Das Ernährungsteam im Krankenhaus Nationale Wege zum Erfolg

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1 Ernährung Dreiländertagung der AKE, DGEM und GESKES Innsbruck, 31. Mai bis 2. Juni 2007 Das Ernährungsteam im Krankenhaus Nationale Wege zum Erfolg Beitrag Schweiz Anna-Barbara Sterchi Universitätsspital Inselspital Bern 1

2 Themen-Übersicht 1. Resolution Europarat 2. Aktivitäten der GESKES 3. Forschung 4. Folgerungen 5. Zusammenfassung 2

3 Zum Thema 1. Resolution Europarat 2. Aktivitäten der GESKES 3. Forschung 4. Folgerungen 5. Zusammenfassung 3

4 Hauptkritikpunkte Europarat 1. Fehlende Identifizierung von Risikopatienten 2. Ungenügende Überwachung der Nahrungsaufnahme, mangelhafte Unterstützung der PatientInnen beim Essen 3. Mangelhafte Einflussnahme des Patienten auf die Spitalernährung 4. Fehlende Richtlinien zur Behandlung der Mangelernährung 5. Mangelnde Kooperation zwischen Berufsgruppen, mangelnde Unterstützung durch Spitalmanagement 6. Mangelhafte Schulung des Spitalpersonals 4

5 Zum Thema 1. Resolution Europarat 2. Aktivitäten der GESKES 3. Forschung 4. Folgerungen 5. Zusammenfassung 5

6 Information Information der GESKES im Juni 2004: Forum und Presseveranstaltung aufgrund des Berichtes und der Resolution des Europarates. Titel der Veranstaltung: Mangelernährung in Schweizer Spitälern - Leiden für die Patienten und Kosten für die Allgemeinheit 6

7 Medien Zahlreiche Presseberichte, Radio-und TV-Sendungen 7

8 Behörden einbeziehen Bundesamt für Gesundheit Mangelernährung im Spital Stellungnahme einer Expertengruppe des des Europarates, Empfehlungen der der Eidgenössischen Ernährungskommission: Andreas Frei Frei lic. lic. rer. rer. pol. pol. Mangelernährung im im Spital medizinische Kosten und Kosteneffektivität bei bei Verhinderung Bericht Im Auftrag des Bundesamt Ulrich Ulrich Keller, Keller, Universitätsspital Universitätsspital Basel Basel (Präsident) (Präsident) Rémy Rémy Meier, Meier, Kantonsspital Kantonsspital Liestal Liestal Jürg Jürg Lüthy, Lüthy, Bundesamt Bundesamt für für Gesundheit Gesundheit Anna-Barbara Anna-Barbara Sterchi, Sterchi, Inselspital Inselspital Bern Bern Redaktion: Redaktion: Gisela Gisela Horat Horat April 2006 Im Auftrag des Bundesamt für für Gesundheit BAG BAG Oktober, Rund 315 Mio. infolge ME (CH 2004) Einfluss auf DRG-Fallpauschalesystem 8

9 Fachtagungen Diskussionsrunden Podium Ernährungsteam Einladung bekannter Persönlichkeiten als Redner z.b. Gesundheitsökonom Einladung des Spitalmanagements 9

10 Ernährungsmanagement Spitaldirektion Ernährungskommission Vertretung von: Apotheke Ärzte Pflege Ernährungsteam Küche / Gastronomie Einkauf Klinisches Ernährungsteam 10

11 Ernährungsteam Spitaldirektion Ernährungskommission (Steuergruppe) Klinisches Ernährungsteam Ernährungsvisite Ernährungskonsilium Ambulante Sprechstunde Stationäre Ernährungstherapie Beratung für Ernährung zuhause (ambulant) 11

12 Finanzierung Z.B. Klinisches Ernährungsteam (KET) Inselspital:Qualitäts-Projekt Projektauftrag mit jährlichen Verlaufsberichten z.h. der Spitaldirektion Start-Ressourcen Dokumentation der Dienstleistung und Verlauf Finanzieller Aufwand und Ertrag Spitaldirektion unterstützt Forschungsprojekt 2008:Definitiver Entscheid zur Integration im Spital 12

13 Fort- und Weiterbildung I Zertifikatskurs Klinische Ernährung Certificate of Advanced Studies in Clinical Nutrition Ausbildungsziele Kompetenzen in der Klinischen Ernährung Qualität der Massnahmen Einbezug der PatientInnen und deren Angehörigen Interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit Ausbildungsdauer mind. 6 Semester, 15 ECTS 13

14 Fort- und Weiterbildung ll Zielgruppen: ÄrztInnen Ernährungs-BeraterInnen Pflegefachpersonen ApothekerInnen/PharmazeutInnen ErnährungswissenschaftlerInnen Lebensmittel-TechnologInnen 14

15 Preisausschreibung 2007 Ziele: Schweizer Spitäler zum Aufbau von nachhaltigen Strukturen zur Bekämpfung von Mangelernährung motivieren Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kommunikation im Bereich Ernährung fördern 15

16 Umsetzung Nur umgesetzte Massnahmen sind zielführend Beispiel: Erfassen der Nahrungsaufnahme 16

17 Patientendossier Grösse Gewicht Ernährungszustand Kostform + Portion Morgenessen Mittagessen Abendessen Erbrechen Menstruation Stuhl Quelle: Klinik Linde Biel 172 cm 61.5 LVK ½ * l 17 ll oder ** 59.3 oder

18 Prozessgestaltung Mangelernährungs-Management 1 Screening Pflege, Arzt 2 Assessment ErnährungsberaterIn 3 Ernährungstherapie Ernähungsteam: ERB, Arzt, Pflege 4 Verlaufskontrollen Ambulant: Ernährungsteam: ERB, Arzt, Pflege 18

19 Identifizieren von Risikopatienten Screening zur systematischen Erhebung des Ernährungszustandes und zur Risikoerfassung Gewichtsverlust aktueller BMI aktuelle Nahrungsaufnahme Schweregrad der Erkrankung Mitarbeit bei Nutrition Day 19

20 Projekt: Unterernährung im Spital Ziel: Grundlagen für eine frühzeitige Ernährungstherapie Liestal Zollikerberg Zimmerberg Winterthur Uster Altstätten Nidwalden Patienten mit Screening erfasst ( ) Resultate werden 2007 an Fachtagungen präsentiert Quelle: Imoberdorf et al, Winterthur 20

21 Zum Thema 1. Resolution Europarat 2. Aktivitäten der GESKES 3. Forschung 4. Folgerungen 5. Zusammenfassung 21

22 Forschungsprojekte Forschungsprojekte: Der Einfluss einer gezielten Ernährungstherapie bei Mangelernährung auf Spitalaufenthalt und Komplikationen. Interventionsstudien auf nationaler Ebene überzeugen Spitaldirektoren und PolitikerInnen. Aktuell: mind. 3-4 Studien Verlaufsevaluation des Klinischen Alltages. Beispiel: Evaluation von Patienten in der ambulanten Sprechstunde. 22

23 Evaluation l Faustschluss Kraft ( Muskelfunktion) 23

24 Evaluation ll Masse für Muskel- und Fettreserven Oberarm- Umfang Trizeps- Hautfaltendicke

25 Zum Thema 1. Resolution Europarat 2. Aktivitäten der GESKES 3. Forschung 4. Folgerungen 5. Zusammenfassung 25

26 Effektives Ernährungsmanagement Die richtigen Dinge tun Ziele Massnahmen Mittel Die Dinge richtig tun Methoden 26

27 Inovationen Inovation + dauernde Verbesserung = Erfolg Inovation Inovation dauernde Verbesserung dauernde Verbesserung Erfolge Zeit 27

28 Dauernde Verbesserung Wirkung kontrollieren Probleme erkennen Dauernde Verbesserung Massnahmen umsetzen Massnahmen planen Erfolge sichern Standardisieren Erfolge Zeit 28

29 Zum Thema 1. Resolution Europarat 2. Aktivitäten der GESKES 3. Forschung 4. Folgerungen 5. Zusammenfassung 29

30 Kernpunkte Inovation Problem von Entscheidungsträgern erkannt Ziele, Mittel, Methoden Ernährungsmanagement Verbindliche Richtlinien Forschung, Entwicklung Aus- und Weiterbildung Dauernde Verbesserung Prozessoptimierung Interdisziplinäre Zusammenarbeit Kommunikation und Erfahrungsaustausch Permanente Weiterbildung Alltägliche Bemühungen aller Beteiligten 30

31 Anna-Barbara Sterchi Universitätsklinik Inselspital Bern 31

32 Mangelernährung erfassen 0-2 Punkte: Individuelle Menübestellung inkl. Portionengrösse und ZMZ, Mengenerfassung der Nahrungszufuhr, erneute Erfassung des Mangel-ernährungsrisikos nach 7 Tagen 3 Punkte: dito, zusätzlich: 3 energiereiche Zwischenmahlzeiten bestellen, davon mind. 1 Trinknahrung 4-7 Punkte: dito, aber an Stelle der Mengenerfassung 2 Tage Ernährungsprotokoll schreiben und ERB beiziehen; in dringenden Fällen direkt zuständige ERB involvieren Quelle: Kondrup J, Rasmussen HH, Hamberg O, Stanga Z. Clin Nutr

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