Wie geht s der österreichischen Gastronomie? Stimmungsbild zur Sommersaison 2012 und aktuelle Themen

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1 Wie geht s der österreichischen Gastronomie? Stimmungsbild zur Sommersaison 2012 und aktuelle Themen Wien,

2 Ihre Gesprächspartner sind: KR Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKO Dr. Thomas Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes Gastronomie in der WKO Rückfragen richten Sie bitte an: Dr. Thomas Wolf Geschäftsführer Fachverband Gastronomie der WKÖ Tel.:

3 Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der jüngsten Branchenumfrage des Fachverbandes Gastronomie Der Fachverband Gastronomie hat im Zeitraum vom bis eine österreichweite Onlineumfrage in der Branche durchgeführt. Mit einem Sample von liegt ein repräsentatives Ergebnis über die aktuelle Stimmungslage und die Einschätzung der österreichischen Gastwirte zu wichtigen Themen vor: 3

4 Zufriedenheit Sommersaison Mehr als die Hälfte der heimischen Betriebe (56 %) ist mit dem bisherigen Verlauf der Sommersaison zufrieden bzw. sehr zurfrieden. Auch im Vergleich zu früheren Umfragen des Fachverbandes ist dies ein durchaus zufriedenstellender Wert, der zeigt, dass es insgesamt gesehen keine Krisenstimmung gibt. Der Trend ist österreichweit nahezu einheitlich. Im Vergleich der Bundesländer ist die Zufriedenheit in Oberösterreich (64 %) und Niederösterreich (62 %) am höchsten. Am schlechtesten ist die Stimmung derzeit in Tirol. Hier ist weniger als die Hälfte mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden (45 %). Auch in Vorarlberg liegt die Zufriedenheit mit 53 % etwas unter dem Bundesschnitt. Bezogen auf die Betriebsart ist die Zufriedenheit offenbar bei Betrieben aus dem Bereich Imbisse/Schnellgastronomie am besten (rund 60 % sind zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden). Mit einigem Abstand folgen Wirtshäuser/Gasthäuser (56 %), Restaurants (53 %) und Gasthöfe (52 %). Am wenigsten Grund zur Freude hatten die Betreiber von Diskotheken. Dort gaben 57 % an, mit dem Geschäftsgang weniger bzw. gar nicht zufrieden zu sein. Überdurchschnittlich viele Unzufriedene gab es auch im Bereich der Bars mit 48 %. 4

5 Mittelgroße Betriebe (11 bis 30 Mitarbeiter inklusive Aushilfskräfte) sind insgesamt gesehen am erfolgreichsten. Fast 2/3 (65 %) sind zufrieden bzw. sehr zufrieden. Bei Betrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern liegt der Anteil nur bei 54 %. Umsatzentwicklung Hier ergibt sich ein sehr differenziertes Bild: Einerseits konnten 34 %, also mehr als jeder dritte Betrieb, Umsatzsteigerungen erzielen, andererseits gaben aber 43 % der Gastronomiebetriebe an, dass sie ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr nicht halten konnten, betroffen sind hier insbesondere Bars und Diskotheken. Ein eindeutiger Trend nach Betriebsarten ist sonst aber nicht erkennbar, erfolgreiche Betriebe gibt es in allen Kategorien. 5

6 Umsatzentwicklung im Detail im Zeitraum von Jänner bis Juli 2012 Beim Getränkeangebot ist die Umsatzentwicklung vor allem bei Mineralwasser steigend. Auch Fruchtsäfte und Softdrinks verzeichnen ein leichtes Plus. Die Umsatzentwicklung bei Wein und Weinmischgetränken ist gleichbleibend. Leicht sinkende Umsätze sind bei Bier festzustellen. Bei Speisen ist die Umsatzentwicklung vergleichsweise konstant verteilt. 6

7 Fußball-Europameisterschaft Nur für einen geringen Teil der Betriebe hat sich die EM positiv auf das Geschäft ausgewirkt. Bei mehr als 80 % konnten keine Umsatzsteigerungen erzielt werden. 7

8 Gastgarten 86 % aller befragten Betriebe verfügen über einen Outdoorbereich (zumindest einige Tische im Freien). Ein Viertel aller Betriebe erzielt mehr als 30 % des Umsatzes im Gastgarten. Der Gastgarten ist somit ein wichtiger Erfolgsfaktor, vor allem für Gastronomiebetriebe im urbanen Bereich. 8

9 Wie die Umfrage zeigt, weisen mehr als dreiviertel (76 %) der Gastgärten bis zu 75 Sitzplätze auf. Richtig große Gastgärten mit über 150 Sitzplätzen sind eher die Ausnahme (6 %). Bemerkenswert ist, dass trotz der teils schlechten Wetterbedingungen (mal zu kalt und regnerisch, dann zu heiß), Baustellen, die Fußball Europameisterschaft sowie saisonale Konkurrenzveranstaltungen (z.b. Kirtage, Feuerwehr- und Vereinsfeste), doch immerhin 64 % der Befragten ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr halten bzw. sogar steigern konnten. 9

10 Ausblick auf die Zukunft In Summe überwiegt der Optimismus Immerhin überwiegen die Optimisten (43 % zuversichtlich bzw. sehr zuversichtlich) gegenüber den Pessimisten (28 % skeptisch bzw. sehr skeptisch). 10

11 Leitungswasser Trend zur verstärkten Nachfrage in der Gastronomie ist glasklar Bemerkenswert ist, dass trotz gestiegener Nachfrage nach Leitungswasser, 80 % der Betriebe ihren Gästen für diese Dienstleistung nichts verrechnen. 11

12 Nur jeder 5. Gastronom verrechnet seinen Gästen etwas für ein Glas Wasser. Davon verlangen 81 % bis zu 0,50 Cent für ein kleines Glas Wasser (0,25 Liter). Bei einem größeren Glas Wasser (0,5 Liter) verrechnen 85 % der Gastwirte bis maximal 1 Euro. Das zeigt, dass die Branche insgesamt gesehen maßvoll mit diesem Thema umgeht. 12

13 Weniger als die Hälfte der Gastwirte berechnen etwas für die Abgabe von Leitungswasser in Mischgetränken. Davon die weit überwiegende Zahl, nämlich rund 74 %, weniger als für das vergleichbare Getränk mit Mineralwasser oder Soda, z.b. Apfelsaft gespritzt. 13

14 Gedeckpreis Im österreichischen Durchschnitt verlangen knapp 11 % der Gastwirte einen gesonderten Preis für das Gedeck. Im Gedeckpreis inkludiert sind i.d.r. eine Karaffe Wasser, Butter, Gebäck und Servietten in einer besseren Qualität. Höher ist der Anteil in den Bundesländern Niederösterreich (18 %), sowie Wien, Oberösterreich und Burgenland mit je 14 %. In unserem westlichsten Bundesland Vorarlberg verrechnen nur 3 % der GastronomInnen einen Gedeckpreis. 14

15 Allgemeine Branchendaten Mit einem jährlichen Umsatz von über 7,7 Milliarden Euro 1 und rund Beschäftigten 2 ist die Gastronomie in Österreich ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber für viele andere Branchen sowie die regionale Landwirtschaft. 1 laut letzter Leistungs- und Strukturstatistik-Erhebung der Statistik Austria vom für das Jahr laut WKÖ-Beschäftigungsstatistik 2011 (inkl. geringfügig Beschäftigte) 15

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