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1 22 Kern und Bild; Basiswechsel 22 Kern und Bild; Basiswechsel 35 Jede lineare Abbildung definiert charakteristische Unterräume, sowohl im Ausgangsraum als auch im Bildraum 22 Satz Sei L: V W eine lineare Abbildung Dann gilt: Das Bild(L) := {L(v) v V} ist ein linearer Unterraum von W 2 Der Kern(L) := {v V L(v) = 0}, also das Urbild der 0 in W, ist ein linearer Unterraum von V 3 L ist genau dann injektiv, wenn Kern(L) = {0} 4 Liegt w im Bild von L, dann ist sein Urbild L (w) = {v V L(v) = w} in V ein affiner Unterraum, genauer eine parallel verschobene Kopie des Kerns von L Beweis Zu Das Bild von L ist nichtleer, denn wegen L(0) = 0, enthält es zumindest den Nullvektor von W Nehmen wir jetzt an w,w 2 Bild(L) Dann gibt es Vektoren v,v 2 V mit L(v ) = w und L(v 2 ) = w 2 Aus der Linearität von L folgt L(v + v 2 ) = L(v ) +L(v 2 ) = w + w 2 Also ist auch w + w 2 im Bild von L enthalten Schliesslich gilt für alle λ R: L(λv ) = λl(v ) = λw Bild(L) zu 2 Diesen Beweisteil lassen wir als Übung zu 3 Ist L injektiv, so ist L(v) = 0 nur für v = 0 möglich Das heisst Kern(L) = {0} Sei jetzt umgekehrt Kern(L) = {0} und nehmen wir an, es sei L(v ) = L(v 2 ) für v,v 2 V Dann folgt L(v v 2 ) = L(v ) L(v 2 ) = 0 und daher v v 2 Kern(L) Also muss v = v 2 sein qed 23 Beispiel Sei L:R 3 R 2 die Projektion des Raums auf die x-y-ebene, gege- ) Hier ist das Bild die x-y-ebene und der Kern ist die ben durch L( x y z ) = ( x y 0 z-achse in R 3 Der Punkt w = hat das Urbild L (w) = { 0 z R} Es z handelt sich also um eine zur z-achse parallele Gerade 24 Bemerkung Sei L A :R n R m diejenige lineare Abbildung, die durch die Multiplikation mit einer festen m n-matrix A gegeben ist Dann ist Kern(L A ) = {v R n Av = 0}, also nichts anderes als Lösungsmenge L des durch die Matrix A definierten linearen Gleichungssystems Das Urbild eines Vektors b R m stimmt überein mit der Lösungsmenge des zugehörigen inhomogenen linearen Gleichungssystems L (b) = {v R n Av = b}

2 36 Kapitel 2 Lineare Algebra II Bekanntlich ist diese Menge ein affiner Unterraum, genauer eine parallel verschobene Kopie von L Bezeichnen wir die Spaltenvektoren von A mit w,,w n, dann ist Bild(L A ) = lin(w,,w n ), dh, das Bild von L A ist derjenige lineare Unterraum von R m, der von den Spaltenvektoren von A erzeugt wird 2 25 Beispiele Sei A = DasBild der Abbildung L A :R 2 R 3, 3 2 definiert durch Multiplikation mit der Matrix A, ist diejenige Ebene in R 3, die von den beiden Spalten von A erzeugt wird Der Kern besteht hier nur aus dem Nullvektor 2 6 Sei A = Hier definiert die Multiplikation mit A eine Abbildung L A :R 3 R 2 Das Bild ist ganz R 2 und der Kern besteht aus allen 3 3α Vektoren in R 3 der Form α (α R) 0 Betrachten wir schliesslich noch ein Beispiel für eine lineare Abbildung zwischen Funktionenräumen 26 Beispiel Seiλ > 0vorgegebenDurchdieVorschriftL(y) = y λ 2 y wirdeine lineare Abbildung von dem Raum der beliebig oft stetig differenzierbaren Funktionen V = C (R) in sich definiert Hier ist Kern(L) = {c e λt +c 2 e λt c,c 2 R} und Bild(L) = C (R) Das Urbild einer Funktion b V unter L ist nichts anderes als die Lösungsmenge der inhomogenen Differentialgleichung y λ 2 y = b Wir hatten bereits gesehen, dass es sich dabei um eine parallel verschobene Kopie des Lösungsraums der entsprechenden homogenen Differentialgleichung, also des Kerns von L, handelt 27 Satz (Dimensionsformel ) Sei L:V W linear und dimv = n Dann gilt: dimkern(l)+dimbild(l) = n Wir wollen diese Aussage zunächst für Matrizen interpretieren Sei also A eine m n-matrix und L A wie oben Das Bild von L A ist, wie gerade festgehalten, derjenige Unterraum von R m, der von den Spaltenvektoren von A erzeugt wird Die Dimension dieses Unterraums stimmt überein mit der maximalen Anzahl linear unabhängiger Spalten von A, man nennt diese Zahl auch den Spaltenrang Rang(A)

3 22 Kern und Bild; Basiswechsel 37 Die Dimensionsformel liefert jetzt folgende Beziehung: dimkern(l A ) = n Rang(A) Bereits im ersten Paragraphen hatten wir im Zusammenhang mit dem Gaussschen Eliminationsverfahren eine ähnliche Beziehung für die Dimension des Lösungsraumes L = Kern(L A ) gefunden, nämlich diml = n r, wobei r der Rang der durch elementare Zeilenumformungen auf Zeilenstufenform transformierten MatrixA war Der Rang einer Matrix in Zeilenstufenform gibt die Anzahl der Nichtnullzeilen an und stimmt überein mit der maximalen Anzahl linear unabhängiger Zeilen, also dem Zeilenrang von A Nun bleibt der Zeilenrang einer Matrix bei elementaren Zeilenumformungen aber unverändert Wir erhalten also folgendes Ergebnis: 28 Folgerung Der Zeilen- und der Spaltenrang einer Matrix stimmen miteinander überein Man spricht deshalb kurz vom Rang einer Matrix Der Rang gibt sowohl die Anzahl linear unabhängiger Spalten als auch die Anzahl linear unabhängiger Zeilen der Matrix an Beweis der Dimensionsformel Weil der Kern von L ein Unterraum von V ist, gilt sicher k := dim(kern(l)) n Ausserdem können wir eine Basis (v,,v k ) von Kern(L) wählen und zu einer Basis (v,,v k,v k+,,v n ) von V ergänzen Es reicht jetzt, folgende Behauptung zu beweisen: (L(v k+ ),,L(v n )) ist eine Basis für das Bild von L Dazu zeigen wir zunächst, dass die Menge ein Erzeugendensystem für das Bild ist Sei also w Bild(L) Dann gibt es ein v V mit L(v) = w Wir schreiben v als Linearkombination der Basiselemente in der Form v = n i= α iv i (α i R) Dann folgt w = L(v) = n i= α il(v i ) = n k+ α il(v i ), weil L(v i ) = 0 für alle i k Also liegt w in der linearen Hülle von (L(v k+ ),,L(v n )) Im zweiten Schritt zeigen wir jetzt, dass die Menge linear unabhängig ist Angenommen 0 = n i=k+ α i L(v i ) = L( n i=k+ α i v i ) Das bedeutet, der Vektor u := n i=k+ α iv i liegt im Kern der Abbildung L, lässt sich also in der Basis (v,,v k ) schreiben Das heisst, es gibt Zahlen β,,β k mit u = k n β i v i = α i v i i= i=k+ Daraus folgt die Relation β v + +β k v k α k+ v k+ α n v n = 0 Da (v,,v n ) linear unabhängig gewählt waren, folgt β = = β k = α k+ = = α n = 0 qed

4 38 Kapitel 2 Lineare Algebra II 29 Folgerung Seien V, W endlichdimensionale Vektorräume und L: V W linear Dann gilt: L ist genau dann bijektiv, wenn dimv = dimw und Kern(L) = {0} In diesem Fall ist auch die Umkehrabbildung von L linear und man bezeichnet L als Vektorraumisomorphismus 220 Beispiel Sei V ein Vektorraum der Dimension n und A eine Basis für V Dann ist die Zuordnung V R n, v Koeff A (v) ein Vektorraumisomorphismus Das bedeutet, jeder endlichdimensionale Vektorraum ist zu einem der Räume R n (n N 0 ) isomorph 22 Beispiel Eine quadratische Matrix A definiert genau dann eine bijektive lineare Abbildung L A :K n K n, wenn A invertierbar ist, wenn also deta 0 ist Ist dies der Fall, wird die Umkehrabbildung durch die Multiplikation mit der inversen Matrix A beschrieben Die Matrix, die eine lineare Abbildung beschreibt, hängt wesentlich von der Wahl der Basen also der Koordinatensysteme ab! Hierzu ein einfaches Beispiel Sei L die Spiegelung des R 2 an der Winkelhalbierenden Die Matrix von L bezüglich der kanonischen Basis lautet, weil L(e ) = e 2 und L(e 2 ) = e ist: M (e,e 2 )(L) = 0 0 ( Wählt man dagegen die Basis aus v = und v 2 = und L(v 2 ) = v 2 und daher lautet die zugehörige Matrix: M (v,v 2 )(L) = 0 0 ), dann ist L(v ) = v Man kann durch Wahl einer günstigen Basis versuchen, die Abbildung durch eine möglichst einfache Matrix zu beschreiben, an der sich wichtige Eigenschaften direkt ablesen lassen Dazu sei hier noch beschrieben, wie sich die Matrix einer linearen Selbstabbildung von V bei einem Basiswechsel ändert 222 Satz Sei L:V V eine lineare Selbstabbildung des Vektorraums V Seien weiter A, B Basen von V und seien A := M A (L) und B := M B (L) die zugehörigen Matrizen Dann gilt: B = T AT, wobei die Transformationsmatrix T den Basiswechsel von B nach A beschreibt, das heisst, die Spalten von T sind die Koeffizientenvektoren der Vektoren aus B, ausgedrückt in der Basis A Ist speziell V = K n und A die kanonische Basis, erhält man T einfach, indem man die Elemente von B als Spalten zu einer Matrix zusammenfügt

5 22 Kern und Bild; Basiswechsel 39 Beweis Nach Wahl der Transformationsmatrix gilt für jedes v V: T Koeff B (v) = Koeff A (v) Daraus folgt AT Koeff B (v) = Koeff A (Lv), und das liefert, wie behauptet T AT Koeff B (v) = Koeff B (Lv) Hier sind die Zusammenhänge nochmals in einem Diagramm dargestellt: T R n R n Bտ Aւ L B V L V L A ր B ց A R n T R n qed 223 Beispiel Sei wiederum V = R 2, A = (e,e 2 ), und sei L die lineare ( Abbildung, ) 4 festgelegt durch L(e ) = e +2e 2 und L(e 2 ) = 4e +3e 2 Dann ist A = Sei ( 2 ) 3 2 weiter B die Basis, gebildet aus den Vektoren u = und w = Also ist hier T = und T = = Die Matrix von L det(t) 3 bezogen auf die Basis B lautet daher: B = T AT = Das bedeutet, wenn wir einen Vektor durch die Basis B ausdrücken in der Form v = xu+ỹw, dann ist L(v) = 5 xu ỹw

6 40 Kapitel 2 Lineare Algebra II y x L(u) 4 L(v) ỹ v 2 w u L(w) 7 x Hier ist noch ein weiteres Beispiel: 224 Beispiel Sei V = R 2, A = (e,e 2 ) Sei jetzt L die Spiegelung an der Geraden durch den Nullpunkt, die mit der( x-achse) den Winkel α( bildet und ) sei B die Basis, cosα sinα gebildet aus den Vektoren u = und w = Weil u auf der sinα cosα Spiegelungsachse liegt, ist L(u) = u Der Vektor w dagegen steht senkrecht auf der Achse und es ist L(w) = w Also wird Lbezogen auf die Basis B durch die folgende Matrix beschrieben: 0 B = 0 cosα sinα Hier ist T = Weil B = T sinα cosα AT ist, erhalten wir für A: A = TBT = cosα sinα 0 cosα sinα = sinα cosα 0 sinα cosα cos(2α) sin(2α) sin(2α) cos(2α) Tatsächlich ist dies die Matrix, die bezogen auf das ursprüngliche Koordinatensystem, gebildet aus x- und y-achse, die Spiegelung beschreibt

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