HDH. Wir steigern das Bruttosozialprodukt. Möbelaußenhandelsdefizit 2013 gestiegen. Holz: Umsatzplus im Monat Dezember

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1 Wir steigern das Bruttosozialprodukt Die Deutschen haben wieder in die Hände gespukt und der momentan sehr moderate Wachstumskurs hat sich auch im vierten Quartal 2013 fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt lag im vierten Quartal 2013 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % höher als im dritten Quartal Für das gesamte Jahr 2013 ergibt sich daraus ebenfalls ein Anstieg von 0,4 % (kalenderbereinigt: 0,5 %). Dabei stieg das Auslandsgeschäft wieder etwas an. Aus dem Inland kamen gemischte Signale. Zum einen wurde in Ausrüstungen und auch in Bauten deutlich mehr investiert. Andererseits verharrten die Konsumausgaben nur auf dem Vorjahresniveau. Möbelaußenhandelsdefizit 2013 gestiegen Die deutsche Möbelindustrie exportierte im Jahr 2013 Waren im Wert von rund 9 Mrd. ins Ausland, der Rückgang zum Vorjahr betrug 3,2 Prozent. Die deutschen Möbelimporte schrumpften weniger deutlich, und zwar um 1,9 Prozent auf rund 9,9 Mrd.. Das seit Jahren bestehende Außenhandelsdefizit im Bereich Möbel stieg damit um 8,6 Prozent auf 860 Mio.. Während die Exportmärkte innerhalb der EU 2013 einbrachen, konnte die Position der deutschen Exporteure in Russland, China und den USA deutlich ausgebaut werden. Die Importstruktur war durch einen deutlichen Rückgang der Importe aus China bei gleichzeitiger Zunahme der Importe aus Osteuropa gekennzeichnet. HDH Holz: Umsatzplus im Monat Dezember Das Holzgewerbe vermeldet im Dezember 2013 wieder positive Zahlen: Um 6,7 Prozent liegen die Werte über denen des Vorjahresmonats, die allerdings auch fast zweistellig im Minus waren. Die Inlandsumsätze stiegen um 5,7 Prozent und die Auslandsumsätze legten um sehr erfreuliche 10 Prozent zu. Im Dezember 2012 gab es ein größeres Minus von 7,6 Prozent, wobei die Inlandsumsätze um 7,8 Prozent zurückgingen und die Auslandsumsätze ein Minus von 6,9 Prozent aufwiesen. Die im Dezember 2013 durchgehend positiven Werte stimmen optimistisch.

2 Holzgewerbe 2013: Mini-Plus von 0,3 Prozent Die Umsatzentwicklung im Holzgewerbe bewegt sich in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die Umsätze stiegen im Gesamtjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,3 Prozent. Holzwerkstoffe verlieren 0,7 Prozent. Der baunahe Bereich gewinnt 1,4 Prozent (Auslandsgeschäft: -6,8 Prozent), Holzverpackungen legen um gute 4,9 Prozent zu, die Sägewerke schaffen ein Plus von 4,4 Prozent und Parketttafeln können ein ebenfalls ordentliches Plus von 4,2 Prozent vermelden. Uneinheitliche Entwicklung im Holzgewerbe Das Geschäftsklima im Holzgewerbe entwickelt sich uneinheitlich. So sanken die Werte bei der Geschäftslage im Vergleich zum Vormonat von +2 Punkten im Januar auf plus einen Punkt im Februar. Im Vergleich dazu legen die Geschäftserwartungen weiter zu: Sie steigen von +7 Punkten im Januar auf +21 Punkte im Februar. Angesichts der stabilen Baukonjunktur und der positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten wird die Stimmung im Holzgewerbe zunehmend optimistischer. Ausgewogenes Bild bei den Erzeugerpreisen Den Anstieg der Erzeugerpreise kann man auch im Januar 2014 als insgesamt zurückhaltend bezeichnen. Die Preise bei Schnittholz stiegen im Vergleich zum Januar 2013 um 4,7 Prozent und bei Holzwerkstoffen stiegen sie um 0,4 Prozent. Um 1,9 Prozent abwärts ging es bei den Kunststoffen, Schlösser und Beschläge wurden um 1,0 Prozent teurer. Der Preis für elektrischen Strom stieg um 4 Prozent, während der Preis für Erdgas im Vergleich zum Januar 2013 um 4 Prozent nachgab. Vor allem die in den letzten Jahren zu beobachtende Verteuerung des Stroms stellt auch weiterhin eine erhebliche Belastung für unsere Branche dar.

3 Kunststoff: Ordentliches Plus im Dezember Die Umsätze in der Kunststoffindustrie legten im Dezember 2013 weiter zu. Ein ordentliches Plus von 12,8 Prozent verzeichnet die Branche im Vergleich zu den Werten des Dezembers Das Auslandsgeschäft schafft einen Zuwachs um 15,4 Prozent, das Inlandsgeschäft konnte um 11,2 Prozent zulegen. Im Dezember 2012 gab es ein kräftiges Minus: Damals lagen die Umsätze mit 9,8 Prozent im negativen Bereich, im Auslandsgeschäft sanken sie um 8,8 Prozent und im Inlandsgeschäft sanken sie sogar um 10,4 Prozent. Kunststoff-Umsätze legen 2013 moderat zu Der Kunststoffsektor entwickelt sich im Gesamtjahr 2013 weiter über Vorjahresniveau: Die Umsätze steigen leicht um 3 Prozent, im Inland steigen sie um 2 Prozent und im Ausland legen sie um 4,6 Prozent zu. Platten und Folien schaffen ein Plus von 1,9 Prozent, Baubedarfsartikel aus Kunststoff legen um 2,1 Prozent zu (Ausland: -0,3 Prozent), sonstige Kunststoffwaren wachsen um 3,5 Prozent und Kunststoffverpackungen schaffen einen Zuwachs von 4,9 Prozent bei einem mit plus 8,5 Prozent weiter gut zulegenden Auslandsgeschäft. Lage und Erwartungen bei Kunststoff positiv Der Konjunkturtest im Februar bescheinigt der Kunststoffindustrie eine positive Entwicklung. Die Bewertung der Lage steigt von +22 Punkten im Januar auf jetzt +33 Punkte (vor einem Jahr waren es im Vergleich dazu deutlich schlechtere +12 Punkte). Auch die Geschäftserwartungen legen noch einmal zu. Sie steigen von +32 Punkten im Januar auf aktuell +35 Punkte. Vor einem Jahr konnten im Februar nur magere +15 Punkte verbucht werden, es sieht also auch weiterhin gut aus für die Kunststoffhersteller.

4 VDM Möbelindustrie mit 0,4 Prozent im Plus Die Umsätze der Möbelindustrie liegen im Dezember 2013 nur leicht im Plus: Die Hersteller konnten Zuwächse von 0,4 Prozent verbuchen. Die Erlöse im Ausland legten statistisch betrachtet um 7,3 Prozent zu. Die Inlandsumsätze verlieren nach den amtlichen Zahlen rund 2,2 Prozent. Tatsächlich dürfte das Inlandsgeschäft etwas besser gelaufen sein. Im Dezember des Vorjahres gab es ebenfalls Verluste: Da waren es insgesamt rund 12 Prozent minus, im Inland kräftige minus 13,2 Prozent und im Ausland gab es ein Minus von 8,7 Prozent. Möbler 2013: Minus 3,7 Prozent Die Umsätze der Möbelindustrie geben im Gesamtjahr 2013 um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach. Diese ausgewiesene Veränderungsrate basiert auf vom VDM bereinigten Vorjahreswerten. Aufgrund der geänderten Zuordnung der Betriebe im Polstermöbelbereich wurde auf eine gesonderte Ausweisung der Ergebnisse in diesem Segment verzichtet, da die Zahlen hier verzerrt sind. Fast alle Segmente laufen 2013 negativ: Küchenmöbel: 0,0 Prozent (Inland: +0,5%), Büromöbel: -2,7 Prozent, Wohnmöbel (bereinigt): -6,7 Prozent und die Matratzen liegen bei einem deutlichen Jahresminus von 12,3 Prozent. Bessere Lagebeurteilung bei Möbeln Bei den Möblern bewegt sich die allgemeine Geschäftslage seit Januar wieder im positiven Bereich. Der Lagewert befindet sich im Februar bei +9 Punkten, nach plus einem Punkt im Vormonat. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 7 Punkten. Bei den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate hat im Januar die Möbelmesse in Köln für Stimmung gesorgt: Der Wert sinkt von +24 Punkten im Januar erwartungsgemäß auf +16 Punkte im Februar. Vor einem Jahr lagen die Erwartungen mit 3 Punkten noch im negativen Bereich. Mal sehen, ob die gute Stimmung von Dauer ist...

5 Geschäftsklima wieder im positiven Bereich Nach uneinheitlicher Entwicklung im Vorjahr vermelden alle Segmente der Möbelindustrie im Februar positive Werte: Das Klima bei Möbeln insgesamt liegt wie zum Vormonat bei 12 Punkten. Küchenmöbel verlieren 27 Punkte: Ihr Wert sinkt von +44 Punkten im Januar auf aktuell immer noch recht gute +17 Punkte. Bei den Wohnmöbeln geht es von +2 Punkten rauf auf jetzt +10 Punkte. Die Polstermöbel schaffen einen Zuwachs von 8 Punkten. Der Wert im Januar 2014 lag bei plus 7 Punkten, jetzt sind es erfreuliche plus 15 Punkte. Möbelexporte im Dezember im Minus Die Lage im Ausland bleibt auch im Dezember 2013 noch etwas angespannt. Es wurden 1,4 Prozent weniger deutsche Möbel ausgeführt, als im Vorjahresmonat sanken die Exporte um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Starke Rückgänge gibt es im Dezember 2013 bei den Ladenmöbeln mit 13,9 Prozent, bei den Matratzen mit 10,3 Prozent und bei den Polstermöbeln mit 8,4 Prozent. Leichte Zuwächse verzeichnen im Dezember 2013 die Küchenmöbel mit plus 1,2 Prozent, währen die sonstigen Sitzmöbel um ordentliche 6,3 Prozent zulegen konnten. Möbelimporte im Dezember im Plus Die Möbelimporte stiegen im Dezember 2013 um 6 Prozent. Für 2013 schlägt damit ein Minus von nur noch 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu Buche. Diese Werte spiegeln das wieder erstarkende Kaufverhalten im deutschen Möbelhandel. Weniger importiert wurden im Dezember Polstermöbel mit minus 13,8 Prozent und Büromöbel mit minus 18,7 Prozent. Erheblich zugelegt haben Ladenmöbel mit plus 20,5 Prozent, sonstige Sitzmöbel mit plus 24,9 Prozent und Küchenmöbel mit plus 43,4 Prozent.

6 Niederlande im Minus, USA und China im Plus Die wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Möbelindustrie waren 2013 Frankreich, die Schweiz, Österreich und die Niederlande. Für die Niederlande schlägt ein Minus von 13,3 Prozent zu Buche, nach Frankreich wurden 9,2 Prozent weniger Möbel exportiert, nach Österreich 4,6 Prozent und in die Schweiz 0,7 Prozent. Das größte Wachstum verzeichnete der Export in die USA mit plus 16,9 Prozent, nach China mit plus 16 Prozent und nach Tschechien mit plus 5,5 Prozent. Importe 2013: Polen und China vorne Der Importdruck hält an: Polen, China, Tschechien und Italien waren im Gesamtjahr 2013 die wichtigsten Ursprungsländer für Möbeleinfuhren nach Deutschland. Die Gewinner: Tschechien legte um 24,9 Prozent zu und Polen um 0,9 Prozent. Aus China wurden 9,8 und aus Italien 3,1 Prozent weniger Möbel eingeführt. Weiterhin zulegen konnten Ungarn mit plus 4,7 Prozent und Rumänien mit plus 3,5 Prozent, während es moderate Rückgänge bei Importen aus Österreich (-8 Prozent), Frankreich (-8,3 Prozent) und der Schweiz (-6,9 Prozent) gab. Schlechter traf es die Türkei: Minus 13,6 Prozent. USA ist der Wachstumsmarkt Nummer 1 So stellt sich die aktuelle Lage bei den Top 10 der Wachstumsmärkte im Gesamtjahr 2013 dar: Plus 16,9 Prozent für die USA, plus 16 Prozent für China, plus 5,5 Prozent für Tschechien und plus 3,9 Prozent für Schweden: Diese Kandidaten führen die Liste derzeit an. Voraussetzung für die Aufnahme in die Bestenliste: Ein Exportwert von mehr als 30 Millionen Euro. Dänemark, Japan, die Türkei, Saudi-Arabien, Brasilien und Mexiko folgen auf den weiteren Plätzen. Top: Saudi-Arabien mit plus 34,3 Prozent und die Türkei mit plus 27,3 Prozent.

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