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1 Deutschland Aktuelle Themen Juni 2010 Innovative Köpfe hat das Land! Vorhang auf... Nachdem in der Studie Innovative Köpfe braucht das Land! die Stärken und Schwächen Deutschlands analysiert wurden, liegt der Fokus dieser Studie in der Abschätzung der Innovationskraft der sechzehn deutschen Bundesländer. Unser einfaches Modell mit acht Indikatoren zur Abschätzung der regionalen Innovationskraft zeigt, dass die innovativsten Bundesländer im Süden Deutschlands zu finden sind, während der Osten in der Niveaubetrachtung nach wie vor hinterher hinkt. Aber: Die Veränderung innerhalb der Periode 2003 bis 2007 (Dynamikbetrachtung) ergibt ein anderes Bild. Die östlichen Bundesländer allen voran Sachsen befinden sich auf dem richtigen Pfad, die Lücke zu den innovationsstarken Bundesländern zu verringern. Autor Thomas F. Dapp Editor Stefan Schneider Publikationsassistenz Manuela Peter Deutsche Bank Research Frankfurt am Main Deutschland Internet: Fax: DB Research Management Thomas Mayer Künstlerin: Dagmara Pater Bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist der Unterschied zwischen mir und einem normalen Forscher der, dass ein normaler Forscher mit der Suche aufhört, wenn er eine Nadel gefunden hat, ich aber den ganzen Haufen durchsehe, ob nicht vielleicht noch weitere Nadeln darin sind. Albert Einstein, Nobelpreisträger, Physiker (* 1879, 1955)

2 Aktuelle Themen 486 Inhaltsverzeichnis Die Innovationskraft der deutschen Bundesländer (graphische Darstellung)... 3 I. Innovation hat immer Konjunktur... 4 II. Innovative Köpfe hat das Land!... 5 III. Methodik... 6 IV. Zeugen der Innovationskraft Forschungs- und Entwicklungsausgaben (F&E) Personal in Forschung und Entwicklung Hochschulabsolventen Wanderung Patentanmeldungen...21 V. Fazit...24 Literaturverzeichnis...26 Anhang...28 F&E-Ausgaben nach Sektoren und Bundesländern...28 F&E-Personal nach Sektoren und Bundesländern...29 Wertetabelle: Niveauabschätzung Wertetabelle: Veränderung Box-Verzeichnis Box 1: EU-Forschungsrahmenprogramme (F)... 9 Box 2: F&E-Ausgaben Quantität ist nicht gleich Qualität!...10 Box 3: Kultur- und Kreativwirtschaft...19 Box 4: Exkurs Historische Pfadabhängigkeit Juni 2010

3 Innovative Köpfe hat das Land! Die Innovationskraft der deutschen Bundesländer Niveaubetrachtung 2007 Sehr hoch Hoch Mittel Schwach Dynamikbetrachtung Sehr hoch Hoch Mittel Schwach Quelle: Eigene Darstellung 16. Juni

4 Aktuelle Themen 486 I. Innovation hat immer Konjunktur Abkürzungen der Bundesländer Abk. Bundesland Brandenburg Berlin Baden-Württemberg Bayern Bremen Hessen Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Saarland Thüringen ISO Ländercodes Abk. AT CA CN CZ DE DK ES EU FI FR IE IT JP KR MX NL PL SE UK US Land Österreich Belgien Canada China Quelle: Statistisches Bundesamt 1 Tschechische Republik Deutschland Dänemark Spanien Europäische Union Finnland Frankreich Irland Italien Japan Korea Mexiko Niederlande Polen Schweden Vereinigtes Königreich USA Quelle: International Organization for Standardization 2 Innovation, das Adrenalin für die Wirtschaft Innovationen in Form erfolgreicher Umsetzung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse sind Treiber für Fortschritt, Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Wohlfahrt. Untersuchungen ergaben, dass der technologische Fortschritt bzw. das Ergebnis von Innovationen für ca. ein Drittel des Wirtschaftswachstums verantwortlich ist. 1 Die Formel für Wirtschaftswachstum: I=(F+E)+U Der Begriff Innovation kann im weitesten Sinne als die Forschung, die Entwicklung und deren unternehmerische Umsetzung beschrieben werden. Vorhandenes oder neu generiertes Wissen trifft auf individuelle Kreativität und Ideenreichtum. Es folgt die unternehmerische Transformation zu neuen Gütern, Dienstleistungen oder Prozessen. Stellen sie sich vor, sie haben jüngst ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und möchten jetzt ihre Innovationsfähigkeit und ihre Motivation in der Praxis unter Beweis stellen. Nach welchen Kriterien würden sie sich ihren zukünftigen Arbeitsstandort aussuchen? Die Lebensqualität, vielleicht das Großstadtflair mit einem breiten kulturellen Angebot, eine regional dichte Forschungslandschaft oder eventuell die Nähe zu einer renommierten Universität? Wir zeigen ihnen einige Faktoren, die sie bei ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen sollten. Nachdem in unserer Publikation Innovative Köpfe braucht das Land! 2 die Stärken und Schwächen der Innovationskraft Deutschlands im internationalen Vergleich untersucht wurden, liegt in der vorliegenden Studie das Augenmerk auf der Innovationskraft der sechzehn deutschen Bundesländer. Die deutsche Volkswirtschaft zählt zu den innovativsten dieser Welt und befindet sich im Wandel zu einer wissensintensiven Ökonomie. Aber leistet auch jedes Bundesland im föderalen System (s)einen adäquaten Beitrag? Die üblichen Verdächtigen auf den vorderen Rängen Unsere Untersuchung der Innovationskraft in den Bundesländern zeigt, dass die üblichen Verdächtigen auf den vorderen Plätzen landen. Baden-Württemberg und Bayern führen das Ranking an, während die ostdeutschen Flächenländer auf den hinteren Rängen positioniert sind. Allerdings zeigen einige östliche Bundesländer einen beachtlichen Aufholprozess, der die Lücke zu den innovativsten Bundesländern reduziert. Dies gilt insbesondere für den Freistaat Sachsen, der seine innovationsfördernden Rahmenbedingungen deutlich verbessert hat. Unsere Untersuchung zeigt auch, dass eine schwache Innovationskraft nicht ausschließlich in Ostdeutschland zu finden ist. Schleswig- Holstein oder das vom Strukturwandel relativ stark betroffene Saarland liegen in unserem Innovationsranking nur knapp vor Sachsen. Schleswig-Holstein leidet zudem unter einer relativ schwachen Innovationsdynamik. 1 2 Mankiw. Romer. Weil (1992). A Contribution to the Empirics of Economic Growth. Dapp, T. (2009). Innovative Köpfe braucht das Land! Juni 2010

5 Innovative Köpfe hat das Land! Gang der Untersuchung Zunächst werden im folgenden Kapitel die wichtigsten Ergebnisse unserer Analyse vorgestellt. Diese beziehen sich auf das Jahr 2007 sowie die Innovationsdynamik im Zeitraum 2003 bis Kapitel III liefert einen kurzen Überblick über die Methodik. Die Interpretation ausgewählter Indikatoren zur Abschätzung der Innovationskraft der Bundesländer erfolgt in Kapitel IV. Die Studie schließt mit einem Fazit, das die Bedeutung des Menschen für jede Art von Innovationen hervorhebt. II. Innovative Köpfe hat das Land! Innovationskraft: Niveau Auf Basis v. 8 Indikatoren, Skalierung [1;16], 1= Bester Rang, Quelle: DB Research 3 Innovationskraft: Dynamik Auf Basis 8 Indikatoren, Skalierung [1;16], 1= Bester Rang, Quelle: DB Research 4 Die Ergebnisse der Abschätzung Die Ergebnisse unserer Analysen decken sich überwiegend mit den herrschenden Vorstellungen hinsichtlich der innovationsstärkeren Bundesländer. Zumindest in der Niveaubetrachtung schneiden die Flächenländer Baden-Württemberg und Bayern am besten ab, während sich die östlichen Flächenländer im hinteren Drittel positionieren. Jedoch zeigt die Betrachtung der Innovationsdynamik, dass einige östliche Flächenländer, wie Sachsen oder Brandenburg, einen bemerkenswerten Aufholprozess vorweisen. Die Innovationskraft der Bundesländer: Niveaubetrachtung 2007 Nebenstehendes Ranking zeigt die Innovationskraft der Bundesländer für Die innovativsten Köpfe sind auf Basis dieser Analyse im Musterländle und im Freistaat Bayern zu finden. Beide Länder erreichen eine identische Bewertungszahl und teilen sich somit den ersten Platz. Rang drei und vier nehmen Hamburg und Hessen ein, gefolgt von den Ländern Bremen, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Auf den Rängen acht, neun und zehn rangieren Niedersachsen, Rheinland- Pfalz und Schleswig-Holstein. Die östlichen Flächenstaaten folgen nach dem Saarland und bilden die Schlusslichter, wobei der Abstand zwischen Sachsen und den übrigen östlichen Flächenländern deutlich ist. Süd schlägt Nord, schlägt West, schlägt Ost Die Ergebnisse aus der Niveaubetrachtung zeigen keine besonderen Überraschungen. So gibt es nach wie vor ein Ost-West- sowie ein Nord-Süd-Gefälle in der Bundesrepublik. Die Innovationsdynamik von 2003 bis 2007 Ein durchwachseneres Bild ergeben allerdings die Zahlen hinsichtlich der Entwicklung bzw. Dynamik der Innovationskraft. Einige östliche Flächenländer zeigen einen deutlichen Aufholprozess. So nimmt der Freistaat Sachsen im betrachteten Zeitraum 2003 bis 2007 den zweiten Rang hinter Baden-Württemberg ein. Brandenburg erreicht den siebten Platz. Bayern hingegen rangiert im Mittelfeld, direkt gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Die schwächste Entwicklung hinsichtlich der Innovationskraft weisen die Länder Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz auf, somit bilden sie bei dieser Betrachtung die Schlusslichter. 16. Juni

6 Aktuelle Themen 486 Gezielte Anstrengungen in Innovations- und Wirtschaftspolitik Offensichtlich gelingt es einigen östlichen Flächenländern durch gezielte innovationsfördernde Maßnahmen, die Lücke zu den westlichen Ländern zu verringern. Bei der Betrachtung der unterschiedlichen Niveaus muss allerdings bedacht werden, dass 40 Jahre zentrale und geschlossene Planwirtschaft innovationshemmend wirkten. Außerdem wurden im Zuge der Wiedervereinigung auch ganze Forschungsabteilungen geschlossen. Insofern haben einige der östlichen Bundesländer Beachtliches geleistet. III. Methodik Um die Innovationskraft der sechzehn Bundesländer abzuschätzen, dient ein einfaches Modell, das sich aus acht Indikatoren zusammensetzt. Pro Indikator wurde ein Sub-Ranking erstellt, in dem die Bundesländer anhand ihrer relativen Stärke geordnet wurden. Anschließend wurde die Summe aus den Werten der acht Sub- Rankings gebildet und durch die Anzahl der Indikatoren dividiert (Gleichgewichtung). Diese Vorgehensweise wurde sowohl für die Niveaubetrachtung als auch für die Dynamikbetrachtung durchgeführt. Das Land mit der geringsten Summe aus den Sub-Rankings erhält im Gesamtranking den ersten Platz. In der ersten Analyse wurde die Innovationskraft zu einem bestimmten Zeitpunkt (2007) errechnet, während der zweiten Analyse die Veränderung der Innovationskraft im Zeitraum 2003 bis 2007 zugrunde lag. Hieraus lassen sich sodann Aussagen zu etwaigen Aufholprozessen ableiten. Transparenz und Vergleichbarkeit Die einfache Methodik erlaubt eine transparente Struktur. Ein Grund, weshalb die Anzahl der Indikatoren gering gehalten wurde, liegt in einer häufig diskutierten Schwäche der Abschätzung von Innovationskraft: Je höher die Anzahl der Indikatoren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Indikatoren miteinander korrelieren (Multikollinearität) 3.. Eine relativ starke Korrelation einzelner Indikatoren führt zu einer Übergewichtung und somit zu einer Verzerrung im Gesamtindex. Selbst in der vorliegenden Analyse mit nur acht Indikatoren treten vereinzelt Interdependenzen auf, wie in Kapitel IV gezeigt wird. Trotz der Einfachheit des Modells lassen sich valide Aussagen über die Innovationskraft sowie über die Innovationsdynamik einzelner Bundesländer treffen. Außerdem werden dadurch Stärken und Schwächen der einzelnen Länder identifiziert, was wirtschaftspolitische Empfehlungen an die Entscheidungsträger im Innovationssystem ermöglicht. IV. Zeugen der Innovationskraft Angesichts des fortschreitenden Strukturwandels hin zu einer Wissensökonomie nimmt die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie für hoch entwickelte Industrienationen weiter zu. Aktive Forschungslandschaften, qualifizierte Arbeitskräfte, wachsende Absolventenquoten, eine hohe Standortattraktivität so- 3 Dapp, T. (2009). Innovative Köpfe braucht das Land. Seite 14ff Juni 2010

7 Innovative Köpfe hat das Land! wie gründungsfreundliche Rahmenbedingungen stellen für Volkswirtschaften u.a. wesentliche Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und den Erhalt der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit dar. Zur Messung der Innovationskraft der einzelnen Bundesländer haben wir acht Indikatoren aus den für den Innovationsprozess zentralen Bereichen Bildung, Wissenschaft, Politik, Unternehmertum sowie Gesellschaft und Kultur ausgewählt. Dabei handelt es sich um sieben sogenannte Inputindikatoren, die die Grundlagen bzw. Voraussetzungen des Innovationsprozesses bilden und um einen Output-Indikator, der als Ergebnis des Innovationsprozesses interpretiert werden kann. Die Indikatoren sowie die jeweiligen Quellen sind in Tabelle 5 aufgeführt. Indikatoren zur Abschätzung von Innovationskraft auf Bundeslandebene Input-Indikatoren Quellen (1) Forschungs- und Entwicklungsausgaben in % des BIP Statistisches Bundesamt (2) Beschäftigte in Forschung und Entwicklung in % der Erwerbspersonen Statistisches Bundesamt (3) Hochschulabschlüsse in % der jeweiligen Altersjahrgänge Statistisches Bundesamt (4) Erwerbstätige in % der Erwerbspersonen Statistisches Bundesamt (5) Produktivität (BIP / Erwerbstätige) VGR d L 1 (6) Wanderungssaldo 18- bis 65-Jähriger in % der Bevölkerung Statistische Ämter des Bundes und der Länder (7) Gründungsintensität, Gründer je Erwerbstätige Statistisches Bundesamt, IfM 2 Output-Indikator Quellen (1) Patentanmeldungen pro Einwohner DPMA 3 ¹Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder ²Institut für Mittelstandsforschung ³Deutsches Patent- und Markenamt Quelle: DB Research 5 Im Folgenden werden einige ausgewählte Indikatoren näher erläutert und diskutiert: 1. Forschungs- und Entwicklungsausgaben (F&E) Die F&E-Ausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind ein zentraler Indikator zur Abschätzung der Innovationskraft auf Landes- oder Regionenebene. Sie werden in nahezu allen (internationalen) Innovationsstudien herangezogen. F&E umfasst alle planerischen und systematischen Aktivitäten auf Basis wissenschaftlicher Methoden, deren Ziel der Erwerb neuen Wissens ist sowie deren unternehmerische Umsetzung in Produkte, Dienstleistungen und/oder Prozesse. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden sowohl von privatwirtschaftlicher als auch von öffentlicher Stelle finanziert. Es lassen sich drei Sektoren unterscheiden: Wirtschaft, Staat und Hochschulen. In Verbindung mit staatlichen F&E-Ausgaben (Staat und Hochschulen) werden aufgrund des Technologie- und Wissenstransfers in die Wirtschaft positive Spillover-Effekte (Übertragungseffekte) im Bereich der unternehmensnahen Innovationsaktivitäten erwartet. Die öffentlichen Ausgaben sollen dabei eine Hebel-Wirkung auf die privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung bezwecken. 16. Juni

8 Aktuelle Themen 486 Sektorale F&E-Ausgaben Gesamtausgaben in % des BIP, 2007 DE Wirtschaft Staat Hochschulen 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 Quelle: Statistisches Bundesamt 6 Musterländle setzt international Maßstäbe In % des BIP, 2007 SE FI JP KR US DK UK Quelle: Eurostat 4,5 3,0 1,5 0,0 Nationale Zuwendungen aus dem 6. EU-F In Mio. Euro ,8 221,1 213,0 114,6 111,2 91,2 66,6 62,8 50,5 47,7 45,6 30,1 23, ,7 548,7 483, Quellen: ZEW, BMBF 8 Zwei Auffälligkeiten bei den F&E-Ausgaben Im bundesdeutschen Durchschnitt entfallen 70% der F&E-Aufwendungen auf die Privatwirtschaft. Ein Blick auf die Bundeslandebene bietet zwei Auffälligkeiten: Zum einen sind die Unterschiede in der Forschungsintensität beachtlich. Zum anderen fallen die unterschiedlichen Gewichte der sektoralen Finanzierungsquellen auf. Die Spannweite der gesamten F&E-Ausgaben reichte 2007 von 1,08% des BIP im Saarland bis zu 4,38% des BIP in Baden-Württemberg, wobei deutlich zu erkennen ist, dass in Baden-Württemberg der Löwenanteil, nämlich 3,57%, auf den Wirtschaftssektor zurückzuführen ist. Dagegen fällt der private Anteil der F&E-Ausgaben beispielsweise in Brandenburg mit 0,32% verhältnismäßig gering aus. Bis auf Thüringen stammt der Großteil der F&E-Ausgaben in sämtlichen östlichen Flächenländern aus dem Staatssektor. Nach wie vor mangelt es also an innovativen Unternehmen, was offenbar die Achillesferse der ostdeutschen Forschungslandschaft ist. 4 Baden-Württembergs Messlatte hängt hoch Die F&E-Ausgabenquote Baden-Württembergs hebt sich deutlich vom bundesdeutschen Durchschnitt (2,54%) ab und übersteigt sogar die Quoten internationaler Innovationsschmieden wie Schweden (3,64%), Finnland (3,47%), Japan (3,44), Süd-Korea (3,31) oder die der USA (2,61%). Treibende Kraft im Südwesten Deutschlands sind die vielen forschungsstarken Unternehmen aus dem Fahrzeug- und Maschinenbau sowie der Elektrotechnik. Daneben gewinnen F&E-Dienstleister, beispielsweise aus dem Bereich der Softwareentwicklung oder den Ingenieurdienstleistungen, durch die fortschreitende Vernetzung von Mechanik, Elektronik und IT zunehmend an Bedeutung. Förder- bzw. Drittmittel als alternative Finanzierungsquelle Baden-Württemberg gelang es sowohl für seine Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen EUR 671,7 Mio. aus dem 6. EU-Forschungsrahmenprogramm (F) einzuwerben. Das entspricht, bei einer gesamtdeutschen Zuwendungshöhe von ca. drei Milliarden Euro, einem Anteil von ca. 22%, d.h. mehr als jeder vierte Fördereuro floss in südwestliche Forschungsprojekte. 5 Der Fördertopf des ausgelaufenen 6. Fs umfasste für den Zeitraum 2002 bis 2006 ca. EUR 16,7 Mrd. Laut einer Pressemitteilung der badenwürttembergischen Landesregierung ist im jüngst angelaufenen 7. F bereits ein Zuwendungsanteil von 22% der EU-Fördergelder für Deutschland in den Südwesten geflossen. Die Anstrengungen der einzelnen Bundesländer Forschungsgelder einzuwerben machen sich bezahlt: Jene Länder, die eine relativ starke Forschungslandschaft betreiben, werben auch die höchsten EU-Fördermittel ein. Am Ende positionieren sie sich auch im vorderen Drittel des Innovationsrankings. Direkt hinter Baden-Württemberg folgen Bayern (EUR 548,7 Mio.), Nordrhein-Westfalen (EUR 483,9 Mio.) und dann mit einem deutlichen Abstand Berlin (EUR 240,8 Mio.). Sachsen strich mit EUR 114,6 Mio. im Vergleich mit den östlichen Flächenländern die meisten Fördergelder ein, direkt gefolgt von Hamburg mit EUR 111,2 Mio. Die Schlusslichter Thüringen, das 4 5 Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI-Gutachten) 2010, Seite 63. Studie zur deutschen Beteiligung am 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union Juni 2010

9 Innovative Köpfe hat das Land! Saarland, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben hingegen jeweils weniger als EUR 50 Mio. Fördermittel in Anspruch genommen. Auch im Gesamtranking liegen sie auf den hinteren Rängen. Europaweite Zuwendungen aus dem 6. EU-F In % AT 3% SE 4% 5% ES 6% NL 7% Rest 15% IT 10% DE 20% FR 14% UK 16% Quellen: ZEW, BMBF 9 Drittmitteleinwerbung im europäischen Vergleich Auch im europäischen Vergleich braucht sich Deutschland nicht zu verstecken. Trotz der teils hohen und oft kritisierten bürokratischen Hürden der Antragsstellung war der deutsche Zuwendungsanteil an den Forschungsgeldern beachtlich. So erhielt die Bundesrepublik aus dem sechzehn Milliarden-Fördertopf der EU mit 20% den größten Anteil, gefolgt von Großbritannien (16%), Frankreich (14%) und Italien (10%). Attraktivität des Fördertopfs steigt in Krisenzeiten Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bieten die europäischen Forschungsgelder für viele Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine attraktive Alternative zu eigenen Forschungsausgaben. Anstrengungen, welche die bürokratischen Hürden bei der Antragsstellung reduzieren, sorgen sicherlich für eine stärkere Nachfrage, insbesondere auch durch kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs). Box 1: EU-Forschungsrahmenprogramme (F) Die Rahmenprogramme der Europäischen Kommission zählen zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten für europäische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zahlreicher wissenschaftlicher Disziplinen. Ziele des gemeinsamen europäischen Forschungsraumes sind u.a. die Schaffung besserer Voraussetzungen für einen angemessenen Austausch kompetenter Forscher, die Bereitstellung von Spitzenforschungseinrichtungen und Forschungsinfrastrukturen, ein effektiver Wissensaustausch und die Koordination europäischer, nationaler und regionaler Forschungsprogramme. Die Vergabe von Forschungsmitteln aus dem Budget der EU erfolgt im Gegensatz zur nationalen Forschungsförderung in einem zeitlich fest definierten Rahmen dem Forschungsrahmenprogramm (F). Gefördert wird ein breites Spektrum an Teilnehmern von Universitäten, privaten Forschungsinstituten über öffentliche Behörden bis zu Kleinunternehmen und einzelnen Forschern in Entwicklungsländern. Mit einem Budget von ca. EUR 16,7 Mrd. wurden im 6. F ( ) in den verschiedenen Themenbereichen insgesamt Projekte mit Beteiligungen von Partnern aus Ländern der EU, assoziierten Staaten und Drittstaaten gefördert. Das derzeit 7. F gilt für den Zeitraum 2007 bis 2013 und bietet mit einem Budget von über EUR 50 Mrd. im Vergleich zum 1984 erstmalig aufgelegten F ca. das Fünfzehnfache an Forschungsmitteln. Laut einer Untersuchung des Bundesministerium für Bildung und Forschung sind deutsche Forscher durchschnittlich an ca. 80 % aller Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den prioritären Themen des F beteiligt und ca. 20% aller Fördermittel werden inzwischen von deutschen Einrichtungen verwendet. Infos: Berlin demonstriert Stärke in Forschung und Wissenschaft Die F&E-Quote Berlins in Höhe von 3,38% des BIP liegt ebenfalls oberhalb der geforderten Lissabon-Zielmarke, die dieses Jahr bundesweit bzw. EU-weit erreicht werden sollte. Allerdings greift die öffentliche Diskussion um die Höhe der F&E-Ausgaben zu kurz. Neben der Ausgabenhöhe interessiert auch, in welchen Kanälen die F&E-Ausgaben landen und wofür sie verwendet werden (siehe hierzu Box 2). Für Berlin als Stadtstaat ist die Dichte an Forschungs- und Bildungsinfrastruktur bezogen auf die Bevölkerung relativ hoch. Zusätzlich sind in Berlin neben den Instituten der renommierten nationalen Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer-, Max-Planck-Gesell- 16. Juni

10 Aktuelle Themen 486 Box 2: F&E-Ausgaben Quantität ist nicht gleich Qualität! Abgesehen davon, dass es kein Optimum für die F&E-Ausgaben gibt, welches für alle Länder gleichermaßen anzusetzen wäre, lässt der Ausgabenindikator auch wenig Interpretationsspielraum, wenn es um die Verwendung von Forschungsgeldern geht. Hier werden lediglich die Ausgaben in Relation des BIP dokumentiert. Natürlich spielt Geld, also die Ausgabenhöhe, eine Rolle, aber ebenso interessant wäre die Beantwortung der Frage, wie effizient die Mittel eingesetzt werden. In einer jüngst veröffentlichten Studie des DIW wurden 20 ausgewählte Länder auf die Effizienz von Forschungsausgaben nach best practise analysiert. Deutschland landete auf dem zweiten Platz hinter Schweden und liegt noch vor den USA. Vor diesem Hintergrund bekommt die Diskussion um das 3%-Ziel der Lissabon-Strategie für 2010 für die europäischen Mitgliedstaaten eine neue Dimension. Geld allein scheint kein Erfolgsgarant zu sein. Relative Forschungseffizienz Durchschnittswerte SE DE US NL FI IT DK IE JP FR UK KR ES CA PT CZ PL MX CN 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 Quelle: DIW schaften, Helmholtz,- und Leibniz-Gemeinschaften ebenfalls die diversen Bundesministerien zu nennen, denen wiederum acht Forschungsinstitute zugeordnet werden können. 6 Berlins Standortattraktivität zieht viele gut ausgebildete und motivierte junge Menschen an. Die Bundeshauptstadt ist in vielen Forschungsbereichen stark vertreten. Zu den naturwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten in der Bundeshauptstadt zählen u.a. molekulare Medizin und Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnik, Optoelektronik und Laserforschung, Mikrosystemtechnik sowie Geowissenschaften. Außerdem finden im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes interdisziplinäre Forschungsverbünde, Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs statt. Der Standort Berlin kann sich daher mit dem Großteil der Flächenstaaten hinsichtlich seiner Forschungslandschaft messen. Freistaat Sachsen auf der Überholspur Mit einem Wert von 2,59% des BIP lag insbesondere Sachsen als einziges östliches Flächenland marginal höher als der bundesdeutsche Durchschnitt. Hier zeigt sich, dass sich die Fördergelder und der Aufbau einer Forschungslandschaft mittels universitärer und außeruniversitärer Forschungsinstitute bezahlt machen. Sachsen hat beispielsweise fünf staatliche Universitäten, fünf Kunsthochschulen, fünf Fachhochschulen, sieben Berufsakademien, sieben Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Institute, vierzehn Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und sechs Institute der Max-Planck- Gesellschaft sowie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. 7 Auch die gezielte Förderung von Zukunftsbranchen trägt durchaus Früchte: Insbesondere in der Mikroelektronikbranche im Großraum Dresden, dem sogenannten Silicon Saxony arbeiten Menschen 8, das entsprach 2008 einem Anteil an der sächsischen Erwerbstätigenquote von ca. 1,03%. Aber auch die Automobilindustrie und dadurch angezogene Zulieferer sowie die Nanotechnologie haben sich in Sachsen erfolgreich angesiedelt. Mit 108 Unternehmen und Instituten, die im Nanobereich forschen und arbeiten, liegt der Freistaat in Deutschland auf Rang drei hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern. 9 Um dem demographischen Wandel und somit dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken, wirbt die sächsische Landesregierung im Hochschulbereich u.a. mit gebührenfreiem Studieren und den relativ niedrigen Lebenshaltungskosten. 10 Das scheint zu fruchten: Sachsen verzeichnet eine Nettozuwanderung Studierender aus anderen Bundesländern. 11 Bayerns F&E-Ausgaben im Rückwärtsgang Bayern liegt zwar mit 2,82% des BIP ebenfalls oberhalb des bundesdeutschen Schnitts auf Rang drei, hat aber trotz seiner aktiven Deutsches Zentrum für Altersforschung (DZA), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB), Robert Koch Institut (RKI), Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr (SWInst, Brandenburg), Institut für medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr sowie das Deutsche Archäologische Institut (DAI). Sachsen Die Fakten. Sächsische Staatskanzlei. Mit Hightech auf die Überholspur (2007). Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IWD). Nr IWD. Nr Statistisches Bundesamt. Hochschulen auf einen Blick Seite Juni 2010

11 Innovative Köpfe hat das Land! Sektorale F&E- Ausgabenentwicklung In %-Punkten, Zeitraum DE Wirtschaft Staat Hochschulen -0,7-0,5-0,3-0,1 0,1 0,3 0,5 Quelle: Statistisches Bundesamt 10 Veränderung F&E-Ausgaben Gesamtausgaben in %-Punkten, Zeitraum DE -0,6-0,4-0,2 0,0 0,2 0,4 0,6 Quelle: Statistisches Bundesamt 11 Forschungslandschaft im betrachteten Zeitraum 2003 bis 2007 seine F&E-Ausgaben um insgesamt 0,13%-Punkte zurückgefahren. Verantwortlich für diesen Rückgang ist hauptsächlich der Wirtschaftssektor. Die bayerische Technologieförderung ist fachlich breit angelegt. Vor allem die Biotechnologie oder relevante Querschnitttechnologien, wie z.b. die Lasertechnik, 12 sowie die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie erfahren eine intensive Förderung. Bayern beheimatet die meisten Biotechnologie-Unternehmen im Bundeslandvergleich. 13 Dieser Sektor beschäftigte Mitarbeiter, was einem Anteil der bayerischen Erwerbsbevölkerung von ca. 0,05% entspricht. 14 Einen marginal niedrigeren Anteil von ca. 0,04% hat Baden-Württemberg mit Erwerbstätigen. Bis 2020 will die bayerische Staatsregierung den F&E-Anteil auf 3,6% erhöhen und somit zur (inter-)nationalen Spitze aufschließen. 15 In der für die Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie Zukunft Bayern 2020 wird u.a. empfohlen, die Voraussetzungen für die Einwerbung von Forschungsgeldern im Rahmen des 7. EU- Forschungsprogramms zu verbessern. Die Schlusslichter Wer gibt am wenigsten aus? Mit einem deutlichen Abstand hinter Nordrhein-Westfalen (1,80%), das im unteren Mittelfeld liegt, folgen die Länder Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und als Schlusslicht das Saarland. Sie weisen F&E-Quoten unterhalb von 1,4% des BIP auf. Im Bereich F&E-Ausgaben liegt also das innovationsstarke Baden- Württemberg vorn, gefolgt von Berlin und Bayern. Wie sieht aber die Entwicklung im F&E-Sektor im Zeitablauf aus? Wo wurde die F&E-Quote erhöht? Die stärkste Zunahme mit 0,49%-Punkten weist erneut das forschungsintensive Baden-Württemberg auf, wobei dieser Zuwachs ausschließlich von Seiten der Privatwirtschaft stammt. Danach folgt der Freistaat Sachsen mit dem zweitstärksten Zuwachs von 0,38%- Punkten. Mit merklichem Abstand folgt Schleswig-Holstein. Dort konnte die F&E-Quote seit 2003 um 0,10%-Punkte erhöht werden. Die Steigerungen stammen aus den Bereichen Wirtschaft und Hochschulen mit jeweils 0,05%-Punkten. Weitere Erhöhungen konnten Rheinland-Pfalz und Hamburg vorweisen. Danach folgen die östlichen Flächenstaaten Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die ihre Quoten ebenfalls, wenn auch marginal, erhöht haben. Wo herrscht Stillstand? Eine relativ unveränderte Ausgabenpolitik lassen sich in Nordrhein- Westfalen, im Saarland und in Hessen beobachten. Die F&E- Ausgaben wurden seit 2003 auf nahezu gleichem Niveau gehalten Eine ausführliche Analyse zur Bedeutung von optischen Technologien, insbesondere zur Querschnitts-Technologie Lasertechnik bietet Josef Auer (2010): Licht bei der Arbeit. Deutsche Bank Research. Bundesweit gibt es 501 Biotechnologie-Unternehmen. Davon sind beispielsweise 103 in Bayern, 77 in Baden-Württemberg, 61 in Nordrhein-Westfalen, 53 in Berlin und 34 in Hessen zu finden. Die deutsche Biotechnologie-Branche Daten & Fakten. Eine Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Berlin. Gutachten Zukunft Bayern Juni

12 Aktuelle Themen 486 Wo wurden die Ausgaben zurückgefahren? Die stärksten Rückgänge der F&E-Quoten sind in Berlin (-0,57%- Punkte), Bremen (-0,54%-Punkte) und Niedersachsen (-0,37%- Punkte) zu finden. Der Berliner Ausgabenrückgang geht im Beobachtungszeitraum ausschließlich zu Lasten der Privatwirtschaft, während die Quote im Hochschulsektor leicht angestiegen ist. Bremen hingegen kürzte sowohl in den Sektoren Wirtschaft und Hochschulen, wohingegen die Aufwendungen auf staatlicher Ebene leicht ausgebaut wurden (siehe Tabelle 27 im Anhang). 2. Personal in Forschung und Entwicklung Hinter jeder Innovation stecken die Ideen einzelner Menschen, deren Kreativität und Umsetzungswillen. Das F&E-Personal, also Wissenschaftler, Forscher sowie Techniker zahlreicher Disziplinen, aber auch Verwaltungskräfte und Hilfspersonal einer Region repräsentieren daher einen bedeutenden Input-Faktor im Innovationsprozess. 16 Der hier verwendete und für die Analyse relevante Indikator misst den Personaleinsatz für F&E in Relation zu allen Erwerbspersonen. Forschungsaktivitäten werden komplexer, globaler und interdisziplinärer Deutschlands wissens- und kapitalintensive Volkswirtschaft ist auf (hoch-)qualifiziertes Personal angewiesen. Gerade in forschungsund entwicklungsintensiven Bereichen wird die Grundlage für (technologische) Innovationen geschaffen. Das entstehende Wissen kann in Kombination mit bestehenden Gütern, Dienstleistungen und/oder Prozessen zu neuen Ideen und Produkten führen. Die Nachfrage nach wissenschaftlichem Personal, das den Innovationsprozess befeuert, nimmt stetig zu. Mögliche Erklärungen sind kürzere Produktlebenszyklen, eine zunehmende Wissensverschmelzung wachstumstreibender und wissensintensiver Branchen und wachsende Komplexitätsgrade der Produkte und Dienstleistungen. Zudem steigen die Forschungsausgaben in Relation zum BIP regional und national tendenziell an und Forschungsaktivitäten werden ausgebaut, werden interdisziplinärer und globaler. Starke regionale sowie sektorale Unterschiede Im bundesdeutschen Durchschnitt arbeiteten 2007 ca. 1,21% aller Erwerbspersonen 17 in forschungs- und entwicklungsintensiven Bereichen. Der Einsatz des Wissenschaftspersonals lässt sich ebenfalls wie F&E-Ausgaben in die Sektoren Wirtschaft, Staat und Hochschulen untergliedern. Wie bereits erwähnt stammen über 70% der bundesdeutschen F&E-Ausgaben aus dem Wirtschaftssektor. Ähnlich verhält es sich bei der Verteilung des F&E-Personals. Im Bundesdurchschnitt sind zwei Drittel der F&E-Beschäftigten in der privaten Wirtschaft tätig. Natürlich hängt die Quantität des wissenschaftlichen Personals eng mit den F&E-Ausgaben zusammen, weil ein Großteil der finanziellen Mittel in die Personalausgaben fließen, d.h. jene Länder, die verhältnismäßig viel in F&E investieren, haben auch einen relativ starken forschungsintensiven Personalbestand. Dementsprechend weist dieser Inputindikator eine ähnliche regionale Streuung auf wie der F&E-Ausgabenindikator Die Abgrenzung des F&E-Personals wird nach den Empfehlungen des Frascati- Handbuchs der OECD 2002 durchgeführt. Zu den Erwerbspersonen zählen alle Erwerbstätigen und alle Erwerbslosen eines Landes im Alter zwischen 15 und 65 Jahren Juni 2010

13 Innovative Köpfe hat das Land! F&E-Personal nach Sektoren In % der Erwerbspersonen, 2007 DE Wirtschaft Staat Hochschulen 0,0 0,3 0,6 0,9 1,2 1,5 1,8 2,1 Quelle: Statistisches Bundesamt 12 Sektorale F&E- Personalentwicklung In %-Punkten, DE Wirtschaft Staat Hochschulen -0,35-0,25-0,15-0,05 0,05 0,15 Quelle: Statistisches Bundesamt 13 Interessant ist auch die unterschiedliche sektorale Verteilung des F&E-Personals auf Bundeslandebene. Während in Baden- Württemberg im Jahr 2007 mehr als 1,5% der Erwerbsbevölkerung und somit der Großteil des F&E-Personals in der privaten Wirtschaft tätig war, drittelt sich die Verteilung des Wissenschaftspersonals in den Stadtstaaten Bremen und Berlin auf alle Sektoren. Eine ähnliche sektorale Verteilung, aber deutlich niedriger im Niveau, weisen beispielsweise das Saarland oder Sachsen-Anhalt auf. Höchste F&E-Personalintensität erneut im Musterländle Seit Jahren hat Baden-Württemberg im Ländervergleich die höchsten F&E-Personalquoten. Mit deutlichem Abstand führt der Südwesten das Ranking mit 2,08% im Verhältnis zu den Erwerbspersonen an. Der größte Teil des F&E-Personals arbeitet in der privaten Wirtschaft und dort vor allem in den exportdominierenden industriellen Hochtechnologiebranchen sowie im wissensintensiven Dienstleistungsbereich. 18 Bereits 2003 konzentrierten sich in der forschungsintensiven Hochtechnologie 86% der F&E-Personalkapazitäten Baden-Württembergs. 19 Die höchsten F&E-Ausgaben sowie die höchste Einwerbung von Drittmitteln stimulieren die breitangelegte Forschungslandschaft. Hieraus resultiert auch die höchste Patentdichte. Es überrascht folglich nicht, dass sich durch die Forschungsattraktivität Baden- Württembergs auch relativ viele forschungs- und entwicklungsaktive Beschäftigte angezogen fühlen und sogar aus anderen Regionen zuwandern. Stadtstaaten trumpfen mit Universitätsstadt-Flair Ebenfalls oberhalb des bundesdeutschen Durchschnitts liegen die Länder Bremen (1,59%), Bayern (1,51%), Berlin (1,48%) sowie Hessen (1,46%) und Hamburg (1,33%). Die Stadtstaaten befinden sich allesamt im oberen Drittel, weil sie als Universitätsstädte eine relativ hohe universitäre sowie außeruniversitäre Forschungsdichte in Relation zur Bevölkerung aufweisen. Ein direkter Vergleich mit den Flächenländern bleibt daher kritisch. Gewinner und Verlierer beim F&E-Personal Den stärksten Zuwachs beim F&E-Personal gemessen in Relation zu den Erwerbspersonen im Zeitraum 2003 bis 2007 wies der Freistaat Sachsen mit 0,13%-Punkten auf. Es folgen die Länder Hessen (0,12%-Punkte) und Baden-Württemberg (0,11%-Punkte). Sachsen erhöhte sein F&E-Personal sogar in allen drei Sektoren, wobei die private Wirtschaft dominierte. In Hessen und im Südwesten Deutschlands wurde hingegen im Hochschulsektor marginal Personal zurückgefahren. Sachsen-Anhalt (0,52%) und Brandenburg (0,49%) zeigten 2007 die geringste Beschäftigtenquote in F&E-intensiven Berufen. Und dies, obwohl beide Länder im Beobachtungszeitraum ihren Forschungsbereich im Sektor Wirtschaft personell ausgebaut haben. So konnte Brandenburg seinen F&E-Personalbestand um 0,04%-Punkte, Sachsen-Anhalt um 0,03%-Punkte sektorübergreifend erhöhen Werner, J. (2007). Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg: eine Erfolgsgeschichte. Wirtschaft, Arbeitsmarkt. Statistisches Monatsheft Baden- Württemberg 5/2007. Stuttgart. Winkelmann, U. (2006). F&E-Personal im Wirtschaftssektor Baden-Württembergs im nationalen und internationalen Vergleich. Statistisches Monatsheft Baden- Württemberg Nr Juni

14 Aktuelle Themen 486 Veränderung F&E-Personal In %-Punkten, sektorübergreifend, DE -0,3-0,2-0,2-0,1-0,1 0,0 0,1 0,1 0,2 Quelle: Statistisches Bundesamt 14 Bayern weist zwar eine relativ hohe Forschungsaktivität auf, überrascht aber erneut mit einer rückläufigen Entwicklung. Ebenso wie bei den F&E-Ausgaben und den Patentanmeldungen wurde auch das F&E-Personal im Beobachtungszeitraum marginal, aber sektorübergreifend um 0,03%-Punkte zurückgefahren. Der relativ stärkere Rückgang der F&E-Beschäftigtenquote kann in der privaten Wirtschaft beobachtet werden. Ein Blick auf die sektorale Verteilung des Personals zeigt allerdings, dass dieser Rückgang durch Personalzugänge im Hochschul- und Staatssektor zur Hälfte kompensiert werden konnte. Besonders deutliche Rückgänge zeigten Bremen und Berlin. Obwohl beide Städte ein verhältnismäßig hohes Niveau aufweisen, sanken ihre Personalbestände in Forschung und Wissenschaft im Analysezeitraum um 0,25 bzw. 0,15%-Punkte. Neben dem Rückgang des F&E-Personals im privaten Sektor wird in Bremen und Bremerhaven auch der universitäre Wissenschaftsbereich zurückgefahren. Dies trifft sowohl Professoren als auch weiteres wissenschaftliches Personal. 20 In Berlin hingegen lässt sich der hohe Anteil des Personalrückgangs vor allem auf die private Wirtschaft zurückführen (siehe Tabelle 28 im Anhang). Die Bedeutung des F&E-Personals im Innovationssystem wird deutlich, wenn man sich das breite Forschungsfeld ansieht, was einen erfolgreichen Wissenschaftler eigentlich auszeichnet. Ausgeprägte kognitive Fähigkeiten beflügeln Innovationen Gemäß einer Studie des Historikers Roger Hollingsworth werden die größten wissenschaftlichen Durchbrüche von Menschen erzielt, die mit hohen kognitiven Fähigkeiten ausgestattet sind. Kognitionen sind Informationsverarbeitungsprozesse, aus denen neues Wissen entsteht. Die Schlüsseleigenschaft eines Wissenschaftlers könnte also darin liegen, komplexe Zusammenhänge zwischen verschiedenen Wissens-Disziplinen zu erkennen, zu verstehen und miteinander zu verknüpfen. Weiterhin weisen erfahrene Wissenschaftler Softskills auf, wie z.b. Risikobereitschaft, Spontanität, Vernetzung, Toleranz, Offenheit, Interdisziplinarität sowie eine hohe Motivation. 21 Stimulanz von Wissensspillover durch Forschungsbeziehungen Innovationen setzen regelmäßige Interaktion und dichter werdende Informationsflüsse voraus. Vernetzungen innerhalb der Wissenschaft sind daher unverzichtbar. Wissensspillover in Forschung und Entwicklung finden statt, wenn Wissenschaftler im Innovationsprozess von Erkenntnissen profitieren, welche von anderen generiert wurden. Hierfür ist ein Know-how-Transfer notwendig, der durch Vernetzung seine multiplikative Wirkung entfacht. Die Vernetzung unter Wissenschaftlern und Forschern kann sowohl formell, als auch informell stattfinden. Informelle und formelle Beziehungen Die informelle Übertragung von technologischem Wissen von einem Akteur zum anderen findet beispielsweise auf Messen, bei Konferenzen, über s, Blogs oder beim gemeinsamen Mittagessen statt. Auf nationaler Ebene erleichtert die räumliche Nähe bzw. die Kommunikation face-to-face den Wissensfluss und begrenzt die Interaktions- und Transportkosten Wissenschaftsplan 2010 Bremen und Bremerhaven. Neufassung Hollingsworth, J.R. (2007). High Cognitive Complexity and the Making of Major Scientific Discoveries Juni 2010

15 Innovative Köpfe hat das Land! Auf internationaler Ebene hingegen finden vermehrt formelle Beziehungen statt. Aufgrund der räumlichen Distanz sind moderne Informations- und Kommunikationstechnologien im Einsatz. Bei den formellen Beziehungen handelt es sich oft um (inter)national organisierte und vertraglich geregelte Forschungs- bzw. Technologiekollaborationen. Diese Art der gemeinschaftlichen F&E-Kollaboration nimmt aufgrund der globalisierten Aktivitäten und Verflechtungen im Innovationsprozess deutlich zu. Interdisziplinarität regt das Querdenken an Kollaborationen in unterschiedlicher Intensität und Frequenz entlang des Wertschöpfungsnetzes können einen Lernprozess in Gang setzen. Der Innovationsprozess wird durch Querdenker vorangetrieben, um neue Geschäftsmodelle, Produkte und innovative Prozesse zu entwerfen, zu gestalten und Strategien für neue Marktsituationen zu implementieren. Vernetzung erschwert die zukünftige regionale Abschätzung der Innovationskraft Die Zunahme der engen und innovationsfördernden Zusammenarbeit führt dazu, dass die Verteilung von F&E-Personal nach Bundesländern weniger aussagekräftig für die Innovationskraft einer Region wird. Die regionale Zuordnung von Forschungserfolgen wird zunehmend zur Herausforderung, wenn keine klaren Abgrenzungen mehr vorgenommen werden können. 3. Hochschulabsolventen Für das Innovationssystem erfüllt das Bildungswesen eine elementare Funktion. Bildung sichert das Humanvermögen einer Gesellschaft und trägt dazu bei, das Wissenspotenzial an die nachwachsende Generation nicht nur zu vermitteln, sondern diese auf weiter wachsende (Flexibilitäts-)Anforderungen vorzubereiten. Unabhängig von den negativen Auswirkungen des demographischen Wandels, die latent Druck auf die Bundesrepublik ausüben, verabschiedet sich jedes Jahr ein weiterer Jahrgang an Beschäftigten in den Ruhestand. Dieser branchenübergreifende und nachhaltige Bedarf an Nachwuchskräften muss durch das Bildungssystem gewährleistet sein und stellt die Bildungspolitik vor große Herausforderungen. Innovationen benötigen ein breites Bildungsfundament Für den Innovationsprozess sind generell alle Arten von Bildung wichtig. 22 Aber für einen funktionierenden Forschungssektor (Grundlagenforschung), für den Wissenstransfer in die Wirtschaft (experimentelle bzw. angewandte Forschung) und für daraus entstehende Innovationen sind aufgrund steigender Wissensintensität und zunehmender Komplexität von Strukturen und Prozessen vor allem höher qualifizierte Nachwuchskräfte elementar. Insbesondere akademische Qualifikationen aus den MINT-Fächern 23 werden aufgrund der zunehmenden Technologisierung von Innovationen global nachgefragt. Dem seit Jahren von vielen Forschern prognostizierten Engpass an Nachwuchs in den Natur-, Technik- und Ingenieurwissenschaften muss insbesondere durch mehr Autonomie von Hochschulen, Bildungsmobilisierung und Durchlässigkeit zwischen Be Insbesondere die Alterskohorte 30- bis 65-Jähriger erbringt die eigentliche Innovationsleistung in deutschen Betrieben. Daher bleibt der Bildungsstand einer breiten Bevölkerungsschicht wichtig, d.h. sowohl Schul,- Hochschul- und Weiterbildung sind elementare Eckpfeiler jedes Innovationssystems. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. 16. Juni

16 Aktuelle Themen 486 rufsbildungs- und Hochschulsystem sowie durch Weiterbildung begegnet werden. 24 Regionale Hochschuldichte Pro Einwohner, 2009 DE 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 1,2 Quelle: Statistisches Bundesamt 15 Wer liefert die höchste Hochschuldichte? In Deutschland verteilen sich rund zwei Millionen Studierende auf 394 Hochschulen. 25 Sie reicht von sieben Hochschulen im Saarland und in Bremen bis hin zu 68 in Baden-Württemberg, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 61. Setzt man die Hochschulen aber ins Verhältnis zur Bevölkerung, so ergibt sich ein anderes Bild. Pro Einwohner weisen die drei Stadtstaaten die höchste Hochschuldichte auf, gefolgt vom Saarland. Mit geringem Abstand folgen Baden-Württemberg und Sachsen, die trotz ihrer relativ großen Fläche eine hohe Hochschuldichte aufweisen. Unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts liegen neben Sachsen-Anhalt ausschließlich große westliche Flächenstaaten, darunter Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und als Schlusslicht Niedersachsen. Trübe Sicht im regionalen Bildungsvergleich Die Bildungspolitik ist laut Grundgesetz den einzelnen Bundesländern vorbehalten, d.h. Deutschland hat sechzehn sich differenzierende Bildungssysteme sowie sechzehn unterschiedliche Bildungsausgabenstrukturen. Vor diesem Hintergrund bleibt ein Leistungsvergleich in Sachen Bildung eine Herausforderung. 26 Während Baden-Württemberg beispielsweise ein dreigliedriges Schulsystem verfolgt und Hauptschulen unterhält, wird in anderen Bundesländern das Modell der Gesamtschulen durchaus erfolgreich betrieben. Dennoch kann das Innovationssystem ohne den Bildungssektor nicht beschrieben werden. Die Anzahl an Hochschulabsolventen auf Landesebene ist ein oft verwendeter Indikator, der auch zu internationalen Vergleichen in Form der ISCED-Standards (International Standard Classification of Education) herangezogen wird. 27 Der hier für die Analyse verwendete Indikator misst die Erstabsolventen des Hochschulbereichs (Tertiärsektor) im Verhältnis zur Bevölkerung der entsprechenden Altersjahrgänge. Er lässt sich als Gradmesser für den Zustrom an potenziellen Hochqualifizierten in das Innovationssystem interpretieren. Positive Entwicklung der bundesweiten Absolventenquoten Sämtliche Bundesländer konnten im Beobachtungszeitraum 2003 bis 2007 die Anzahl ihrer Erstabsolventen im Verhältnis der einzelnen Altersjahrgänge zur Bevölkerung erhöhen. Der bundesdeutsche Durchschnittswert lag 2007 bei 23,38%. Auf mittlere Sicht wird sich dieser Trend fortsetzen, während langfristig die demographische Entwicklung zu einem Absinken der Absolventenzahlen führen wird. 28 Die Auswirkungen des demographischen Wandels verändern die Struktur und Verfügbarkeit von Humanressourcen und wirken sich daher auch auf die Innovationskraft eines Landes aus. Ausreißer Bremen mit sprunghaftem Absolventenanstieg Den stärksten Zuwachs erfuhr die Hansestadt Bremen. In den Jahren 2003 bis 2007 konnte Bremen seine Absolventenquote um insgesamt 16,73%-Punkte erhöhen und führt das Ranking mit einem EFI-Gutachten 2010, Seite 94ff. Die Hochschularten lassen sich unterteilen in Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische, Theologische, Kunst- und Verwaltungshochschulen. Dapp, T. und I. Rollwagen. (2009). OECD, Education at a Glance oder Eurostat. EFI-Gutachten Juni 2010

17 Innovative Köpfe hat das Land! Hochschulabsolventen % der jeweiligen Altersjahrgänge, Veränderung in %-Punkten DE DE Quelle: Statistisches Bundesamt 16 Hochschulabsolventen % der jeweiligen Altersjahrgänge (Tertiärsektor), Quelle: Statistisches Bundesamt 17 Wert von 39,89% der jeweiligen Altersjahrgänge an. 29 Insbesondere im Jahr 2005 sprang der Bestand an Erstabsolventen ggü. dem Vorjahr um 7,88%-Punkte. Die Jacobs Universität als Nachwuchsschmiede Der deutliche Vorsprung Bremens kann damit erklärt werden, dass die Gründung der privaten International University Bremen als innovative Lehr- und Forschungseinrichtung nahe am Beobachtungszeitraum liegt und sie drei Jahre nach Aufnahme des Studienbetriebs (2001) erste Absolventen in das Berufsleben verabschieden konnte. Fokus der seit 2007 umbenannten privaten, staatlich anerkannten Jacobs University sind die Bereiche Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Daneben wird in der Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere mit der Universität Bremen, eine Exzellenzentwicklung gefördert. Bremens Absolventenniveau folgen die anderen Stadtstaaten Berlin (30,02%) und Hamburg (25,47%), die allerdings ein eher moderates Wachstum von unter 2%-Punkten verzeichnen konnten. 30 Die Stadtstaaten locken mit attraktiven Kultur- und Bildungsangeboten auf engem Raum und ziehen verhältnismäßig mehr Studierende an als Flächenstaaten. Ebenfalls oberhalb des bundesdeutschen Durchschnitts liegen mit ähnlichen Niveaus die Flächenländer Hessen (25,20%), Nordrhein- Westfalen (25,17%), Baden-Württemberg (24,42%) und erneut das östliche Vorzeigeland Sachsen (24,22%). Nordrhein-Westfalen weitet Forschungsaktivitäten aus Insbesondere Nordrhein-Westfalen fördert seine Forschungslandschaft, um die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter voranzutreiben. Auf dem RW 31 Aachen Campus werden von 2010 bis 2017 neunzehn technische Forschungscluster angesiedelt. Die Expansion bietet für 250 nationale und internationale Technologieunternehmen zusätzlich Kapazitäten, ihre F&E- Anstrengungen auszuweiten. 32 Diese Maßnahmen schaffen neue Arbeitsplätze, sorgen für interdisziplinäre Kollaborationen zwischen den Industrieunternehmen und den einzelnen Forschungsclustern und bieten zusätzliche Studienplätze. Weiterhin wird (internationales) hochqualifiziertes Personal angelockt. Vielleicht lassen sich in naher Zukunft ähnliche Sprünge bei den Erstabsolventen beobachten wie in Bremen. Dann dürfte auch die nordrhein-westfälische F&E-Personalquote mittelfristig steigen Statistisches Bundesamt, Hochschulen auf einen Blick, S. 15. Da die Studierenden an Hochschulen zusätzlich zu den Altersjahrgängen auch mit der Wohnbevölkerung in Beziehung gesetzt werden, sind die Quoten der Stadtstaaten relativ hoch. Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Juni

18 Aktuelle Themen 486 Zuwanderungsländer In %-Punkten (prozentualer Anteil Erwerbspersonen) 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0,0-0,1-0,2-0,3-0,4 Quelle: Stat. Ämter des Bundes und der Länder 18 Bayerns Erstabsolventenquote hinkt zwar quantitativ hinterher Der Freistaat Bayern weist sowohl im Niveau (21,64%), als auch in der Veränderung (4,07%-Punkte) jeweils Werte unterhalb des bundesweiten Durchschnitts auf und positioniert sich somit im Mittelfeld. Mit einem Anteil von 0,38 Hochschulen pro Einwohner landet Bayern auf dem drittletzten Platz. Auch der Anteil der F&E- Ausgaben für den Hochschulsektor lag in Bayern 2007 bei 0,35% des BIP und erhöhte sich nicht ggü Der Mittelwert aller Bundesländer lag bei 0,43 (siehe Tabelle 27 im Anhang). zählt aber qualitativ zur Spitzengruppe Allerdings zählt der Hochschulsektor in Bayern qualitativ zur deutschen Spitzengruppe. 33 Trotz der eingeführten Studiengebühren erfährt Bayern eine Zuwanderung bei Studierenden, was die Bildungs- und Standortattraktivität im Süden hervorhebt. 34 Mit einem Bestand von knapp über 15% Erstabsolventen bilden die Länder Brandenburg und Schleswig Holstein 2007 die Schlusslichter und rangieren auch mit relativ schwachen Zuwachsraten auf den letzten Rängen. 4. Wanderung Wanderungen spielen für die Innovationskraft eines Landes oder einer Region eine bedeutende Rolle. Angesichts der negativen Auswirkungen des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels kann Zuwanderung das Erwerbspotenzial und somit das Potenzial an innovativen Köpfen erhöhen. Zudem bietet die Analyse von Wanderungsströmen wertvolle Informationen in Bezug auf Standort- und Arbeitsmarktpolitik, sowie für sozio-ökonomische Untersuchungen. Für den Wanderungsindikator wurde der Saldo zwischen Zu- und Abwanderung der 18- bis unter 65-jährigen Bevölkerung in den einzelnen Bundesländern gebildet. Diese Alterskohorten liefern für das Innovationssystem und damit für das Wirtschaftswachstum den entscheidenden Grundstock. 35 Die einzelnen Bundesländer lassen sich somit in Zu- und Abwanderungsländer unterteilen. Die hohe Anziehungskraft Hamburgs und Berlins Die stärkste und eine zusätzlich steigende Zuwanderung lässt sich in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin beobachten. Hamburgs Zuwanderung stieg im Beobachtungszeitraum um beinahe 0,5%- Punkte, während Berlin eine Zuwanderung von knapp 0,3%-Punkten verzeichnen konnte. 36 Die übrigen Zuwanderungsländer erfuhren zwar ebenfalls positive Wanderungen, aber die Rate sank im Zeitablauf. In beiden Stadtstaaten profitiert das Innovationssystem größtenteils von der Zuwanderung jüngerer Generationen, d.h. insbesondere von den Alterskohorten 18- bis unter 30-Jähriger Berthold, N. et al. (2010). Die Bundesländer im Innovationswettbewerb Seite 102. Statistisches Bundesamt, Hochschulen auf einen Blick, Seite 28ff. Es wird betont, dass der zugrundeliegende Indikator keine Aussagen über den Migrationsanteil oder die fachliche Qualifikation der zu- oder abgewanderten Bevölkerung zulässt, sondern lediglich die quantitativen Wanderungsströme in Relation zu den Erwerbspersonen misst. Die jährliche durchschnittliche Zuwanderung im Zeitraum 2003 bis 2007 stieg in Hamburg um 0,72% bzw. um 0,33% in der Bundeshauptstadt Juni 2010

19 Innovative Köpfe hat das Land! Wer hat die höchste Produktivität? BIP in EUR je Erwerbstätigen, 2007 DE Box 3: Kultur- und Kreativwirtschaft Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Das Wirtschaftsfeld Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst folgende elf Kernbranchen oder Teilmärkte: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt sowie Software/ Games- Industrie. Infos: Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Quelle: VGR d L 19 Bedeutet hohes Einkommen zugleich mehr Zuwanderung? Die Gründe für Wanderungen sind vielfältig. Ein Entscheidungskriterium ist sicherlich das Einkommen. Demnach wandert der Faktor Arbeit in jene Regionen, in denen die höchsten Renditen zu erzielen sind. Für Hamburg trifft dies offensichtlich zu, weil Hamburg mit EUR die höchste Produktivität gemessen am BIP pro Erwerbstätigen in Deutschland aufweist und somit relativ hohe Einkommen erzielt werden. Gleiches gilt auch für Hessen, Bremen, Bayern und Baden-Württemberg. Allerdings spielen unterschiedliche Lebenshaltungskosten (reale Einkommen) ebenfalls eine bedeutende Rolle. Dies könnte erklären, dass Berlin trotz der relativ niedrigen Produktivität von EUR (2007) im Beobachtungszeitraum permanent Zuwanderung verzeichnet. Die Löhne in Berlin sind zwar niedriger als in Hamburg, aber Berlins Standortattraktivität zeigt sich unter anderem in moderaten Lebenshaltungskosten. Außerdem sind neben rein monetären Aspekten auch andere Anreize entscheidungsrelevant, wie soziale Netzwerke, Familienverhältnisse oder die Ansässigkeit bevorzugter Branchen. Die hohe Zuwanderung in Hamburg und Berlin geht sicherlich auch einher mit einer relativ hohen Konzentration an kunst- und kulturschaffenden Berufen. Creative Economy immer bedeutender Die Medien-, Informations- und Kreativbranchen zählen mittlerweile mit zu den großen Wirtschaftszweigen in entwickelten Volkswirtschaften. Nicht zuletzt auch aufgrund der von Richard Floridas veröffentlichten Studie The Rise of the Creative Class 37 erfährt die Bedeutung von kreativ- und kulturschaffenden Berufen in Deutschland neue Impulse. Dies hat zwei Effekte zur Folge: Neben der steigenden Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erkennen sowohl die Bundesregierung als auch die jeweiligen Landesregierungen die damit einhergehende Image- und Standortaufwertung, aber auch das Wachstumspotenzial von teilweise strukturschwächeren Regionen und setzen die Förderung der Kreativwirtschaft auf ihre politische Agenda. Aufgrund der negativen Auswirkungen des demographischen Wandels wird die Standortpolitik u.a. zu einem wichtigen Wettbewerbsinstrument, um qualifizierte Menschen nachhaltig anzulocken und auch Anreize für ihr Bleiben zu geben. Kreative Milieus und offene Räume Bei der Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft (siehe Box 3) geht es vor allem um ein erweitertes Angebot an günstigen Wohnund Arbeitsimmobilien, um unbürokratische Unterstützung für Freiberufler und um die Bereitstellung von öffentlichen und/oder virtuellen Begegnungsplattformen für kreative Köpfe. Außerdem sind flexible Arbeitsmodelle gefragt, welche die Familienplanung und den Beruf in Einklang bringen. Gerade die wachsende Zuwanderung in Berlin und Hamburg zeigt die magnetische Wirkung der Kultur- und Kreativwirtschaft auf junge und gut ausgebildete Menschen. Dies macht sich auch in der Wertschöpfung bemerkbar. In Berlin beispielsweise erwirtschafteten 2006 über zumeist kleine und mittelständische Unternehmen einen Umsatz von über EUR 17,5 Mrd. und trugen somit 21% zum Berliner BIP bei. 38 In Hamburg hingegen waren 2006 ca Florida, R. (2002). The Rise of the Creative Class. Kulturwirtschaft in Berlin Entwicklungen und Potenziale. 16. Juni

20 Aktuelle Themen 486 Unternehmen in der Kreativwirtschaft tätig und generierten einen Anteil von 4,6% des BIP. 39 Bremen als dritter Stadtstaat erfährt zwar auch eine permanente Zuwanderung, die allerdings im Beobachtungszeitraum leicht abgenommen hat. Abwanderungsländer In %-Punkten (prozentualer Anteil Erwerbspersonen) 0,00-0,05-0,10-0,15-0,20-0,25-0,30 Quelle: Stat. Ämter des Bundes und der Länder 20 Das leistet die Kreativwirtschaft auf bundesdeutscher Ebene Im Vergleich dazu leistete die Kultur- und Kreativwirtschaft auf Bundesebene in den Jahren 2006 und 2007 einen Anteil von jeweils 2,6% am BIP und positionierte sich somit zwischen den klassischen Branchen Automobilindustrie mit einem Anteil von ca. 3% und der Chemischen Industrie mit einem Anteil von ca. 2% des BIP. 40 Die Kreativwirtschaft bietet aufgrund ihrer Heterogenität viele Beschäftigungschancen, weil die Nachfrage nach künstlerischen und kreativen Inhalten steigt. Somit können weitere Impulse für Technologiehersteller freigesetzt werden, wodurch neue Anstöße für technische Weiterentwicklungen entstehen. Sachsen auf dem Weg zum Vorzeichenwechsel Steigende Abwanderungsraten im Zeitraum 2003 bis 2007 sind neben dem Saarland vor allem in den östlichen Flächenstaaten zu beobachten. Sachsen könnte sich allerdings aufgrund seiner wachsenden Forschungslandschaft von einem Abwanderungs- in ein Zuwanderungsland wandeln. Hier zeigt die Abwanderungsrate im Vergleich zu den übrigen östlichen Flächenländern den niedrigsten Wert. Zwischen 2003 und 2007 stieg die Abwanderung im Freistaat um ca. 0,04%-Punkte der Erwerbspersonen. In Sachsen-Anhalt hingegen stieg die Abwanderung um ca. 0,19%-Punkte. Saarlands Bevölkerung sinkt Am stärksten betroffen von den Abwanderungsströmen ist das Saarland. Im Jahr 2003 war das Saarland trotz seines schmerzlichen Strukturwandels noch ein Zuwanderungsland. Danach stieg die Abwanderung der 18- bis 65-Jährigen im Saarland um 0,26%- Punkte auf ein Niveau von -0,14% im Jahr Die Gründe für die zunehmende Abwanderung liegen im Bereich des Strukturwandels sowie in den negativen Demographieauswirkungen: Dem saarländischen Boom der Schwerindustrie in den 1950er Jahren folgten Niedergang und jahrzehntelanger wirtschaftlicher Strukturwandel hin zur Automobilindustrie. Hierdurch sind viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Zusätzlich zum Strukturwandel leidet das Saarland an den Auswirkungen des demographischen Wandels. Einige Regionen im Saarland weisen einen deutlichen Sterbeüberschuss auf, d.h. es sterben mehr Menschen als geboren werden. Nach Prognosen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung wird das Saarland bis 2020 durch die ungünstige Altersstruktur und Abwanderung weitere zehn Prozent seiner Einwohner verlieren. 41 TTT Talente, Technologie und Toleranz Die Aussagen unseres Wanderungsindikators sowie die Interpretation der Zuwanderung im Zusammenhang mit der hohen Konzentration an kreativen Berufen deckt sich auch im Großen und Ganzen mit dem TTT-Index 2005 des vom Berlin-Instituts für Bevölkerung Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft vom Forschungsgutachten Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung Informationen zur Raumentwicklung. Heft 3/ Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Juni 2010

21 Innovative Köpfe hat das Land! TTT-Index 2005 Summe Mittelwerte aus Subindikatoren TTT=Talente, Technologie und Toleranz Quelle: Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung Patentanmeldungen: Niveau Pro Einwohner, 2007 Quelle: DPMA 22 und Entwicklung. 42 Grundlage dieser Studie ist die Theorie Floridas, dass eine kreative Wirtschaft wächst und gedeiht, wenn die drei Kernelemente Technologie, Talente und Toleranz im harmonischen Einklang stehen. Dieser Sachverhalt wurde auf die sechzehn Bundesländer übertragen. Für jedes Kernelement wurden insgesamt zehn Subindikatoren herangezogen, um die Kreativität der Wirtschaft in den jeweiligen Ländern zu messen. Die Indikatoren reichten von Faktoren wie F&E-Ausgaben, Patente bis hin zu Toleranzindikatoren, wie Wähleranteil rechtsextremer Parteien oder Migrationsanteile, gemessen an der Bevölkerung. Besonders viel Toleranz, Technologie und Talent ist gemäß des TTT-Index 2005 in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg zu finden, gefolgt von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Bremen. Die Schlusslichter bilden erneut das Saarland sowie die östlichen Flächenländer, wobei auch hier der Freistaat Sachsen im Osten die Nase vorn hat. 5. Patentanmeldungen Patente dienen dem Schutz der Ergebnisse geistigen Schaffens bei technischen Erfindungen. Gemäß 1, Absatz 1 des deutschen Patentgesetzes werden Patente für Erfindungen auf allen Gebieten der Technik erteilt, sofern sie neu sind, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sind. 43 Monopolrenten durch temporäre Schutzrechte Patente verleihen seinem Inhaber temporäre Monopolrechte an seiner Erfindung, die ihm räumliche und zeitlich 44 befristete Privilegien einräumen. Der Patentinhaber erhält ein Exklusivrecht für die Verwertung seiner Erfindung, indem er die Pionierrenten als Kompensation für vorangegangene Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für sich beansprucht. Zudem kann eine nicht autorisierte gewerbliche Nutzung des Patents verboten werden. Dadurch werden im Sinne Schumpeters moderner Innovationsforschung 45 erst Anreize für Erfindungen und technischen Fortschritt geschaffen, damit Wohlfahrt in einer Volkswirtschaft erhöht werden kann. 46 Heureka! Die Düsentriebschmieden Deutschlands Deutschland hat innovative Köpfe. Nach der Statistik der Patentanmeldungen am Deutschen Patent- und Markenamt sind die meisten Daniel Düsentriebs pro Einwohner in Baden-Württemberg und Bayern aktiv, gefolgt von Hamburg und Hessen, wenn auch mit deutlichem Abstand. Im Jahre 2007 wurden in Baden-Württemberg pro Einwohner 127 Patente angemeldet. In Bayern waren es 109. Ein Jahr später konnte Baden-Württemberg bereits 140 Patentanmeldungen vorweisen, während Bayerns Anmeldungen mit 108 mehr oder weniger stabil blieben. Im Jahr 2009 konnte dieser Trend fortgesetzt werden, obwohl die Patentanmeldungen insgesamt um 4,5% zurückgegangen sind. Auch am europäischen Patentamt (EPA) zählten 2008 drei Unternehmen aus dem Süden Deutschlands (Sie Kröhnert, S. et al. (2007). Talente, Technologie und Toleranz wo Deutschland Zukunft hat. Auch das Europäische Patentamt (EPA) nutzt diese Definition und erteilt Patentschutz unter diesen Bedingungen. Allerdings genießen die Patente am EPA ein länderübergreifendes Schutzrecht, sofern die dafür notwendigen nationalen Anmeldungen durchgeführt und das Recht dementsprechend erteilt wurde. Ein erteiltes Patent wirkt ab dem Anmeldetag rückwirkend für max. 20 Jahre. Schumpeter, J. (1934). Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. Dunker und Humblot. Berlin, 8. Auflage. Dapp, T. und E. Heymann (2010). Patente und Handelspolitik in Zeiten des Klimawandels. Research Briefing. Deutsche Bank Research. Frankfurt am Main. 16. Juni

22 Patentanmeld. pro Einwohner Aktuelle Themen 486 mens, Bosch und BASF) zu den fünf führenden europäischen Patentanmeldern. 47 Schlusslichter bei der Patentdichte bilden die Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die wie schon erwähnt auch die geringsten F&E-Ausgaben vorweisen können. Patentanmeldungen: Dynamik Absolute Veränderung pro Einwohner, Quelle: DPMA Mehr Geld = Mehr Patente? Durchschnittswerte ,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 F&E-Ausgaben in % BIP Quellen: DPMA, Statistisches Bundesamt, DB Research 24 Relativ wenig Veränderung nach oben Ein Blick auf die Veränderungsraten im Zeitraum 2003 bis 2007 verrät, dass in Ländern mit einer relativ hohen Patentdichte hohe Zuwachsraten eher selten sind. Eine mögliche Begründung liegt darin, dass der aus Forschung und Entwicklung resultierende Erfindungsfluss nicht kontinuierlich, sondern von Natur aus eher ungleichmäßig ist. Daher sind höhere Zuwachsraten in Ländern mit geringen Patentaktivitäten über eine Zeitspanne hinweg eher zu beobachten. 48 Im Zeitraum 2003 bis 2007 konnten nur Sachsen (3), Bremen (2) und das Saarland (1) ihre Patentanmeldungen erhöhen. Dafür starke Volatilität nach unten Die stärksten Rückgänge verzeichnen Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die rheinland-pfälzischen Anmeldungen sanken sogar von 62 im Jahr 2003 auf 30 in Selbst Baden-Württemberg und Bayern konnten Ihr Niveau an Patentanmeldungen von 2003 nicht halten und verloren im 5-Jahres-Vergleich. Keine Veränderung im Beobachtungszeitraum zeigte Brandenburg mit einem stabilen Bestand von 15 Patentanmeldungen pro Einwohner. Hohe F&E-Ausgaben nähren Patentanmeldungen Zwischen den Forschungsaktivitäten bzw. Forschungsausgaben und den Patentanmeldungen auf Regionenebene herrscht eine kausale Verbindung, die nebenstehend graphisch dargestellt wird. Um der Stabilität der Daten Rechnung zu tragen, wurden für beide Indikatoren Durchschnittswerte für den Zeitraum 2003 bis 2007 gebildet. Die Streuung der einzelnen Bundesländer lässt neben der Korrelation auch die länderspezifischen Input-Output-Verhältnisse erkennen. Während der Süden Deutschlands mit relativ hohen F&E- Aufwendungen auch die meisten Patentanmeldungen vorweisen kann, bilden Länder wie Schleswig-Holstein, das Saarland und einige östlichen Flächenstaaten wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern sowohl bei den Forschungsausgaben, als auch bei den Patentanmeldungen die Schlusslichter. Mit anderen Worten entsprechen die Unterschiede in der Patentaktivität der Bundesländer auch weitgehend den regionalen Disparitäten in der Forschungsintensität. Hohe Patentdichten liefern nur die halbe (Innovations-)Wahrheit Patentanmeldungen als Indikator für die Innovationskraft eines Landes heranzuziehen, bleibt kritisch. Natürlich sind Patente das Resultat eines kreativen Schöpfungsprozesses und sie sagen auch durchaus etwas über Ideenreichtum einer Region oder eines Landes aus. Aber zum einen gelten diese Schutzrechte nur für technische Neuerungen, wohingegen Innovationen viele Gesichter haben können. Zum anderen erfolgt nicht nach jeder Anmeldung eine erfolgreiche Erteilung durch das Patentamt und mündet auch nicht immer in einem innovativen Produkt oder einer neuen Dienstleistung. Der Europäisches Patentamt (2009). Zahlen und Fakten Greif, S. (1999). Regionale Struktur der Erfindungstätigkeit in Deutschland. In Wissenschaft und Innovation. Gesellschaft für Wissenschaftsforschung. Jahrbuch Berlin Juni 2010

23 Innovative Köpfe hat das Land! Patent- und Lizenzgebühren In % des BIP im 10-Jahres-Vergleich SE US UK FR JP DE ,2 0,0 0,2 0,3 0,5 0,6 0,8 Quellen: IMF, DB Research 25 wachstumsrelevante Markterfolg bleibt nicht selten aus. Insgesamt werden knapp 25% der Patente weder als Produkt verkauft noch als Herstellungsverfahren angewendet oder als Lizenz vergeben 49. Mit anderen Worten verstaubt jedes vierte Patent irgendwo in einer Schublade. 50 Der Handel mit geistigem Eigentum nimmt zu Der Handel mit geschütztem Wissen in Form von Lizenz- oder Patentgebühren und die damit einhergehenden Tantiemen erreichen in den Leistungsbilanzen einiger Länder Größenordnungen, die erwähnenswert sind. Schweden beispielsweise konnte seine Royalty Fees in % des BIP im 10-Jahres Vergleich von 0,02% auf 0,65% ausweiten. Dahinter folgen die USA (0,13%-Punkte), Großbritannien (0,13%- Punkte), Frankreich (0,19%-Punkte) und Japan (0,20%-Punkte). Deutschland hingegen zählt zu den Nettozahlern, d.h. die deutschen Zahlungen an ausländische Lizenz- und Patenthalter sind höher als die Einnahmen aus eigenen verwerteten Ideen. Im Jahr 2007 zahlte die Bundesrepublik 0,07% des BIP für fremdes und geschütztes Wissen, das waren 0,04%-Punkte weniger als zehn Jahre zuvor. Die Bewertung von Wissen gewinnt zunehmend an Bedeutung Die Relevanz von Schutzrechten für immaterielle Güter oder daraus entstehende Lizenzansprüche 51 nehmen kontinuierlich zu. Viele Unternehmen erkennen vermehrt den kollaborationsfördernden Charakter 52 von Schutzrechten. Die Handelbarkeit von geschütztem Wissen dient einigen Unternehmen als Kollaborationswährung, um mit Geschäftspartnern, Zulieferern, Mitbewerbern, aber auch Kunden oder Forschungseinrichtungen in Kontakt zu treten. Kapital in den Köpfen statt in den Bilanzen Es gibt durchaus Methoden, um beispielsweise Patente sowohl mit monetären als auch nicht monetären Ansätzen zu bewerten. 53 Allerdings bleibt es eine Herausforderung, in einem Unternehmen vorhandenes Wissen, das oftmals nur in den Köpfen der Mitarbeiter steckt, kardinal zu messen, geschweige denn, es in den Bilanzen zu aktivieren Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Viele verborgene Schätze. Köln. Oftmals werden Patente auch als Sperrpatente angemeldet, um den Wettbewerbern keinen strategischen Vorteil zu ermöglichen. Weitere Gründe liegen am Scheitern der Finanzierung von Innovationsprojekten oder daran, dass brachliegende Patente noch nicht ausgereift sind für das Bestehen auf den Märkten. Um Lizenz-und Patentgebühren erheben zu können, sind Schutzrechte erforderlich. Sie erlauben dem Erfinder oder dem Eigentümer, temporär Gebühren für die Nutzung seiner Idee oder seines geschützten geistigen Eigentums zu erheben. Hofmann, J. et al. (2007). Deutschland im Jahr Aktuelle Themen 382. Deutsche Bank Research. Frankfurt am Main. Hofmann, J. (2005). Bewertet Immaterielles! Aktuelle Themen 331. DB Research. Frankfurt am Main. 16. Juni

24 Aktuelle Themen 486 Box 4: Exkurs zur historischen Pfadabhängigkeit Für die unterschiedliche Innovationskraft der einzelnen Regionen und für eine mögliche Erklärung der Heterogenität zwischen den Ländern, können auch Pfadabhängigkeiten als mögliche Ursache beschrieben werden. Bei der Beschreibung historischer Pfadabhängigkeiten werden oftmals nur ein bis zwei vergangene Generationen betrachtet, um bestimmte Entwicklungen (historisch) interpretieren zu können. Die Wurzeln erfolgreicher Regionen in dieser Innovationsabschätzung könnten hingegen zwei Jahrtausende zurückliegen. Der Limes. Eine Pfadabhängigkeit, die bis in die Antike reicht Quelle: Eigene Darstellung Kulturelle Evolution und überlieferte Handlungsweisen Nimmt man den Begriff der Pfadabhängigkeit wörtlich, so existiert tatsächlich ein Pfad in den heutigen geographischen Verwaltungsgrenzen Deutschlands, der eine hohe Konzentration innovativer Unternehmen und somit Regionen aufweist. Die Struktur der Regionalverteilung folgt dabei dem Verlauf des römischen Limes und ist in Bezug zu setzen mit dem Kernraum europäischer Entwicklung, der seit der Spätantike von London bis Mailand reicht. * Ein Blick auf die Deutschlandkarte mit eingezeichnetem Limeswall gibt Anzeichen, dass sich heutige Innovationskraft entlang des von Römern erbauten Grenzwalls von Süddeutschland auf der Linie München (Bayern) und Stuttgart (Baden-Württemberg), entlang der Rheinschiene, vor allem in den Ballungsräumen Ruhrgebiet, Köln-Bonn, Frankfurt sowie Mannheim und Nordbaden erstreckt. Die regionale Dichte an großen Unternehmen ist relativ stark entlang des damaligen Schutzwalls und somit auch die Patentdichte. Daneben gibt es nördliche und nord-östliche Ausnahmen: Hannover und die Stadtstaaten Hamburg und Berlin bilden hierbei Inseln, die ebenfalls Konzentrationen von innovationsstarken Regionen und Unternehmen vorweisen, aber erst viel später an Bedeutung gewinnen konnten. Der ca. 550 km lange obergermanisch-rätische Limes bildete vom Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. für rund 150 Jahre die Grenze des Römischen Reiches zu den dezentralen Stammesgebieten der Germanen. Entlang dieser Reichsgrenze aus römischen Besatzungszeiten entstanden aus den damaligen Garnisonsstandorten erste mittelalterliche Handelsstädte und -regionen, die bis zur heutigen Zeit Heimat vieler innovativer Unternehmen sind. Neben der Schutzfunktion diente der Wall auch als Handelsstraße. Ansiedelungen von Kaufleuten, Handwerkern und Dienstleistern wuchsen bis ins heutige Zeitalter zu innovationsstarken Unternehmen und/oder Regionen heran. Neben der innovationsfördernden Archivierung von Wissen in den am Grenzwall entlang gegründeten Klosterbibliotheken brachten die Römer vor allem eine einheitliche Sprache, eine gemeinsame Währung, moderne landwirtschaftliche Anbaumethoden sowie Technologien und Kultur in das damalige Germanien. Die Regionen rund um den Limes profitierten von der römischen Politik und wuchsen mit der Zeit zu wichtigen Wirtschaftsregionen heran. Bewährte Handlungsweisen wurden zur Gewohnheit, d.h., was sich als gut erwiesen hat, wurde selektiert, bewahrt und weiterentwickelt. *Siehe: Huter, J. (2005). Regionale Verteilung der größten Unternehmen Deutschlands. Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 4/2005 sowie: Eichhorn, L. et al.(2008). Regionalstruktur der wirtschaftlichen Macht. Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 5/2008. (Der Autor dankt dem Archäologen Mario Becker M.A. [Archäologischer Park, Römerkastell Saalburg] für die konstruktiven Anmerkungen und Literaturhinweise.) 2. Fazit Die Mühlen zur Optimierung des Innovationsprozesses mahlen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Viele Akteure und Institutionen unterschiedlicher Disziplinen tragen zum Funktionieren eines Innovationssystems bei. Daher lassen sich die nötigen Strukturprozesse zur Erhöhung der regionalen Innovationskraft nicht von heute auf morgen und schon gar nicht als stringenter Königsweg realisieren. Wenig hilfreich hierfür war auch der dekadenlange Eiserne Vorhang, der durch geringe marktliche und politische Freiheit sowie durch Intransparenz und Abschottung innovationshemmend wirkte. Märkte als Entdeckungsverfahren Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage in einer offenen Volkswirtschaft und ein funktionierender Preismechanismus als Kommunikations- und Informationssystem sind in der Lage, alle relevanten Informationen über die Knappheit von Gütern zu liefern und damit den Markt als Entdeckungsverfahren nutzbar zu machen, um (technologischen) Fortschritt bzw. Wachstum zu stimulieren Hayek (1976). Individualismus und wirtschaftliche Ordnung. Seite Juni 2010

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