USA und China: Abhängigkeiten zweier Volkswirtschaften

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "USA und China: Abhängigkeiten zweier Volkswirtschaften"

Transkript

1 USA und China: Abhängigkeiten zweier Volkswirtschaften Prof. Stefan Hilbert Seit einiger Zeit ist eine Annäherung auf politischer Ebene zwischen den USA und China festzustellen. Dabei stehen eher weniger die unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechten als mehr die ökonomischen Interessen im Vordergrund. Denn zwischen China und den USA bestehen wechselseitige Abhängigkeiten, welche durch die Globalisierung induziert sind. Unterschiedliche politische Systeme vermögen folglich miteinander kooperieren zu können, wenn ökonomische Interessen dies bedingen. Aus ökonomischer Sicht ist die Beziehung dieser beiden Staaten zum gegenseitigen Vorteil, solange das System funktioniert. Offene Volkswirtschaften sind durch folgende drei Aspekte gekennzeichnet 1 : Offene Gütermärkte bestehen, auf denen sowohl Konsumenten als auch Produzenten frei zwischen inländischen und ausländischen Gütern wählen können. Offene Finanzmärkte existieren, die es den Anlegern ermöglichen, frei zwischen inländischen und ausländischen Finanz- bzw. Kapitalanlagen zu wählen. Offene Faktormärkte ermöglichen den Produzenten (Unternehmen), den Produktionsstandort frei zu wählen und lassen grundsätzlich auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die freie Wahl des Arbeitsplatzes (auch hier wiederum jeweils bezogen auf das Inland und das Ausland). Für die USA kann konstatiert werden, dass die Freiheit in Bezug auf Güter-, Finanzund Faktormärkte grundsätzlich gegeben ist. Für die chinesische Volkswirtschaft gilt das Freiheitspostulat eingeschränkt, da die Regierung der Volksrepublik den Austausch von Real- und Nominalgüterströmen nur nach ihren Bedingungen zulässt. So ist die faktische Bindung der chinesischen Währung (Yuan) an den US-$ lediglich aus handelspolitischen Gründen erfolgt (vgl. Abbildung 1). Auf diese Weise gelingt es den Chinesen, Abwertungen der US-Währung, die zu Vorteilen für den US-Export führen würden, zu egalisieren. Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen: In Abbildung 1 ist der Wechselkurs zwischen dem Yuan und dem US-$ abgetragen. Es ist zu erkennen, dass im Zeitraum 2009 bis 2010 für einen Yuan ca. 14,7 US-Cent gezahlt werden mussten. Seit Anfang 2011 muss ein US-Amerikaner für einen Yuan etwas mehr al 15,0 US-Cent bezahlen. Die chinesische Währung hat also im Vergleich zur US-Währung aufgewertet. Das bedeutet, dass chinesische Güter auch tendenziell teurer wurden. Daraus wird deutlich, dass ein Exportland (in diesem Falle China) eher weniger ein Interesse daran hat, dass die eigene Währung zu stark (und damit teuer) wird. Eine Aufwertung schmälert die Exportchancen. 1 vgl. Blanchard, Oliver; Illing, Gerhard (Makroökonomie, 2009), S

2 Abbildung 1: Wechselkurs Yuan / US-$ Yuan/Us-$ Jahr Quelle: abgerufen am Die Unterbewertung des Yuan ist aber nur aufrecht zu erhalten, da der Kapitalverkehr zwischen China und dem Rest der Welt eingeschränkt ist. Grundsätzlich müsste die chinesische Währung deutlich stärker aufwerten, da die Wirtschaftskraft Chinas stärker ist, als die der USA. Da die Wirtschaftsleistung Chinas auch im Zeitraum 2009 bis Ende 2010 deutlich stärker war, als die der USA, hätte der Yuan auch schon in diesem Zeitraum eine Aufwertung erfahren müssen. Wie dem Chart aber zu entnehmen ist (vgl. Abbildung 1), war die Parität (der Wechselkurs) zwischen dem Yuan und dem US-$ nahezu konstant. Dies lässt vermuten, dass die chinesische Zentralbank den Preis zwischen Yuan und US-$ künstlich aufrecht erhalten hat. China wird als Werkbank der Welt bezeichnet. Kostenvorteile in der Produktion (z.b. durch vergleichsweise niedrige Lohnkosten) ermöglichten China ein enormes Wachstum, laut IWF (Internationaler Währungsfonds) soll die Wirtschaftsleistung Chinas im Jahr 2011 um 9,6% zunehmen. Durch den weltweiten Handel profitieren viele Länder von den preiswerten Produkten aus dem Reich der Mitte. 2 Durch den Warenaustausch (Realgüterstrom) werden aber auch Geldströme in Form von Devisen / Kapital (Nominalgüterströme) ausgelöst. Importe und Exporte von Waren und Kapital können für die beteiligten Volkswirtschaften zum Vorteil gereichen. Problematisch wird die Situation aber, wenn die Austauschbeziehungen zu anhaltenden Ungleichgewichten führen. Die USA weisen derzeit etwa neben einem Handelsbilanzdefizit auch ein enormes Haushaltsdefizit auf (vgl. Abbildung 2), was sich nicht nur auf die Güter- sondern auch Finanzmärkte auswirkt. In der Volkswirtschaftslehre werden die Austauschbeziehungen zwischen dem Inland und dem Ausland in der Zahlungsbilanz dargestellt. Die Zahlungsbilanz 3 (vgl. Abbildung 3) erfasst also sämtliche Transaktionen der Inländer mit dem Ausland und beinhaltet sowohl Handelsströme (Realgüterströme) als auch Finanzströme (Nominal- 2 Aus ökonomischer Sicht verbirgt sich hinter dieser Überlegung das Theorem der komparativen Kosten, welches auf Ricardo zurückgeht; vgl. hierzu etwa Baßeler, Ulrich; Heinrich, Jürgen; Utecht, Burkhard (Volkswirtschaft, 2006), S. 548ff. 3 Für eine grundlegende Darstellung der Zahlungsbilanzsystematik vgl. Baßeler, Ulrich; Heinrich, Jürgen; Utecht, Burkhard (Volkswirtschaft, 2006), S. 282ff. 2

3 güterströme). Im Folgenden wird mit Blick auf die Abhängigkeiten zwischen den USA und China insbesondere auf die Leistungsbilanz und auf die Kapitalbilanz eingegangen. Abbildung 2: Wirtschaftsdaten der USA Wirtschaftsdaten für die Vereinigten Staaten vh 1) ) ) Bruttoinlandsprodukt 3)... 1,9 0,0 2,6 2,6 2,1 Private Konsumausgaben 3)... 2,4 0,3 1,2 1,5 2,0 Private Bruttoanlageinvestitionen 3)... 1,8 6,4 18,3 4,1 5,4 Konsum und Bruttoinvestitionen 4) des Staates 3) 1,3 2,8 1,6 1,2 0,7 Exporte von Waren und Dienstleistungen 3)... 9,3 6,0 9,5 12,0 7,8 Importe von Waren und Dienstleistungen 3)... 2,7 2,6 13,8 12,4 7,5 Verbraucherpreise... 2,9 3,8 0,3 1,6 1,0 Arbeitslosenquote 5) 4,6 5,8 9,3 9,8 9,6 Leistungsbilanzsaldo 6) 5,1 4,7 2,7 3,4 3,0 Finanzierungssaldo des Staates 6) 2,8 6,5 11,0 9,7 8,7 Schuldenstand des Staates 6) 61,9 70,4 83,0 89,6 94,8 1) Soweit nicht anders definiert: Veränderung gegenüber dem Vorjahr. 2) Eigene Schätzung auf Basis von Angaben internationaler und nationaler Institutionen. 3) In Preisen von ) Bruttoanlageinvestitionen zuzüglich Vorratsveränderungen. 5) Arbeitslose in vh der zivilen Erwerbspersonen. 6) In Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt in vh. Quelle: Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2010/2011 In der Leistungsbilanz werden die Handels- und Dienstleistungsbilanz, die Faktoreinkommensbilanz sowie die Bilanz der laufenden Übertragungen zusammengefasst. Die Leistungsbilanz enthält folglich sämtliche Leistungstransaktionen, die einen direkten Einfluss auf das inländische Einkommen haben. In der Kapitalbilanz werden alle Finanztransaktionen mit dem Ausland verbucht, die von privaten Wirtschaftssubjekten und von öffentlichen Haushalten (einschließlich der Zentralbank) getätigt werden. Zu unterscheiden sind hierbei Direktinvestitionen, Wertpapieranlagen sowie Kredite und sonstige internationale Anlagen. Letztendlich werden in der Devisenbilanz (Teil der Kapitalbilanz), sämtliche Transaktionen erfasst, durch die die Währungsreserven der Zentralbank verändert werden. Wie wir noch sehen werden, sind Realgüter- und Nominalgüterströme aus dem Außenhandel eng miteinander verbunden. Die internationalen Waren- und Dienstleistungsströme und die internationalen Kapitalströme sind also zwei Seiten ein und derselben Medaille. 4 4 Mankiw, N. Gregory; Taylor, Mark P. (Volkswirtschaftslehre, 2008), S

4 Abbildung 2: Grundschema der Zahlungsbilanz Aktiva Passiva Teilbilanzen Warenexporte Warenimporte Handelsbilanz Dienstleistungsexporte Dienstleistungsimporte Dienstleistungsbilanz Empfangene Erwerbs- und Geleistete Erwerbs- und Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen Vermögenseinkommen Vermögenseinkommen Leistungsbilanz Empfangene laufende Übertragungen Geleistete laufende Übertragungen Bilanz der laufenden Übertragungen Empfangene Vermögenstransfers Geleistete Vermögenstransfers Bilanz der Vermögenstransfers Netto-Direktinvestitionen im Inland Netto-Direktinvestitionen im Ausland Netto-Erwerb von ausländischen Wertpapieren Netto-Erwerb von inländischen Wertpapieren durch Ausländer durch Inländer Netto-Kredite von Ausländern an Inländer Veränderung der Währungsreserven Veränderung der (Abnahme) Restposten Netto-Kredite von Inländern an Ausländer Währungsreserven (Zunahme) Restposten Kapitalbilanz Devisenbilanz statistisch nicht aufgliederbare Restposten Quelle: vgl. Baßeler, Ulrich; Heinrich, Jürgen; Utecht, Burkhard (Volkswirtschaft, 2006), S. 284, modifiziert Mittels eines einfachen Makro-Modells 5 kann die Problematik, welche sich für die USA ergibt, dargestellt werden. Wegen der exponierten Stellung der USA (größte Volkswirtschaft der Welt; US-$ ist die wichtigste Reservewährung der Welt) beeinflussen US-Ungleichgewichte auch das Weltwirtschafts- und Weltfinanzsystem. Das Bruttoinlandsprodukt (Y) der USA setzt sich zusammen aus dem Konsum (C), den Investitionen (I), dem Staatsverbrauch (G) sowie dem Leistungsbilanzsaldo 6 bestehend aus dem Saldo von Exporten (X) und Importen (IM). (1.1) Y = C + I + G + X - IM Dies stellt die erste Identität im Rahmen der Kreislaufanalyse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung dar. Sollte für die inländische Nachfrage (C, I und G) sowie die Nachfrage der Ausländer nach US-Gütern (dies entspricht den Exporten X) die inländische Produktion (Y) nicht ausreichen, muss die Nachfragelücke durch die Importe (IM) geschlossen werden. Damit ändert sich (1.1) zu (1.2) Y + IM = C + I + G + EX Somit nimmt der Handel mit dem Rest der Welt eine besondere Bedeutung bei der Versorgung einer Volkswirtschaft mit Gütern und Dienstleistungen ein. Durch Importe kann die Konsummöglichkeit (das Wohlstandsniveau) erhöht werden, kurzfristig zumindest allemal. Langfristig kommt es aber auch auf die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft an, denn Importe müssen auch gezahlt werden. Erfolgt diese Zah- 5 vgl. Mankiw, N. Gregory; Taylor, Mark P. (Volkswirtschaftslehre, 2008), S. 766ff. 6 Genau genommen handelt es sich beim Saldo aus Exporten und Importen um den Außenbeitrag. Da die Warenströme die Leistungsbilanz dominieren, wird in der Volkswirtschaftslehre meist der Außenbeitrag mit dem Leistungsbilanzsaldo gleichgesetzt. 4

5 lung der Importe über Kredite, kann daraus ein Verschuldungsproblem erwachsen, sofern die importierende Volkswirtschaft in späteren Perioden nicht in der Lage ist, die Kredite zurückzuzahlen. Für die weiteren Ausführungen wird der Leistungsbilanzsaldo zusammengefasst und als Netto-Exporte (NX) bezeichnet. Somit ergibt sich (1.3) Y = C + I + G + NX Die Netto-Exporte (NX) wiederum sind folglich nichts anderes als die Differenz zwischen den Ausgaben der Ausländer für die im Inland produzierten Gütern und Dienstleistungen (Exporte) und den Ausgaben von Inländern für im Ausland produzierte Güter und Dienstleistungen (Importe) und entsprechen dem Leistungsbilanzsaldo eines Landes. Für den Fall NX < 0, liegt ein Leistungsbilanzdefizit vor. Dies ist seit einiger Zeit in den USA der Fall: Die US-Volkswirtschaft importiert mehr Güter und Dienstleistungen aus der Welt, als sie im Gegenzug an die Staaten der Welt exportiert (vgl. Abbildung 2). Der Leistungsbilanzsaldo (NX), der wesentlich durch die Handelsbilanz bestimmt wird, hat somit wesentlichen Einfluss auf die Situation der Volkswirtschaft und zwar in zweierlei Hinsicht: Auf der einen Seite bestimmt er den Waren- und Güteraustausch mit der Welt (reale Ströme). Auf der anderen Seite wirkt der Leistungsbilanzsaldo aber auch auf die Finanzströme (nominale Ströme), da mit den Güter- und Dienstleistungsströmen auch Kapital- bzw. Devisenbewegungen einhergehen. Bezogen auf unser Zwei-Länder-Beispiel China und USA stellt sich die Situation wie folgt dar: China weist einen Außenhandelsüberschuss auf und exportiert mehr Waren in die USA, als es aus den USA importiert. Es gilt: NX > 0. Damit ist aber auch verbunden, dass China einen Zufluss an US-$ aufweist, was einem Kauf von ausländischen Aktiva und damit einem Abfluss von Kapital aus China entspricht. Dieser Kapitalabfluss aus der Sicht Chinas kann wie folgt erläutert werden: Durch die Exporte in die USA fließt China eine Menge an US-$ zu. Diese US-$ können die Chinesen (Exportunternehmen oder nach Umtausch in Yuan die chinesische Zentralbank) direkt in den Tresoren aufbewahren. Dies entspräche einem Investment in die gesamte US-amerikanische Wirtschaft. China kann diese US-$ aber auch dafür verwenden, direkt US-Anleihen oder US-Unternehmensaktien zu erwerben. In beiden Fällen findet durch den Exportüberschuss ein Nettokapitalabfluss statt. Nach diesem kurzen Exkurs in den Zusammenhang von Real- und Nominalgüterströmen wenden wir uns wieder dem Volkseinkommen bzw. Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu. Das Bruttoinlandsprodukt entspricht aber auch dem Einkommen der Produktionsfaktoren, die dieses Einkommen für Konsum (C), Ersparnisbildung (S) und Zahlung von Steuern (T) verwenden können. (1.4) Y = C + S + T Dies stellt die zweite Identität im Rahmen der Kreislaufanalyse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung dar. 5

6 (1.3) und (1.4) zusammen ergeben C + I + G + NX = C + S + T bzw. umgeformt (1.5) NX = (S - I) + (T G) Leistungsbilanzsaldo = Netto-Ersparnis + Budgetsaldo Anhand von (1.5) wird die Interdependenz von Leistungsbilanzdefizit, Ersparnisbildung und Staatsdefizit deutlich. Eine ausgeglichene Leistungsbilanz ist somit nicht ohne einen Ausgleich auf der Ersparnis- oder Budgetseite erzielbar. Aus Sicht der USA werden hier aber gleich drei Problembereiche ersichtlich: Ein negativer Leistungsbilanzsaldo, eine negative Netto-Ersparnis und ein negativer Budgetsaldo. Die Sparquote ist in den USA schon fast traditionell niedrig (vgl. Abbildung 4), der Konsum der US-Bürger ist größtenteils kreditfinanziert. Abbildung 4: Sparquoten ausgewählter Volkswirtschaften Auch der Staatshaushalt der USA weist ein enormes Defizit auf (vgl. Abbildung 5), d.h., (T G) < 0. 6

7 Als Finanzierungsmöglichkeit für die US-Regierung bleibt nur die Kreditaufnahme über US-Staatsanleihen. Dieser Kreditbedarf muss aber im Rest der Welt auf eine entsprechende Nachfrage stoßen, damit das Defizit ausgeglichen werden kann. Hier zeigt sich, dass die Exportstärke von China mit den damit einhergehenden US-$-Zuflüssen zu einem Finanzierungsvehikel der USA geworden sind (diese Rolle, des Financiers der USA, hatte in der Vergangenheit Japan eingenommen, das seinerseits über viele Jahre über Exportüberschüsse und damit einhergehende US-$-Zuflüsse verfügte). Abbildung 5: US-Haushaltssaldo im Zeitverlauf Quelle: abgerufen am China weist im Vergleich zu den USA komparative Kostenvorteile bei der Produktion von (Konsum-)Gütern auf. Aus diesem Grund exportiert China Waren in die USA (vgl. Abbildung 6). Aus diesen Handelsströmen erwächst aus Sicht der USA ein Handelsbilanzdefizit, da die Importe der USA die Exporte übersteigen. Die enorme US-Nachfrage nach Gütern sorgt schon seit langer Zeit für Defizite in der US-Handelsbilanz. Dem Realgüterstrom aus den internationalen Handelsbeziehungen steht aber auch ein Nominalgüterstrom gegenüber. Denn die Waren werden in US-$ fakturiert, so dass Devisen aus den USA nach China fließen. Für die Chinesen bedeutet dies, dass sie große Bestände an US-$ als Währungsreserven anhäufen. Mittlerweile hält China ca. 30% der gesamten US-$-Bestände der Welt. 7

8 Abbildung 6: Ausgewählte Real- und Nominalgüterströme USA / China Leistungsbilanz DEFIZIT! (X IM) < 0 Exporte Chinas Importe Chinas Leistungsbilanz Überschuss! (X IM) > 0 USA US-$ China Budget US-$ DEFIZIT! (T G) < 0 US-$-Staatsanleihen Währungsreserven (ca. 30% der US-$-Welt- Bestände) Quelle: eigene Darstellung Stellt sich nun die Frage, was China mit den enormen Beständen an US-$ anfängt. Diese US-$ einfach in den Tresoren der chinesischen Notenbank zu horten birgt die Gefahr, dass die Devisenbestände bei einer US-$-Abwertung ebenso an Wert verlieren. Die Lösung des US-$-Problems der Chinesen findet sich durch die US-Amerikaner selbst. Denn die USA finanzieren einen Großteil ihres Konsums und ihres Staatshaushalts auf Kredit. Der Budgetsaldo (T G) ist negativ, so dass der Ausgleich des Defizits über die Ausgabe von US-Staatsanleihen erfolgt. Staatsanleihen weisen eine Verzinsung auf, dies macht diese Papiere neben der Tatsache, dass sie als sicher gelten, für China als Kapitalanlage attraktiv. Die aus den Handelsüberschüssen erzielten US-$ fließen somit wieder zum Großteil über den Kauf US-amerikanischer Staatsanleihen zurück in die USA und finanzieren über staatliche Ausgabenprogramme wieder den Konsum der US-Bürger und damit auch den Export der chinesischen Industrie. Ein gefährlicher Kreislauf von Ungleichgewichten. Grundlagenliteratur Baßeler, Ulrich; Heinrich, Jürgen; Utecht, Burkhard (Volkswirtschaft, 2006): Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft, 18. Auflage, Stuttgart 2006 Blanchard, Oliver; Illing, Gerhard (Makroökonomie, 2009): Makroökonomie, 5. aktualisierte und erweiterte Auflage, München 2009 Mankiw, N. Gregory; Taylor, Mark (Volkswirtschaftslehre, 2006): Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 4. Auflage, Stuttgart 2006 Februar

MBT: Unterlagen zur Zahlungsbilanz

MBT: Unterlagen zur Zahlungsbilanz Fachbereich Wirtschaftswissenschaft Institut für Wirtschaftstheorie Univ.-Prof. Dr. Ulrich Baßeler Dipl.-Vw. Marcel Lähn Sommersemester 2002 Sprechstunden: Boltzmannstraße 20 D-14195 Berlin Telefon 030

Mehr

Wirtschaftskreislauf. Inhaltsverzeichnis. Einfacher Wirtschaftskreislauf. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wirtschaftskreislauf. Inhaltsverzeichnis. Einfacher Wirtschaftskreislauf. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wirtschaftskreislauf aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Der Wirtschaftskreislauf ist ein vereinfachtes Modell einer Volkswirtschaft, in dem die wesentlichen Tauschvorgänge zwischen den Wirtschaftssubjekten

Mehr

Grundlagen der Makroökonomie. Tutorium 3 - Geld und Außenwirtschaft

Grundlagen der Makroökonomie. Tutorium 3 - Geld und Außenwirtschaft Universität Ulm 89069 Ulm Germany Die Tutoren der Kleingruppenübungen Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Grundlagen der

Mehr

Mundell-Fleming Modell. b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses?

Mundell-Fleming Modell. b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses? Mundell-Fleming Modell 1. Wechselkurse a) Was ist ein Wechselkurs? b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses? c) Wie verändert sich bei der Preisnotierung der Wechselkurs,

Mehr

Lösungen zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaftstheorie: Aufgabensammlung I

Lösungen zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaftstheorie: Aufgabensammlung I Thema Dokumentart Makroökonomie: Aussenwirtschaftstheorie und -politik Lösungen zu Aufgabensammlung LÖSUNGEN Aussenwirtschaftstheorie: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Was versteht man unter der Zahlungsbilanz

Mehr

Spezielle Themen: Aussenwirtschaft. Lösung zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaft: Aufgabensammlung I

Spezielle Themen: Aussenwirtschaft. Lösung zu Aufgabensammlung. Aussenwirtschaft: Aufgabensammlung I Thema Dokumentart Spezielle Themen: Aussenwirtschaft Lösung zu Aufgabensammlung Lösung Aussenwirtschaft: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 1.1 Stellen Sie den Devisenmarkt (einheimische Währung CHF, ausländische

Mehr

Vorlesung Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Vorlesung Internationale Wirtschaftsbeziehungen Vorlesung Internationale Wirtschaftsbeziehungen Reale Außenwirtschaft Monetäre Außenwirtschaft 1 Monetäre Außenwirtschaft Inhaltliche Schwerpunkte 1. Einführung 2. VGR und Zahlungsbilanz (12) 3. Bestimmungsgründe

Mehr

einfache IS-XM-Modell

einfache IS-XM-Modell Universität Ulm 89069 Ulm Germany Prof. Dr. Werner Smolny Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Institutsdirektor Wintersemester

Mehr

Zahlungsbilanz unesco projekt - schule. Cäcilienschule Oldenburg unesco projekt schule

Zahlungsbilanz unesco projekt - schule. Cäcilienschule Oldenburg unesco projekt schule Zahlungsbilanz unesco projekt - schule Workshop 5: Zahlungsbilanz Überblick Ökonomie an der Cäcilienschule Kurs Internationale Wirtschaftsbeziehungen Überblick Zahlungsbilanz im Unterricht Einordnung in

Mehr

Topic 4 Offene Wirtschaft (Blanchard Ch. 18,19)

Topic 4 Offene Wirtschaft (Blanchard Ch. 18,19) Topic 4 Offene Wirtschaft (Blanchard Ch. 18,19) drei Dimensionen der Offenheit: 1.Offene Gütermärkte: Beschränkungen: Zölle und Quoten. 2.Offene Finanzmärkte: Beschränkungen: Kapitalkontrollen 3.Offene

Mehr

Vorlesung VWL II vom 4.1. und 15.1.2010. Die offene Volkswirtschaft

Vorlesung VWL II vom 4.1. und 15.1.2010. Die offene Volkswirtschaft Vorlesung VWL II vom 41 und 15121 Die offene Volkswirtschaft 7 Die offene Volkswirtschaft Bislang wurde in den theoretischen Betrachtungen von einer geschlossenen Volkswirtschaft ausgegangen, die keine

Mehr

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7:

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7: Internationale Ökonomie II Vorlesung 7: Übersicht: Das internationale Währungssystem bis 1973 Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse

Mehr

Die Zahlungsbilanz 12.12.2011

Die Zahlungsbilanz 12.12.2011 Die Zahlungsbilanz 12.12.2011 Gliederung der Vorlesung 1 Einführung 2 Die Mechanik der Zahlungsbilanzrechnung 3 Die Ökonomie hinter der Zahlungsbilanz Einführung Bisher: Ursachen für freien Handel, bspw.

Mehr

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr.

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr. Makroökonomie Sommersemester 2011 Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse Scharnhorststr. 100, Raum 114 1. EINFÜHRUNG 2 VORLESUNG: DI, 8 10 UHR DO, 8 10 UHR ÜBUNG: DO, 12 14 UHR ALLE VERANSTALTUNGEN IM

Mehr

Grundbegriffe der monetären Ökonomie: Geld und Währung

Grundbegriffe der monetären Ökonomie: Geld und Währung Grundbegriffe der monetären Ökonomie: Geld und Währung Geldpolitik in der langen Frist Langfristig ist Geld neutral, d.h. eine nominale Geldmengenvermehrung führt zu einer entsprechenden Inflation: P /

Mehr

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - MUSTERLÖSUNG -

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - MUSTERLÖSUNG - Beispielklausur 1 IWB Musterlösung, Seite 1 FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - Fachgebiet Volkswirtschaftslehre - MUSTERLÖSUNG - Fachbereich: Fach: Internationale Wirtschaftsbeziehungen Studiengang: Studiensemester:

Mehr

Einführung: Das Mundell-Fleming-Modell

Einführung: Das Mundell-Fleming-Modell Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl.-Kfm. Philipp Buss Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2013/2014

Mehr

Währungskrise in Europa?

Währungskrise in Europa? Währungskrise in Europa? Die ökonomischen Hintergründe der Staatsschuldenkrise Prof. Dr. Stefan May, Hochschule Ingolstadt, ikf Institut GmbH 1 Themen I. Anhaltende Divergenz in Europa das Hauptproblem

Mehr

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF

E-Lehrbuch BWL einfach und schnell DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF E-Lehrbuch BWL einfach und schnell DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF In einer Volkswirtschaft bestehen die unterschiedlichsten Beziehungen zwischen den verschiedenen Wirtschaftssubjekten. Zur einfacheren Darstellung

Mehr

Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung

Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung PROF. DR.MICHAEL FUNKE DIPL.VW. KRISTIN GÖBEL Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2010/11) Aufgabe 1: Das IS-LM-Modell in einer geschlossenen Volkswirtschaft a) Zeigen Sie unter Verwendung

Mehr

STAT/06/101 25. Juli 2006

STAT/06/101 25. Juli 2006 STAT//101 25. Juli 20 Erstes Quartal 20 EU25 verzeichnet Leistungsbilanzdefizit von 36,7 Mrd. Euro Überschuss von 11,5 Mrd. Euro in der Dienstleistungsbilanz Nach den jüngsten Revisionen 1 verzeichnet

Mehr

Währung und internationale Zusammenarbeit

Währung und internationale Zusammenarbeit Unterrichtsidee Phase 1: Problematisierung Wechselkurs Lehrerimpuls, Entwicklung verschiedener Wechselkurse gegenüber dem Euro (Unterrichtsmaterial I) Beschreiben Sie, was diese Grafik darstellt. Was drückt

Mehr

Volkswirtschaftslehre inkl. Lösungen

Volkswirtschaftslehre inkl. Lösungen Prüfungsfach: Prüfungsdauer: Volkswirtschaftslehre inkl. en 1 Stunde Maximale Punktzahl 60 Anzahl Aufgabenblätter 8 Anzahl sblätter... Bitte bei den sblättern nicht auf die Rückseite schreiben! Bitte beachten

Mehr

IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Thema 04: Internationale Wirtschaft - Grundlagen

IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Thema 04: Internationale Wirtschaft - Grundlagen IK Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit Thema 04: Internationale Wirtschaft - Grundlagen Allgemeines. Nominelle Wechselkurse: Austauschverhältnisse zwischen Währungen. Zwei Darstellungsformen: Preis-

Mehr

Vorlesung Makroökonomie Sommersemester 2009

Vorlesung Makroökonomie Sommersemester 2009 Vorlesung Makroökonomie Sommersemester 2009 1. 15.04.09 Einführung in makroökonomische Fragestellungen --- 2. 22.04.09 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung I Göcke (2009a), S. 2 15. 3. 29.04.09 Volkswirtschaftliche

Mehr

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Frühjahrssemester 2008 Prof. Christine Kaufmann Ziele der Vorlesung Einblick in verschiedene Themen des Wirtschaftsvölkerrechts

Mehr

5. Das Standardmodell der realen Außenhandelstheorie

5. Das Standardmodell der realen Außenhandelstheorie 5. Das Standardmodell der realen Außenhandelstheorie 1) Ricardo-Modell: komparativer Vorteil als Ursache der Spezialisierung; keine Aussagen über die Einkommensverteilung. 2) Das modifizierte Ricardo-Modell:

Mehr

VWL Skripte aus WVL für Fachabitur

VWL Skripte aus WVL für Fachabitur VWL Skripte aus WVL für Fachabitur 1. Struktur und Umfang des Ex- und Imports 2. Bereiche des weltwirtschaftlichen Zusammenhangs 3. Gründe für internationalen Handel 4. Außenwirtschaftspolitik 5. Terms

Mehr

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Einführung in die Makroökonomie SS 2012 2. März 2012 Einführung in die Makroökonomie (SS 2012) Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 2. März 2012 1 / 47 Volkswirtschaftliche

Mehr

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11 Grundlagen der Volkswirtschaftslehre Übungsblatt 11 Robert Poppe robert.poppe@uni-mannheim.de Universität Mannheim 25. November 2010 Überblick 1 Produktion und Wachstum 2 Kreditmarkt 3 Risikoeinstellung

Mehr

Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011:

Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011: Eine makroökonomische Theorie der offenen Volkswirtschaft Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011: Die Euro-Schuldenkrise hat dazu geführt, dass Anleihen in Euro für

Mehr

4. Konsum und Güternachfrage

4. Konsum und Güternachfrage 4. Konsum und Güternachfrage Kromphardt, Teil C Blanchard / Illing, Kapitel 3, 16.1 Mankiw: Makroökonomik, Kapitel 16 Seite 1 Motivation Typische konjunkturpolitische/-theoretische Fragen: Welche kurzfristigen

Mehr

Makroökonomik II. Veranstaltung 2

Makroökonomik II. Veranstaltung 2 Makroökonomik II Veranstaltung 2 1 Ausgangspunkt 1. Das Keynesianische Kreuz konzentriert sich auf den Gütermarkt. Problem: Zinssatz beeinflusst Nachfrage. 2. Das IS LM Modell: fügt den Geldmarkt hinzu,

Mehr

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation Inflation Unsere Serie Was ist eigentlich... behandelt aktuelle und viel diskutierte Themen, die beim Nicht-Spezialisten eine gewisse Unsicherheit hinterlassen. Wir wollen das Thema jeweils einfach und

Mehr

Offene Volkswirtschaften 112

Offene Volkswirtschaften 112 Offene Volkswirtschaften 112 Praktisch alle Volkswirtschaften sind offen: Offene Gütermärkte: Waren und Dienstleistungen werden über die Grenzen hinweg gehandelt. Offene Finanzmärkte: Anleger können zwischen

Mehr

3. Außenwirtschaftliches. Gleichgewicht. 3.1 Grundlagen. 3. 3 Devisenmarkt-Gleichgewicht 3. 4 Das Mundell Fleming Modell

3. Außenwirtschaftliches. Gleichgewicht. 3.1 Grundlagen. 3. 3 Devisenmarkt-Gleichgewicht 3. 4 Das Mundell Fleming Modell 3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht 3.1 Grundlagen 3. 2 Kaufkraftparität - Der Big Mac Index 3. 3 Devisenmarkt-Gleichgewicht 3. 4 Das Mundell Fleming Modell 3. 5 Europäische WährungsunionW Blanchard/

Mehr

Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit - Thema 4: Internationale Wirtschaft - Basics (Teil II).

Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit - Thema 4: Internationale Wirtschaft - Basics (Teil II). Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit - Thema 4: Internationale Wirtschaft - Basics (Teil II). Mario Lackner JKU Linz, Abteilung für Wirtschaftspolitik. 10. November 2008 Eine vernetzte Weltwirtschaft

Mehr

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - M U S T E R L Ö S U N G -

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - M U S T E R L Ö S U N G - Beispielklausur 2 IWB Musterlösung, Seite 1 FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - Fachgebiet Volkswirtschaftslehre - M U S T E R L Ö S U N G - Fachbereich: Fach: Internationale Wirtschaftsbeziehungen Studiengang:

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Der internationale Handel. Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Der internationale Handel. Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Der internationale Handel Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Seite 3 Was ist ein absoluter Kostenvorteil? Nennen

Mehr

Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit. Lösung zu der Aufgabensammlung. Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung III

Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit. Lösung zu der Aufgabensammlung. Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung III Thema Dokumentart Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit Lösung zu der Aufgabensammlung Lösung Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung III Aufgabe 1 Gegeben ist die folgende Ausgangslage bezüglich der maximalen

Mehr

Vierteljährliche Zahlungsbilanz und Auslandsvermögensstatus für das Euro-Währungsgebiet: Erstes Quartal 2015

Vierteljährliche Zahlungsbilanz und Auslandsvermögensstatus für das Euro-Währungsgebiet: Erstes Quartal 2015 1 PRESSEMITTEILUNG 9. Juli 2015 Vierteljährliche Zahlungsbilanz und Auslandsvermögensstatus für das Euro-Währungsgebiet: Erstes Quartal 2015 Die Leistungsbilanz des Euro-Währungsgebiets wies in den vier

Mehr

Das makroökonomische Grundmodell

Das makroökonomische Grundmodell Universität Ulm 89069 Ulm Germany Dipl.-Kfm. hilipp Buss Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester 2013/2014

Mehr

Währungsrisikoanalyse

Währungsrisikoanalyse Währungsrisikoanalyse Argentinien Schiffelmann, Thomas Tealdo, Sven Rickes, Rolf Luo, YongXin 1.1.1 Wachstum der realen aggregierten Kreditvergabe -1 mn Peso 250,000 200,000 150,000 100,000 50,000 0,000

Mehr

Wechselkurse. Sorten = Banknoten und Münzen in ausländischer Währung. Devisen = nur Bankguthaben (bargeldloser Zahlungsverkehr)

Wechselkurse. Sorten = Banknoten und Münzen in ausländischer Währung. Devisen = nur Bankguthaben (bargeldloser Zahlungsverkehr) Wechselkurse - zur finanziellen Abwicklung des Außenhandels benötigt man ausländische Währungen - Zahlungsmittel = Devisen - Wechselkurse = Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen - spiegelt den Außenwert

Mehr

Entwicklung der öffentlichen Finanzen

Entwicklung der öffentlichen Finanzen Entwicklung der öffentlichen Finanzen In absoluten Zahlen, 1970 bis 2012* In absoluten Zahlen, 1970 bis 2012* in Mrd. Euro 1.200 1.000 800 600 400 235,6 352,8 Finanzierungssaldo 889,5 558,0 444,8 18,6

Mehr

Grundlagen volkswirtschaftlicher Gesprächskompetenz - der makroökonomische Argumentationsrahmen der Financial Community

Grundlagen volkswirtschaftlicher Gesprächskompetenz - der makroökonomische Argumentationsrahmen der Financial Community Grundlagen volkswirtschaftlicher Gesprächskompetenz - der makroökonomische Argumentationsrahmen der Financial Community Prof. Dr. Stefan May Hochschule Ingolstadt 1 Gliederung 1. Volkswirtschaftliche Gesprächskompetenz

Mehr

Kapitel 7: Internationale Faktorbewegungen. Folie 7-1

Kapitel 7: Internationale Faktorbewegungen. Folie 7-1 Kapitel 7: Internationale Faktorbewegungen Folie 7-1 Plan für die restliche Veranstaltung Heute: KO Kap. 7 - Internationale Faktorbewegungen Morgen: KO Kap. 9 - Politische Ökonomie der Handelspolitik 24.1.:

Mehr

Vom Exportweltmeister zur Stärkung der Binnenwirtschaft Wo können neue Arbeitsplätze entstehen? Berlin, 29. April 2010 Dr. Michael Dauderstädt

Vom Exportweltmeister zur Stärkung der Binnenwirtschaft Wo können neue Arbeitsplätze entstehen? Berlin, 29. April 2010 Dr. Michael Dauderstädt Vom Exportweltmeister zur Stärkung der Binnenwirtschaft Wo können neue Arbeitsplätze entstehen? Berlin, 29. April 2010 Dr. Michael Dauderstädt Struktur meiner Präsentation Wachstumsmodell gesucht Exportorientierung:

Mehr

starker franken die schweiz profitiert von einem offenen kapitalmarkt

starker franken die schweiz profitiert von einem offenen kapitalmarkt starker franken die schweiz profitiert von einem offenen kapitalmarkt Informationsblatt 1: Negativzinsen und Kapitalverkehrskontrollen Das Wichtigste in Kürze: Über drei Viertel des täglich gehandelten

Mehr

Krisen. (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP)

Krisen. (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP) Krisen (Die volkswirtschaftliche Perspektive) Xenia Matschke Internationale Wirtschaftspolitik (IWP) Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Internationale Wirtschaftspolitik Lehrstuhlinhaber: Prof.

Mehr

Was ist mit dem Dollar los? Manuel Ammann und Rico von Wyss. St. Galler Tagblatt, 9.4.2008, S. 2.

Was ist mit dem Dollar los? Manuel Ammann und Rico von Wyss. St. Galler Tagblatt, 9.4.2008, S. 2. Was ist mit dem Dollar los? Manuel Ammann und Rico von Wyss St. Galler Tagblatt, 9.4.2008, S. 2. Der Wert der amerikanischen Währung hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Währungen stark

Mehr

Frankfurter Handelsplatz kaum helfen, seine magere Devisenbilanz aufzubessern.

Frankfurter Handelsplatz kaum helfen, seine magere Devisenbilanz aufzubessern. Große FX-Bewegung steht bevor Wellenreiter-Kolumne vom 07. Mai 2014 FX steht für Foreign Exchange. Der Währungsmarkt stellt mit einem handelstäglichen Volumen von 5,3 Billionen US-Dollar den größten Finanzmarkt

Mehr

Lehrveranstaltung Internationale Finanzmärkte I

Lehrveranstaltung Internationale Finanzmärkte I Lehrveranstaltung Internationale Finanzmärkte I - Investment Banking, Zins- und Devisenmärkte - Universität Wintersemester 2007/2008 Internationale Finanzmärkte Gliederungsübersicht I: Systematik der internationalen

Mehr

23.1 Bedeutung von Wechselkursen 23.2 Währungspolitische Alternativen 23.3 Währungspolitische Zusammenarbeit

23.1 Bedeutung von Wechselkursen 23.2 Währungspolitische Alternativen 23.3 Währungspolitische Zusammenarbeit Prof. Dr. Holger 23.1 Bedeutung von Wechselkursen 23.2 Währungspolitische Alternativen 23.3 Währungspolitische Zusammenarbeit Ziel: Vermittlung der Grundlagen und Perspektiven Stand: 12. Folie 1 von 33

Mehr

Produktionskonto der Unternehmen = Nettowertschöpfung (= Nettoergebnis der Produktion) Nettowertschöpfung:

Produktionskonto der Unternehmen = Nettowertschöpfung (= Nettoergebnis der Produktion) Nettowertschöpfung: Produktionskonto der Unternehmen: - Habenseite: Summiert die Verkaufswerte der Güterproduktion einer Zeitperiode - Sollseite: Ausweis der Produktionskosten in Form von Vorleistungen, Abschreibungen und

Mehr

Das Finanzsystem - Sparen und Investieren

Das Finanzsystem - Sparen und Investieren Das Finanzsystem - Sparen und Investieren Das Finanzsystem besteht aus Institutionen, welche Ersparnisse von Sparern zu Schuldnern kanalisieren. Dazu gehören Finanzmärkte (Aktienmarkt, Anleihemarkt) und

Mehr

Kapitel 14: Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz

Kapitel 14: Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz Kapitel 1 Einführung Kapitel 14: Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz Folie 13-1 14. Wechselkurse und Devisenmarkt: ein Vermögensmarkt-Ansatz Einführung Wechselkurse und internationale

Mehr

Handel und Entwicklung

Handel und Entwicklung Handel und Entwicklung Oliver Schwank, März 2009 Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Global Studies . Überblick 1. Einführung Stylized Facts 2. Freihandel vs Protektionismus 3. Exportorientierung vs Importsubstitution

Mehr

Anzeichen konvergierender Entwicklungen

Anzeichen konvergierender Entwicklungen Auszug aus dem Jahresgutachten 214/15 Anzeichen konvergierender Entwicklungen in den Mitgliedstaaten Textziffern 217 bis 223 Strukturelle Anpassung und geldpolitische Lockerung im Euro-Raum Kapitel 4 II.

Mehr

Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht

Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht Zielbeziehungen Steigender Erfolg bei einem Ziel führt zu... steigendem Erfolg beim anderen sinkendem Erfolg beim anderen Komplementäre Ziele Konkurrierende Ziele 2

Mehr

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE Professor Dr. Peter Bofinger Der Euro ist eine stabile Währung 12 1 8 6 4 2 Inflation (212) % 15 1 5-5 Langfristige Inflationstrends Deutschland

Mehr

STAATSVERSCHULDUNG: GRUNDLAGEN Staatliche Budgetbeschränkung (1)

STAATSVERSCHULDUNG: GRUNDLAGEN Staatliche Budgetbeschränkung (1) Grundzüge der Finanzwissenschaft C.4.1 STAATSVERSCHULDUNG: GRUNDLAGEN Staatliche Budgetbeschränkung (1) Analyserahmen: Vw (Staat und priv. HH) existiert für 2 Perioden gegebener konstanter Zinssatz r T

Mehr

1. Einführung. Gegenstand der Außenwirtschaft Fragestellungen Überblick Empirische Relevanz

1. Einführung. Gegenstand der Außenwirtschaft Fragestellungen Überblick Empirische Relevanz 1. Einführung Gegenstand der Außenwirtschaft Fragestellungen Überblick Empirische Relevanz 2 Gegenstand der Außenwirtschaft Wirtschaftliche Interaktionen zwischen souveränen Staaten: Handel mit Gütern

Mehr

VWL - Examen - Makroökonomik

VWL - Examen - Makroökonomik Geschichte der Makroökonomik a) Weltwirtschaftskrise (Oktober 1929 Börsencrash) Arbeitslosigkeit verblieb in vielen Ländern mehr als zehn Jahre auf hohem Niveau b) Klassischer Ansatz bis zur Weltwirtschaftskrise

Mehr

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Inhalt 1. Historischer Überblick 2. Traditionelle Argumente für Wachstum 3. Wie kommt es zu einem Wachstumszwang? 4.

Mehr

Kapitalflüsse in ökonomisch sich entwickelnde Staaten

Kapitalflüsse in ökonomisch sich entwickelnde Staaten Kapitalflüsse in ökonomisch sich entwickelnde Staaten In absoluten Zahlen, nach nach Arten, Arten, 1998 1998 bis 2008 bis 2008 Mrd. US-Dollar 500 450 517,2 459,3 400 * Durchschnittswert in den genannten

Mehr

LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 14) Aufgabenblatt 2

LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 14) Aufgabenblatt 2 Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Jun.-Prof. Dr. Philipp Engler, Michael Paetz LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 4) Aufgabenblatt 2 Aufgabe : Gütermarktmodell a) Erläutern Sie die

Mehr

Lange Reihen ab 1970. Wachstum Erwerbstätigkeit Demografie

Lange Reihen ab 1970. Wachstum Erwerbstätigkeit Demografie Lange Reihen ab 1970 Wachstum Erwerbstätigkeit Demografie Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit 11019 Berlin www.bmwi.de Redaktion Bundesministerium

Mehr

Volkswirtschaftslehre Teil 2 München. LANDAUER COACHING Dr. Gert Landauer

Volkswirtschaftslehre Teil 2 München. LANDAUER COACHING Dr. Gert Landauer Volkswirtschaftslehre Teil 2 München LANDAUER COACHING Dr. Gert Landauer Folie 1 - LANDAUER COACHING - Dr. Gert Landauer Volkswirtschaftslehre 01 / 2015 Stabilitätsziele Folie 2 - LANDAUER COACHING - Dr.

Mehr

(i) Bei einer Preisentwicklung, die um den Zielwert schwankt, wird der Zielwert von null zeitweise unterschritten (Deflation).

(i) Bei einer Preisentwicklung, die um den Zielwert schwankt, wird der Zielwert von null zeitweise unterschritten (Deflation). Klausurfragen SS 2012 2. Termin 1. Geldpolitik der EZB (22 Punkte) a) Welches ist das Oberziel der EZB? Wie hat sie dieses Ziel konkretisiert? Preisniveaustabilität im Euroraum. Konkretisierung: Inflationsrate

Mehr

Fernstudieninstitut. Karsten Schulz. Grundzüge wirtschaftlicher. strategische Analysen. Master Sicherheitsmanagement Studienbrief im Modul 3

Fernstudieninstitut. Karsten Schulz. Grundzüge wirtschaftlicher. strategische Analysen. Master Sicherheitsmanagement Studienbrief im Modul 3 Fernstudieninstitut Karsten Schulz Grundzüge wirtschaftlicher Zusammenhänge und strategische Analysen Master Sicherheitsmanagement Studienbrief im Modul 3 Karsten Schulz Grundzüge wirtschaftlicher Zusammenhänge

Mehr

Diskurs. Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht. Ursachen, Gefahren, Korrekturen. Juni 2011

Diskurs. Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht. Ursachen, Gefahren, Korrekturen. Juni 2011 Juni 2011 Expertisen und Dokumentationen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht Ursachen, Gefahren, Korrekturen I II Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und

Mehr

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Tagebuch Internet-Blog Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Repetition Begriffe: Der Wirtschaftsmensch-

Mehr

Zusätzliche Nachfrage, neue Produktion, Wechselkurse und Inflation in gering industrialisierten Ländern

Zusätzliche Nachfrage, neue Produktion, Wechselkurse und Inflation in gering industrialisierten Ländern Future Finance Policy Brief No. 02, 01/2011 Zusätzliche Nachfrage, neue Produktion, Wechselkurse und Inflation in gering industrialisierten Ländern Die Wirkung von SZR-finanzierten Klimaschutzinvestitionen

Mehr

W Währungstheorie und politik (Wechelkurstheorie / -politik) W2 Wechselkurserklärung aus dem Außenhandel: Ein Devisenmarkt-Modell

W Währungstheorie und politik (Wechelkurstheorie / -politik) W2 Wechselkurserklärung aus dem Außenhandel: Ein Devisenmarkt-Modell Universität otsda, Wilfried Fuhrann, Wechselkurserklärung aus de Außenhandel, www. akrooekonoik.de 1 W Währungstheorie und politik (Wechelkurstheorie / -politik) (Zur Zitation: W. Fuhrann, Wechselkurserklärung

Mehr

Geld, Zins, Geldangebot und Geldnachfrage. 0 Was ist Geld und warum ist es für die Funktionalität einer entwickelten Volkswirtschaft unerläßlich?

Geld, Zins, Geldangebot und Geldnachfrage. 0 Was ist Geld und warum ist es für die Funktionalität einer entwickelten Volkswirtschaft unerläßlich? Geld, Zins, Geldangebot und Geldnachfrage 0 Was ist Geld und warum ist es für die Funktionalität einer entwickelten Volkswirtschaft unerläßlich? 0.1 Definition erfolgt über die Funktionen von Geld Transaktionsmittel

Mehr

Einführung in ökonomische Theorie und Wirtschaftspolitik. Seminar für LA Politik und Wirtschaft im Wintersemester 2006/07

Einführung in ökonomische Theorie und Wirtschaftspolitik. Seminar für LA Politik und Wirtschaft im Wintersemester 2006/07 Einführung in ökonomische Theorie und Wirtschaftspolitik Seminar für LA Politik und Wirtschaft im Wintersemester 2006/07 1 Seminarkonzept I II Wirtschaftspolitische Ziele 1 Stabilitäts- und Wachstumsgesetz:

Mehr

Wirtschaftsaussichten 2015

Wirtschaftsaussichten 2015 Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Wirtschaftsaussichten 2015 Vortrag beim Rotary Club Hamburg Wandsbek 5. Januar 2015 Hoffnungen in 2015 1. Wirtschaftswachstum positiv (global, EU, Deutschland) 2. Reformfrüchte

Mehr

Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick

Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick Gustav A. Horn Vortrag zur Tagung des Kocheler Kreises am 8.01.2010 www.boeckler.de Gliederung Ein schaudernder Blick zurück Wie sieht es aus?

Mehr

Kapitel 1: Der Welthandel im Überblick 1-1

Kapitel 1: Der Welthandel im Überblick 1-1 Kapitel 1: Der Welthandel im Überblick 1-1 Übersicht Wer handelt mit wem? Das Gravitationsmodell Einfluss der Größe einer Volkswirtschaft auf den Handel Weitere Faktoren, die den Handel beeinflussen Entferungen

Mehr

Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12)

Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12) PROF. DR.MICHAEL FUNKE DR. MICHAEL PAETZ Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12) Aufgabe 1: Nominal- und Realzinsen a) Lesen Sie bitte den Artikel zu Negativzinsen auf http://www.taz.de/!77395/.

Mehr

Gliederung. Volkswirtschaftslehre Makroökonomie 3.1. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 3.2. Wirtschaftskreislauf 3.3.

Gliederung. Volkswirtschaftslehre Makroökonomie 3.1. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 3.2. Wirtschaftskreislauf 3.3. Gliederung 3 Volkswirtschaftslehre Makroökonomie 3.1 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 3.2 Wirtschaftskreislauf 3.3 Monetärer Sektor 3.4 Außenwirtschaft 3.5 Wirtschaftspolitik Außenwirtschaft Globalisierung

Mehr

Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung I

Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung I Thema Dokumentart Spezielle Themen: 5. Semester Vollzeit Aufgabensammlung Prüfungsvorbereitung: Aufgabensammlung I Aufgabe 1 In welcher Teilbilanz der Zahlungsbilanz werden die folgenden aussenwirtschaftlichen

Mehr

Kreditgeschäft im Wandel: wie viel Geld braucht Wirtschaftswachstum?

Kreditgeschäft im Wandel: wie viel Geld braucht Wirtschaftswachstum? Kreditgeschäft im Wandel: wie viel Geld braucht Wirtschaftswachstum? Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank Eine Studie von Macro-Consult im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen

Mehr

Weltwirtschaft: Ein Aufschwung der zwei Geschwindigkeiten

Weltwirtschaft: Ein Aufschwung der zwei Geschwindigkeiten Auszug aus dem Jahresgutachten 21/11 Weltwirtschaft: Ein Aufschwung der zwei Geschwindigkeiten (Textziffern 49 bis 88) Weltwirtschaft: Ein Aufschwung der zwei Geschwindigkeiten 25 deren Industrieländern

Mehr

Wirtschaftsdaten kompakt: Marokko

Wirtschaftsdaten kompakt: Marokko 159360 Wirtschaftsdaten kompakt: Marokko Stand: November 2014 Basisdaten Fläche Einwohner Bevölkerungsdichte 446.550,0 qkm* 2014: 33,2 Millionen* Bevölkerungswachstum 2014: 1,0%* Geburtenrate Fertilitätsrate

Mehr

Heckscher-Ohlin-Modell, nur Inland

Heckscher-Ohlin-Modell, nur Inland Kapitel 1 Einführung Kapitel 4: Ressourcen und Außenhandel: Das Heckscher- Ohlin-Modell (2) Foliensatz basierend auf Internationale Wirtschaft, 6. Auflage von Paul R. Krugman und Maurice Obstfeld Folie

Mehr

ZUR MESSUNG DER STAATSVERSCHULDUNG AM BEISPIEL GRIECHENLAND. Dr. Reimund Mink 6. Berliner VGR-Kolloquium 13. und 14. Juni 2013

ZUR MESSUNG DER STAATSVERSCHULDUNG AM BEISPIEL GRIECHENLAND. Dr. Reimund Mink 6. Berliner VGR-Kolloquium 13. und 14. Juni 2013 1 ZUR MESSUNG DER STAATSVERSCHULDUNG AM BEISPIEL GRIECHENLAND Dr. Reimund Mink 6. Berliner VGR-Kolloquium 13. und 14. Juni 2013 Zur Messung der Staatsverschuldung am Beispiel Griechenland 2 1.Zur Definition

Mehr

Indikatoren der nationalen und internationalen Konjunktur. Land Jahr 2014 Jahr 2015 Jahr 2014 Jahr 2015 Jahr 2014 Jahr 2015

Indikatoren der nationalen und internationalen Konjunktur. Land Jahr 2014 Jahr 2015 Jahr 2014 Jahr 2015 Jahr 2014 Jahr 2015 WIFO - Monatsreport Mai 2014 Indikatoren der nationalen und internationalen Konjunktur Prognosen der Europäischen Kommission Land BIP-Wachstum (%) Arbeitslosenquote (%) Öff. Haushaltsdefizit (% BIP) Jahr

Mehr

Europa am Abgrund der Fehler liegt im System

Europa am Abgrund der Fehler liegt im System Europa am Abgrund der Fehler liegt im System es spricht: Prof. Dr. Heiner Flassbeck Chef-Volkswirt Director Division on Globalization and Development Strategies UNCTAD, Genf Veranstaltungsträger: Rosa

Mehr

Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse

Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse Internationale Ökonomie II Vorlesung 3: Geld, Zinsen und Wechselkurse Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse und Devisenmarkt 3.

Mehr

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Ja zu Vorschlägen, die - Vermögen und Kapitaleinkommen höher besteuern und ein gerechteres Steuersystem

Mehr

Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft. Peter Bofinger Universität Würzburg Sachverständigenrat

Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft. Peter Bofinger Universität Würzburg Sachverständigenrat Die globale Finanzkrise und ihre Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft Peter Bofinger Universität Würzburg Sachverständigenrat Übersicht Ursachen der Krise Auswirkungen Handlungsspielräume der Politik

Mehr

Quelle: Eurostat (2015): Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG), BIP und Hauptkomponenten

Quelle: Eurostat (2015): Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG), BIP und Hauptkomponenten Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in ausgewählten EU-Ländern 2000-2014 Indexdarstellung 2000 = 100, BIP zu konstanten Marktpreisen (Wechselkurse zu 2005 in Euro) 180 170 160 150 140 130 120 110

Mehr

Anhang A des. Vorschlags für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

Anhang A des. Vorschlags für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES DE DE DE EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, 20.12.2010 KOM(2010) 774 endgültig Anhang A/Kapitel 14 Anhang A des Vorschlags für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zum Europäischen System

Mehr

Außenwirtschaft und Globalisierung

Außenwirtschaft und Globalisierung Regionale LFB: Weltwirtschaftliche Entwicklungsprozesse Außenwirtschaft und Globalisierung. Prof. Dr. Viktor Lüpertz Staatl. Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen), Freiburg Regionale

Mehr

1 Euro-Crash: Die Nebelschleier lichten sich, Teil 1

1 Euro-Crash: Die Nebelschleier lichten sich, Teil 1 1 Euro-Crash: Die Nebelschleier lichten sich, Teil 1 Die Wahlen in Frankreich und Griechenland öffnen den Vorhang zum letzten Akt für den Euro. Von Hermann Patzak 1.1 Der Euro und seine Rettungsversuche

Mehr

cepstudie CEP-Default-Index

cepstudie CEP-Default-Index cepstudie CEP-Default-Index Zur Entwicklung der Kreditfähigkeit der Euro-Länder Lüder Gerken & Matthias Kullas Centrum für Europäische Politik (CEP) Kaiser-Joseph-Straße 266 79098 Freiburg Telefon 0761

Mehr

Herausforderungen an die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch einen neuen Weltenergiemarkt. 13. November 2013 Berlin

Herausforderungen an die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch einen neuen Weltenergiemarkt. 13. November 2013 Berlin Herausforderungen an die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch einen neuen Weltenergiemarkt 13. November 2013 Berlin Energiekosten spielen für die deutsche Industrie eine besondere Rolle Exportorientiert

Mehr

Währungsreserven und Devisenumsatz

Währungsreserven und Devisenumsatz Währungsreserven und Devisenumsatz In absoluten Zahlen, 1980 weltweit bis 2007 1980 bis 2007 Währungsreserven 3.500 3.250 3.000 3.210 3.543 Devisenumsatz 3.500 3.250 3.000 2.750 Devisenumsatz pro Handelstag,

Mehr