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1 TECHNISCHE UNIVERSITÄT DRESDEN Fakultät Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. W. Esswein Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik, insbesondere Systementwicklung Bachelor-Prüfungsleistung Wintersemester 2007/2008 Einführung in die Wirtschaftsinformatik im Modul Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften am Die Bearbeitungszeit beträgt insgesamt 90 Minuten. 2. Die Klausur besteht aus insgesamt 7 Aufgaben. 3. Es sind keine Hilfsmittel zugelassen. 4. Bitte kennzeichnen Sie alle Bögen mit Vor- und Nachnamen. 5. Beantworten Sie alle Aufgaben auf den vorliegenden Aufgabenblättern! 6. Die Aufgabenstellung umfasst ohne dieses Deckblatt 20 Seiten. Viel Erfolg! Nachname Vorname Matrikelnummer Fakultät Studiengang Fachsemester Aufg. 1 Aufg. 2 Aufg. 3 Aufg. 4 Aufg. 5 Aufg. 6 Aufg. 7 Gesamtp.

2 Aufgabe 1: Wirtschaftsinformatik Innerhalb der Lehrveranstaltung haben Sie etwas über die Einordnung der Wirtschaftsinformatik als Wissenschaftsdisziplin erfahren. Beantworten Sie bitte die nachstehenden Fragen aus diesem Bereich! a) Nennen Sie das Erkenntnisobjekt (den Gegenstand) mit dem sich die Wirtschaftsinformatik beschäftigt! b) Erläutern Sie das in Teilaufgabe a) genannte Erkenntnisobjekt der Wirtschaftsinformatik entsprechend FERSTL und SINZ näher! Gehen Sie dabei bitte auf die Art des Systems sowie auf dessen Elemente ein und beschreiben Sie, welche Beziehungen zwischen den Systemelementen existieren! Hinweis: Unterscheiden Sie an dieser Stelle bitte keine Teilsysteme! Seite: 1 von 20

3 Seite: 2 von 20

4 c) Benennen Sie bitte das- oder diejenigen Systemelemente aus Teilaufgabe b), für welches bzw. für welche ein Automatisierungsgrad angegeben werden kann! d) Definieren Sie bitte den Begriff Anwendungssystem! Gehen Sie dabei bitte auch auf die Elemente dieses Systems ein! e) Nennen Sie eine für das Berufsfeld eines Wirtschaftsinformatikers typische Aufgabe! Seite: 3 von 20

5 Aufgabe 2: Dresdener Rahmen für die Wirtschaftsinformatik Zur Strukturierung des Erkenntnisobjekts der Wirtschaftsinformatik, haben Sie in der Lehrveranstaltung das als Dresdener Rahmen für die Wirtschaftsinformatik benannte Hilfsmittel kennengelernt. Beantworten Sie dazu bitte die nachstehenden Fragen! a) Nennen Sie die Ebenen, welche in den Dresdener Rahmen für die Wirtschaftsinformatik (Führungs- und Steuerungssystem) nach MERTENS ET AL. übernommen wurden! Nennen Sie dabei jeweils zwei typische Arten von Anwendungssystemen, die die Aufgaben dieser Ebenen unterstützen! Bitte schreiben Sie verwendete Abkürzungen dabei aus! b) Erläutern Sie bitte stichpunktartig den typischen Prozess der Auftragsabwicklung in einem Industriebetrieb unter Benennung der dabei tangierten Funktionalbereiche des Betriebs! Seite: 4 von 20

6 c) Ordnen Sie den Prozessschritt der Fakturierung dem zugehörigen Funktionalbereich eines Industriebetriebes zu und erläutern Sie anschließend anhand dieses Seite: 5 von 20

7 Prozessschrittes das Dreiebenenmodell aus dem Dresdener Rahmen für die Wirtschaftsinformatik! Gehen Sie während Ihrer Erläuterung kurz auf die Bedeutung der einzelnen Ebenen im Allgemeinen ein und ordnen Sie dann jeder Ebene entsprechende Bestandteile des Prozessschrittes Fakturierung beispielhaft zu! Seite: 6 von 20

8 Seite: 7 von 20

9 Aufgabe 3: Infrastruktur und Technik Während Ihres Studiums verbringen Sie ein Auslandssemester an der Universität im italienischen Trento. Neben dem Kennenlernen des dolce vita, müssen Sie in Trento jedoch auch einige Klausuren schreiben. Da Sie sich bei der Klausur Economia Pubblica (Volkswirtschaftslehre) nicht ganz so gut vorbereiten konnten (der Rotwein schmeckte die Tage zuvor einfach zu gut), sind Sie sich unsicher ob Sie diese bestanden haben. Sie sind daher sehr daran interessiert, möglichst frühzeitig das Ergebnis zu erfahren. Dabei stiften Ihnen die im Rahmen der Lehrveranstaltung Einführung in die Wirtschaftsinformatik in Dresden erworbenen Kenntnisse auf einmal ganz unvermutet Nutzen! a) In Trento ist die Notenverwaltung teilautomatisiert. Dabei erfolgt die rechnergestützte Notenauskunft noch ressourcenschonend in Maschinensprache. Während Sie nun beim Dozenten der Lehrveranstaltung Economia Pubblica wegen Ihrer Note nachfragen, können Sie auf dem Bildschirm seines Rechners die Zahlenreihe hinter ihrer Matrikelnummer lesen. Der Dozent erklärt Ihnen, dass dies zwar Ihre an das Prüfungsamt übermittelte Note ist, er aber leider diese Art von Code nicht lesen kann. Er weiß lediglich, dass die italienische Notenskala den Wertebereich {1 x 30} (x IN) umfasst, wobei 1 für die schlechteste und 30 für die beste Note steht. Helfen Sie sich! Wie heißt der Code, in dem Ihre Note dargestellt ist und wie lautet Ihrer Note ausgedrückt in der italienischen Notenskala? b) Der Dozent freut sich, dass er Ihnen weiterhelfen konnte. Sie kommen daraufhin ein wenig ins Gespräch. Erklären Sie ihm den Unterschied zwischen Information und Code! Seite: 8 von 20

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11 Aufgabe 4: Business Intelligence Innerhalb der Lehrveranstaltung haben Sie etwas über Business Intelligence als ein Teilgebiet der Wirtschaftsinformatik gehört. Beantworten Sie bitte die nachstehenden Fragen aus diesem Bereich! a) Im Bereich der Management-Support-Systeme unterscheidet man drei große Klassen von Anwendungssystemen. Bitte beschreiben Sie diese kurz, geben Sie zusätzlich an, wer als Benutzer dieser Systeme jeweils in Frage kommt und nennen Sie eine typische Fragestellung, die mit Hilfe dieser Systeme jeweils zu beantworten ist! Seite: 10 von 20

12 b) Was versteht man unter Business Intelligence (BI) und in welchem Zusammenhang steht die Business Intelligence zu den verschiedenen Anwendungssystemklassen der Management-Support-Systeme? Seite: 11 von 20

13 c) Eine typische Architekturvariante eines Data Warehouses ist das sog. virtuelle Data Warehouse. Beschreiben Sie diese Variante kurz, nennen Sie Vor- und Nachteile und skizzieren Sie knapp ein mögliches Anwendungsszenario, für das eine solche Variante die beste Lösung darstellt! Seite: 12 von 20

14 Aufgabe 5: Operative Anwendungssysteme Sie sind IT-Leiter in einem mittelständischen Industrieunternehmen, das auf Basis einer Vielzahl an zugelieferten Bausteinen Rasenmäher herstellt, die u. a. auch direkt vertrieben werden. Die operativen Prozesse werden durch ca. 25 Anwendungssysteme unterstützt. 80 % dieser Anwendungssysteme wurden vor Jahren individuell entwickelt. Als IT-Leiter haben Sie in einer solchen Landschaft mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen und würden gerne in den betriebswirtschaftlichen Bereichen auf Standardsoftwaresysteme umstellen. Da es sich um eine Großinvestition handelt, muss der Finanzvorstand zustimmen. Sie planen daher ein erstes vorbereitendes Gespräch, in dem Sie ihm Ihre Probleme schildern und auf die prinzipiellen Vorzüge von Standardsoftwaresystemen hinweisen wollen. a) Nennen und veranschaulichen Sie kurz drei der Ihnen am wichtigsten erscheinenden Probleme Ihrer aktuellen IT-Landschaft! Seite: 13 von 20

15 b) Nennen und erklären Sie kurz drei überzeugende Vorteile betriebswirtschaftlicher Standardsoftwaresysteme! c) Nennen Sie vier verschiedenartige Typen von betriebswirtschaftlichen Standardsoftwaresystemen, die Sie möglicherweise einführen könnten! Bitte schreiben Sie verwendete Abkürzungen dabei aus! Seite: 14 von 20

16 d) Nennen und erklären Sie kurz drei Bereiche, in denen Ihr Gegenüber möglicherweise Risiken sehen könnte! Seite: 15 von 20

17 Aufgabe 6: Systementwicklung In Ihrer Funktion als IT-Leiter des Rasenmäher herstellenden Unternehmens, machen Sie sich Gedanken über die durch Ihre Anwendungssysteme unterstützten Geschäftsprozesse. Ihnen ist klar, dass der Einsatz eines Anwendungssystems nur dann die gewünschte Wirkung erzielt, wenn der durch das Anwendungssystem unterstützte Geschäftsprozess für das Unternehmen auch optimal abläuft. Zum Geschäftsprozessmanagement haben Sie damals im Studium ein wenig Wissen erwerben können, welches Ihnen jetzt für Ihre Überlegungen mit Sicherheit nützlich sein kann! a) In der folgenden Abbildung aus Ihrem Studium ist eine Matrix dargestellt, in der sich verschiedene Arten von Prozessverbesserungen einordnen lassen. Benennen Sie für jedes der vier Felder ein Beispiel für eine entsprechende Prozessverbesserung in Ihrem Unternehmen! evolutionär Vorgehen radikal Planung kontinuierlich anlassbezogen Seite: 16 von 20

18 Seite: 17 von 20

19 b) Ein im Rahmen des Prozessmanagements nützliches Instrumentarium sind Referenzmodelle. Nennen Sie zwei Ziele, die durch den Einsatz von Referenzmodellen verfolgt werden und begründen Sie jeweils kurz, weshalb Referenzmodelle zur Verfolgung des Ziels nützlich sind! Seite: 18 von 20

20 Aufgabe 7: Informationsmanagement Erläutern Sie im Folgenden den Beitrag von Stakeholder-Informationssystemen zur Umsetzung des Konzeptes der Integrierten Unternehmenskommunikation! a) Skizzieren Sie bitte das Modell der Integrierten Unternehmenskommunikation nach BRUHN! Geben Sie Beispiele für typische Stakeholder! Seite: 19 von 20

21 b) Grenzen Sie Stakeholder-Informationssysteme von Managementinformationssystemen ab! Seite: 20 von 20

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