Subjektive und objektive Aspekte für die Arbeitsgestaltung warum wir zukünftig genauer hinschauen sollten Oliver Walle

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1 Subjektive und objektive Aspekte für die Arbeitsgestaltung warum wir zukünftig genauer hinschauen sollten Oliver Walle BGM Fachtagung des BBGM, , Berlin

2 Über uns Wir sind Bildungsanbieter und Marktführer in den Bereichen Prävention, Fitness, Gesundheit und BGM staatlich anerkannte Hochschule akkreditierte Studiengänge duales Bachelorstudium sowie Masterstudium aktuell über Studierende und über Ausbildungsbetriebe Kooperationspartner sind z.b. Universität des Saarlandes Sportwissenschaftliches Institut ISP TU München nebenberufliche Lehrgänge staatl. geprüft & zugelassen vom Basislehrgang bis zum Fachwirt oder Meister Vorbereitung auf öffentlich rechtliche Prüfungen BSA Zert akkreditiert nach DIN Personenzertifizierung jährlich ca Teilnehmer über Teilnehmer seit

3 Arbeitsgestaltung Ergonomie Ergonomie = Arbeitswissenschaft engl.: ergonomics, human factors wissenschaftliche Disziplin, die sich mit dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen menschlichen und anderen Elementen eines Systems befasst, und der Berufszweig, der Theorie, Grundsätze, Daten und Verfahren auf die Gestaltung von Arbeitssystemen anwendet mit dem Ziel, das Wohlbefinden des Menschen und die Leistung des Gesamtsystems zu optimieren (DIN EN ISO 26800) 3

4 Arbeitsgestaltung Ergonomie 3 Praxisziele 1. Menschengerechte Gestaltung der Arbeit Sicherheit, Gesundheit und Wohlfühlen 2. Altersgerechte Gestaltung der Arbeit Konsequenz demografischer Wandel 3. Optimierung Arbeitssystem Prozessgeschwindigkeit und Produktivität 4

5 Schwachstelle Mensch Der Mensch als Faktor in einem Arbeitssystem (DIN 26800) Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Körpermaße und Arbeitsbedingungen nehmen Einfluss auf Leistung (Eigene Darstellung nach Vereinigung der Metall BG, 2007) Aber auch Motivation, Einstellung zur Gestaltung und zur Arbeit allgemein 5

6 (Typische) Praxis der Arbeitsgestaltung Ebene Entscheider, Einkäufer und Techniker Entschluss zur Neu /Umgestaltung eines Arbeitsplatzes Planung Bestellung Umsetzung Erfährt Vorhaben ggf. über Flurfunk Ist nicht eingebunden Ist nicht eingebunden Soll neue, optimale Ergonomie annehmen Ebene Mitarbeiter 6

7 Warum Einbindung der Mitarbeiter? 1. Der Mitarbeiter ist Experte seines Arbeitsplatzes Kennt Situationen und Aspekte, die entscheidend für die Planung sein können Wertschätzung, ihn als Experte mit einzubeziehen 2. Sein psychisches Befinden und seine Sichtweise der Arbeitswelt haben Einfluss auf die Beurteilung von Arbeitsbedingungen und auf seine Veränderungsbereitschaft. Mögliche Konsequenzen einer Nichtbeachtung: Arbeitsplatz wird schlechter bewertet (gegenüber objektiver Beurteilung) Geringere Akzeptanz von Neuerungen (z. B. Hilfsmittel) Geringere Bereitschaft zum Umlernen in Richtung gesundheitsförderliches Verhalten subjektive und objektive Aspekte sollten gleichermaßen berücksichtigt werden Return on Invest 7

8 Objektive Beurteilung der Arbeitsbedingungen Leitmerkmalmethode EDV gestütze Messverfahren (Quelle: baua.de) ( H4B, Oliver Walle) ( BSA/DHfPG) ( H4B, Oliver Walle) (Quelle: deinruecken.de) Formular zur G46 8

9 Objektive Beurteilung der Arbeitsbedingungen Checklisten (z. B. der DGUV) ( H4B, Oliver Walle) ( H4B, Oliver Walle) (Quelle: DGUV, 2011) Formular zur G46 (Quelle: deinruecken.de) 9

10 Subjektive Beurteilung der Arbeitsbedingungen Schriftliche Befragung der Mitarbeiter ( BSA/DHfPG) Gesundheitszirkel bzw. Fokusgruppen Einzel oder Gruppeninterview am Arbeitsplatz ( BSA/DHfPG) 10

11 Subjektive versus objektive Beurteilung Beispiel Fühle mich belastet 1 durch Subjektive Beurteilung der Mitarbeiter durch Befragung Gesamt AVEM Muster 2 Gesundheitsideal AVEM Muster 2 Burnout Ständiges Stehen 51% 13% 67% Wärme, Hitze 54% 25% 83% Eintönige Arbeit 35% 13% 50% Schichtarbeit 49% 25% 75% Objektive Beurteilung Erkenntnisse Arbeitsplatzanalyse Maschinenarbeitsplätze wurden ohne Sitzmöglichkeiten konzipiert; kein Handlungsbedarf festgestellt Hohe Dichte an Maschinenarbeitsplätzen mit hoher Wärmeabgabe; Handlungsbedarf erkannt Repetitive Tätigkeit ist typisch für Produktion; kein Handlungsbedarf festgestellt Schichtmodell ( alt ) wird unterschiedlich diskutiert; kein Handlungsbedarf festgestellt 1 4 stufige Antwortmöglichkeit, hier die Bereiche ziemlich + stark in Prozent; N= 37; Unterschiede Muster mit U Test; alle signifikant <.05 2 Arbeitsbezogene Verhaltens und Erlebensmuster (AVEM); hier die Muster G und B; Schaarschmidt/Fischer,

12 Idealablauf Ebene Entscheider, Einkäufer, Techniker direkte Vorgesetzte Entschluss zur Neu /Umgestaltung eines Arbeitsplatzes Bewertung IST Situation und Planung; Beachtung Subjektivität der Mitarbeiter Präsentation Konkretisierung So soll es werden Finalisierung Planung, Bestellung und Umsetzung Info an Mitarbeiter; Erläuterung Gründe Ebene Mitarbeiter Eingaben/ Vorschläge Finale Eingaben Begleitmaßnahme zur Einführung in den neuen Arbeitsplatz 12

13 Aktuelle Studie ( H4B, Oliver Walle) 13

14 Vielen Dank Oliver Walle Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH Hermann Neuberger Sportschule Saarbrücken o bsa.de Weitere Informationen: Bei unserer Initiative In unserer Fortbildung Gesundheitsexperte im Betrieb Ergonomie und Rückengesundheit akademie.de/bgm Detaillierte Quellenangaben beim Autor Eine Weitergabe oder Vervielfältigung der Präsentation ist nicht erlaubt 14

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