Die Erbschaftssteuerreform zum Ein Überblick - Die Auswirkungen der Reform:

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Die Erbschaftssteuerreform zum 01.01.2009. Ein Überblick - Die Auswirkungen der Reform:"

Transkript

1 Die Erbschaftssteuerreform zum unter Berücksichtigung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes mit Wirkung zum Ein Überblick - Die Auswirkungen der Reform: Die Erbschaftssteuerreform betrifft jeden Menschen, der sich einen gewissen Lebensstandard erarbeitet hat. Insbesondere sollten sich aber diejenigen mit dem Thema befassen, die größere Bar- oder Wertpapiervermögen, Immobilien oder einen Betrieb, eine Praxis oder Kanzlei ihr Eigen nennen. Diese Personen sind von der Erbschaftssteuerreform massiv betroffen. Zum Teil haben sie nach den zum in Kraft getretenen Regelungen erheblich geringere, zum Teil aber auch wesentlich höhere Lasten zu tragen als unter dem bislang geltenden Erbschaftssteuerrecht. Es änderten sich dabei nicht nur die Steuerklassen, Freibeträge und Steuersätze, auch Änderungen bei der Bewertung von Immobilien- und Betriebsvermögen haben stattgefunden. Die neuen Regelungen beziehen sich sowohl auf den Erwerb von Todes wegen, also durch Erbfall, als auch den Erwerb unter Lebenden, also Schenkungen. Es sind daher auch diejenigen Personen betroffen, die ihr Immobilienvermögen oder ihren Betrieb noch zu Lebzeiten, zum Beispiel per Schenkung, an einen Nachfolger übertragen möchten. Daher besteht Handlungsbedarf derart, dass sich jeder potentiell Betroffene kundig machen sollte, inwieweit er durch die aktuellen Regelungen betroffen, ggf. auch beeinträchtigt sein kann und wie er unter den neuen Regelungen mögliche Nachteile vermeiden kann. Wir weisen darauf hin, dass das DEI keine individuelle Rechtsberatung leistet. Ein persönliches Beratungsgespräch mit einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater kann durch unsere Materialien und Veranstaltungen nicht ersetzt werden. 1

2 Gliederung 1. Zeitlicher Aspekt, Wahlrecht 2. Freibeträge, Steuerklassen, Steuersätze 3. Bewertung der Vermögensgegenstände 3.1 Bar- und Wertpapiervermögen 3.2 Immobilienvermögen Unbebaute Grundstücke Bebaute Grundstücke Neue Regelungen 3.3 Betriebsvermögen Bewertung Verschonungsregeln "5-Jahres-Regel" "7-Jahres-Regel" Wahlrecht Wegfall der Begünstigungen Sonstiges 4. Lebensversicherungen, Renten, Nutzungen und Leistungen 5. Steuererstattungsansprüche 6. Maßnahmen, Hinweise 2

3 Die Erbschaftssteuerreform Grund für die anstehende Neuregelung des Erbschaftssteuerrechts war eine folgenreiche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) aus dem November In dieser hat das Gericht die bisherigen Erbschaftssteuerregelungen für verfassungswidrig erklärt, da diese eine unterschiedliche Bemessungsgrundlage für verschiedene Arten von Vermögen vorsahen. So wurde nach dem alten Recht z.b. Immobilienvermögen geringer besteuert als ein Wertpapiervermögen in gleicher Höhe. Dies verstieß nach dem BVerfG unter anderem gegen den Gleichheitsgrundsatz des Artikel 3 Grundgesetz. Dem Gesetzgeber wurde in der Entscheidung aufgegeben, bis spätestens zum eine neue, verfassungsgemäße Neuregelung zu treffen. Dies ist sprichwörtlich in letzter Minute geschehen: zum hat unser Bundespräsident das neue Gesetz unterzeichnet. 1. Zeitlicher Aspekt, Wahlrecht Das neue Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht gilt für alle Erb- und Schenkungsfälle, die nach dem aufgetreten sind. Es gab für die von einem Erbfall Betroffenen ein Wahlrecht derart, dass auf Antrag bei der Finanzverwaltung das neue Recht für Erbfälle zwischen dem angewendet werden musste, solange noch keine bestandskräftigen Steuerbescheide bestehen. Es wurden hierbei jedoch die alten, geringeren Freibeträge angewandt. Bei Schenkungen gab es kein Wahlrecht, auch blieben die alten Freibeträge bestehen. In der Regel führt die Wahl des neuen Rechts also dazu, dass bei alten Freibeträgen meist schlechtere Bewertungsmethoden angewandt werden. Dieser Aspekt hat sich zwischenzeitlich erledigt, da die Periode zur Ausübung 3

4 des Wahlrechts zum bereits abgelaufen ist. 2. Freibeträge, Steuerklassen, Steuersätze Die Freibeträge haben sich in sachlicher und persönlicher Sicht erheblich geändert. Dies sei anhand der nachstehenden Tabelle für die persönlichen Freibeträge verdeutlicht: Steuerklasse/ Personen Altes Recht bis , Freibetrag bis Neues Recht ab , Freibetrag bis Ehegatte , ,- Kinder, Stiefkinder , ,- Enkel , ,- Eltern, Großeltern , ,- bei Schenkung ,- Personen der Steuerklasse II , ,- Personen der Steuerklasse III 5.200, ,- Die Steuerklassen stellen sich nach wie vor wie folgt dar: Steuerklasse I Steuerklasse II Steuerklasse III 1. Ehegatte 2. Kinder und Stiefkinder 3. Abkömmlinge der in Nr. 2 genannten Kinder und Stiefkinder 4. Eltern und Voreltern bei Erwerben von Todes wegen 1. Eltern und Voreltern, soweit nicht zu Steuerklasse I gehörig 2. die Geschwister 3. die Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern 4. die Stiefeltern 5. die Schwiegerkinder 6. die Schwiegereltern 7. der geschiedene Ehegatte Alle anderen Personen Hieraus wird deutlich: Personen in der Steuerklasse I profitieren von der Neuregelung durch erheblich erhöhte Freibeträge. Dies sind insbesondere Ehegatten, Kinder und Enkel. Auf Grund der angestrebten Gleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft sind die eingetragenen Lebenspartner den Ehegatten hinsichtlich des Freibetrags gleichgestellt. 4

5 Insgesamt wird also eine Begünstigung von nahen Verwandten angestrebt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Personen von nun an immer weniger Steuern zahlen müssten als vorher. Denn die Bewertungsmethoden, die zur Ermittlung des zu versteuernden Vermögens herangezogen werden, änderten sich zum Teil zu Lasten der Betroffenen. Diese Methoden werden weiter unten dargestellt. Die Steuersätze sind ebenfalls gravierenden Änderungen unterworfen, wie die nachstehenden Tabellen verdeutlichen: Prozentsätze der Steuer nach altem Recht Wert des steuerpflichtigen Erwerbs: bis Prozentsatz in der Steuerklasse I Prozentsatz in der Steuerklasse II Prozentsatz in der Steuerklasse III , , , , , , > , Prozentsätze der Steuer nach neuem Recht Wert des steuerpflichtigen Erwerbs: bis Prozentsatz in der Steuerklasse I Prozentsatz in der Steuerklasse II Prozentsatz in der Steuerklasse III , , , , , , > , Es werden vor allem für die Steuerklassen II und II negative Auswirkungen deutlich, die entsprechenden Steuersätze sind im Vergleich zur vorherigen Regelung deutlich erhöht. So beträgt beispielsweise der Eingangssteuersatz für die Steuerklasse II bereits satte 30% (vorher: 17%). 5

6 Die Besteuerung kleiner und mittlerer Vermögen bis in diesen beiden Steuerklassen führt zu einer erheblichen Verschlechterung im Vergleich zur vorherigen Regelung. Damit sind z.b. insbesondere Geschwister und Nichten/Neffen im Vergleich zur alten Rechtslage dadurch benachteiligt, dass sie sich erheblich höheren Eingangssteuersätzen ausgesetzt sehen (dazu unten). Partner in eingetragenen Lebenspartnerschaften haben zwar den Freibetrag von (s.o.), werden jedoch in der Steuerklasse III mit 30-50% veranschlagt. Sie können jedoch den Versorgungsfreibetrag in Höhe von in Anspruch nehmen sowie die sachlichen Freibeträge der Steuerklasse I. 3. Bewertung der Vermögensgegenstände In diesem Rahmen sind mit dem neuen Recht erhebliche Veränderungen vorgenommen worden. Es ist dabei zu unterscheiden zwischen Immobilien/Grundstücksvermögen, Betriebsvermögen/Vermögen in Form von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, land-/ forstwirtschaftlichem Vermögen sowie Bar- und Wertpapiervermögen. 3.1 Bar- und Wertpapiervermögen Bei Bar- und Wertpapiervermögen gibt es keine relevanten Auswirkungen, sie werden wie bisher mit dem Nennwert angesetzt. 3.2 Immobilienvermögen Immobilienvermögen ist vorrangig mit dem Vergleichswertverfahren zu bewerten. Es sind hierbei die Verkaufspreise vergleichbarer Grundstücke heranzuziehen. Bei Mietgrundstücken wird das Ertragswertverfahren angewandt. In diesem komplexen Verfahren spielen die übliche Jahresmiete, die Bodenwertverzinsung 6

7 sowie ein Alterabschlag von 0,5% der Jahresmiete für jedes volle Altersjahr des Gebäudes eine Rolle. Schließlich wird das sog. Sachwertverfahren angewandt, wenn mit keinem der vorgenannten Verfahren ein Wert ermittelt werden kann (insb. bei Ein- und Zweifamilienhäusern kein Vergleichswert ermittelt werden kann oder bei anderen Gebäuden keine übliche Vergleichsmiete existiert). Hierbei spielen Faktoren wie Grundstücksgröße, Alter und (ggf. fiktive) Herstellungskosten eine Rolle. Es wird weiter nach bebauten und unbebauten Grundstücken differenziert, wie bisher auch. Bebaute Grundstücke werden wiederum unterteilt in - Ein- und Zweifamilienhäuser, Wohn- und Teileigentum - Wohn- und Geschäftsmietgrundstücke - Grundstücke mit gemischter Nutzung - Sonstige Grundstücke Unbebaute Grundstücke Der zugrunde zu legende Wert (Bewertung) ergibt sich aus: Grundstücksfläche in m 2 x Bodenrichtwert Der Bodenrichtwert wird von den zuständigen Gutachterausschüssen nach dem BauGB ermittelt Bebaute Grundstücke Deren Wert wird mit den vorstehenden drei Verfahren ermittelt. Für Wohnzwecken vermietete Grundstücke gibt es mehrere Vergünstigungen: zu - 10% Wertabschlag, wenn das Grundstück in Deutschland oder der EU liegt - Stundungsmöglichkeit für bis zu 10 Jahre, um den Verkauf zur Steuerbegleichung zu verhindern 7

8 3.2.3 Neue Regelungen Eine gesonderte Bewertung von Betriebsgrundstücken wird nicht mehr erfolgen. Im Falle eines mit einem Erbbaurecht belasteten Grundstücks werden das Erbbaurecht und das Grundstück separat bewertet. Es gibt nun besondere Regelungen für von Ehegatten oder Kindern/Enkeln bewohntes Immobilienvermögen: So können Witwen/r, Ehegatten und eingetragene Lebenspartner ein Wohnhaus steuerfrei erben, wenn der Erblasser es vor seinem Tod selbst bewohnt hat und sie es mindestens 10 Jahre nach dem Erbfall oder der Schenkung selbst als Erstwohnsitz bewohnen und es in dieser Zeit nicht vermieten, verpachten oder verkaufen. Eine Wertgrenze gibt es nicht. Fällt eine der Voraussetzungen innerhalb von 10 Jahren weg, so entfällt rückwirkend die Steuerbefreiung. Ein Umzug in ein Pflegeheim hat hierauf keine Auswirkungen. Im Rahmen von Schenkungen gilt dies nur, soweit das Gebäude eine angemessene Größe und Ausstattung hat. Die Rechtsprechung wird zu klären haben, was hierunter zu verstehen ist. Es können aber nun auch Grundstücke im EU-Ausland nach vorstehenden Voraussetzungen steuerfrei geschenkt werden. Soweit Kinder oder Enkel ein Wohnhaus erben, gilt Vorstehendes nur, wenn sie in dieses selbst für mindestens 10 Jahre als Erstwohnsitz einziehen, und die Wohnfläche des Hauses nicht mehr als 200 m 2 beträgt. Wohnflächen über 200 m 2 müssen anteilig versteuert werden. Sollten die Witwen(r), Ehegatten, Lebenspartner oder die Kinder als Erben selbst innerhalb der 10-Jahres-Frist versterben, ist dies unschädlich. Der Freibetrag wird vom steuerfrei vererbten oder geschenkten Immobilienvermögen nicht berührt. Es kann daher dem Ehegatten z.b. ein 8

9 Wohnhaus sowie z.b ,00 Barvermögen steuerfrei vererbt werden. 3.3 Betriebsvermögen Hier liegt eine der umfassendsten Neuregelungen der Reform vor. Zunächst ist nun klargestellt, dass auch freiberufliche Praxen und Kanzleien unter den Begriff des Betriebes fallen. Weiter gibt es massive Änderungen in den Bewertungsgrundsätzen und den Verschonungsregeln Bewertung Es wird zunächst nicht mehr nach den verschiedenen Rechtsformen unterschieden. Nach dem alten Recht wurden Kapitalgesellschaften bei Börsennotierung mit dem Börsenwert zum Stichtag, ohne Börsennotierung nach dem Stuttgarter Verfahren bewertet. Andere Gesellschaften wurden grundsätzlich mit dem Steuerbilanzwert bewertet, die Aktiva-Ansätze wurden um Verbindlichkeiten gekürzt. Nach dem neuen Recht wird nun falls keine Börsenwerte vorliegen der Wert des Unternehmens aus den Verkäufen innerhalb eines Jahres vor dem Bewertungsstichtag abgeleitet. Kann dieser Wert nicht ermittelt werden, so ist das Ertragswertverfahren heranzuziehen, ggf. in einer vereinfachten Form (insbesondere für KMU). Mit Letzterem wird der Wert des Unternehmens wie folgt ermittelt: Jahresertrag x Kapitalisierungsfaktor = Unternehmenswert Der Jahresertrag kann gerade im Schenkungsfalle gezielt verringert werden, um so im Rahmen eines kleineren Jahresertrages einen geringeren Unternehmenswert und damit eine geringere Steuerlast zu generieren. Der Kapitalisierungsfaktor ist die der Kehrwert der Summe des Basiszinssatzes 9

10 ( 247 BGB) und des pauschalen Risikozuschlags von 4,5%. Beispiel: Basiszinssatz 6 + 4,5 = 10,5 %, Kehrwert = 9,52. Der Kehrwert errechnet sich dabei wie folgt: 100 / Prozentwert = Kehrwert. Je höher der Marktzins, umso geringer der Multiplikator Verschonungsregeln Zentraler neuer Aspekt der Reform ist die Neugestaltung der Verschonungsregeln. Hier gibt es eine völlige Neuordnung und Neukonzeption. Die nachfolgend dargestellten Aspekte gelten ab dem , da die aktuelle Bundesregierung hier bereits Änderungen ab diesem Zeitpunkt durchgesetzt hat (Stichwort: Wachstumsbeschleunigungsgesetz ). Betriebsvermögen, Anteile an Kapitalgesellschaften (mehr als 25%) und land- sowie forstwirtschaftliches Vermögen können begünstigt sein bzw. werden. Dies geschieht durch einen Verschonungsabschlag von 85% bzw. 100% sowie durch einen Abzugsbetrag von Zunächst wird der Verschonungsabschlag vom Betriebsvermögen subtrahiert. Soweit lediglich 85 % vom begünstigten Betriebsvermögen steuerbefreit sind, kann vom nicht steuerbefreiten Anteil nochmals maximal der Abzugsbetrag abgerechnet werden. Dies hat zur Folge, dass üblicherweise begünstigte Betriebsvermögen in der Regel bis zu einem Wert von steuerfrei übertragen werden können "5-Jahres-Regel" Besteht nun das verbleibende Betriebsvermögen zu mehr als 50% aus begünstigtem Betriebsvermögen (neuer Begriff, in etwa: in der Produktion gebundenes Vermögen ), so kann ein Erbe oder Beschenkter eines Betriebs die 5-Jahres-Regelung in Anspruch nehmen. Begünstigtes Betriebsvermögen ist dabei alles, was nicht Verwaltungsvermögen (ebenfalls neuer Begriff!) ist. Verwaltungsvermögen wiederum sind z.b. grundsätzlich: Grundstücke, die an Dritte 10

11 vermietet/verpachtet werden, Anteile von weniger als 25% an Kapitalgesellschaften, Wertpapiere und vergleichbare Forderungen, Kunstgegenstände, wissenschaftliche Sammlungen, Münzen, Edelmetalle und Edelsteine, wenn nicht der Handel oder Verarbeitung dieser Gegenstände der Hauptzweck des Betriebes ist und schließlich Anteile an Personengesellschaften, deren Verwaltungsvermögen mehr als 50% von deren Betriebswert beträgt. 15 % des Betriebsvermögens werden besteuert. Diese Möglichkeit stellt den Regelfall dar. Voraussetzungen: - Behaltensfrist 5 Jahre - Verschonungsabschlag 85 % (besteuert wird 15 % der Bemessungsgrundlage) % Lohnsumme bezogen auf 5 Jahre, keine Indexierung der Lohnsumme, wenn mindestens 11 Mitarbeiter - anteiliger Verschonungswegfall (= jährlich 20%) - Verwaltungsvermögensgrenze 50 % Dies bedeutet: Es kann eine fünfjährige Haltefrist gewählt werden, wenn das begünstigte Betriebsvermögen mehr als 50% beträgt. Die jährliche Lohnsumme bei Betrieben mit 11 oder mehr Mitarbeitern darf innerhalb von 5 Jahren nicht unter 400% der Ausgangslohnsumme (Jahreslohnsumme zum Erbfall-, bzw. Schenkungszeitpunkt) liegen. Sind alle diese Voraussetzungen eingehalten, so fällt nur eine Steuerlast von 15% auf das begünstigte Betriebsvermögen an. Für jedes Jahr, in dem die Lohnsumme die Ausgangslohnsumme unterschreitet, entfällt der Verschonungsabschlag in Höhe von 20% für die Vergangenheit. Es sind hier unter Berücksichtigung des Abzugsbetrages von maximal , daher 15% des Unternehmenswertes. 11

12 "7-Jahres-Regel" Keine Steuerlast für das Betriebsvermögen. Voraussetzungen: - Behaltensfrist 7 Jahre - Verschonungsabschlag 100 % % Lohnsumme bezogen auf 70 Jahre, keine Indexierung - anteiliger Verschonungswegfall (= jährlich 14,29 %) - Verwaltungsvermögensgrenze 10 % Dies bedeutet: Nur wenn mindestens 90 % des Betriebsvermögens begünstigtes Betriebsvermögen sind, kann der Erbe wählen, den Betrieb 7 Jahre lang unverändert fortzuführen. Es sollen grundsätzlich keine Entlassungen vorgenommen werden dürfen: Die Lohnsumme darf in dieser Zeit nicht unter 700 % Prozent der Jahreslohnsumme liegen. Anderes gilt, wenn der Betrieb 10 oder weniger Arbeitnehmer hat: In diesem Falle muss die Lohnsummenregelung nicht beachtet werden. Sind alle diese Voraussetzungen eingehalten, so fällt grundsätzlich keine Steuerlast für das Betriebsvermögen an Wahlrecht Liegen also die Voraussetzungen der 7-Jahres-Regelung vor, so kann der Erbe/Beschenkte wählen, ob er diese oder die 5-Jahres-Regelung in Anspruch nehmen will Wegfall der Begünstigungen Bei Betriebsaufgabe/Verkauf, Änderung der wesentlichen Betriebsgrundlagen oder bei die Gewinne übersteigenden Privatentnahmen innerhalb von 5 (5-Jahres-Regelung) oder 7 Jahren (7-Jahres-Regelung) entfallen die Vergünstigungen. Bei einem Verkauf gilt dies nicht, wenn innerhalb von 6 Monaten der Erlös 12

13 innerhalb derselben Vermögensart investiert wird (Anschaffung neuer Betriebe, Tilgung betrieblicher Schulden, Erhöhung der Liquiditätsreserven) Sonstiges Bitte beachten Sie: - Die Wahl der 5- bzw. 7-Jahres-Regelung ist dem Finanzamt in einem förmlichen Antrag mitzuteilen, sie ist unwiderruflich. - Wird innerhalb der 5-, bzw. 7-Jahresfrist der Betrieb veräußert oder aufgegeben oder fällt die Begünstigung aus anderen Gründen weg, ist für jedes vollendete Jahr der Betriebsfortführung bis zu diesem Zeitpunkt ein Abschlag auf die Steuerlast von 20%, bzw. 14,28 % zu gewähren (Verschonungswegfall, s.o.). - Es ist möglich, Arbeitnehmer zu entlassen, wenn diese später vermehrt eingestellt werden: Es müssen nur nach 5, bzw. 7 Jahren die 400 %, bzw. 700 % der Jahreslohnsumme vorliegen. - Für Erwerber von Betriebsvermögen, die zu den Steuerklassen II und III zählen, gelten wie schon im alten Recht die Steuersätze der Steuerklasse I. 4. Lebensversicherungen, Renten, Nutzungen und Leistungen Auch der Wert von Lebensversicherungen ist am gemeinen Wert ausgerichtet: Dieser ist gleichlautend mit dem Rückkaufswert. Renten, Nutzungen und Leistungen sollen anhand einer aktuellen Sterbetafel mit aktuellen Vervielfältigungswerten errechnet werden. 13

14 5. Steuererstattungsansprüche Diese zählen zum Vermögensanfall. Eine Ausnahme gilt, wenn die Geltendmachung der Ansprüche an bestehenden Steuerbescheiden scheitert. 6. Maßnahmen, Hinweise Bebauter Grundbesitz wird in Zukunft höher bewertet werden. Unter dem neuen Recht ist es jedoch möglich, den Wert des jeweiligen Grundstücks zu verringern, z.b. durch Eintragung eines lebenslangen, unentgeltlichen Nießbrauchsrechts am Grundstück. Unter dem neuen Recht ist es nicht mehr möglich, eine gewerbliche Personengesellschaft mit Vermögen auszustatten, damit diese verschiedene Begünstigungen erhält: Solch zusätzliches Vermögen wird in der Regel nicht begünstigtes Verwaltungsvermögen darstellen. Ihr Deutsches Erbrechtsinstitut e.v. 14

Einzelheiten zur geplanten Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer

Einzelheiten zur geplanten Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Einiges wird besser vieles schlechter Einzelheiten zur geplanten Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer von Rechtsanwalt & Steuerberater Joachim Breithaupt, Kanzlei Osborne Clarke, Köln Die Nachfolge

Mehr

Kanzlei Hans, Dr. Popp & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte, Steuerberater München

Kanzlei Hans, Dr. Popp & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte, Steuerberater München Rechtsanwälte, Fachanwälte, München Erbschaftsteuer / Schenkungsteuer Informationen zusammengestellt von und Grundlagen, Reform Am 31.01.2007 hat das Bundesverfassungsgericht das bisherige (insbesondere

Mehr

Das System der gesetzlichen Erbfolge

Das System der gesetzlichen Erbfolge Das System der gesetzlichen Erbfolge Urgroßeltern Großonkel/ Großtante 4. Ordnung Geschwister Neffen/ Nichten 2. Ordnung Großeltern Eltern Erblasser Kinder Enkel Urenkel 1. Ordnung Onkel/ Tanten Vettern/

Mehr

Erbschaftsteuer-Reform 2008/2009

Erbschaftsteuer-Reform 2008/2009 Erbschaftsteuer-Reform 2008/2009 Im schlimmsten Fall Das neue Erbschaftssteuerrecht Dipl.-Kffr. Eszter Hermesmeier Steuerberaterin Gliederung 1. Wesen der Erbschaftsteuer Steuerpflichtige Vorgänge Persönliche

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer Erbschaft- und Schenkungsteuer Entwickelt von: Verlag für Deutsche www.vds-verlag.de A WoltersKluver Company 1 2 a) Die Steuerklasse des Erwerbers 1. Ehegatte Steuerklasse I 2. Kinder und Stiefkinder 3.

Mehr

Erbschaftsteuer. Richtige und rechtzeitige Vermögensund Nachlassplanung. Axel Seebach Wirtschaftsprüfer - Steuerberater

Erbschaftsteuer. Richtige und rechtzeitige Vermögensund Nachlassplanung. Axel Seebach Wirtschaftsprüfer - Steuerberater Erbschaftsteuer Richtige und rechtzeitige Vermögensund Nachlassplanung Axel Seebach Wirtschaftsprüfer - Steuerberater 1 Erbschaftsteuer Rechtsentwicklung Freibeträge und Steuerklassen Übertragung von Immobilien

Mehr

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick Muster Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick Mus Erbschaft- und Schenkungsteuer 2009 Zum 1. Januar 2009 tritt die Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts

Mehr

Steuerliche Fragen bei der Testamentsgestaltung. Vortrag von WP/StB Matthias Witt

Steuerliche Fragen bei der Testamentsgestaltung. Vortrag von WP/StB Matthias Witt Steuerliche Fragen bei der Testamentsgestaltung Vortrag von WP/StB Matthias Witt Erwerb von Todes wegen Der Erbschaftsteuer unterliegt der Erwerb von Todes wegen, wenn der Erblasser zum Zeitpunkt des Todes

Mehr

Richtig erben und vererben. 20.04.2009 Richtig erben und vererben

Richtig erben und vererben. 20.04.2009 Richtig erben und vererben Richtig erben und vererben Inhalt des Vortrages 1. Vorstellung Kanzlei 2. Erbrechtlicher Teil 2.1. Gesetzliche Erbfolge 2.2. Pflichtteil 2.3. Testament 3. Steuerrechtlicher Teil 3.1. Neuregelungen 3.2.

Mehr

bei Ihrer Sparkasse Werra-Meißner.

bei Ihrer Sparkasse Werra-Meißner. Herzlich willkommen bei Ihrer Sparkasse. Erben und Vererben RA Gerhard Ruby 25./26. November 2009 Seite 1 Erben und Vererben das geänderte Erbschaftsteuerrecht und seine größten Irrtümer Referent: RA Gerhard

Mehr

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Die Notare informieren Erbschaftsteuerreform Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Großer Markt 28 66740 Saarlouis Telefon 06831/ 1334 und 94 98 06 Telefax 06831/ 4 31 80 2 Info-Brief zum Thema Erbschaftsteuerreform

Mehr

Die Erbschaftssteuerreform 2008 - Überblick und Handlungsempfehlungen -

Die Erbschaftssteuerreform 2008 - Überblick und Handlungsempfehlungen - Die Erbschaftssteuerreform 2008 - Überblick und Handlungsempfehlungen - 1. Die neue Erbschaftssteuer Am 20.11.2007 hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Erbschaftssteuer- und

Mehr

8. Steuertag. von Ministerialrat Manfred Porr Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz

8. Steuertag. von Ministerialrat Manfred Porr Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz 8. Steuertag Fachhochschule h h Worms 30. November 2007 Aktueller Stand der Eb Erbschaftsteuerreform t f von Ministerialrat Manfred Porr Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz 1 Koalitionsvertrag vom

Mehr

Steuerklasse Freibeträge Personenkreis Alt/Neu Alt Neu. Ehegatte I 500.000 500.000. Lebenspartner i.s Partnerschaftsgesetz III 5.200 500.

Steuerklasse Freibeträge Personenkreis Alt/Neu Alt Neu. Ehegatte I 500.000 500.000. Lebenspartner i.s Partnerschaftsgesetz III 5.200 500. A. Allgemeines Der Gesetzgeber wurde durch das Bundesverfassungsgericht verpflichtet, das Erbschaft- und Schenkungssteuerrecht zu reformieren. Auslöser hierfür war die willkürliche Wertermittlung für Erbschaftsteuerzwecke,

Mehr

Erbschafts- und Schenkungssteuer

Erbschafts- und Schenkungssteuer Erbschafts- und Schenkungssteuer Die Bewertungsgrundsätze, Steuersätze und Freibeträge für die Erbschafts- und Schenkungssteuer wurden zum 01.01.2009 grundlegend geändert. Am 01.01.2010 traten verschiedene

Mehr

Aktuelle Entwicklungen im Erbschaftsteuerrecht. Vortrag KIWANIS-Club Wiesental 10. Juni 2010

Aktuelle Entwicklungen im Erbschaftsteuerrecht. Vortrag KIWANIS-Club Wiesental 10. Juni 2010 Aktuelle Entwicklungen im Erbschaftsteuerrecht Vortrag KIWANIS-Club Wiesental 10. Juni 2010 Gliederung I. Grundlagen Steuerpflicht Steuerpflichtiger Erwerb Steuerklassen Persönliche Steuerfreibeträge Steuersätze

Mehr

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt Erbschaftsteuer Inhalt 1 Erbrechtliche Hinweise 2 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten 2.1 Erwerbe von Todes wegen 2.2 Entstehung der Erbschaftsteuer 2.3 Steuerpflichtiger Erwerb 2.4 Steuerbefreiungen 2.5

Mehr

Das Wichtigste aus dem. Erbschafts- und Schenkungsteuergesetz. ab Abkömmlinge der in Nummer 2 genannten Kinder und Stiefkinder

Das Wichtigste aus dem. Erbschafts- und Schenkungsteuergesetz. ab Abkömmlinge der in Nummer 2 genannten Kinder und Stiefkinder Das Wichtigste aus dem Erbschafts- und Schenkungsteuergesetz ab 01.01.2009 Die Steuerklassen ( 15 ErbStG) Steuerklasse I: 1. Ehegatte 2. Kinder und Stiefkinder 3. Abkömmlinge der in Nummer 2 genannten

Mehr

Schenkung- und Erbschaftsteuer ab 01.01.2009

Schenkung- und Erbschaftsteuer ab 01.01.2009 Dr. Salfer & Kollegen Rechtsanwälte - Fachanwälte - Notar Dr. Andreas Salfer Notar, Fachanwalt für Erbrecht Thomas Hansel Fachanwalt für Arbeits- u. Verkehrsrecht Anke Buck Fachanwältin für Familienrecht

Mehr

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick Erbschaft- und Schenkungsteuer 2010 Zum 1. Januar 2009 trat die Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts

Mehr

Erben und Vererben. Erben ohne Scherben

Erben und Vererben. Erben ohne Scherben Erben und Vererben Erben ohne Scherben Dr. Jörg Lehr, 26. Oktober 2010 Erbschaftsteuerreform warum? Vermögensgegenstand Barvermögen/Forderungen Wertpapiere ausländl. Grundbesitz inländ. Grundbesitz GmbH

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer M E R K B L A T T E R B. Erbschaft- und Schenkungsteuer 1. Steuerpflicht Im folgenden wird in aller Regel von der Erbschaftssteuer gesprochen, jedoch gelten diese Ausführungen auch für den Schenkungsfall.

Mehr

Dipl.-Kfm. Thomas Rose Steuerberater Erlenbach, 20. Mai 2009

Dipl.-Kfm. Thomas Rose Steuerberater Erlenbach, 20. Mai 2009 Eckpunkte der neuen Erbschaftsteuer Dipl.-Kfm. Thomas Rose Steuerberater Erlenbach, 20. Mai 2009 2 I. Einführung, Gesetzgebungsverfahren II. Wesentliche Änderungen III. Steuerklassen, Freibeträge, Steuersätze

Mehr

Erbschaftsteuerreform Verbesserungen gegenüber Kabinettbeschluss (Regierungsentwurf)

Erbschaftsteuerreform Verbesserungen gegenüber Kabinettbeschluss (Regierungsentwurf) Erbschaftsteuerreform Verbesserungen gegenüber Kabinettbeschluss (Regierungsentwurf) 1. Private Erbschaftsteuer 1.1 Selbst genutzte Wohnimmobilie Für Ehegatten und Lebenspartner i.s.d. Lebenspartnerschaftsgesetzes

Mehr

Müssen Sie Erbschaftsteuer * bezahlen?

Müssen Sie Erbschaftsteuer * bezahlen? Müssen Sie Erbschaftsteuer * bezahlen? Ob und in welcher Höhe Erbschaftsteuer zu entrichten ist, richtet sich nach dem Wert des Erwerbs (Erbanfall, Vermächtnis, Pflichtteil usw.) und dem Verwandtschaftsverhältnis

Mehr

Steuerklassen und Steuerfreibeträge nach Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz

Steuerklassen und Steuerfreibeträge nach Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz Steuerklassen und Steuerfreibeträge nach Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz Stand: ab Steuerreform 2009 Das Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG) kennt folgende Begrifflichkeiten:

Mehr

Erbschaftsteuer Mandant: 1 - Mustermann Aktenzeichen: 123456 Musterstraße 1, 12345 Musterstadt

Erbschaftsteuer Mandant: 1 - Mustermann Aktenzeichen: 123456 Musterstraße 1, 12345 Musterstadt Erbschaftsteuer Ermittlung des Reinnachlasses Nachlassgegenstände Grundvermögen 600.000 Betriebsvermögen 425.000 Übriges Vermögen 1.100.000 Gesamtwert der Nachlassgegenstände 2.125.000 Nachlassverbindlichkeiten

Mehr

Erben und Schenken im Steuerrecht

Erben und Schenken im Steuerrecht Erben und Schenken im Steuerrecht in Kooperation mit Vortragender: Jürgen G. Reichert Steuerberater Rechtsanwalt Gliederung 1. Wer sind wir? 2. steuerpflichtige Vorgänge 3. persönliche Steuerpflicht 4.

Mehr

Für die Angaben wird keine Haftung übernommen. Erbschaftsteuerreform

Für die Angaben wird keine Haftung übernommen. Erbschaftsteuerreform Für die Angaben wird keine Haftung übernommen Erbschaftsteuerreform Persönliche Steuerbefreiungen Steuer- Personenkreis Freibetrag Freibetrag klasse alt neu I Ehegatte 307.000 500.000 Kinder, Stiefkinder,

Mehr

Es liegen bereits 3 Entscheidungen des BVerfG vor: 22.06.1995 17.12.2014

Es liegen bereits 3 Entscheidungen des BVerfG vor: 22.06.1995 17.12.2014 Layout 2.jpg Es liegen bereits 3 Entscheidungen des BVerfG vor: 22.06.1995 07.11.2006 17.12.2014 Die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts im Überblick Das BVerfG hält in seinem Urteil vom 17.12.2014

Mehr

1. Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts

1. Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts Erbschaftsteuerreform: Grundmodell und Handlungsbedarf Zusammenfassung Als das BVerfG am 31.1.2007 in seiner lange erwarteten Entscheidung [1] zur Erbschaftsteuer wesentliche Teile des Erbschaftsteuerrechts

Mehr

Fit für den Stabwechsel? DIHK Aktionstag Unternehmensnachfolge 21. Juni 2017

Fit für den Stabwechsel? DIHK Aktionstag Unternehmensnachfolge 21. Juni 2017 Fit für den Stabwechsel? DIHK Aktionstag Unternehmensnachfolge 21. Juni 2017 Steuerliche Rahmenbedingungen aufgrund des neuen Erbschaftsteuerrechts Norbert Maier Kanzlei Dr. Metschkoll Beratung für Unternehmer

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer 1 Erbschaft- und Schenkungsteuer Das Erbrecht befasst sich mit der Frage, was nach dem Tode eines Menschen mit seinem Vermögen und seinen Schulden geschieht. Mit dem Tod eines Menschen geht sein Vermögen

Mehr

Vererben und verschenken 28.02.2008

Vererben und verschenken 28.02.2008 Vererben und verschenken 28.02.2008 Wie Sie Ihr Vermögen erhalten und Steuer schonend weitergeben. Erbfolge Gewillkürte Erbfolge Testament privatschriftlich notarielles Testament Ehegattentestament Optionen

Mehr

Höchste Zeit zum Handeln. Höhere Erbschaftsteuer ab 2007?

Höchste Zeit zum Handeln. Höhere Erbschaftsteuer ab 2007? Höchste Zeit zum Handeln Höhere Erbschaftsteuer ab 2007? Das Thema Erben und Schenken betrifft Jeden und ist für Jeden wichtig - es ist keine Frage des Alters, aber mit zunehmendem Alter wird es immer

Mehr

Übertragung von Immobilien. Vererben mit warmer Hand oder erst bei Tod?

Übertragung von Immobilien. Vererben mit warmer Hand oder erst bei Tod? Übertragung von Immobilien Vererben mit warmer Hand oder erst bei Tod? Motive Steuer sparen Kinder beim Aufbau einer eigenen Existenz helfen Eigene Pflege sichern Lieblingskinder bevorzugen und/oder Pflichtteilsansprüche

Mehr

FACHINFO Erbschaftsteuerreform 2008

FACHINFO Erbschaftsteuerreform 2008 FACHINFO: Erbschaftsteuerreform 2008 auf der Grundlage des Referentenentwurfs vom 20.11.2007 Februar 2008 Jürgen Greß Fachanwalt für Verwaltungsrecht Rechtsanwälte Hoffmann & Greß Fürstenrieder Straße

Mehr

Erbfolge, Erbschaftssteuer, Freibeträge: Ein Überblick

Erbfolge, Erbschaftssteuer, Freibeträge: Ein Überblick Erbfolge, Erbschaftssteuer, Freibeträge: Ein Überblick 1 INHALT 1 DIE GESETZLICHE ERBFOLGE 2/3 2 TESTAMENT: DIE GEWILLKÜRTE ERBFOLGE 3 3 STEUERKLASSEN, FREIBETRÄGE, STEUERSÄTZE 4/5 2 1 DIE GESETZLICHE

Mehr

Herzlich Willkommen. STEUERBERATERKANZLEI ERLER PROBST Garching

Herzlich Willkommen. STEUERBERATERKANZLEI ERLER PROBST Garching Herzlich Willkommen 1 STEUERBERATERKANZLEI ERLER PROBST Julia Erler Dipl. Bw (FH) Steuerberater Michael Probst Steuerberater 2 Die Reform der Erbschaft-und Schenkungsteuer 3 SteuerberaterKanzlei Erler

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer persönlicher Freibetrag Erbschaft- und Schenkungsteuer Ehegatte Quelle: ZdH, Berlin Stand: 12.12.2008, Reform ErbSt tritt zum 01.01.09 in Kraft Freibeträge ( 16 ErbStG) Kinder, Stiefk., Kinder verst. K.

Mehr

Das neue Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht Empfehlungen für die Gestaltung von Übertragungen und Testamenten

Das neue Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht Empfehlungen für die Gestaltung von Übertragungen und Testamenten Das neue Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht Empfehlungen für die Gestaltung von Übertragungen und Testamenten Dr. Reinhard Geck Kapp, Ebeling 1 & Partner A. Grundlagen im Überblick 1. Verhältnis von Erbschaft-

Mehr

Erbschaft-/Schenkung-Steuer -

Erbschaft-/Schenkung-Steuer - Erbschaft-/Schenkung-Steuer - quo vadis? Presseerklärung der Koalition vom 20.06.2016 Michael Böhlk-Lankes Rechtsanwalt Steuerberater Erb Elsenheimerstraße 43 80687 München Tel: 089 / 57 83 82-0 E-mail:

Mehr

Das neue Erbschaftsteuer- und Bewertungsgesetz

Das neue Erbschaftsteuer- und Bewertungsgesetz Mandanteninformation Das neue Erbschaftsteuer- und Bewertungsgesetz Am 5. Dezember 2008 hat der Bundesrat den Gesetzentwurf für die Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsgesetzes gebilligt. Damit kann

Mehr

Steuerliche Aspekte einer Unternehmensnachfolge

Steuerliche Aspekte einer Unternehmensnachfolge Unternehmensnachfolge in kleinen und mittleren Unternehmen Steuerliche Aspekte einer Unternehmensnachfolge 17.06.2010 Dr. Alexander Wünsche Wirtschaftsprüfer Steuerberater Inhalt 2 1. Unternehmensübertragung

Mehr

Erbschaftssteuerreform

Erbschaftssteuerreform Notar Dr. Albert Block Erbschaftssteuerreform Zusammenstellung der wichtigsten Änderungen 1. persönliche und sachliche Freibeiträge Die persönlichen Freibeiträge werden für alle Steuerklassen angehoben,

Mehr

Reform der Erbschaftsteuer 2008

Reform der Erbschaftsteuer 2008 Reform der Erbschaftsteuer 2008 7.11.06 Beschluss BVerfG Derzeitiger Stand Wie weit ist der Gesetzgeber? Zur Bewertung: Entwurf von Verordnungen für die Bewertung von Grundstücken, Betriebsvermögen und

Mehr

BEWERTUNG VON IMMOBILIEN

BEWERTUNG VON IMMOBILIEN BEWERTUNG VON IMMOBILIEN Die Bewertung von Immobilien im Schenkungsfall und im Erbschaftsfall ist deshalb von Bedeutung, weil hierdurch der Schenkungssteuerwert und der Steuerwert der Erbschaftssteuer

Mehr

Ewert, Jordan u. Kollegen

Ewert, Jordan u. Kollegen Erbschaftsteuer ab dem 01.01.2009 Die Reform und ihre Auswirkungen Nach langem Ringen ist die Erbschaftsteuerreform zum 01.01.2009 in Kraft. Es ändern sich viele Dinge grundlegend. Das Wichtigste gleich

Mehr

Gestaltungsmöglichkeiten bei der Vermögensnachfolge

Gestaltungsmöglichkeiten bei der Vermögensnachfolge RECHTSANWALTSGESELLSCHAFT STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT GMBH www.dolaw.de Gestaltungsmöglichkeiten bei der Vermögensnachfolge RA/StB Dr. Martin Lohse, Partner, und RA/StB Dr. Jochen Ettinger, Partner - Präsentation

Mehr

Erbschaftsbesteuerung verfassungswidrig (BVerfG)

Erbschaftsbesteuerung verfassungswidrig (BVerfG) THEMA Erbschaftsbesteuerung verfassungswidrig (BVerfG) janoaktuell ist ein neuer Service von Deutschlands führendem Rechtsportal janolaw.de. Mit diesem neuen Angebot werden wir in loser Folge aktuelle

Mehr

Saarland. Ministerium der Finanzen KURZINFORMATION ZUR ERBSCHAFT- UND SCHENKUNG- STEUER

Saarland. Ministerium der Finanzen KURZINFORMATION ZUR ERBSCHAFT- UND SCHENKUNG- STEUER Saarland Ministerium der Finanzen KURZINFORMATION ZUR ERBSCHAFT- UND SCHENKUNG- STEUER Nachdem das Gesetz zur Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts

Mehr

T A X W R K beraten gestalten vertreten

T A X W R K beraten gestalten vertreten Erbanfall und Erbschaftsteuer Weil der Verstorbenen (d.h. der Erblasser) Ihnen seinen Nachlass oder einen Teil davon vererbt bzw. vermacht, hat ist es für Sie wichtig, sich über die erbschaftsteuerlichen

Mehr

Freibeträge richtig nutzen Die Wirkungsweise der persönlichen Freibeträge in der Erbschaft- und Schenkungsteuer

Freibeträge richtig nutzen Die Wirkungsweise der persönlichen Freibeträge in der Erbschaft- und Schenkungsteuer HAUS + GRUND MÜNCHEN INFORMIERT Freibeträge richtig nutzen Die Wirkungsweise der persönlichen Freibeträge in der Erbschaft- und Schenkungsteuer von convocat GbR, München www.convocat.de Einleitung Im Zusammenhang

Mehr

Testamentgestaltung Erben & Vererben. Heinz Weber Donnerstag, 13. Oktober 2011

Testamentgestaltung Erben & Vererben. Heinz Weber Donnerstag, 13. Oktober 2011 Testamentgestaltung Erben & Vererben Heinz Weber Donnerstag, 13. Oktober 2011 Erbschaft und Schenkungen Das Gut rinnt wie das Blut S te u e r-k la s s e I Erbschaftssteuer ab 01.01.2009 F re ib e tra g

Mehr

Inhalt. Abkürzungs verzeichnis... 11 Vorwort... 15

Inhalt. Abkürzungs verzeichnis... 11 Vorwort... 15 Inhalt Abkürzungs verzeichnis........................................ 11 Vorwort..................................................... 15 Teil I: Das Steuer geschäft mit dem Tod blickt auf eine lange Tradition

Mehr

Merkblätter. Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt

Merkblätter. Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt ZertifiziertnachQM DINENISO 9001-2008 Merkblätter SteuerberaterPfulendorf Steuerberater ChristophRimmek ausgeschiedenseit1.1.2006 Dipl.Vw.WolfgangObert Dipl.Bw.(FH)HerbertHaas ÜberlingerStraße38 88630Pfulendorf

Mehr

Pflichtteilsergänzung

Pflichtteilsergänzung Pflichtteilsergänzung Der Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen zu Lebzeiten Für nahe Verwandte gibt es bei Enterbung einen Pflichtteilsanspruch der sich aus dem Nachlass zum Todestag ergibt.

Mehr

Inhalt III. Inhaltsverzeichnis. 1 Vorbemerkung... 1. 2 Der Aufbau des Erbschaft-/Schenkungsteuertatbestandes

Inhalt III. Inhaltsverzeichnis. 1 Vorbemerkung... 1. 2 Der Aufbau des Erbschaft-/Schenkungsteuertatbestandes Inhaltsverzeichnis Inhalt 1 Vorbemerkung........................................ 1 2 Der Aufbau des Erbschaft-/Schenkungsteuertatbestandes.......................................... 2 2.1 Der Stufenbau

Mehr

Mandanten kommen zu Wort

Mandanten kommen zu Wort * Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater Mandanten kommen zu Wort Mandantenveranstaltung am 16. November 2010 Schenkung-/Erbschaftsteuerliche Gestaltungshinweise zu Immobilienübertragungen Referent:

Mehr

Schiffe Immobilien Energie HCI INFORMIERT: ERBSCHAFT- UND SCHENKUNGSTEUER BEI SCHIFFSBETEILIGUNGEN

Schiffe Immobilien Energie HCI INFORMIERT: ERBSCHAFT- UND SCHENKUNGSTEUER BEI SCHIFFSBETEILIGUNGEN Schiffe Immobilien Energie HCI INFORMIERT: ERBSCHAFT- UND SCHENKUNGSTEUER BEI SCHIFFSBETEILIGUNGEN 2 HCI informiert Erbschaft- und Schenkungsteuer bei Schiffsbeteiligungen Erbschaft- und Schenkungsteuer

Mehr

Erbschaft und Schenkung

Erbschaft und Schenkung Steuerliche Wertermittlungen Grundvermögen Erbschaft und Schenkung Stand Juli 2016 Gliederung Maßgeblichkeit des Bewertungsgesetztes der gemeine Wert Definition der Grundstücksarten für das Bewertungsverfahren

Mehr

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick Erbschaft- und Schenkungsteuer 2009 Zum 1. Januar 2009 tritt die Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts

Mehr

BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DIE NEUE ERBSCHAFTSTEUER KOMMT WAS IST ZU TUN?

BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DIE NEUE ERBSCHAFTSTEUER KOMMT WAS IST ZU TUN? BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DIE NEUE ERBSCHAFTSTEUER KOMMT WAS IST ZU TUN? DEZEMBER 2008 BDO DEUTSCHE WARENTREUHAND AG EINFÜHRUNG Am 6. November 2008 hat die Große Koalition

Mehr

Merkblatt. Schenkungsteuer. Inhalt. 4.3 Vergünstigungen für Unternehmensvermögen

Merkblatt. Schenkungsteuer. Inhalt. 4.3 Vergünstigungen für Unternehmensvermögen Inhalt 1 Vorbemerkung 2 Persönliche Freibeträge 3 Steuersätze 4 Gestaltungsmöglichkeiten 4.1 Zehnjahresfrist 4.2 Verschonungsabschlag für Mietimmobilien 4.3 Vergünstigungen für Unternehmensvermögen 4.4

Mehr

Der Autor... V Vorwort zur 2. Auflage... VII Abkürzungsverzeichnis... XV

Der Autor... V Vorwort zur 2. Auflage... VII Abkürzungsverzeichnis... XV IX Der Autor... V Vorwort zur 2. Auflage... VII Abkürzungsverzeichnis... XV Teil A Erbschaftsteuer... 1 1. Der lange Weg zum geltenden Recht und der aktuelle Streit... 1 1.1 Der erste Beschluss des Bundesverfassungsgerichts

Mehr

11; 157 203 Bewertungsgesetz. Anlagen 14-26 zum Bewertungsgesetz. R B 158 203 Erbschaftsteuerrichtlinien

11; 157 203 Bewertungsgesetz. Anlagen 14-26 zum Bewertungsgesetz. R B 158 203 Erbschaftsteuerrichtlinien Bewertung landwirtschaftlicher Betriebe für Zwecke der Erbschaft- /Schenkungsteuer Kai Runge Diplom-Agraringenieur Steuerberater Rechtsgrundlagen 11; 157 203 Bewertungsgesetz Anlagen 14-26 zum Bewertungsgesetz

Mehr

VERMÖGEN SCHENKEN STEUERN SPAREN

VERMÖGEN SCHENKEN STEUERN SPAREN 12.11.2013 Eugen-Belz-Straße 13 83043 Bad Aibling 08061/4904-0 Orleansstraße 6 81669 München 089/41129777 kanzlei@haubner-stb.de VERMÖGEN SCHENKEN STEUERN SPAREN Kanzlei Haubner, Schäfer & Partner Vorstellung

Mehr

2. Bad Honnefer Erbrechtstag. Immobilien und Steuern - steuerfreie Übertragung von Immobilien

2. Bad Honnefer Erbrechtstag. Immobilien und Steuern - steuerfreie Übertragung von Immobilien Immobilien und Steuern - steuerfreie Übertragung von Immobilien Aktuelle Steuerfreibeträge Steuerklasse Freibetrag I Ehepartner 500.000 I Kinder und Stiefkinder 400.000 I Enkel 200.000 I Eltern und Großeltern

Mehr

Erbschaftsteuerreform und Veräußerungsgewinnbesteuerung Ausblick und Handlungsalternativen

Erbschaftsteuerreform und Veräußerungsgewinnbesteuerung Ausblick und Handlungsalternativen Erbschaftsteuerreform und Veräußerungsgewinnbesteuerung Ausblick und Handlungsalternativen Dr. Robert Wenninger Rechtsanwalt / Steuerberater Theatinerstr. 8 80333 München Tel.: 089/21 11 47-0 www.weidinger-collegen.de

Mehr

Lebensversicherungen. Rückkaufswerte oder 2/3 eingezahlten Prämien. Steuerbilanzwerte Ohne Geschäftswert; Nutzung der Abschreibungspolitik

Lebensversicherungen. Rückkaufswerte oder 2/3 eingezahlten Prämien. Steuerbilanzwerte Ohne Geschäftswert; Nutzung der Abschreibungspolitik 4.2 Kreativbausteine der ganzheitlichen Finanz- und Steuerberatung 121 4.2.3.1 Eckpunkte der Erbschaftsteuerreform 2009 Mit dem 01.01.2009 tritt die neue Erbschaftsteuerreform in Kraft, die zahlreiche

Mehr

avocado rechtsanwälte

avocado rechtsanwälte Privatvermögen (z. B. vermietete Immobilien) Nach jahrelangem koalitionsinternen Streit hat der Bundestag am 27.11.2008 die Erbschaftsteuerreform beschlossen. Der Bundesrat hat am 05.12.2008 der Gesetzesvorlage

Mehr

Unternehmensnachfolge. Hans Jürgen Langguth Steuerberater Vortrag zur Erbschafts- und Einkommenssteuer Am 25.03.2015, Sulzfeld

Unternehmensnachfolge. Hans Jürgen Langguth Steuerberater Vortrag zur Erbschafts- und Einkommenssteuer Am 25.03.2015, Sulzfeld Unternehmensnachfolge Hans Jürgen Langguth Steuerberater Vortrag zur Erbschafts- und Einkommenssteuer Am 25.03.2015, Sulzfeld Urteil des BVerfG vom 17. Dezember 2014: Regelverschonung bisher Neuregelungen

Mehr

STEUERN SPAREN BEIM ERBEN UND VERSCHENKEN

STEUERN SPAREN BEIM ERBEN UND VERSCHENKEN STEUERN SPAREN BEIM ERBEN UND VERSCHENKEN Agenda 1. Aktueller Überblick 2. Müssen Ihre Erben Erbschaftsteuer zahlen? 3. Wie viel müssen Ihre Erben zahlen und wann? 4. Wie können Sie dem entgegenwirken?

Mehr

Seit Januar gilt die reformierte Erbschaftsteuer: Beratungspraxis zeigt große Verunsicherung bei den Bürgern. Die 10 am häufigsten gestellten Fragen

Seit Januar gilt die reformierte Erbschaftsteuer: Beratungspraxis zeigt große Verunsicherung bei den Bürgern. Die 10 am häufigsten gestellten Fragen G R O L L G R O SS & STEINER RECHTSANWÄLTE WIRTSCHAFTSPRÜFER STEUERBERATER Seit Januar gilt die reformierte Erbschaftsteuer: Beratungspraxis zeigt große Verunsicherung bei den Bürgern Die 10 am häufigsten

Mehr

Herzlich willkommen zum Mitglieder-Forum Richtig Schenken, Erben und Vererben. Lessing-Gymnasium Lampertheim 27. Februar 2013

Herzlich willkommen zum Mitglieder-Forum Richtig Schenken, Erben und Vererben. Lessing-Gymnasium Lampertheim 27. Februar 2013 Herzlich willkommen zum Mitglieder-Forum Richtig Schenken, Erben und Vererben Lessing-Gymnasium Lampertheim 27. Februar 2013 Erbrecht / Gesamtrechtsnachfolge Hagen Becker Rechtsanwalt Eintritt des Erbfalles

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer Erbschaft- und Schenkungsteuer I. Rechtsgrundlagen Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) Erbschaftsteuer-Durchführungsverordnung (ErbStDV) (= Gesetz, keine Verwaltungsanweisung) Erbschaftsteuer-Richtlinien:

Mehr

KLAIBER-SCHLEGEL STEUERBERATUNG WIRTSCHAFTSPRÜFUNG UNTERNEHMENSBERATUNG. KLAIBER-SCHLEGEL Steuerberatungs GmbH

KLAIBER-SCHLEGEL STEUERBERATUNG WIRTSCHAFTSPRÜFUNG UNTERNEHMENSBERATUNG. KLAIBER-SCHLEGEL Steuerberatungs GmbH STEUERBERATUNG WIRTSCHAFTSPRÜFUNG UNTERNEHMENSBERATUNG KLAIBER-SCHLEGEL Steuerberatungs GmbH Gartenstraße 5 72458 Albstadt Tel. 07431 9379-00 Fax 07431 9379-50 mail@klaiber-schlegel.de www.klaiber-schlegel.de

Mehr

Das neue Erbschaftsteuerreformgesetz - Steuerklassen und Freibeträge

Das neue Erbschaftsteuerreformgesetz - Steuerklassen und Freibeträge 1 von 5 09.05.2010 11:45 ApoRisk News Apotheke Wir bringen Sie auf den neuesten Stand! Sehr geehrte Apothekerin, sehr geehrter Apotheker, hier ist der vollständige Text für Sie: ApoRisk News Apotheke:

Mehr

SCHILLER & JEROSCH. Mit Wirkung zum ist das derzeit geltende Erbschaftsteuergesetz in Kraft getreten. Welche Regelungen enthält dieses?

SCHILLER & JEROSCH. Mit Wirkung zum ist das derzeit geltende Erbschaftsteuergesetz in Kraft getreten. Welche Regelungen enthält dieses? SCHILLER & JEROSCH Notar RAe SCHILLER JEROSCH Brackeler Hellweg 76 44309 Dortmund RECHTSINFORMATION AKTUELL HANS-MICHAEL SCHILLER und Notar Fachanwalt für Familienrecht SIGURD JEROSCH Fachanwalt für Erbrecht

Mehr

Die wesentlichen Eckpunkte der Neuerungen wurden vorbehaltlich des tatsächlichen Gesetzeswortlauts in den nachfolgenden Ausführungen berücksichtigt.

Die wesentlichen Eckpunkte der Neuerungen wurden vorbehaltlich des tatsächlichen Gesetzeswortlauts in den nachfolgenden Ausführungen berücksichtigt. Peter Wiehl Diplom-Kaufmann Steuerberater Robert W. Vernekohl Diplom-Kaufmann Steuerberater Fachberater für Unternehmensnachfolge 01/2009 Aktuelle Informationen zur Erbschaft- und Schenkungsteuer Anschrift

Mehr

Schenkung- und Erbschaftsteuerreform

Schenkung- und Erbschaftsteuerreform Jobname: _5-2009.3d 9.4.2009 13:20:41 Kuckenburg Schenkung- und Erbschaftsteuerreform... n AUS DER PRAXIS schaftsteuerreformgesetzes greift daher grundsätzlich das bisherige Recht. Art. 3 enthält ein Wahlrecht

Mehr

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Pflichtteil Steuern. www.grafpartner.com

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Pflichtteil Steuern. www.grafpartner.com Fakten zum Erbrecht Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Pflichtteil Steuern Alle nachfolgenden Ausführungen erfolgen ohne Gewähr und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Stand: 2012 www.grafpartner.com

Mehr

Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare

Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare 40212 Düsseldorf Königsallee 70 Telefon (0211) 86 32 72-0 Fax (0211) 86 32 72 20 E-Mail: mail@notare-rombach.de Internet: www.notare-rombach.de Erbe und

Mehr

Erbschaftsteuerreform in Deutschland was ist zu tun?

Erbschaftsteuerreform in Deutschland was ist zu tun? was ist zu tun? Wer in einem Testament nicht bedacht worden ist, findet Trost in dem Gedanken, dass der Verstorbene ihm vermutlich die Erbschaftsteuer ersparen wollte. (Sir Peter Ustinov) April 2008 2

Mehr

Reform des Erbschaftsteuerund Bewertungsrechts ------------------------------------------- Abgeltungssteuer

Reform des Erbschaftsteuerund Bewertungsrechts ------------------------------------------- Abgeltungssteuer Reform des Erbschaftsteuerund Bewertungsrechts ------------------------------------------- Abgeltungssteuer Dipl. Kffr. Monika Stepper Steuerberaterin Dipl. Kfm. Werner Keller Steuerberater Seestraße 2-4,

Mehr

Eckpunkte des neuen Erbschaftsteuerrechts zur Übertragung von Betriebsvermögen

Eckpunkte des neuen Erbschaftsteuerrechts zur Übertragung von Betriebsvermögen Eckpunkte des neuen Erbschaftsteuerrechts zur Übertragung von Betriebsvermögen Thomas Koller stellv. Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer für Oberfranken Eckpunkte der Erbschaftsteuerreform Alle Vermögensklassen

Mehr

Die Bewertung von Immobilienvermögen nach der Erbschaftsteuerreform

Die Bewertung von Immobilienvermögen nach der Erbschaftsteuerreform Die Bewertung von Immobilienvermögen nach der Erbschaftsteuerreform 1 Referent Diplom Kaufmann Rolf Markfort Wirtschaftsprüfer Steuerberater Markfort & Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Mehr

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern. www.grafpartner.com

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern. www.grafpartner.com Fakten zum Erbrecht Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern Alle nachfolgenden Ausführungen erfolgen ohne Gewähr und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Stand: Januar 2010. www.grafpartner.com

Mehr

Axel Seebach. Wirtschaftsprüfer Steuerberater Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.v.)

Axel Seebach. Wirtschaftsprüfer Steuerberater Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.v.) Das Testament des Immobilieneigentümers Referent: Axel Seebach Wirtschaftsprüfer Steuerberater Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.v.) Inhaltsübersicht 1. Gesetzliche und gewillkürte Erbfolge

Mehr

Reform der Erbschaftsteuer

Reform der Erbschaftsteuer Reform der Erbschaftsteuer Folgerungen aus Beschluss des BVerfG Die Zukunft der Erbschaftsteuer vom 7. November 2006 Hermann-Ulrich Viskorf Vorsitzender Richter am Bundesfinanzhof Einführung Eckpunkte

Mehr

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt. Dr. Pantförder & Partner. VESTIA-WP GmbH. Dr. Pantförder + Kollegen GmbH

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt. Dr. Pantförder & Partner. VESTIA-WP GmbH. Dr. Pantförder + Kollegen GmbH Dr. Pantförder & Partner Wirtschaftsprüfer vereidigter Buchprüfer Steuerberater Rechtsbeistand VESTIA-WP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Pantförder + Kollegen GmbH Steuerberatungsgesellschaft

Mehr

Steuerliche Aspekte der Übergabe/ Übernahme Die Unternehmensnachfolge allein aus steuerlichen Gründen?

Steuerliche Aspekte der Übergabe/ Übernahme Die Unternehmensnachfolge allein aus steuerlichen Gründen? Steuerliche Aspekte der Übergabe/ Übernahme Die Unternehmensnachfolge allein aus steuerlichen Gründen? KNAPPWORST & PARTNER Steuerberatungsgesellschaft 1 Ziele Erhalt des Unternehmens Absicherung der Angehörigen

Mehr

Erbschaftsteuerreform. Neue Bewertungsvorschriften für Grundstücke und Unternehmen. Erbschaftsteuer

Erbschaftsteuerreform. Neue Bewertungsvorschriften für Grundstücke und Unternehmen. Erbschaftsteuer reform Neue Bewertungsvorschriften für Grundstücke und Unternehmen Bewertung Betriebsvermögen in einem Personenunternehmen Ausgangswert: Ausnahmen: Werte in der Steuerbilanz Betriebsgrundstücke Wert des

Mehr

Deutsches Erbrecht und die Erbschaftssteuer

Deutsches Erbrecht und die Erbschaftssteuer 1. Einleitung Deutsches Erbrecht und die Erbschaftssteuer Der Tod einer Person bringt neben den persönlichen und familiären Konsequenzen auch steuerliche Aspekte mit sich. Erbschaften werden in Deutschland

Mehr

Nutzen Sie das Inhaltsmenü: Die Schnellübersicht führt Sie zu Ihrem Thema. Die Kapitelüberschriften führen Sie zur Lösung.

Nutzen Sie das Inhaltsmenü: Die Schnellübersicht führt Sie zu Ihrem Thema. Die Kapitelüberschriften führen Sie zur Lösung. Nutzen Sie das Inhaltsmenü: Die Schnellübersicht führt Sie zu Ihrem Thema. Die Kapitelüberschriften führen Sie zur Lösung. 1 Aktuelle Risikoanalyse... 7 2 3 So rechnet das Finanzamt heute... 21 Erleichterung

Mehr

Informationsbrief. zum Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht Inhalt

Informationsbrief. zum Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht Inhalt Marco Sauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Steuerberater Informationsbrief zum Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht 2009 Inhalt 1. Gesetzgebung abgeschlossen 6. Vermögensübergang von Unternehmensvermögen 2. Die

Mehr

Beispielsfälle zur Erbschaftssteuer

Beispielsfälle zur Erbschaftssteuer Beispielsfälle zur Erbschaftssteuer Beispiel 1: Der dem A von seinem Vater vererbte Nachlass hat einen Steuerwert von 1.000.000,-. Hiervon sind 970.000 Sparguthaben. Der Rest ergibt sich aus dem Wert des

Mehr

Testament, Schenken oder Vererben, Schenkung- und Erbschaftsteuer

Testament, Schenken oder Vererben, Schenkung- und Erbschaftsteuer Testament, Schenken oder Vererben, Schenkung- und Erbschaftsteuer Wie kann die Erbschaftsteuer sinnvoll gespart werden? Steuerberater Rechtsanwälte Eugen-Belz-Straße 13 Orleansstraße 6 83043 Bad Aibling

Mehr

Keine Änderung: Keine Änderung bei der Bewertung von börsennotierten Aktien und sonstigen Wertpapieren

Keine Änderung: Keine Änderung bei der Bewertung von börsennotierten Aktien und sonstigen Wertpapieren Das neue Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht 1. Überblick Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am 7.11.2006 1 BvL 10/02 entschieden, dass die Erhebung der Erbschaftsteuer mit einheitlichen Steuersätzen

Mehr