Stufen des Glaubens. Die Stufentheorien von Fowler und Oser/Gmünder

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1 Geisteswissenschaft Theresia Schreiber Stufen des Glaubens. Die Stufentheorien von Fowler und Oser/Gmünder Vorstellung, Kritik und Nutzen für die Religionslehrenden in der Schule Studienarbeit

2

3 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III Institut für katholische Theologie und ihre Didaktik Seminar: Modelle religiöser Entwicklung und Sozialisation Die Stufentheorien von Fowler und Oser/Gmünder Vorstellung, Kritik und Nutzen für die Religionslehrenden in der Schule Vorgelegt von: Theresia Schreiber Studiengang: LAG katholische Religion/Deutsch/Latein Fachsemester im Sommersemester 2009: 9 Datum: Coverbild: morguefile.com

4 Inhalt Einleitung Jean-Piagets Forschung zur kognitiv-strukturellen Entwicklung Konstruktivistische Theorien über die religiöse Entwicklung James Fowler Die Untersuchungen zur Entwicklung des Glaubens Fritz Oser und Paul Gmünder Die Untersuchungen zur Entwicklung des religiösen Urteils Untersuchungsergebnisse von Fowler und Oser/Gmünder Allgemeine Aussagen Zu erwartende Stufen bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen... 8 a) Vorschulalter... 8 b) Grundschulalter... 9 c) Jugendalter d) Erwachsenenalter Kritik der Untersuchungen Kritik des Ansatzes Stufentheorie Kritik an den Untersuchungen von Fowler und Oser/Gmünder Schlussfolgerungen für das Handeln der Religionslehrenden...16 Mit Blick auf die Stufenmodelle zur Entwicklung der Kinder beitragen...16 Maxime 1: Sich auf die bei Schüler/innen erwartbaren Stufen einstellen Maxime 2: Die Methodik anhand des Wissens über Entwicklungsstufen ausrichten Maxime 3: Bei unterrichtlichen Fehlschlägen eine Analyse der Stufensituation in der Klasse in die Evaluation einbeziehen Resümee...24 Literatur

5 Einleitung Fritz Oser: Stufen des religiösen Urteils sagen nichts Direktes über unterrichtliches Handeln aus, auch nicht darüber, was Kindern zu erzählen ist etc. Sie sagen jedoch etwas aus über die Möglichkeiten der Kinder, ihre religiös bedeutsamen Erfahrungen zu interpretieren. 1 Ich möchte mit dieser Arbeit Fritz Oser gleichzeitig beipflichten und widersprechen. Beipflichten insofern, als dass ich ihm Recht gebe, dass die von ihm und seinem Kollegen Paul Gmünder entwickelte Stufentheorie nichts Direktes über unterrichtliches Handeln aussagt, sondern primär Aussagen über den Erfahrungshorizont des Kindes macht. Widersprechen möchte ich ihm, da ich der Meinung bin, dass Religionslehrende aus dem Wissen über die kognitiven Stufentheorien durchaus Maximen für ihr unterrichtliches Handeln ableiten können. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, den Nutzen der Stufentheorien zur religiösen Entwicklung von Fowler und O- ser/gmünder für die/den Religionslehrenden zu betrachten und solche Maximen aufzustellen. Obwohl die Studien unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte aufweisen, beschäftigen sich beide mit religiöser Entwicklung. Setzt man voraus, dass die Theorien der hier genannten Forscher Wahrheitsgehalt haben (was durch die nachgewiesene praktische Anwendbarkeit trotz Kritik gegeben ist), so muss es auch möglich sein, sie nicht nur nebeneinander, sondern als einander ergänzend zu betrachten. Auf der Kompatibilität der Untersuchungen aufbauend möchte ich den praktischen Folgerungen, die sie für Religionslehrende haben können, nachspüren. Um die Forschungsergebnisse für die Praxis der Religionslehrenden anwendbar zu machen, werde ich zuerst die Untersuchungen selber vorstellen. Da die Theorien starke Bezüge zu Jean Piagets Arbeit über die Entwicklung des Denkens aufweisen, gebe ich zunächst eine kurze Übersicht über dessen Ergebnisse. Parallelen zu den Forschungen von Erik Erikson zur sozialen und Lawrence Kohlberg zur moralischen Entwicklung sind ebenfalls vorhanden - deren Darstellung würde den Rahmen dieser Arbeit jedoch sprengen. Erwähnen möchte ich noch, dass die auf Piaget basierende Herangehensweise an die religiöse Entwicklung nicht das einzige Konzept ist, das in der Forschung verfolgt wird, möchte mich jedoch hier auf diesen Ansatz beschränken. 2 1 Fritz Oser: Die Entstehung Gottes im Kinde. Zum Aufbau der Gottesbeziehung in den ersten Schuljahren. Zürich: NZN Buchverlag, 1992, S Für diese Arbeit beschränke ich mich auf den Konstruktivimus, der von Piagets Untersuchungen begründet wurde. Für einen sehr knappen Überblick über andere mögliche Ansätze verweise ich auf den Artikel von Eli Gottlieb: Development of Religious Thinking in: Religous Education, Vol. 101, No.2, Spring

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