Migration nach Österreich

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1 Migration nach Österreich Fortbildung für BundeslehrerInnen Mag. Johannes Pflegerl

2 Nichtösterreichische Bevölkerung und Arbeitskräfte seit 1963 Anzahl Phase 2.Phase 3.Phase 4.Phase 1.Phase 2.Phase 3.Phase 4.Phase Jahr Bevölkerung Arbeitskräfte Datenquelle: Statistik Austria

3 Vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland ( ) 1974) In den frühen 60er Jahren Beginn der aktiven Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte Zuwanderung vorwiegend in Form von Arbeitsmigration junger Männer Rotationsprinzip prägt Vorstellung von Zuwanderern als Gastarbeiter

4 Im Spannungsfeld zwischen Rückkehr und Niederlassung ( ) 1988) Aufgabe des Rotationsprinzips Ziel nichtösterreichische Arbeitskräfte durch Anwerbestopp in Folge der Ölkrise zu verringern Gleichzeitig Ermöglichung längerfristiger Aufenthalte von weiterhin benötigten Arbeitskräften Beginn Familiennachzug

5 Folgen des Endes der Spaltung Europas auf die Zuwanderung nach Österreich ( ) 1993) Anstieg der Zuwanderung um beinahe 80% innerhalb von 4 Jahren Gruppen der MigrantInnen werden vielfältiger ArbeitsmigrantInnen Familienangehörige AsylwerberInnen u. De Facto Flüchtlinge MigrantInnen beginnen sichtbar zu werden

6 Von der ungeregelten zur geregelten Migration (1994 bis heute) Verschärfung der Migrationspolitik durch gesetzliche Maßnahmen Beschränkung der Neuzuwanderung durch Einführung von Zuwanderungsquoten Restriktivere Gestaltung des Asylrechtes ZuwanderInnen werden verstärkt zu TeilhaberInnen an der sozioökonomischen Infrastruktur - unterschiedliche staatliche und private Einrichtungen werden vor neue Herausforderungen gestellt

7 Geburtsland Staatsangehörigkeit Österreich insgesamt Ausland insgesamt Österreich insgesamt Ausland insgesamt absolut in % Gesamt Insgesamt 7, , ,5 12, % an Nicht Ö Österreich 6, ,4 5, Jugoslawien (Serbien, Montenegro) ,2 81, ,7 Türkei ,4 73, ,9 Bosnien und Herzegowina ,4 83, ,2 Deutschland ,2 88, ,2 Kroatien ,7 79, ,5 Polen ,1 91, ,1 Rumänien ,6 86, ,5 Ungarn ,4 95, ,8 Mazedonien ,2 84, ,9 Italien ,7 88, ,4 Slowakei ,4 95, ,1 Tschechien ,4 95, ,0 Slowenien ,3 87, ,0 Vereinigtes Königreich ,5 89, ,8 Schweiz ,0 73, ,8 Sonstige Gesamt entspricht 8.85% Quelle: Lebhart (2003): Volkszählung 2001: Geburtsland und Staatsangehörigkeit, in: Statistische Nachrichten 4/2003, S.258

8 Wanderungsstatistik (Außenwanderungen) Zuzüge, Wegzüge, Saldo INSGESAMT (Inländer und Ausländer) 2001: AUSLÄNDER Zuzüge Wegzüge Wanderungsgewinn SALDO Zuzüge SALDO 23.7 Wanderungsgewinn INLÄNDER Wegzüge Wegzüge Zuzüge Wanderungsverlust Quelle: Statistik Austria, Volkszählung

9 MigrantInnen in Österreich MigrantInnenanteil nach Gemeinden, VZ 2001 Personen mit Hauptwohnsitz insgesamt 2001 Wien XIX XXI XX XVII XVIII IX XVI XIV VIII I VII II XV VI IV III V XIII XII X XXIII XI XXII 0,0%- 3,0 % 3,1%- 6,0 % 6,1%- 1 2,0 % 12,1%- 2 4,0 % 24,1%- 5-1,4 % Wels Linz Steyr Amstetten Krems St.Pölten Salzburg Eisenstad Wr.Neustadt Bregenz Dornbirn Feldkirch Bludenz Innsbruck Zell/See Kapfenberg Leoben Graz Lienz Wolfsberg Villach Klagenfurt Quelle: STATISTIKAUSTRIA; Volkszählung 2001 (Rohdaten)

10 Migration Heute Potentielle MigrantInnen verlassen nicht ohne schwer wiegende Gründe ihr Heimatland erzwungener Charakter der Migration Migrations und Fluchthintergründe motive und bewegungen sind vielfältiger geworden und vermischen sich

11 Migrations- bzw. Fluchtmotive Heute Strukturelle Armut und Arbeitslosigkeit + kontinuierliche Nachfrage nach billigen Arbeitskräften Familiäre Gründe Bewaffnete Konflikte und Menschenrechtsverletzungen internationale Verkehrs- und Kommunikationsmöglichkeiten + Einfluss der Medienindustrie Fehlen regulärer Ein- und Auswanderungsmöglichkeiten

12 MigrantInnen in Österreich ArbeitsmigrantInnen Familien bzw. Familienangehörige AslywerberInnen Irreguläre MigrantInnen Hochqualifizierte MigrantInnen StudentInnen PensionistInnen

13 Ein- und Auswanderung von AsylwerberInnen In Einwanderung AsylwerberInnen Quelle: Biffl. Gudrun (2003): SOPEMI Report on Labour Migration, WIFO: Wien Auswanderung AsylwerberInnen

14 Asylanträge nach Staatsangehörigkeit ; 24% 6706; 21% Russische Föderation Türkei Indien Serbien u. Montenegro Afghanistan 1098; 3% 2854; 9% Nigeria 1178; 4% 1446; 4% 1525; 5% 1849; 6% 2357; 7% 2822; 9% 2526; 8% Georgien Irak Moldawien Armenien Sonstige Datenquelle: Bundesministerium für Inneres (2003): Asyl- und Fremdenstatistik

15 nerkennung von AslywerberInnen Zurückziehung: 3123 Gegenstandslos: 7065 Einstellung: positiv Erledigungen negative Erledigungen sonstige Gründe Datenquelle: Bundesministerium für Inneres (2002, 2003): Asyl- und Fremdenstatistik

16 Alterspyramiden 2001 nach Staatsbürgerschaft Quelle: Ladstätter Johann (2002):Volkszählung 2001: Ausländer in Österreich Statistische Nachrichten 2002 (1), S. 12

17 Einbürgerungen in Österreich Quelle: Biffl. Gudrun (2003): SOPEMI Report on Labour Migration, WIFO: Wien

18 Literatur Biffl. Gudrun (2003): SOPEMI Report on Labour Migration, WIFO: Wien Fassmann, Heinz & Münz, Rainer (1995): Einwanderungsland Österreich? Historische Migrationsmuster, aktuelle Trends und politische Maßnahmen. Wien: Jugend & Volk. Fassmann, Heinz & Stacher, Irene (Hrsg.) (2003): Österreichischer Migrationsund Integrationsbericht. Demographische Entwicklungen - sozioökonomische Strukturen - rechtliche Rahmenbedingungen. Klagenfurt: Drava. Ladstätter Johann (2002):Volkszählung 2001: Ausländer in Österreich Statistische Nachrichten 2002 (1), S Lebhart (2003): Volkszählung 2001: Geburtsland und Staatsangehörigkeit, in: Statistische Nachrichten 4/2003, S Münz, Rainer, Zuser, Peter & Kytir, Josef (2003): Grenzüberschreitende Wanderungen und ausländische Wohnbevölkerung. In: Fassmann, Heinz & Stacher Irene: Österreichischer MIgrations- und Integrationsbericht.. Klagenfurt: Verlag Drava, S Pries, Ludger (1997): Transnationale Migration. Baden-Baden Raper, Mark (2001). Forced Migration. An overview of refugees and forcibly displaced people today. In: Souza, Stan Population and Poverty Issues at the dawn of the 21st century, New Dehli: Indian Social Institute, S

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