Repetitorium Bauchschmerzen
Epidemiologie Häufiger Behandlungsanlass Nur zwischen 10-20% der Bauchschmerzen sind organischer Natur Rest sind somatiforme Störungen Hausärzte zeigen sehr hohe diagnostische Sicherheit Nur wenige Fälle der als nicht organisch diagnostizierten Fälle stellen sich später als organisch heraus
Man unterscheidet 1. Einfacher Bauchschmerz 2. Akuter Bauch Akutes Abdomen 3. Schmerzen mit akutem Beginn 4. Chronische oder chron rezidivierende Bauchschmerzen
Bei der Mehrzahl der Patienten mit Abdominalschmerzen führt eine genaue Anamnese und klinische Zuordnung zur richtigen Vermutungsdiagnose. Diese ist entscheidend für die Abklärungsstrategie
Häufigkeitsverteilung in der AM Gastritis 75-100% GI-Infektionen 75% Zystitis 35% Dysmenorrhoe 20% Colon irritabile 20-30 Ulcus und Reflux 10% Appendizitis 8% Cholezythitis 5% Nierensteine 3% Adnexitis 3% GI-Tumoren 3% Diverticulitis 2% Pancreatitis 1% Ileus 2% Sehr seltene Erkr wie Angina abdominalis,..
Sensible Versorgung der Bauchorgane 1. Viszeraler Schmerz: aus Eingeweiden und Peritoneum entsprungene Faser des vegetativen Nervensystem 2. Somatischer Schmerz: Fasern aus dem zentralen Nervensystem, entsprungen von Peritoneum parietale und Mesenterialansatz, Mesocolon oder Retroperitonealraum
Viszerale Schmerzen Ursachen: schnelle Druckerhöhung in Hohlorganen, Kapselspannung oder intensive Muskelkontraktionen Schmerzcharakter: dumpf, tief liegend, krampfartig in der Intensität zu- und abnehmend Schmerzlokalisation: eher schlecht zuordnbar, oft in die Mitte des Bauches projeziert
Somatische Schmerzen Enstehen vor allem bei Reizung des parietalen Peritoneums, zb Peritonitis, oder des Mesenterialansatzes Schmerz ist lokalisiert am Ort der maximalen Entzündung oder Schädigung
Schmerzanalyse Immer die vier Kardinalfragen stellen 1) Wo 2) Wie 3) Wann 4) Warum : causaler Zusammenhang
1)Schmerzlokalisation Aus der Lokalisation und der Art der Schmerzen lassen sich häufig entscheidende Hinweise finden: lokalisiert: Oberbauch Unterbauch : meist bei organischen Störungen Umschrieben: weist mehr auf funktionelle Störungen hin Ausstrahlung :
Ausstrahlung der Schmerzen Entlang des Harnleiters Nierensteine In die re Schulter und in den Rücken bei Cholecystitis lithiasis Gürtelförmig im Oberbauch Pancreasaffektionen, Duodenalulcus Genitaler Schmerz bei Inguinalhernien
2) Schmerzcharakter Akut, über Tage, über Monate Zunehmend, abnehmend andauernd Kolikartig, ziehend, bohrend, vernichtend Sich verändernd durch Körperhaltung?
Schmerzverstärkung im Liegen: Refluxkrh, Pancreasaffektionen Schmerzintensivierung im Stehen: Inguinalhernien, Schmerzverstärkung durch Bewegungen: Bauchwandprozesse: Trauma, Muskelzerrungen vertebrogene Schmerzen Akzentuierung der Schmerzen nach Nahrungszufuhr: Cholezystolithiasis Pancreatitis Angina abdominalis, Colon irritabile, organische Stenosen
Begleitsymptomatik Durchfall- Erbrechen Husten, Fieber, Infektionen in der Familie Halsschmerzen, Schluckbeschwerden Gynäkologische Affektionen Dysurie Hinweise auf Anämie? Unbabsichtigter Gewichtsverlust? Arthritis?
Klinische Untersuchung Druckschmerz, Loslassschmerz Skybala ( verhärtete Kotballen) Darmgeräusche, Pulse Leber- Milzgröße, Lk Nierenlagerklopfschmerz Atmung und Haltung des Pat/ Kindes Inspektion Genitale, Scrotum, Inguinalbereich
Labor BB mit Diff, BSG und CRP, NFP, LFP, Fe, Ferritin, Elektrolyte, LDH, CPK, E-lyte Gerinnung, ev Blutgruppe Lipase und Amylase Glutenserologie Vitamin B12, Folsäure, Ammoniak, Blutgasanalyse
Untersuchungen Echographie Abdomen Rx Abdomen CT-Abdomen mit KM RM- Abdomen mit Angiographie Angio-Ct Endokopie Laparoskopie