Die Rolle transnationaler Unternehmen und neuere theoretische Ansätze zur Erklärung der räumlichen Struktur und Dynamik der Weltwirtschaft

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1 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2002 Kap Kap. 07 Die Rolle transnationaler Unternehmen und neuere theoretische Ansätze zur Erklärung der räumlichen Struktur und Dynamik der Weltwirtschaft Mit der Internationalisierung der Ökonomie ist unmittelbar ein überproportionaler Zuwachs der ausländischen Direktinvestitionen verknüpft. Darin spiegelt sich das Wachstum und die Ausbreitung der TNCs wider. Weltwirtschaftliche Bedeutung der TNCs Ca % der globalen Industrieproduktion entfallen auf TNCs. Ca. 10% aller Arbeitsplätze außerhalb der Subsistenzwirtschaft und außerhalb der Agrarwirtschaft entfallen auf TNCs. Ihr Anteil am Welthandel ist überdurchschnittlich und wächst überdurchschnittlich. Dabei ist ein wachsender Anteil des internationalen Handels Intra-Unternehmens-Handel. Für diesen Handel gelten nur sehr bedingt die klassischen Außenhandelstheorien, die zumeist davon ausgehen, dass Verkäufer und Käufer im freien Wettbewerb interagieren und unter solchen Marktbedingungen Preise und Mengen vereinbaren. Der unternehmensinterne Handel unterliegt hingegen (wenigstens teilweise) übergeordneten Unternehmensstrategien. Umfang: In den USA und in Japan ist mindestens 50% des Außenhandels Intra-TNC- Trade, in UK möglicherweise 80%! Das Bild von TNCs in der Öffentlichkeit wird vielfach bestimmt vom sog. Multi, der global, bis zum letzten Winkel Afrikas, tätig ist. Dies ist jedoch eher die Ausnahme; vgl. die Statistiken mit dem Anteil der ausländischen Beschäftigung bei TNCs. Die meisten TNCs haben eine starke nationale Basis. Grad der Internationalisierung ist extrem unterschiedlich. Die absolute Größe von TNCs ist jedoch beeindruckend. Zitat BENSON & LLOYD 1983: Von den 100 größten wirtschaftlichen Einheiten der Erde sind ca. 50 Nationalstaaten und 50 TNCs! D.h. die großen haben bezüglich Umsatz und Beschäftigung durchaus die Dimension ganzer Volkswirtschaften! Weltgröße Unternehmen nach Umsatz 1999 Tochter- Umsatz 1999 Unternehmen in Mrd US$ 1. General Motors Auto USA Opel, Vauxhall Wal-Mart Einzelhandel USA McLane, ASDA Exxon Mobil Öl USA Esso Ford Auto USA Jaguar, Volvo, Hertz, Mazda (1/3) Daimler-Chrysler Auto D DASA, Mitsubishi (1/3) Mitsui Mischkonzern J Plan: Sumitomo Bank Mitsubishi Mischkonzern J Toyota Auto J Daihatsu General Electric Elektro USA Itochu Mischkonzern J Quelle: DIE ZEIT Makroanalytische ( strukturalistische ) Theorieansätze

2 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2000 Kap Theorie der neuen internationalen Arbeitsteilung Literatur: FRÖBEL, F, J. HEINRICHS und O. KREYE (1977): Die neue internationale Arbeitsteilung. Strukturelle Arbeitslosigkeit in den Industrieländern und die Industrialisierung der Entwicklungsländer. Reinbek. (Engl. Übers.: The new international division of labour. Structural unemployment in industrialized countries and industrialisation in developing countries. London 1980.) Die Theorie geht aus von der Beobachtung, dass drei Vorbedingungen erfüllt sind: 1. Entwicklung moderner Verkehrs- und Kommunikationstechnologien; 2. Entwicklung von Produktionstechnologie, die erlauben, den Produktionsprozess in einzelne Abschnitte zu zerlegen und dafür wenig qualifizierte Arbeitskräfte einzusetzen; 3. Das Aufkommen eines weltweiten Arbeitskräftepotentials. Unter diesen Voraussetzungen findet ein Kapitaltransfer von TNCs in die Länder der sog. Peripherie oder Semi-Peripherie statt, um die Kosten der Produktion zu senken und die Ertragssituation der zunehmend international agierenden Unternehmen zu erhalten bzw. zu verbessern. Dabei wirken als Pull-Faktoren: - niedrige Arbeitskosten in EL; - wenig regulierte Arbeitsverhältnisse; - niedrige Umweltschutzauflagen; hinzu kommen Push-Faktoren: - hohe Arbeitskosten in den IL; - starke Stellung der Gewerkschaften, rigide Arbeitsbestimmungen; - hohe Umweltschutzauflagen. Kritik: - Die Theorie ist viel zu simplifizierend; der Faktor Arbeit ist nicht allein entscheidend. Bei fortschreitender Automatisierung der Produktion nimmt der Anteil der Arbeitskosten tendenziell ab! So entfallen bei der hochmodernen Handy-Produktion des finnischen Konzerns Nokia in Bochum nur noch 5% der Gesamtkosten auf die Arbeitskosten. - Empirisch nur teilweise bestätigt: Im Bereich der Textil- und Bekleidungsindustrie partiell zutreffend, aber nicht alle EL sind Ziel von FDIs, da andere Faktoren teilweise wichtiger sind wie z.b. soziale und politische Stabilität. Vor allem: Der Löwenanteil der FDIs geht nicht in die EL, sondern in IL! Theorien der flexiblen Spezialisierung und des Post-Fordismus Neben den technologischen und Wachstums-Zyklen haben in den letzten Jahren zunehmend Analysen der Produktions- und Arbeits-Organisation Aufmerksamkeit gefunden. Typologie von Entwicklungsphasen: 1. vorindustrielle Produktion: geringer Grad der Arbeitsteilung, kleinbetriebliche Organisation, geringer Maschineneinsatz; 2a. Einsatz von Maschinen und Dampfkraft für mechanische Prozesse in Fabriken; zunehmende Arbeitsteilung;

3 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2002 Kap b. F.W. TAYLOR begründete die Wissenschaft von den Arbeitsabläufen Ende des 19. Jh.; Ziel: Zerlegung von Arbeitsvorgängen in Elemente zur Rationalisierung; Anstieg der Arbeitsteilung; 2c. Einführung des Fließbandes durch H. FORD in 20er Jahren; dadurch: extreme Zerlegung der Arbeitsvorgänge; zentrale Organisation und Kontrolle des Produktionsprozesses; Massenproduktion: Nutzung der scale economies ; standardisierte Produkte werden mit standardisierten Fertigungsverfahren in Großbetrieben hergestellt. 3. Seit ca. 1974/75: zunehmende Krise des sog. Fordismus : - Differenzierung der Märkte zu Lasten der Massengüter; - mangelnde Flexibilität großbetrieblicher Organisationsformen mit hierarchischem Aufbau und großen Produktionsaggregaten ( Dinosaurier des Industriezeitalters ); - neue Formen der zwischenbetrieblichen Kooperation von KMUs; solche Netzwerke sind flexibler als Großbetriebe und können dadurch die mangelnden Größenvorteile überkompensieren; - Einsatz der Mikroelektronik in der Produktion führt zur Flexibilisierung, d.h. traditionelle Fertigungslinien sind auf große Stückzahlen eingestellt; müssen für einzelne Produktionslose umgerüstet werden. Automatisierung der Produktion durch Computersteuerung kann besser auf differenzierte Kundenwünsche reagieren (z.b. Autos als Unikate); - Moderne I+K-Technologien haben weitreichende Auswirkungen auf die räumliche Organisation der Produktion: Möglichkeit zur Standortaufteilung und -spaltung; Outsourcing von einzelnen Tätigkeiten (Folge: geringe Fertigungstiefe, Cluster von Unternehmensnetzwerken) zunehmende Auslagerung von Dienstleistungen (z.b. Externalisierung der Lohnbuchhaltung etc.) teilw. in Heimarbeit mit Computer- Online-Anschluss. - Generell: Zerlegung und Differenzierung der Dinosaurier zugunsten von KMUs und Netzwerken, die aus KMUs oder aus KMUs um größere Kerne bestehen; - Zunehmende zwischenbetriebliche, teilw. globale Arbeitsteilung dadurch zunehmende internationale, globale Konkurrenzsituation (Bsp.: Software aus Indien); - Veränderung der gesellschaftlichen Regulationsformen : Entmachtung der Gewerkschaften, gewandeltes Staatsverständnis (vom Wohlfahrtsstaat zum Unternehmerstaat ), gewandelte Konsumstile usw. Offene Fragen: - Neo-Fordismus oder = Post-Fordismus? - Wie sieht die postindustrielle Produktionsorganisation aus? - Welche Geographie hat die postindustrielle Produktionsorganisation? Dies sind strukturalistische Ansätze, die direkt oder indirekt in der marxistischstrukturalistischen Denktradition stehen. Eine Alternative zu einer solchen Betrachtungsweise der Makroperspektive ist der mikroanalytische (bzw. speziell: mikroökonomische ) Ansatz, der von den Zielen, Motiven und Handlungsstrategien der einzelnen Unternehmen ausgeht. Mikroanalytische (mikroökonomische) Theorieansätze HYMER, Stephen (1976): The international operations of national firms: A study of direct foreign investment. Cambridge, Mass.: MIT Press. Unterscheidet zwei Typen von FDIs nach den wichtigsten Motiven:

4 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2000 Kap Marktorientierte Investitionen = zur Erschließung, Sicherung und weiteren Durchdringung von Absatzmärkten; gilt sowohl für Produktion wie für Dienstleistungen. 2. Bezugs- oder kostenorientierte Investitionen: a) Rohstofforientierung; = traditionelles Motiv der ersten TNCs, z.b. von UK in den Kolonien; gilt einerseits für spezielle Rohstoffe, deren Verfügbarkeit aus politischen Gründen kritisch ist, sowie für transportkostenintensive Rohstoffe (A. WEBER!) b) Produktionsverlagerung wg. Kostenvorteilen, z.b. Arbeitskosten; dies ist ein eher junges Phänomen. Anderer Ansatz, vom Autor DUNNING eklektische Theorie" genannt, weil er sich auf verschiedene andere Theorien bezieht: Theorie der Unternehmung, Organisationstheorie, Handelstheorie, Standorttheorie usw. stützt und Elemente daraus zusammenführt. DUNNING, John H. (1980): Towards an eclectic theory of international production: some empirical tests. In: Journal of Intern. Business Studies 11, S DUNNING, John H. (1988): Explaining international production. London: Unwin Hyman. Theorie: Ein Unternehmen engagiert sich in internationaler Produktion, wenn folgende drei Bedingungen erfüllt sind (sog. O-L-I Paradigma ): 1. Ein Unternehmen realisiert durch ein Auslandsengagement bestimmte Vorteile, die konkurrierende Unternehmen anderer Länder nicht besitzen. ( Ownership advantages ) Z.B.: Technisches Wissen, vorteilhafte Organisationsform, spezifische Qualifikationen der Arbeitskräfte. Dem stehen Anfangsnachteile eines Engagements im Ausland gegenüber: mangelnde Markterfahrung, mangelnde Kenntnis des sozialen und kulturellen Umfelds usw. Die spezifischen Vorteile müssen die Anfangsnachteile eines Engagements im Ausland überkompensieren! 2. Solche Vorteile (z.b. spezifisches Know-how) sollen von dem Unternehmen selbst genutzt, d.h. internalisiert werden und nicht z.b. verkauft werden. ( I nternalization advantages ) Unter den Bedingungen eines vollkommenen Marktes (= übliche Annahme der neoklassischen Theorie) ist die Effizienz am höchsten, wenn sich die Unternehmen spezialisieren und Vorprodukte, Dienstleistungen etc. hinzukaufen (vertikale Disintegration). Da die Märkte in der Realität jedoch unvollkommen sind, spielt Unsicherheit eine große Rolle, so dass Unternehmen dazu tendieren, selbst die Kontrolle über die Preise, Verfügbarkeit, Qualität etc. ihrer Vorprodukte zu übernehmen, z.b. durch vertikale Integration. Diese Internalisierung ist besonders wichtig bei dem sensiblen Feld F+E, das selten gehandelt wird. 3. Es muss für das Unternehmen profitabler sein, statt im Inland im Ausland zu investieren, d.h. standortspezifischen Faktoren spielen eine wesentliche Rolle. ( Location advantages ) Dabei sind insbesondere wichtig: a) Größe der Märkte (z.b. Folie Bruttonationalprodukt pro Kopf 1990). Mit unterschiedlicher Einkommenshöhe variiert die Nachfragestruktur:

5 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2002 Kap Einkommenselastizität der Nachfrage unterscheidet sich gravierende nach Gütertypen (sog. Engelkurven ). b) Politische Dimension: rechtliche und wirtschaftspolitische Bedingungen; politisches Klima, soziokulturelles Klima. z.b. enge Verwandtschaft USA/Kanada/GB, dagegen verhältnismäßig große kulturelle Distanz zu Japan. c) Räumliche Unterschiede der Produktionskosten: Relative Bedeutung der Poduktions- und Standortfaktoren variiert von Industrie zu Industrie, entsprechend dem Lebenszyklus. Standortkosten = standortspezifische Sonderkosten; d.h.: wenn die Faktorkosten überall gleich sind, sind die Standortkosten gleich 0. Regionale Unterschiede werden vor allem bei den Arbeitskosten betont. Insb. nicht- und wenig qualifizierte Tätigkeiten bei reifen Produktionen. Allerdings sind nicht die rohen Lohnkosten pro Stunde entscheidend, sondern die sog. Lohnstückkosten, d.h. die Arbeitskosten pro Produktionseinheit (d.h. hier werden die Arbeitsproduktivität und die Arbeitszeiten mitberücksichtigt.) Dabei wichtig: Unternehmensspezifische und standortspezifische Vorteile müssen nicht übereinstimmen, sie variieren auch über die Zeit hinweg. Ein Unternehmen ist möglicherweise entstanden und gewachsen in einem Land aufgrund von damals ganz anderen Standortvorteilen. Dadurch können heute gravierende Anpassungsprobleme entstehen mit zwei Alternativen: a) das Unternehmen passt sich an die neuen Standortvorteile an und verändert beispielsweise seine Produktpalette; b) das Unternehmen verlagert sich ganz oder teilweise in eine Region mit den passenden Standortvorteilen. Bsp.: Stahlunternehmen des Ruhrgebiets (Hinausdiversifizierung bzw. Engagement in ausländischen Stahlmärkten, weniger in D). Zusammenhänge zwischen unternehmensspezifischen und standortspezifischen Vorteilen? Vision eines globalisierenden Unternehmers: Als Produktionsstandort optimal wäre ein großes Schiff, mit dem man dort vor Anker gehen kann, wo die Löhne, Steuern und anderen Standortbedingungen optimal sind. Vorzüge der Theorie von DUNNING? Sie erklärt die Entwicklung verschiedener TNC-Typen anstelle des traditionellen undifferenzierten Bildes eines High-Tech-Multi wie Bayer oder Siemens. Andererseits Kritik: Sie ist überhaupt keine richtige "Theorie", sondern nur ein Katalog von Faktoren. Diese Kritik von Strukturalisten wie Peter TAYLOR und Nigel THRIFT und anderen Sozialwissenschaftlern in der Denktradition der Politischen Ökonomie vorgebracht. In der Denktradition der reinen Ökonomie ist die Theorie von DUNNING hingegen weit akzeptiert. Typische Sequenz von TNC-Entwicklungen? Sehr radikale Vereinfachung typischer Entwicklung: Typische Stadien: (I) nationales Unternehmen, (II) Exportunternehmen, (III) mit ausländischen Handelsniederlassungen (für Verkauf und Service), (IV) Aufbau ausländischer Produktion.

6 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2000 Kap Varianten: a) Lizenzproduktion; b) Abkürzung der Sequenz. Diese Sequenz entspricht im Großen und Ganzen der historischen Entwicklung nordamerikanischer und westeuropäischer TNCs. Auf neuere Entwicklungen ostasiatischer TNCs trifft sie allerdings nur noch bedingt zu (z.b. Überspringen von Stufen). Insofern Kritik: Diese einfache Sequenz beschreibt zwar, aber sie erklärt wenig. Neuere, viel diskutierte Ansätze P ORTER, Michael E. (1990): The competitive advantage of nations. London New York: Free Press. Dt. Übers.: Nationale Wettbewerbsvorteile. Erfolgreich konkurrieren auf dem Weltmarkt. München: Droemer Knaur S. Betont die entscheidende Rolle, die das jeweilige nationale Umfeld für den Wettbewerbserfolg von Unternehmen und Branchen spielt. Ausgangspunkt: Erklärung von Erfolg und Misserfolg von Volkswirtschaften; genauer: Warum wird ein Land in einem Industriezweig zum Stützpunkt für international erfolgreiche Unternehmen? Ausgangspunkt der Studie: Internationale Wettbewerbsfähigkeit betrifft immer nur bestimmte Branchen. Argumente gegen die neoklassische Faktorproportionentheorie (HECKSCHER & OHLIN): 1. Die meisten Handelsverflechtungen existieren heute zwischen Industrieländern mit ähnlicher Faktorausstattung; 2. Korea hat nach dem Koreakrieg neue Industrien aufgebaut trotz Kapitalmangel. 3. Technologien und Güter sind international nicht identisch. 4. Faktormobilität. Generell gilt: Unterschiede der Faktorkosten sind nur noch randlich bedeutsam (Bodenschätze, Energie), heute hingegen sind technologische Unterschiede viel wichtiger. Bestimmungsfaktoren des nationalen Wettbewerbsvorteils: 1. Faktorbedingungen, insb. Faktorausstattung, 2. Nachfragebedingungen, insb. Inlandsnachfrage, 3. verwandte und unterstützende Branchen, z.b. effiziente Zuliefersysteme, 4. Unternehmensstrategie, Struktur und Konkurrenz (einheimischer Unternehmen). Dies sind die vier Seiten des PORTERschen Diamanten. Mit dieser Metapher ist gemeint, dass diese Faktoren sich gegenseitig bedingen; sie müssen alle vier gleichzeitig gegeben sein und zusammenwirken können ( vier Seiten einer Medaille ). Hinzu kommen zwei ergänzende Faktoren: 5. Rolle des historischen Zufalls (Entdeckungen, technologische Brüche, Krieg etc.), 6. Rolle des Staates (der durch seine Politik die vier Hauptfaktoren beeinflussen kann). Zusammenwirken der Bestimmungsfaktoren; dadurch insb. Clusterbildung wettbewerbsfähiger Branchen. Behandelt ausführlich die Rolle der geographischen Konzentration sowie Entstehung und Niedergang wettbewerbsfähiger Cluster. Diese Prozesse der Clusterbildung werden durch Branchenstudien (deutsche Druckmaschinenindustrie, amerikanische Geräte zur Patientenüberwachung, italienische Keramikfliesen, japanische Roboterindustrie, Dienstleistungen) untermauert. Zitat S. 640: "Der Wettbewerbsvorteil eines Landes in Branchen ist oft geographisch konzentriert. Ich habe anhand vieler Beispiele dargelegt, dass international erfolgreiche Branchen und

7 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2002 Kap Branchencluster häufig in einer Stadt oder Region massiert sind, und die Grundlage für diesen Vorteil ist oft sehr lokal. Die geographische Konzentration ist für die Entstehung des Wettbewerbsvorteils wichtig und verstärkt die Kräfte, die den Vorteil aufwerten und bewahren." Paul KRUGMAN: Neue Handelstheorie, Neue Wirtschaftsgeographie KRUGMAN, Paul (1991): Geography and trade. Leuven: Leuven Univ. Press. KRUGMAN, Paul (1995): Development, geography and economic theory. Cambridge, Mass.: MIT Press. Ausgangspunkt: Klassische Theorie der komparativen Vorteile der Volkswirtschaften steht in offenkundigem Widerspruch zu der empirischen Beobachtung, dass der Löwenanteil des internationalen Handels nicht zwischen Ländern unterschiedlicher, sondern sehr ähnlicher Faktorausstattung (insb. Länder der Triade) abgewickelt wird. Erklärungsansatz: Nicht die Faktorausstattung von ganzen Ländern ist entscheidend, sondern die Wettbewerbssituation von Unternehmen, da nicht Länder, sondern Unternehmen miteinander konkurrieren. Entscheidend sind Größenvorteile (scale economies) der Produktion und externe Ersparnisse (external economies) aufgrund von Agglomerationseffekten (agglomeration economies). Solche Agglomerationen entstehen meist durch historische Zufälle; wenn sie einmal existieren, entfalten sie eine erhebliche historische Persistenz aufgrund der positiven externen Effekte, die von den dort ansässigen Unternehmen im Wettbewerb genutzt werden können. Regionale Entwicklungen sind deshalb pfadabhängig ( path dependency of regional development ). Drei Typen von Agglomerationsvorteilen lassen sich unterscheiden: 1) spezialisierter regionaler Arbeitsmarkt ( labour market pooling ), 2) spezialisierte Zulieferer von Vorprodukten und Dienstleistungen, 3) lokalisiertes regionales technisches Wissen. Für die Lokalisation sind ferner die relativen Transportkosten bedeutsam: Wenn die relativen Transportkosten hoch sind, wird (meist) in der Nähe zu den Absatzmärkten produziert; wenn die relativen Transportkosten stark sinken, wird die Produktion footloose gegenüber den sog. Weber-Faktoren, und die Unternehmen tendieren zur Agglomeration, um die externen Effekte zu nutzen. Dieser Ansatz verbindet Aspekte der Regionalökonomie mit der neuen Wachstumstheorie und der Außenhandelstheorie. Im Unterschied zur älteren regionalökonomischen und wirtschaftsgeographischen Theoriebildung bemüht sich KRUGMAN um eine strenge, mathematisierte Modellbildung. Kritik: Aus der Sicht der Außenhandelstheorie ist der Ansatz insofern ein Fortschritt, als von der simplifizierenden Annahme von Volkswirtschaften im Sinne von Punkt- Ökonomien abgegangen und die räumliche Dimension differenziert wird. Allerdings bleiben die konkreten Aussagen noch ziemlich allgemein und praxisfern. Aus der Sicht der Regionalökonomie und Wirtschaftsgeographie wird registriert, dass Krugman ziemlich antiquierte Erklärungsansätze (Transportkosten, Skalenerträge, Agglomerationsvorteile usw.) bemüht, deren Erklärungsgehalt vielfach skeptisch bewertet wird.

8 V Blotevogel Weltwirtschaftsgeographie SS 2000 Kap Dennoch bleiben zwei positive Aspekte: 1) strenge Theorie- und Modellbildung, 2) Konvergenz von bisher getrennten Argumentationssträngen.

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