Universität Passau. Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management Prof. Dr. Carola Jungwirth. Seminararbeit

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1 Universität Passau Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management Prof. Dr. Carola Jungwirth Seminararbeit Unternehmerische Entscheidungsfrage Agglomeration versus Isolation: Eine kapitalorientierte Sichtweise anhand verschiedener Finanzierungsalternativen Eingereicht von: Michael Lange Studiengang: Master of Science in Business Administration (BWL) Schwerpunkt: Internationales Management und Marketing Abgabetermin:

2 I. Inhaltsverzeichnis I. Inhaltsverzeichnis...I II. Abkürzungsverzeichnis... II III. Tabellenverzeichnis...III 1. Einleitung Finanzierungsalternativen für junge Unternehmen Überblick Klassische Bankkreditfinanzierung Venture Capital und andere alternative Finanzierungsinstrumente Vorteile der Ballungsraumansiedlung aus Kapitalsicht Erhöhte Verfügbarkeit alternativer Finanzierungsmethoden Unterstützung durch das Clustermanagement und Institutionen Unterstützung durch Venture-Capital-Netzwerke Nachteile der Ballungsraumansiedlung aus Kapitalsicht Erhöhte Kosten der Agglomerationsansiedlung Mehr Wettbewerb um Kapitalzufuhr Eingeschränkte Handlungsfreiheit Rückschlüsse auf die Standortwahl junger Unternehmen Pro und Contra im Vergleich Bedingungen der unternehmerischen Entscheidungsfindung Ausblick...13 IV. Literaturverzeichnis...IV I

3 II. Abkürzungsverzeichnis BVK Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften EVCA European Private Equity & Venture Capital Association F&E Forschung und Entwicklung GTZ Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit KPCB Kleiner Perkins Caufield & Byers NVCA National Venture Capital Association II

4 III. Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Pro und Contra der Ballungsraumansiedlung aus Kapitalsicht...10 Tabelle 2: Überprüfungsfragen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung...12 III

5 1. Einleitung Die globale Finanzmarkt- und Bankenkrise hat in den vergangenen Jahren zu einer Verschärfung des Kreditgeschäfts für Unternehmen aller Branchen und aller Altersstufen geführt. 1 Untersucht werden soll nun, ob Unternehmen innerhalb der Agglomeration bessere Chancen bei der Kapitalbeschaffung haben als vergleichbare Unternehmen außerhalb eines Ballungsraums. Ein wesentlicher Anknüpfungspunkt hierfür ist die Verfügbarkeit von zum Bankkredit zu differenzierenden Finanzierungsinstrumenten wie Venture Capital. Beim Vergleich der Optionen muss auch die veränderte Kostenstruktur der Ballungsraumansiedlung in Betracht gezogen werden. Innerhalb der Clusterforschung ist die Finanzierungssichtweise bislang nur wenig beachtet worden. Bei der Untersuchung von Agglomerationsvorteilen beziehen sich heute viele Autoren auf Alfred Marshall s Werk Principles of Economics 2 und leiten daraus Wettbewerbsvorteile aufgrund einer räumlichen Konzentration wie bessere Versorgung mit qualifiziertem Personal, gereifte Zuliefererstruktur oder auch Wissens- Spillover ab. 3 Eine Betrachtung der Standortwahl aus finanzorientierter Sicht bleibt in aller Regel aber aus. Dabei wurden der Einfluss und die Bedeutung von Venture Capital auf die Regionalentwicklung schon in den 1980er-Jahren in den USA untersucht. 4 Die Frage, inwieweit die Kapitalzufuhr Unternehmen in der Ansiedlungsfrage beeinflusst, findet bislang in Untersuchungen von Agglomerationen zu wenig Beachtung. Ziel der Arbeit ist es daher, die Finanzierungssituation von jungen Unternehmen wie auch Unternehmen im Gründungsprozess zu erörtern und Rückschlüsse auf die Standortwahl dieser Firmen zu gewinnen. 5 Abschließend sollen auch Bedingungen definiert werden, die wesentlich für die Ansiedlungsproblematik junger Unternehmern sind. 1 Vgl. Deutsche Bundesbank (2009a), S Vgl. Marshall (1920). 3 Vgl. Alcácer; Chung (2009), S Vgl. Florida; Kenney (1988), S Synonym zu Jungunternehmen wird in dieser Abhandlung auch der Startup-Begriff verwendet. 1

6 Innerhalb dieser Betrachtung werden die Begriffe Agglomeration, Cluster und Ballungsraum gleichbedeutend verwendet. Unter einem Cluster versteht man nach Porter eine geographische Konzentration von miteinander verbundenen Firmen. 6 Zunächst werden im 2. Kapitel die verschiedenen Finanzierungsalternativen für junge Unternehmen aufgezeigt. Das 3. und 4. Kapitel beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen der Ballungsraumansiedlung aus kapitalorientierter Sichtweise. Anhand der Ergebnisse werden danach in Kapitel 5 Rückschlüsse auf die unternehmerische Entscheidungsfrage der Standortwahl gezogen. Abgeschlossen wird die Arbeit im 6. Kapitel mit einem Ausblick, der die Notwendigkeit der weiteren Forschung innerhalb der Thematik darstellt. 2. Finanzierungsalternativen für junge Unternehmen 2.1 Überblick Besonders junge Unternehmen haben einen besonderen Finanzierungsbedarf. Da Gründern häufig die notwendige Bonität für ein ausreichend großes Darlehen fehlt, müssen vermehrt auch Alternativen zum klassischen Bankkredit in Betracht gezogen werden. 7 Die Vielfältigkeit von Finanzierungsinstrumenten im heutigen Finanzmarkt ist groß. 8 Doch nur wenige Angebote sind auch auf junge, nicht emissionsfähige Unternehmen ausgerichtet. Daher beschränkt sich im Folgenden die Abhandlung auf die Gegenüberstellung von Bankkredit und Venture Capital, da diese Alternativen vor allem für die betrachteten Startup-Unternehmen infrage kommen und unternehmensstrategische Relevanz für die Standortwahl zwischen Agglomeration und Isolation besitzen. Ebenso werden im Rahmen dieser Betrachtung staatliche Subventionen außen vorgelassen. 6 Vgl. Porter (1998), S. 78. Porter definiert Cluster im Originaltext wie folgt: Clusters are geographic concentrations of interconnected companies, specialized suppliers, service providers, firms in related industries, and associated institutions in particular fields that compete but also cooperate. Teilweise wird in der Literatur auch eine Abgrenzung zwischen dem Agglomerations- und Clusterbegriff vorgenommen, vgl. hierzu bspw. Litzenberger (2007), S. 124 f. 7 Der Begriff Darlehen beschreibt die langfristige Kreditfinanzierung. Vgl. Wöhe (2005), S Vgl. bspw. Perridon u. a. (2009), S

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