Operatives Unternehmenscontrolling

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Transkript:

Operatives Unternehmenscontrolling Operative Unternehmenssteuerung 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 1

Instrumente zur Unternehmenssteuerung Planung und Kontrolle ohne Steuerung sind wirkungslos und unwirtschaftlich Methoden zur Kostensenkung Methoden zur Leistungssteigerung Methoden zur Informationsverbesserung 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 2

Methoden zur Kostensenkung 1. Reduzierung der Betriebsfläche 2. Gemeinkostenwertanalyse 3. Sonstige Ansatzpunkte zur Kostensenkung 4. 5. 6. 7. 8. 9. 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 3

Methoden zur Leistungssteigerung 1. Austausch des Topmanagements 2. Geschäftsprozessoptimierung 3. Kaizen 4. 5. 6. 7. 8. 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 4

Methoden zur Informationsverbesserung 1. Ausbau des betrieblichen Rechnungswesens 2. Optimierung des Informations- und Berichtssystems 3. Verrechnungspreise zw. Unternehmensbereichen und Pretiale Lenkung 4. Einsatz von Workflow-Management-Systemen 5. Lean Communication 6. 7. 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 5

Gemeinkostenwertanalyse Die Gemeinkostenwertanalyse zielt unmittelbar auf die Senkung der Gemeinkosten im Unternehmen. Im Zuge der GWA werden sämtliche Unternehmensbereiche systematisch danach überprüft, inwieweit sich ihre Leistungen nach Art, Umfang und Erstellung kostengünstiger gestalten lassen. kurz GWA oder OVA (Overhead Value Analysis) Untersuchung hinsichtlich: überflüssige Tätigkeiten unnötig perfektionierte Tätigkeiten doppelte Tätigkeiten 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 6

Vorgehensweise der GWA 1. Vorbereitungsphase 2. Analysephase 3. Realisierungsphase 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 7

Austausch des Topmanagements 60-80 % der Unternehmensprobleme resultieren aus fehlerhaften Managemententscheidungen Jedes Unternehmen kann auf Dauer nur so gut sein wie sein Management. Der Fisch stinkt zuerst am Kopf! 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 8

Geschäftsprozessoptimierung Bei der Geschäftsprozessoptimierung stehen die Prozesse im Mittelpunkt der Betrachtung, denn sie bilden die wesentlichen Organisationsabläufe in einem Unternehmen ab. Wertschöpfende Prozesse werden auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht, wertneutrale Prozesse in Frage gestellt. Hier wird zwar viel gemacht, aber was gemacht wird, ist nicht zu gebrauchen! = Business Process Reengineering 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 9

Ziele der Geschäftsprozessoptimierung Orientierung am Markt und am Kundennutzen, an der Mitarbeiterzufriedenheit und an der gesellschaftlichen Akzeptanz Wertschöpfung von Vorgängen in den Mittepunkt stellen, d. h., administrative Tätigkeiten und sonstige nicht-produktive Arbeiten sind zu minimieren Eliminierung von Systembrüchen und Vermeidung redundanter Datenhaltung Komplexität bestehender Abläufe und Schnittstellen reduzieren, d. h., Prozesse, Informationsflüsse, Reporting und Entscheidungsfindung müssen restrukturiert und vereinfacht werden Reduktion der Fehlerquoten Prozessgeschwindigkeit erhöhen, d. h. Reduktion der Durchlaufzeiten, insbesondere der Transportzeiten und der Verwaltungstätigkeiten Die Großen fressen nicht die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen! 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 10

Vorgehensweise der Geschäftsprozessoptimierung 1. Festlegung und Operationalisierung der Ziele 2. Vorbereitungen, z. B. Projektteam und Zeitplan 3. Identifizierung und Istanalyse der Prozesse 4. Entwicklung alternativer Sollzustände und von zugehörigen Maßnahmen 5. Entscheidung über eine Alternative und Implementierung sowie Dokumentation 6. Bewertung der Reorganisationsmaßnahmen 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 11

Instrumente der Geschäftsprozessoptimierung Prozesskostenrechnung Benchmarking Softwarewerkzeuge speziell für die Geschäftsprozessoptimierung, z. B. ARIS-Toolset oder R/3-Analyzer 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 12

Kaizen Beim Kaizen nimmt das gesamte Unternehmen an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess teil. Herkömmliche Methoden, Strukturen und Prozesse werden permanent in Frage gestellt und schrittweise unter Einbezug aller Mitarbeiter optimiert. Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Das Bessere muss das Gute verdrängen. 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 13

Kaizen-Schirm Qualitätsorientierung Entwicklungsorientierung Produktivitätsorientierung Mitarbeiterorientierung Kundenorientierung TQC (Total Quality Control) Qualitätssteigerung Fehlerlosigkeit Kooperation der Managementebenen Vorschlagswesen Entwicklung neuer Produkte Produktivitätssteigerung TPM (Total Productivity Management) Just-in-Time Kanban Automatisierung und Mechanisierung Kleingruppenarbeit Qualitätszirkel Arbeitsdisziplin 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 14

Aufgabe: Kaizen vs. Business Reengineering Die nachstehende Tabelle stellt die prinzipiellen Differenzierungskriterien von Business Reengineering und Kaizen vergleichend gegenüber. Bitte ergänzen Sie die fehlenden Felder! Merkmale Business Reengineering Kaizen Stärke des Wandels radikal, Quantensprünge Verbesserungsfaktor niedrig Verbesserungsobjekt Prozesse und Funktionen Zeitmaß kurz-/mittelfristig Ausgangsbasis grüne Wiese und neue Technologien Umsetzungsteam ausgewählte Mitarbeiter und externe Berater Initiativenherkunft Bottom-up 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 15

Problemfelder mittelständischer Unternehmen Eine umfassende Unternehmensplanung mit strategischer und operativer Planung inklusive Plankostenrechnung und Budgetierung existiert nur selten. Ein laufender Soll-Ist-Vergleich als Grundlage von Steuerungsmaßnahmen ist kaum anzutreffen. Einzelne Instrumente des betrieblichen Rechnungswesens werden noch zu wenig angewandt. Dazu gehören insbesondere die modernen Kostenrechnungssysteme, das Finanzmanagement einschließlich der Kapitalflussrechnung und die Investitionsrechnung. Kennzahlensysteme werden nicht benutzt. 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 16

Anforderungen an das Rechnungswesen entscheidungsorientiert führungsorientiert verhaltensorientiert 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 17

Instrumente eines modernen Rechnungswesens Kosten- und Leistungsrechnung Istkostenrechnung auf Vollkostenbasis Deckungsbeitragsrechnung Plankostenrechnung, insbesondere Grenzplankostenrechnung Prozesskostenrechnung Target Costing Finanzmanagement Finanzplanung (inkl. Liquiditätsplanung) Kapitalflussrechnung Investitionsrechnung 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 18

Bestimmung von Verrechnungspreisen Marktpreise Grenzkostenpreise Knappheitspreise Selbstkostenpreise Verhandlungspreise 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 19

Ende und Danke Fragen? 15.07.2017 Prof. Dr. Scheld 20