Mobilitäts Daten Marktplatz - Bereitstellung von Verkehrsdaten aus Sachsen-Anhalt 7. ViMOS-Tagung Dresden, 1. Dezember 2011

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1 Mobilitäts Daten Marktplatz - Bereitstellung von Verkehrsdaten aus Sachsen-Anhalt, Susanne Matschek (ifak e. V. Magdeburg)

2 Ausgangssituation unvernetzt nicht strukturiert keine Ausschöpfung vorhandener Potenziale 2

3 Das Projekt Metadatenplattform Verkehrsinformation Individualverkehr 6 Mrd. Innovationsprogramm der Bundesregierung Metadatenplattform Verkehrsinformation Metadatenplattform ÖV Metadatenplattform IV System gefördert durch das Projektsteuerung 3

4 Der Mobilitäts Daten Marktplatz Ziele Erleichterung der Abgabe und des Bezugs von Daten Vereinfachung der Geschäftsprozesse für Alle Neue Möglichkeiten im Bereich des Verkehrsmanagements für die Öffentlichen Straßenbauverwaltungen durch den vereinfachten Datenaustausch mit Dritten Neue Dienste durch private Anbieter 4

5 Der Mobilitäts Daten Marktplatz Aufgaben Erstellung eines zentralen Portals mit strukturierten Informationen über verfügbare Verkehrsdaten einzelner Organisationen und existierender (Teil-)Plattformen Funktionen zum Anbieten, Suchen und Abonnieren von verkehrsrelevanten Daten Abwicklung des Datenaustauschs zwischen den Partnern über standardisierte Schnittstellen und Kommunikationsverfahren Vereinfachung der Geschäftsprozesse für alle Beteiligten, insbesondere auch Verringerung der technischen und organisatorischen Aufwände der Datenanbieter und Datenabnehmer und damit Erschließung umfangreicher Potentiale vorhandener Datenquellen niedrige Zugangshürden bei Absicherung einer hohen Attraktivität und Akzeptanz 5

6 Wichtige Dateninhalte Messwerte aus Verkehrs-& Umfelddetektoren und daraus abgeleitete Daten, z.b. Verkehrslage, Reisezeiten Parkrauminformation Baustellendaten Verkehrsmanagementmaßnahmen, z.b. Alternativrouten-Empfehlungen, Strategien, Schaltzustände WVZ, ) Metadaten (Gerätespezifikation und Ortsreferenzierung) Gefahren-& Ereignismeldungen (Stau, Unfall, Sperrung, ) Weitere Daten, z.b. Wetterdaten, Prognosen 6

7 Beteiligte Akteure Datenanbieter Datenveredler Datenabnehmer 7

8 Funktionsebenen 2 Funktionsebenen: Portal-Funktion (Metadatenverzeichnis) interaktive Webseite zum Anbieten/Recherchieren/Abonnieren von Daten, die über den MDM angeboten werden und bezogen werden können Broker-Funktion ( Datenverteiler ) Online-Datenfluss vom Datenanbieter über den MDM zum Datenabnehmer 8

9 Funktionsprinzip Portal Datenanbieter beschreibt die von ihm angebotenen Daten im MDM-Portal Thematisch: welche Daten (Verkehrsstärke, Reisezeiten, Baustellendaten, Wetterdaten, usw.) Räumlich: Netzbezug Datenabnehmer recherchiert Datenangebote im MDM-Portal und kann weitergehenden Datenbedarf ( Datenwunsch ) benennen Datenanbieter beschreibt die vertraglichen und kommerziellen Bedingungen seines Angebots 9

10 Funktionsprinzip Portal Datenanbieter und Datenabnehmer prüfen Musterdatenüberlassungsvertrag und die MDM Nutzungsbedingungen Datenanbieter und Datenabnehmer schließen Datenüberlassungsvertrag Beide Partner geben über das MDM-Portal die Datenlieferung frei und treffen technische Festlegungen zum Datenaustausch (Push/Pull) 10

11 Funktionsprinzip Broker Datenlieferung/-bezug erfolgt unter Nutzung der MDM-Brokerfunktion ungefilterte Daten unveränderte Daten ohne fachtechnische Funktionen 11

12 Funktionsprinzip Datenveredler Datenveredler erbringt MDM-nahe Datenveredelungsdienste (Formatierung, QS, Fusion, ) und wird in das Vertragsverhältnis Datenanbieter/Datenabnehmer eingebunden Datenveredler tritt gegenüber Datenanbieter als Datenabnehmer auf und bezieht die Daten über den MDM-Broker Datenveredler tritt gegenüber dem Datenabnehmer als Datenanbieter auf, stellt sein Angebot in das MDM- Portal ein und liefert veredelte Daten über den MDM-Broker 12

13 Vorgaben zum fachlichen und technischen Entwurf des MDM Als Kommunikationsprotokolle kommen weit verbreitete Internet- Standards zum Einsatz Datenformate sollen den de-facto Standard XML nutzen MDM ist eine reine "Lieferplattform", keine Datenzentrale keine Speicherung von Nutzdaten keine Sitzungsverwaltung Plattform verändert Nutzdaten nicht ( Datenqualität wird nicht vom Marktplatz beeinflusst!) Datenabnehmer und Datenanbieter entscheiden unabhängig, ob die Daten abgeholt ("Pull") oder aktiv versandt ("Push") werden Hochprofessioneller Betrieb (ITIL konforme Prozesse und fest vereinbarte SLAs) Sicherheitsanforderungen Nutzdatentransport (auf Datenabnehmer- und Datenanbieterseite) erfordert Authentisierung unter Verwendung von Zertifikaten Sicherstellung der Datenintegrität mittels Signaturen möglich Nachvollziehbarkeit der Datenlieferung (Haftung, Abrechnung) 13

14 Datenformate des MDM Als natives Datenformat unterstützt der MDM zunächst DATEX II Zusätzlich zu DATEX II erlaubt das sog. Containermodell den generischen Transport beliebiger Nutzdatenformate im XML- Format über die Plattform. Selbst binäre Daten können in das Containerformat verpackt werden Formatumwandlungen können als externer Dienst außerhalb des MDM realisiert werden 14

15 MDM Pilotbetrieb Beteiligung von Nutzern als Datengeber, Datennehmer und Dienstleister für die Demonstration von Diensten (u.a. animiert durch Förderprojekte) Aufnahme des Testbetriebes Mitte 2011 Pilotbetrieb unter Realbedingungen 2012 / 2013 Intensiver Kontakt zu Nutzern des MDM Sammlung von Erkenntnissen und Optimierung der Rahmenbedingungen Schaffung technischer, organisatorischer und betrieblicher Grundlagen für einen erfolgreichen Regelbetrieb ab

16 Das Projekt aus Sachsen-Anhalt: evesa - elektronische Detektor-, Baustellen- und Verkehrslagedaten aus Sachsen-Anhalt

17 Kurzdarstellung des geplanten Projektes aus Sachsen-Anhalt Motivation Landesinitiative Angewandte Verkehrsforschung/Galileo Transport Sachsen-Anhalt Rahmenplan zur Einführung und Nutzung Intelligenter Verkehrs- /Transportsysteme für das Straßennetz und den ÖPNV in Sachsen-Anhalt (IVS-Rahmenplan Sachsen-Anhalt) Forschungsprojekt MOSAIQUE: regionales Verkehrsmanagement, Verfahren zur Ermittlung der Verkehrslage (aktuelle Verkehrsstärke, Kapazität, mittlere Geschwindigkeit bzw. Reisezeit, Level-of-Service) Ansätze werden aktuell auf ganz Sachsen-Anhalt übertragen: dauerhafte flächendeckende Verkehrslage (Vorhaben Verkehrslage Mitteldeutschland) landesweites Mobilitätsportal der NASA GmbH Einbindung des landesweiten Baustelleninformationssystems SPERR-Info 17

18 Kurzdarstellung des geplanten Projektes aus Sachsen-Anhalt die Projektpartner Institut für Automation und Kommunikation e. V. Magdeburg (ifak) Projektkoordination landesweite Baustellendaten Datenaustausch im Verkehrsmanagement Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) Mobilitätsportal Sachsen-Anhalt zentrale Verbreitung der Daten aus Sachsen-Anhalt pwp-systems GmbH Detektor-, Verkehrslage- und Qualitätsanalysedaten Tonfunk Systementwicklung und Service GmbH Diensteentwicklung und -betrieb Routing 18

19 Systemarchitektur Verkehrslage 19

20 Beabsichtigte Datenlieferungen Online-Detektionsdaten (ab I/2012) Landesweit ca Straßenquerschnitte Aggregierte Viertelstundenwerte, Tagesganglinie (h-werte) Ortsreferenzierung: NAVTEQ (WGS84, GK o.a. möglich) Verkehrslage Sachsen-Anhalt (ab I/2012) Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau, 11 Landkreise in Sachsen-Anhalt viertelstündlich: aktuelle Verkehrsbelastungen; Staus, Reisezeiten und Kapazitäten Datenkonvertierung ORCA Datex II (oder andere Containerformate) Ortsreferenzierung: NAVTEQ Aktualisierungsintervall: 15 Minuten Tagesaktuelle, landesweite Baustellendaten (SPERR-Info) Tägliche Aktualisierung, ASB-konforme TT-SIB Ortsreferenzierung: NAVTEQ (WGS84, GK o.a. möglich) 20

21 Kurzdarstellung des Datennehmers Tonfunk Systementwicklung und Service GmbH Auftragsentwicklung und -fertigung von elektronischen Baugruppen und Geräten Spezialisierung auf Entwicklung mobiler Endgeräte für raue Umgebungen Mobilgerät MoPad Applikationen und Branchenlösungen für kommunale Auftraggeber (mobiles GIS), Flottenplanung und -optimierung für Entsorgungs-unternehmen, Routenplanung und Navigation für Wirtschaftsverkehre mobile Datenerfassung bspw. für Forstwirtschaft, Logistik und Automotive 21

22 Gegenstand des Dienstes Verbesserte, verkehrsabhängige Routenplanung und Zielführung für Logistikunternehmen, Wirtschaftsverkehre, Schwerlasttransporte Räumliche Abdeckung: deutschlandweit (abhängig vom Einsatzgebiet der Fahrzeugflotten lokal, regional, national) Nutzung von aktueller Verkehrslage/Prognose für die Disposition und Tourenplanung Baustellendaten für die dynamische Routenanpassung Rückgabe aktueller, verkehrslageabhängiger Routenempfehlungen als MDM-Dienst Nutzung/Bereitstellung von Flotten-FCD zur Qualitätssicherung und ggf. als Rohdaten für den MDM 22

23 Lieferung von Mehrwertinformationen an den MDM Floating Car Data (über mobiles Endgerät MoPad) Räumliche Abdeckung: je nach Route Zeitliche Verfügbarkeit im MDM: Format bei Bereitstellung an den MDM: über DATEX II Ortsreferenzierung: je nach Karte bspw. WGS84, GK usw. Aktualisierungsintervall parametrierbar (1 Min., 15 Min., 1 h, ) Verkehrslageabhängige Routenempfehlungen Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage und Baustellensituation Einbeziehung eigener FCD (über Mobilgerät) Ausgabe in verschiedenen, herstellerspezifischen Formaten (je nach Karte und Navigationssystem) Optional: manuelle Meldung von Störstellen (Unfälle, Sperrungen, Behinderungen usw.) 23

24 Motivation für den Datenaustausch mit dem MDM Vereinfachter, standardisierter Zugriff auf hochwertige, flächendeckende Verkehrsdaten und Informationen Erschließung weiterer Datenquellen auch von privaten Anbietern zur Verbesserung der eigenen Angebotsqualität Unterstützung bei administrativen Vorgängen (bspw. Datenüberlassung) Nutzung der Broker-Funktion für Vermarktung eigener Dienste Transparenz und einfacherer Marktzutritt Standardisierung der Systemschnittstellen für das Mobilgerät MoPad Kosteneffizienz, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Kompatibilität, Interoperabilität, Zukunftssicherheit, 24

25 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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