Qualitätsmanagementsysteme. Wieso, weshalb, warum?

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1 Qualitätsmanagementsysteme Wieso, weshalb, warum?

2 Beispiel Qualitätsverständnis Einführung DVB-T neuer Standard für das terrestrische Fernsehen Wegfall der alten analogen Sendestationen Ausschließlich Versorgung mit digitalem Signal Aufrüstung auf Empfängerseite: Receiver

3 Beispiel Qualitätsverständnis Vorteile (Anbietersicht) DVD Bild&Ton Qualiät, spezifiziert in Normen größere Senderauswahl Überall empfangbar (auch mobil) Nachteile (Kundensicht) einmaliger Hardwarekauf (Receiver ext./int.) Vorteile überwiegen auf den ersten Blick, die Qualität stimmt.

4 Beispiel Qualitätsverständnis Diskrepanzen Technologiefortschritt bei TV Geräten Röhre wird durch TFT/Plasma ersetzt HDTV steht in den Startlöchern z.b. Blue-Ray Disc Auflösungssteigerung Programmanbieter sparen Kosten Bandbreitenreduzierung schlechte Bildqualität, insbesondere auf HD TV-Geräten Receiverqualitäten sehr unterschiedlich Qualitätsvorsprung ggü. analogem TV geht verloren Was gut ist, wird nicht immer so empfunden!

5 QM-System Es gibt nicht das einzig wahre QM-System, vielmehr definiert ein jeder sein System selbst und kann es dann entsprechend existierender Normen zertifizieren lassen (z.b. EN ISO 9000ff, FDA, VDA etc.). Was will ich erreichen? Was ist elementar? Lieferanten- und Kundenbeziehungen? Überprüfbarkeit? Dokumentation? Nachhaltigkeit?

6 Forderungen an QM-Systeme Orientierung am Kunden/Interessenpartner Qualitätsorientierte Führung Einbeziehung aller Mitarbeiter und Lieferanten Messbarkeit von Leistungen Kontinuierliche Verbesserung der Abläufe bzw. Prozesse und des QM-Systems

7 Struktur eines QM-Systems Prozessorientiertes QM-System Kernprozesse (wertschöpfende Prozesse) Managementprozesse (lenkende Prozesse) Stützprozesse (unterstützende Prozesse) Quelle:

8 Prozessmodell Alle Forderungen an ein QM-System zur Erreichung fehlerfreier Produkte und Leistungen lassen sich in diesem Modell darstellen. Qualitätsmanagement-System kontinuierliche Verbesserung Verantwortung der Leitung Kunden- Anforderungen Ressourcen- Management input Produkte und/oder Dienstleistungen Messung, Analyse, Verbesserung output Kunden- Zufriedenheit

9 Was bedeutet Prozessorientierung? Der Gesamtprozess von der Beschaffung bis zum Endkunden ist Gegenstand der Qualitätskette Information Information Unternehmen Lieferant Lieferant Kunde Kunde Montage Vertrieb Lieferanten- Lieferantenprozesse Lieferantenprozesse Beschaffung Produktion Kundenprozesse Kunden- Kundenprozesse Produkte Produkte

10 Was bedeutet Prozessorientierung? Normenkonform orientiertes Managementsystem QME 1 QME 2 QME 20 Prozessorientiertes Managementsystem... Unternehmen weisen auf der Basis ihrer Prozesse die Einhaltung der Norm nach DIN EN ISO 9000 ff DIN EN ISO ff UM UM UM Kern- Prozess Kundenwunsch Arbeitsvorbereitung Realisierter Kundenwunsch

11 Was bedeutet Prozessorientierung? Prozesse Unterstützungs - prozesse Führungsprozesse Realisierungsprozesse Analyse- u. Verbesserungsprozesse Teilprozesse Kundenbeziehung Design Entwicklung Beschaffung Produktion Dokumente Formulare Anweisungen Aufzeichnungen Diese Landschaft ist zu realisieren und aufrecht zu erhalten.

12 QM-Systeme TQM Zusammenwirken von Management und Mitarbeiter Managementverantwortung Q-orientierte Unternehmensführung Kundenorientierte Unternehmensführung Orientierung an Prozessen Vermeiden von Verschwendung durch Fehler Ergebnisanalyse Qualitätsstrategie, Nachhaltigkeit ist explizit Bestandteil Umweltmanagement Qualitätsmanagement Sicherhei ts manage ment Quelle:

13 Nonprofit-Organisationen (NPO) Welchen Nutzen hat für NPO ein QM- System? Dienstleistungen sind immateriell und vor Abnahme nicht existent. Qualität ist: Die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen. (nach B. Ebel)

14 Diskussion - Prinzipien Außen prüft Innen Externe Stelle prüfen und zertifizieren Qualität wird gelebt Veränderungen geschehen zu jedem Zeitpunkt QM als Führungsaufgabe Führungskräfte stehen an der Spitze der Innovation und bringen diese voran

15 Diskussion Probleme 1 Spannungsfeld Kunde Student versus Wirtschaft dummer Student erfüllt Anforderungen der Wirtschaft Wer ist Kunde? Öffentliche Prüfung des Systems! Eignung für alle Arten der Hochschulausbildung? Universität Fachhochschule

16 Diskussion Probleme 2 Freiheit der Lehre Prozesslandschaft? Verantwortlichkeiten? Vergleichbarkeit der Qualität Verlust von wissenschaftlicher Potenz durch QM? Zusammenfassung des Autors: In den Bereichen F&E einer Hochschule sind die Methoden des QM sehr gut umsetzbar und teilw. auch schon realisiert (Autor war QMB an einem Hochschulinstitut an der RWTH Aachen), der Bereich der Lehre ist bezogen auf die Verwaltungsprozesse ebenfalls gut darstellbar, jedoch ist eine Ausweitung auf Lehrinhalte als kritisch anzusehen, da eine klassische Konkurrenzsituation, wie wir sie aus der Industrie kennen, hier nicht gegeben ist. Es besteht die Gefahr, dass Kundenwünsche den Lehrbetrieb diktieren.

17 Danke für die Aufmerksamkeit Ein Dank an Jörg Longmuß für die schwierige Aufgabe, Ihnen meine Gedanken nahe zu bringen. Fragen? Bitte kontakten Sie mich via

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