LEAN - mehr als nur ein Wort Lean Werkzeug oder Philosophie Dr. Sebastian Schlörke Kiel, 08. Juli 2010
Präsentationsübersicht 1 Geschichtliches 2 Zielerreichung durch Werkzeuge 3 Zielerreichung: Nachhaltig 4 Was macht Schlörke?
Die alte Frage?
Ford Produktionssystem Ford Produktionssystem Massenfertigung Normung im Arbeitsablauf Der Mensch steht im Hintergrund und ist jederzeit austauschbar Hoher Grad an Arbeitsteilung Verrichtungsorientierte Produktionsstrukturen Hohe Investitionen in Anlagen Maximale Kapazitätsauslastung Produktion ohne Kundenbedarf nach Push-Prinzip mit Bringpflicht Material- und Informationsfluss sind gleichgerichtet Taylor: Bewege das Teil für Ausstoß! Menge ist besser als Qualität
Toyota Produktionssystem Toyota Produktionssystem Kunden- und prozessorientierte Fertigung Produktion nach Pull-Prinzip mit Holpflicht Selbststeuernde Regelkreise Der Mensch steht als Problemlöser Autonomation Flexible Produktion Bedarfsgerechte Kapazitätsauslastung Streben nach ständiger Verbesserung Material- und Informationsfluss sind gegenläufig Taiichi Ohno: Produziere nur fehlerfreie Teile! Gut ist nicht gut genug
MIT - Studie Toyota USA-Fabrik Europa-Fabrik Anteil Mitarbeiter in Teamarbeit [in %] 69 17 0,6 Trainingszeit für neue Mitarbeiter 380 46 173 Konstruktionsstunden für ein neues Fahrzeug [10 6 h] 1,7 3,1 2,9 Entwicklungsdauer für ein neues Fahrzeug [Monate] 46 60 57 Montagestunden pro Fahrzeug 16,8 25,1 36,2 Montagefehler pro 100 Fahrzeug 60 82 97 Lagerreichweite von 8 Leitteilen [Tage] 0,2 2,9 2,0
Verständnis der 90er Jahre: Was bedeutet Lean? Definition Lean Production: Lean Production ist der sparsame und zeiteffiziente Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation bei allen Unternehmensaktivitäten. Ergebnisse: Bestandsabbau Personalabbau Quelle: Wirtschaftslexikon
Verständis heute: Was bedeutet Lean? Zahlreiche Veranstaltungen: Production Systems Fabrik des Jahres Inhalte: Vorstellung von Werkzeugen und deren Erfolgen Quelle: Wirtschaftslexikon
Werkzeug oder Philosophie Die Einführung von Kanban-Karten oder Andon boards bedeutet nicht, dass Sie das Toyota-Produktionssystem eingeführt haben, denn diese sind nichts weiter als bloße Werkzeuge. Teruyuki Minoura, Präsident und Geschäftsführer 1998-2002, Toyota Motor Manufacturing North America
Präsentationsübersicht 1 Geschichtliches 2 Zielerreichung durch Werkzeuge 3 Zielerreichung: Nachhaltig 4 Was macht Schlörke?
Unternehmensziele Kosten reduzieren Bestände reduzieren Durchlaufzeiten verringern Ausschuss und Nacharbeit reduzieren Rüstzeiten Flexibilität erhöhen Qualität verbessern Liefertreue erhöhen Produktivität steigern OEE erhöhen
Wo ansetzen? Auftrag 1 Q-P robleme kein P ersonal Werkzeuge suchen Auftrag 2 Kundenänderung Warten auf Teile Auftrag 3 Maschinenstörung Umrüsten falsche Teile Auftrag 4 Transport Material suchen Reparatur Auftrag 5 Freigabe QS Störung kein St apler Durchlaufzeit Wie können wir die Prozesszeiten reduzieren?
Wertschöpfung und Verschwendung Wertsteigernde Tätigkeiten»Reale Arbeit«ca. 10% Nicht wertsteigernde Tätigkeiten»Arbeiten, die keinen Wertzuwachs bringen, aber unter den gegebenen Umständen (noch) getan werden müssen «ca. 40% Tätigkeiten der Mitarbeiter 100% ca. 50% Kostensteigernde Tätigkeiten»Verschwendung«Tätigkeiten, die offensichtlich nicht notwendig sind
Die Antwort! Alten Auftrag abtransportieren Auftrag abmelden Nächsten Auftrag holen Arbeitsunterlagen / Zeichnung holen Teile holen Bohrer und Vorrichtungen holen Bohrmaschine nehmen Bohrer einspannen Teil einspannen / fixieren Anreißen Messen Bohren Eliminieren Reduzieren Kostensteigernde Tätigkeiten >> Verschwendung << Nicht wertsteigernde Tätigkeit Wertsteigernde Tätigkeiten
Werkzeuge helfen Wertstromdesign Standardisierte Arbeit FIFO-Bahnen Einzelstückfluss SMED TPM Just in Time 5S Kanban XMV TQM U-Zelle Poka Yoke OEE
Das wichtigste Werkzeug: Wertstromdesign Ergebnis der Wertstromanalyse: - Durchlaufzeit: 42Tage - Wertschöpfung: 18min Was erhöht die Durchlaufzeit?
Das Basis-Werkzeug: 5S
Die 5S-Methode: Beispiele
Die 5S-Methode: Beispiele
Ohne diese Methode geht s nicht: SMED Quelle: Dr. Leyendecker, VDMA & Festools Engineering
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Woran scheitert die Lean/TPM-Einführung?
Warum scheitert die Umsetzung von Lean oft? FLOW Qualität "Lean ist nicht Werkzeug TPM Laufende Verbesserungen Problemlösung Schnelles Umrüsten sondern Philosophie" 5S Sichtbare Fabrik Standardisierte Arbeit
Visionen oder Ziele werden nicht vermittelt Wer im Leben kein Ziel hat, der verläuft sich! Hennes Weisweiler In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst! Augustinus
Visionen oder Ziele werden nicht vermittelt Wer im Leben kein Ziel hat, der verläuft sich! Hennes Weisweiler
Mitarbeiter werden nicht befähigt Die Mannschaft ist der Star. Berti Vogts
Motivation 1 Die meisten Führungskräfte zögern, ihre Leute mit dem Ball laufen zu lassen. Aber es ist erstaunlich, wie schnell ein informierter und motivierter Mensch laufen kann. Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager, 1979-92 Vorstandsvors. Chrysler Corp.
Motivation 2 Der nicht sichtbare Teil ist entscheidend für den Erfolg!
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Vorstellung Schlörke Gegründet: 2006 Anzahl Berater: 8 Kooperationen mit Spezialisten Leistungsgeführte Partnerorganisation Kernkompetenz: Schulung,Training und Umsetzung der Lean Production Philosophie zur Beschleunigung und Verschlankung der Unternehmensprozesse unserer Kunden Lean TPM Six Sigma Hameln
Vorstellung Schlörke: Philosophie Umsetzung Umsetzungskompetenz Wir erarbeiten mit unseren Kunden Umsetzbare und effiziente Lösungen. Begeisterung Begeisterung Wir begeistern die Mitarbeiter für Verbesserungen. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit Wir vermitteln Know-How und bilden die Mitarbeiter aus.
Haben wir alles falsch gemacht? Früher: Weltmeister Heute: Bezirksliga I look not back, I look in front. Lothar Matthäus
Erfolg buchstabiert man T-U-N.
Vielen Dank! LEAN - mehr als nur ein Wort Lean Werkzeug oder Philosophie Dr. Sebastian Schlörke Kiel, 08. Juli 2010
Definiere Deine Wertschöpfung genau und vermeide Verschwendung! Visualisiere Deine Abläufe so dass Verschwendungen leicht zu erkennen sind! Von der Anfrage bis zum Anlauf beim Kunden. Bringe die Kapazitätsanforderungen und Dein Kapazitätsangebot in Überdeckung und reduziere Durchlaufzeiten! Befähige, Beteilige und Ermächtige alle Mitarbeiter. Beziehe ALLE Mitarbeiter aktive in den Verbesserungsprozess ein! Verbessere Dich ständig und systematisch weiter! Dies sind die Prinzipien des Lean-Managements