012
Mathematische Logik Grundlagen, Aussagenlogik, Semantische Äquivalenz Felix Hensel February 21, 2012 Dies ist im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Abschnitte 1.1-1.3 aus Wolfgang Rautenberg s Buch
3. Prädikatenlogik. Im Sinne der Aussagenlogik sind das verschiedene Sätze, repräsentiert etwa durch A, B, C. Natürlich gilt nicht: A B = C
3. Prädikatenlogik 3.1 Motivation In der Aussagenlogik interessiert Struktur der Sätze nur, insofern sie durch "und", "oder", "wenn... dann", "nicht", "genau dann... wenn" entsteht. Für viele logische
Klassische Aussagenlogik
Eine Einführung in die Logik Schon seit Jahrhunderten beschäftigen sich Menschen mit Logik. Die alten Griechen und nach ihnen mittelalterliche Gelehrte versuchten, Listen mit Regeln zu entwickeln, welche
Boolesche Algebra. Hans Joachim Oberle. Vorlesung an der TUHH im Wintersemester 2006/07 Montags, 9:45-11:15 Uhr, 14täglich TUHH, DE 22, Audimax 2
Universität Hamburg Department Mathematik Boolesche Algebra Hans Joachim Oberle Vorlesung an der TUHH im Wintersemester 2006/07 Montags, 9:45-11:15 Uhr, 14täglich TUHH, DE 22, Audimax 2 http://www.math.uni-hamburg.de/home/oberle/vorlesungen.html
Mütze und Handschuhe trägt er nie zusammen. Handschuhe und Schal trägt er immer zugleich. (h s) Modellierung als Klauselmenge
Was bisher geschah Klassische Aussagenlogik: Syntax Semantik semantische Äquivalenz und Folgern syntaktisches Ableiten (Resolution) Modellierung in Aussagenlogik: Wissensrepräsentation, Schaltungslogik,
Vorlesung. Vollständige Induktion 1
WS 015/16 Vorlesung Vollständige Induktion 1 1 Einführung Bei der vollständigen Induktion handelt es sich um ein wichtiges mathematisches Beweisverfahren, mit dem man Aussagen, die für alle natürlichen
Vorkurs Mathematik und Informatik Mengen, natürliche Zahlen, Induktion
Vorkurs Mathematik und Informatik Mengen, natürliche Zahlen, Induktion Saskia Klaus 07.10.016 1 Motivation In den ersten beiden Vorträgen des Vorkurses haben wir gesehen, wie man aus schon bekannten Wahrheiten
Dank. 1 Ableitungsbäume. 2 Umformung von Grammatiken. 3 Normalformen. 4 Pumping-Lemma für kontextfreie Sprachen. 5 Pushdown-Automaten (PDAs)
ank Vorlesung Grundlagen der Theoretischen Informatik / Einführung in die Theoretische Informatik I Bernhard Beckert iese Vorlesungsmaterialien basieren ganz wesentlich auf den Folien zu den Vorlesungen
Einführung in die Mathematik (Vorkurs 1 )
Einführung in die Mathematik (Vorkurs 1 ) Wintersemester 2008/09 Dr. J. Jordan Institut für Mathematik Universität Würzburg Germany 1 Modulbezeichnung 10-M-VKM 1 Inhaltsverzeichnis 1 Aussagen und Beweise
Grundlagen der diskreten Mathematik
Grundlagen der diskreten Mathematik Prof. Dr. Romana Piat WS 25/6 Allgemeine Informationen Vorlesungen:./C Zug D (Mi., 3. Block + Do., 4. Block, y-raster) Zug E (Di., 5. Block + Do.,. Block, y-raster)
Grundlagen der Theoretischen Informatik - Sommersemester 2012. Übungsblatt 1: Lösungsvorschläge
Lehrstuhl für Softwaretechnik und Programmiersprachen Professor Dr. Michael Leuschel Grundlagen der Theoretischen Informatik - Sommersemester 2012 Übungsblatt 1: Lösungsvorschläge Disclaimer: Bei Folgendem
Die Folgerungsbeziehung
Kapitel 2: Aussagenlogik Abschnitt 2.1: Syntax und Semantik Die Folgerungsbeziehung Definition 2.15 Eine Formel ψ AL folgt aus einer Formelmenge Φ AL (wir schreiben: Φ = ψ), wenn für jede Interpretation
Theoretische Informatik SS 03 Übung 11
Theoretische Informatik SS 03 Übung 11 Aufgabe 1 Zeigen Sie, dass es eine einfachere Reduktion (als die in der Vorlesung durchgeführte) von SAT auf 3KNF-SAT gibt, wenn man annimmt, dass die Formel des
Aussagenlogik. Aussagenlogik. Syntax Semantik Formeln, Modelle, Tautologien und Anwendungen Folgerungen, Wissen Bernd Baumgarten
Aussagenlogik 86 Syntax Semantik Formeln, Modelle, Tautologien und Anwendungen Folgerungen, Wissen Folgerungen (1) 87 ϕ folgt aus (ist Folgerung aus) Formelmenge M bzw. M = ϕ : Jedes für ϕ ausreichende
Einführung Grundbegriffe
Einführung Grundbegriffe 1.1 Der Modellbegriff Broy: Informatik 1, Springer 1998 (2) Die Modellbildung der Informatik zielt auf die Darstellung der unter dem Gesichtspunkt einer gegebenen Aufgabenstellung
1 Aussagenlogische Formeln
1 Aussagenlogische Formeln Aufgabe 1.1 Transformieren Sie die Formel in disjunktive Normalform (DNF). ((:A! :B) ^ D)! ((A _ C) $ (:B ^ D)) Lösung 1.1 Schrittweise Transformation: Schritt 1: ((:A! :B) ^
Weitere Beweistechniken und aussagenlogische Modellierung
Weitere Beweistechniken und aussagenlogische Modellierung Vorlesung Logik in der Informatik, HU Berlin 2. Übungsstunde Aussagenlogische Modellierung Die Mensa versucht ständig, ihr Angebot an die Wünsche
Kapitel 1. Grundlagen Mengen
Kapitel 1. Grundlagen 1.1. Mengen Georg Cantor 1895 Eine Menge ist die Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Objekte unserer Anschauung oder unseres Denkens, wobei von jedem dieser Objekte eindeutig
Semantic Web Technologies I!
www.semantic-web-grundlagen.de Semantic Web Technologies I! Lehrveranstaltung im WS11/12! Dr. Elena Simperl! DP Dr. Sebastian Rudolph! M.Sc. Anees ul Mehdi! www.semantic-web-grundlagen.de Logik Grundlagen!
Brückenkurs Mathematik. Dienstag Freitag
Brückenkurs Mathematik Dienstag 29.09. - Freitag 9.10.2015 Vorlesung 2 Mengen, Zahlen, Logik Kai Rothe Technische Universität Hamburg-Harburg Mittwoch 30.09.2015 Mengen.................................
Theoretische Grundlagen des Software Engineering
Theoretische Grundlagen des Software Engineering 7: Einführung Aussagenlogik [email protected] Logisches Schließen 2 gold +1000, 1 per step, Beispiel: Jage den Wumpus Performance measure death 1000 10
Theorie der Informatik
Theorie der Informatik 6. Formale Sprachen und Grammatiken Malte Helmert Gabriele Röger Universität Basel 17. März 2014 Einführung Beispiel: Aussagenlogische Formeln Aus dem Logikteil: Definition (Syntax
Martin Kreuzer Stefan Kühling Logik für Informatiker
Martin Kreuzer Stefan Kühling Logik für Informatiker ein Imprint von Pearson Education München Boston San Francisco Harlow, England Don Mills, Ontario Sydney Mexico City Madrid Amsterdam Hornlogik 3.A
Hauptklausur zur Vorlesung Logik für Informatiker im Sommersemester 2012 Lösung
Universität Koblenz-Landau FB 4 Informatik Prof. Dr. Viorica Sofronie-Stokkermans 23.07.2012 Dipl.-Inform. Markus Bender Hauptklausur zur Vorlesung Logik für Informatiker im Sommersemester 2012 Lösung
Sudoku. Warum 6? Warum 6?
. / Sudoku Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem x Kästchen alle Zahlen von bis stehen.. / Warum?. / Warum?. / Geschichte der Logik Syllogismen (I) Beginn
Vorlesung Logik Wintersemester 2015/16 Universität Duisburg-Essen. Wer sind wir? Barbara König Übungsleitung: Dennis Nolte, Dr.
Vorlesung Logik Wintersemester 2015/16 Universität Duisburg-Essen Barbara König Übungsleitung: Dennis Nolte, Dr. Harsh Beohar Barbara König Logik 1 Barbara König Logik 2 Wer sind wir? Das heutige Programm:
Wissensrepräsentation und -verarbeitung in Logiken. bereinigt Pränex Skolem ( -Eliminierung) Klausel (Menge von Klauseln, Notation ohne Quantoren)
Was bisher geschah Wissensrepräsentation und -verarbeitung in Logiken klassische Aussagenlogik klassische Prädikatenlogik: Wiederholung Syntax, Semantik Normalformen: bereinigt Pränex Skolem ( -Eliminierung)
2. Symmetrische Gruppen
14 Andreas Gathmann 2 Symmetrische Gruppen Im letzten Kapitel haben wir Gruppen eingeführt und ihre elementaren Eigenschaften untersucht Wir wollen nun eine neue wichtige Klasse von Beispielen von Gruppen
Der Sequenzenkalkül. Charakterisierung der logischen Schlussfolgerung: Sequenzenkalkül für die Prädikatenlogik
Theoretische Informatik: Logik, M. Lange, FB16, Uni Kassel: 4.6 Prädikatenlogik ohne Gleichheit Der Sequenzenkalkül 138 Der Sequenzenkalkül Charakterisierung der logischen Schlussfolgerung: Sequenzenkalkül
Binäre Suchbäume (binary search trees, kurz: bst)
Binäre Suchbäume (binary search trees, kurz: bst) Datenstruktur zum Speichern einer endlichen Menge M von Zahlen. Genauer: Binärbaum T mit n := M Knoten Jeder Knoten v von T ist mit einer Zahl m v M markiert.
