Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Bundesrat verabschiedet neues Aufsichtsgesetz

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1 1/2012 Fakten, Zahlen und Tipps rund um die Krankenversicherung Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Bundesrat verabschiedet neues Aufsichtsgesetz Informationen für die Mitglieder des Verbandes RVK prüft erste SwissDRG-Rechnungen Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern Glarner Krankenversicherung erfolgreich zertifiziert Seite 1

2 Inhalt 4 Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik 5 Bericht aus dem Parlament, Bundesrat, EDI, BAG 8 Informationen für die Mitglieder des Verbandes 9 Rückversicherungen: Myozyme in SL aufgenommen 10 Leistungseinkauf VVG: Volumen deutlich erhöht 11 DRG-Prüfstelle: Erste Rechnungen erfolgreich geprüft 11 MedCasePool: Vorteile dank neuer Software 12 Weiterbildung: Breites Bildungsangebot 13 Weiterbildung: Wichtige Tagung «KVG-Solvenztest» 14 RVK-Forum: «Das Gesundheitswesen im Dilemma» 15 Verband: RVK-ImPuls - Spannendes Programm 16 Kundenzeitschrift SICHER: Kundentreffen durchgeführt 16 Kundenzeitschrift SICHER: Informative Frühlingsausgabe 17 RVK-intern: Neues von der RVK-Crew 18 Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern 19 Glarner Krankenversicherung: Erfolgreich zertifiziert 19 KLuG Krankenversicherung: Neue Geschäftsführerin 19 Luzerner-Forum: Neuer Geschäftsführer 20 Agenda Impressum Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber und Redaktion RVK - Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon Telefax Seite 2

3 Editorial Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Seit dem 1. Januar 2012 hat «Mutter» RVK eine «Tochter» RVK Rück AG. Die bisherigen Aufgaben werden seither auf zwei Rechtsträger verteilt. Der Verband nimmt die Interessenvertretung der kleinen und mittleren Krankenversicherer wahr, die AG ist unter Aufsicht der Finma für das Rückversicherungsgeschäft zuständig. Die Aufteilung, die aufgrund der neuen gesetzlichen Vorschriften vorgenommen werden musste, ist juristisch betrachtet ganz wichtig. Im operativen Alltag hoffen wir, dass sich an der bisherigen guten Zusammenarbeit mit dem RVK für Sie nichts geändert hat und Sie nach wie vor die Unterstützung und Qualität erleben, die Sie uns in der letzten Mitgliederumfrage attestiert haben. Seit dem 1. Januar 2012 haben wir einen neuen Gesundheitsminister. Seine ersten 100 Tage sind bald vorbei und wir sind alle gespannt, was seine Prioritäten sein werden und welche Haltung er gegenüber den kleinen und mittleren Krankenversicherern hat. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund der erneuten Abstimmung über die Einführung einer Einheitskasse, die wohl 2013 oder 2014 bevorsteht. Freundliche Grüsse Dr. Charles Giroud Präsident Seit dem 1. Januar 2012 sind die neue Spitalfinanzierung und die Abrechnung der stationären Leistungen nach SwissDRG in Kraft. Wie Sie wissen, hat der RVK in diesem Zusammenhang eine DRG-Prüfstelle eingerichtet, damit Spitalrechnungen die jetzt allmählich eintreffen geprüft werden können und keine unnötigen oder nicht gerechtfertigten Leistungen bezahlt werden. Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben oder Erfahrungen gemacht haben, die von allgemeinem Interesse sind, melden Sie sich bitte bei uns. Im Voraus herzlichen Dank für Ihr Mitdenken. Seite 3

4 Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik EXPRESS Präventionsgesetz: Pingpong zwischen Stände- und Nationalrat Der Ständerat ist in der Wintersession 2011 nicht auf das Präventionsgesetz eingetreten, das der Nationalrat bereits verabschiedet hatte. Deshalb musste sich der Nationalrat erneut damit auseinandersetzen. Da er an seinem Entschluss festhielt, ging die Vorlage wieder zurück an den Ständerat. Bundesrat verabschiedet neues Aufsichtsgesetz Der Bundesrat hat das neue Aufsichtsgesetz zuhanden der eidgenössischen Räte verabschiedet. Das neue Gesetz sieht eine wesentlich verstärkte Aufsicht über die Krankenversicherer vor. Die Aufsicht soll weiterhin beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) liegen. Managed Care sorgt für Turbulenzen Die Managed-Care-Vorlage gibt viel zu reden insbesondere in Ärztekreisen. Die Hausärztevereinigung verlangt zum Beispiel, in ihrem Kreis eine Urabstimmung durchzuführen, ob die Hausärzte die Vorlage unterstützen sollen oder nicht. EGK: unterjährige Prämienerhöhung Die unterjährige Prämienerhöhung bei der EGK hat zu heftigen Reaktionen geführt. Vorwürfe musste insbesondere das BAG entgegennehmen. Bundesrat Berset prüft nun, wie ausserplanmässige Prämienerhöhungen in Zukunft vermieden werden können. Seite 4

5 Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 20. Dezember 2011 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert. PARLAMENT Ständerat Motion Nationalrat (Thérèse Meyer-Kaelin): Keine Einsparungen bei Brillen für Kinder Nachdem der Nationalrat in der Herbstsession 2011 diese Motion angenommen hat, hat auch der Ständerat auf Antrag seiner vorberatenden Kommission der Motion mit 34:5 Stimmen zugestimmt. Der Bundesrat wird die entsprechende Verordnung ändern. Benötigen Jugendliche zukünftig Brillen und Kontaktlinsen, kann mit einem Rezept des Augenarztes wieder ein begrenzter Maximalbetrag geltend gemacht werden. Dieser soll aber tiefer ausfallen als der frühere Maximalbetrag. Motion Nationalrat (Fraktion SVP): Kostenpflicht der Verfahren vor den kantonalen Versicherungsgerichten Der Nationalrat hat dieser Motion bereits zugestimmt. Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat der Ständerat dieser Motion mit 27:7 Stimmen ebenfalls zugestimmt. Nach der notwendigen Gesetzesanpassung sollen Verfahren vor den kantonalen Versicherungsgerichten, die bisher kostenlos waren, im Rahmen von 200 bis 1`000 Franken kostenpflichtig werden. Kantonale Initiative Kanton Jura: Transparenz im Bereiche der sozialen Krankenversicherung Die Initiative verlangt, eine umfangreiche nationale Datenbank ins Leben zu rufen. Diese soll öffentlich zugänglich sein. Das BAG soll die Datenbank führen für Versicherer und Leistungserbringer soll sie obligatorisch sein. Der Ständerat hat diesen Vorstoss auf Antrag der vorberatenden Kommission mit 9:23 Stimmen abgelehnt. Der Nationalrat hat die Initiative noch nicht behandelt. Motion Nationalrat (Ruth Humbel): Erhöhung des Versicherungsabzuges bei der direkten Bundessteuer Die Motion verlangt, Abzüge für Versicherungen bei der direkten Bundessteuer deutlich zu erhöhen und eine Indexierung zu prüfen. Bisher durften Verheiratete Franken abziehen, übrige Steuerpflichtige Franken. Der Bundesrat beantragte im Parlament, die Motion abzulehnen. Er begründete seinen Antrag mit den hohen Steuereinbussen, die daraus resultieren würden. Der Nationalrat stimmte der Motion in der Herbstsession jedoch knapp zu (93:88 Stimmen). Die vorberatende Kommission des Ständerates hat dem Rat empfohlen, der Motion zuzustimmen. Der Rat lehnte die Motion jedoch mit 13:23 Stimmen ab. Damit ist das Thema vom Tisch. Parlamentarische Initiative Bortoluzzi: Komatrinker sollen Spitalaufenthalte und Ausnüchterungszellen selber bezahlen Die vorberatende Kommission des Nationalrates hatte beantragt, der Initiative zuzustimmen. Auch die vorberatende Kommission des Ständerates beschloss mit 7:2 Stimmen, im Gesamtrat zu beantragen, der Initiative zuzustimmen. Im Rat wurde die Initiative noch nicht behandelt. Motion Nationalrat (Edith Graf-Litscher): Förderung und Beschleunigung von E-Health Die vorberatende Kommission beantragte dem Gesamtrat mit 7:3 Stimmen, die Motion anzunehmen mit Ausnahme des ersten Punktes (Anschubfinanzierung). Der Rat stimmte diesem Antrag mit 26:12 Stimmen zu. Er schaffte damit eine Differenz zum Nationalrat: Dieser hatte der Motion inklusive Anschubfinanzierung vorher zugestimmt. Nationalrat Präventionsgesetz In der Wintersession 2011 beschloss der Ständerat mit 19:20 Stimmen entgegen dem Antrag seiner vorberatenden Kommission nicht auf das Präventionsgesetz einzutreten, das der Nationalrat bereits in der Frühjahrsession 2011 verabschiedete. Der Nationalrat musste sich daher ein weiteres Mal mit dem Gesetz befassen. Die vorberatende Kommission beantragte, am Beschluss aus dem Vorjahr festzuhalten. Er gab damit dem Ständerat Gelegenheit, auf seinen knappen Nichteintretensentscheid zurückzukommen und sich mit der Gesetzesvorlage materiell auseinanderzusetzen. Der Rat folgte dem Antrag der Kommission mit 106:79 Stimmen. Damit geht die Vorlage zurück an den Ständerat. Seite 5

6 Parlamentarische Initiative Lucrezia Meier- Schatz: Betreuungszulage für pflegende Angehörige Die Initiative verlangt, eine gesetzliche Basis zu schaffen, um Betreuungszulagen für pflegende Angehörige zu gewähren. Die vorberatende Kommission beantragte mit 12:11 Stimmen vorwiegend aus finanziellen Überlegungen die Initiative abzulehnen. Entgegen diesem Antrag beschloss der Gesamtrat mit 90:77 Stimmen, die Initiative anzunehmen. Damit geht die Vorlage an den Ständerat. Parlamentarische Initiative Carobbio Guscetti Marina: Offenlegung von Interessenkonflikten im Gesundheitswesen Die Initiative verlangt eine Änderung des Heilmittelgesetzes. Pharmaunternehmen und Unternehmen für Medizinalprodukte sollen Bezahlungen und Geschenke an Medizinalpersonen und Einrichtungen des Gesundheitswesens offenlegen müssen. Dies muss in einer Datenbank veröffentlicht werden, die online zugänglich ist und jährlich aktualisiert wird. Die vorberatende Kommission hat beantragt, die Initiative abzulehnen. Der Rat gibt der Initiative mit 76:91 Stimmen keine Folge. Fragestunde: Narrenfreiheit für private Krankenversicherer Gemäss Nationalrat Mauro Poggia haben die privaten Krankenversicherer entschieden, Aufenthalte in Halbprivat- oder Privatabteilungen nur noch zu bezahlen, wenn es einen kantonalen Leistungsauftrag gebe. Somit würden die privaten Krankenversicherer die Versicherungsdeckung massiv einschränken und gleichzeitig von den Leistungen der Kantone profitieren. Dies sei ohne Vorankündigung oder Senkung der Prämien geschehen. Poggia fragt, weshalb die Finma nicht eingeschritten ist. Bundesrätin Widmer-Schlumpf informiert, die Finma plane spezifische Erhebungen, um die Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung auf die Schadenbelastung der Krankenzusatzversicherungsprodukte zu bewerten. Neben dieser allgemeinen Erhebung werde die Finma im Einzelfall eine Untersuchung gegen betroffene Versicherer eröffnen, sofern Anhaltspunkte für ein missbräuchliches Verhalten vorhanden seien. BUNDESRAT / EDI / BAG Neues Aufsichtsgesetz Der Bundesrat hat das neue Aufsichtsgesetz zuhanden der eidgenössischen Räte verabschiedet. Gegenüber der Fassung, die in die Vernehmlassung geschickt worden ist, ist nun nicht mehr eine neue, unabhängige Aufsichtsbehörde ähnlich der Finma vorgesehen. Die Aufsicht soll weiterhin beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) liegen. Gegen die neue Behörde hat sich der RVK zusammen mit Santésuisse ausgesprochen. Das neue Gesetz sieht eine wesentlich verstärkte Aufsicht über die Krankenversicherer vor. Wann das Gesetz im Parlament behandelt wird, ist noch nicht definitiv festgelegt. Teilausgleich der kantonalen Ungleichgewichte bei den Prämien 1996 bis 2011 Der Bundesrat hat eine Vorlage zuhanden des Parlamentes verabschiedet, mit welcher der Prämienausgleich zwischen den Kantonen geregelt werden soll. Dabei ist vorgesehen, dass die Prämien, die von 1996 bis 2011 in einzelnen Kantonen zu viel oder zu wenig bezahlt worden sind, zu 55 Prozent ausgeglichen werden. In Kantonen mit zu hoch angesetzten Prämien soll dieser Ausgleich mit Prämienabschlägen, in den anderen Kantonen mit Prämienzuschlägen erfolgen. Die Prämienzuschläge werden auf das Mass der CO2-Emissionsabgabe begrenzt. Der Ausgleich Seite 6

7 soll nach sechs Jahren abgeschlossen sein. Wann das Parlament die Vorlage beraten wird, ist noch nicht definitiv festgelegt. Unterjährige Prämienerhöhung bei der EGK Die vom BAG bewilligte unterjährige Prämienerhöhung hat zu heftigen Reaktionen geführt in den Medien, bei den betroffenen Versicherten und bei eidgenössischen Parlamentariern. Vorwürfe musste insbesondere das BAG entgegennehmen. Wohl nicht ganz zu Unrecht. Es musste zum Zeitpunkt, als die Prämien für 2012 genehmigt worden sind, bekannt gewesen sein, dass die Reserven der EGK ungenügend sind. Bundesrat Berset prüft nun, wie ausserplanmässige Prämienerhöhungen in Zukunft vermieden werden können. Zudem verweist er auf das neue Aufsichtsgesetz, das zur Beratung vorliegt. Psychotherapien Eine Meldung aus dem Departement von Bundesrat Alain Berset lässt aufhorchen. Das Departement prüft, ob und unter welchen Voraussetzungen selbständige Psychotherapeuten und Psychologen künftig zu Lasten der sozialen Krankenversicherung tätig werden können. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass die zugelassenen Therapeuten ohne ärztliche Verordnung Behandlungen zu Lasten der Krankenversicherung durchführen können. Laut BAG müssten rund 50 Prozent mehr Patienten psychotherapeutisch behandelt werden, als dies heute der Fall ist. Eine solche Ausweitung würde zu einem ausserordentlichen Kostenschub führen bereits heute werden Patienten zum Teil über mehrere Jahre von Psychotherapeuten und Psychologen behandelt. Wenn die entsprechenden Kosten von der Krankenversicherung übernommen werden, ist der Anreiz sowohl seitens der Therapeuten, wie auch bei Patienten grösser. Die Krankenversicherungsbranche tut gut daran darauf hinzuweisen, wie sich die Ausweitung auf die Kosten und damit auf die Prämien auswirken wird. Aufhebung Ärztestopp: Kosten- und Prämienfolgen Seit diesem Jahr gilt der Ärztestopp auch für Spezialärzte nicht mehr. Von den Kantonen ist zu vernehmen, dass insbesondere viele Spezialärzte Bewilligungen für Neu-Eröffnungen von Arztpraxen einholen. In der Regel wird diesen entsprochen. Die Versicherer befürchten darum zusätzliche Kostensteigerungen, was sich wiederum auf die Prämien auswirken wird. WEITERE ENTWICKLUNG IM UMFELD Managed Care Die von den eidgenössischen Räten in der Herbstsession 2011 gutgeheissene Managed-Care-Vorlage gibt insbesondere in Ärztekreisen viel zu reden. Nachdem die Schweizerische Ärztevereinigung (FMH) das Referendum gegen die Vorlage erfolgreich unterstützt hat, hat sich die Hausärztevereinigung für die Vorlage ausgesprochen. Jetzt regt sich aber auch in der Hausärztevereinigung ein gewisser Widerstand. Dabei wird verlangt, dass auch in diesem Kreis, wie bei der FMH, eine Urabstimmung darüber durchgeführt werden soll, ob die Hausärzte die Vorlage unterstützen oder nicht. Man darf gespannt sein, welche Institutionen und Organisationen sich im Abstimmungskampf für und wer sich gegen die Managed-Care-Vorlage engagiert. Prämienrunde 2013 Mit Recht stellt sich die Frage, ob es Sinn macht und seriös ist, wenn Krankenversicherer bereits Ende Januar 2012 verlauten lassen, dass sie für 2013 mit einer Prämienerhöhung von weniger als drei Prozent rechnen. Dabei spricht die Branche nicht nur von Mehrkosten aufgrund zusätzlicher Spezialarztpraxen. Es gibt auch in anderen Bereichen Kostensteigerungen, zum Beispiel bei gewissen Spitalpauschalen, bei teuren Medikamenten bei seltenen Krankheiten, Brillen für Minderjährige und vielen anderen mehr. Neues Prämienmodell Nachdem einzelne Versicherer höhere Prämien für Senioren und Seniorinnen gefordert haben, hat sich das BAG eingeschaltet. Es untersucht, wie sich die Einführung einer zusätzlichen Prämienkategorie 26 bis 35-Jährige auswirken könnte. Das Ergebnis dieser Untersuchung soll noch dieses Jahr vorliegen. Seite 7

8 Informationen für die Mitglieder des Verbandes EXPRESS Leistungseinkauf VVG erhöht Volumen Nach der EGK arbeitet auch die Galenos Krankenund Unfallversicherung im Leistungseinkauf VVG mit dem RVK zusammen. Die neuen Vertretungen steigern das Volumen in der Einkaufsgemeinschaft deutlich. DRG-Prüfstelle prüft erste Rechnungen Anfang März hat der RVK im Auftrag seiner Kunden erste SwissDRG-Rechnungen geprüft. Der Nutzen ist bereits ersichtlich: Wie bei APDRG ergibt die Prüfung der Kodierung kostenrelevanten Korrekturbedarf. Kontroverses Thema am RVK-Forum Die Angst vor den Kosten im Gesundheitswesen beherrscht die öffentliche Diskussion. Denn: Nicht alles, was die Gesellschaft beansprucht, kann bezahlt werden. Am RVK-Forum vom 25. April 2012 präsentieren Experten ihre Blickwinkel. Stephan Klapproth führt durch den Anlass. Seite 8

9 Rückversicherungen Myozyme in SL aufgenommen Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat im November 2011 das Medikament Myozyme in die Spezialitätenliste (SL) aufgenommen. Dieser Entscheid ist aus Sicht des RVK nicht nachvollziehbar und steht im Widerspruch zum Urteil des Bundesgerichts in Sachen Myozyme. Das Bundesgericht hat im November 2010 einen wegweisenden Entscheid gefällt, in dem die Leistungspflicht für das Medikament Myozyme in einem konkreten Fall abgelehnt wurde (Artikel INFORMATION 1/2011). Zum Zeitpunkt des Entscheids war Myozyme nicht in der Spezialitätenliste aufgeführt. Das Gericht stützte seinen Entscheid auf die wissenschaftliche Literatur, die dem Medikament für die zu beurteilende Verlaufsform eine geringe Wirksamkeit bescheinigt. Zudem stellte das Gericht die Wirtschaftlichkeit der Behandlung grundlegend in Frage. Der RVK begrüsst den Entscheid des Bundesgerichts, da er erstmals klare Grenzen zwischen dem medizinisch Möglichen und dem ökonomisch Vertretbaren setzt. Die Aufnahme in die SL durch das EDI kann der RVK angesichts der vorliegenden Studien zur Wirksamkeit und der hohen Kosten nicht nachvollziehen. Liegt ein entsprechender Fall vor, wird der RVK deshalb im Rahmen der Rückversicherung die Leistungspflicht für Myozyme detailliert prüfen und klären. Peter Aregger Bereichsleiter Versicherungen Telefon Trotz des Entscheids des Bundesgerichts hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) im November 2011 Myozyme mit einer Limitation in die Spezialitätenliste aufgenommen. Der Preis pro Ampulle ist dabei um gut einen Drittel tiefer angesetzt als im Einzelfall, den das Bundesgericht beurteilt hatte. Die Therapiekosten für eine erwachsene Person belaufen sich nach dem festgelegten SL-Preis auf rund bis Franken pro Jahr. EDI widerspricht Bundesgericht Das Urteil des Bundesgerichts und der Entscheid des EDI sind widersprüchlich. Während das Bundesgericht die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit von Myozyme als negativ beurteilt hat, bescheinigt das EDI mit der Aufnahme in die SL die Leistungspflicht und damit die Erfüllung der WZW-Kriterien. Seite 9

10 Leistungseinkauf VVG Volumen deutlich erhöht Nach der EGK Privatversicherungen AG hat sich die Galenos Kranken- und Unfallversicherung für eine Zusammenarbeit mit dem RVK im Bereich Leistungseinkauf VVG entschieden. Der Entscheid zeigt, dass der RVK ein konkurrenzfähiges Angebot machen konnte. Galenos hat im Vorfeld Marktabklärungen durchgeführt und Konkurrenzangebote geprüft. Für den Entscheid ausschlaggebend war unter anderem die sorgfältig vorbereitete Verhandlungsstrategie ab 1. Januar 2012, die der RVK für das neue Spitalfinanzierungsregime definiert hatte. Das Mandat beschränkt sich auf Verhandlungen für Hospitalisationen in den halbprivaten und privaten Abteilungen von Listenspitälern. Gerade in marktanteilsschwachen Gebieten besonders in der Westschweiz führen die neuen Vertretungen zu einer deutlichen Volumensteigerung der Einkaufsgemeinschaft. Für das Team im Leistungseinkauf ist diese langfristig ausgelegte Zusammenarbeit mit den neuen Partnern eine Verpflichtung, im Interesse der Versicherten weiterhin bestmögliche Verhandlungsergebnisse, gemessen am Preis-/Leistungsverhältnis, vorzuweisen. Dieter Ehrenberg Leiter Leistungserbringer Management Telefon Seite 10

11 DRG-Prüfstelle Erste Rechnungen erfolgreich geprüft Seit nunmehr bald zwei Jahren erbringt die DRG-Prüfstelle des RVK die Dienstleistung der Rechnungskontrolle von DRG-Fällen. Rückmeldungen der Kunden zeigen, dass die Qualität der Stellungnahmen deutlich verbessert werden konnte. Zurzeit führt die DRG-Prüfstelle ein neues Prüfsystem ein, das die DRG-Software Kolumbus enthält. Zusätzlich wird das Extranet überarbeitet. Kunden haben der DRG-Prüfstelle anfangs März erste SwissDRG-Rechnungen zur Prüfung zugestellt. Der Kundennutzen, der durch die Prüfung entsteht, ist bereits ersichtlich: Wie erwartet, ergibt die Prüfung der Kodierung auch hier wie bereits bei APDRG kostenrelevanten Korrekturbedarf. In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob das Referendum für die KVG-Revision ergriffen und wie gegebenenfalls eine neue Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) ausfallen wird. Je nachdem wird die DRG-Prüfstelle gefordert sein, die neuen Gegebenheiten schnell umzusetzen. Sobald dies Mitte bis Ende April klar ist, passt die DRG-Prüfstelle gemeinsam mit ihren Kunden die Prozesse entsprechend an. Die darauf basierenden neuen Dienstleistungen wird der RVK seinen Kunden voraussichtlich bereits im Mai 2012 anbieten. MedCasePool Vorteile dank neuer Software Der MedCasePool des RVK arbeitet zukünftig mit der neuen Software CaseNet. Sie bringt den Kunden zahlreiche Vorteile. Der RVK führt CaseNet bei Kunden ab Juli 2012 ein. Die drei Dienstleistungen des MedCasePool (vertrauensärztlicher Dienst, Case Management und DRG- Prüfstelle) wickelten die elektronische Bearbeitung bisher auf zwei verschiedenen Systemen ab. Die beiden Systeme hatten getrennte Datenbanken und eine eigene Infrastruktur. Eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit war nicht möglich obwohl dies in vielen Fragen zweckmässig gewesen wäre und dem Wunsch der Kunden entsprach. Zudem zeigten sich zunehmend funktionelle Lücken bei unterschiedlichen Prozessanforderungen, die Bewirtschaftung war aufwändig und die Wartungskosten entsprechend hoch. Mit der neuen Software CaseNet ermöglicht der Med- CasePool eine webbasierte Fallführung ohne Installationsaufwand. Sie steht diversen Usern offen und erlaubt, gesteuert durch unterschiedliche Berechtigungen, eine breitflächige Vernetzung. Zwischenbeurteilungen und Wiedererwägungen im gleichen Fall sind möglich. Die Benutzeridentifikation über Swiss ID erhöht die Datensicherheit. Unterhalt, Support und Service aus einer Hand garantieren tiefere Betriebskosten und eine höhere Systemsicherheit als bisher. Dr. med. Benno Sauter Leiter DRG-Prüfstelle Telefon Dr. med. Rudolf Häuptle Bereichsleiter MedCasePool Telefon Seite 11

12 Weiterbildung Breites Bildungsangebot Mit einem vielfältigen Weiterbildungsangebot ermöglicht der RVK den Mitarbeitenden seiner Mitgliedern und Kunden, sich zielgerichtet weiterzubilden. Damit sie fit für neue Herausforderungen sind. Die fachspezifischen Kurse orientieren sich unter anderem an Themen im Leistungsmanagement, im Finanzwesen oder im Qualitätsbereich. Mit den neuen Fallpauschalen stellen die Rechnungsverarbeitung und -kontrolle für die Krankenversicherer eine Herausforderung dar. Für Mitglieder und Kunden der DRG-Prüfstelle prüft der RVK im zweiten Quartal 2012 eine SwissDRG-Schulung anzubieten. Der Kurs wird den Schwerpunkt auf die fachliche Thematik legen. So sollen unter anderem die Falltriage und der Rechnungsprüfungsprozess optimiert und das Verständnis in Bezug auf die relevanten Faktoren bei der Codierung von Haupt- und Nebendiagnosen geschärft werden. Sobald der Inhalt der KVV definitiv vorliegt, wird der RVK die Ausschreibung veröffentlichen. Neben der viertägigen Kursreihe «Medizinische Kenntnisse» findet am 8. Mai 2012 der Kurs «Zahnmedizin» statt. Die Kurse sprechen hauptsächlich Mitarbeitende im Leistungsbereich und im Underwriting an. Sie vermitteln vertiefte Kenntnisse in Anatomie und Physiologie sowie zu Krankheitsbildern und deren Behandlungsmethoden. Den versicherungsrelevanten Folgen der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit geht der Fachkurs «Krankentaggeld: Leistungsabwicklung und -koordination» vom 9. und 10. Mai 2012 nach. Konkrete Fragen zur Fallbehandlung und Leistungskoordination stehen ebenso auf dem Programm wie die Vermittlung von neuem Fachwissen. Dieser Kurs richtet sich an Mitarbeitende mit fundierten Taggeld- Kenntnissen. Der Kurs «Haftung und Regress» vom 13. Juni 2012 fokussiert auf Fragestellungen zu Unfallereignissen und zeigt auf, wie sich Regressansprüche erkennen und effizient bearbeiten lassen. Eine Gesamtübersicht des RVK-Bildungsprogramms ist am Schluss der INFORMATION aufgeführt. Details sind auf der Webseite zu finden. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon Fachkurs «Inkasso» Seit Anfang 2012 ist das Verfahren der Verlustscheinübernahme bei unbezahlten Prämien der obligatorischen Krankenversicherung (Art. 64a KVG) neu geregelt. Für die Krankenversicherer hat dies (neben dem, dass in Zukunft 85 Prozent der Verlustscheine durch die Kantone gedeckt und der Leistungsaufschub aufgehoben wird) vor allem zur Folge, dass das Mahn- und Betreibungswesen anzupassen ist und die Kantone periodisch über vorgesehene Betreibungen und ausgestellte Verlustscheine zu informieren sind. Nach wie vor sind aber zahlreiche Fragen insbesondere bei der einheitlichen Verlustscheinverwaltung und beim Leistungsaufschub offen. Sobald die dazu notwendige Klarheit geschaffen ist, informiert der RVK über ein allfälliges Kursangebot. Seite 12

13 Weiterbildung Wichtige Tagung «KVG-Solvenztest» Zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Azenes GmbH hat der RVK eine Informationsveranstaltung zum Thema «KVG-Solvenztest» durchgeführt. Ziel dieser Tagung war es, den Krankenversicherern die Grundlagen zur Umsetzung des neuen Solvenztests zu vermitteln. Am 9. März 2012 begrüsste der RVK rund 50 interessierte Teilnehmende zur Fachtagung betreffend die risikobasierten Reserven in Zürich. Durch den Einbezug der zuständigen Aufsichtsbehörde erhielten die anwesenden Vertreter der Krankenversicherungen einen wertvollen Einblick in die Absichten und Eigenheiten des Berechnungsmodells. In ihrem Referat zeigte Rosalia Zeller, Sektionsleiterin Finanzielle Aufsicht KV, die Ziele zum KVG-Solvenztest auf. Mit ihren Erläuterungen zum Konzept und dem Vergleich zum SST verwies sie auf die speziellen Herausforderungen für das KVG-Geschäft. Der Schwerpunkt der Tagung bildete schliesslich das Erarbeiten des Excel-Templates. Die beiden Aktuare, Marcel Wüthrich vom BAG und Markus Meier von der Azenes GmbH, erklärten die einzelnen Themen. Sie machten dies anhand eines praktischen Beispiels einer Muster-Krankenversicherung. Im Vordergrund standen die vorhandenen Reserven, die Versicherungsrisiken sowie die Szenarien im Modell. Über die Besonderheiten der Markt- und Kreditrisiken referierte Luca Alberucci von der Finma. Im Anschluss beantworteten die Referenten verschiedene Fragen. Auch dank der daraus entstehenden Diskussion stellte die Veranstaltung eine wertvolle Plattform dar für den Austausch zwischen Vertretern der Krankenversicherer und der Versicherungsaufsicht. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon Seite 13

14 RVK-Forum «Das Gesundheitswesen im Dilemma» Die Angst vor den Kosten im Gesundheitswesen beherrscht die öffentliche und politische Diskussion. Die Finanzsituation insbesondere in der Grundversicherung ist seit Jahren angespannt und steuert früher oder später in eine Sackgasse. Denn nicht alles, was die Gesellschaft beansprucht und die Medizin entwickelt, kann bezahlt werden. Am RVK-Forum vom 25. April 2012 präsentieren Experten und Meinungsbildner ihre Blickwinkel. Stephan Klapproth führt durch den Anlass und moderiert im Forum-Talk die Diskussion zwischen Vertretern aus Gesundheitswesen, Politik und Gesellschaft. Die Tagung verspricht interessante Debatten und Erkenntnisse. Interessiert? Weitere Informationen unter Der RVK freut sich, alle Interessierten im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern zu begrüssen. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon Das Gesundheitswesen im Dilemma Wenn Ethik und Wir tschaftlichkeit auseinanderdriften. Kommt die Solidarität an ihre Grenzen? Einladung zu Meinungsbildung und Diskussion Referenten Carlo Conti Vorsteher des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt Andreas Gerber Leiter des Ressorts Gesundheitsökonomie am IQWiG Jürg Kesselring Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurorehabilitation, Valens Christoph Rehmann-Sutter Professor für Theorie und Ethik der Biowissenschaften, Universität Lübeck Harry Telser Bereichsleiter Gesundheit und Mitglied der Geschäftsleitung von Polynomics AG Jürg Zollikofer Präsident der Schweizerischen Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte FORUMTALK Ruth Humbel Toni Frisch Christoph Rehmann-Sutter Heinrich von Grüningen Tagungsmoderation Stephan Klapproth Datum und Ort Mittwoch, 25. April Uhr, Verkehrshaus der Schweiz, Luzern Informationen und Anmeldung RVK, Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Seite 14 RV181_Ins_Forum 2012_managed_care.indd :45

15 Verband RVK-ImPuls: Spannendes Programm Die Verbandstagung des RVK neu unter der Bezeichnung RVK-ImPuls findet zusammen mit der Delegiertenversammlung des RVK und der Generalversammlung der RVK Rück AG erstmals im Juni statt. Was bleibt ist ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm. An der Verbandstagung vom 14. und 15. Juni 2012 haben die Führungsorgane der RVK-Mitglieder die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen auszutauschen und mitzudiskutieren. Der Rahmen zu dieser Veranstaltung bildet neben einem gemütlichen Abendprogramm ein spannender Themenblock mit aktuellen, für die KMU-Versicherer relevanten Fragestellungen zum Krankenversicherungswesen. Der RVK lädt dazu interessante Referenten aus dem Gesundheitswesen ein. Die Einladung zur Tagung erhalten die Mitglieder demnächst zugestellt. Der RVK freut sich auf eine rege Teilnahme. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon Delegiertenversammlung: Vorankündigung Die 80. Delegiertenversammlung des RVK findet in diesem Jahr früher als bis anhin zusammen mit der 1. Generalversammlung der RVK Rück AG am 15. Juni 2012 in Luzern statt. Anträge der Delegierten sind bis zum 13. April 2012 schriftlich beim RVK einzureichen. Seite 15

16 Kundenzeitschrift SICHER Kundentreffen durchgeführt Am 1. März 2012 fand in den Räumlichkeiten des RVK der Erfahrungsaustausch der Kundenzeitschrift SICHER statt. Unter anderem präsentierte der RVK die Ergebnisse der Leserumfrage vom Herbst Der Rücklauf der Leserumfrage hat 2.7 Prozent betragen. Die Auswertung hat gezeigt, dass 70 Prozent der Leserinnen und Leser im erwerbstätigen Alter sind. Den Themenmix beurteilen 95 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut, 93 Prozent gefällt das Erscheinungsbild gut oder sehr gut. Die Leserinnen und Leser wünschen vermehrt Informationen zu aktuellen Themen aus der Medizin sowie kassenspezifische Informationen. Zudem möchten 50 Prozent das SICHER mindestens 4-mal pro Jahr erhalten. Nach der Präsentation hat der RVK mit den SICHER- Abonnenten einen Workshop durchgeführt. Neben den SICHER-Kunden haben die Mitarbeitenden des AtelierKE teilgenommen. Das AtelierKE aus Meiringen setzt seit der ersten Ausgabe die Kundenzeitschrift SICHER visuell um. Ziel des Workshops war, auch von den Anwesenden zu erfahren, was ihrer Ansicht nach positiv ist und was optimiert werden kann. Dabei ging es einerseits um Inhalte und Layout, andererseits um den Produktionsprozess. Es entstand eine interessante Diskussion, die zu möglichen neuen Umsetzungsideen führte hauptsächlich beim Erscheinungsbild und bei den redaktionellen Inhalten der Zeitschrift. Die Ideen wurden priorisiert und durch die Marketingabteilung des RVK ausgewertet und geprüft. Michelle Furrer Projektleiterin Marketing Telefon Kundenzeitschrift SICHER Informative Frühlingsausgabe Die Frühlingsausgabe der Kundenzeitschrift SICHER wurde pünktlich erstellt und verschickt. Sieben Krankenversicherer haben bei der aktuellen Ausgabe mitgemacht, rund 33`300 Versicherte haben das SICHER erhalten. Die Kundenzeitschrift SICHER vermittelt Branchenkenntnisse Prävention und Themen rund um die Gesundheit sind wichtig. So erklärt Dr. Lukas Zahner in der aktuellen Frühlingsausgabe, was ein Blackout ist, wie es dazu kommt und wie man das Risiko minimieren kann. Denn: Wer kennt das nicht? Man hat sich souverän und sorgfältig auf eine Prüfung vorbereitet und plötzlich ist der Kopf leer. Blackout. In einem anderen Artikel geht es um Vereine. Wer hätte gedacht, dass es in der Schweiz rund verschiedene Vereine gibt? Und dass rund 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Mitglied in einem sind? Gerade für Kinder und Jugendliche sind Sportvereine wichtig, da Sport einem ungesunden Lebensstil vorbeugt. Weitere Themen sind: - Interview mit Ruth Humbel - Gentests - Medical Board - Hautschutz - Balance am Arbeitsplatz Michelle Furrer Projektleiterin Marketing Telefon SICHERm i F R Ü H L I N G t m e i n e r Interview mit Ruth Humbel, ehemalige OL-Spitzenläuferin und CVP-Nationalrätin Aargau «Politik beeinflusst unser ganzes Leben.» K r a n k e n k a s s e Liebe Kundin Lieber Kunde Die Fortschritte in der Medizin vergrössern das diagnostische und therapeutische Angebot. Und machen es komplexer. Wir sind gefordert, die Qualität der Behandlungen zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten einzudämmen. Dazu wurde das «Medical Board» gegründet. Es hat die Aufgabe, medizinische Verfahren zu überprüfen. Das «Medical Board» kann bereits erste Erfolge ausweisen. Mehr erfahren Sie auf Seite 2. Genetische Schnelltests für 1000 Dollar haben Anfang Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Analysen des Erbguts erlauben, Zellveränderungen, die lebensbedrohende Krankheiten auslösen können, frühzeitig zu erkennen. Den Zielen dieser Schnelltests stehen die Bestimmungen des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) gegenüber: Auf Seite 3 lesen Sie, was im KVG geregelt ist und welche Einschränkungen vorhanden sind. Lange, anstrengende Arbeitstage kennen Sie bestimmt auch Work-Life-Balance ist zwar in aller Munde, doch nicht immer einfach umzusetzen. Genau diese Balance zwischen beruflichem und privatem Alltag zu ermöglichen, ist das Ziel des beruflichen Gesundheitsmanagements. Doch was benötigt es, um Mitarbeitende ausgeglichener und damit zufriedener zu machen? Mehr dazu erfahren Sie auf Seite 6. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Herzlich, Daniel Herzog Direktor RVK Seite 16

17 RVK-intern Neues von der RVK-Crew Seit Oktober 2011 ist Cornelia Flury die neue Assistentin im Bildungs- und Eventbereich. Sie hat nach der Fachmittelschule in Ingenbohl, mit integrierendem Praktikum bei der Permed AG in Zug, die dreijährige KV-Ausbildung bei der Schindler Aufzüge AG im Sommer 2011 erfolgreich abgeschlossen. Julitta Rietsch gehört seit November 2011 zum Team der DRG-Prüfstelle. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin und hat viele Jahre in diversen Praxen in Deutschland und der Schweiz gearbeitet. Während drei Jahren war sie bei der Galenos Krankenkasse im Leistungsbereich tätig. In den letzten Jahren war sie bei der Swica und bei der Helsana als Care-Managerin beschäftigt. Berufsbegleitend hat Julitta Rietsch den Lehrgang Krankenversicherungsfachfrau bei Santésuisse absolviert und im Jahr 2011 die Ausbildung zur medizinischen Codierfachkraft abgeschlossen. Als Projektleiterin Marketing hat Michelle Furrer im Dezember 2011 ihre Tätigkeit beim RVK aufgenommen. Sie hat eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und 2010 den eidgenössischen Fachausweis als PR-Fachfrau erworben. In den letzten Jahren konnte sie ihre Berufskenntnisse im Bereich Kommunikation laufend erweitern mit Anstellungen bei Siemens Schweiz AG, Empire of Sports, SBB Railway AG und bei der Bethlehem Mission Immensee. Viele unserer Mitglieder und Kunden haben sie telefonisch bereits kennengelernt, die neue Direktionsassistentin Susanna Obi. Seit Dezember 2011 ist sie in dieser Drehscheibenfunktion beim RVK tätig. Susanna Obi verfügt über eine langjährige Berufserfahrung im Administrationsbereich und hat 2010 die berufsbegleitende Weiterbildung als Direktionsassistentin mit eidgenössischem Fachausweis erfolgreich abgeschlossen. Wir heissen unsere neuen Mitarbeitenden ganz herzlich willkommen im RVK-Team. Judith May Leiterin Personal und Finanzadministration Telefon BERUFSERFOLG Benno Sauter, Leiter der DRG-Prüfstelle, hat den Fähigkeitsausweis für Vertrauensärzte erworben. Damit ist er befähigt, in Zukunft auch medizinisch vertrauensärztliche Stellungnahmen abzugeben. Wir gratulieren Benno Sauter zu diesem Erfolg und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm. Seite 17

18 Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern EXPRESS Glarner Krankenversicherung zertifiziert Die Glarner Krankenversicherung hat zusätzlich zum SQS-RVK-Label das Zertifikat ISO 9001:2008 erhalten. Neue Geschäftsführerin bei KLuG Die KLuG Krankenkasse hat seit Anfang Jahr eine neue Geschäftsführerin: Nach fünf Jahren als Leiterin Finanzen hat Yvonne A. Dempfle das Ruder in Zug übernommen. Seite 18

19 Glarner Krankenversicherung Erfolgreich zertifiziert Am 21./22. Februar 2012 haben die SQS (Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme) und der RVK bei der Glarner Krankenversicherung das Audit für das RVK-SQS- Zertifikat durchgeführt. Die Bewertung wurde nach den Kriterien und den Gewichtungsfaktoren des EFQM-Modells 2010 vorgenommen. Dank dem grossen Engagement des neuen Geschäftsführers Hanspeter Zweifel und seinem gesamten Team konnte sich die Glarner Krankenversicherung in verschiedenen Bereichen verbessern. Zusätzlich zum SQS-RVK-Label hat die SQS die Glarner Krankenversicherung nach ISO 9001:2008 überprüft. Auch in diesem Bereich erfüllt die Krankenkasse alle notwendigen Anforderungen. Der RVK gratuliert dem ganzen Team zu den beiden Zertifikaten. KLuG Krankenversicherung Neue Geschäftsführerin Auf Januar 2012 hat der Vorstand der KLuG Krankenversicherung Yvonne A. Dempfle zur neuen Geschäftsführerin ernannt. Zuvor war sie während fünf Jahren Leiterin Finanzen und stellvertretende Geschäftsführerin bei der KLuG. Nach dem Germanistik-Studium an der Universität Zürich begann Yvonne A. Dempfle ihre Laufbahn im Rechnungswesen und war in diversen Branchen bei verschiedenen KMU s als Finanzchefin tätig. Die KLuG Krankenversicherung, gegründet 1918, war ursprünglich die Betriebskrankenkasse der Landis & Gyr. Heute sind über Personen bei der Krankenversicherung mit Sitz im Kanton Zug versichert. Dank einer langfristigen und nachhaltigen Prämienstrategie ist die KLuG Krankenversicherung mit ihren Produkten gut im Krankenkassen-Markt positioniert und verfügt über eine gesunde finanzielle Basis. Luzerner Forum Neuer Geschäftsführer Am 1. April 2012 hat der Politologe Hannes Blatter (41) die Geschäftsführung beim Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit übernommen. Vorher war Hannes Blatter Generalsekretär der CSS Versicherungen. Er war verantwortlich für die Stabsarbeit der Organe sowie für die Bereiche Public Affairs, Recht und Compliance und Corporate Communications. Das Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit ist ein Verein mit aktuell 14 Mitgliedern. Der RVK zählt ebenfalls zu den Mitgliedern. Das Luzerner Forum setzt sich für den Gedankenaustausch und die Kooperation zwischen den Akteuren im Sozialversicherungsbereich und der sozialen Sicherheit des Raums Luzern ein. Seite 19

20 Agenda /4. April Grundkurs 2 Luzern 18. April Fachkurs «Datenschutz Bearbeitungsreglement» Zürich 19. April Intensivkurs «Psychiatrie und Psychotherapie» Luzern 25. April RVK-Forum «Das Gesundheitswesen im Dilemma» Luzern 2./3. Mai Grundkurs 1 Luzern 8. Mai Fachkurs «Zahnmedizin» Luzern 9./10. Mai Fachkurs «Krankentaggeld» Horw 30./31. Mai Grundkurs 2 Luzern 13. Juni Fachkurs «Haftung und Regress» Zürich 14./15. Juni RVK-ImPuls Treffen. Erfahren. Austauschen. Luzern 15. Juni Delegiertenversammlung RVK / Generalversammlung RVK Rück AG Luzern 22. Juni Generalversammlung Santésuisse Bern 5./6. September Grundkurs 1 Luzern 26./27. September Grundkurs 2 Luzern 20./21. November Grundkurs 1 Luzern 4./5. Dezember Grundkurs 2 Luzern Sessionsdaten Mai bis 15. Juni Sommersession 10. bis 28. September Herbstsession 26. November bis 14. Dezember Wintersession Seite 20

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