Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche. The Vienna Institute for International Economic Studies

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1 Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche The Vienna Institute for International Economic Studies Pressefrühstück, 2. Juli 215 Aufwind im Westen Mittel-, Ost- und Südosteuropas: Wichtige Wachstumsimpulse für Österreich wiiw-prognose & Österreichs wirtschaftliche Beziehungen zu den Mario Holzner 2 INTERNATIONALES UMFELD: VERHALTENER AUFSCHWUNG IN USA UND EUROZONE wirtschaft erholt sich aufgrund eines verhaltenen Aufschwungs in den USA, Japan und der Eurozone Eurozone kann als Rohstoff-Importeur von den niedrigen Erdölpreisen profitieren Quantitative Lockerung der EZB wirkt unterstützend Noch stärker wird sich die erwartete fiskalische Lockerung auf die Eurozone auswirken

2 3 GRIECHENLAND-KRISE: AUSWIRKUNGEN UNGEWISS Mögliche Auswirkungen eines potentiellen griechischen Staatsbankrotts ungewiss Vermutlich ist mit größerer Volatilität des Euro- Wechselkurses zu rechnen Griechische Tochterbanken im Ausland könnten in Schwierigkeiten geraten (ev. Problem in AL, BG, MK, RO, RS) Griechenland ist wichtiger Exportpartner für AL, BG, MK Kurzfristige Risiken sollten begrenzt sein 4 : EXPORTWACHSTUM VOR ALLEM IN LÄNRN MIT EINBINDUNG IN INTERNATIONALE PRODUKTIONSNETZWERKE Güterexport (nominell, auf Eurobasis), Veränderung gegen das Vorjahr in %, gleitender Dreimonatsdurchschnitt SK PL 35 3 SI HR Jan-1 Jan-11 Jan-12 Jan-13 Jan-14 Jan-15 BG RO EE LV LT Jan-1 Jan-11 Jan-12 Jan-13 Jan-14 Jan AL MK ME RS BA -4 Jan-1 Jan-11 Jan-12 Jan-13 Jan-14 Jan-15 Quelle: wiiw-monatsdatenbank basierend auf nationalen Statistiken, Eurostat TR KZ RU UA -4 Jan-1 Jan-11 Jan-12 Jan-13 Jan-14 Jan-15

3 5 NMS: WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNG 215 ZUMEIST VON VERBESSERTEN NETTO-EXPORTEN GETRAGEN BIP-Wachstum 214 & 215 in % und Beitrag einzelner Nachfragekomponenten in Prozentpunkten 8 Bruttoanlageinvestitionen Konsum der Haushalte Netto-Exporte BIP (Wachstum in %) HR EE LV SI LT BG SK RO PL Anmerkung: Reihung nach Wachstumsraten 215. Quelle: 214 wiiw-jahresdatenbank basierend auf nationalen Statistiken und Eurostat. Prognose wiiw Juli NMS: EU-GEFÖRRTE INVESTITIONEN GEHEN ZURÜCK EU-Kohäsionspolitik*-Zahlungsquote für die NMS-11 vom 15. April 214 und 15. Juni 215 in % der gesamten verfügbaren Mittel 15. April Juni 215 EE LT PL LV SI BG SK RO HR 48.1% 94.9% 93.7% 91.7%% 9.1% 88.6% 79.5% 76.5% 72.8% 63.4% 61.9% % 2% 4% 6% 8% 1% * Wert aller Zahlungen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, des Kohäsionsfonds und des Europäischen Sozialfonds. Quelle: Europäische Kommission.

4 KANDIDATEN: WACHSTUMSANSTIEG 215 BREIT ANGELEGT GUS: EINBRUCH BEI NETTO-EXPORTEN, HAUSHALTSNACHFRAGE BIP-Wachstum 214 & 215 in % und Beitrag einzelner Nachfragekomponenten in Prozentpunkten 7 8 Bruttoanlageinvestitionen Konsum der Haushalte Netto-Exporte BIP (Wachstum in %) UA RU BY RS BA KZ AL ME TR MK XK Anmerkung: Reihung nach Wachstumsraten 215. Quelle: 214 wiiw-jahresdatenbank basierend auf nationalen Statistiken und Eurostat. Prognose wiiw Juli BIP-WACHSTUM, AKTUELLE WIIW-PROGNOSE FÜR Kosovo Polen Mazedonien Ungarn Rumänien Slowakei Türkei Bulgarien Tschechische Republik Litauen Slowenien Lettland Montenegro Estland Albanien Kasachstan Bosnien und Herzegowina Kroatien Serbien Weißrussland Russland 1) Ukraine 2) ) Einschließlich Krim. - 2) Ohne Krim und Teile von Donbas. Quelle: wiiw (Juli 215); Eurostat. Prognosen: wiiw.

5 1 : LANGFRISTIG WENIG GEFAHR FÜR ÖSTERREICHS WETTBEWERBSFÄHIGKEIT Lohn- und Produktivitätswachstum in Relation zu Österreich Zehnjahresdurchschnitt (25-214) Veränderung der monatlichen Bruttolöhne (EUR), in %, BG UA RO LV EE ME SK LT BA PL RU RS KZ AL 2 MK SI TR HR AT Produktivitätswachstum, in % Quelle: wiiw-datenbanken, AMECO, Eurostat. 11 GÜTERHANL ÖSTERREICHS: BEINAHE SO WICHTIG WIE UTSCHLAND (BEI FDI NOCH IMMER WICHTIG) Österreichs Warenhandel und Direktinvestitionen, Top 8, Anteile (Reihung 214) Warenexporte Warenimporte Direktinvestitionsbestände im Ausland* NL SK FR 214 CH US IT SK CN NL CH IT RO US UK LU NL SK IT CN US NL CH SK FR CH IT * 214 laut BPM6-Methodologie, BPM5 davor. Quelle: COMEXT Eurostat (Warenhandel), OeNB (Direktinvestitionsbestände). LU UK RO US

6 ÖSTERREICHISCHE BANKEN: AUSLANDSENGAGEMENT ZURÜCKGEFAHREN, ABER NMS-ANTEIL JETZT NOCH WICHTIGER Auslandsforderungen österreichischer Banken und Anteil notleidender Kredite Top 2, Anteile in % (Reihung 214) Anteil konsolidierte Auslandsforderungen österreichischer Banken - auf Basis des Letztrisikos, in % SK RO 6 PL HR 4 UK RU 2 LU US CH NL FR SI IT BA BG UA RS Anteil der notleidenden Kredite, in % Quellen: Auslandsforderungen: BIZ, OeNB für Ukraine, RBI für Russland in 214. Notleidende Kredite: nationale Statistiken für, IWF für andere Länder. DIENSTLEISTUNGSHANL ÖSTERREICHS: IST WICHTIGER UND WACHSENR MARKT NICHT NUR TOURISMUS Österreichs Dienstleistungshandel Exporte, Mio. EUR Dienstleistungen Transport Andere Dienstleistungen * Importe, Mio. EUR Transport Andere Dienstleistungen * 5 Dienstleistungen Reiseverkehr Dienstleistungsexporte insgesamt Reiseverkehr Dienstleistungsexporte insgesamt *Andere unternehmensbezogene Dienstleistungen. Anmerkung: Daten im Jahr 213 laut BPM6-Methodologie, BPM5 davor. Quelle: Eurostat Dienstleistungen insgesamt Dienstleistungen insgesamt 13

7 TOURISTEN IN ÖSTERREICH: STEIGEN ÜBERNACHTUNGEN VOR ALLEM DURCH GÄSTE AUS NMS UND GUS Übernachtungen ausländischer Gäste in Österreich nach Herkunftsland Top 8, Anteile in % (Reihung 214) NL CH UK IT BE RU % 1% 2% 3% 4% 5% 6% 7% 8% 9% 1% Quelle: Statistik Austria. ÖSTERR. AUSLANDSNACHFRAGE: HATTE GRÖSSEREN BEITRAG ALS UTSCHLAND - IN ZUKUNFT AUSGEGLICHEN Potentieller Exportbeitrag zu Österreichs BIP-Wachstum, in % 15 Deutschland Vereinigte Staaten von Amerika Insgesamt Einzelne Länder Insgesamt Quellen: WEO, Eurostat, AMECO, wiiw-datenbanken basierend auf nationalen Statistiken und Eurostat.

8 16 ÖSTERREICHISCHE GRENZREGIONEN: OFT ÄRMER BIP pro Kopf zu KKP 212 Quellen: Eurostat. BIP pro Kopf zu KKP, 212 unter über ABER DYNAMISCHER Dreijähriges Durchschnittswachstum, , in % Quellen: Eurostat. Dreijähriges Durchschnittswachstum unter über 1.8

9 MIGRANTEN IN ÖSTERREICH: ZUFLUSS AUS UTSCHLAND UND NMS ANTEILE VON TÜRKEI UND WESTBALKAN NEHMEN AB Bevölkerung und Beschäftigung nach Staatsangehörigkeit, 214 Top 12 (Reihung 214, Beschäftigung), Anteile in % 19 Bevölkerung in Österreich nach Staatsangehörigkeit Unselbständig Beschäftigte nach Nationalität Deutschland Serbien Türkei Bosnien und Herzegowina Rumänien Kroatien Ungarn Polen Slowakei Italien Kosovo Russland Slowenien Jugoslawien (ehem.) Quelle: Statistik Austria. ÖSTERREICHS EINKOMMENSSTRÖME: AUSGABEN FÜR EINPENDLER AUS UTSCHLAND UND NMS IMMER WICHTIGER Einnahmen und Ausgaben von Arbeitnehmerentgelten laut Zahlungsbilanz, 214 nach Partnerländern, Top 8, Anteile in % (Reihung 214) 2 CH LI IT NL UK NO BE Einnahmen % 1% 2% 3% 4% 5% 6% 7% 8% 9% 1% SK SI PL RO IT Ausgaben % 1% 2% 3% 4% 5% 6% 7% 8% 9% 1% Quelle: OeNB (Schätzungen).

10 23 EU: PROBLEMFALL SPARENR UNTERNEHMENSSEKTOR Nettoausleihungen (+) oder Nettokreditaufnahmen (-), 2, 27 und 214 in % des BIP Österreich Haushalte Unternehmen Staat Ungarn Haushalte Unternehmen Staat Slowenien Haushalte Unternehmen Staat Lettland Haushalte Unternehmen Staat Quelle: AMECO SCHLUSSFOLGERUNGEN Aufwind in Eurozone NMS-Wachstumsbeschleunigung (3% 215) - auch am Westbalkan Verbesserung - düstere Aussichten in GUS insgesamt geben einen Wachstumsimpuls für Österreich Österreichs Wettbewerbsfähigkeit durch ungefährdet - Güterexporte in die NMS-5 ausgeweitet auch bei Dienstleistungsexporten sind immer wichtiger (neben Tourismus auch unternehmensbezogene Dienstleistungen) Integrationsprozess in Mitteleuropa schreitet weiter voran - Österreich profitiert von höherem Wachstum der Nachbarn wirtschaftspolitische Herausforderung in EU: sparende Unternehmen

11 Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche The Vienna Institute for International Economic Studies Pressefrühstück, 2. Juli 215 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Aufwind im Westen Mittel-, Ost- und Südosteuropas: Wichtige Wachstumsimpulse für Österreich wiiw-prognose & Österreichs wirtschaftliche Beziehungen zu den Mario Holzner

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